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Jüdische Rundschau · 1923-10-23 · Heft 91 (23.10.1923) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 91 (23.10.1923)
Date
1923-10-23
Page
– (sequence 3)
Language
German
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I Nr. 01 JUED ISCHE RUNDSCH AU Seite 537 * f» * L** U4) Ne«?«.. NL#׳J Die KrcdiSrxtordernlsse Palästinas Eine Berichtigung Julius Simons. Wir erhalten von Herrn Julius Simon, New York, fol- ״ende Zuschrift: ’ " 8. Oktober 1923. Sehr geehrter Herr Redakteur! In Ihrer Nummer 81/82 vom 21. September bringen Sic <£e Ucbersctzung eines Referates, das ich über die Kredit- : *rfordernissc Palästinas in Amerika gehalten habe. Ihrem yci>crsctzcr ist dabei der Irrtum unterlaufen — bei der Uebersctzung des Abschnittes über landwirtschaftliehen Kredit — das Wort ״ li v es t ock“ mit ״livelihood“ n! verwechseln lind deshalb zu übersetzen, daß ich u. a. Kredite für Lebenshaltung forderte, während ich von Krediten für lebendes Inventar sprach. Ich lege auf die Richtigstellung deshalb Wert, weil das die Orundlagcn der Kritik berührt, welche die Reorganisations-Kommission im Jahr«! 1921 an der Methode landwirtschaftlicher Ansiedlung geübt hat. Wenn kh auch nicht glaube, daß viele jemals ernsthaft jenen Bericht studiert und damit den Widerspruch zwischen jenem Bericht und diasem Referat bemerkt haben, so möchte ich doch nicht, daß selbst die wenigen den Eindruck haben sollten, daß ich mich selbst desavouiert habe. Mit herzlichem Zionsgruß Ihr J ulius Si mon. Für das arbeitende Palästina Die erste Volltagung des in Karlsbad gebildeten Komitees für das arbeitende Palästina wurde am Dienstag, den 16. Okt., in Berlin eröffnet. An der Tagung nahmen folgende Organisationen teil: Allgemeine Arbeiterorganisation Palästinas (Histradnth Klalith), Hithaehduth, Poale-Zion, Zcire-Zion, linke Poalc-Zian, Komverband, Hechaluz und Dror. Das Komitee hat zwei volle Tage und eine Nacht gearbeitet. Trotz aller Gegensätze der Parteien wurde doch ein System der Zusammenarbeit gcfunden, und cs zeigte sich ein starker Wille zu praktischer Arbeit. Die Beratungen führten zur Aufstellung eines Arbcitsplanes für das kommende Jahr, der sich vor allem auf zwei Ocbiete bezieht: die Arbeiterbank und den Palästina- Arbci tcr* Fonds. Bezüglich der Arbeitcrbank wurde ein konkreter Plan der Durchführung der Aktion auf Unterbringung der neu ausgegebenen 30000 Aktien ausgearbeitet Von den auf den P. A. F. bezüglichen Beschlüssen ist hervorzuheben die Schaffung eines ״Buches der Arbeit", das alle enthalten soll, die eine ständige Steuer für den P. A. F. entrichten, ferner die Bestimmung des 11. Adar als ״Tag für das arbeitende Palästina", dessen Arbeitslohn dem P. A. F. zufallen soll. Unter den übrigen Resolutionen, die wir noch wiedergeben werden, befindet sich auch eine Begrüßung der jüdischen Gewerkschaften Amerikas anläßlich Ihres Be- Schlusses der Entsendung einer Delegation nach Palästina und eine Aufforderung an alle Chawerim, die Mitglieder von Gewerkschaften sind, dahin zu wirken, daß auch ihre Gewerk* schäften sich an der Expedition beteiligen. Krise im niederländischen Zionislenbnnd Amsterdam. (J. C. B.) Auf der vor kurzem in Amster- *,dam abgehaltenen Jahzeskonferenz des Niederländischen Zionistenbundes gab Herr de Lieme in seinem einleitenden ״ Die Berliner 'Redaktion des Jüdischen Korrcopondcnzbüro« hat auf, Grund der Meldungen über die Exzesse ln Beuthcn einen SonderbcrichtciNtattcr an Ort und Stelle entsandt, der eine ausführliche Darstellung der Ereignisse und ihrer Vorgcschichtc gibt. Wir haben über die Exzesse schon in Nr, 88 berichtet und entnehmen nun dem J.C. B. noch folgende Einzdliciteu: 1 ׳ ., ■•■..׳ ״ , ' . Nachdem schon Im Mai dieses Jahres gegen das kurz vorher enthüllte Denkmal für die jüdischen Krtegsgcfallcncn eine I famlgran.ite geschleudert worden war, setzten fm Vcf• lauf des Sommers planmäßige Ucbcrfällc auf einzelne jüdische Passanten ein, die lieh bis in die letzten Tage hinein fortsetzten. Organisierte Rotten fielen auf offener Straße, zumeist in den Abendstunden, über jüdische Personen her, streckten sic durch Schläge mit Stöcken, Gummiknüppeln oder Schlagringen zu Boden und beraubten sie ihrer Wertgegenstände, meist Uhren und Brieftaschen. Die1 Mißha nd Jungen waren in allen Fällen von groben Beschinipfiingen begleitet. In der Regel wurde der einzeln* Jude von einem Trupp von 10, oft auch 15 bis 20 Burschen (I) angegriffen, die sich auf einen Signalpfiff hin zusammenrotteten und sofort nach der Tat wieder zerstreuten. Die Opfer blieben oft blutüberströmt liegen und mußten mittels Krankenwagen fortgeschafft werden. Einige der Verletzten, die durch harte Schläge auf den Kopf Gehirnerschütterungen erlitten hatten, befinden sich noch immer in ärztlicher Behändhing. In einigen Fällen wurden die Mißhandelten noch besonderen Demütigungen ausgesetzt. So hat man vor wenigen Tagen den jungen F., nachdem man Ihn geschlagen und beraubt hatte, auf die Schultern gehoben und den Halbohnmächtigen unter Drohungen gezwungen, ein PI«■ kat mit der Aufschrift: ״Ich fahre nach Palästina“ vor sich zu halten. So wurde der Unglückliche durch die Hauptstraße geschleppt In Lokalen, in denen Juden vorzugsweise verkehren, z. B. im Gafd Schmidt in der Bahnhofstraße, hat man die Fensterscheiben eiligeschlagen, in einzelnen jüdischen Geschäften wurden die großen Auslagefenstcr zertrümmert, so z. B. in der Solinger Stahl• warcnhniKilung von M. Leipziger in der Poststraße. Wieder• holten Angriffen war auch der jüdische Oasthof von Silbiger in der Klukowltzcr Straße ausgesetzt. An zwei Tagen (22. September und 5. Oktober) nahmen die Ausschreitungen einen regelrechten Pogrom* Charakter an. Am 22. September waren mehrere gut vorbereitete Ucbcrfällc besonders roher Art zu verzeichnen. An diesem Tage wurde auch gegen den Gasthof Silbiger in der Klukowitzer Straße eine Handgranate geschleudert, die jedoch keinen Schaden anrichtote. Drei Tage später,ex* plodicrte eine Granate in unmittelbarer Nähe des Konzertsaals. Aus Acußerungen der Täter ging deutlieh hervor, daß der Anschlag gegen Juden geplant war. Am 5. Oktober dauerten die Exzesse von 6 Uhr abends bis Mitternacht; cs sind etwa 20 Opfer zu verzeichnen, unter denen sich mit Ausnahme eines ostjüdischen Speditionsangcsfellten, durchweg deutsche, in Beuthen be* heimatete Juden, befanden. Die schmale Bahnhofstraße, die Hauptverkehrsader Beuthcns, war eine gewisse Zeit von den Exzcdcnten abgesperrt worden, die jeden Passanten nach der Legitimation fragten und jeden, der *ich als Jude legitimierte, schwer mißhandel* ten und beschimpften. Auch am 10., 12. und 13. Okt. haben sich vereinzelte, zum Teil durch besondere Roheit ausgezeichnete Ausschreitungen gegen Juden wiederholt. Di• Stimmung in Beuthen Ist auch heute äußerst gespannt Dem J.C B.-Bcrichterstatter, der mit Vertretern der vcrschie• densten Kreise der jüdischen Gesellschaft Fühlung nahm, wurde übereinstimmend erklärt, daß die Lage noch keineswegs als beruhigt anzusclicn sei. Die einheitlich geübte Haltung der Juden, welche sich bei jeder Arbeit für die Gesamtheit insbesondere von der ״Deutschen Nolgcmeinschaft" in Beuthen, zurückgezogen haben, verfehlte nicht ihren Eindruck, Der Vorsitzende der ״Deutschen Notgcmcinschaft", Dr. Kasper* kowitz, richtete soeben einen Aufruf an die Bevölkerung; in welchem er sich gegen das ״verbrecherische Trel* ben unreifer Elemente" wendet, das ״die Opferwillig* keit leistungsfähiger Teile der Bevölkerung stark beeinträchtigt habe". Von den auswärtigen jüdischen Organisationen hat das Berliner Büro der Jüdischen Welthilfskonfcrenz das Mit• gllcd seiner Exekutive, Herrn Rechtsanwalt Dr. Alfred Klee, aus Berlin, nach Beuthen entsandt, um zu prüfen, ob und wieweit durch die Exzesse unter der jüdischen Bevölkerung eine Notlage entstanden sei. Obwohl die leitenden Persönlichkeiten der örtlichen Polizei, Insbesondere der sozialistische Polizeipräsident in Giciwitz, Bock, dem die Bcuthcncr Polizei unterstellt ist, von jedem Ver* dacht irgendeiner Begünstigung der Exzesse völlig frei sind, hat die Polizei im großen und ganzen dennoch versagt Nur da raus läßt sich die Dauer der über Wochen hin sich hinziehenden Ausschreitungen, sowie die immer zunehmende Dreistigkeit der Exzcdcnten erklären. In der Stadt hat man nichts von Verhaftungen (gehört Sollten trotz• dem vereinzelte Verhaftungen vorgenommen worden sein, to können es nur seltene Ausnahmefalle sein, die io gar keinem Verhältnis stehen zu Umfang und Dauer der Exzesse. Das Versagen der Polizei scheint auf verschiedenen Ur* Sachen zu beruhen. Die Zahl der zur Verfügung stehenden Polizeikräfte ist verschwindend gering, namentlich wenn man den Mitgliederstand jedes einzelnen der anti• semitischen Kampfbünde in Betracht zieht. Hinzu kommt, daß einzelne Vorgesetzte sich darüber klar sind, daß nicht die gesamte Pofi zeim a nns ch af t zuverlässig ist, sofern es sich um die Bekämpfung rechter Extremisten handelt Gelegentliches Sy nt* pathisicren unterer Polizeiorgane mit den Exzeden* ten ist feststellbar, wie die Am ß erringen einzelner Opfer der Exzesse ergeben. Besonders muß es auffallcn, daß am 5. Oktober während der mehrstündigen Dauer der Angriffe die Polizei nicht in einem einzigen Falle ein* geschritten ist Erst später waren die Patrouillen verstärkt worden und cs wurde die Weisung gegeben, im Fall« sich erneuernder Exzesse mit allen Mitteln durchzugreifen. Di« Lage aber ist immer noch höchst unsicher, wie ja die bis in die letzten Tage hinein vorgekomm enen Aussch rei t ungen beweisen. : PressesUmmen Der palästinensische Korrespondent der ״Neuen Züricher Zeitung" schreibt zur Rückkehr der arabischen Delegation und zum Aufstand in Transjord inicti: ״Dis Rückkehr der arablsdym Delegation aus London, wo sic von der britischen Regierung ignoriert wurde und daher auch keines ,ihrer Ziele erreichte, bildet das Tagesgespräch in der gesamten arabischen Press«. De extrem nationalistischen Kreise sind von der Rückkehr der Delegationslcutc sehr enttäuscht, Zumal nidit einmal die projektierte Reise zweier ihrer Mitglieder von London nach Amerika zu Propagandazwecken erfolgen konnte. Die ge mäßigt«׳ re Richtung hierzulande erblickt in dem Mißerfolg der ״Delegation" den ersten konsequenten Schritt Englands in der pol itisc hen Leitung •Palästinas, d. h, daß die britische Regierung sich durch keinerlei Drohungen von der Beherrschung des Heiligen Land» als Mandutnmiacht abbringen lassen will. Eine gewisse weitere Stärkung des. britischen Prestiges hier ist auch durch den Zusammenbruch des Auf• Standes in Ost Jordanien erfolgt. Gegen den unter britischem Halbvasallentum stehenden Emir Abdullah von Ost• Jordanien ergriffen einige bcduintschc Stämme unter Führung des Sultan-Pascha Adwan die Waffen. Es gab einige Scharmützcl, die mit der vollständigen Niederlage der Aufständisehen endigten. Die Unterwerfung der rebellierenden Stämme vollzog sich sodann in Aman, der Hauptstadt Abdullahs, in üblicher!Weise, während, der Anführer des Aufruhrs in Französisch-Syritii seine Zuflucht suchte, Dieser Umstand, sowie d» Tatsache, daß die Rebellen Ziemlich reichlich mit ( Munition und Waffen versehen waren; führt manche Blätter zu der Vermu tun g, daß Frankreich mit die Hand im Spiel gehabt haben 8011, Bel der Niederwerfung des Aufstandes halten einige Pahzcrautomobile aus Palästina mitgewirkt. Da der Aufstand gleich nach der Rückkehr Abdullahs von Palästina, wo er von den Behörden mit Aufmerksamkeiten ־ überliäuft wurde, stattfand, so betrachtet man den Aufstand als einen indirekt ge^en England geführten Streich. De rasche Abfertigung des aufrührerischen ״Sultan paseba“ hat aber gezeigt, daß , England in solchen Dingen , keinen Spaß versteht und die Wirkung auf andere Kreise, die stets Schwierigkeiten machen, ist nicht auageblieben.“ —- -־־־-• Sir Alfred Mond wieder in London London. (J.C.B.) Sir Alfred Mond, der sich! kurze Zeit in den Vereinigten Staaten und Canada auf« gehalten hat und in New York und Toronto an zkmi&ti« sehen Versammlungen und Bcsprocliungen teSnahnr, ist wieder nach England zurüdegekehrt Dar Vatikan and Palästina (JPZ) Rom, 9. Oktober. Zur Ankunft des päpstliche» Nuntius in der Schweiz, Mons. Maglione, teilen die Blätter mit, der Nuntius werde dem Papst über die Resultat« der letzten Session des Völkerbundes und des Völkerbundsrates berichten. Der Vatikan habe spezielles Interesse an der Frage der Mandate über Palästina und Syrien, welche das Problem der heilige» Stätte» neu aufs Tapet bringen. Die zweite Gemcindekonlcrenz in Palästina Jerusalem. (J OB.) Der Waad Leumi (Jüdischer Nationalrat ln Palästina) geht jetzt daran, die zweite Konferenz der jüdischen Gemeinde in Palästina einzuberufen. Diese Konferenz wird sich vornehmlich mit den praktischen Fragen des Ocmcindelcbcns, besondere mit den Finanzfragen, zu befissen haben Dio erste Konferenz fand bekanntikH vor etwa vier Monaten statt.; Der Kampl am die Sabbafhrahe aal den Eisenbahnen Palästina! Jerusalem. (J. CB.) De Regierung von Palästina hat auf das Ersuchen des Waad Leumi den jüdischen Eisen* bahnem das Recht der Sabbathruhe zu gewähren, eine ab* lehnende Antwort erteilt. De Regierung hat dabei ihre Erklärung wiederholt, daß in Palästina nur der Sonntag als Tag der öffentlichen Ruhe zu gelten habe. Der zu 14!Tagen Festung verurteilte Polizist Blum am Safed, der »ich geweigert hatte, am Jom Kippur zum Dienst zu erscheinen, büßt jetzt seine Strafe in der Festung von A kko ab. Der Protest der jüdischen Gemeinde iq Safed. sowie ' auch die .Forderung des Oberrabbinats 11״ch Befreiung des Polizisten waren bis jetzt ohne Wirkung. Da« Oberrabbmat wandte sich deshalb wegen Befreiung Blum* au den Oberkommissar Sir Herbert SamueL Referat über den Xill. Zionistenkongreß seiner Meinung Ausdruck, daß hinter der Grünbaum-Opposition Sokolow (?), Ussischkin und Jabotinsky gestanden haben. Er berichtete weiter, Dr. Weizmann habe ihm das feierliche Versprechen gegeben, sowohl in der Organisation als auch in der Palästina-Arbeit eine vollständige Reorganisation durchzuführen. Herr de Lieme fügte hinzu: Solange Weizmann sein Wort hält, werden wir ihn unterstützen; wird aber dieses Versprechen gebrochen, dann werden wir mit aller Macht gegen die auch jetzt noch nicht homogene Leitung und für die Durchführung unserer Prinzipien kämpfen müssen, Im Interesse dieses Kampfes habe ich die Wahl in das Actions- Comite angenommen. Infolge der heftigen Angriffe Herrn de Llemes gegen die Führung der K eren H a j essod - Arbeit In Holland, die zu einer stürmischen Auseinandersetzung Anlaß gaben, legte der bisherige Bundespräsident A. Simons dis Präsidium nieder und forderte Herrn de Lieme auf, das Bundcspräsidium zu übernehmen. Dem Beispiel Herrn Simons, folgten sämtliche Mitglieder des Vorstandes. Da die Ver- Sammlung die Krisis nicht lösen konnte, wurde das bishcrige Präsidium beauftragt, zwecks Wahl einer neuen Leitung eine zweite Generalversammhmg einzuberufen, in lnformierten Kreisen glaubt man, daß der frühere Bundes- Präsident, Prof, Dr. O re ns t ein, wieder an die Spitze des Zionistenbundes gestellt werden wird, Die Universität ln Jerusalem Jerusalem. (J. C. B.) Das für die hebräische Universität bestimmte, auf dem Skopusberg (Har-Hazophin) befindiiehe Gebäude, das bi* jetzt von einer Regierungspolizeischule in Anspruch genommen war, ist nun freigegeben worden. Die zionistische Exekutive geht daran, das 1 laus zu restaurieren, um es seinem eigentlichen Zwecke zuzuführen. Dr. Fodor, der Verwalter der mikro-biologischen Abteilung der Universität, wird sofort mit der Debcrführung seiner Abteilung beginnen. Propaganda lür die Arbeiterbank Bisher sind größere Propaganda-Aktionen für die pa-!׳istinciisisdie Arbeitcrbank nur in Amerika und Palästina selbst durchge führt worden. Jetzt sollen solche in größerem Maßstabe and« in den europäischen Ländern stat(finden. De ersten aus Lettland vorliegenden Resultate besagen, daß dort durch die Icttländische Hitadiduth bla jetzt gegen 2000 Aktien der Palästina-Arbeiterbank zu je 1 Pfund untergebracJrt werden konnten.■ . , , EKelp da Kerea Ia|ca®i ia Oesterreich ' Wie die österreichische Keren Hajessod-Zentraie mitteilt, | haben die Keren Haicssod-Zcichncr Oesterreidts im Laufe des j , Kalenderjahres bis jetzt Beträge eingezahlt, deren Gesamt- : junime die erste Milliarde Anfang Oktober erreicht und Mitte Oktober bereits überschritten toi Wenn and: diese 1 1״»mmc, 3000 Pfimd, die vorjährige Gesamtleistung Oesterreichs *1“, den Keren Haiessod sehr eriiebüdi übersteigt, so Ist sie noch der Zahl und Leistungsfähigkeit der österreicnischen Juden roch lange nicht angemessen, Für die Monate November und tieaember werden großzügige PropagandaakHonen vorbereitet,; *•» di* österrctefüsdic Quote entsprechend zu erhöhen. .; Webräisoho' Spr&eleshula :ii;Berlin ■י XI. Bemalter Ende Oktober wird ein®, Anf&pgsrklaaa« für Erwaot1*«n• ■rtffnotr. ,VorbosprtaheBfl *woe.lr* FoHMtftng' d«l Stund«:)' plan* für di® KImb• duckt öitnnaliand, don 27. Oktober, tbond« 7 Uhr in der Hochiohule iiir dl* Wiunonsohaft des luden tum*, Artlllarieatmae 14, 1 Treppe, itaft- , ״ s . Ihr SehuHejter: N, Barggrttn,, ״ ,• ' *. A - ■ ־"׳״. t rf. 1 ־ .־, , “ r . . Eine Apdabank Hir Palästina t »jjPZ» meldet aus Wien: De Vorbereitung*arbeiten tü* die Gründung einer Aguda-Bank für Erez-Jisroel sind beendet ,04* GrQndungskapital beträgt 100 000 Pfd. Sterling. An der Spitze der Baiiklcitung steht eine Gruppe *gudistiseher Finanz- -,mariner (Pappenheim, Schlcsinger-Wicn, Guggetiheim-Baset, WojdWawski-Loclz usw.). Es wird der Eintritt «einer ganzen Reihe von Mitgliedern ,der jüdischen Flnanrwelt erwartet, mit denen Verhandlungen gepflogen werden. ' <•'.> '׳ - Ende die*» Woch« wird in Wie« die «rat* Nummer dyt!y,Jude-eben^Woc 1 aensac 11 irifU‘ erscheinen, die vom Wiener Mi«• recht herausgegeben wird. 1

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