Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 90 (19.10.1923)
- Date
- 1923-10-19
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Er betont weiter, daß man sich mit dem ringelten der ״Jüdischen Presse“ nicht abflrtdcit solle und legt ein Projekt vor, auf Grand dessen es möglich wäre, ohne Schädigung unserer Palistinaarbeit dem Misrachi wieder *in Sprachrohr zu schaffe 11. l)1e Ausführungen Rubins werden in sehr wertvoller Weise durch Alexander Adler ergänzt, der von einem zum großen Teil bereit» durcligcführtcn Plan der Beschältipmg von Clulu/im auf einem Gut in der Nähe von Hamburg belichtet. Int Holzhaus ist bereits durch diese jungen Leute gebaut worden, ebenso ist ein Küchcnbctricb eingerichtet. Das be• arbeite Ic Areal umfaßt 30 Morgen. Im Winter ist theoretischer thitmidit vorgesehen. Redner ist der Ansicht, daß sich auch au ,indrren Orten gleiche. Projekte durchfuhren lasset! müssen, [he Berliner Gruppe beridttet ebenfalls von verhältnismäßig ״et fortgeschrittenen Verhandlungen nach gleicher Richtung hm. Das Verhältnis zwischen dem Misrachi und der Z V. f. D. wird eingehend debattiert. Rau gibt Aufschlüsse über die Verhandlungen hinsichtlich der Zionistcustcucr. Von ver• sclmdenen Seilen wird Kritik geübt an der Haltung der ״Mischen Rundschau“, die mehrmals Vorfälle, die den Misrjciii betreffen, auf Ci rund einseitiger Infomiatkmcn in ani• mosrni Sinn darstellte. Ein lelteiuliges Bild der Palästina-Arbeit des Misradti entrollte Hcriuanu Struck. Die kulturellen liislitutioucii tind in guter Entwicklung, der Tadtkcrnoiii ist die bedeutendste Schule des Landes, das Lehrerseminar allgemein angesehen, ein Lehrcrimicn-Seininar wird noch im Laufe der nächsten Monate eröffnet, zu seiner Leitung ist Rabb. Licbcrmann (Berlin) beulten worden. Der Ilupoci Hamisradti ist ebenfalls gut vorwärt» gekommen, seine Mitglieder sind wegen ihrer fleißigen Arbeit beliebt. Der Vorwurf, sic seien Streikbrecher, ist völlig unbegründet, wenn die IHsiadrirt liaklalit eine neutrale Gewerkschaft werde, so wird der Hapoel llamisrachi sich daran beteiligen. Sehr gut sind die Arbeitcrküchen, die der Misrachi eingerichtet hat, auch die Presse genießt berechtigtes Ansehen. Die Differenzen zwischen dem Hapoel Hamisrachi und dem Misrachi liazair, begründet an den Verschiedenheilen des Milieus, dem die Mitglieder entstammen, werden hoffentlich in der Arbeit mehr und mehr in den• Hintergrund treten. Rabbiner Dr. Licbcrmann schilderte im Anschluß an das Referat von Struck in sehr anerkennender Weise die Arbeit der Palästina-Exekutive des Misrachi. Die Rcsolut» 0 nsk om m ission legt die folgenden Anträge vor, die — fast durchweg; mit großer Majorität — angenommen werden. Die Beschlüsse Politik- Berliner Kalender Bibrat B*rlln«r Rl״nl«i!«i!1■ Ytwtmlgo״»•, fMtln 0 18, AcyfialilraM k TttUphoni 3C»nirnn» |VU4/lu » i\1*׳«oh«okltf>aka Ko, IvOVft llarlln KW . •lor 0. 7>. V a«t»»ra«*#r•»» du B#ftta»r Klaalai. r»»nl»ljr««» aal ZMliihw S«k ul««*•)■ Var mit» lang* •kalt• für b*fcraU«K*o Oakat rlalik. Atukaodkt t«l«|.Htmiach £*04ru«a BC14/10, Ufllok von 10—4 Oll*. 8t-rseh«t*1n«l• Fratt«!( v, 8—4 Ohr tu dir B.K.Y8 ״*yZ14Ukr.8. 60nn»b«nd, du SO. Oktobtr abaad• Skt Uhr lUpndl U1»lr, 83 Ohawor Dr. Siiumuu: ״ra1־lam«»UrUfh• Fiktionen In 81011111»*»“, fluatii, «Ion 11. Oktober Zlonlallaotior JnpondTnriU TI Oft) *wir, Umppo OliwlottflnMff. WamUrunff rior «lm«ln«-n Mitglied« u»ch W»nn•*•■ Treltpmikt U ühr Bnhnhof Charli.ttenbnrff, Bobnitvlg D. MoniBff, den 23. Oktnbvr •budi 8 Uhr OrnrfB der Ztej1t»ten •0• dsut 0«tm, im Helm I,»n<l«11erjer Htr»B• 88, Herr Jiedaktiur Wiüdioatt»« ״Ü"«"׳* *Ult and ■*••re *af*»!1«a‘•. (tnp•• find, tn der TEandltoret Kn •Her, FUfdrtilraB* ■0 Krw״ü»*»* VoretemUlunng Herr K erl Oluen ״Ne*• War• ■■d /״leie ■tonteUeeket Preptlrndt*, latereeieuien lind «inReladan. Dient»•{!, den US, Oktober eben di 8 1781■ /lenletueher Ja*«nd»*t*ta lUehine», (trapp• Charlett«akarr, Im Reitnatent ״Rum Amtieeeleht״, LeonWd•, Koke Hniaftndorhtrat• 1. Vortrag Ober: ״Hnilel* Ifbell«» u»d die *■rtf»be« de• 11**11•*«“« 3. AnMprnnh• Aber die weiter• Arbeit, Ereolieinen •kmtKober Mitglieder erfordorlleb. Mittwoeh, den 24 Oktober *bendi I Uhr Gropp« Oit, in den (Jnlonedlnn, Gr«Uiw»ldar 8tr. ,ii'i Gnerelveriaanlang 1. Bericht über die bieberlge?*klckelu ■J. Hoipreeban* der kerenkliM• den Winterarbeit. U. NeWwebl de* Yoretendea. Sonnabend, den 27. Oktober *bendi 8 Uh» llepoSI MaatS», H*tU(1׳'S״l»t«tmilrt 53. 1. Yortr»g <ra VortregeB^kliMit »PaliiatU• «ad dar TtrdtrarUaV*, Ilnferentt Ohewer Oandanaf, Mittwoch, den 81, Oktober »bend» 8 ühr ä lappe 0«t, im ZI onlaki 1 «Han Heim, üandebargar BtraSa, B9 Herr Karl Htarer: ״Die Irl» de* rerleaieiitari*■■• la der al#aleti««h*n OrraBlaatlnaw, Vom 81■ Oktober ab finden dl» Vermut «Hangen der Drappe Oet Im atonlat tlolm. Haedeberger Utralle 89 •tot(. ׳ו׳להי׳-^יי׳יחהו I fl Hi «**( 5 •"»! 9 ״:L4;16 || ״*t ■י ו & sind tmicr folgenden Telephonnummern zu erreichen: lllilatid 1534 Plalzburg 809, 9895, 6697, 6698, 6699 1. Der Delcgiertentag des deutschen Misrachi fordert, daß in den Reden und Erklärungen der offizielle« Sprecher des Misrachi bei den zionistischen Tagungen mehr als bisher die programmatischen Forderungen des Misrachi in den Mittelpunkt gestellt werden. Soweit es irgend tunlich ist, sollen alie Acuilertingert erkennen lassen, wodurch sie in den Grundanschauungcn des Misrachi begründet sind und cs sollen dadurch die besonderen Anschauungen des Misrachi mehr als bisher ihr Gewicht in die Wagschaie der Beschlüsse legen. 2. Der Delcgiertentag des deutschen Misrachi hält cs für unzulässig, daß einzelne Delegierte oder Oruppen von Delegierten des Misrachi zu zionistischen Tagungen durch vorher gefaßte Beschlüsse in ihrer Stellungnahme gebunden werden. 3. Der Delcgiertentag des deutschen Misrachi fordert, daß innerhalb des gesamten Misrachi der Fraktionszwang auf zionistischen Tagungen nur in ganz besonders schwerwiegenden Fällen zur Anwendung gelangen darf und daß zu seiner Herbeiführung mindestens eine Dreiviertelmehrheit innerhalb der Delegation des Misrachi erforderlich sein soll. Die Anwendung des Fraktionszwangs soll nur statthalt sein, soweit es sich um spezielle Angelegenheiten des Misrachi, nicht aber, soweit es sich um allgemein-politische Angelegenheiten handelt. Organisation. 1. Das Zcntralbüro wird ermächtigt, mit einzelnen Ortsgruppen über die Abzweigung einzelner Tätigkeitsgebiete vom Berliner Zentralbiiro zu verhandeln und nach Schaffung der nötigen Grundlagen die Verlegung der in Frage kommenden Tätigkeitsgebiete durchzuiühren. — Uebernimmt eine Ortsgruppe ein besonderes Tätigkeitsgebiet, so ist sie berechtigt, aus den zu ihr zählenden Mitgliedern des Zentralstes einen oder mehrere in das Zentralbüro zu entsenden. 2. Der Delcgiertentag des deutschen Misrachi beauftragt das Zentralkomitee, in der kommenden Arbeitsperiode seine Kräfte in besonderem Maße für die Pal äs tinaarbeit einzusetzen. — Der Delegiertentag des deutschen Misrachi erklärt, dsß zwecks Ncubclebung misracbistischcr Arbeit in Deutsch- Und das Zentralbüro bei einer verstärkten Propaganda und Organisationstätickeit seine besondere Aufmerksamkeit der Hachscharan- und Kulturarbeit zuzuwenden hat. Finanzen. Das neue Zentralbüro wird beauftragt, ein Ooklmarkbudget aufzustellcn, es soll versuchen, eine bestimmte Anzahl Misuchistcn zur Garantierung dieses Budgets zu veranlassen. Statuten. Für die Abberufung und Neuwahl des Zentralbüros oder einzelner Mitglieder desselben ist die Misrachifraktion des Dclcgicrtcntagcs der Z. V, f, D. als ordentlicher Delegiertentag des deutschen Misrachi zuständig. Presse. Das neue Zentralbüro 8011 alles daran setzen, um möglichst schnell ein im Misrachigcist gehaltenes Presscorean1 ins Leben zu rufen, es soll zu diesem Zweck alsbald mit einer Interessentengruppc in Frankfurt a. M. in Verbindung treten. Allgemeines. Der deutsche Misrachi begrüßt mit dem Ausdruck herzliehen Dankes für die hingebungsvolle Arbeit die Weltzcntrale des Misrachi in Jerusalem, sowie den Misrachi la Ercz-Israel und die Hapoel-rlamisrachi, Misrachi-Hazair und die Frauen- Organisation, deren Tätigkeit er den besten Erfolg wünscht Der Delcgiertentag bittet den geschäftsführenden Aus* »chuß zu veranlassen, daß beim nächsten deutschen Delegiertentag das Erzichungsproblem in der Diaspora zur ausführlichen Erörterung gestellt wird. Das Zentralbüro, das weiter in Berlin bleibt, setzt 11dl aus folgenden Herren zusammen: Dr. Aron Barth, Lazarus Barth, Edmund Levy, Max Kober, Dr. Michael. Hans Goslar, Dr. W 01 f 8 b c r g, ferner als Vertreter aer Jugend Dr. Kn oll er und all Mitglied des G.-A, der Z.V.i.D. Dr. Rau. Daneben wird ein Zentralkomltee aus den größeren Gruppen gewählt. Falls einzelne Abteilungen aer Arbeit von Hamburg übernommeu werden, werden einige der dortigen Zentralkomitee- «Uglieder, zum Zentralbürp übertrete«». Freie jüdische Volkshochschule, Berlin Im Herbst 1023 (vorn 28. Oktober bis Anfang Dezember) finden die folgenden Vorlesungen statt: 1. Rabb. Dr. Bleich* rode: Hebr. Sprachkursus unter Zugrundelegung der Orimmsehen Märchen m der Uebersctziuig von Krupnik. (8 Abende, Rosenstr. 2—4, Montag und Douerstag, 8'/j—Q'/1 Uhr, Beginn 20. Oktober.) — 2, Zyklus: Wohlfahrtspflege. (5 Abende, Rosenstr. 2—4, Mittwoch 7V1—8'/, Uhr, Beginn 31, Oktober.) 1. Einleitung. Eugen Caspary. Gegenwärtiger Stand der jüdischen Wolilfnhrtspflcg'c in Deutschland. Ref. Frieda wc iure ich. Diskussion. 2. Organisation der jüdischen Wohlfahrtspflege in Berlin. Ref, Dr. Fritz Lamm. Di«- ktission. 3. Das Rcichsjugcndwohlfaltflsgesctz. Ref. Dr. Scgali. Diskussion. 4. Gegenwärtiger Stand de» Sozial- und Ktcu1rei1tnenvc:.a1s. Ref. Hilde Ottenheim* r. DiskusÄion. 5. Zusamtneuhänge ln der jüdischen konfessionellen, interkonfessionellen und staatlichen Fürsorge. Ref. Dr. Alexander PhillpsbOrn. Diskussion. Zusammenfassung Eugen Caspary. — 3. Prof. David Koigen: Merksteine Jüdischer Geschichte, gcschichtssoziologlschc Betrachtungen. (6 Abende, Synagoge Fftsanenstr., Mittwoch, 9—10 Uhr, Beginn 31. Oktober.) 1. Das Volk der Bundesgenossen. 2. l>ic Nation der Berufenen. 3. Die Nnlion der Reinen. 4. Das Hau« Israel. 5. LHc Nation der Wachsamen. 6. Di* Sammlung de» Judentums. — 4. Dr. Max Kollcnscher: Verfassung und Verwaltung der jüdischen Gemeinden. (4 Abende, Synagoge Fasanenstr., Mittwoch, 8—9 Uhr, Beginn 31. Oktober.) 1. Dis Werden der jüdischen Oeincindctt. Z Das Judengesetz von 1817, 3. Neuere Kechtsentwieklung. 4. Oesamtorganisailoti. — 5, Rabb. Dr. Locwcnthal: Talmudlcktürc für Anfänger. (8 Abende, Montag. 7-—8 Uhr, Rosuistr. 2—4 Beginn 29. Öktober.) — 6. Dr. Joseph Mcisl: Aus der Vergangenheit de* Zionismus. (8 Abende, Synagoge Fasanenstr. Montag, 7‘/» bis 8:/ו Uhr, Beginn 29. Oktober.) 1. Entwicklung in der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert«. 2. Moses Heß. 3. Die Alllance lsradüte und die Palllsthm-Koloiilsation. 4, Von Mose* Montefiorc bis Esriel Hildesheimer Die ersten Kolonien. 5. Die russischen Pogrome und ihr Einfluß auf die Ztoroide*. 6. Ke BI111, Pinsker. 7. Die Kattowltzer Konferenz, 8. Von der Kattowitzer Konferenz bis zur Legalisierung de* Odessaer Komitees (1891). — 7. Dr. mcd. F. A. Th ei )!ו aber: Jüdische Rasnctiproblcme. (6 Abende, Lehranstalt, Dienstag, 8—9 Uhr, Beginn 30. Oktober) 1. Allgemeine Rassenproblcmc und Einführung in die Anthropologie. Z RassCngcschichte Vorderasiens. 3. Geschichte der jüdischen Rasse. 4. Der Kulturwert der Rassen. 5. und 6. Entwicklung der Rassen, (KrankhcitscrsdicinungcTi, Milieu, Sprache und Vermischung.) — 8. Dr. Herrmann M. w,eil: Vom Oeistc der Bibel. (3 Abende, Synagoge Fas.־me11str,, Montag, SV®—10 Wir, Beginn 6. November.) 1. Mythos. Kult und Gesetz. 2. Prophetie. Bibel und Orient. 3. Bilxrl und Okzident. Bibel und wir. - - 9. Frau Siddy Wironsky: Soziale Ideen im jüdischen Religionsunterridit. (4 Abende, Mittwoch 9—10 Uhr. Lehranstalt, Beginn 31. Oktober.) 1. Der soziaje Gedanke ab Wescnselcment jüdischer Kultur in Geschichte und Lehre, 2. Die Bereicherung des kindlichen Vorstellungslebens durch die Soziallchren. 3. Dte Entwicklung des kinclliclicn Gefühlsleben durclr Veredelung de» Mitleids und Verstärkung des Gerechtigkeitsgefühls. 4. Die Befähigung des kindlichen WiHenlebcn* zum Dienst am Einzeinen und au der Allgemcinliclt. — 101 JuliusBab (acathetische Einführung) und Lotte Rosenbaum (Rezitation): Ekis jüdische Motiv in der Dichtung Heinrich Heines. (Sonntag vormittag, 11V3—1 Ühr. Vortragssaal Synagoge Fasanenstraßc, 28. Oktober und 11. November.) ״Der Jude“. Eine Monatssclirift. Hcrausgcgcbeir von Dr. Martin Bub er im Jüdischen Verlag, Berlin NW 7, Dorotboenstr. 35. Efc!• 9. Heft des VII. Jahrgangs ist soeben erschienen und bat folgenden Inhalt: Alfons Paquet, Die Völker und die Judert: Arjeit Tartäkower, Zur 00• schichte de» jüdischen Sozialismus; Jakob F1 c h m a 1111, Zwei Eiferer; Heinrich De r I, Die Wiederherstellbarkeit dcr_ althebräischen Vokalmusik; Erich To *plitz, Jüdiaclic Archäologie und jüdlselie Kimatwissenschaft; Franz Roten zweig, Seele (aus dem Hebräischen des Jehuda Halcvr); Bemerkungen: Flau» Kolm, Stimmen; Umschau: Oskar Wo(fsbcrg, Der .Tod. — Abo:vnementspreia* pro Quartal für Deutschland: Grundzahl 3.— M. (mal .Zeitschriftensd11'üu,sdzal־.l des Böracnvcicms). CtGFQsi ['namcoi Leiisrael (Jüdicclicr Nalionalfonds) Zentral« lüx Deutsclilead, Berlin, ouchsltdi* Str. t PocUcbeeldcoat• EcrUa 29247 Die Arbeit tür de□ Keren Ka|emetb wird ln der nächsten Zeit eine viel größere Bedeutung habe» als bisher. Wie aus einer Notiz in der ktrten Nummer der ״Rundschau“ ersichtlich ist, wird der vom Natioualfoncls gckfttiflc Bode« in kurzer Zeit ״j c d c n f a I f 8 noch in dieaein Jahr" voll besiedelt sein. Das. bedeutet also praktisch, daß der Keren Kajcmclh in «lein nächsten Jahre wold nicht mehr in der Lage* sein wird, den Glialu/Jm Boden zur Vertilgung zu stellen. Dies hatte da» Ende der Nationalfoml« ־ KcmiiniEsion zur Folge. 14er Gedanke des Gemcineigciitunis am Binfen Ist so fest in der zionistischen Ideologie verankert, daß um seinetwillen vor nunmehr als zwei Jahrzehnten die schönste Institution geschaffen wurde, die je ein Volk gehallt hat, nämlich der Jüdische Nation,illond*. Ls wäre daher ein Holm, wenn diese Institution heute, nach* dem sic so lange Zeit in Palästina mit gutem Erfolg g<- arbeitet und besonders in den letzten Jahren die Grundlagen für die neue Epoche der Sicdlungstätigkcit gelegt hat, gezwungen wäre, diese Arbeit änznstclien und damit unser Siedlungswcrk in größte Oefahr zu bringen. Hier trägt iiubesondere jeder, der sich Zionist nennt, eine große Verant* wortung. Jeder Einzelne Ist befähigt, für den Nationalfonds zu arbeiten. Wer nicht die Möglichkeit hat, mitzuarbeiten, sollte cs sich wenigstens zur Pflicht machen, durch regelmäßige Gokhmrkxpcnden die Arbeit des Nationalfonds zu untci&Urtzen. Auch in Deutschland sind liier nocit grolle Möglichkeiten vorhanden. Wir haben zwar in diesem Jahr bereit» in Croldniark timgercclmct die Gesamtsumme des vorigen Jahres erreicht. Wenn man jedoch bedenkt, daß trotz energischster Bemühungen immer noch ein größerer Teil unserer Vertrauensleute nicht in der Weise rnitarbeitet, wie ca notwendig ist, Aktionen veruadd.isrict, das S|KM1dcnbuch und die sonstigen Sainmelmmifte! des Keren Kajemeth nicht anwendet Und wenn man weiter bedenkt, daß ein großer Teil selbst unserer Gesinnungsgenossen geringe, jedenfalls nicht der Geldentwertung entsprechende Summen oder gar nicht für den Keren Kajemeth gibt, dann muß man trotz de» Erfolges in diesem Jahr sagen, daß bei zionistischer Pflichterfüllung aller Mitarbeiter und aller Gesinnungsgenossen auch in Deutschland noch der Keren Kajemeth unbegrenzte Möglichkeiten hat. Wir hoffen und erwarten daher, daß sich bei der jetzt ein- *ctzenden Winterarbeit jeder an der Keren Kajemeth-Arbeit beteiiigen wird. Die Voraussetzungen für eine großzügige Arbeit wären von der Zentrale aus nach jeder Richtung geschaffen. Es werden neue Menschen sowohl in den •Kreis unserer Kornniissioncn, wie Mitarbeiter, wie Beamten gezogen. Neue Propagandamittcl, wie die Kartenbroschüre für Jadjur, der Paiästinafilm, werden geschattet» und neue technische Methoden cingcführt. Es kommt jetzt vor allem darauf an, unseren Betrieb auf die Goidmark umzustcllcn. Jeder Vertrauensmann und jeder Spender muß sich daran gewöhnen, Goldmarkspenden zu fordern und zu geben. Von der nächsten Woche ab wird wieder ein ausführlicher namentlicher Goldmarkausweis mit dem Text jeder Spende erscheinen. Alle Spenden von 0.50 Goldmark an werden namentlich ausgewiesen werden. Auch dadurch wird hoffentlich wieder erreicht, daß ebenso wie in den früheren Jahren, unsere Freunde bei allen Gelegenheiten' durch den Nationalfonds ihren Bekannten und verwandten Glückwünsche usw. übermitteln, Wir erwarten, daß jeder die ernste Situation, in der sich der Keren Kacmelh befindet, und, wenn nicht seine Einnahmen sehr steigen werden, in absehbarer Zeit befinden wird, erkennen und danach handeln wird. Ausweis 25 Spcndencingängc in Goldmark vom 28. Stpt, bis 9. Okt. 1923. Bei jeder Stadt ist der Name ihres N.-F.-Vertrauensmatmes aufgeführt. CHe hinter dem Namen stehende Zahl stellt die Gesamtsumme in Goldmark der in dem betreffenden Ort während der Bcrichtszcit eingegangenen Spenden dar. Für jede Spende von 0.50 Gokimark atr erfolgt namentlichcr Ausweis mit Text und außerdem auf Wunsch eine Be* naclirichtigung an die mit der Spende bedachte Person. Bei Spenden von 0,25 Goldmark an wird auf Wunsch nur eine Benachrichtigung gesandt. Berlin! (Sekretariat, Sächsische Strasse 8) 240. * Aschersleben 1 (Ilse Crohn, Breite Str.) 0.60. * Baden-Baden: (Frida Roesbasch, Büttenstr. 5) 1.50. * Bochum t (S, Flaumcndaft, Brück str. 12) 4,80. * Breslau: (Sekretariat, Gartcnslr. 7)) 4. * Buer: (H. Wicsolmann, Essener Str. 47) 2.53. * B>nn: (Dr, Richard Appel, KarUtr, 11) 4,20. * Cassel 1 (Ortiber, Steinweg 6) 1,53. * Chemnitz: (Felix Scharf, Annenstr. 12) I, 34. * CÖlni (Sekretariat, Alte Wallgavsc 31) 81. 4! Cottbus: (I. Czopck, Marien str. 21) 2.42. * Dortmund: (Jo־ef Brader. Rheinische Str. 93) 9. * Dresden: (Jos. Schwarz, Seestr. 17) II, 10. * Erfurt: (Klara Brenner, Poststr. 47) 1. * Frankfurt a. M.1 (Alfred Berger, Stauienstr. 4) 8.75. 4c Gleiwitz l (Herta Herlitz, Nicdcrwallstr. 24) 57 60. ♦ Göteborg: 11.23, * Gotliai (Dr. Noack, Fr.-Jakob-Str. 2) 1.15. 8» Güstrow: (Herrn. Fischei, Gfcwmcr Str. 2) 1. >k Hamborn-Bruckhausen: (Etty Fuchs, Sandstr. 6) 1.27. * Hamburg: (Sekretariat Hartungstrasse 9/11) 323. * Hameln: (Ixniis Reiser, Rittersir.) 42. 4c Hamm: (Frl. Mendel, Bahnhofstr.t 80. % Haynau: (Edith Midiciscn, Parkstr. 14) 0.50, + Hlnaenburg: (O. Lustig, krönprinzenstr. 127) 1.65. * Kiel: (S. Dertoitnl, F kirn sehe Str. 22a) 3.28. 4c Kol borg: (Rita Resswter) 0.50. ★ Konstanz: (Jetty Scherf, Flussenstr. 19) 11.57. ♦ Landsbergs (Hugo Noack, Rlchtstr. 48) 0.50. * Liegnitzt (Dr. Nathan, Fnedrichplatz 7) 17,10. * Atngdeburgi (Wolf Kotz, Tischlejhrtxeke 33) 5.30. * Mmnz: (Niiekmann) 4. * Marburg: (Emma Haas, Haspelstrar.se 25) 0.80. ־k München: (Sekretariat, Herzog-Max- Strasse 4/0) 227,80. 4» Neustadt a. H.1 (Alb. Rosenhainicf, Rambachcr Trejipenweg 612) 0,50. ♦ Nürnberg: (Sekretariat, Fürther Str. 87) 10.3t. % Ortclsburg: (Zahnarzt Ciokibcrg) 1.65. Oppeln: (R.-A. Manneberg, Nikolaistr.) 4. * Paderborni (Berta Eichengrim, Ferdinand str. 30) 10.26. * Pforzheim: (Kart Pollak, Haufstr. 1) 1.32. $ Plauen: (Jak, Srebnik, Albert5.tr. 10) 0,50. * Rathenow: (R. Rainer, Jederitzef Str. 34) 0.70. * Regensburg 1 0.60. ■k Rheinbischof*- heim: (Johanna Kaufmann) 31.4t. * Schenklengsfeld: (Kläre Katr.) 8. *f■ Schweidnitz: (Recha Fciwclsolui, Burgstr. 14) 0,90. 3R Stuttgart: (S. Friedrich. Hirschstr. 24) 0.80. gt Viersen 1 0.90. * Waldenburg: (Lotte Rnblnsolm, Seltener Strasse 32) 2.52. * Zeitz: 1.60. 3ft Zjpnot: (Frau Chason, Wegener Sir. 11) 1260. + Zwickau: (Frau S. Frkdniann, Eteasner Str. 57) 9.25. ־- Städte unter 0.50: Aachen, Alzey, Berleburg, Blclcield, Bunde, Göthen, Dessau, Detmold, Emden, Essen, Fisduch, Friedberg-Nauhelm. Friedland, Gladbeck, Görlitz, Göttingen, Hagen, Heidelberg, Kttdowa, Miililhausen, Neu* wied, Osnabrück. Ratibor, Sehwb.-Hall, Smrnern, Sontheim, Stettin, Wietbadefl, Zeit <=6.39 יי.