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Jüdische Rundschau · 1923-10-16 · Heft 89 (16.10.1923) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 89 (16.10.1923)
Date
1923-10-16
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 523 ]UEDISCHE RUNDSCHAU ' Nr. 89 zu, auch wenn sie keine praktischen Resultate haben sollte. Die zionistische Exekutive, die um ihre Meinung befragt worden id, hat das Actions-Cornitö einberufe«. Wir wissen nicht, ob an dieser Einberufung fcdgclialten wird, wenn bekannt wird, daß der Vorschlag■ von den Arabern bereits nbgeleliut ist, denn da die Araber in dieser Sache C! Näch.dbetroffcnen sind, so hätte wohl die Aeußcrung der Juden nicht einmal akademischen Wert. Es ici denn, daß die Exekutive «* für möglich hält, die Gelegenheit' zu benutzen, um unsererseits die Initiative zu ergreifen und selbst Vorschläge für den jüdisch-arabischen Ausgleich zu machen. Wenn derartige Schritte im Verfolg der Beantwortung der englischen Anfrage beabsichtigt sind, dann ist es jedenfalls bcsonders zu begrüßen, daß das Actions-Comite zusammentritt, schon um eine Wiederholung des Vorganges bei der Annahme des Weißbuches zu vermeiden, wo weite Kreise der Bewegung sich nachträglich berechtigt fühlten, den Schritt der Exekutive u desavouieren, * Lieber den Parteitag des deutschen Misrachi, der am 14. Oktober in Berlin eröffnet wurde, wird hier noch ausführlich berichtet werden. Während diese Zeilen geschrieben werden, hat der Parteitag eben erst begonnen, ,Aber schon die erste Sitzung, in der die Debatte über die Stellung des Misrachi auf dem1 Kon* greß stattfand, hat gezeigt, daß auch diese Tagung im Zeichen eines starken Bedürfnisses nach Besinnung auf die geistigen Grundlagen der Bewegung steht. Das Referat Dr, Barths, der bekanntlich auf dem Kongreß dem extremsten Flügel des Misrachi angehörte, stieß bei sämtlichen Rednern — mit Ausnahme Strucks —• auf heftige Opposition. Diese Opposition wendet sich gegen die Führung des Weltmisrachi, der vorgeworfen wird, daß sie sich ganz in Parteipolitik, Taktile und persön* liehe Kanipfeswcise verstrickt hat, statt von der Kongreß* trlbünc ein Wort über die Idee des Misrachi zu sagen. Die Methode des Misrachi, die Einhaltung rcliglöscrr Gesetze durch Kongreßbeschlüsse sichern zu wollen, wurde von den Sprechern der jüngeren Generation geradezu als unmisrachistisch bezeichnet, denn das Wesen des Misrachi sei die Verschmelzung von Zionismus und historischem Judentum durch einen konsequenten geistigen Prozeß, der aber mir mit geistigen Mitteln gefördert werden kann. In politisch-ethischen Fragen und in sozialen Fragen habe der Misrachi eine entschiedene Stellungnahme aus dein Geiste des jüdischen Rcligionsgesetzes verabsäumt. Besonders stark gaben die oppositionelien Redner ihrem Unwillen über den Frnktionszwang Ausdruck. Der Fraktionszwang, insbesondere in Gewissensfragcn, wurde als unvereinbar mit der mlsrachistischen Orundanschauung bezeichnet. Auch diese ■Mißstimmung ist gerade nach dem letzten Kongreß wahrschciniich in allen großen Fraktionen — auch der lin- Iren —■ vorhanden. Der zionistische Parlamentarismus, der dazu geführt hat, daß die parlamentarische Taktik auf dem Kongreß übermäßig überwuchert, hat eine allgemeine Reaktion hervorgerufen, die fordert, daß die Weltanschauung und nicht die Taktik die Politik der Fraktion beherrsche. Allerdings ist es schwierig, wie Herr Struck mit Recht hervorhob, die richtige Synthese zu finden, um sieb in dem nun einmal in parlamentarischen Formen vor sich gehenden Kongreßgetriebe zu bewahren. Daß dieses Problem auf dem XIII. Kongreß nicht gelöst wurde, muß der Misrachi ebenso wie andere Gruppen an der Opposition seiner eigenen Anhänger spüren. Diese ״Revolution'1 ist eine allgemeine Ersehe!• nung, die vielleicht zur Gesundung des Zionismus erhebtich beitragen kann. Mau ist der organisatorischen und parlamentarischen Geschäftigkeit müde und verlangt nach der Rückkehr zur Idee, * Das Schwinden der Idee wird auch in Palästina selbst schmerzlich empfunden. In der׳-Ietzfen Zeit wird ln der palästinensischen Presse viel über die Auswan- י derung aus dem Lande geklagt, besonders die Arbeiterschaft, die immer in der ersten Reihe derjenigen stand, die eine schnelle Immigration forderten, wird durch die Tatsache einer nicht unbeträchtlichen Aus- Wanderung schwer getroffen. Aeufkrlich zwar könnte man meinen, daß bei der herrschenden Arbeitslosigkeit eine Verminderung der Arbeitssuchenden gerade bei den Arbeitern als Erleichterung begrüßt werden müßte, in ,Wirklichkeit aber ist das Umgekehrte der Fall. Um das zu verstehen, dürfen wir nicht vergessen, daß der jü> disebe Arbeiter Palästina« sich als Vorposten und nationaler Pionier fühlt, und daß seine ganze Tätigkeit und die großen Mühsale, die er auf sich nimmt, nur dadurch einen Sinn bekommen, daß er damit der Vcrwirklichung der Idee der Auferstehung des Judentums dient. Gerade aber die schwierigen Zustände auf dem Arbeitsmarkt, die immer mehr und mehr sinkende Lebenshnlttmg und der Kampf um das tägliche Stück Brot haben auch in gewisse Teile der Arbeiterschaft eine Denkungsart hineingetragen, ln der die Elemente des idealen Ausgangspunktes kaum mehr zu erkennen sind. Das beste Menschcnmaterlal wurde durch diesen Kampf aufgerieben und entnervt. Hier ist ea schwer, ein Urteil zu sprechen. Denn auf die Dauer genügt hier nicht die Besinnung auf das Wesen des Zionismus, sondern es muß in der Realität das Bewußtsein hinzutreten, in einem Prozeß des produktiven Aufbaues drin zu stehen. Dazu aber bedarf es der innigen, seelischen und ökonomischen Anteilnahme des gesamten Judentums. Heute fühlen sich die Pioniere in Palästina verlassen und darum enttäuscht. •Hätten sie das lebendige Gefühl des Zusammenhanges, 10 würden sie alle Beschwerlich- »דדי f* 1* יי ־?, »*si i״״U׳ rufet! zu efcer Stützung,״f«r c!b ״Jüdircba Rundschau“ auf. E>ns :sollte rJ!o deutschen Leaör, die ja an ihrem Hatte da woit größeres Intoress« haben müssen, veranlassen, die Wcltercxiotcn* desselbes durch prompteste Bezahlung der efogoforderten niedrigen Abonnemöntagekühren xu •fmöglichen. Dagegen haben bis cum 15. Giftober, dem Schlußtermin für die Poatanmeldung zum Novemberbezwge, erst $00 Abonnenten die ihnen zugesandte Nachnahme clngclöat und die meisten noch dazu erst cm Ende der Woche, eis Infolge der Wirtschaft®- lag® das Geld entwertet war. Unsere Leser müssen aua zionistischem Pflicht« gefühl dabei helfen, daß die ״jüdische Rundschau*4 die Übergangszeit bis zur Schaffung eines wertbeständigen Zahlungsmittels noch durchhalten kann. Wer noch nicht bezahlt bat, überweise sofort 500' Krillösioa üarls auf unser Postscheckkonto; Berlin 173 92. Vorlag (,Jiid!2c!2a I£1aodsc!2a11•‘, G.m.b.H, Berlin W15,?ädioiocbe Strafe 9 ,XSu 1s G:s P2Hc:!sa ■ l!2nt.fes keiten auf sich nehmen und niemals das Land verlassen, Dies natürlich setzt voraus, daß von vornherein nur die Menschen hing eben, die fester Gesinnung sind und sich keinen Illusionen hingeben, Die Methode, Flüchtlinge ins Land zu transportieren, die als Kolonlsationsmaterial nicht in Frage kommen, hat sich schwer gerächt, Nach den Erklärungen, die im Waad Leuini abgegeben wur« den, gehört die Mehrzahl der Auswandemde« diesen Flüchtlingen an, für die auch Palästina nur ein Nachtasyl sein konnte, Es läßt sich angesichts der Zwangsläge und der großen Not der Vertriebenen vielleicht rechtfertigen, daß man sie, allen Bedenken zum Trotz, int Frühjahr nach Palästina brachte. Aber die Erfah■ rmigcn müssen eine Lehre sein für alle diejenigen, die nicht nur aus einer 'Zwangslage heraus, sondern planmäßig solche Leute nach Palästina bringen möchten, Im heutigen Stadium unserer Regeneration können nur Chaluzim das Land aufbauen, Menschen, die von der Idee besessen sind. Der ״Centralverdn ■deutscher Staatsbürger jüdische« Glaubens“ hatte Beleidigungsklage erhoben gegen einen gewissen Herrn Staegcmann, der in einem Aufsatze ge• schrieben hatte, der Centralverein sei ״Die Kampforganlsation des Judentums gegen alles, was deutsch fühle'*, In der Verhandlung hat der Herausgeber der ״Deutschen Zeitung“, Dr, Maurcnbrpdtcr, wie er selbst in seinem Blatte berichtet, durch seine Zeugenaussage für den An■ geklagten den Wahrheitsbeweis zu erbringen versucht, Die Einzelheiten der Verhandlung, in deren Verlaut Maurenbrecher auch ein geheimes Rundschreiben des Centralvercins verlas, woraus hervorgellen sollte, daß der Centralverein tatsächlich gegen die deutsch-völkisch« Bewegung kämpft, sind insofern interessant, als eich darin wieder die geradezu phantastische Dummheit der Kreise enthüllte, die alle unsinnigen Schauermärchen der antisemitischen Hetzer gläubig auf nehmen. Der Ange• klagte erklärte, er halte deutsch für identisch mit deutsch• völkisch. Das Gericht hat den Angeklagten freigesprochen und den C, V. zur Tragung sämtlicher Kosten verurteilt es hielt also offenbar den Wahrheitsbeweis für erbracht, Dieser überraschende Ausgang der Verhandlung bedeutet zweifellos eine Ungeheuerlichkeit, Denn obwohl wir die Metimden dea C. V. im Abwehrkampf für grundsätzlich falsch halten, Ist es doch zweifellos völlig unsinnig, ihm gcrichtsamtiich zu bescheinigen, daß er ״eine Kampf• Organisation gegen alles, was deutsch fühle“ sei, Bemerkenswert scheint uns aber der Fall, weil die Leut« des C. V. sich nie gemigtun können in der Befürchtung daß der von ihnen bekämpfte Zionismus einen Zweifel an dem, deutschen Patriotismus der Juden aufkommen lassen könnte. Nun erleben sie, daß ihre eigene sicher gänzlich unzionistische 1 — Organisation* als ein Herd des Kampfes gegen das Deutschtum hingcstcllt wird, trotz Ihrer Versicherungen der Zugehörigkeit m dem deutschen Volk, Dies sollte den Herren des C,V, zu denken geben I Frankreichs Rolle in» fransfprflantsc!!<sp Auisfcnd J e rusa le m. (J. C. B.> Die arabisch« Preise beschäl• %t sieh noch immer eingehend mit dem unterdrückten Aut• ״fand gegen den Emir Abdullah In Tranajojtfnnien. Eine der angesehensten arabischen Zeitungen, ״Mokafiam“, behauptet, d»ß bei dem Aufstand die französisch# Regierung d i c H and im Spiel# gehabt habe. Dafür sprechen nach der Meinung der arabischen Zeitung folgende Gründe! Bei den Rebellen ist in 40 Fällen militärisch«) Auaröstun ff fcstgeatellt worden, die Behörden haben einen Brief. Wechsel zwischen dem Führer der Aufständischen, Sultan Alwin, und dem französischen Vertreter ermitteit; endlich hat Sultan Adwsu Zuflucht in Syrien Befunden. Das Organ der «!■״bischen Exekutive. ״Folcitlu'׳, behauptet, mich die Zionisten bittteii bei dam Aufstand Ihre Hand im Spiele gehabt. Jerusalem. (J,C.B.). Der Oberkommissar von Palästina, Sir Herbert Samuel, lut vom Generalsekretär des Völkerbundes die offizielle Mitteilung erhalten, daß ' am 20. September da« palästina^Mandat voll in Kraft ■ getreten 16t, Vom Ifaad Leumi Die palästinensische Presse veröffentlicht ein CommuRiqu! über die letzte Sitzung des Waad Leumi, in der der Sekretär, Herr Tcchernowitz, übet seine Tätigkeit in Karlsbad > Marienbad, beim Zionistcukongreß und bei der Welthilfj. , konferenz Bericht erstattete. In der darauf folgenden Debatte? über dis Ergebnisse des Kongresses führte Herr JeUln aus, daß bei der Zusammensetzung der Jewish Agency vor * allem auch darauf geachtet werden müßte, daß das p*. j lästinenslsdre Judentum ln der Exekutive der Jewish ’ Agency vertreten sei. Redner stellte die Forderung aut, > daß diejenige Sitzung des Acllons-Cornitccs, die über die Frage der Jewish Agency enticheldcn soll, in Palästina statt• i findet. — Aus dem weiteren Verlauf der Debatte ist vor 1 allem die Rede des als Gast anwesenden Dr. Albert Muzri I zu erwähnen, der den Antrag stellte, der Waad Leumi möge,! wenn er die Leitung des Erzichungswesens übernimmt, sofort ' den Unterricht der arabischen Spracht auch in den Volksschulen einführen und dadurch zur Verbesserung der Beziehungen zwischen Juden und Arabern beitragen. — [>« Sitzung beschäftigte sich weiter mit der Frage dar Aut. Wanderung aus Palistina, über die man in der letzten Zeit in der palästlnenainchen Oeffentlichkeit, insbesondere auch in der Presse viel redet, In der Diskussion wurden von verschiedenen Rednern detaillierte Angaben gemacht, aus denen hervorgeht, daß die Klagen über die Auswanderung auf Uebcrtrelbungen beruhen, da Jedes Jahr Im Sommer eine groß» Anzahl von Leuten Ins Ausland fährt, mH der Absicht, wieder zu ruck zukehren. Aber insbesondere müis* darauf hingewieien werden, daß in diesem Jahre am 15. April etwa 1600 jg, dische Flüchtlinge genötigt waren, Polen sofort zu vertatsen; diese mußte da* Paiä&tinaamt in Warschau, da eine andere Möglichkeit nicht bestand, nach Palästina expedieren, damit sie dort warten *ollen, bis eine Möglichkeit besteht, nach Amerika oder in andere Länder zu fahren, Von diesen Flüchtlingen ist nun die Mehrzahl wieder abgefahren und dies habe die Zahl der Auswandernden vergrößert. Pie Jerusalemer Unlversitll Ein Vortrag Prof. Patrick Oed de». Prof, Patrick Oed des hielt Im Büro der Zionlitlichen Organisation am 1. Oktober in London «inen Vortrag über ״Weitere Universitätspläne in Jerusalem seit dem Jahre 1919", Er führte u. t, aus, daß man an die Regierung herantreten solle wegen Erbauung eines Museums, aus dem dann die Universität hervorgclien würde. Es stellen jetzt für die Errichtung des Universitütsgcbäudes 25 900 Acres zur Ver• fügung, seines Erachten! *eien jedoch noch weitere 25000 Acres nötig, da man ja auch an Wohngclegcnhejten für die Professoren und Studenten denken müsse, ebenso an I die Errichtung eines ״Te I ee k 0 n H * uie s". Prof. Qeddei sprach sodann über die Möglichkeit der Ko m b i n i e runן ן'aer Universität mit beruflichen Tätigkeiten und erwähnte in diesem Zusammenhang die ״Clarandon• Press" in Oxford, w׳o sehr wertvolle Bücher hergestellt werden, die auch großen Reinertrag abwerfen. Ferner konnte man auch die Fabrikation von optischen lnstrumtntan, sowie eine Apotheke mit der Universität in Jerusalem verbinden. In Amerika verdienten sich sehr oft die Studenten ihren Unterhalt durch Ausübung: einer Berufstätigkeit, die mit ihren Studien in Zusammenhang #teht. Prof. Qcddes forderte de» weiteren, daß die Universität mit der Landwirtschaft In enge Verbindung gebracht werde. Dr, Eder, der den Vorsitz führte, erklärte, daß er mit Dr. Weltmann bereits über die eventuelle Errichtung einer Fabrik für optische Instrumente ge• anrochen Habe. Man dürfe hoffen, zum nächsten Peßach die Chemische und Biologische Fakultät sowie die Fakultät für Jüdische Wissenschaften eröffnen w können. (Ziko,) Nene Slcilongai in Paläilina Der vom Natlonalfonda •elnereelt gekauft« Bedan wird ln kuezer Zelt, jedtnfall» noch in diesem Jahre, voll besiedelt sein. Die neuen Siedlungen, welche in diesem Jahr angelegt werden »ollen, werden entweder noch jetzt im Herbst oder — falls der Keren Hajessod nicht zur richtigen Zeit die Mittel bereitstellen kann — ent zu Peßach in Angriff genommen werden. Das letztere bedeutet natürlich den Verlust eines vollen Wirtschaftsjahres, In Aussicht ge׳ nommen sind 1h diesem Jahre drei neue Moschawe OwdI m, wovon eine für gesetzeetreue Juden be• stimmt ist und vermutlich in der NIh« von Tlberia! angelegt werden dürfte. Ein weiterer Moschaw soll in der Nähe von Bai f ouria und ein dritter In Unter.Galiläa geschaffen werden. Hand in Hand damit soll auch die ko ope• rative Altsiedlung in Form der Kwuzoth fortgeführt werden. Die neuen Moschawe Owdim •ollen in diesem Jahre 80 Familien aufnehtnen, die Kwuzoth an 100 «tut Siedler. Aus dem Bericht der Jerusalemer Handelskammer Im unlängst erschienenen Bericht der Jerusalemer Han• delskammer für die zweite Hälfte des vergangenen Jahre! wird u. a. auf die Besserung der Lage der Eisenbahnen und eile Erhöhung der Zolleinnahmen für Import• waren hingewiesen, Das Verbot der Steigerung der Mieten für Wohnungen und Läden wird begrüßt. Des weitere« wird u, ». auf die Preisbewegung in Jaffa und Haifa hingcwic6en und von der Regierung Verminderung der Lasten verlangt. Bezüglich der geplanten Em’cfitung einer Börse in Jerusalem wird erklärt, daß die Zelt hierfür noch nicht gekommen sei. Die Einrichtung einer Börse würde gerade Jetzt niemandem zum Segen gereichen und außerdem die Vermutung aufkommen lassen, daß man die Spekulatlensluit erwecken wolle, wo noch nicht einmal eint geeundt Btiia für Kapitaiinvestierungen geschaffen ia<• ,, In Jeruaaiem sind von unbekannter Seite ko־׳ ״״ mstlsche Proklamationen in arabls r Sprache in Umlauf gesetzt worden. Die Flugblätter!יי ■ ■-׳ die Arbeiter und Fellachen zum Kampf gegen den 61׳1־ tischen Impariallstnu* auf.

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