Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 77-78 (7.9.1923)
- Date
- 1923-09-07
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Setia 474 Mehrheit der Zionisten, noch eia Uehcrgcwicht an סין» nlstisclrr Kraft Innerhalb »!er Gesamt hcvyt^tiiig:. The beten äußerlich ein fakches, durch da:» überlebt« und in der Praxis korrumpierte Sdiekehvalilsystcni verzerrt« Bild der wirklichen MaelitverhäHniss« innerhalb der Or* Rnnisatjon, und so hatte jedes Wort, das sie sprachen, eine unechte, jncgaplionlsd! vergrößerte Tonstärke. Kein Zweifel, daß die Wahlen ein anderes Bild seihst im Misrachi ergeben hätten, wenn die Wahlparole Pro oder contra Wviziuann gelautet hätte. Kein Zweifel aber vor allem, daß das Ergebnis der Sehckelsamnilung andere Kongrcßgruppieningeii geschaffen hätte, wenn die allgemeinen Zionisten, die in vielen Ländern als die wirk• liehen Träger des Keren Hajessod, des Keren Kajeimetli, Ider zionistischen Landespolitik und Kulturarbeit Tür fchckelarbeit einfach ״keine Zeit haben‘*, unter Zurück» Stellung dieser freilich wichtigeren Aufgaben den Sonder- ,verbanden im Sdickelverkauf eine bcvvuflt nntifraktionell orientierte Konkurrenz gemacht hätten. Kurzum, die Sonderverbände haben Im wirklichen Leben der Be» \vegung eine wesentlich geringere Zahlcubecfcutung als auf dem Kongreß. Aber dieses Mißverhältnis wäre noch nicht einmal so bedenklich gewesen, wem! der immer* Jrin erheblichen äußeren Machtposition der Fraktionen eine ebenso beachtliche innere Stärke entsprechen würde,!Gegnerschaft und Kritik wirkten aber schon des« wegen nicht klärend, sondern verwirrend, nicht för» öernd, sondern schwächend, weil sie keineswegs bereit oder fähig waren, aus ihrem1 Verhalten Konsequenzen Zu ziehen. Die Gruppe der Rechten und der Linken mit* samt der Demokratischen Fraktion waren als Ganzes B0wohl wie in ihren einzelnen Teilen nicht fähig, und großenteils nicht einmal willens, eine neue Leitung zu bilden. Die ganze Linke mit etwa 60 Delegierten hatte an einem Leitungswcchsc! kein Interesse. Im Gegen* teil, — nicht bloß die Hitachduth, sondern auch die!äußerste Linke wollte trotz sachlicher Bedenken lind trotz taktischer Vorbehalte eine Präsidentschaft IWeizmann. Misrachi find demokratische Fraktion aber,!Verloren die Sprache, nachdem sich Sokolow mit t5r» IWeizmann identifiziert hatte. Sa übten die Fraktionen!zwar negativ einen Terror aus, -יdem die Vereinigten Landsmannschaften dadurch begegnen mußten, daß sie Idie Mehrheit durch eine Verständigung bald mit rechts, bald mit links sprengten. Die Fraktionen hatten aber positiv zur Lösung der •von Ihnen geschaffenen Leitungs- Krise nichts beizutragen. Damit ist das Problem aufgedeckt, von dem hier!die Rede ist, Die Organisation wird durch das zahlenmäßige Schwergewicht Oer Fraktionen ver* jgewaltigt, ohne daß die Fraktionen regierungs* fähig wären. Gegen die Regierungsfähigkeit spricht, Idaß in den Fraktionen das allgemein-zionistisch« Vcrmntwortungsgefiihl, das!als einigendes Band die ganze 'Organisation umfaßt und ihr trotz aller Differenzierung; Öen Charakter einer geschlossenen Partei im׳ Judentum verliehen hat, gegenüber der immer stärfeer entwickelten Fraktionsdogmatik und gegenüber der immer deutlicher hervortretenden Rücksichtnahme auf außerzionistische pruppen und Konstellationen anscheinend gelockert ist Iqnd sich jedenfalls auf diesem Kongreß erst in den aller* letzten Sekunden einer ablaufenden Gefahrenstunde?1ן regen pflegte. Aus alledem resultieren neben den bereits ge-!schilderten Uebclstäiideii noch andere fragwürdige Mißbiidungen aller Art: Anteilnahme an einer Leitung, für die man sich nicht verantwortlich fühlen möchte, Erkauf von Zugeständnissen an fraktionelle Interessen im׳ Austausch gegen taktische Stützungsaktionen zugunsten der Fxc-, kutive. Besonders gefährlich für die Lockerung des allgemeinen zionistischen Verantwortungsgefühls ist de* Fraktionszwang. Im Misrachi hat man angeblich eine Starke Opposition durch diese mechanische Knebelung des Rechtes und der Pflicht zu individueller Verantwortung lange Zeit niedergehalten. Der Verlauf des Kongresses lehrt, tja& die Fraktionen durch Kräftigung des allgemeinen Zio nismits auf ihre normnlc, angnnrsscnc Stärke zurückgeführt werden Müssen. Die Fraktionen sind legitime Gebilde im Zionismus, Au0drucksfpn!ten natürlicher, echter Volks- Und Parteiströmungen. Aber sie sollten als Randgruppierungen um einen kräftigen Kern gelagert 1sein, den ihrer politischen und materiellen Bedeutung nach die allgemeinen Zionisten zu bilden hätten. Die allgemeinen Zionisten dürfen nidit ohne Schaden für die Gesamtbewegung die wichtigsten Entscheidungen an-!deren überlassen. So wenig die produktive Kraft der arbeitenden Elemente |n Erez-Israe! unterschätzt und Jhr politischer Wille daher unterdrückt werden darf, so wird doch in Wahrheit auch diese Gruppe wie überhaupt äaa ganze zionistische Werk vorwiegend durch die aufbauende Energie, d. h. durch1 die finanziellen, politischen, ,;propagandistischen, teilweise auch kulturpolitischen Lei« stungeu des allgemeinen Zionismus getragen. Bei dieser!Abschätzung des relativen Gewichtes des allgemeinen Zionismus soll durchaus nidit der absoluta Rückgang an Ideeller Potenz übersehen werden, der schon vor denv Kriege die Wirkung dieser Idee auf die Jugend im׳ Osten ZU einem viel erörterten Problem gemacht hatte; auch nicht geleugnet werden, daß viel von dem ursprüng. liehen nationalen Ethos de» Zionismus seine lebendige Verwirklichung und ideologische Weiterbildung in ge« wissen Kreisen der Linken erfahren hat! aber dennoch trägt alles in allem genommen der allgemeine Zionismus heute d'to Bewegung, er repräsentiert 81a’ gegenüber der politischen Welt, er allein ist fähig, sie in der gegenwfirtigen Weltkonstellation zu vertreten. Er muß daher such den Kongreß beherrschen, Manche einsichtigen Fiak, üonsführer haben dies auf dom Kongreß erk&mtf, E? war JUEDISCHE RUNDSCHAU ihnenpnh ' ■lieh In der Maj; ',‘!it rler auch;',urir 'er P Ile i!.;s 7;!r TT!:! ar; der '.Vag, c!־ wären Hel, - "iwi!1ד׳:' ־ und (’; 4• freie!• ׳gevc. cm ' , ן "•t keine u.ip ,dir re prrla1:,v11t:u: rhe K'.u.tcllr• ',,11■ , :׳; die <T״r - ר|• . ,t, die irrnc Mir^rifät sein יון — ■ ■ .. Zur Wiederherstellung normaler Zustände In der Organisation ist cs notwendig, daß die Landsmann* schäften, i|. h, die Gruppen der allgemeinen Zionisten, sich fester zusammcnschließeu und nen Fraktionen das allzulange bedenkenlos überlassene Terrain wieder abgewinnen. Die Not der Stunde hat die Landsmann* schaffen f!1 Karlsbad zusanun engefügt. Das Improvisierte Blockgcbikle, das dort entstanden war, hat schnell einen relativ hohen Grad von Festigkeit 'erlangt und daher taktisch nützliche Arbeit geleistet. Darüber hinaus muß aber in Zukunft der allgemeine Zionirmus als Idee neu konsliUiiert und auf dieser Basis zu einer festen Grupp« im Zionismus entwickelt werden, die nicht die Taktik, sondern den Geist der Bewegung bestimmt, An diesem!1unkte wird jetzt die Diskussion unter den all* gemeinen Zionisten einzusetzen haben. In einer Sitzung, die am Tage nach Schluß des Kongresses ln Karlsbad staitfniul und an der führend« Mitglieder fast aller Landsmannschaften tcihmhnicn, standen eich zwei Ansichten gegenüber. Die eine Meinung definierte, den allgemeinen Zionismus als Primat des papstinenslschen Aufbaugcdankcus vor allen parteidogmatischen Bindungen wirtschaftlicher oder religiöser Natur und forderto daher den Kampf gegen den Fraktion»lisnuis als solchen. Diese Anschauung wurde vor allem von den Amerikanern vertreten. Andere hielten die Bekämpfung des Fraktionsprinzips für verfehlt und mindestens für verspätet. Nach dieser Auffassung müssen sich auch die allgemeinem Zionisten zu einem Fraktiongverbande entwickeln, d. 1p zu einer Vereinigung auf programmatU scher Grundlage. Sic verlangt Ausarbeitung einheitlicher programmatischer Grundsätze für die äußere und innere sowie für die Finanz* und Wirtschaftspolitik der Zio* nistischen Organisation. Die Anhänger dieser Anschauung glauben auch, daß nur durch Aufstellung einet Pro* granuns den tendenziösen Verlockungen der Links* und Rechtsgruppen entgegengewirkt worden kann. Pie Karlsbader Besprechung hat diese Fragen noch nicht geklärt, aber es sind dio ersten organisatorischen Maßnahmen getroffen worden, um die allgemeinen Zia* nisten zusaminenzuschließcn. Es wurde eine ״Ißfop* piationsstelle für die gemeinsamen Interessen der Lands* mann schäften“ mit dem Sitz in Berlin gegründet, deren Aufgabe es sein wird, den Kontakt zwischen den Lands* mannsehaftcu aufrecht zu erhalten, dje landsmnrmschaft« liehen Vertreter zu Vorkonferenzen vor allen Tagungen der Orga״isatio!1sinsianz?11 (Actions-Comltd, Jahres־ konferenz, Kongreß) zusammenzubcnifen pnd die Pro* grammdebalte, einzuleiten, llpß will, scheinen, (Iah man zunächst in diesen gtatutifjcr» Vorkonferenzen eine einheitliche ,Stellungnahme zu aktuellen'Fragen wird her* beiführen müssen, Fs wird sich dann zeigen, oh eich aus dieser aktuellen UebercinstInymunS einheitlich? program* malische Grundsätze entwickeln werden■ Die Konsolidierung des allgemeinen Zionismus Ist jedenfal's eine Notwendigkeit, Eine wesentliche tjrsache der Krise, die den X[II, Kongreß beherrschte, bildet neben den geschilderten Defekten der Fraktionsplitjk die innere Schwäche jener Gruppe, die die;zionistische Bewegung im Gallith und damit die Kraftquelle dos palästinensischen Aufbauwerks bisher erhalten und erneuert qqd ejer Organisation auch weiterhin geue Ideen, Menschen und Kräfte zuzulijhren hat. Pas '|11|1cr9 Problem d?s allgemeinen Zionismus ist die Wiederherstellung seiner Jugendfrische, anders ausgcdrückt, seiner Wirkung auf die Jugend. Die Lösung des Problems wird — in größerem oder kleinerem Umfange -*- erst gelingen, wenn die allgemeinen Zionisten sich als eine zusammengehörige Gruppe empfinden, verbunden zunächst durch das besonders gesteigerte Qe* fühl der Verantwortung für di« Gesamtbewegung, später vielleicht durch ein einheitliches Gruppenprogramm, und schon jetzt beispielsweise auch durch das spezifisch« luteres;e für Ncubeletunig der zionlsUischcn Pro■ paganda, das auf dem• Kongreß schon deswegen nicht mehr zur Geltung kommt, weil dieses Problem diq Fraktionen entweder überhaupt nicht oder aber Jede einzelne auf eine allzu verschiedene Art untj Weise luter* esslcrt, Eine solche Gruppe, ideell und organisatorisch ständig miteinander verbundener Gesinnungsgenossen, die ihr« Kräfte und Menschen kennt und abzuschätzen weiß, wird die im wahren Sinne de* Wortes repräsentativ« Regierungspartei bilden, die ja (diese Schwäche der jüngsten Karlsbader Konstellation darf nicht verkannt werden) die Vereinigten Landsmannschaften diesmal noch nicht dargestellt haben 1 Nämlich eine Partei, die nicht pur die Regierung stützt, sondern di? auch imstande ist, gegebenenfalls eine Leitung umzMbildeu, und mit erprobten, von dem Ver* trauen einer großen Gruppe getragenen Menschen p! besetzen. Eine solch« Regierungspartei wäre eine Gruppe, die ihren Führer, der Präsident der Be. wegung sein sollte, zugleich stützt und zur Verantwortung zieht, und deren Kritik der Führer freudig akzeptiert, well er sich mit jhr durch prinzipielle Ucbcreinstimmung und durch menschliches Vertrauen verbunden fühlt• Dn1eklcl1lcr|)erlcf{!lq1!nj|, In dem Artikel von Pr, Jacobson ״Am §c!wr|cwfg»<( m dcr vorigen Nummer d«tr ״J, U.“ «oll e«;ml Seile 4ms, 1. Spalte, vorletzter Abs,ן ן statt ״Nach dem berühmten Worte Her׳z Is an Alexander richtig ‘heißen: ״Herzens5‘ (sc. Alexander Herzen), 7 ' Per Leiter der Moskaiiar IJabimah, Zcinaeh, Ist zu längerem §t1t4i«nauf«11thalif in pirlin ei«g«trq(fe11.; _Nt. T7/78 ■Die Er•ו*־׳ •)!הל'־ cff3 Ir*:jrcises♦)' III, Die neu? Leitung. . . 'Ab rhu» der wir'T<1:־1!,>׳ Auf1]־,T״fl d״s Kongreßes crsdlii»» von Anfang an die Wahl der neuen Leitung. Dies hat aller, dings nicht nur eine sachliche und prinzipielle, sondern aud! eino pep;4»nlirl1(1 Seite, Und da siel! gorado Im Persönliche*! nidit immer dio besten Iimthikte der Menschen enthülle!, I bleibt von der Beschäftigung mit dieser Frage stets ein! unangenehmer Nachgeschmack. Es wäre aber ungerecht, wollte man in dem Kampf um die Lcituiigshlldung vor allem das Spie! persönlicher Eitelkeit und persönlichen Ehrgeizes, den Tummelplatz v«n Zuträgerei und Intrige teilen. Die» sind Begleit, ’• erschcinungcn, di« sieh m einer 60 kompliziert zusammen* 1 gesetzten Vw Sammlung, bei einer auf so kurz« Zeit zusammen.‘ gedrängten Tagung schwer vermeiden lassen, der Tribut der an die menschliche Schwäche zu zahlen isf. Das Problem der Leitung wurde auf diesem Kongreß charakterisiert durch das Schlag wort von der Notwendig, koIt der Homogenität der Exekutive. Die schlechten Erfahrungen in der ietzien Amtsperiode haben Pr. Weipnanij veranlaßt, diese Forderung kategorisch und ultimativ autzu. stellen, Es ist hier nicht der Oft über dje Richtigkeit einer solchen Forderung zi» sprechen, da 111er pur das Ergebnis betrachtet werden soll, gs sei nur darauf hipgewlesen, daß mar; auch andere Richtlinien für Zusammensetzung <J«r Leitung vertreten könnt«, z. B. der Oesichtspimkt der Koalition, Dr. Salowcrtschik }rat sogar eine besondere Theorie der Not* wendigkeit einer unhomogenen Leitung aufgestellt Int Prinzip haf jctjoch die überwältigende Mehrheit die Forderung der fiomogenitüt anerkannt, wenn auch ein großer Teil dieser Mehrheit sich trotzdem verleiten ließ, sich von allerlei Oe• fühlen und Sonderinteressen mehr bestimmen zu lassen als von dem anerkannten Prinzip. Auch dies läßt sich begründen, da ja der Zionismus nicht nur eine politische Partei, sondert» auch ei« Gebilde ejer eigenartigsten menschlichen Beziehungen isf. Aus dieser widerspruchsvollen Struktur erklär{ sich der Widerspruchsvolle! Kampf, der beinahe bis?«1« letzten Mpnrent da* Resultat zweifelhaft erscheinen ließ. tm letzten Moment hat dann die sogenannte Welzmann• Liste gesiegt. In dieser Liste sind eine Anzahl von Namen, die auch der früheren Exekutive angehört haben. Hier soll nur von den Vorlnderungen die Rede sein. Von neuen Männern wurden Lipsky, Kisch und V*n Viiesland gewählt. Mit Lipsky tritt der Führer der amerikanischen Zionisten in die Exekutive der Weltorganisation ein, Dieser AM hat gewissermaßen symbolische Bedeutung, cf deutet eine westliche Orientierung an. Gleichzeitig aber ist er eine Konsequenz des Kongreß-Ergebnisses, da die Amerikaner die stärksten Stützen von Weizinanns plan sind und in ihren [’roposals ein Program 1« vorgelegt haben, das der Kongreß In wichtigen Grundgedanken akzeptierte. Zum ersten Mal wird nun die Weltorganisation organisch mit dem amerikanischen Zionismus verbunden, denn das kurze Zwischen• spiel mit Brandeis Ehrenpräsidentschaft kann wohl sulkf Befracht bleiben, Dip vo!; Lipsky repräsentierte Richtung im amerikanischen Zionismus hat stets den größten Wert auf einen Zusammenhang mit dem europäischen Zionismus gelegt; jetzt wird ihr Führer mitverantwortlich auch für die Geschicke des Zionismus in Europa und anderen Ländern. So sehr wir, Lipskys Eintritt in die Exekutive begrüßen, so läßt sich aller*, cjings doch ei!» leiser Zweifel nicht unterdrücken, ob dieser Man!» gerade jetzt fjtr Amerika entbehrlich ist. Wahrscheinlich wird er?eine Kraft weiter vor allen! auf Amerika konzentrieren müssen, v4״ da auch Wcizmmm im Oktober wieder nach Amerika gehen wj|l, wird ein erheblicher Teil der Gesamtleitung in Amerika sein. Es bleibt zu hoffen, daß «fieser Teil der Exekutive mit dem anderen Teil stets in engster Fühlung sein wird und ein fruchtbares System der Zusammenarbeit gefunden wird, lipsky, dessen gewinnendes und entgegen, kommendes Wesen und dessen unermüdliche zionistische Ar, beitskfaft ihm die Sympathien aller Zionisten auch außerhalb Amerikas sichern, wird «ine wertvolle Kraft für di« Gesamtbcwegung werden, . Die anderen beiden Neugewablfcn werde« »vie bisher ihren ,Sitz ii! Palästina haben. Ihre Aemter haben sie schon bisher bekleidet, durch die Wahl erhielte« sie ejas Mitbe, «timmungsrecht. V r i c s| a n d stellt seit Jahren auf dem verantwortlichen, schwierigen und undankbaren Posten des Schatzmeisters der palästinensische!» Exekutive. Er hat Umsjeht und Energie ir» der Verwaltung pntwickclt, hatte jedoch aus leicht verständlichen Gründen off Gegensätze zu den Ressortleitern, die an seine Kasse appellierten. Wir erwarten, daß sich durch seine Wahl in die Exekutiv« «in glückliche! System der Zusammenarbeit ergeben wird. Ki»«h ist ein relativ neuer Mann, aber beroils die kurze Zelt seiner Tätigkeit hat seine hohen Qualitäten vollauf bewiesen. Auf dem KongrcB hat scipe verständnisvolle und kidd« Abschätzung der politischen Lage, seit» klarpf Blick »tnd seine administrative Erfahrung einen ausgezeichneten Eindruck gemacht. Auch seine Aufgabe Ist nicht sehr dankbar, d« di? zionistische OcffentlichMut pol!, tische Erfolge in Palästina erwarte{, ohne die Schwierigkeiten richtig einznschätzen, Es Ist zu hoffen, daß es Kisch gelingen wird, auch mit den! Jischuw ei« enges Verhältnis des gegenseitigen Verstehens herzustcüen und allmählich Einrichtungen zu schaffen, die eine Besserung der politischen Atmosphä« Palästinas bringen werden. Von größerer Bedeutung als die Neuwahl ist das Au*• scheiden einzelner Mitglieder aus der Exekutive. Hier ist a« erste!?teile Uasjsc.bkip וין nrnnci», übpf den wif schon bei anderer Gelegenheit gesprochen haben. Ussischkjn! Sturz bedeutet die ABB Iruuncj ci!!es Systems in Palästina, das in׳ sc|ner Person verkörpert war, Es liegt viellaicht ct"׳a! Richtiges in den! atjf dem Kongreß geprägten Wort, da? hei einem türkischen Mandat Ussisdikin an» Platze gtwesen wäre. Dieser zionistische Fels, dieser Mann mit den , vierzigjährigen zionistischen Traditionen, konnte dis Umstellung auf t|i« neuen Verhältnisse nidit .vollziehen. Wir möchten »ine Kraft in dpr Bewegung nicht missen, aber es ist «in Widersinn, ihn »r» eine prominente Stelle der Leitung zu sptZWi wenn von dieser Lcitwg eine andern Politik gemacht wird׳ Das Problem Ussischkin bildet! <|cp |Tfuptteil cjps Probjctni der. palästinensischen Exekutive überhaupt. Die Zweiteilung der Exekutive hat *Ich nicht bewährt und es hätte nur zwei konsequent» Ausweg» gegeben! »ntweda» »in» Leitung in P*» lästlpa mit «iuep politischen E*positt»r ir» Landpn, oder ein«' Bcitmiq in London mit einem administrativen Apparat in Palästina, Par Kongreß lut keinen dieser beiden Weg» g«* wählt, andern ImI stell für dieses Mal mit 6in«r pcn׳§n||fhf» ■ [ *) Sieh« »uch vfrig« hRprficf,*• . י Ampu; Es i*j'c «un 1 י A 1 ר. jus?«' gnüg<!• a i Ealte«.; ן ton 1_: fUSti ,7! üNrz «nglö! ßas ii Wid«! , Bewe 1 ‘ könm; , r ' wird w-enn *ichei: .. selbst muß, 1 ' Vcrai |וו bei; pro Sei *on L׳ I..: Kong, ■ hältn 1 kok>K' 1 an ui! sind,. vorn , werf' die <l; stärk1׳ hatte1 ec ti und , wurd:• als ו Dazt. wurd: Koni' i zioni ף»י׳״ק beso: daß i Mills: j dies« ף aldio dami die I Sinn des dem I zu tl es 1; sami; ersd vnd•• befa Arb*' Ko» oft, der ZU «,1 zio» dtrrc die das daß . 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