Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 75-76 (30.8.1923)
- Date
- 1923-08-30
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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וו! IM Nr. 75/70 JUEDtSCHE RUNDSCHAU Seite 407'י ׳— ״—— fiiKsrn. Dabei sollte sie mißlichst weite Kreise der Be• »ep|״fi n1r Verantwortung mit heranzichen, denn gerade j״ diesen’ Punkte ist die Ausführung besonders schwer, die |(rit)k besonders leicht, ן H. Politik, i־ : Pit politische Auseinandersetzung ist au{ diesem Kon• ״cd zu kurz gekommen. Daß es keine Stelle gab, die sich frnsthaft mit den politischen Fragen beschäftigte, ist eine Tatsache, auf die wir roch zu rück kommen werden, bis von jjcr Methodik der Kongreßarbeit die Rede sein wird. Die (,!ilische Kommission hatte eigentlich mir eine einzige wich• 1i״e Sitzung, in der die beiden entgegengesetzten Airschau- ״Mcrt sich gegenüberstanden: auf der einen Seite Weizniann, tokolow und Kisch, auf der anderen Seite Ussischkin, mit sich später die Redner des Misraciri und der Demopalen mclir oder weniger identifizierten, Nach dieser Sitzung, d!e gemeinsam mit dem Permanenzaiisscluiß stattfand, wurde die politische Auseinandersetzung gewissermaßen vom Per• [׳tancnrausschuß usurpiert, da, wie Orünbaum sagte, die Frage dos politischen Systems eine Frage der leitenden Personen mid daher vor den Ausschuß gehört, der die neue Leitung vorruscJdagen hat. Die Folge davon war, daß cs weder im Permanenz,missdiuß nodi in der politischen Kommission zu einer ernsten politischen Aussprache kam. Es war keine yög ichkcit, auf Einzelf ragen cinzugclien, Informationen über greine Ereignisse und Tendenzen zu erhalten und konkrete jdjf,nahmen auf verschiedenen Gebieten zu besprcdicn. Die pnlit'schc Kommission hat eine Anzahl von Resolutionen forrmilicrl, die mehr allgemeinen Charakter haben. Dir. Rcso• lulionen geben Richtlinien für unsere künftige politisdic Ar• beit, hei der in höherem Maße als bisher wieder der ideelle Onmdcharakter des Zionismus in den Vordergrund treten 01׳i. Im Namen der zionistischen Idee fordern v/ir von den Völkern Respektierung unseres Lebcnurcditcs, nicht nur auf Onmd des Mandates «der anderer politisdicr Urkunden. Der Kongreß hat auch in unzweideutiger Form zum Ausdruck ge• bracht, daß die jüdische nationale Heimstätte der erwachenden irabischcn Welt ««gegliedert werden soll, wobei wir auch von dein arabischen Volke, dem wir bei der Entwicklung ' feiner Länder zu helfen bereit sind, Verständnis und Refpekt fordern. Die Exekutive wurde aufgefordert, die poütische Arbeit in den Ländern des Ostens zu verstärken. Immer wieder aber ist darauf hinzuweisen, daß eine Vor* jusetzung dieser Politik zunächst die Einwirkung nach innen ist. Weite Kreise im Zionismus wollen die Wirklchlicit nicht sehen; sogar gegen die Feststellung der Tatsache, daß Palästina von zwei Völkern bewohnt ist und bewohnt bleibe« wird, ergab sich ein Widerstand in der politischen Kommission. In diesem Zusammenhang seien zwei Beispiele aus Palästina angeführt: ״Haarez“ wendet sich gegen Jabotinsky, der dem Oberkommissär die Begnadigung des Scheichs Abu Kiksch vorgeworfen hatte, denn, 80 sagt das Blatt, die Initiative hierzu ist von Kolonisten in Pctach Tikwah ausgegangen. Alle Schande also auf die Häupter dieser Kolonisten. Mit weicher Selbstverständlichkeit der Fricdcnssdiluß i« Pctach TikwaJi als nationale Schmach dargestellt wird, ist wirklich verblüffend. Ein anderes Beispiel: In einer der letzte« Sitzungen des Waad Hadümidi (Erzichungsrat) wurde der Antrag gestellt, in einer Schule in Jerusalem verujchswcisc von der sedistcn Klasse auch Arabisch S1 lehren; der Antrag wurde von der Tagesordnung abgesetzt. Dies sind Symptome dafür, wie wenig reif das Veretindniß für unsere Situation und für unsere Aufgabe ist Hier hat einer der wichtigsten Zweige der politischen Arbeit einzusetzen, die politische Erziehung, für die bisher nichts geschehen ist. Der Kongreß hat in würdiger aber nachdrücklicher Form sein Befremden über die Praxis der palästinensischen Ad• mmistration ausgcsprodien, die mit dem Mandat in vielen takten in Widersprach steht Es werden einige Punkte au* geführt, die zum Teil schon von Dr. Weizmann nach seiner Rückkehr aus Palästina der cnglisdicn Regierung unterbreitet »nalcn. Mit dieser Resolution in der Hand wird die Exe• Vutive nochmals.dringend bei der Regierung vorstellig werden feen. Dr. Wciamnn hat versichert, daß England seine Verpflichtungen loyal erfüllen wird. England wird sich der Erkenntnis nicht verschließen können, daß die vom Kongreß 8 seiner Resolution hervorgehobenen Tatsachen, die in den Hassen des jüdisdieti Volkes mit einer gewissen Erbitterung ®!!genommen werden mußten, in unerklärlichem! Gegensatz ® der von de!» leitenden englischen Staatsmännern stets »&n neuem bekräftigten Politik 6tchen. Wenn auch die Majorität des Kongresses Wciamnna politischen Kurs: Loyalität gegenüber England und Entgegen■ kommen gegenüber den Arabern, billigt, so darf dodi nicht י Ersehen werden, daß eine sehr starke Gruppe, die allerdings ״, den |dar<a pi-ogf^mu, hat, der sogenannten aktivistäschen ״׳ d«!!Politik zuneigt. Der Kongreß hat ebenso wie der vorige " diesem Punkt kein restlos klares Wort sprechen können!, )« auch ui16ern politischen Führern förderlicher Hinweis tewesen wäre. Aber trotzdem ist es von prinzipieller Wichtig- ‘‘fit, welche Beschlüsse er gefaßt hat und welche Beschlüsse ״ rieht gefaßt hat. R• W. (Weitere Teile mußten wegen Raummangel für nächste ״ ן!immer zurückgcstellt werden.) uvt ine 1.׳r! 1111׳. her Der für De. nnlallt ,clist;?11• chte ne« sich and- Lei• len, der che. rotz. wurf zu• war, und nung Mch< ani• clicn, auf• mit «men die eibt; mver• nlen, crcin• über Je• erciis iiihc• ewisi! Kon. die hrcs• ent• '08ca ungs• Kqp; oder it zu bei Zuwird Auf׳ noch ihres- Grund t die• ß die Teil- (Kilitik nicht ernstnt Sta״ izmann zahl• 1t ei« diesen alurlicli :11, der zu be• aß klar Weilpe. n!rechen, ra nt de! jene! aber müssen «ß מ’ rungen iminef nippWi für fordert ich »vif cn, das unsere stärkst« len wir wäre. isif.rung iiuid• lrn> '? ob ■ß eines «1 darf tc igkeileü em der *reche”' rer ß«־ :gcnhclt «liften״ hließW Konferenz i&r das arbeitende Palästina . Karlsbad. (|,C,B.). Im Anschluß an den XIII. Zio• »lenkongreß tagte in Karlsbad die ״Konferenz für das ar- *leitende Palästina“, die von der palästinensischen ״Hista- J MIh klalith“ (allgemeine Arbeiterorganisation) einberufen wor• ג>ן war und an weicher die Organisationen Poale Zion, HitachjjA Komvcrband (d. L kommunistische Poale Zion), Zc'ire 1 w״> Dror, Hechaluz und linke Poale Zion teilnahmen. |. De Konferenz einigte sich auf den Standpunkt, daß die S*״ulinaarbdt um die palästinensisdte allgemeine Arbeiter• ״!*iikation (Histadiuth klalith) konzentriert werden soll. Alle ״eieiligten Arbeiterorgankaüonen solle« ein gemeinsames ״Ko-!!1M für das arbeitende Palästina“ schaffen, weldies die ,M’kcit zugunsten der Ä&eiterhank, der Arbeiterkooperative, *' Baukooperative und des Palastinaarbeiterfonds vereini- ייז so«. . ׳ palästinensische allgemeine Arbeiterorganisation ’ »adruth klalith) hat beschlossen, in Berliu ein provir1*chcs Sekretariat einzurichten. « sFelestine“‘ meldet, hat noch ein Mitglied des Ad- ץז°*ז Council demissioniert. Es verbleiben nunmehr *f Araber im Council, .AS Ä»rv I. Das Absolulorluiu ״Nach Anhörung des Berichtes der Exekutive konstatiert der Kongreß, daß infolge mangelnder Einheitlichkeit in der Führung der Geschäfte die Exekutive nicht zur vollen Ent• falb mg ilircr Kräfte und nicht zu jenem Zustand der• Oe• samtvcran'.wortiing gclaqgt. ist, die /u .gedeihlicher Führung der Arbeit erfo/deylicj» sind■ ..... Der Kongreß anerkennt die politischen ־ leishingen der letzten Jahre, und zwar insbesondere: 1. die Erreichung der Mandatsbestätigung; 2. die unter schwierigsten Verhältnissen geleistete koloni• satanische Arbeit in ,Palästina, dje ,zur Erschließung neuer jüdischer Positionen und Erhaltung der alten geführt hat; 3. die beträchtlichen, Resultate der Keren Hajes;odarbeit, insbesondere der letzten erfolgreichen Anstrengungen der Prästdenten. Dulrcr nimmt der Kongreß den Bericht zur Kenntnis.“ II. Die Resolution Uber die Jewlslt Agency 1. Der Kongreß bestätigt den von früheren zionistischcn Konferenzen gefaßten Beschluß bezüglich der Einberufung eines jüdischen Weltkongresses für den Aufbau Palästinas als jüdisch-nationaler Heimstätte und erklärt, daß auf die von der» Weltkongresse, der möglichst int Laufe der nächsten drei Jahre cinzuberufen ist, gewählte Jcwish Agency die Rechte der Zionistischen Organisation — gemäß Artikel 4 des Palästinamandates ,י— übertragen werden sollen. '׳ 2. Uin■ aber schon jetzt, bis zur Einberufung des jüdischen Weltkongresses, den breiten Schichten des jüdischctt Volkes die Möglichkeit einer Teilnahme am Aufbau Ercz-Isracls zu geben, soll die Jewish Agency durch die baldmöglichste Heranziehung von Vertretern derjenigen jüdischen Organisationen und Gesellschaften, die auf dem Boden des Palästinamandates stehen, erweitert werden. 3. Zu diesem1 Zwecke wird die Exekutive ermächtigt, fml Einvernehmen mit dein' Adions-ComitC• einen aus Vertretern jüdischer Organisationen und Repräsentanzen der Judenheiten verschiedener Länder, sofern sic auf dem Boden der Baifour-Dcklaration und des Palästinamandates stehen, zusammengesetzten Council zu bilden, der mit dem Zionistischen Actions-Oomitd Zusammenarbeiten soll. Der Council soll für die Zusammenarbeit mit der Zionistischcn Exekutive als der Leitung der Jewish Agency aus seiner Mitte einen Ausschuß bilden, dessen Kornpetenzen im Einvernehmen mit dem Actions-Comitü gcregelt werden sollen. 4. Die Zionistische Exekutive wird in Verbindung mR dem genannten Council die Vertreter der jüdischen Organisationen und Repräsentanzen der Judenheiten der verschiedenen Länder m einer gemeinsamen Konferenz einberufen, in der die Modalitäten ihrer Beteiligung an der bis zutu Zusammentritt des Weltkongresses fungierenden Jewish Agency vereinbart werden sollen. Es wird jedoch festgesetzt, daß die Zahl der außerzionistischen Mitglieder der so gebildeten Jewish Agency nicht mehr als die Hälfte der Gesamtzahl ihrer Mitglieder betragen darf. Die Vereinbarungen bedürfen der Zustimmung der Jahreskonferenz. 5. Die Exekutive wird zusammen mit dem Äctions* Coinitc beauftragt, alle Schritte zu unternehmen, um den jüdischen ,Weltkongreß zum genannten Termin einzuberufen. 1nh Aj V *4-1 ־ yfud ־'< III. Die politischen Resolutionen 1. Verhältnis za anders Völkern Der Zionistenkongreß begrüßt mit freudiger Oenugtuung, daß die im Völkerbund vereinigte Gemeinsehaft der Völker in dem von ihm bestätigten Mandat über Palästina die unzerstörbare historische Verbundenheit des jüdischen Volkes mit Palästina und die An- Sprüche des jüdischen Volkes auf seine nationale Hcini^ statte und ein freies Volksleben m diesem Lande seiner Vergangenheit und seiner großen geistigen Schöpfungen anerkannt hat. ln der großen Krise der heutigen Welt, die das jüdische Volk schwer getroffen und seine ganze bisherige Diaspora-Existenz, ins Wnnkcn gebracht hat, ist die Lösung der Judenfrage eines der kategorischen Gebote der Gerechtigkeit und eine Vorbedingung der Konsolidierung der Welt im Zeichen des friedlichen Zusammemvirketts der Völker. Der Zionistenkongreß sicht im' Erwachen des Orients einen der wichtigsten Faktoren des Neuaufbaues der Welt. Das jüdische Volk, das sein ritaionalcs Heim' wieder aufzubatien beginnt, ist entschlossen, sich mit allen seinen geistigen, moralischen und materiellen Kräften in diese heute noch itrt Werden begriffene, aber an Energien und Möglichkeiten reiche Welt eitmiglicdcrn und als Gleiches unter Gleichem mit den Völkern, die seine Schicksalsgenossen sind, und in enger Verbindung und unter Herstellung einer fruchtbaren Interessenharmönie zusammenzuarbeiten. Der Zionistenkongreß stellt fest, daß Palästina durch die historischen Bande, durch den Volkswillen zur Rückkehr, durch die Arbeit im Lande und nunmehr auch durch die internationale Anerkennung eine Sonderstellung als das Land der nationalen Heimstätte des jüdischen Volkes cinnimmt. Der Zionistenkongreß wiederholt seine Erklärung, daß unter allen Umständen die Rechte aller Gemeinschaften in Palästina gleich heilig sind und blel• ben werden. Das jüdische Volk, das unter den schwersten äußeren und inneren Bedingungen ln diesen Tagen allmählich zu neuem produktiven Üben erdacht, wird durch sein nationales Heim in Palästina zur vollen Entfaltung; seiner Kräfte im Dienste des kulturellen Aufstieges der Menschheit gelangen und ein Faktor sein, der den verwandten Völkern bei ihrer Neugestaltung aktiven Bei* stand leihen kann.! Der Zionistenkongreß erwartet, daß auch das ara* bische Volk, das weite Territorien außerhalb Palästinas zur Verfügung hat» auf dem sich eine nationale Wieder« geburt vollzieht, mit wachsendem Verständnis die nationale Wiedergeburt des jüdischen Volkes, das gewillt ist,) mit den Arabern in Palästina in vollster Harmonie und Eintracht zu leben, als positiven und wertvollen Faktor, des nahen Orients anerkennen wird. j Das jüdische Volk hat durch die aufopfernde Arbeit seiner Pioniere im Lande und Bestellung großer Mittet den Beweis erbracht, daß es entschlossen ist, sich für die historische Aufgabe seiner Sei bst Befreiung voll einzusetzen, und wird auch fernerhin zu großen Opfern bereit sein. Das jüdische Volk erwartet von der ganzen zivilisierten Welt Verständnis für die menschliche Größe und politische Notwendigkeit des Zionismus und tatkräftigste Unterstützung jn dem schweren Kampf zur Ucberwindung der gewaltigen Schwierigkeiten, die der Ausführung dieses großen Werkes cntgcgcnstchen. Die Exekutive wird aufgefordert, durch ziclbewußte organisierte Arbeit auf die ununterbrochene Aufklärung der öffentlichen Meinung aller Völker über die politischen und menschlichen Endziele unserer Bewegung hinzuwirken und insbesondere die Aufklärungsarbeit im Nahen Orient und unter dem arabischen Volke systematisch und beharrlich 1fortzuführen. 2. Verhältnis zur Mandatarmachl 1. Die zionistische Politik muß durch den leitenden Gedanken bestimmt werden, daß Träger dieser Politik das gesamte jüdische Volk ist. Der Kongreß fordert die Exekutive auf, gestützt auf die Volkskraft für die volle Verwirklichung der im Mandate völkerrechtlich anerkannten Rechte des jüdischen Volkes beharrlich lind planmäßig cinzutretcn. 2. der Kongreß fordert die Exekutive auf, die Aufmerksamkeit der Mandatarmacht mit allem Nachdruck auf die Tatsache hinzulenkcn, daß die Praxis der Administration in Palästina in vielen entscheidenden Punkten mit den von der Mandatarmacht übernommenen Verpflieh-‘ tungen nicht in Einklang zu bringen ist, in Palästina solche politische, ökonomische und administrative Bedingungen zu schaffen, die die Entwicklung der nationalen Heimstätte für das jüdische Volk sichern. Unter anderen ist darauf hinzuweisen, daß a) die palästinensische Regierung außer acht gelassen , hat, die 5m׳ Artikel 6 des Mandates ausgesprochene Verpflichtung nach Verteilung der Staatsländereien z1| fördern, .i b) daß die Zahl der jüdischen Beamten in ungerecht׳■ fertigter und unzweckmäßiger Weise verringert wird, c) daß die jüdische Einwanderung noch immer großen Beschränkungen unterliegt, d) daß die palästinensische Regierung den Juden den ihnen zukotmnenden Anteil am öffentlichen Schulbudget verweigert, e) daß die Rechte der jüdischen Bevölkerung bei der , Leitung der großen Munizipalitäten beeinträchtigt •; werden.‘ 3 :י. Waad Lenml ' In Erkenntnis, daß die Entwicklung des jüdisdien Jischüw itt Ercz-Israd Zinn jüdischen Nationalheim auch durch das Recht des Jischuw bedingt ist, seine inneren Angelegenheiten nach seinen Bedürfnissen regeln zu können, in Erkenntis, daß eine der Voraussetzungen eines selbständigen nationalem Lebens in Erez-lsracl die Anerkennung des Waad Leumi als Juristische Person ist und daß den Gemeinden zur Befried»־ gung ihrer geistigen und materiellen Bedürfnisse das Recht gegeben wird, obligatorische Stenern auszuschreiben, bcauftragt der XIII. Zionisteokougreß die Exekutive, von der Man* datarmacht und tter palästinensischen Regierung die rascheste Erfüllung der Forderungen des organisierten jüdischen Jiscbuw zu verlangen.! 4. Ostiordatüand Der Kongreß gibt in Erkenntnis, daß Ost• und West-! Palästina eine auf historischen, geographischen und Wirtschaft-’ liehen Banden beruhenden Einheit ist, seiner Erwartung Aus-* druck, daß die Gestaltung der Geschicke Transjordaniens im, Einklang mit da! legitimen Forderungen des jüdischen Volkes erfolgt. 5. Politisches Ressort In Amerika Der Kongreß fordert im Einklang mit den diesbezüglichen Erklärungen des Präsidenten Wcizmaain die Exekutive auf, dem Gedanken der Errichtung eines politischen Ressurts ln Amerika näher zu treten. 6. Gegen PersekuÜon des Zionismus Der XIII. Zionistenkongreß konstatiert mit Bedauern, daß in manchen Ländern die zionistischen Organisationen und ihre Tätigkeit behindert werden. Der Kongreß beauftragt die Exekutive, die nötigen Schritte zu unternehmen, um die gesetz• liehe Möglichkeit zu schaffen, damit diese Arbeiten wieder aufgenommen weiden können. 7. Dank an Amerika Der XIII. Zionistenkongreß begrüßt mit großer Genug* tuung den unter Billigung und Zustimmung des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika einstimmig gefaßten Beschluß des Senats und des Repräsentantenhauses der Ver* einigten Staaten von Amerika die Errichtung einer jüdischnationalen Heimstätte in Palästina zu befürworten. Der XIH. Zionistenkongreß spricht dem amerikanischen Volke und seiner Regierung für diesen Akt hochherzig« 1814 selbst• loser Ocsinnung seinen innigsten Dank «18. ' I ,1. I;« ץ 11’־!י t; ({ t 'r! :׳;"ן ”1’ ' i'if * I i f I, I׳׳ 11 1! '■!1 l r; ״