Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 75-76 (30.8.1923)
- Date
- 1923-08-30
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 403 IUEDISCHE RUNDSCHAU Nr.75/18 nicht gehen. Es existiert eine Kluft zwischen der Lei• tun je imd der Organisation: es gibt kein Gefühl der 211• 'sanuncngcliörigkcit zwischen dem Führer und den Gefühlten. Von Kongreß zu Kongreß laufen die beiden ,Teile der großen Maschine parallel, ohne sich zu beführen, ohne fncinandcrzugrcifcn und ihre Wirkung zu kombinieren. Die Organisation ist auch in der Person ihrer Vertreter von einem so wichtigen Teil der zionistischcn Aktivität wie die politische Arbeit völlig losgetrennt. Diese Arbeit geschieht ohne Kenntnis der Organisation, sie wird nur von den Führern und ihren Sekretären besorgt, die Vertreter der Organisation, die übrigen Mitglieder der Exekutive, erfahren von den be* kleidsamsten Ereignissen oft nur post factum. Von einer *gemeinsamen Aufstellung der Pläne und von einer Kontrolle ist keine Rede. In langen Perioden der Abwesenheit der Führer ist das politische Ressort der Führung der Sekretäre überlassen, die jede Beziehung, zu den übrigen Mitgliedern der Exekutive ablchncn. Die Organisation, auf die Weise von jeder Mitarbeit ausgeschlossen, daher von jeder Mitverantwortung ״befreit“, ist zu Willens• und Machtlosigkeit verurteilt. Die Führer, auf sich selber angewiesen, alles aus sich selber gestaltend, kommen natürlich Zn einem Gefühl der Unterschätzung der Organisation Und die von den Führern, wenn auch ohne ״böse Absicht“, geförderte Macht• und Willens• losigkeit der Organisation bestärkt sie noch melir in diesem• Gefühl der Geringschätzung. An vielen Zeichen konnte man auf dem Kongreß!merken, daß er dieses Zustandes voll bewußt und entschlossen ist, ihm ein Ende zu machen. Darin ist der Eindruck begründet, den das Auftreten von Solowcitschik ]und Lichtheim vielfach gemacht hatte. Wenn auch' ihre Form1 vielfach Unangenehm berührte, so lag doch eine .Sachlichkeit ihren!Mitteilungen zugrunde, die ihre Wir• kung bei allen sachlichen Menschen nicht aufheben konnte. Ich' persönlich1 bedauere es aufrichtig, daß Liehtheim seine Arbeit in der Exekutive unterbrechen mußte־, er gehört zu den in jeder Partei nicht zu zahlreichen!Menschen, die Jnit einer vielseitigen tlicoretischcn Bildung eine klare Einsiehtund wahren Instinkt für die Realitäten auf dem politischen und auf dem ökonomischen Gebiete .verbinden, er Ist ein klarer politischer Kopf, mit hoch entwickelter kritischer Begabung, der einem Führer gute Dienste eines durchaus zuverlässigen, fleißigen und ein• sichtsvollen Beraters Und Mitarbeiters leisten kann. Er־ Scheidet vorläufig aus, und cs ist um so bedauerlicher, daß die demokratische Gruppe, der er sich anschloß, es nicht für nötig hielt, ihn als ihren Vertreter in das Actions• jComite zu wählen. ׳ Die große 'Aufgabe liegt jetzt auf Dr. Solowcitschik: die Brücke zwischen der Leitung und der Organisation aufzubauen. Er kann aber dieser Aufgabe nur dann ge• recht werden, warn er sich nicht als einen Fremdköqaer, sondern als einen integralen Teil der Leitung, nicht als Aufpasser auf Kaschruth der ״anderen“, sondern als Mitarbeiter oder als ״parlamentarischen“ Sprecher der Exekutive betrachtet. Es ist gut, daß er in der Exekutive, die auf den Namen Wcizmanns als des Präsidenten der Organisation, gebildet worden ist, verbleibt und der Organisation für die Gesundung der Beziehungen zu ’der Leitung mit verantwortlich ist. ׳ Natürlich liegt der größte Teil der Verantwortung In den Händen von Chajim Wcizutann: ״Als einer ihrer treuen Söhne“, sagte er uns in seiner Eröffnungsrede, glaubt er ״an die Zionistische Organisation und an ihre tiefsten Kräfte“. So soll er von diesem Kongreß nicht in dem1 Gefühl der Bitterkeit und Verbitterung (über gewisse Maßlosigkeiten der Opposition sch ei• den, aber auch nicht mit Geringschätzung und Unter- Schätzung der ״tiefsten Kräfte“ der Organisation, ln klarer Erkenntnis dessen, daß Führer und Geführte mit!unzertrennlichen Banden verbunden sind, und daß die!Größe des Führers und die Möglichkeiten seiner dauern• den Wirkung von der Festigkeit, Stärke, von dem1 Schwung der Organisation abhängig sind.die das von ihm •geleitete Werk trägt, soll er mit Freude den erwachen*, den Willen zur Macht, der sich auf dem׳ Kongreß be•!merkbar machte, weiter ausbauen, um aus dem Kongreß 1— nicht ein gefügiges und dabei wertloses Werkzeug, snodern einen treuen und tatkräftigen Mitstreiter im Kampfe zu machen. 1 Chajirn Weiztnann Rann es am leichtesten erreichen, weil heute noch der größte Teil des Kongresses für ihn ist Nach dem berühmten Worte Herzls an Alexan• der II. von Rußland sind auch die widerspenstigsten, die ״revolutionärsten“ Elemente auf dem Kongreß freudig bereit, das große Werk lieber mit ihm, als ohne ihn oder gegen Ihn zu vollenden. Es hängi von ihm ab, diese Gefühle der Sympathie, der Anhänglichkeit diese Anerkennung und Bewunderung, in festere Bande der Treue, Mitverantwortung find Verbundenheit umzuwandein, dazu braucht er nur die berechtigen Forderungen erfüllen, die der Kongreß in bezug ^uf die Mitarbeit seiner Vertreter In der Exekutive und auf die Kontrolle durch die Organe des Kongresses — vornehmlich durch das A.-C. — aufstellt. Dazu muß er vor allem dio Stimmung der Geführten als einen integralen Faktor in seinen politischen Kalkül stets einsetzen Dann soll er versuchen, in London, das von der jü- Kischcn Peripherie so weit entfernt und deshalb ihr 560 fremd ist, ein Milieu zu schaffen aus den Leuten, die, mit dieser Peripherie eng verbunden, ihr Verhauen genießen und als ״Verbindungsoffiziere“ zwischen der!Leitung und den Massen fungieren können. Dazu ~ vor allem׳ — soll er eg wollen, w »׳ollen als eine notwendige politische Aktion: notwendig besonder• jetzt, da wir ei“ cng״res Bündnis r.rit nicht*׳ zionisl!׳־׳ heu Kreisen ־ »!ließ. v. »Ilcn, vor v .!ehe er nur als Füh.. er einer groß -11, starken, «׳;ccinigtrn Zküiisticelien Organisation —* wirksam irden kann. Am 'Scheidewege stellen heute der Führer und die Geführten, — in den nächsten zwei Jahren bis zum XIV. Kongreß soll die Aufgabe gelöst werden: die enge Verbindung der Organisation und Ihrer leitenden Men* sehen mit dein Führer soll licrgcstclit Und nusgebaut werden. Aber auch diese leitenden Menschen sollen sofort daran gehen, in ihren Reihen Entschlußfähigkeit zu wecken — zur Mitarbeit und zur Mitverantwortung. Das ist die Aufgabe, die vom XIII. Kongreß ge* bieterisch gestellt worden ist, und darin besteht seine historische Bedeutung, daß er zum Ausgangspunkt einer neuen Entwicklung, eines neuen Aufschwunges der zio־ nistisclicn Bewegung werden kann. ■ , Bk Er^tefcse äes Kongresse Jedes Ereignis wird unter der historischen Perspektiv, liiclit in •einem dramatischen und psychologische» Verlauf sondern nach seinen Ergebnissen gewürdigt. Audi XIII. Zlonistenkongrcß mag für 6-dne Teilnehmer e|״t Folge verworrener״ widerspruchsvoller, oft fragwürdig, gebcnlicitcn gewesen sein, deren IHditung unkenntlich (ur den historischen Betrachter gewinnt er Sinn und Wirksam! keit durch die Ergebnisse, die vielleicht nach lange bin- und hcrschwankciulcm Kampf gewonnen wurden, nun aber die Basis bilden, auf der weiter in bauen 18t, D<.f XIII. Kongreß hat gewisse Entselidclungerf gebracht, die % die Weiterentwicklung unserer Bewegung von größter f^• dtndung sein können. Wenn auch ln diesem Moment, tu,, mittelbar nach dem Kongreß, kein endgültiges Urteil gefällt werden kann, so soll dodi versucht werden, hier zunächst kurz auf die wichtigsten Ergebnisse des Kongresses lunzu. weisen. I, Jewtsh Agency. Meli Empfang «l׳r araMsefca Delegierten dorcii die englische' KsMiictislioiiinisslon London. (J.C. ß.) Wie der ״Daily Express“ meldet, hat die Kabinettskommission es abgclehnt, die palästinensische arabische Delegation zu empfangen. Wie gemeldet, hat der Präsident der Delegation, Musa Kazim Pascha, den Vorsitzenden der Kabinettskommission, Herzog von Devonshire darum ersucht, daß der Delegation möglichst bald Gelegenheit gegeben würde, ihre Wünsche,der Kabincttskomrnission für Palästina vorzutragen. Der Herzog von Devonshire hat darauf geantwortet, er sei bereit, dio Delegation an einem■ später festzaisctzcnden Datum zu empfangen. Die Delegation schrieb darauf, sic würde sehr gern mit dem Herzog von Devonshire eine Unterredung haben, wünsche aber auch von der Kommission selbst empfangen zu werden. In seiner Antwort auf dieses Schreiben erklärte der Herzog von Devonshire, die Kommission habe beschlossen, daß dieser Wunsch undurchführbar sei und daß die Delegation von der Kommission nicht empfangen werden könne. ' Die arabische Delegation hat nun ein Manifest an die englische Nation veröffentlicht, in dem sie die verschicdenen Versuche Englands aufzählt, eine legislative Vertretung Palästinas zu schaffen. Das Manifest schließt: ״Wir, die palästinensisch-arabische Delegation, protestieren im Namen der Majorität der Araber aufs entschicdcnstc gegen diese Versuche und diese Politik. Wir wiederholen unseren aufrichtigen und vrohlbcgriindcten Glauben, daß die sofortige Einrichtung einer das Volk repräsentierenden nationalen Regierung ln Palästina der einzige Ausweg aus der gegenwärtigen Lage ist.“ Einer späteren Meldung zufolge hat־ sich die paläsiineiisische arabische Delegation abermals:an die Ka׳» bi n cttskommi 8sion für Palästina mit ־ dem Ersuchen gewandt, die Delegation anzuhören. 110 Uiiferliausmlffllletlcr imlersfiHzcn die arabischen Forderungen Jerusalem. (J. C. B.) Seitens der arabischen Exekutive in Palästina wurde dem׳ J.C.B.-Vcrtrcter erklärt, es sei von der arabischen Delegation in London eine Mitteilung cingetroffen, daß 110 konservative Unterhausmitglieder sich bereit erklärt haben, die Forderungen der arabischen Delegation zu unterstützen. König Hussein verlang! Unabhängigkeit lilr Faläsllna Jerusalem. (J.C.B.) Unter den Auspizien der christlich-mohammedanischen Gesellschaft hat am Mitt• voch, den 22. August, eine Konferenz arabischer Vertreter aus allen Teilen Palästinas stattgefunden. Der Sondcrdclcgicrte des Königs Hussein, Sayid Abbas■ el Malki, der soeben in Palästina eingetroffen ist, er• klärte, König Hussein verlange ein unabhängiges Palästina, das der arabischen Konföderation angc• hören soll. Der englisch-arabische Vertrag werde dementsprechend geändert werden müssen, da ihn sonst König Hussein nicht unterzeichnen wird. Sayid Abbas-cl Malki versprach, König Hussein werde die Antwort, die aus England cintreffen wird, mit den Arabern Palästinas beraten. König Hussein, betrachte alle Palästinenser gls Mitglieder der Patt arabischen Kon• föderaiion. ׳ Jerusalem. <J. C. B.). Wie der J. C. B.-Vertreter erfahrt, wird im Monat Oktober in־ Amman eine Konferenz zwischen König Hussein von Hcdjas und seinen drei Söhnen, König■ Feisul von Irak, dem Emir Abdullah von Transjordanlen und dem Emir Seid stattfinden. Prinz Lot fall ah und mehrere arabische Notabein werden ebenfalls an der Konferenz tcilnehmen. Den Hauptgegenstand der Diskussion«» wird die Frage der arabischen Föderation bilden. Die Araber und der Advisory ConncH Jerusalem. (J.C.B.) Dem J.C.B.-Vcrtrcter w'utJ seitens der arabischen Exekutive in Palästina erklärt,, die Exekutive sei sicher, daß alle arabischen Mitgliedtt des Advisory Council ihre Mitarbeit verweigern werden, trotz der von fünf Mitgliedern des Council abgegebenen . gegenteiligen Erklärung. Die arabische Exekutive meint, daß die fünf Mitglieder des Advisory Council ihre Zti-! Stimmung ebenso rurückziehen werden wie cs das sedtste' Mitglied schon getan hat. BK^s85:׳anEacrs^grrgcsaMSwc3gr:aag!g3jgcsrarrtg;r,»»»׳>rsBg^wfyru;^ Dl© nächste Nummer doy :״Jlädtechort Randschau“ erscheint Freitag, '.am 7• September• Die heißunstrittenc Frage der Jcivish Agency beherrscht( den Kongreß beinahe bis zum Schluß. Trotz der genauen Vorbereitung, trotz der Vorschläge und Entwürfe, die sich zur sachlichen Beurteilung empfahlen, war doch die Behändlung dieser Frage, wie wir vorauabefürchtct haben, von 1«. dcnschafien getrübt. Da über die Frage, ob nichtzionistisch, Kreise zur Mitverantwortung herangezogen werden sollen, fast keine Meinungsverschiedenheiten herrschten, ging d« Kampf nur uni die Form, und insbesondere um die Siel,״, rungen des nationalen Charakters des Aufbauwerkes. Troti. dem Wcizmanns Eröffnungsrede bewies, daß der Vonvwf der bewußten' Notabe'npolitik nicht berechtigt war und 711• mindest eine Verhandlurtgsbasis in dieser Frage gegeben war, blieb doch bi! zuletzt die scharfe Gegnerschaft bestehen und der Antrag der MaVmtät mußte in namentlicher Abstimmung unter großer Erregung kämpfend durdsgescizt werden. Der gefar.'e Beschluß gibt der Exekutive die Möglich• keit, mit Würde und in voller Loyalität an die andern Organi* sationen, die auf dem Boden des Palästina-Mandates stehen, heranzutre'.cn. Ke nichtzionistisdien Vertreter werden aut• gefordert, einen Couiidt zu bilden, dessen Ausschuß mit der Exekutive als der Leitung der Jcwish Agency zusammen arbeiten soll. Es wird also ausdrücklich betont, daß die zionistische Exekutive die Leitung der Jcwish Agency Weiht; die Kompetenzen des neuen Ausschusses sollen im Einvet• nehmen mit dem Bonlsüschcn Aktions-Comitec geregelt werden, d. h. die Zustimmung des Aktloas-Comitccs zu jeder Verein׳ banjng der Exekutive mit dem erwähnten Aussdruß über etwaige Abtretung oder Teilung von Befugnissen der Je• wish Agency ist erforderlich. Gleichzeitig wird aber bereits ein weiterer Schritt ins Auge gefaßt, nämlich die Einbcrufung einer Konferenz, bei der eine Neubildung der Jervish Agency erfolgen soll. Man rechnet damit, daß diese Kon• ferenz noch in diesem Jahre Zusammentritt und hat die Ratifizierung des dort zu schließenden Abkommens der Jahres• konferenz Vorbehalten. Dieser konstitutionelle Vorbehalt ent« spricht den Besorgnissen des Kongresses, der sich der (!roßen Tragweite seines Schrittes wohl bewußt war. Verhandlung!׳ technisch wäre es natürlich leichter gewesen, wenn der KQJ: groß sich hätte entschließen können, der Exekutive oder einem ad hoc gebildeten Komitee die Gesamtvollmadit 7,1; übertragen, Denn wenn auch alle anderen Vertreter bei der beabsichtigten Konferenz die Vereinbarungen der Zn Stimmung Ihrer Organisationen Vorbehalten werden, so wird die Verhandlung ziemlich beschwerlich sein. Die Exekutive hat eine überaus verantwortungsvolle Auf gäbe übernommen. Sie muß den Beschluß, der heute noch eine starre Formel ist, mit Leben erfüllen und die Jahres׳ konferenz in die Lage versetzen, konkret und auf Grund genauer Fänrelinformationen entscheiden zu können. Bei die׳ sem Kongreß war der Vorwurf der Opposition, daß die Leitung mit keinen bestimmten Garantien bezüglich der Teil name der andern komme und nur Illusions* und Bluffpolitik betreibt, insofern unberechtigt, als ja die Leitung gar nicht in der Lage war, ohne Legitimation des Kongresses errnt■ hafte Verhandlungen zu führen. Es ist im gegenwärtigen St* dlum zum guten Teile eine Stiromungssache; Dr. Weizmann erklärte, er habe auf Grund seiner Erfahrungen und zahl׳ loser Gespräche den Eindruck, daß im heutigen Moment ein solcher Schritt Erfolg versprechend sei. Mehr als diesen Eindruck konnte er nicht geben, und er kann sich natürlich auch irren. Nichts wäre verfehlter, als diesen Versuch, der jetzt gemacht werden soll, als das einzige Heilmittel zu be• trachten, von dem die Rettung kommen wird. Es muß Wat gesagt werden, und ist auch auf dem Kongreß von W«z• mann und anderen gesagt worden: es ist ein Versuch, den wir unternehmen, weil wir uns davon eine Förderung de! Aufbaues der nationalen Heimstätte in Palästina versprechen, Nichtsdestoweniger ruht die ganze Vcrant wortung und die ganze Last weiter aut de: zionistischen Bewegung. Wir werden von jene! Seite im besten Falle eine gewisse Hilfe bekommen, abe! den Grundstock werden wir immer selbst liefern müssen. Es Ist ganz fafsch, die andern mit zionistischem Maß W messen; darum beweist es nichts, wenn in den Aeußcrungcn der Gegner einer Erweiterung der Jcwish Agency inun« wieder darauf!angewiesen wird, wie wenig andere Grupp«!, z, B. der Economic Board oder die Brandeisgrnppe, für Palästina geleistet haben. Gewiß ist es wenig, gewiß fordert der Zionismus von seinen Anhängern mehr, aber laben wir die Berechtigung, auch auf dieses wenige zu verzichten, das andere beitragen können? Wir müssen bestrebt sein, unser« eigenen Leistungen zu erhöhen, das Beispiel wird das stärkste Argument auch für die andern sein; aber nie werden wir soviel leisten können, daß anderer Arbeit überflüssig wäre• Garantien für den realen Gewinn der erstrebten Organisierung gibt es nicht und kann es nicht geben. Erst die Verband׳ lungen, die jetzt geführt werden 60!lcn, werden!eigen! kJ weicher Form eine Annäherung erfolgen kamt, oder — 0® sie nicht erfolgen kann. Der Kongreß hat auch den Beschluß der Einberufung eine* jüdischen Weltkongresses von neuern bekräftigt. Man dar! wohl sagen, daß cs prinzipielle Gegner dieser Idee nur in ganz kleiner Zahl gibt. Was aber besondere Schwierigkeiten macht, ist das schier unlösbare technische Problem der Einberufung des Weltkongresses in einer erfolgvcrsprechen• den Form. Auch darüber hat die Leitung schon bisher ge* ׳ wisse Studien gemacht; Dr, Sol-oweiczik wird Gelege"״*“ haben, seine Erfahrungen in dieser Frage zu vervollständig«* und die Exekutive wird dann die weiteren Schritte beschließ«* Nf•־ jitüssd , .s weg11",׳׳ in die! •': Kritik י 1,!׳., t>!יא greß 'ז ■' ernath . 1׳ Tatsac11 ■V der M'׳|i;‘ politisn '׳' tige Sl;1l; ungen א jokolG ,1;. dem *1;;•raten ■ 11 ׳ die g‘•1 die p< ■ 1 nianen 1 des p׳;; *t unt.j׳־', vorzus,1':; Perm«, , einer jJ Mög'i! ׳; ein/clr : ■] : M.1 r,m polit'S!., : mulicr׳־ lution« beit, t '־l ■ Grund v soll. 11 Volker t; f Grund < k Kongr bracht : arabisi;1; von d «'•ז״ seiner!• :! spekt!.!ו tische t ■ in t;r‘ *usset 1 j: i n n e I j keit n: t daß f;'׳ bleibe« '!! Komm aus P. d ׳ tinsky, 2!י Abu Initiati 1 ן geganj * I* nisten. ‘ , in Pe‘1 ist wi 11 / letzten : der A יי iueh 1־ zu Ich י gese ' Versti >' 1 ist H|J! Arbeit ", ’ nichts *1! D. ' sein 11 ' minisb 1 Punkt! f gefühl 1' ■ Rückte , wurdet!! I kutive •יי j müsse! 1:׳ Verpfl ד Erkern in srii:! Masse auf gen zu dt ׳•; von n l W ' politit! j komm! < überse j kein 1; Politik, in di« , das m j gewes!! keit, % . ״ nie “ (גי ' Üunira ן |C * nisten! ' ßtitent druth ] t de« wi ' duth, ‘ Zion, . Di 1 Palis ti 0r?a״l ■ *toten« ' •Bitte ' jäligli .'י der B Kn s * a ם•! (Hist* ‘ *°r|| W . 0 *iet