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Jüdische Rundschau · 1923-08-20 · Heft 71-72 (20.8.1923) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 71-72 (20.8.1923)
Date
1923-08-20
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Die Kenessio Gcdauloh 20. August 1923. Am Mittwoch, (len 15. August, wurde in Wien die Kenessio Ocdnuloh eröffnet. Die Eröffnungsrede hielt der Vorsitzende des gcscliaftsfiihrcnden Ausschusses der Agudas ijisrocl, Rabbiner Dr. Pinchas Gähn. Die Versammlung wurde von einer Reihe von Vertretern einzelner orthodoxer Landesverbände begrüßt Der Sejmdeputierte Oberrabbiner Schapira (Sanok), der die Kenessio Oedauloh namens der polnischen Landesorganisation der Agudas Jisrocl begrüßte, betonte in »einer Rede, daß ״auch Erez-Israel ein großer Raum ln den Beratungen gewidmet werden mßise; die Kenessio Qcdauloh will,“ sagte Schapira, ״für Erez-Israel praktische Arbeit leisten." Oberrabbincr Epstein (Slobodka), der die litauische Organisation vertritt, meinte am Die BeirataEigeaa des Koimgjresses. Sechzehnte Sitzung. Donnerstag den 16. August 192 3, nachmittags. Vorsitzender Vizepräsident Motzkln eröffnet die Sitzung um 3.15 Uhr nachmittags. Gurland (Südafrika) fiberbringt die Griisse der südafrikanischen Zionisten. Er verlangt, dass man Vertrauen zu den Führern habe und sie in ihrer Arbeit ermutige. Avlsar (Mesopotamien, hebräisch) legt Resolutionen betreffend die Forderungen der orien‘ Uischen Juden und betreffend die aus• schlies« .1,0 Anwendung der hebräischen Sprache in den Verhandlungen des Kongresses vor. Die Resolutionen werden derResolutlonsk 0 m m i s s i 0 n z u g e w i e s e n. Hierauf lässt der Vorsitzende durch Dr. Herrmann folgenden Brief von Julius Simon vorlcscn: ״Liebe Freunde und Genossen! , Zum ersten Male seit vielen Jahren nehme ich an den Beratungen des Kongresses nicht teil. Aus zwingenden persönlichen Gründen musste ich meinen Plan, vor dem Kongress nach Erez Israel zu gehen und dann zum Kongress, in letzter Stunde aufgeben. Mit tiefstem Bedauern bleibe ich diesmal von den alten Genossen fern. Meine Anschauungen, welche mich vor zwei Jahren zwangen, aus der Exekutive auszutreten, haben sich inzwischen nur noch bestärkt. Ich bin ferner überzeugt, dass nur eine weitgehende Autonomic der Landsmannschaften und Föderationen die Möglichkeit schafft, das Problem der Mitarbeit der Juden der verschiedenen Länder zu lösen, was nicht geschehen kann durch den unmöglichen Versuch, ein allgemeines, für alle Länder gleichmässiges Schema aufzustellen, sondern nur durch eine Anpassung an die lokalen Bedingungen. Auch die Frage der Jewish Agency ist meines Erachtens nicht nach einem vorher ausgeklügelten Plan zu lösen und nicht durch Vergebung von Rechten an Notable. Die Jewish Agency muss allmählich und organisch aus der tatsächlichen Arbeitsleistung der verschiedenen Gruppen und Organisationen i n Palästina entstehen. Ich bin mit ganzem Herzen bei Euch. Mit treuen Zionsgrtissen Julius Simon. Kolonisatior Namens der Kolonisationskommission berichtet Dr. Schmorak (Ostgalizien) über folgende Anträge dieser Kommission zur landwirtschaftlichen Kolonisation: 1. Landwirtschaftliche Kolonisation. 1. Der Kongress nimmt den erfreulichen Fortschritt der letzten zwei Jahre aul dem Gebiete der landwirtschatt■ liehen Kolonisation zur Kenntnis, welcher In einer Reihe neuer entwicklungsfähiger Siedlungen *um Ausdrucke kommt 2. Ala die nächsten Aufgaben der Zionistischen Orga• nisation aui dem Gebiete der landwirtschaftlichen Kolonlsation sicht der Kongress dl« nachstehenden Massnahmen an: a) Es soll elno Bodenreserve geschallen werden, Insbesondere. Indem die vom Keren Hajcssod an den Keren Kajcmctli Leiisrael nachzuzalilende Schuld ausschliesslich zum Zwecke des Ankaufes von neuen Böden verwendet wird. b) Der Kongress genehmigt den Vorschlag der palästlncnslsChcn Leitung, dass im Rahmen des Keren Haicssod ein Kolonlsatlonslonds geschallen werde, welcher separat verwaltet, seine Geschäfte nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten «Ines gemeinnützigen Unternehmens führen und über seine Gebarung dem Kongress, bezw. der Jahres- Konferenz elno Bilanz vorlcgcu *0U. Dieser Fonds soll dlo an die Siedler bis nun ertönten und ln Zukunft zu gewährenden Kolonlsatlonsvorschüsso für produktlvo Ausgaben als auch dlo von der Exekutive ln den bestehenden Siedlungen und Betrieben bereits geschaileiicn Sachwerte umfassen. Die vorläufigen Richtlinien für die Verwaltung des Kolonlsattonslonds hat die Exekutive der Zionistischen Organisation zu bestimmen und dem Aktionskomitee zur Genehmigung vorzulcson. Das von der Exekutive auszuarbeitende endgültige Statut Ist dem nächsten Kongresse zur Beschlussfassung vorzulegen. . ״ f) Der Zlonlstonkongress hält cs zum Zwecke der god°: ,, ,י״* Fortlührung der landwirtschaftlichen Sledlungsorbelt für nötig, dass mindestens 30 Prozent des für die Zwecke der landwirtschaftlichen Kolonisation xorzcsoltcueu Schlüsse seiner Rede, man wolle auch dorf, wo wir am empfindllchsten sind, in Erez-Israel, unser heiliges Land und unsere heiligsten Gefühle profanieren. Aber es werde den Feinden der Agudah der Sieg nicht beschiedcn sein, weil die 11 ü t c r d e s Volke* und die Bcscliülzer des hohen geistigen Wertes der Volknichre an ihrem Platze sind, um den Kampf zu führen.“ (WLr wollen hoffen, daß die praktische Arbeit der Kenessio Gcdauloh nicht Kampf bedeutet. Das liegt wohl vor allem im Interesse der Agudah selbst. Red, d. ״J. R.“) Hervorzuheben wäre eine Resolution der Kenessio Gcdauloh, in welcher der Völkerbund, in der Hoffnung, daß er Recht und Gerechtigkeit zur Grundlage der Beziehungen der Völker zueinander machen werde, begrüßt wird. Nach einer Reihe weiterer Begrüßungsansprachen wurde die Eröffnungssitzung geschlossen. Die Kenessio Gcdauloh befaßte sich in ihren weiteren Sitzungen mit der Lage der Judcnhcit in der Diaspora Budgets nicht später als ln den Monaten Oktober und November bcrellgcstellt werde. d) Soweit nlclit schon mit den Siedlern über dlo Verpfllcliitiiigeii gegenüber den Fhiaiizlnstltntloncn der Organisation Vereinbarungen getroffen worden sind, empfiehlt der Kongress der Exekutive baldigsten Abschluss von derartigen Verträgen mit den dauernd ongesledclten Personen. e) Der Kommission wurde auf Grund ausführlicher Erörterungen des Waad Hachaklauth ein Plan vorgelegt, nach welchem für Kleinsiedlungen! 47.625 Kooperative Betriebe 11.200 Kooperative Grosslcdlungen ,««•>> 25.875 Neusiedlung ., 24.000 Einzelne Siedler In Kolonien und Farmen . 24.900 Uebcrfillming von Chaluzim zur Landwirtschaft 4.500 Konsolidierung von Yemcnltenwlrtschaften . 5.000 Landwirtschaftlichen Unterricht . . . 1 8.100 Forstwirtschaft .. 3.000 Landwirtschaftliches Museum ,..«» 900 Organisierungsspcsen 3.620 Allgemeine Spesen .. , . » 1.280 160.000 Pfund vorgesehen waren. Da die Budgetkommissfon nur ein Pauschale von Pfund 115.000 (ür landwirtschaftliche Kolonisation vornesehen hat, und eine pcrzcntiicllc Reduzierung der einzelnen Posten für unmöglich erklärt wurde, beschllesst der Kongress, die nähere Bestimmung der für landwirtschaftliche Kolonisation im Budget vorgesehene Summe dem Elnvcrnehmen zwischen den! Waad Hachaklauth und der Exckutive zu überlassen. Es wird jedoch bestimmt, dass für den Fall, als die vorgesehene Gesamtziffer des Palästina- Budgets im nächsten Jahre die beschlossene Gcsnmtziffer übersteigen sollte, 50 Prozent der Im Palästlnabiidget verwendeten etwaigen weiteren Beträge landwirtschaftlichen Siedlungszwecken zuzuwenden sind. ■ Agronom Dyk legt namens der Minorität der Kommission folgende Anträge vor: Die bisher geübten Methoden der zionistischen lnndwirtschaftlichen Kolonisation lintien den indischen Bauer und die Jüdische Landwirtschaft als Grossbetrieb oder Genossenschaft nicht schaffen können. Es gibt tatsächlich bis heute keinen Einzelbetrieb und keine Kollektivwirtschaft, die dem Siedler oder den Nutznicsscrn der Grossbetriebe Existenz aus dem Ertrage Ihrer Wirtschaft sichert, Ja kaum die Befriedigung Ihrer laufenden ökonomischen Bedürfnisse gewährleistet. Ursachen und Gründe hlcfür sind In der Hauptsache die nach Zelt, Art und Ausmuss nlclit zweckentsprechend durchgeführte Vorbereitung des Grund und Bodens (Okkupation und Aniclloration), wlo auch die nicht gciiiigcnd bcrücksichtigtc berufliche Eignung der Sicdlungs- und Genosscnschaftsnnwiirtcr für die Kolonisation. Mit der Rückzahlung der bisherigen Kredite aus öffentlichen Institutionen Ist noch nicht einmal mit einem Piaster von Irgendeiner Siedlung begonnen worden. Im Gegenteil werden zur Erhaltung der bestehenden immer noch im Ausbau befindlichen Siedlung aller Arten, sowohl Kredite wie auch Gelder a fonds perdu beantragt und bcansprucht. Dieses System der Kolonisation und diese Art der Ver- Wendung öffentlicher Gelder muss für die Dauer zu einer Katastrophe für die Siedler und Arbeiter und zum Zusammeubruch der öffentlichen Geldinstitute der Zlonistischeu Organisation führen. Es Ist höchste Zelt, aus den herrschenden Formen der Aufbauarbeit herauszukommen und zu einem rationellen System zu gelangen. Ich beantrage: Der Kongress bcschllcsse: 1. Grund und Boden muss vor Uebergabe an Einzcl- und Kollcktivslcdlcr genügend vorbereitet sein. 2. Die Ausgaben für Okkupation und Antclioratlon müssen nach ökonomischen Prinzipien durchgcführt und die hlcfür entstandenen Kosten dein Anschaffungspreis für Grund und Boden zugcschlagcn werden. Etwaige hlcfür übermässig entstandene Unkosten sind a fonds perdu zu buchen, damit der Bodenpreis ftlr den Siedler nicht zu teuer wird und damit seine Existenzfähigkeit von vornherein nicht ln Frage gestellt wird. Die Sicdlungsanwärtcr sind auf ihre berufliche Eigmmg zu prüfen und cs ist den Anwärtern der Vorzug zu geben, die ausser ihren fachlichen Dualitäten auch sonst durch wirtschaftlich(: Tugenden für ihren ökonomischen Erfolg Gewähr leisten. 3. An Siedler und Genossenschaftler sind lediglich solche billige Kredite zu erteilen, deren Rückzahlung und Verzinsung zwar langfristig, aber durch entsprechende Massnahmen gesichert sein müssen. 4. Mit Rücksicht darauf, den Jüdischen Bodenbesitz In Palästina laufend zu vergrössern. Ihn durch Bearbeitung in Besitz zu erhalten und ihn zu produktiveren, sollen extensive Formen des landwirtschaftlichen Grossbetrlcbes als Uchcrnangsforin durchgcführt werden. Hiebei muss unbedingt nach dem ökonomischen Priuizp verfahren werden. Diese Wirtschaften dienen zugleich In gewissem Masse als berufliche Ausbildungsstätten für Chaluzim. ln diesen Bctrieben ist auch die Möglichkeit gegeben, durch Kenntnis der Personen eine befriedigende und halbwegs gesicherte Auswahl für Siedler und Genossenschaftler durchzuführcn. 5. Zur gründlichen beruflichen Vorbildung müssen ausser Mikweli Israel und ausser der zu begründenden Mädchenfarm die, nationalen Farmen verwendet werden. Die Ausbildung von männlichen und weiblichen Chaluzim auf dem Gcsamtarcbict der kndwirtscliaftlichen ,und gärt- (Referate erstatteten: Oberrabbincr Schapfra über ״Erziehung!, wesen und ' religiöses Leben in Polen; Rabbiner Dr. Leo Jung, Ncw-Joak, ״Sabbath"; Oberrabbiner Lcwin ״Schechiup. Dr. Nathan Birnbaum über ״Rcligioiisverfolgungen Rußland"). Am Sonntag wurden die P a 1 äs t i n a- Ref rate erstattet. Es referierten Rabbiner Rubin (Jerusalem)' und Rabbiner Dr. Moses Auerbach (Berlin) über ״d;t geistig-religiösen Aufgaben der gesetzestreuen Judenhelt in Erez-Israel", und Herr S. Chagis (Jerusalem) über ״dj* wirtschaftlichen Aufgaben der gesetzestreuen Judcnhcit in Erez- Israel“, Die Debatte über dkse Fragen, zu deren Studium die Kenessio Oedauloh eine eigene Kommission eingesetzt hat, wird auf Orund des Berichtes dieser Kommission am DietuUg stattfinden. ncrlschcn Tätigkeit Ist in der Diaspora aufs weitestgehende zu fördern. 6 Mit Rücksicht auf die Notwendigkeit, die Zahl der Juden In Palästina möglichst schnell zu vermehren, ist die vors kultische Kolonisation als Gartenstadt, Handwerker- und Häuscrsiedlung In möglichst grossem Umfang durchzufütiren. Der Förderung der gewerblichen und handwerklichen mittellosen Einwanderung ist mehr als bisher Beachtung und Bereitstellung von Mitteln zu gewähren. Dr. Riifclscn (Tschechoslowakei) begründet folgende Anträge der Kolonisationskommission, betreffend städt Siedlungen, Handel und Industrie, die von Reines (Poale Zion) unterstützt werden. Städtische Siedlung. Handels- und Industriea btcflung. L Der XIII. Zionlstcnkongress betont die Wichtigkeit der Entwicklung von Handel und insbesondere der Industrlc für die Verbesserung der ökonomischen Verhältnisse Im Lande und die Verstärkung der Einwanderung׳;, •:»glich, ketten und beauftragt die Exekutive, diesem Teil der «!cd• iungstätlgkclt ein besonderes Augenmerk zuzuwenden. II. Für die Durchführung des Planes des Departements für Handel und Imltistric, Insbesondere für die Ergänzung des auf Grund, des Beschlusses der letzten .Jahreskonferenz in Karlsbad beschlossenen Industriclomls, für eile Einlührang von Klcinindustrlo in den Kolonien, für Vcrstärkmig der Jüdischen Elemente in den Städten, Insbesondere Gazah, Hebron und Ilccrscheba, für Förderung der Bcwegimg zugunsten des Konsums lokaler Erzeugnisse, Förderiuig des Touristcnvcrkchres, Forschungen auf dem Gebiete von Handel und Industrie, Publikationen und für die Etabllerung von Agenturen Sur Handel- und Industrieangclegenhcitcri bewilligt der Kongress das Minimalbudgct von 13.000 Pfund. Industrielle Kredite. III. Der Kongress sicht in der Förderung der Kredithilfe für Industrie und Handwerk ein wichtiges Mittel zur Entwicklung der Arlicitsniögliclikcftcn im Lande und hält die Beteiligung an Industrie- und Handwcrkcrbankcn mit folgenden Beträgen für angemessen: mit 10.000 Pfund an der von der Hitachdwth-BaaloJ Hataasiah In Tel Awlw und Jaffa gegründeten Bank I aasit Beercz .!Israel und mit einem Betrage von 2(100 Pi und an der Handwerkerbank, uni dadurch zur Entwicklung von Industrie und Handwerk Im Lande beizutragen. Der Kongress spricht weiters den Wunsch aus, dass durch Gewährung eines Darlehens an diese Industriebank in gleicher Weise wie dies bei der Arbeiterbank durchgcführt wurde, und durch weitere Beteiligung an der Industriebnnk und an der Handwcrkerbank die in dieser Rieh Hing unternommenen Schritte fortgesetzt werden, und zwar sollen, wenn die Eingänge des Keren Ilajessod die Gesamtsumme des vorgcschlagcncn Budgets übersteigen, von je 100.000 Pfund des weiteren Palästinabudgets je 10.00(1 Piund zu weiteren Beteiligungen an der Industriebank und je 5000 Pfund zur weiteren Beteiligung an der Handwcrkerbank verwendet werden. IV. Der Kongress hält die Schaltung eines ständigen Schiedsgerichtes für die Entscheidungen über Streitigkeiten zwischen Arbeitgebern u. Arbeitnehmern für notwendig und beauftragt die Exekutive, 1m Einvernehmen mit dem Waad Lcunii und den Organisationen der Arbeitgeber und der Arbeiter dlo Schollung eines solchen ständigen Schied*- geflehtes durchzusetzen. V. Der Kongress beauftragt die Exekutive, bei der palästinensischen Regierung die notwendigen Schritte zu unternehmen, um die erforderlichen Aendcrungen des Zolltarifcs in Palästina zu erwirken, damit die Lage der induxtrie In Palästina verbessert werde. VI. Mit Rücksicht auf die Notwendigkeit die Zahl der Juden in Palästina möglichst zu vergrössern. bewilligt der Kongress für die Anlage von vors’tädtischcn Siedlungen einen für 500 Familien veranschlagten Beitrag von 20.000 Pfund. VII. Bel der Zuteilung von Boden des Keren Kajcmoth Lejisraci ist nicht nur auf lnnd wirtschaftliche, sondern auch aui vorstäiltlsche Siedlungen, Insbesondere aul Kleinsicdlungs- und klcinhtdiistrlclle Anlagen Bedacht zu nehmen. VIII. Zur Herbeiführung eines engeren Kontaktes zwischen Erez Israel und der Dlasporc und zum Zwccko der Sammlung von Anregungen liir eine Intensivierung der Siedlungstätlgkclt liäit der Kongress die Einberufung einer Kolonlsatlonskonlcrcnz um Pcssach des nächsten Jahres für zweckmässig und beauftragt die Exekutive, Im Ein• vernehmen mit den ln Erez Israel tätigen Fachleuten lür Landwirt chatl. Industrie und Handel einen einheitlichen Aufbauplan ausziiarbcltcn. Die Zusammensetzung der Koloulsationskonlcrcnz, welcher dieser Plan vorzulcgen Ist, bestimmt dlo Exekutive Im Einvernehmen mit dem Aktionskomitee. Aul Grund der Beschlüsse dieser Kolonlsatiouskonicrenz wird der zukünftige Kolonisationsplan auszuarhclten und dem nächsten Kongress, bezw. der näcbsteil Jahreskonferenz zu unterbreiten sein. Für dlo Organisation dieser Konferenz wird «In Kredit von güO Pfund bewilligt. Vorsitzender Motzkln prellt nunmehr zur Durchführung: der Abstimmung über die einzelnen Anträge der Kolonisationskommission über. * Retter (Misrnchi) erlicht Einspruch dagegen, dass die Anträge der Sub- Kommissionen, in welche sich die Kolonisationskommission gegliedert hat, zur Abstimmung kommen soilen, ohne dass die Ccsamtkonmiission nochmals zusammengctrctcu wäre.

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