Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 70 (16.8.1923)
- Date
- 1923-08-16
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2651273-2652595-2652502-2652566--16802-2674486- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
jflüss, wenn sie sich’ viefleicht auch' noch für Kurte Zell aufrecht erhalten lässt, doch schliesslich 2u einem katastrophalen Ende kommen, weil eben In kurzer 2eit unsere Mittel nicht mehr hinreichen werden, um lese Einwanderer auch nur mit einer vorilbergehenden Beschäftigung zu versehen. ln dieser Sache liegt die Kernfrage unserer Wirtschaftspolitik in Palästina. Ich vertrete aufs Entschiedenste die Ansicht, dass wir nicht das Risiko eines katastrophalen Endes der Einwanderung auf uns nehmen, sondern in der Zukunft die Einwanderung und unsere Möglichkeit zur Versorgung dieser Einwanderung mit dauernder Existenz miteinander in Einklang bringen müssen. Ich halte es für zulässig, dass die Zahl der vorübergehend Beschäftigten in Palästina immer derjenigen Zahl von Menschen ent■ spricht, die wir in den kommenden zwei Jahren voraussichtlich in dauernden Existenzen unterbringen können. Ein gewisses Reservoir von vorübergehend Beschäftigten muss Palästina haben, weil aus diesen Elementen sich die Kandidaten für eine spätere dauemde Existenz rekrutieren. Im Stadium der vorübergehenden Beschäftigung werden die Tüchtigen von den Untüchtigen, die für Palästina Geeigneten von den Ungeeigneten geschieden. Es ist aber ein absolut unhaltbarer Zustand, wenn die Zahl der vorübergehend Beschäftigten so gross wird, dass wir für sic sogar in 6 oder 8 Jahren keine dauernde Existenz zu schaffen Imstande sind. Ich wiederhole: Wir müssen Einwanderung und Existcnzbeschaffung koordinieren und müssen in demselben Masse, in dem Einwanderer nach PaUistina kommen, die sich nicht aus eigenen Mitteln erhalten können, für ihre Ansiedlung als Produzenten in Landwirtschaft und Industrie sorgen. Einer der Vorredner hat gesagt, dass das beste Mittel, um Geld für Palästina zu bekommen, das wäre, dass wir eine grosse Anzahl von Einwanderern nach Palästina bringen, auf die Gefahr hin, dass dort 50.000 Arbeitslose seien. Gerade durch eine solche nach Abhilfe schreiende Arbeitslosigkeit würde das jüdische Volk bewogen werden, grössere Mittel für Palästina zu geben. Ich zweifle, ob dieses Rezept richtig ist. Es scheint mir eine Desperado-Politik. Unser Menschenmaterial ist für uns zu wertvoll, als dass wir cs einem solchen gefährlichen Versuche aussetzen können. Schon jetzt sind die Opfer unter den Chaluzim in Palästina nicht gering. Ich habe kürzlicli erst eine Liste von fünfzig Chaluzim gelesen, die in letzter Zeit an Krankheit, durch Unfälle oder durch hinterlistige Uebcrfälle Ihr Leben hingegeben haben. Andere Völker errichten ihren im Kriege gefallenen unbekannten Soldaten Denkmäler. Das jüdische Volk wird, wie ich hoffe, einstmals diesen unbekannten, auf dem Felde der Arbeit gefallenen Chaluzim ein Denkmal setzen. Denn sie sind es, nicht diejenigen, die in den vordersten Reihen des Zionismus stehen, die in Wirklichkcit Palästina erbauet. Aber gerade weil cs sieb 111er um so wertvolle Menschen handelt, dürfen wir nicht durch ein Hasardspiel in unserer Einwanderungspolitik Ihr Leben und ihre Gesundheit leichtfertig aufs Spiel setzen. Bei allem Enthusiasmus unserer Chaluzim können sie in Palästina nichts leisten, wenn sie nicht Arbeit und Essen haben. Wollen wir also eine grosse Zahl von Einwanderern nach Palästina bringen, so ist es nicht das wichtigste, nacli freier Einwanderung zu rufen, sondern an das jüdisehe Volk zu appellieren, dass es grössere Mittel für die Palästinaarbeit zur Verfügung stellt. Landwirtschaftliche Kolonisation. Man ha! im Laufe der Debatte unsere Palästina arbeit kritisiert und sogar von einem Bankrott der Palästinaarbeit gesprochen. Ich behaupte dagegen, dass wir, was die Qualität unserer Arbeit in Palästina anbetrifft, niemals weiter vom Bankrott entfernt waren als gegenwärtig. Unsere neuen Ansiediungen im Eirick stellen in den Methoden der Ansicdlung and In der beruflichen Vorbildung der Ansiedler einen bedeutenden Fortschritt dar gegenüber allen früheren Ansiedlungen. Der Bericht des Herrn Ettlnger in dem Jahresbericht der Exekutive an den Kongress gibt Ihnen darüber Einzelheiten. Einer der besten!and wirtschaftlichen Experten in Palästina hat kürzlich über unsere neue Siedlung ln Nahalal gesagt: ״Wenn irgendeine landwirtschaftliche Ansiedlung in Palä 5*•hia Erfolg hat, so wird Nahalal die erste sein.“ Die landwirtschaftliche Kolonisation ist, in abso- ״hcti Ziffern genommen, nicht billig. Wenn wir im ®»gefahren Ziffern hiefür anführen wollen, so kön- »e» wir sagen, dass uns ein landwirtschaftlicher An- Redler etwa 800 Pfund, ein in Industrie und Handv»rk angesiedelter etwa 200 Pfund kostet und dass "זי auf zwei solche Ansiedler zwei ln anderen Bern י«ך z. B. Beamte, Händler, Lehrer, Aerzte etc. ml ®j^nen Mitteln rechnen können, so dass für je 1000 Uund die Ansiedlungsmöglichkclt für vier Familien pt zusammen zwanzig Seelen gegeben ist. Der Be- "M von 800 Pfund für einen landwirtschaftlichen Ansiedler ist nicht zu hoch veranschlagt, denn wenn den Boden mit 300 Pfund rechnen, so bleiben uns Iur Gebäude und Inventar nur 500 Pfund und wir *issen, dass zum Beispiel ln Bcnjamina dieser Be nicht genügte, sondern die I. C. A. etwa 1000 nund für jeden Ansiedler (ohne den Boden) ausgab. r>S«nd kolonisiert seine ausgedienten Soldaten in Australien sogar mit einem Betrag von 1500 Pfund. t Sie wissen, dass unsere landwirtschaftlichen Aria Kyuzoth ajhfiitep, können zwei Arten vrm solchen unterscheiden: die vorbereitenden Kwuzoth (Okkupattonsgcnosscnschaftcu) und die dauernden Kwuzoth (Sicdlutigsgcnossenschaftcn). Die Kwuzah zum Zwecke der Okluipation bereitet den Boden für die künftige Ansicdlung vor und schafft durch Ausscheidung der unpassenden Mitglieder eine homogene Gruppe, die, wenn sic dann als Sicdluugsgruppc arbeitet, eine grössere Gewähr für Erfolg bietet. Die Vorwürfe, die man von maneher Seite gegen unsere Kwuzoth hört, sind unberechtigt, denn man muss bedenken, dass neue Formen für unsere Kolonisation gesucht werden müssen. Wir können nicht einfach den russischen Muschik oder den Landwirt irgend eines anderen Landes ko- Pieren. Dazu ist unser Menschenmaterial zu eigenartig. Es lässt sich nicht einfach in soziale Formen liincincJrängcn, die für andere Völker und andere Länder bestehen; cs muss sich die ihm adäquaten Formen sozialen Zusammenlebens schaffen. Ich möchte miT einige Worte sagen über unsere landwirtschaftlichen Arbeiter überhaupt. Ich bin nicht blind gegen ihre Fehler. Es fehlt den meisten von ihnen eine gründliche berufliche Ausbildung, cs fehlt ihnen vielfach der Sinn für Sparsamkeit und Wirt- Schädlichkeit, ich habe häufig mit Bedauern Mangel an Ordnungsliebe und an ästhetischem Sinn bemerkt. Aber diese Fehler sind nicht spezifisch für sic: es sind die Fehler des ganzen jüdischen Volkes in den Ländern, aus denen unsere Einwanderer kommen. Und es ist mir klar, dass sic durch die Reise von Ostcuropa nach Palästina nicht mit einem Maie alle diese Fehler verlieren, sondern dass dies Jahrzehnte in Ansprach nehmen wird. Wir sollen zwar nicht müde werden, eine Aenderung und Besserung zu fordern, solbn aber nicht verzwciicln, wenn der Fortschritt mir langsam ist. Den Fehlern stehen grosse Vorzüge gegenüber und im ganzen haben wir alle Ursache, auf diese Jugend stolz zu sein. Aber sie ist nicht ein leicht formbarer Ton: sie ist vielmehr ein sprödes Material, das leicht zerbricht, wenn es nicht vorsichtig an gefasst wird. De Llcme bekämpft in seiner Broschüre, dass wir dem landwirtschaftlichen Ansiedler das ״full c q u i p m e n t“ geben, so wie er cs schon in dem Bericht der Rcorgnnlsatlonskommlssion vor zwei Jahren getan hat. Wenn geeignete Ansiedler mit einigen Mitteln vorhanden sind, ziehen wir sie setir gerne Unbemittelten vor. Aber leider gibt es nur sehr wenige Bemittelte und bei diesen wenigen ist es ge wohnlich so, dass, je mehr Mittel sie haben, um so weniger landwirtschaftliche Vorbildung und Eignung und Neigung zu schwerer körperlicher Arbeit vor landen ist. Das ist für den schliesslichcn Erfolg der Kolonisation ein grosseres Minus als das eigene Kapital an Plus bedeutet. Der Unterschied zwischen jenem, der ein Programm für die Arbeit in Palästina aufstcllt, und dem, der die Arbeit in Palästina führt, ist der zwischen Zeichner- und Erbauer. Die Arbeit am Zeichenbrett ist leichter als die Arbeit beim Bau Aber dafür ist das Resultat im ersten Fall eine Zeich■ ntitig, im zweiten ein Haus. Ich kann also ln diesem Fall wie in manchem anderen das Programm von De Liane nicht akzeptieren. Aber ich würde der Zionistisclicn Organisation Vorschlägen, Herrn De Lleme mit seinem Programm zu akzeptieren, weil ich überzeugt bin, dass er, wenn er in Palästina ist, sich von der Wirklichkeit korrigieren lässt und sic nicht in das Prokrustesbett seiner Theorie zwängen wird. Bodenpolitik. Teil möchte auch einige Worte über unsere Bodenkaufspolitik sagen. Vor einigen Jahren lebten wir mit dem Gedanken, dass wir unseren Bedarf an Boden zum grossen Teile durch die Ueberweisung von Staatsliindcrcien seitens der Regierung würden decken können. Ich habe dies schon damals als eine Illusion bezeichnet und die Ereignisse haben mir recht gegeben. Die Staatsländereien in Palästina sind, mit Ausnahme der sogenannten Dschiftlikbödcn im Jordantaic, die früher Privatbesifz des Sultans waren und mit Pächtern stark besiedelt sind, durchwegs Ländereien niedrigster Qualität: Gebirge, Sancidüncn oder Sümpfe. Sic müssen nämlich verstehen, dass Staatsländercicn ln Palästina diejenigen Ländereien sein können, die entweder nur niemals bearbeitet waren, oder die drei Jahre lang un bearbeitet geblieben waren. Jedermann in Palästina batte unter türkischem Regime das Recht, jungfräulichen Boden dadurch zu erwerben, dass er ihn in Bearbeitung nahm. Sie werden leicht begreifen, dass infolge dieser Bestimmung nur die minderwertigsten Böden, deren Be arbeitung nicht lohnte, Staatseigentum blieben. Tatsache ist cs, dass die Jetzigen Staatsböden, soweit sie aus Sanddünen oder kahlen Gebirgen bestehen, überhaupt nicht mit Aussicht auf Rentabilität bearbeitet werden können, und soweit sie aus Sumpfböden bestehen, nur dann, wenn für die Anstrocknung der Sümpfe grosse Summen ausgegeben werden. Ich habe In einem Falle, wo kürzlich von der Regierung ein grösseres Gebiet soldien Sumpfbodens übergeben wurde, fcstgcstellt, dass die Kosten der Amelioratlonsarbciten für dieses Gebiet mindestens ebenso hoch und wahrscheinlich höher sein werden, als der Preis für guten Boden, den man aus prlvater Hand kauft. Ich möchte davor warnen, dass wir zu dieser Illusion der Staatsländereien nun eine zweite Illusion hinzuftigen, nämlich, dass es uns gelingen wird, Böden aus privater Hand in Zukunft billiger als heute zu kaufen. Die Vertreter dieser Ansicht stützen sich auf die Befer für Boden In FaTIstlna gebe, und dass 'der paTSsffnenslsche Boden gar keine, oder eine sehr niedrige Rente abwerfc. Hier liegt ein Irrtum vor. Der palästinensische Boden liefert zwar dem jüdischen Ansiedler noch keinen oder nur einen sehr geringen Reinertrag, aber der Er־j tragswert richtet sich nicht noch den paar tausend Illdl* sehen Ansiedlern, sondern nach den hunderttausenden arabischen Fellachen. Der arabische GrossgrundbesUzet kann für guten Boden jederzeit arabische Pächter finden* die ihm den ״Hunts“, <L h. den fünften Teil des Brutto• ertrages, als Pacht zu zahlen bereit sind. Das bedeutet, wie ich mich an vielen konkreten Beispielen überzeugt habe, immerhin eine Verzinsung mit 5 Prozent und mehr,' Da der arabische Kapitalist Immer noch die Anlage sek׳ ncs Vermögens in Boden jeder anderen Anlage verzieht, so Ist dieser Zinsertrag für ilm nicht unbefriedigend. Es ist auch nicht richtig, dass nur die Juden Boden kaufen. Aus dem letzten Jahresbericht der Regierung geht hervor, dass ein gar nicht unbeträchtlicher TcÜ aller! Bodenverkäufe an arabische Käufer erfolgt ist. Und wir selbst haben, als wir vor kurzem zur Arrondierung einer Kolonie den geforderten Preis nicht zahlen wollten,,1 erlebt, dass der Boden von einem arabischen Effendt zu diesem Preise gekauft wurde. | Der Hauptirrtum der Verfechter der Theorie 'der, zukünftigen billigen Bodenpreise liegt aber wahrscheinich darin, dass sie sich den Grundstiieksmarkt hi Palästina in der Art des europäischen Grundstücksmarktes vorstclicn; d. h. so, dass jedes Grundstück zum 'Verkaufe feil ist und einen vom Ertragswert bestimmten Preis hat, Das ist ganz falsch. Grundstücke in Palästina in arabischer Hand sind nicht ohne weiteres zum Verkaufe im Markte. Ein arabischer Grossgrundbesitzer trennt sich nicht von seinem Grundstück, weil er mit dem Erlöse irgend eine andere, bessere Kapitalsanlage machen kann. Er verkauft den Boden nicht freiwillig a־us europäischen wirtschaftlichen Erwägungen heraus, sondern er verkauft ihn normalerweise nur dann, wenn er durch die Höhe seiner Schulden dazu gezwungen wird. Die Frage, ob in Palästina Böden 2utn Verkaufe angeboten werden, hängt also viel weniger davon ab, wer dafür einen etwas geringeren oder besseren Preis bietet, sondern davon, ob die Grossgrundbesitzer dringend Geld brauchen. Wenn sic in der Zukunft ihre Geldbedürfnisse durch eine staatliche oder private Agrarbank befriedigen können, wird das Angebot von Boden — davon bin ich überzeugt — sehr stark zurückgehen. Und zum Schlüsse noch eins: von dem gesamten Boden Palästinas sind zur Zeit nur etwa 35 Prozent kultiviert, und nur weitere 15 Prozent sind kulturfähig, zusammen also 50 Prozent. Die anderen 50 Prozent sind kahle Borge und Sanddünen, die für absehbare Zeit für Kultur ungeeignet sind und nicht in Frage kommen. Von dem kulturfähigcn Boden sind aber mindestens zwei Drittel in Händen der Fellachen, d. h. zerstückelter Kieinbesitz, der für unsere Kolonisationszwecke nicht geeignet ist, ganz abgesehen davon, dass wir überhaupt aus politischen und menschlichen Gründen die Fellachen nicht landlos machen dürfen. Wir brauchen, um systematisch kolonisieren zu können, grosse, zusammenhängende Grundstücke, nicht allzuweit von Häfen oder Eisenbahnstationen entfernt. Diese Böden finden wir nur bei den Grossgrundbesitze m. Da diese, wie vorhin erwähnt, nur ein Drittel des kulturfähigen Bodens in Palästina besitzen, so kommt es darauf hinaus, dass uns bei unseren Käufen nicht der ganze Boden Palästinas, sondern nur ein Sechstel dieses Bodens zur Auswahl steht. Der Bodenkauf ist für unsere ganze Arbeit ln Palästina so wichtig, dass wir ihn zu keiner Zeit aus unserer Tätigkeit aussciialtcn dürfen. Im Gegenteil, da die Aufgaben, die uns heute, nach der Mandatserteilung obliegen, zehn- und zwanzigmal so gross sind wie früher, so ist cs absolut notwendig, dass auch unsere Tätigkeit auf dem Gebiete der. Bodenkaufs sich entsprechend vervielfache Der Nationalfonds, der bereits vor dem Kriege mehr als 50.000 Pfund Einnahmen jährlich hatte, sollte demgemäss heute eine halbe Million oder sogar eine Million Pfund Einnahmen haben, um den Bodenkauf im richtigen Tempo zu betreiben. Es ist sehr bedauerlich, dass er statt dessen nur eine Jahrcscinnalime von 100.000 bis 150.000 Pfund zu verzeichnen hat. Hier muss Wandel geschaffen werden; und ich darf vielleicht kurz erwähnen, dass ich in der Ausgabe von Rentenbriefcq durch den J. N. F. ein Mittel zur Erhöhung seiner Einnahmen sehe, und ich möchte gern, dass ein Versuch hiermit gemacht würde. Ferner muss die P. L. D. C, die sowohl für den Jüdischen Nationalfonds, als für Privatgesellschaften das technische und juristische Instrument für die Durchführung von Bodenkäufen ist, durch Erhöhung ihres Aktienkapitals in den Stand gesetzt werden, ihre, wichtige Rolle führen zu können. Wenn verschiedentlich gefragt wird, weshalb neben dem Nationalfonds noch eine besondere Bodcnkaufsgesellsebaft nötig ist, so möchte ich darauf erwidern, dass in Palästina zehn Verhandlungen wegen Bodenkaufs angeknüpft werden müssen, damit eine zum Ziele führt Jede dieser Verhandlungen — auch die ergebnislosen — ist natürlich mit Unkosten und mit einem Risiko, mit-, unter auch mit Vorschüssen verbunden. Für den Nationalfonds würde es vom propagandistischen Standpunkte aus sehr bedenklich sein, wenn er seine Gelder '.oichen nicht ganz sicheren Unterhandlungen gefährin den würde. Er soll, als ein Volksfonds, nicht riskante Verhandlungen eingchcn, sondern soll nur Boden in absolut sicherer Weise kauf״•!, Das kann er eben dadurch, dass die, P. L. D. C״ die als ein geschäftliches Unterhaup.tung, das! e? ausser den luden kein« Anderen KttoMshpuLiweh Jüsika.. tagen ihn van jücseu rl*־.