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Jüdische Rundschau · 1923-08-15 · Heft 69 (15.8.1923) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 69 (15.8.1923)
Date
1923-08-15
Page
– (sequence 4)
Language
German
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war, eine Methode ohne die nötige Aktivität und Hartnäckigkeit In der Verteidigung unserer elementaren Rechte, eine Methode falscher Bewertung unserer Beziehungen zur Mnudatnriuaclit, zur palästinensischen Verwaltung und zu unseren Nachbarn Im Lande, was dazu führte, dass unsere politischen Rechte ihres konkreten Inhaltes .beraubt wurden, dass unsere Lage im Laude, die Bedingungen der Ent- Wicklung der Bewegung und die Bedingungen unserer kolonlratorlschen Arbeit sich verschlimmerten, und Tendenzen der Liquidation In der Politik im Lande nach sich zog; da 2. die Exekutive, Indem sie die Losung der Erweiterung und der Heranziehung von Kräften, die sich am Aufbau des Landes beteiligen, ausgab, den Wag schädlicher Illusionen betrat, ,die gegenwärtig keine reale Basis haben, und sich infolgedessen gegen die demokratischen Grundlagen der Bewegung verging, was die Bewegung In einen Zustand Inneren Verfalles brachte; da 3. die Exekutive in Ihrer Einwirkung an! den Gang der kolonisatorischen Arbeit nicht verstand, einen einheitlichen Plan zur Stärkung des Arbeitselementes in Uebeteinstimmutig mit den Forderungen der gegenwärtigen Phase der Kolonisationsarbcit aufzustcllen, und da sie nicht niethodisch und in hinreichendem Masse die Alijah und Hachscharah der Arbeiter und die Positionen des arbeitenden Jlschuw im Lande unterstützte — betrachten wir dlo TIIEIrIccI! 'der Exekutive ntif aTI diesen Gebieten als schädlich und gefährlich für den ganzen Zio- . iiismtis, halfen cs nicht fiJr möglich und für nötig, unsere völlig negative Stellung 7,11 dieser Methode durch unklare Aeusscrtingcn zu bcsehSlesscn; haben kein Vertrauen z,u jener Koalition von Kräften, auf denen dlo Exekutive sich ambaut, und zu der Methode, an der sie fcsthält; daher wird die Föderation Dror gegen das Vertrauensvotum für die Exekutive stimmen. Dr. Felix Roscnbliltli (Deutschland): ־ *w Namens der vereinigten Landsmannschaften erkläre ich, dass wir den Antrag des Herrn Locker auf Teilung des Resolutionsantrages der Hitachduth und auf gesonderte Abstimmung unterstützen. Dieselbe Erklärung gibt Arlosoroff namens der Hitachduth ab. % Vorsitzender Louis Llpsky: Wir schreiten zur Abstimmung. 'Als Zählmänner bestimme ich dio Herren Wassermann, Hirsch und Dergor. Herr Arlosoroff hat das Wort zur Verlesung des ersten Teiles der von dvr Hitachdiith vorgcschlagenen Resolution. Nach Verlesung des ersten Teiles der Resolution wird die Abstimmung vorgenommen, die 146 Stimmen für und 67 Stimmen gegen den Antrag ergibt. Die Delegierten nehmen das Abstimmungsergebnis mit lebhaftem Beifall auf und erheben sich' von <jen Sitzen, Hierauf gelangt der zweite Teil des Antrages (״Daher nimmt der Kongress den Bericht zur Kenntnis") z^r Abstimmung und wird mit 147 gegen 72 Stimmen ango noimncn. Die Delegierten nkklamlercn lebhaft die Exekutive und stimmen die Hatikwah an. Der Beifall verstärkt sich, als eine Dame den Präsidenten Welzmann und. Sokolow Biumensträusse überreicht Nunmehr folgt das Referat Dr. Arthur Rappins über Palästinaarbeit, welches in der nächsten Nummer der Kon. gresszeitung veröffentlicht wird, Nachdem Dr. Ruppin unter stürmischem Beifall gcscblossen hat, entspinnt sich eine kurze Diskussion über die zeitliehe Anordnung der weiteren Arbeit Um Kollisionen zwischen Kommissions- und Plenarsitzungen zu vermelden und Im Interessc einer möglichst programmässlgcn Beendigung des Kongrosses wird beschlossen, den Dienstag für Kommissions. Sitzungen vorznbchaltcn. Doch ergeht an die Kommissionen die Bitte, mit.ihren Arbeiten derart zu Ende zu kommen, dass in einer Abendsitzung bereits Berichte vorliegen und dlskutlcrt werden können. Die nächste Sitzung beginnt Dienstag, abends um 8 Uhr. Schluss der Sitzung 12 Uhr nachts. _~l I;Art * k'ompl pan ge'vhü Oefah* .fbett« 1 und b* trte ici *t E endet liithu lassen gewei der * rtifüh II ist al der K liehe! i;; ,1 ׳ IV t ,11, •1׳ 1' I I V Ci \ ר,:;'״י l'l'l, *I, ׳'|<* 1' t־' 1. Darf kein Kredit an Private zum Ankauf von Boden ausgegeben werden.*) In Palästina leidet unsere Arbeit an jeder Stelle durch den schamlosen Boden- Wucher, der dort von nichtjüdisdier und jüdischer Seite getrieben wird. Wir wissen überdies aus der Wirtschattsgeschiciitc aller Kolonialländcr, daß die Grundbesitzer beim Aufblühen die größten und unverdientesten Gewinne zum Schaden der Gesamtheit erzielten. Dies muß bei uns nach Möglichkeit verhütet werden, Daher müßte an die Krcditausgabc die Bedingung geknüpft werden, daß die kreditempfangende Unternehmung ausschließlich Pächtcrin von N.-F,-Boden ist, also kein Privateigentum an Grund und Boden besitzt. Dies um so mehr, weil cs Volkswirtschaftlieh viel vorteilhafter ist, wenn private Mittel für das umlaufende Betriebskapital der palästinensischen Unterncltmuiigeii reserviert bleiben. Der Bodeokauf dagegen erfolgt besser und billiger im großen durch die Gesamtheit. 2. ״Anlag c k red it c“ werden nicht in bar, sondern in natura gegeben : Soll eine aussichtsreiche Unternehmung gegründet werden, so ist es nach den bisherigen praktisehen Erfahrungen in Kolonialländern viel vorteilhaftcr, wenn die Koionialbank durch ihre Baufirma die Gesamtanlage bauen läßt, und sie dann auf längere Zeit (99 Jahre) an den Interessenten in Pacht gibt. So bleiben die Schlüssclpuukte *der Wirtschaft in Händen der Koionialbank und die Initiative der Einzelunicrnehmung wird nicht gehindert. Anders wenn der Anlagekrcdit bar ausgczahlt wird. Dann ist nicht nur die Gefahr eines teirern und unrationelle« Bauens vorhanden, sondern vor allem die häufige Möglieh k eit daß Einzelne mit den geborgten Geldern der Gesamtheit sich wirtschaftliche Monopolstellungen aufrichten. 3. Schließlich ist im Interesse der Sicherheit der Betriebskredite zu fordern, daß Pc r so n a ik r cd i t c a u ss eh 1 ic &• lieh an solidarisch haftende Vereinigungen mehrerer Unternehmungen (Raiffeisenkassen, Kreditgenossenscliatten) ausgegeben werden. Das sind m. E. die unumgänglichsten Sicher« ngstnaßnahmen bei der Ausgabe von Anleihegeldern im Kreditwege, Im knappesien Umriß wurden liier die wichtigsten Bedenken angedcutct. Dem Plan als Ganzem aber wird nach gründlicher Prüfung seiner sachlichen Unterlagen jeder Wirtschaitspraktiker zustiinmcn können. Er knüpft nicht nur an die besten Herzlsehcn Traditionen an, er bringt nicht nur endlieh wieder Großzügigkeit in unsere täglich immer kümmerlieber werdende finanz- und wirtschaftspolitischen Gedankengange, er ist vor allem auf einer Grundlage aufgebaut, der geistig und wirtschaftlich die Zukunft gehört: in Europa feilen die Völker zugrunde, weil sie dem Prinzip der ungeemmten wirtschaftlichen und politischen Konkurrenz alle Lebenswerte geopfert haben. Wir wollen aber im F rieden unsere Heimat wieder aufrichten, und der Friede im politischen und wirtschaftlichen Leben heißt: Solidarität. Arlosoroff stellt die kollektive Bürgschaft der jüdischen Nation in das Zentrum seines Finanzplanes. Ob er es bewußt wollen mag oder nicht, er -folgt hier einer uralten jüdischen Tradition: Kol Jisrael arewim seh ba seh. Das ist der Geist, in dem wir bauen wollen. Zionistisches üandbnch Die General *Versammlung der Jewish Colonlai Trust Aus Karlsbad wird gemeßiet: Unter dem Vorsitz Joseph Cowens fand eine von zahlreichen Aktionären besuchte General- Versammlung der jüdischen Colonialbarik statt. Ein großer Tei! der Aktionäre kritisierte das Verwaltungssystem der Bankleitung und fragte, warum in den Vereinigten Staaten und in den Zentren Europas keine Filialen eröffnet worden sind. Die Kreditpolitik in Palästina wurde vielfach als ungerecht bezeichnet, dem Direktorium der Anglo Palestine Company wurde Parteilichkeit vorgeworfen. Auch wurde gefragt, warum keine Dividende ausgeschiitfet wurde. Die von der Banklcitung •erteilten Antworten wurden als unbefriedigend bezeichnet. Doch führten diese Meinungsverschiedenheiten zu keinen besonderen Kor>'.,nuenzen. . ijr 1 Die Versammlung der palästinensischen Arbeiterbank Aus Karlsbad wird gemeldet: Auf einer in Karlsbad statt* gefundenen Versammlung der Mitglieder der palästinensischen Arbeiterhank erstattete Dr. Artur Ruppin den Geschäftsbericht. Er teilte mit, daß sämtliche erteilten Darlehen bis jetzt zeitgerecht und ordnungsgemäß zurückgezahlt worden sind. Das Bankkapital beträgt 40000 Pfund in Aktien, ferner 20000 Pfund, die die Zionistische Organisation als Darlehen beigesteuert hat Der Geschäftsbericht schließt mit einem Reingewinn ab. Dr. Ruppin schlug vor, zwecks Erweiterung der Arbeitsmöglichkeiten 25 000 neue Aktien zu placieren. llnanlgeklärter Ueberlall aal Polizisten von Tel-Awiw Jerusalem. (J. G. B.) Am 8. August gegen Mittemacht gaben unbekannte Personen aus einem Versteck bei den Gärten von Jaffa auf mehrere Polizisten von Tel-Awiw Schüsse ab. Den Angreifern gelang es, zu entkommen, ohne daß ihre Spr entdeckt wurde, *) Im Gegensatz zu Arlosoroffs ״Tcrralngesellschaft“ (vgl. S. 172 a. a. O.)« Wie in unserem Blatte mehrfach angezeigt, ist vor einigen Wochen im Verlage des Berliner Büro« der Zionistischen Organisation ein von Gerhard Hoklhcim herausgegebenes ״Zionistisches Handbuch“ erschienen, Eine eingehende Würdiguug des Sammelwerkes behalten wir uns vor. Hier soll nur in aller Kürze aus dem Inhalt des Buches einiges mitgeteilt werden. Das Buch gliedert sich in acht Abschnitte. Aus dem ersten Abschnitt ist der Aufsatz von Hans Koh tt zu erwähnen, der nach einer kurzen theoretischen Einleitung die Gedankengange der bedeutendsten zionistischen Idiologcn (Moses Heß, Achnd Haam, Herz!, Klatzkin, Birnbaum und Duner) wiedergibt. Der zweite Abschnitt beginnt mit einer vom Herausgeber verfaßten ״Chronik des Kongreß-Zionismus“; in diesem Aufsatze werden die wesentlichsten Begebenheiten aus der zionistlscheu Geschichte, beginnend mit Herzls ״Judenstaat'‘ registriert. Es folgt hierauf ein Aufsatz von rleriitz, der den Aufbau der Zionistischen Organisation unter Berücksichtigung der bis torischen Entwicklung zur Darstellung bringt. Als An* hang werden unter der Ucbcrschrift ״Die zionistische Presse“ die bekanntesten zionistischen Zeitungen und Zeitschriften aus allen Ländern der Welt aufgeführt. Der darauf folgende Abschnitt bringt Referate über die zionistischen Fonds und Finaiizinstitute, denen das neueste Zahlenmaterial zugrunde liegt. Der Abschnitt schließt mit einem Aufsatz von Julius Berger über ״Zionistische Flnnnzpropaganda“, der den Zweck verfolgt, die in der Zionistischen Organisation ver* antwortlich Arbeitenelen über die Propaganda-Tätigkeit für die wesentlichsten Institutionen (Keren Hajcssod, Keren Kajemeth, Schekel, J. C. T) zu instruieren•• Der nächste Abschnitt trägt den Titel ״Zionist'6chc Politik“ und bringt einen cingcheiiden Aufsatz von Richard Lichtheim über ״Grundlagen und Ziele der zionistische« Politik“. Ein Aufsatz von Victor Jacobson behandelt die Spzialfragc ״Palästina im Rahmen des Nahen Orient“'und bringt interessante und instruktive Gedanken über das arabische Problem. Die für die Zukunft der,zionistischen Bewegung so überaus ■bedeutungsvolle ״Arabische Frage“ findet auch in einem Aufsatz von Moritz Bilcski Erörterung, der sich sonst in sachlich-juristischer Weise mit den wesentlichsten Bestimmungen des Palästina- Mandats auseinandersetzt. Ucbcr die zionistische Gaiuth- Politik, insbesondere die Fragen der nationalen Autonomie informiert ein Artikel von Georg Landauer, Die beiden nächsten Abschnitte des Ruches sind der ״Jüdischen Arbeiterbewegitng“ und der ״Jüdisch-sozialen Fürsorgearbeit‘‘ ,gewidmet. Der erstere Teil bringt einen Aufsatz von Franz Meye r über die ״Jüdische Arbeiterbewegung in der Gaiuth" unter Berücksichtigung der bedeutendsten zionistischen und niclitzionisiischen Arbeiterparteien. Der folgende Aufsatz, dessen Verfasser Arjcli T artakower ist, schildert die Ent- Stellung der jüdischen Arbeiterbewegung jn Palästina. Ucbcr ״Hcchaluz-Bcwcgimg" (Geschichte,'' Ideologie. Allah und I lachscliarah) referiert «er Vorsitzende der Weltorganisation des liechahiz, S. Lew in so 11. in dem schon erwähnten Abschnitt über Fürsorgearbeit sind als Referenten die in der jüdisch-sozialen Arbeit bekannten Herren Alfred Berger, Franz. Meyer und Frau Grete Turnowsky zu erwähnen. Die beiden letzten'Abschnitte, die gleichsam als 11.* Teil des Buches angesehen werden können, sind ausschließlich Palästina gewidmet. Eine Unterteilung ist insofern vor, enommen, als der I. Abschnitt über die allgemeinen Landes- Verhältnisse in Palästina berichtet, während der II. Abschnitt die speziellen Fragen des jüdischen Jisriunv zur Darstellung bringt. Es befinden sielt eingehende Aufsätze über Land und Bevölkerung, Rechtsverhältnisse, wirtschaftliche Verhältnisse, Genossenschaftswesen, Sanitätswesen und Schulwesen. Den Schluß des Buches' bilden Tabellen über den Bodenbesitz des Keren Knjemcth und die jüdischen Kolonien in Palästina. Dem Buche ist eine von Davis Tric tsch stammende Karte Palästinas beigegeben. Diese kurzen Andeutungen zeigen zur Genüge den reichhaltigen Inhalt des Buches. Das Handbuch' ist, wie in der ״Einführung“ hervorgehoben wird, aus der Erkenntnis entstanden, daß die Situation der zionistischen Verbände und Ortsgruppen eine Systematisierung des gesamten zionistischen Stoffgebietes dringend erforderlich macht. Der Umstand, daß der Aktionsradius der zionistischen Bewegung in den letzten Jahren in ungeahnter Weise gewachsen ist, hat es mit sich gebracht, daß nur eine erschreckend geringe Anzahl von zionistisch tätigen Menschen über das notwendig zu kennende Tatsachenmaterial informiert fst. Diesem Mangel will das Buch nbheifen, und wir glnuben,' ohne chic detaillierte Ikspiccltiing des Buches heute zu bieten, schon nach einem fluchtigen Studium des Buches sagen zu können, daß es diesen Zweck erfüllen wird. Wie es in der ״Einführung“ weiterhin heißt, wendet sich jedoch das Buch nicht nur au den engen Kreis der zionistischen Arbeiter, sondern es will darüber hinaus von Menschen gelesen werden, die den zionistischen Gedankengängen noch fernstehen. Ohne' der Propaganda — im gewöhnlichsten Wortsinne — dienen zu wollen, hofft das Buch, ״den jüdischen Erneucruiigsgcdankea in seiner ganzen Würde nt repräsentieren.“ Wir wünschen dem Buche, daß es von Juden und Nichtluden gelesen wird und in fernstehenden Kreisen lebhaftestes Interesse für den Zionismus in Theorie und Praxis erweckt. Die dringlichste Aufgabe des Buches selten wir jedoch darin, daß es unsere Gesinnungsgenossen ,,über ‘die bedeutendsten I Probleme dc$ zionistische« Lebe«« iniormieb* und ihnen das Tatsachenmaterial an die Hand gibt, auf Grund dessen sie verantwortliche zionistische Arbeit leisten können. Das Budt ist mit einem ein geltenden Register versehen und bildet somit ein vorzügliches Nachschlagewerk. Es sollte in der Bibliothek keines Zionisten fehlen. F-g. Vcrölicnllkhangcn der Jerusalemer Universität Unter dem Titel ״Scripta universitatis atque Bibiiothecac Hicrosolymitananim“ wird unter Aufsicht der Jerusalemer Universität und Bibliothek eine Reihe wissenschaftlicher Schrii• fen hcrausgegcbca. Diese Schriften bieten den jüdischen Gelehrten aller Länder Gelegenheit, sich auf dem Gebiete der Wissenschaft zu begegnen, sic geben aber mich der Universität Jerusalem die Möglichkeit, mit den Universitäten und wissen• schaftlichen Institutionen anderer Länder in einen Austausch wissenschaftlicher Publikationen zu treten. Die Schriften erscheinen periodisch. Jede Ausgabe um• faßt vier Bände, welche die exakten Wissenschaften unter Leitung Albert Einsteins, Biologie und Chemie unter Leitung A. v. Wassermanns, Geisteswissenschaften unter Leitung E Cassirers und orientalische Wissenschaft und Wissenschaft des Judentums unter Leitung V, Aptowitzcrs, A. Bttchlers und J. Loews behandeln werden. Die ersten Bände aus der Reihe der exakten Wissenschaften und der orientalischen und jüdischen Wissenschaften erscheinen bereits in kurzem. Sie enthalten Beiträge von: Mathematik und Physik, I. Band. Prof. Dr. E. Landau, Göttingen: ״Ueber diophantische Approximationen“; Prof. Dr. H. Bohr, Kopenhagen: ״Uebcr einen Satz von Edmund Landau“; Prof. Dr. G. Loria, Genova: ״Osscrvazioni relative alla Rappresentazion« analitica dei sistemi clemcntari di coniche o quadriche“; Prof. Dr. J. Hadamard, Paris: ״La Nation de diffdrenticlie dans l’cnscigncmcnt“; Prof. Dr. A. Loewy, Freiburg: ״liebet algebraisch auflösbare Gleichungen“; Prof. Dr. A. Fraenkel, Marburg: ״Die Axiome der Mengenlehre“; Prof. Dr. A. Ein• stein und Dr. J. Grommcr, Berlin: ״Beweis der Nichtexistenz eines überall regulären zentrisch symmelrischen Feldes nach der Feldtheorie von Th. Kalttza“; Prof. Dr. L. S. Crnstem, Utrecht: ״Eine neue Methode zur Intensitätsmessung im Spektrum“.; Prof. Dr. T. Lcvi-Qvita, Roma: ״Sulla Velociti di Trasporto nei moto ondoso permanente“; Prof. Dr. Th. V. Kärmän, Aachen: ״Ucber die Grundlagen der Balkentheorie“; Prof. Dr. S. Brodetz.ky, Leeds: ״Fluid ntolior, past circular barriers"; J. Popper-Lynkeus, Wien: ״Grund- Schema eines Sdiraitbeirfliegers“. — Orientalia und Judaica, t. Band. Ra hl», Dr, S. Klein, Novd-Zdmky, Tschechoslowakei: ״Die Küstenstraßc Palästinas“; Prof. Dr. E. Täubler, Zürich: ״Das Land Kde und das Volk Gojim“; Prof. Dr. E. Makler, Budapest; ,;Zur Chronologie der El-Amarna-Zeit“; Rabb. Prot Dr. J. Sehcftelowitz, Köln: ״Die Bewertung der aramäischen Urkunden von Assuan und Elepliantine für die jüdische und iranische Geschichte“; Prof. Dr, V. Aptowitzcr, Wien: ״Jü-f dischcs in syrischen Rechtsbüchern“; Prof. Dr. J. Horovitt,! Frankfurt a. M.: ״Das koranische Paradies“; Prof. I. Davidson,I New York: ״Liturgie Fragments from the Oenizah“; Prof.I Bah, Mag. Dr. S. H. Margulies, Firenze: ״Das SchwertiiedJ Ezechiels“; Prof. Dr, A. Schwarz, Wien: ״Die Hauptergeb•] nissc der wisscnschaftlich-hcrmcticutischen Forschung“; Pcof.j Dr. S. Krault, Wien: ״Glosnae Sacrac“; Dr. J, Klausner,) Jerusalem: ״The Origin of the Mishnaic Languagc“; Prof-׳ Dr. E. Mittwoch, Berlin: ״Hebräische Etymologien“; Oberrabb. Dr. I. Löw, Szeged: ״Muscari und Ornithogalum“; E. Ru|t biuowitz, Jerusalem: ״The Capcr-Trce“. hl Die Beiträge sind in der Sprache des Verfassers auch in hebräischer Sprache veröffentlicht. Die Ucbersetzung>f|l arbeiten wurden einem Kollegium anvertraut, dessen MH ( glieder durch ihre wissenschaftliche Ausbildung wie durch! ihre Kenntnis der hebräischen Sprache hierzu besonders C|,’! eignet erscheinen. Die Werke sollen zur Schaffung und Foj htlditng eines streng wissenschaftlichen hebräischen Wer( schätze« und einer hebräischen Terminologie bcitragenl : gut ausgestatteten Quartbände werden im Buchhandel erhi|*; lieh sein. I WcUverband Jüdischer Aerzle lür Palästina 1 Dieser Tage fand in Karlsbad in Verbindung mit J Zionistenkongreß eine Tagung zionistischer Aerzu ן aus E1\ropa und Palästina statt. Anwesend 'waren über f|| Acrzte. Nach Referaten des Herrn Dr. Cohan-Bernstein 'l£i״| des Direktors des Pasteur-Institutes in Jerusalem, Dr. Bohanfcj, wurde beschlossen, den Kongreß aufzufordern, in Palästina e® j ׳ zentrales mediriniscltes Departement (Machlakath liabriuth) f, schaffen, das die Vollmacht' erhalten $01!, alle medizinisch®.; Angelegenheiten in dem Land? zu regeln. ,, Endlich wurde beschlossen, die in Palästina organisier! Aerztcschaft möge die Initiative ergreifen zur Wiederfrerstellunf j des Wcltvcrba11dc§ der jüdische« Aerzle und Naturforscher u(|j Schaffung einer Zeitschrift. f! aber 1 , "■i ,! t ji‘1!: V. ,11' f; ■Ti ״! '!. 1

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