Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 66-67 (13.8.1923)
- Date
- 1923-08-13
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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V men״ hörten wir andere Worte. Gewiss, die politisch© Ca^e M ernst; und doch hält die englische RcRicrunj; an der ßaliour- Deklaration fest- Man hat für den Keren Hajessod fEcwaltiKe Summen gesammelt Die hebräische Sprache verbreitet sich, die nationale Kultur wächst. War cs nötist, dieses Wort in die Massen zu werten? Das Jüdische Volk hat schon schwerere Krlsen überwunden und wir sind sicher, dass wir auch diese überwinden werden. Ich habe »men im Namen der ostsallzlscficn Landsmannschaft offen und ehrlich zu snsccn: Wir haben Vertrauen und Liebe zu unseren Führern. Wir erinnern uns an dlo BcrcIstemmt, die Sokolow bei uns Befunden hat als er vor kurzer Zelt bei uns weilte. Das war kein GcschSftszIonistntis, die Ilerzen unserer Jugend situ) ihm cntRcgcngcfloKen. Wir können uns den Enthusiasmus verstellen, mit dem Weizmann ln Amerika empfangen wurde. Man hat hier jtesaRt, noch eine solche Krise und das Rückgrat des indischen Volkes ist gebrochen. Ich sage darauf, das Rückgrat des jüdischen Volkes ist so stark, dass cs nie gebrochen werden kann. Ebenso ist cs mit dem zweiten Wort, mit .dem man uns hier geschreckt hat, dem von der Liquidierung der Zionistischen Organisation. Ls gibt keine Liquidierung, der Zionismus kann nie liquidiert ( v1״״ ״v1 ״w״v ..״״ ״״. werden. Wir haben auch keine Angst vor den Nachteilen für j .’ ’ ״ ן ' Fimlnirk r׳-on1nrl1t Fs Ist ein unsere Bewegung, die manche hier von der Hinzuziehung der 1■1‘•1י CH1C11 1n1scJICuCrcu ciuaiUCK Rcmaciu^^r.i> Niclitziouistcn befürchten. Natürlich werden wir Sicherungen man eins Herz "des Indischen Volkes nfcfif Etrwfnnl, dann wird man kein Geld bekommen. Und mm komme Ich zur Person Clialm Welzinanns. Ich erkläre hier offen, dass ich Schulter an Schulter mit ihm gehe und wenn man Ilm absetzt, werde auch ich die Arbeit verlassen. Aber meine Freundschaft für Weizmann kann mich doch nicht hindern, die Wahrheit zu sagen, aus Furcht, man könnte mich der Parteilichkeit verdächtigen. Weizmann hat eine geradezu übermenschliche Arbeit geleistet Er hat von den 24 Stunden des Tages nicht einmal Maasser für sich selbst genommen. Und er bat auch alle anderen gezwungen, zu arbeiten. Ich bedaure, dass so wenige hier sind, die diese Arbeit mit angesehen haben. Ich erinnere an die erste Ver- Sammlung im Astorhotcl; ich habe noch nie eine so national empfundene und national begründete Rede gehört, und gerade diese Rede hat auf die Anwesen verlangen, dass die Integrität unserer Partei nicht verletzt werde. Aber wir werden einen Weg dazu finden. Es Ist mir ein grosses Vergnügen, dass gerade ein Mitglied unserer Landsmannschaft, Herr Dr. Thon, eine Konzeption gefunden hat, die einen Ausgleich der Meinungen ermöglicht. Wir hoffen, dass seine Bemühungen Erfolg haben werden. Trotzdem Sollen wir uns der Kritik, insoweit sie notwendig ist, nicht enthalten. Unsere Arbeit hat sich mit dem Kriege sehr geändert. Früher war unseres Hauptarbeit die Propaganda. Seit der Bnlfour-Dcklaration sind •wir plötzlich Staatsmänner gcwordcu und haben die Propaganda vergessen. Der Zionismus als Bewcgutig ist stark geworden, die Organisation ist schwach geworden. Wir haben die einfache zionistische Propaganda, die Schckclpropagamia vernachlässigt Wir haben vergessen, dass, wer als Selickelzahler gewonnen wird, auch als Keren 11ajessod-Zahlcr gewonnen ist. Von diesem Kongress soll wieder die propagandistische Parole ausgehen. Wir wollen das jiidigrosser Irtum, wenn man uns sagt die Not zwingt dazu, die anderen zu rufen. Es ist nicht die Not, sondem die Erfüllung unserer alten Träume: cs Ist die Zeit gekommen, zum jüdischen Volk zu gehen und alle zu rufen: kommet, beteiliget euch an der Verwirkliclumg! Das ist der Grund, warum wir diese Kreise, an die wir herangekommen sind und auf die wir Eindruck gemacht haben, jetzt lieranzielicn wolcn. Und das zweite ist: man soll nicht mit dem euer spielen. Man hat hier vom Artikel 4 des Man- (lates gesprochen; cs kann der Moment kommen, wo wir gefragt werden, wo die anderen Juden sind Tann müssen wir wenigsten sagen können, dass wir alles mögliche versucht haben, diese hcranzuzlehcn Die Wirkung, die wir auf jene Schichten ausgeübt . ״ , ״ iahen, ist geradezu ein Wunder. Ich mache die sehe Volk gewinnen. Und dazu sollen uns gerade unsere PohKinor Homnf ׳»iifmorlfcom rt.occ Fraktionen, unsere Rechte u״d unsere Linke, helfen. Die rmsraclusüsclien lvaübincr aaraut autmerKsam, aass Rechte soll unter der Orthodoxie für den Zionismus Propagamla machen, die Linke unter den Sozialisten. Hier gibt cs noch ein ungeheures ]Fehl. Dies ist die eigentliche Aufgabe der Rechten und Linken; wir müssen den Fraktlonssqhckcl abschaffen und einen einheitlichen Schekel schaffen. Es ist riehtfg, dass Ussischkin gesagt hat, dass Menschen die Finanzen machen. Aber diese Finanzen machen dann eben wieder Mensehen. Wir erwarten, dass dieser Kongress neues frisches Lebei! in die Zionistische Organisation bringen wird. Dr. Sclimaria Levin (von lebhaftem Beifall begrüsst): Man hat liier eine Scheidelinie gezogen zwischen crem Präsidenten und den Mitgliedern der Exekutive. Und da dies unwidersprochen blieb, so muss icli wirklich annehmen, dass sämtliche Mitglieder der Exekutive auf der anderen Seite stehen. Ich habe mit grosser Aufmerksamkeit die Reden der Verteidiger des Präsidenten und auch die grosse Rede Grünbaums angehört und icli habe den Eindrude, dass es sich gar nicht um die Frage der Jewish Agency handelt, sondern um andere Ursachen, die vielleicht, falls es keine Jewish Agency gegeben hätte, eine andere Saclic heraufgetrieben hätten, um dieselben Reibungen zu erzeugen. Wir sollten untersuchen, ob diese Frage so entscheidend ist oder ob es noch andere Punkte gibt, über die man nidit spricht, und wenn es solche andere Punkte gibt, so sollten wir sie aufdecken. Wir haben keinen Grund, uns zu schämen. Zu Grünbaums Rede muss ich daran erinnern, dass wir es waren, die vor zwei Jahren hier den Kampf geführt haben gegen die mechanische Auffassung des Zionismus, weiche zwischen Zionis mus und jüdischem Nationalismus scheiden wollte. Und heute kommt Griinbavtm im Namen derselben Prinzipien, für die wir gekämpft haben, und verteidigt sie gegen uns. Daher muss doch der Schwer- Punkt anderswo liegen. Ich glaube, es liegt daran, dass wir uns zu schöne Vorstellungen gemacht haben und dass ihnen die Wirklichkeit nicht entsprechcn kann. Auch unsere Kongresse können heute nicht mehr so schön sein, wie der erste Kongress. Wenn wir über die zionistische Bewegung sprechcn, so müssen wir verstellen, dass cs die Vorseliung gewesen ist, die das amerikanische Judentum hat entstehen lassen, damit es in diesem Moment die grosse Aufgabe erfüllen kann. In Amerika vollzieh sich heute eine innere Entwicklung, die wir genau be achten müssen. Denn es geht dabei nicht nur ums Geld. Es vollzieht sicli eine Revolution gegen die Assimilation, man beginnt sich zu organisieren, die hebräische Sprachbewcgung wächst über alles Er■ warten. Dazu kommt noch, dass wir vielleicht balc nicht nur unser finanzielles lind organisatorisches; sondern auch unser politisches Schwergewicht nach Amerika übertragen werden. Die Annahme des Be- Schlusses zugunsten der Balfourdcklaration in beiden Häusern, des ^amerikanischen Parlamentes war ein grossartiges Zeichen für die wachsende Kraft des amerikanischen Zionismus. Und nun sage ich Ihnen der icli Amerika genau kenne und dessen Schicks; in den letzten Jahren in gewissem Sinne mit Amerik verbunden ist: die amerikanischen Juden können zweimal Erez Israel aufbauen. Das Problem ist nur. wie kommt man an die Juden heran? Wir haben bei uns viele wunderbare Sachverständige über die Frage, wie man das Geld ausgeben soll, aber darüber, wie man das Geld herein bring spricht man gar nicht. Offenbar hat man die Aulfas• sung, es ist eine ganz einfache Sache, wenn man das Geld braucht, schickt man eben einen Laufburschen es einkassieren, oder man schickt, den Präsidenten der Organisation nach Amerika. Aber die Aufbringung des Geldes ist keine so einfache Sache. Es ist eine Frage der Begeisterung, des lebendigen Gefiihles, der innerlichen Ergriffenheit. Wenn man das zionistische Gefühl nicht zu vertiefen vermag, wenn diese Schichten uns gar nicht so fernstehen. Eure!nkcl gehen selbst zu den Reformjuden. Man soll sich doch nicht vorstcllcn, dass da Menschen bereitstehen, die wir hcrcinbringen wollen, um den Zionisnuis zu verwässern. Wenn es sich dämm handelt, die Grundfesten der zionistischen Idee zu sichern, so muss man eine Form suchen, und man würde wahrscheiniieh in fünf Minuten einen Ausweg finden. Dann muss man sich aber gutwillig zusammensetzen und darf sich nicht in leidenschaftliche Kontroversen lincintrcibcn lassen. Wir müssen uns bewusst sein, dass vier Millionen Juden, vielleicht 8 Millionen, auf diesen Kongress schauen. Wird dieser Kongress nicht seine Schönheit bewahren, dann wird uns das viele Millionen Dollars kosten. Die jüdische Welt Ist leute zerstört, der zionistische Kongress ist gewissermassen ein Feiertag. Hüten wir uns, diesen Feier׳ tag zu entweihen. (Lebhafter Beifall.) Schluss der Sitzung 2 Uhr nachmittags. Siebente Sitzung. Donnerstag. 9. August 1923, nachmittags. Vorsitzender: Louis Lipsky. Anfang halb 5 Uhr. Der Vorsitzende verkündet, dass die Redner der Reihenfolge nach nufgerufen werden und dass derjenige, der nicht!in Saal ist, von der Rednerliste gestrichen wird. Der Vorsitzende ruft Herrn Liftschütz zum Wort, der-sich nicht meldet. De Liemo (Holland): Man kann sicli schwer vorstcllcn, dass unsere politische Position in Palästina noch schlechter werden kann. Die Mandatsrcgicrung Hat die Einwanderung straffer geregelt als in anderen Ländern, wo kein Mandat zur Errichtung der jüdischen Heimstätte bestellt. Wir haben in Palästina keine Priorität, son dern eine Parität bekommen. Das letzte Jahr war nicht nur politisch, sondern finanziell sehr schicksalsschwer. Man muss anerken■ nen, dass cs Weizmann durch sein persönliches Auf treten gelungen ist, die Krise zu überwinden. Ich glaube, dass ihm von dieser Tribüne aus für seine hingebungsvolle Arbeit der Dank ausgesprochen werden muss. Icli verstehe, dass unser Führer in die ser Position nicht mehr die Verantwortung tragen will, vor eine neue Krise gestellt zu werden. Darum begreife ich die Versuche zur Heranziehung neuer Kräfte, für die zwei Argumente sprechen: erstens die Notwendigkeit, unsere finanzielle Leistung zu er höhen, und zweitens die, zu einer Reform unserer Arbeit zu gelangen. Was für und was gegen die Ar! der Heranziehung der neuen Kräfte durch die Jewish Agency zu sagen ist, ist hier schon genug breitgetre ten worden. Icii bin überzeugt, dass der Präsident der Bewegung sich vollkommen der Gefahren bemusst ist, welche auf diesem Wege der Bewegung drohen. Die Frage der Jewish Agency ist eine Frage der neuen Leitung und eine Frage der Verantwortlich keit. Ich bin ein Gegner der Jewish Agency. Wenn aber keine andere Leitung präsentiert wird, akzepticrc ich die jewish Agency, um die Leitung zu behalten., Wenn ich das aber tue, und das scheint mir vernünftig zu sein, so bemängele icli nicht, dass das eine Kapitulation ist. Wäre eine andere Leitung da, dann glaube ich, dass man nur 'abzuwägen hätte, was die neue Leitung bringt. Und da ich sehe, dass die Opposition unter dem Einflüsse jener Leute steht, die die Reorganisation und Reform der Palästina-Arbeit immer bekämpft haben (Zwischenrufe: Sehr riehtigi), mische ich mich nicht in diesen Bruderkrieg, da icli genau weiss, was die jetzige Leitung uns gibt und nicht gibt, während ich von der anderen Leitung nur weiss, dass sie die Jewish Agency nicht haben will, jene Wege der Dezentralisierung und produktivicrung aber nicht besclircitcn will, von denen ,ich eingangs sprach. ־׳' , , Es gibt aber noch 'die Möglichkeit, 'dass Web, mann nach dieser Idee begriffen hat, um den Kreis der Routiniers zu durchbrechen, die insbesondere für die Palästina-Arbeit mehr oder weniger verantwörtlich sind. Dann bedeutet die Heranziehung neuer Menschen nicht nur neue Kräfte für die Geldaufbringung, sondern auch die Einführung eines neuen Systems unserer Arbeit. Wenn dein so Ist, akzeptiere ich gerne die Erweiterung der Jewish Agency mit allen Gefahren. Unsere Krisen beruhen nicht auf dem Versagen des jüdischen Volkes, nicht auf dem Ausbleiben von Rimessen; sie haben verschiedene Ursachen, aber lauptsäclilich sind sie verschuldet durch das zu grosse und konzentrierte Budget, durch die konzentriertc Aufbringung der Mittel und die daraus ent• springende Festlegung der ganzen Wirtschaftscnt- Wicklung in Palästina. Dies hat zur Folge gehabt, dass die niclilproduktivcn Ausgaben die Priorität latten, dass die produktiven Kräfte im Lande nicht erhöht wurden. Das Postulat, dass eine Immigration nur stattzufinden Habe nach Massgabe der Wirtschaftsvcrhältnisse, ist nicht durchgeführt worden. 5000 Arbeiter sind noch nicht angesicdclt, sondern iahen nur provisorisch Arbeit gefunden. Sie belasten und erhöhen unser Budget. In Palästina bestellt noch immer das System cIct Notstandsarbeiten. Das bildet eine politische Gefahr. Dieses System demorallsiert das prächtigste Menschemnatcrial, das eine Immigrationsbewegung jemals besessen hat Daraus resultiert die Forderung nach einer Rangordnung unserer Ausgaben. Dieser Begriff deckt sich nicht mit dem der Rentabilität So müsste z. B. im landwirtschaftlichen Budget die Versuchsstation, die nicht rentabel ist, aber die dauernde Produktlvierung des Landes heben kann, die Priorität haben. Rangordnung der Budgetposten einerseits und Minlmalbudgct andererseits sind wiederum nicht möglich ohne Dezentralisation, zuerst in der Aufbringung der Mittel. Hier begegne ich dem Referate Halpems. Seine Acusscrungen industriepolitischer Natur zeigen eine Entwicklung in den Anschauungen der Exekutive. Doch genügt cs nicht, hier zu erklären, dass eine gesunde Dividenden- und Kreditpolitik gemacht werden muss; icli möchte, dass Dr. Halpent cinsiclit, dass Dividendenpolitik mit den technischen Forderungen Im Einklang stehen muss. Dezentralisation ist weiterhin in der praktischen Arbeit notwendig. Eine Hypothekenbank aus Keren Hajessod-Gcldcm zu errichten und von ihr Pfandbriefc ausgeben zu lassen, ist unnötig, da ein solches Institut mit gleichem Nutzen für das Land privat« wirtschaftlich hätte errichtet werden können. Wenn es aber 2 Hypothekenbanken gibt, eine aus der Privat- Wirtschaft und eine von der Parteiorganisation 11erstammende nnd beide gut verwaltet sind, so werden doch die Pfandbriefe der ersten leichter und besser zu placieren sein, zumal wenn die Parteiorganisation, wie die unsere, Bodenpolitik treibt. Der J. N. F. macht bereits drei Jahre lang mit ein und demselben Bodenkauf Reklame. Dieser Bo« den war ausserdem überzahlt und der I. N. F. ist eine Ablagerungsstcllc für Boden, der der P. L. D. C. zu teuer ist. Er ist trotz den von uns festgelegten Prinzipien stüdtisclicr Bodenpolitik nicht imstande, eine solche in Jerusalem zu führen. Seine Tätigkeit an der Peripherie von Jaffa und Haifa hat nicht die politische und soziale Bedeutung, welche eine Boden־ Politik in Jerusalem haben könnte. Er hat Boden, den er in Jerusalem hätte kaufen können, preisgegeben zugunsten von Agrarboden, mit dem er jetzt nichts anfangen kann. Er ist so weit gekommen, dass er zur Untätigkeit verurteilt Ist. Für den Bericht eines Institutes wie der J. N. F. ist schliesslich sehr merkwürdig die Bemerkung, dass Bodenkauf in den Städten eigentlich nicht nötig sei, well so viele Pri* vatpersonen dort Boden kaufen. Das ist Sysietnlosig« keit und offene Absage an jede Bodenpolitik. Der J. N. F. hat ferner einen Scliätzungsbcricht veröffcntlicht; diesem fehlt das elementarste — eine objektive Grundlage und alles, was die Möglichkeit zu einer objektiven Kontrolle dieser Schätzung gibt, nämlich eine Feststellung der Produktivität und eventuell der Rentabilität der Besitzung. Es fehlen durchaus Zahlen über die Ernten und so hat der Berieht im ganzen keinen praktischen Wert für Bilanz- oder Vcrglcichsarbeiten. Dass dieser Bericht so veröffentlielil und von ihrem Vertreter so nachdrücklich gelobt wird, ist höchst bezeichnend für unsere Verwaltung in Palästina, Icli resümiere. In der Bewegung ist eine neue Tendenz zur Reorganisierung und Verbesserung unserer Arbeitsmethoden zu konstatieren. Diese muss um sich greifen und die Leitung muss sich ihr zur Verantwortung stellen. Die Jewish Agency schliesslieh akzeptiere ich, aber nur genau in der Form, wie Weizmann sie verlangt, und ohne Kompromiss, so. dass Weizmann erklärt, dass er für ihre Durchführtmg mit seiner Person einsteht und auch die Verantwortung für die Zukunft übernimmt, fcs scheint, dass wir auch in der Frage der Jewisn Agency eine Tendenz der Leitung zur Durchbrcclmng der alten Routine sehen können. Ist das der Fall, so akzeptiere ich sie mit allen ihren Ge׳ fahren, denn die Zeit drängt. HiUel Ziatopolski (hebräisch): Es fällt mir sehr schwer, über die Fragen z» sprechen, über die icli sprechen muss, zu einer Zeit, da alle nur au einer Sache interessiert sind. Ich bin