Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 66-67 (13.8.1923)
- Date
- 1923-08-13
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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t Infolge de* Streiks erscheint diese Nummer!verspätet als Doppclnummer. \ König Hussein miß öle Ballonr־ Deklaration ׳ ׳ anerkennen ׳ יי■ Der ״Wiener Morgenzeitung“ wird aus Dondon gehieldct: Die von der englischen Regierung zur Prüfung der Palästina-Frage eingesetzte ministerielle Kommission hat beschlossen, daß in der bisherigen Palästina-Pol itik keine Aenderung vorzunehmen ist. Die englische Regierung hat König Hussein mitgeteilt, daß von einein definitiven Vertrags- .Abschluß keine Rede sein kann, ehe nicht die Balfpiir- ,Deklaration seinerseits in formeller Form akzeptiert ist. Sir Bcrierl Samuel über öle Jewish Agency : Aus London wird gemeldet: Sir Herbert empfing eine Deputation der Agudas Israeli diese verlangte 'vom' Oberkommlscfur das volle interne Recht für die 00־ mcinde der Acchkcnnzim in Jerusalem und beklagte sich über, den Umstand, daß die Regierung die Nlchtasdiko nazint bevollmächtigt hat, Steuern von den Jerusalemer Juden zu erheben. Jene Körperschaft habe auch Angclcgcnhcitcn wie Erbschaften, Heiraten usw. in Händen. Die Aguda betrachte sich als eine angesehene jüdische Organisation und wolle in Palästina-Angelegenheiten gehört werden. Eine Reihe von Schwierigkeiten wäre sicherlich nicht zum! Vorschein gekommen, wenn die Jewish Agency nicht von den Zionisten monopolisiert wäre. , Sfr Hertferf Salriuel antwortete, ,daß die KegW« es wünsche, mit einer jüdiselicn Gemeinde in Jerusau^ zu tun zu haben. Die Asdikcn.vüingcincindc ist |m yCr> lüiltnis zu dem aJJgcrncincn jüdischen Stadtrat klein] Man denkt nicht daran, sich in die Angelegenheit^ der Gemeinde eiiizumcngen, aber die Regierung k^ keine zwei Gemeinden anerkennen. Sir Herbert Samua habe mit der Zionistischen Organisation über die Agud* und die Jewish Agency verhandelt. Die Zionistisch Organisation fragt, bis zu welchem Ausmaß die Agujj sich an dem Aufbau des Landes beteiligen werde. & wolle sicherlich, daß alle Juden an der Agency beteilig seien, aber die Regelung der Angelegenheit sei nichj seine Aufgabe, ' Scchsto Sitzung. /; Donnerstag, 9. Angnst 1923, vormittags. Vorsitr: Louis Llpskl, Beginn der Sitzung 10 Uhr. » S. Kaplansky (Poalo Zion): ■ Eine Anzahl Tatsachen Im Referate Usslschkfns bczflglich Bodenkauf, Nationalfondstiitigkeit und P. L. D. C. ,beweisen, wie recht <wir im Prinzip hatten, die Privatinitiative für die Schaffung der Agrarbasis unserer Kolotiien als unbedeutend gegenüber den nationalen Fonds mizusclicn. Um diese Behauptung mit Zahlen zu bc- 1,gründen, führe ich an, dass in den letzten 4 bis 5 Jahren '5 Millionen Pfund nach Palästina eingefiossen sind, davon 1918 bis 1922 höchstens 1 bis 1V2 Millionen Pfund {von privater Seite für Industrie- und Agrarzwecke. 'Der restliche llaupüeil von 3V2 Millionen stammt aus ‘den verschiedenen nationalen Quellen und von den 1jüdischen Banken, die Kapital in der Form von Aktien und Obligationen mobilisiert haben, was immer noch eine gesellschaftliche Form von Kapitalkonzcntration vor- .stellt, welche überdies unter der Kontrolle der zionistisehen und der Arbeiterorganisationen steht. V Aus diesen Tatsachen ergeben sich wichtige Kons״-!qucn7.cn, Die Krisis in der zionistischen Bewegung, die :Unsicherheit der Führerschaft in politischen Fragen 'basiert letzten Endes auf der Kardinaltatsache, dass die [Zionistische Organisation als eine von bürgerlichen {Elementen beherrschte, Körperschaft keine bestimmten!Anschauungen und Methoden bezüglich Kapitalsinvcsii- *tion hat. Man schwankt zwischen der Bemühung, ein!grosses nationales Kolonisationskapital zu schaffen und ׳Eder stillen Hoffnung, dass Palästina mittels Profitkapital aufgebaut werden wird. Wir Poale-Zionistcn stehen seit Jahren auf dem Standpunkt, dass die Zukunft Palästinas auf nationales Kapital gegründet sein muss und dass privates Untemchmcrknpital den nationalen Interessen abträglich ist und so sehr im Widerspruch mH den Erwartungen der arbeitenden Massen, dass diese cs vorziclicn, nicht eher Iiiiuinlerzwgchen, als bis sic mit einer auf nationalem Kapital beruhenden gesicherten ,Wirtschaft rechnen können. Wir lehnen es ab, mit zuarbeiten am Aufbau eines Paradieses von Profitwirt- ,scliaft, die zionistische Bewegung muss den Weg zum!Voikskapiial finden. [Wenn Ussischkip sagt, der Nationalfonds hätte nur die Aufgabe, Land zu kaufen, und nun hätte er auch noch die Amcliorations- und Assanierungsarbcitcn auf ,sich genommen, so gehören diese beiden Tätigkciicn gewiss zur Kolonisation, bedeuten aber, noch immer nur den ersten Schritt. Der nächste ist Kolonisations- •kapital und Kredite, die wir durch den Keren llajesjod 'und dio Kolonisationsfonds hcistcllcn. Gewiss ist Landkauf und Sicherung der Bodenbasis die Hauptaufgabe des J. N. F״ alier die Assanierung und Amclioration darf er ganz gewiss nicht von sich weisen. Es war ein Fehler, ja ein Verbrechen gegen eine ganze grosse ■Gruppe von jüdischen Landarbeitern und Kwuzoth, dass man sic auf nicht assanierten Boden gesteh hat, wo sic ■alle Kräfte mit Vorarbeiten erschöpfen mussten, wodurch ihre Produktivität herabgesetzt und die Rcntabl■ ■ iität unserer Landwirtschaft reduziert wurde. Den Boden bcwirtscliaftungsuihig z!1 machen, ist Pflicht des J.N. F. und seine diesbezügliche Tätigkeit in den letzten Jahren war notwendig und richtig.! Der Fortschritt in den neuen landwirtschaftlichen Kolonien, Kwuzoth und Mose h w e O w d i m, Wirt 'von uns mit herzlichstem Interesse verfolgt, die Vcrgrösscrung der landwirtschaftlichen Tätigkeit im Emck betrachten wir als das wichtigste Resultat der letzten zwei Jalirc. Die landwirtschaftliche Kooperative ist .zwar noch nicht aus dem Versuclisstadium heraus, aber zweifellos das wichtigste Instrument für die Einwande- ,rang besitzloser jüdischer Kolonisten. Wir sind keine Dogmatiker in der Frage der Kwuzoth und billigen im ,allgemeinen den Ucbcrgang zur Einzelwirtschaft, Wenn aber auch' dio Sympathie der Mehrlich in der Bewegung •immer auf Seite derjenigen Wirtschaftsform sein wird, die mehr ihren Vorstellungen von Prlvatbcsltz entspricht, wenn auch die Moschwim prosperieren, so darf man nicht Vergessen, dass sie Ihr Meiischcnmaterial den Kwuzoth verdanken, in welchen dieses erst zum jiidischeu Farmer ansgehiidet wurde; und wenn die Mosch- . wim besser florieren als die Kwuzoth, so , kommt es daher, dass in ihnen schon investiertes Kapital von den her liegt._ Die Bilanz eines Moschaw spiegeln sich auch’ fn der Leitung 'der Bewegung, und[ die Kwuzoth haben bereits geringere Budgets zugetcilt erhalten. Ich muss die Führer unserer Kolonlsationsarbcit warnen. Gewiss ist der Moschaw eine natürliche Form der Kolonisation, er nimmt gelernte Arbeiter und wird reüissicrcn. Aber die Frage ist, was Im Prozess der Kolonisation Moschaw und Kwuzah dynamisch bcdeuten. Nur dio Kwuzah ist imstande, zu erziehon und den jüdischen Fnrmcrlypus vorzubilden.;^ [Wenn ich zur Frage der Konstruktion unseres Btt’dgeis übergehe, muss Ich an die Formel anknflpfen, die Ussischkln für unsere zukünftige Tätigkeit geprägt hat Das System: ״Arme Leute — teuere Wirtschaft“ zeigt sich auch in Usslschklns Formel, denn in ihr fehlt die Fundamentaltatsache unserer Arbeit. Für Menschen, Land und Kultur brauchen wir vor allem Arbeit, Arbeitsbeschaffimg und Arbcitsinögllchkcit ,Wir können nicht Land kaufen, Menschen importieren und Schulen für sie bauen, wenn keine Arbeit da ist Ich lenke Ihre Aufmerksamkeit auf cinigo Tatsachen in unserem Budget Unsere Erfahrung lehrt dass wir Grund haben, beunruhigt darüber zu sein, wie sich Ussischkin die Vcrwirklichung seiner Wirtscbaftsldce vorstollt. Für die Ausbreitung der Arbcitsmöglichkeltcn Ist zu wenig getan worden. Einige Zahlen: .:י*;. Ans gaben (5681) ' 4 ־״ ״^ > für Erziehung usw. . 110.000 Pfund für Hadnssa . ■ . 100.000 Phmd für Organisation « 14.000 Pfund .. .. r 224,000 Pfund-52% des Budgets. Im 1 eiben Jahre wurden für Landwirtschaft . 52.000 Pfund (also' weniger als die ■ י ••■׳'״ '. * ׳ Hälfte des Beitrages ■״«., •►-״״•••-•.>■׳•־-uן!!!;׳■״*.׳ Erziehung), für Immfgratlnn . 54.000 Pfund ■ ( für öifcntl. Arbeiten 51.000 Pfund יי' ,־ 1־ Zusammen 157.000 Pfund 37% ־=־ nusgegeben. K\'.*:5׳>ih Etwas günstiger Ist das Verhältnis im Jahre 50182. Vom Gcsnmibudgct von 477.000 Plund entfielen auf Er- Ziehung und Hadassa 112.000 und 100.000 Pfund, hingegen auf Landwirtschaft 111.000, Immigration 63.000, Arbeiten 48.000. zusammen 227.000 Pfund, was, absolut genoirtmen, mehr ist, nls das Budget für kuUurcile Zwecke. Doch dürfen wir nicht vergessen, dass wir vor zwei Jahren ein Budget nufgcstcllt haben, wovon 'Schulen und Hadnsra ihren vollen Betrag bekommen haben, während die Landwirtschaft weniger nls die Hälfte ihres Anspruches bekommen hat. In anderen Budgets tritt das KuHnrbedflrfnis. hinter Militärerfordernissen zurück, bei uns aber besteht der Konflikt zwischen Kultur- und Kolonisatioiirlnidget. Wir wissen sicherlich dio Tätigkeit der KuHurplonicrc ebenso zu schützen wie die der Arbcitspionicre. Aber vergessen wir nicht unsere Armut und die banale Wahrheit, dass die Kolonisation damit anfängt, dass wir Menschen herbeibringen und ihre ökonotniscltcn Müglichkcilcn sichern müssen, und dass wir dann erst eine gesunde Grundlage iiir Kultur haben werden. In ptmeto Rekonstruktion dos Budgets muss ich mich mit Herrn Dr. Göttlich und Rabbi Berlin auscinnndersetzen. Herr Gott lieb hat versucht, mit populären Worten sehr unpopuläre Dinge zu verschleiern. Es hat mich sehr gerührt, zu hören, dass Herr Gottlieb für die Seele der Bewegung und der zionistischen Demokratic besorgt ist; es hat mich sehr gefreut, dass er sich der Sache der C'liahizim so warm angenommen hat, hesonders bei den Wahlen, aber zu Dr. Gottlichs Lob auf die jüdische Masse und seiner dunklen Acusscrung darüber, dass man mit ihr rechnen muss, wie sie ist, muss der Klarheit wegen festgcslelit werden: Dr. Göttlich meint, wir müssen in unserer kolonisatorischen Tätigkeit die jüdische kleinbürgerliche Masse so nehmen, wie sic ist, und sic so nach Palästina führeif. Dem jüdischen Kleinbiirgcr eine Existenz in Palästina zu schaffen, ist auch unser Wille. Aber Zionismus meint nicht die Lieberüihrung des Golus nach Palästina. Ercz Israel aufzti* bauen bedeutet einen Ucbcrgang zu neuen Formen von Produktion und^Arbeit. (Auf einen Zwischenruf): Wenn ich dafür die Formen des Sowjet gewollt hätte, dann hätte ich cs gesagt. Wir wollen dort kein Volk von Vormiltlern, Händlern und kleinen Handwerkern sein. (Unruhe.) Wir wollen dort ein jüdisches Arbeitsvolk sein. (Lebhafter■ Applaus links.) Gewiss soi! im Budget Platz für die Sicherung der ökonomischen Lago der •Handwerker und Kaufieutc sein, aber sie dürfen nicht die dominierende Stellung haben, die sie 111■ unserer verkriippolten Wirtschaft im Golus cinnelnnen.. Der Kleinbürger darf ftclit bei seiner Gründung beginnen, sondern vorher! muss zuriiektretea gegenüber den arbeitenden Eiein den KvyzotU. Dias« Sympathien und - 4iUüialliica.uuc0tctt - v Efiifgo!Worte za Rabbi Mefr Berlin* gestriger1 Rede. Der Misrachi ist clno sehr •weitherzige Partei; er will beide Möglichkeiten haben, sich an der Führung der Exekutive zu beteiligen und gleichzeitig in der Opposition zu stehen. Der Misrachi nimmt sich sehr der Einigkeit des Kongresses an. Das ist sehr schön, aber ich möclito Ilm fragen, wo sein Respekt für die Be- Schlüsse des Kongresses ist, wenn es sich um das Budget handelt Was für einen Sinn hat es, dass der Kongress ein Budgetrecht hat, wenn hinter dem Rücken des Kongrosses der Misrachi mit der Exekutiv© verhandelt und sie und dio Leitung des Keren Hajessod zwingt, ihm ein Budget von 25.000 Pfund in zwei Jahren zu geben. (Lebhnfto Unruhe.) Wir bewilligen hier ein Budget das auch' kulturelle Zwecke betrifft. Der Misrachi versicherte uns stets, dass er eine Partei mit einem nur kulturellen Programme sei und dass er kein gegensätzliches soziales Programm gegenüber den Arbeitern habe. Wir haben den Misrachi unterstützt, wenn er einen Teil vom Kulturbudget für seine Scfmlzwecko verlangte, und wir haben niemals dagegen EcP’mmt. Aber es ist nicht möglich, dass man ohne Wissen des Kongresses aus dem kärglichen Budget in zwei Jahren einen Betrag von 25.000 Pfund für spezielle Zwecke des Misrachi gibt die ausserhalb der kulturellen Tätigkeit des Misrachi stellen. Wenn der Misrachi hiefiir Geld braucht, muss er sich eigene Mittel beschaffen, genau so, wie wir dies für unsere sozialistischen Zwecke tun. Aber wio wir dies vorausgcschen haben, hat sich der Misrachi aus einer knlturellen Partei zu einer Partei mit einem vollstendigen politischen und sozialen Programm entwickelt. Und wie jede Bewegung, die Religion zur Politik macht, entwickelt sich der Misrachi zu einer reaktionären Partci. De£ Misrachi ist sehr beleidigt, dass man in unseren Reihen den *Poel-Misraclil“ eine Strelkbrecherorganisation nennt Wir nennen so keine Organisation, die man einmal dabei ertappt hat, dass sie einen Streik brach, aber die Tatsachen haben uns gelehrt dass in mehreren Fällen, wo jüdische Arbeiter in Erez Israel im Streike standen, der ״Poel-Misracbl“ Streikbrecher direkt entsandt hat. In Chederah z. B. haben die Arbeiter kollektiv die Kolon io verlassen zum Protest gegen die Kolonisten, weil diese die Herabdrückung der Lebens- Bedingungen der Arbeiter unter das Existenzminitnum planten. In diesem Falle sandte der ״Pocl-Misrachi" Streikbrecher. (Unruhe.) Man hat hier viel davon gesprachen, dass man in, Tcl-Awiw nilsrachistischc Arbeiter geschlagen hat Sic müssen wissen, dass i!1 Palästina eine grosse Arbeitslosigkeit herrscht — in den letzten Moneten waren 2000 Arbeiter arbeitslos, — und die jüdlsehe Gewerkschaft hat, um die Lage der Arbeiter zu erleichtern, das System der Teilung der Arbeit zwischen beschäftigten und unbeschäftigten Arbeitern eingeführt so dass beispielsweise, wenn ein Bau fünf Arbeiter bcschäbig(, dio Gewerkschaft dio doppelt© Anzahl Leu 10 cinstellt und diese untereinander sich in dio Arbeit teilen. Nicht nur, dass der Pocl-Misrachl mit dem Misradlaawodot zilniriot, der Baugewerkschaft der Palästina!- sichen Arbeiter, konkurriert und Arbeiten mit niedrigeren Löhnen anniinnit, als dies die jüdischen Arbeiter tun, hat der Pncl-Mlsrachi, nls er für fünf Arbeiter eine Bauarbeit batte, das 'Ansinnen der Gewerkschaft, dies* Arbeit mit fünf Arbeitslosen zu teilen, abgclchnt und sä die Solidarität mit den arbeitslosen Brüdern gebrochen. (Unruhe.) Ich habe einmal bei einem Streik, als man jemenitische Arbeiter als Streikbrecher cinzustellen versuchte, hei diesen interveniert, ihnen die Situation erklärt, und der Erfolg war, dass mir der Raw der Janeiniten erklärte: ״Wer sich aus der Gemeinschaft ausscheidet, scheidet sich von der Arbeit.“ (Applaus.) Dl© Arbeiter, die Sich nicht mit den Genossen solidarisch fühlen, müssen wissen, dass die Erbitterung hierüber heftige. Formen atinimmt, denn Strcikbreclierci heisst nicht nur, einmal einen Streik brechen, sondern Ablchmmg der Solidarität. Unsere Gewerkschaft ist keine politische, sie umfasst Arbeiter aller Richtungen, nichtreligiöse genau so wie religiöse, z. B. so fromme Eiemente, wie die Jemeniten. Trotzdem hat cs der Misrachi für nötig befunden, eine eigene Arbeiterorganisation zu schaffen und sic im Geiste des Separatismus und der Strcikbreclierci zu erziehen. (Unruhe.) Bei uns herrscht absolute religiöse Toleranz und Freiheit. Aber wir bc* trachten Religion als eine Sache des Herzens, als per* sönliclic Angelegenheit und nicht als Sach© der poltüsehen Tätigkeit und Organisation. Aber dio religiös© Freiheit des. Misrachi he'isst das Aufzwingen seiner religiösen Anschauungen. (Lebhafter Applaus link*׳ heftige Unruhe leim Misrachi.) In allen Staaten versuchen die klerikalen Parteien dio Staatsmacht »if Durchsetzung Ihrer Anschauung zu benützen; der M®* rijehl versucht, mit Hilfe der Mungorpeitsche des zionEt* schaa JChuDgjs sein.« .Ansichten. durcbzusßiZCAw