Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 66-67 (13.8.1923)
- Date
- 1923-08-13
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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ן Hk, ncn Zeugen Iilcfiir bringen aus den Städten, in denen die grossen Hnilgratlonsünitcr sind. Audi ln Palästina existiert dieser Gegensatz. . Hs gibt eben religiöse Arbeiter, die ans Gewisscnsgründen sidi mit den übrigen Arbeitern nicht vereinigen wollen und nicht vereinigen können, und da hat man ihnen überall Schwierigkeiten gemacht. (Widerspruch links, Zwischenruf: ״Streikbrccherl“) Wenn nach Palästina Arbeiter kommen, die nicht nur ihre Kraft und ihren Scliwciss dein. Aufbau widmen wollen, sondern denen gleichzeitig die Thora heilig ist, so müssen wir sie hegrüssen, Es ist ahc.r sogar zu Ueberfällen auf religiöse Arbeiter gekommen. (Pfuirufe rechts.) Hs war ein regelrechter Uebcrfail . . . Hs kommt zu fmsserst heftigen Zwischenrufen und Ent- TflstuuKsknndsebunRen der linken Parteien, her Vorsitzende, Heu Zwi, versucht vergeblich, die K״hc herztistellcn. ntniUca lieftiKer Ausinüclic von links und rechts vennas sich der Vorsitzende keiu Gelier zu verschaffen. Zahlreiche Uelcgierte des Misrachl werfen dem Präsidium F,arJf; c \ Auf der Linken werden die Zwischenrufe des Misrachl hefUs, erwidert Erst nach mehreren Minuten vermag der Vorsitzende die Ruhe wieder hcrzustclicn und gibt nach einer kurzen Ge- *cbäftsordminKsdcbattc, an der sieb die Delegierten S t r u C und Kaplansky beteiligen, folgende Erklärung ab. Vorsitzender Beil Zwi: Ich bitte, mich die Verhandlungen ruhig führen zu lassen, damit Sie hören, was ich sage. Ich habe vorhin schon den Zwischenruf des Delegierten Schweiger als tinparlamentarisch zurückgewiesen und rufe Ihn deswegen zur Ordnung. Ucbcr die Sache selbst wird man später sprechen müssen. Hs handelt sich um einen Vorfall, über den falsche Nachrichten in der Presse vcrbrcltet wurden. Dies ist keine gewöhnliche Sache, sondern es handelt sich um vergossenes Blut jüdischer Arbeiter, und die Tatsachen müssen und werden später aufgeklärt werden. Ich bitte jetzt den Redner, fortzufahren. Rabbi B c r I i u (fortfahrend): Ich beschuldige nicht die jungen Genossen, die Ar׳ heiter, im Gegenteil, ich wünsche, cs gäbe unter uns viele so fanatische Vertreter unserer Sache. Nur eines ver■ lange ich von Ihnen. (Zur Linken gewendet:) Ich verlange, dass Ihr versteht, dass auch anderen etwas heilig ist Wenn Ihr nicht zulasscn wollt, dass man Eure Ehre antastet, so müsst Ihr verstellen, dass auch wir nicht zulassen können, dass man das Heilige entweiht, woran ,wir ebenso fanatisch hängen, wie Ihr an Eurer Idee. Ussischkin hat uns von den grossen Taten berichtet, idic in Palästina geleistet wurden. Wir alle haben uns darüber gefreut, aber es fehlt noch vieles. Warum hat man schon einen Platz für ein Gymnasium in Jerusalem gefunden und warum nicht für das Lehrerseminar des Misrachi? Warum hat man noch kein Geld gefunden für ein Gebäude der Taclikemoni-Schule? Ein anderes Beispiel: Wegen eines Schocket, der an einem Ort für 30 Pfund angestellt werden sollte, hat man die grössten Schwierigkeiten gemacht Jerusalem iiatte schon zugestimmt, da hat man in London gesagt, wir haben kein Geld für einen Sciiochet. (Zwischenruf des Del. Locker: Was habt Ihr mit Eueren 25.000 Pfund getan?) Ich werde auf diesen Zwischenruf antworten. Wenn wir dieses wenige Geld nicht gehabt hätten, dann hätten wir nicht einmal die wenigen religiösen Chaluzim nach Palästina bringen können und dann wäre in Amerika nicht einmal die Hälfte von dem gesammelt worden, was gesammelt worden ist. Die gewählte Leitung ist uns fiir die Durchführung der Beschlüsse verantwortlich. Ich verlange Aufklärung darüber, was die Leitung getan hat, um den Beschluss des vorigen Kongresses durchztiführen und um durch Wahrung des Religtonsgcsctzes die orthodoxen Juden in die zionistische Arbeit hercinzubringen. Auf diese Frage verlange ich Antwort von den Mitgliedern der Leitung. (Starker Beifall rechts.) Del. Remos (Achdntii Haawodah, Palästina, zur tat- Sächlichen Berichtigung): Wenn hier ein Rabbiner von unserer nationalen Tribüne aus diese Vorwürfe erhebt, so muss man sie richtigstelicn. (Starker Lärm rechts, die Worte des Redners gehen im Lärm unter.) Durch Eure Schuld (zum Misrachl gewendet) hat man Zwist unter die Arbeiter gebracht . . . (Lärm.) Del. Jüngster (Hapocl Hamisrachl, Palästina): Es ist ein Zwischenruf gefallen, die misrachitischcn 'Arbeiter seien Streikbrecher. Ich erkläre, dass der Poel Hamisrachi nicht einmal einen Streik gebrochen hat Für die Vorfälle in Jaffa führe ich die Stadtverwaltung von Tel Awiw, den anwesenden C0L Kisch ü. a. als Zeugen dafür an, dass die Darstellung Rabbi Berlins richtig ist Schluss der Sitzung 2 Uhr nachm. Fünfte Sitzung. Mittwoch den 8. August, Nachmittag. Vors. Lipsky eröffnet um 4.20 Uhr die Sitzung. Dr. Löwenstcin verliest ein Anzahl Bcgrüssungstclegramme. Dr. Hantke kennzeichnet die Stellung der deutschen Landsmannschaft zur Politik der Bewegung. Der Zionismus befindet sich seit der Mandatsbestimmung in einer neuen, ungewohnten Situation. Vor dem Kriege waren wir eine Truppe, die zu erobern, nicht zu ver teidigen hatte. Wenn wir uns heute überall in der Ver׳ tcidigiing sehen, so heisst das bei weitem nicht, dass unsere Sache schlecht steht, im Gegenteil, sie steht besser als je, denn wir haben jetzt etwas zu verteidigen. Die deutsche Landsmannschaft hat volles Vertrauen zur politischen Führung unserer Präsidenen Weitzmänn und ^okolow und begrüsst es, dass die Leitung Imstande war, neue Kräfte fiir ihre politische Vertretung zu gewinnen. Der Zustand, über den insbesondere Dr. Wcitzmann klagt, dass wir über so wenig Menschen verfügen, die politisch zu arbeiten imstande sind, wird durch syste-. matlsdie Horsnzlclinng um! YotM<m-nr. behoben werden müssen. Im wtUoren erörtert LVd*..r nochmals den bekannten Standpunkt der deutschen Landsmannschaft ln der Araherfragc und zu verschiedenen Problemen des Aufbaues, Er gedenkt rühmend der zentralen Stellung Dr. Rupplns, der sich neuerdings wieder ' durch Auf- Stellung eines'für Amerika bc .Ünimtcn Programmcs vorlebendige Zusammenhang zwischen allen Gliedern <u Zionistischen Organisation bestehen bleibe. (Lebhaft״ Beifall.) ,י10״ Del. Flshinar.n (Amerika): 1111 Namen der amerikanischen Delegation *in ich in aller Bescheidenheit unsere Forderungen bedient gemacht hat Zur Idee des Clialuztums ilhorgclicnd, wendet sich Dr. Hantke scharf gegen den Missbrauch, den die Propaganda vielfach mit diesem Begriffe treibt, welcher nur in seinem vollen Ernste verwendet werden darf. Nur wenn die Juden fühlen werden, dass wir Zionisten wirkliche Vertreter dos Chalaztums und wirkliche Ciialuzims sind, werden sie uns folgen. Aber es hat keinen Zweck, vom Chaluz zu sprechen und nichts für die Ilacliscimrah zu tun. Wir verlangen von der Exekittive, dass sic diese Idee in ganz anderer Speise als bisher zu Ihrer Aufgabe macht (Beifall) Menschen heranzhhen können wir nur Im Bewusstsein der Stärke unserer Bewegung. Wir müssen uns immer wieder vor Augen halten,, dass wir der stärkste organisatorisch zusammengefasste Faktor im jüdischen Volk sind: wir sind die intensivste Gruppe, nur u ns ist es gelungen, cino Million für den Keren Hajossod zu bekommen. So sehr geben wir der ganzen jüdischen Weit das Tempo der Entwicklung, dass sie für sich keinen anderen Titel haben als die Bezeichnung JNichtzlonlsten“. Nicht die Organisation ist schwach, unsere Zentralen sind schwach. Diese Schwäche unseres Zcntralapparates ist auch die F.rkiärung dafür, dass die Institutionen der Organisation Differenzen unter sich und mit der Bc• wegung haben können. Was die Schwierigkeiten in der Exekutive betrifft, so glauben wir, dass dio Lösung nicht darin besteht, dass der Apparat in London auf ein Minimum licrabgcdrückt wird. Entlassung von unnötigen Beamten ist gewiss nötig, aber kein AFbeilmittcL Dio Exekutive in Palästina mit Ihrem Durcheinander von Politik und Facharboit, mit Ihrer Ueberlastung an Aemtcrn, ist äusserst verbesserungsbedürftig. Ebenso muss Wandel geschaffen werden bezüglich der mangelnden Einnahmen der Exekutive. Wenn wir hier keinen Weg finden, erleiden wir durch das Schwächerwerden der Zentrale einen gewaltigen Schaden. ״Kongress• Zionismus“ heisst die Zusammenfassung derjenigen, die sich verantwortlich fühlen für die Aufrechtcrhaitung eines übcrterritorlalen, das ganz« Judentum umfassenden Apparates. Und die Repräsentanten derselben müssen Möglichkeit zu ihrer Arbeit haben, damit der Kongress weiter die vornehmste Tribüne des Judentums, wie sie Herzl genannt hat, bleibt Und wenn wir das haben wollen, müssen wir die Tür öffnen. Die Zahl der Menschen für leitende Stellen ist nicht im gleichen Masse gewach׳ sc 11 wie die organisierte Masse, Bol uns sind gewisse Uebcraltcnmgscrschoinungcn clngetrctcn, die Verdienste der Vergangenheit verstellen neuen Verdiensten den Weg. Der scharfe Wind aus Hcrzls Zelten muss wieder kommen. Wir sind nicht arm an tüchtigen Leuten, unser Parlament kann sich mit Jedem anderen messen. Was wir verloren haben, ist das Augenmass für wirklich grosse Männer. Wir haben grosse Führer und wir dürfen sie uns nicht verleiden; an einem Menschen muss man die grossen Eigenschaften schätzen und über die kleinen hinwegsehen. Wir verschwenden Vertrauen an Niclitzionisten, aber das Vertrauen an Zionisten messen wir sehr sorgsam zu. Früher bestand ein Zusammenhang zwischen den geistigen Führern unseros Volkes und den Organisatoren, der verloren gegangen ist Durch mechanisch(» Mittel kann dieser Zusammenhang nicht hcrgCstellt werden. Wenn ein Volk in der Lago ist, soinen bedeutenden Mönnern Bcwogungsraum zu schaffen, müssen sio zu anderen gehen. Unser Mangol an geistiger Führung zeigt sich, so paradox das klingen mag, darin, dass wir keine zionlstische Literatur haben, wir, die einmal zu viel Literatur hatten. Wir haben keinen Apparat, der auf eine Becinflussung von Menschen eingestellt Ist Solange sich die Exekutive auf dio mechanische Methode beschränkt, kann sie keinen Erfolg haben. Wenn daher in Deutschland viel von der Schaffung eines Bcanitcnapparates gesprechen wird, so will ich erklären, dass damit kein administrativer Apparat gemeint ist. Wir meinen die Schaffung und Ausbauung des geistigen Apparates, der die zionistische Propaganda zu tragen hat. In diesem Zusammenhang muss mir auch gestattet sein, von der Ucbcrspannuug der parlamentarischen Instanzen unserer Bewegung zu sprechen. Wir haben zu viel Sitzungen. Jetzt, da wir ein Thema, Inhalt, in unserer Bewegung haben. Ist es traurig, dass wir gezwungen sind, einen erheblichen Teil des Jahres uns mit parlamentarischen Dingen zu beschäftigen. Die Frage ist nicht zu lösen durch Teilung in parlamentarische und propagandistische Arbeit. Dadurch würden wir nur Burcaukraton sciiaffen. Die administrative und parlamentarische Arbeit muss kontrolliert werden von der Propagandaarbeit. Ich glaube, es ist möglich, unsere parlamentarischen lns(3nzen zu vereinigen. Ich glaube leststcllon zu können, dass die Grundlagen unserer zionistischen Arbeit dieselben geblieben sind. Der synthetische Zionismus hat sich als lebend erwiesen. Nur ist es die Aufgabe der praktischen Arbeit, sich so zu entwickeln, dass sic den politischen Möglich« keiten folgen kann. Gleichzeitig aber Ist zu bemerken, dass die praktische Arbeit vom Geiste der Chalnziuth erfüllt sein muss, Die Exekutive muss bewusst die Trägerin c'׳!vr;•■׳»*ehen Arbeit sein. Die deutsche Lands?־ mann -•!:;׳,׳' ־ ייJ di י׳ Dcchargc >"״!' die Exekutivc>bcan> tragen uv..! ״T 11 präzisierten Yor־.׳i1kt״ cinrcielicn, ich scliiiessc, ' in ich betone: Wir wollen eine lebendige Zionistische Organisation und fordern alle Landsmann- .schäften und Fraktionen auf, sic!! zu einigen, dsyujLdK kanntgeben. Die Forderungen, die wir an erste Stell( setzen, sind, dass cs uns der Kongress ermöglich die Arbeit in Amerika fortzusetzen. Sie wissen, dass wir in Amerika erst in den letzten Jahren trnscre Kraft kennen gelernt haben, wozu uns die Besuche unseres Präsidenten Weitzmänn und der Herren Sokolow und Schmarja I.cwin verhallen haben. Ich stimme Herrn Rabbiner Meier Berlin zu, wenn er sagt, dass das in Amerika Erreichto nur ein Minimum scL Wenn er recht hat, Hegt die ty. sacho darin, dass wir die Autorität unsere! Führer untergraben haben. Wenn dieser Kongress in Amerika das Bild der Uneinigkeit und des Miss, traucns gegen unsere Führer hervorrufen wird, dann werden Sie sehen, wie gering die Eingänge sein werden. Nicht nur die Zionisten, alle Juden haben unsere üiircr anerkannt. Und es will etwas bedeuten, dass Louis Marsball, der sich als Nichtzionist erklärte, doch Weitzmänn als seinen Führer bczcichnete. Es tut mir leid, dass unsere Proposals nicht klar ver* standen werdenich werde versuchen, sie hier klar zu machen. Die amerikanische Organisation, die sich so bewährt hat, welche sich wie eine Wand ln den letztcn zwei Jahren vor die ganze Organisation gestellt hat, plant kein Attentat auf die Zionistische Organisation, es Ist sinnlos, von ihr zu behaupten, dass sie versuchen will, die Zionistische Organisation za liquidieren. Was wir vorgcschiagen haben, stützt sich auf Erfahrung. Die amerikanische Zionistische Organisation hatte genug Gelegenheit, ln Kontakt zu kommen mit Juden aller Lager, auch mit neugebackenes ״Gwirlm”. Wir hoffen, dass wir weiter in solchen Kontakt kommen werden. Auf der Konvention in Baitimore hatten wir eine grosse Vertretung von Keren« Hajcssodzahlem, Juden, die man bei uns bisher nichf gesehen hat. Dies hat uns überzeugt, dass es keinen Juden gibt, der nicht für Palästina gewonnen werden könnte. Wir sind der Ansicht, dass wir ln Amerika viele Leute von grossem Einfluss an uns heranzichen können, die Notabcln zu schelten sinnlos wäre. Sowie, wir uns z. B. mit Untermeyer geeinigt haben, so hoffen wir uns noch mit viel mehr Juden zu verstände gen. Es wäre sicherlich gut gewesen, wenn wir Zio»' nisten allein unsere Aufgaben hätten erfüllen können. Aber wir wollen uns nicht selbst täuschen. Wir haben in den letzten Jahren die bedauerliche Erfahrung ge* macht, dass die Zionistische Organisation nicht gewachsen ist. So wie bisher dürfen wir nicht weiterarbeiten, wenn wir die amerikanischen Zionisten ln ihrer Arbeit stützen wollen. Dass sich der Weltkongross nicht so rasch verwirklichen lässt, bat der Ver*! such gelehrt, der mit dem amerikanisclHüdischcn Kongress gemacht worden Ist Zum Weltkongress kann man nur etappenweise gelangen. Wenn heute die englische Regierung die Zionistische OrganF sation fragt was sie in den letzten zwei Jahren zur! Ausführung des Artikels 4 des Mandats über die Jewish Agency getan hat, so ist es schwer, eine Antwort zu geben. Die Frage der Koalition ist nicht so gefährlich, wie sie angesehen wird, denn in allen politischen Organisationen ergibt sich die Notwendigkeit derartiger Koalitionen. Das amerikanische Judentum will den Aufbau Palästinas in immer steF gendem Masse unterstützen. Zu diesem Zwecke muss von hier ein zündender Appell an alle Juden ergehen, die am Aufbau mitheifen wollen. Dr. Leon Reich (jüdisch): Man wird nicht behaupten wollen, dass die Schuld an den Misserfolgen, die wir in der letzten Zeit erlitten haben, allein bei der Leitung liegt Umsomehr ist es aber trnscre Pflicht diese Misserfolge fcstzustcllcn und zu konstatieren, in ,welcher Riehtung F'chlcr gescheiten sind. Es haf vor allem der Leitung ein einheitlicher Wille gefehlt Well die Exekutive nicht einheitlich war, darum r/ar sie dort schwach, wo Stärke notwendig war. Das gilt auch in diplomatischer Beziehung. Man soll nicht sagen, dass man mir durch Kanonen und durch Gewalt einen Druck aus üben kann. Es gibt noch eine ganze Skala von Mitteln, die auch uns zur Verfügung stellen. Die Exekutive war zu schwach, sie anzuwenden, als cs sich um politische Ereignisse handelte, die entschei־ dend waren für Ercz Israel. Das jüdische Volk hat nicht des Gefühl gehabt, dass all das, was geschehen ist, wirklich stark empfunden wurde. Wir dürfen nicht attfhören zu betonen, dass das, was wir bekommen haben, nur das erste Minimum von Berechtigkeit war, die wir uns bis zum letzten Ende erkämpfe* müssen. Von einem Ausdruck dieser Uebcrzcuguns« von einer kraftvollen Betonung dieses Standpunktes seitens der Exekutive haben wir nichts gefühlt. Ebenso schwach war die Stellung gegenüber Herbert Samucl. Es Ist vor zwei Jahren beschlossen worden, eine Delegation za ■Herbert Samuel zu schicken, um ihm unsere Forderungen mttzutcilen. Die Delegation un* tcrblicl) und Herbert Samuel hat den Willen des Zio־ nistischcn Kongresses nicht erfahren. So haben wir auch vergebens die Legalisierung des Waad leumi äugest reht. Wohl Ist die Legalisierung nicht von uns abltiiii׳ iu. Aber wir haben nicht den Eindruck gehabt, dass 1 •!;סי sich mit aller Macht dafür eingesetzt hat So kt e.s auch in der Angelegenheit der Immigration. Die Immigration ist doch die einzige Möglichkeit (Ins Land aufzubauen, und das Verhältnis dar eng-