Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 65 (9.8.1923)
- Date
- 1923-08-09
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2651273-2652595-2652502-2652562--16769-2674449- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Umständen txnissßn :wir onsüieffl jöfgatifsiuoa׳״- apparat auskommcn. Seit dem letzten Kongress waren Wir mit folgenden Organisatorischen Arbeiten beschäftigt: Zunächst hat uns der XIL Zionistenkongress dies Aufgabe hinterlassen, das Statut der Zionistischen Organisation horzustcllcn, resp. endgültig zu revidieren. Diese Arbeit ist durchgeführt und das Statut in allen Sprachen veröffentlicht worden. Ebenso wurde auch die weitere Aufgabe, die endgültige Redaktion der Geschäftsordnungen fflr den Kongress, für das Aktionskomitee und für den Zionistisehen Zctttralrat durchgeführt Dann haben wir das ,Wahlreglcmcnt für den־ Kongress fertiggestellt Man braucht kein Formalist zu sein, um die Bedeutung dieser Arbeiten für das Leben der Organisation zu begreifen. Ein anderes Kapitel unserer Tätigkeit ist die Jährlich wiederkehrende Durchführung unserer Schekcisannnlung. Wir haben im vorigen Jahre, im Jahre 5682, an Schckelquittnn gen 1,230.500 Stück verteilt Hievon sind tatsächlich 367.293 Schcknlim verkauft worden mit einem Geldergcbnis von 8312 Pfund, 3 Shilling, 7 Pence. Das heurige Jahr wird nach den vorläufigen Resultaten W0111 folgendes Ergebnis haben: Von der verteilten ersten Million Quittungen sind ungefähr 500.000 Schckalim mit einem Ergebnis von 13.000 bis 14.000 Pfund verkauft worden. Dieses Resultat kann nicht als ungünstig betrachtet werden, wenn man bedenkt, wie die Zahlen vor dem Kriege waren, wenn man die valutarischen Verhältnisse ln Zentral- und Osteuropa in Betracht zieht, und wenn man weiss, dass die Schekelsammlung ln Amerika niciit In der in Europa üblichen Welse einer separaten allgemeinen Schekelaktion durchgeführt wird, sondern dass dort der Schekel ein Teil des Mitgliedsbeitrages ist, der im ganzen 6 Dollar beträgt So kommt es, dass Amerika, das sonst so hervorragende Lelstungen aufweist, in der Organisation sowie auf diesem Kongress viel zu schwach vertreten Ist Es Ist bekannt, dass die Exekutive mit den Schekelbetrügen nicht auskommcn kann, um ihre notwendigen Ausgaben zu decken. Der Versuch, diesem Umstand durch ein System von Umlagen abzuhclfen, hat keine genügenden Erfolge gezeitigt Das praktische Ergebnis dieser Umlage war ausserordentlich gering. Damm haben wir uns entschlossen, durch Einführung des Goldenen Schekels den Weg der individuellen Beiträge der einzelnen Zionisten zu betreten. Dieser Versuch, der mit grosser Arbeit verbunden war, hat in einer Reihe von Ländern ganz beträchtliche Anfangsresultate ergeben. Wir haben vorläufig in den letzten Monaten 1800 Pfund eingenommen. Das Resultat wäre ein weit besseres gewesen, wenn uns alle Landesverbände hinreichend unterstützt hätten. Insbesondere war die amerikanische Organisation der Ansicht, neben der Keren- Hajessod-Arbeit und der direkten Werbearbeit eine weitere Sonderaktion niciit durchführen zu soliea Eine andere unserer Aufgaben war die Herausgabe des stenographischen Protokolls des letzten Kongresses. Es ist ein Band von zirka 800 Seiten geworden und ist mit ausserordentlicher Sorgfalt bearbeitet Wir hatten weiter die Aufgabe, gedmekte Berichte anlässlich der zentralen Tagungen unserer Körperschaften herauszugeben. Diese Berichte haben sich bereits zu einer ständigen Einrichtung entwickelt und werden dem Geschichtsschreiber des Zionismus schätzbares Material bieten. Der Mangel eines Zentralorganes hat uns veranlasst, den Versuch zu machen, einen gewissen Ersatz zu schaffen. Wir haben durch unser Berliner Bureau ein kleines und billiges Bulletin in drei Sprachen herausgegeben. Inzwischen ist unser hebräisches Zentralorgan, der JHaoiam“, in Berlin wieder erschienen. In den in diesem Jahre verschickten Zirkularen (über 100 an der Zahl) haben wir uns bemüht über die politischen Vorgänge und sonstigen wichtigen Vorgänge unserer Bewegung zu berichten. Den Kontakt mit den 47 Landesverbänden, 38 kleineren Gruppen und 5 Sonäerverbänden sowie deren. Landesgruppen suchten wir weiter durch einen intensiven, individuellen schriftlichen Verkehr aufrechtzuerhalten. Eine weitere Arbeit bestellt ln 'der Vorbereitung und Einberufung der Tagungen unserer leitenden Körperschaft ,Wir hoffen, dass die Delegierten mit der Vorbereitung dieses Kongresses zufrieden sein werden. (Wir sind uns darüber klar, dass noch Lücken in unserer Arbeit zu finden sind.. Der Mangel an Mitteln und Kräften, nnter dem wir leiden, hat uns zu grösster Sparsamkeit gezwungen. Der Beamtenstand unseres Londoner Bureaus Ist mehr und mehr reduziert worden. Freilich hat die Sparsamkeit, so heilsam sie ist, auch ihre Grenzen, ausserhalb welcher ein Rückgang der Leistungsfähigkeit unausweichlich wäre. An dieser Grenze sind wir angclangt Insbesondere vermisse ich zweierlei: erstens ein Zentralorgan in London. Es wäre notwendig, neben dem hebräischen ״Haolam“ ein vielleicht kleiner gehaltenes, englisches Zentralorgan zu haben, in dem wir zur westlichen Welt und zu den amerikanischen Freunden sprechen könnten. Ein anderer Mangel besteht darin, dass wir aus Mangel an Kräften nicht imstande sind, den Kontakt mit den ein zclnen zionistischen Verbänden so za gestalten, wie es .wünschenswert wäre. Ich schliesse damit den berichtenden Teil meines Referates und komme nunmehr zur Skizzierung einiger organisatorischer Probleme. Es muls über den Punkt Klarheit geschaffen werden, ob die Gelder des Keren Hajessod der Jewish Agency — wer immer sie sein möge — für die Durchführung der Palästina-Arbeit zur . Verfügung stehen müssen. Auch müsste die Jewish Agency das Becht haben, das Palästina-Budget aufzuci’vuert Lu nruner BcfrLlilgunit tanmlo fcl Sen De-‘ Schlüssen unserer amerikanischen Freunde entnehmen, dass slo auf diesem Standpunkte stehen. Es muss aber auch die Propaganda- und organisatorische Arbeit des Keren Hajessod genau abgegrenzt werden. Gegenwärtig zieht der Keren Hajessod, der über dlo nötigen Mittel verfügt, aller Kräfto der Zionistischen .Organ!- sation an sich. Man muss sich klar machen, dass damit cino Aushöhlung der Zionistischen Organisation verbunden ist, die aller Kräfto beraubt wird. Es ist auf die Dauer unmöglich, dass zwei solche Apparato nebeneinander existieren. Ich erwähne ln diesem Zusammenhang den Vorschlag betreffend das System der Finanzpropaganda. Es wird anerkannt, dass der gegenwärtige Zustand gewisse Mängel zeigt Es bestehen Vorschläge, cino Zentralstelle — eino Art Clearirighouso — zu errichten, die dlo gesamte Finanzpropaganda unter einen einheitlichen Gesichtspunkt 'bringen soll. Es sollen die Exekutive, der Keren Kajcmcth, der Keren Hajessod und der L C. T. in dieser Zentralstelle vertreten sein, die zu Beginn eines Jeden Jahres gemeinsam den Arbeitsplan aller Institutionen zu beraten hätten. Das bcdeutet keineswegs die Abschaffung der Selbständigkeit dieser Institutionen. Der Antrag geht von der richtigen Erkenntnis aus, dass dlo Agitation für dio Aufbringung der Mittel zionistisch ist, dass- 810 ein Teil der zionistisehen Gcsamlarbcit ist, und dass sio nach einem clnhcitlicheu Plan und Gesichtspunkte geführt werden muss. Sodann dlo Frage unserer Verwaltung und B e a m t e n 8 c’h a f t In der Zionistischen Organisation sind Jetzt zwei Hauptfunktionen vereinigt: Propaganda und Verwaltung. Wir haben staatsähnlicho Aufgaben zu erledigen, die ein Propagandaverein mit seinen Kräften niciit leiten kann. Wir haben den Verwaltungsapparat noch kaum in den Anfängen. Eines freilich ist wahr: Wir haben nicht dio Mittel, um ihn zu schaffen, wir htben daher auch nicht den Mut, an dio Schaffung dieses Bcaintcnapparates zu schreiten. Unser Finanz■ und Wirtschaftsrat, der Bankgründungcn vorbereiten, ein Elektrizitätswerk finanzieren und grosse Wirtschaftlicho Aufgaben erledigen soll, bedürfte dazu eines grossen Bureaus, Sachverständiger, Veranstaltungen von Enqueten etc., wozu wir diesen Beamtenapparat brauch ten. Aclinlich liegen die Verhältnisse in Palästina. Ich kann niciit sagen, wie wir eines Tages dazu kommen werden, wenn uns die Mittel zur Verfügung stehen, aber ich weise darauf hin, dass dieses Problem existiert. Mag nun die Jewish .Agency wer immer sein, sie wird sich mit diesen Verwaltungsprobictncn beschäftigen und sich fragen müssen, wie es möglich ist, aus freiwUllgen Beiträgen einen erstklassigen Verwaltungsapparat ln- und ausserhalb Palästinas zu schaffen. Aber selbst wenn wir zur Lösung des Problems gelangen und wenn der Keren Hajessod dlo nötigen Mittel für den Aufbau auf• bringt, bleibt noch die Frage bestellen, w$ die Mittel für die Organisation aufgebracht werden sollen. Eine andere Frage ist die des Sitzes unserer Leitung. Es Ist jetzt die Auffassung zum Durchbruche gelangt, dass die Zeit noch nicht gekommen sei, den Sitz der Leitung nach Palästina zu verlegen. Die Forderung danach Ist zwar populär, doch unsere An schauung hat sich gewandelt. Vor zwei Jahren lautete dio Brandeis’sche Formel: Die Zeit der Politik ist vor über, die Aufgaben des Zionismus sind wirtschaftlicher Natur. Wir wissen nun, dass diese Auffassung irrig ist, wir haben noch politische Aufgaben zu lösen. Auch liegt in der Diaspora noch immer das , Schwergewicht der Propaganda und Organisation, sowie der politischen Arbeit. Ein weiterer Vorschlag betrifft den Finanz- und Wirtschaftsrat Es soll an seiner Stelle ein Wirt schaftsressort der Exekutive geschaffen weden. Ebenso wie sie ein politisches Ressort besitzt soll sie auch ein verantwortliches WIrtschaftsressor; haben, analog den Finanz- und Wirtschaftsministerien der Staaten Heute hat der Finanz- und Wirtschaftsrat nur eine beratende Funktion. Das Wirtschaftsrcssor der Exekutive wäre aber auch verantwortlich. Des weiteren wird vorgeschlagcn, eine Art .Oberiech nungskammer einzusetzen. Ein weiterer Komplex von Fragen ist der Innere Aufbau unserer Organisation. So dlo Fragen, wie oft in Zukunft unser Kongress tagen soll, ob die Jahreskonferenz und das A. C. aufrechterhalten werden soll oder ob nur eine der beiden Institutionen fallen zu lassen ist Unsere amerikanischen _ Freunde sind der Meinung, dass nur dio Jahreskonferenz bleiben solle; in' Europa wünscht man die Aufrechterhaltung des Aktionskomitees. Aus Berlin kommt ein Vorschlag, dass das Aktionskomitee nur einmal im Jahre, aber für zwe: bis drei Wochen, zusammentreten soll Wie immer man sich zu dieser Frage stellen mag, eine Art parlamentarischer Ausschuss muss vorhanden sein. Ein weiteres Problem ist das des Kongress- Wahlrechtes und des Schekels. Es wird eingcsehen, dass die Einführung neuer Arten von Schekeln zu Konfusionen führen musste. Wir haben Schekel der Landesverbände und Sonderverbände in verschiedenen Farben. Die Herstellung und Herausgabe ist bereits eine schwierige technische Arbeit geworden. Aber abgesehen davon, ist dieses ganze Schckelsystem überliaupt verfehlt Man sollte einen einheitlichen Schekel zur Grundlage des Kongresswahlrechtes machea Nach Feststellung der auf ein Land nach der Schekelziffer entfallenden Delegierten sollen nach dem Prinzip des Proportionalwahlrechtes dio Delegierten gewählt werden, wodurch alle Parteien Ihre gebilhrqnde Übertretung ssWsltokr - . " VfZeprf sfdeni Motzkln erfefft dai Wort w»י»־ scMftsordnung dem Delegierten 0י* Bor 1 Locker, der ton Namen einer Groppe von *. )elegierten den Antra!; stellt: 1. man solle die ' Getier l itto lii drei Gebiete teilen, 2. auf das Referat von Doli Solowcltscliik solle sofort entgegen der Tagesordnung 5? Dcbntto gebührt werden, Rosenbann! beantragt gleichfalls zur Tagcjordntm» dass sofort nach Anhörung der Berichte das Referat des ry Soloweltscfifk erfolge, damit dlo Generaldebatte die durch a eventuelle Erweiterung der. Jewish Agency geschaffen! Situation In bezug auf Organisations- und andere Fragen vT roits berücksichtige. Auf Antrag von Dr. Margulies wird nach längt״, Aussprache beschlossen, dlo Debatte über das Referat »!״י Dr. Soloweitschlk unmittelbar nach Anhörung des Referent»! zu führen, m Es entspinnt sich eine längere Debatte Ober die Prag# der Verhandlungssprache des Kongresses. Meremlnsky)« dort, dass alle offiziellen Redner des Kongresses und dlo [v rlchterstattcr der Kommissionen hebräisch oder jüdisch reden: wenn slo cs nicht können, sollen ihre Reden ln eine dies» Sprachen übersetzt werden. Allo Anträge sollen ln hebräischer oder Jüdischer Sprache formuliert werden. Präsident Mot*, kin betont, dass die offizielle Verhandlungssprache des Kon. grosses das Hebräische sei, dass aber auch alle anderen Spr*. eben zu gelassen werden können. Eine Aendcrung dieser ß*. Stimmung könne nur Im Wege der Statutcnkommisslon durchgeführt werden. Er ordnet an, dass von allen wichtigen Reden Dr. Glücksolm einen kurzen Auszug in hebräischer Sprach liefert Nachdem Motzkln znsammcnfasäend iestgestcüt hat dass von den drei vorliegenden Anträgen zur Sprachenfrage dem Antrag Locker ebenso wio dem Antrag Rosenbaum die genügende statutenmässlqe Unterstützung fehlt, gelangt da Antrag bezüglich Dreiteilung der Generaldebatte zur Abstln!. mung und wird abgclelmt in Fortführung der Tagesordnung erhält das Wort Dr. Georg H a 1 p e r u zuin Referat über die Wlrtscbaftsfragen. Zur wirtschaftlichen Situation will ich einige Bemerkungen prinzipieller Natur machen, de»־ wegen hauptsächlich, weil ich verantwortlich bin für all« mit dem Kreditwesen in Palästina zusammenhängenden Dinge. Auf diesem Gebiete sind viele Klagen erhoben worden, die angewendeten Methoden seien nicht dlo richtigen nnd führten nicht den grössten Nutzeffekt herbei. Ich empfehle Ihnen den Bericht der palästinensl• sciien Administration für 1922 wegen des interessanten Tatsachenmaterials nachdrücküchst zur genauen Lektüre. In diesem Bericht steht gleich za Anfang ein Satz, der die gesunde Situation des Wirtschaftslebens ln Palästina beweisen soll. Er hebt es rühmend hervor, dass Im abgelaufencn Jahre kein Bankrott und keine zwangsweise Liquidierung einer palästinensischen Unternehmung stattgefunden hat Auf die Gefahr, frivol zu erscheinen, erkläre ich: Dies ist kein Beweis eines gesunden Wirtschaftslebens — sondern ein Beweis für ein Wirtschaftsleben in einer Retorte, welches so künstlieh behütet wird, dass man keine Chance hat, anzuneb* men, es werde sich Grosses aus ihm entwickeln. In unseren Wirtschaftsformen, innerhalb der kapitailstlsehen Wirtschaftsordnung, ist cs normal, dass ein Teil der Betriebe niciit reüssiert Nicht das ist das Wesen der Privatinitiative, dass man geschickt genug ist, einen Bankkredit zu erlangen. Das Wesen der Privatinitiative Ist, daß der Unternehmer seine Arbeit ebenso einsetzt, wie der Chaluz, mit vollem Risiko für Gesundheit und Vermögen —, also ln der Aussicht nicht zu reüssieren. Solange wir keine Menschen haben, die Privatinitiative so verstehen, solange gibt es bei uns keine. Dazu gehört weiter, dass die Nichtreussierenden bei uns die Dinge nicht so betrachten wie anderswo. Wenn jemand irgendwo anders gezwungen ist die Zahlungen einzustellen, trachtet er, dass möglichst wenig darüber gesprochen wird. Gerät aber jemand in Palästina in diese Situation, so redet er möglichst viel davon, denn er ist ein nationales Opfer. Wir müssen absolut Formen finden für solche Kredite, die bankmässig nicht gewährt werden können. Diese sind in unserer wirtschaftlichen Situation wesentlicher als andere. Aber das darf nicht dazu füb* ren, allgemein solche Kredite zu geben, die bankmässig nicht gewährt werden können. Ich bedauero ausserordentlich, dass der für derartige Zwecke bestimmte Budgetposten mit seiner lächerlich geringen Summe von 3000 Pfund (Trade and Industry) gestrichen wurde. Ich behaupte, dass wir mit Ausgaben auf diesem Gebiete unendlich viel mehr leisten würden, als mit irgendeiner anderen Ausgabe, denn diese allein entsprechen der Wirtschaftsstufe des Landes nnd sind, da sie systematisch In diesen Zustand der Wirtschaft gehören, absolut produktiv. Ueber die Hypothekenbank hat Herr Usslschkin ausführlich gesprochen. Ich möchte nur noch erklären, warum die Ausgabe der Pfandbriefe sich so lange hinzieht Es dürfte nicht vielen von Ihnen bekannt sein, dass wir nicht nur eine Hypothekenbank, sondern auch ein Hypothekenrecht geschaffen haben. Denn die Verwaltung dieses Landes hat aus dem Wirtschaftsrecht Englands den Begriff der Hypothek nicht gekannt Wie noch künftig auf vielen anderen Gebieten, welche ln das Wirtschaftssystem des Westens einbezogen werden werden, haben wir hier bereits ein gutes Stück schöpferischer Arbeit geschaffen. Die diesbezüglichen Schwierigkeiten sind erst jetzt überwunden, and erst Jetzt können wir Hypothekenpfandbriefe verkaufen, die so gut sind, wie die irgend eines anderen Institutes. Nie hätten wir zugestimmt, und wenn es noch Jahre gedauert hätte, dass Pfandbriefe verkauft werden, die weniger gut sind, als irgendwelche in der Welt Wir wollen, dass die Juden, wenn sie palästinensische Pfandbriefe kaufen, in ihren Investments so sicher sind wie bei jedem anderen Geschäft Wir sind uns vollkommen klar, dass für eine Gesundung in den Wirtscbaftsverhält* nissen Palästinas die Schaffung einer neuen Industriebank ytngestaUung der A- E־ .C, zu einet solchen ab■