Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 64 (8.8.1923)
- Date
- 1923-08-08
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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ver- Fortr Bo Innds, in :';io* ufbau eine sehen .nzahl Dons- Kraft Ingen •enge* äsfina r Bedurch Ickcn, >lcn. ׳eiche ג hat, Pareisen. nclcs* s der sehen ׳olkes inn ja spora . Wir ft inen Dass .sucht atf!sc {dcgt t 13criand, hat. Dort i, die ihre iticrt. ver- Me ה-!in cm Utch* I, die ringt, vacliiiaucr iüdi־ ilcr Jubelnde Prcl&gcsang etner nationalen Erlösung durch die Arbeit An diese Pionierarbeit in Palästina reiht sich die Her a n b il d u n g geschulter Pioniere (״Hach- «harah“) in der Diaspora für Palästina. Dieser wiciiü- Tätigkeit wird die grösste Sorgfalt zugewendet werden müssen und es soll darüber dem Kongress referiert werden. Die Erziehungsarbeit in Palästina. Wenn wir von Pionieren sprechen, beschränkt sich snscr Blick nicht auf die Chaluzim der letzten Jahre; a umfasst auch die älteren Pioniere der Kolonisation, 410 Handwerker und Gcwerlic treibenden und vor allem _ unsere Jngcndbildncr. Heim und Schule sind für uns unzertrennbare Begriffe. Denn nicht nur um alltägliche Brot, sondern auch uni das Brot des Geistes tut cs not, und Ehre dem Stande, der dies dem yolke beschert! Das sind die Männer, die bestimmt s[nd, uns den hohen Schatz der Zukunft zu hüten. Ehre jenem Stande, der mit sauerer Mühe das Brot des Wissens reicht und die Jugend unterweist, dass im Herzen wachse und blühe der jüdische Volksgcist! Sic haben sich in den Dienst der Erziehung gestellt und haben ihr ganzes Herzblut daraugesetzt Unter unsäglichen Entymingcn haben sic Ucbermenschlichcs geleistet, um das mit grosser Mühe und schweren Opfern errichtete natiotale Erzielumgswerk aufrecht zu erhalten, wenn auch manche kleino Positionen aufgegeben ־werden mussten. ,Wir folgen mit grosser Sorgfalt ihren Bemühungen und sind mit aufrichtiger Begeisterung bereit, nach Massgabe der Mittel, die Opfer zu leisten, um die nationale Er- Ziehung za erhalten and zu entwickeln. Kulturelle Zusammenhänge zwischen Palästina und der Diaspora. Diese Tätigkeit wirkt erhaltend und befruchtend auf unsere ganze Diaspora. AU die neuen hebräischen Elementar-, Volks- und Mittelschulen in Osteuropa und auch anderwärts ziehen ihre Lehrkräfte, ihre Vorbilder und ihren hebräischen Sprachstoff aus Palästina. Dieses grosse Arbeitsgebiet in der Diaspora, das eine utiermasslichc Summe zionistischer Initiative, zionistischer Energien und Opfer in Anspruch nimmt, hat zwar for■ mell mit unserer zionistischen Zentralorganisation keinen unmittelbaren Zusammenhang und ist den Landesorganisationen, resp. der Tarbuth-Organisation überlassen Tatsächlich aber ist dies ja der einzige sichere Weg, dem Zionismus nicht nur eine zeitweilige oberflächliche Ausbreitung, sondern auch in der Heranwachsenden Generation einen festen Halt zu verschaffen. Durch eine Schwächung des Erziehungswerkes in Palästina würde dieses Werk der Diaspora in sich zusammen stürzen. Das muss auf alle Fälle vermieden werden. Der Zionismus ist mit der hebräischen Bewegung erig verknüpft. In Erkenntnis dieser Tatsache haben wir auch unser hebräisches Organ ״H a 0 Ia m“ wieder erneueit, und es freut uns, feststellen zu können, dass dieses Organ in der kurzen Zeit seines Bestehens einen grossen Leserkreis um sich gesammelt hat Fortschritte in Palästina. Die Erziehungsarbeit in Palästina wird fortgesetzt und es sind auch einige bemerkenswerte Fortschritt nach dieser Richtung zu verzeichnen. Sie werden aus 1 dem Berichte die Einzelheiten über die Tätigkeit des i neuen Kuratoriums für das Haifa er Technikum er• fahren. Der herrliche Bau ist vollendet und wird balc ן seiner Bestimmung übergeben werden. Die Wolffsohn | Stiftung, die bestimmt ist, den Namen unseres Präsiden- י ten David Wolffsohn s. A. in Palästina zu verewigen j hat nunmehr beschlossen, ein David-Wolffsohn-Haus in 1j Jerusalem zu bauen. Das David-Wolffsohn-Haus sol | das erste •grosse Monumcntalgcbäude der Juden sein, | das einem Profanzwecke dient. In ihm soll die Natio- | sal-und Universitätsbibliothek ihr bcständlgcs Heim finden und für einige Jahrzehnte auch die geisteswissenschaftliche Fakultät und das historisch-jüdische Archiv, das aus den HerzI- und | IVoIfisohn-Sammlungen hervorgeht und zuerst einmal 1 bs zionistische Archiv umscliliesst So nähern { wir uns der Verwirklichung des Planes der h e b r ä i -! sehen Universität, die durch die Eröffnung des 1 medizinischen Institutes und der geistes- I wissenschaftlichen Fakultät seinen Anfang machen wird. Die Verlegung unserer ältesten zionistischen Instilation, des Jüdischen Nationalfonds, nach Palästina, ist ein wichtiger Fortschritt auf dem Wege I unserer Zentralisation. Wir hoffen zuversichtlich, dass ן diese Institution, die seit dem Beginne des modernen . Zionismus von der Anhänglichkeit und der Liebe weiter j indischer Volkskreise getragen war und von deren erj Jpriesxlichcn Tätigkeit das grundlegende Werk unserer Kolonisation abhängt, einen ihren hochbedcutendcn I Aufgaben entsprechenden Aufschwung nehmen wird. Auch die Anglo-Palestine Development £°tnpany hat in der abgelaufcncn Periode grosse i Fortschritte gemacht. j , Wenn wir noch hinzufügen, dass das Elektri- ן z'täts-Unternehmen Rutenbergs sich praktisch j entwickelt, und dass auf dem Gebiete der Indu- |strio einige Unternehmungen von kapitalkräftiger Seite I «KTündet, dass die Einrichtung des so notwendigen | ״ y p 01 h e k e n k r e d i t s in Angriff genommen, dass ■ ־r Häuserbau verhältnismässig grosse Dimcnsio- . angenommen, dass die frühere drückende : 1 ® u e r u n g in einem nicht unbedeutendem Masse nach ׳fassen, dass die Touristik mit der Ausbesserung ctr Verkehrsmittel Fortschritte gemaGii und — was das Allerwichtigste ist — dass eine Reihe "e»e>r Kolonisationspunkte in Lqben gerufen, worden ist, so wird man, orine sich 'dam Vörwtirfo 3er Schönfärberei anszusetzen, mit Recht behaupten dürfen, dass trotz der schweren Sorge des Tages und tmgeachtot des langsamen, fast scluicckcnhaftcn Tempos des Wiederaufbaues sichere Anzeichen ein«, wenn auch nicht offenkundigen, aber Latenten und sicheren Fortscliriltcs vorhanden sind Jedes ,Werden hat Momente, wo cs für die meisten gar nicht wahrnehmbar ist; dicsa Momente erzeugen notwendigerweise Mlsstlmmnngcn, alrcr dies beweist nichts. Wir möchten znm Schluss noch jenen Namen erwähnen, der im Zusammenhang mit Ercz Israel' dem jüdischen Volke so lieb geworden ist: Baron Edmund Rothschild Dieser edle Freund Palästinas steht treuherzig itnd tatkräftig an der Fahne des Wiederaufbaues, und seine Tätigkeit geht einer neuen Entwicklung entgegen. ־' ' ..,יי ׳ \ Hochverehrter Kongress t ,'י׳! י ־ ■ Manche glaubten, die Bestätigung 'des Palästina -Mandates bedeute das Ende politischer Sorgen. Aber gerade dio abgclaufcne Kongressperiode hat diese Sorgen vermehrt Eine förmliche Sturmflut von Anklagen nnd Beschuldigungen brauste gegen den Zionismus heran. Groteske Ucbcrtrclbtmgcn, Ammenmärchcn, Schaucrgcinäldc, ln denen eine zügellose Phantasie ihre Orgien feierte, wurden über unsere Tätig• keil und Absichten verbreitet. Unser Programm mochte noch so klar und bestimmt vor den Angen der Welt 110gen, dies half uns nichts, denn man dichtete uns Programme an, von denen wir keine Ahnung hatten, ja, die in einem diametralen Gegensatz'zu unserem Programm stehen. Wir, die wir durch Tradition und Interessenemcinschaft die aufrichtigsten Freunde des arabischen Volkes sind; wir, die begeisterten Anhänger des Grundsatzes gegenseitiger religiöser Achtung, dtc wir unzählige Male erklärt halfen, die heiligen Stätten des Christentums aufs sorgfältigste zu respektieren, wurden als Feinde der Araber und des Christentums verschrieen. Durch unsinnige, widerspruchsvolle Kombinationen wurden Schreckgespenster ausgemalt, Zerrbilder, die einfaltigen Leute zu schrecken. Leuchtete man einem soleben Gespenst ins Gesicht, verschwand es, um neuen Phantomen den Platz zu räumen. Hs ist tief zu beklagen, dass wir einer solchen Verwitrung, einem so gründlichen Verkennen der tatsächidien Verhältnisse dort begegnen müssen, wo wir ein reifes politisches Urteil zu finden gewohnt waren, ln einer Presse, die den grossen Prinzipien der Gerechtigkeit und der Freiheit huldigt, in einigen Organon der englischen Presse. Es ist dies eine ernste Erscheinung, die aber nicht ־zu tragisch aufgefasst werden darf. Vier Ursachen sind es, die die antizionistischc Pressekampagne zur Folge hatten; die Reaktion, der Antisemitismus, die Konkretisierung der zionistischen Ziele und die Tagespolitik. Die Reaktion. Die Balfour-Deklaration war ein Moment des Aufschwunges nationaler Gerechtigkeit, ein Auf• strahlen höherer Sittlichkeit in der Politik. Das Gesetz der Rückschläge nach grossen Ansätzen tritt hier in Erscheinung. Eine Idee hat durch die Bemühungen ihrer Anhänger, durch die Gunst der Verhältnisse, durch die ihr innewohnende sittliche Kraft dio gegnerischen Kräfte überwunden und ist zur Wirklichkeit geworden Aber dann sammeln sich die besiegten Kräfte wieder unc unternehmen gegen diese Wirklichkeit neue Angriffe. Mit einer erschreckenden Deutlichkeit zeigte sich die fatale Gesetzmässigkeit einer solchen Reaktion nach jeder Judenemanzipation in allen Geschiehtsperioden und in allen Ländern der Weit Wie sollte diese Reaktion nach der nationalen Emanzipation ausblciben? A ntisem 1tIsmus, Diese Reaktion findet reichlich Nahrung in der a n t i semitischen Welle, die sich während des Krieges und nach dem Kriege über verschiedene Länder ergos sen hat Die freiheitlichen Einrichtungen, die Achtung vor dem Gesetz nnd der gesunde Sinn dos englischen Volkes machen zwar eine Ausbreitung des Antisemitis mus in diesem Lande zu einer aussichtslosen Chimäre Nichtsdestoweniger ist es ja kein Geheimnis, dass cs Kreise und Zeitungen gibt, die von dein Gifthauche des Judenhasses nicht bewahrt wurden. Uebrigens braucht dies nicht durchaus ein englisches Produkt zu sein. Der Antisemitismus, der nicht müde wird, die Juden als intcr■ national zu beschuldigen, ist die ausgebildetste intcrnationale Organisation, die es je gegeben hat Die Brutstatten seiner Hetzereien in den verschiedensten Teilen der alten und neuen Welt stehen in einem engen Kontakt miteinander; die unterirdische Maulwurfsarbeit geht von Gand zu Land. Die Methode ist überall dieselbe : hinter der angeblichen Furcht von judenherrsebaft verbirgt sich die Leidenschaft der Judenbeherrschung, respektivo Ausrottung. Der Jude im zaristischen Russland, ausserhalb des Gesetzes stehend, aber verantwortlich, rechtlos, aber Sklave aller Pflichten, ohne Schutz, ohne Schirm, war immer derjenige, vor dem man das Volk zu schützen dio Pflicht zu haben behauptete. Der Pogrom von Kischincw wurde vom Plehvo angezettdt, um die ICischinewcr Bevölkerung vor den Juden zu beschützen und wer weiss, ob nicht auch die blutdürstigen Hctmanc der Ukraine eine solche Schutzldeo im Auge hatten? Jetzt heisst es: Palästina schützen; Dazu kommt noch ein anderer Punkt der antisemitischen Methode, die Megaiopsic, d. h. die Neigung beim Gegner, alle Gegenstände monsterös vergrössert zu sollen: haben, die Juden Menschenrechte errungen, so wird Lärm geblasen, dass sie alle Privilegien und Prärogativen an sich gerissen haiica-; ist Urnen das Rocht auerkamtf worden, auf dem Bojen ihrer Vater "ei ne Ffeimstütfc für ihr Volk zu er-1 ricTitcn, so wächst bald diese Idylle in der antlsemitsckem Einbildung zu einem mächtigen Staatswesen aus. Gegen! dieses wohlbcrcdmcte System der Aufbauschung und der! Entstellungen hilft kein Beweis und keine Berichtigung.: Dass jetzt der Zionismus das Hauptziel der Angriffe geworden ist, wundert uns gar nicht. Ist doch der Zionismus die markanteste Erscheinung des jüdischen Lebens, wie sollte ihn der Antisemitismus nicht verleumden nnd1 verunglimpfen? Die Konkretisierung der zionistischen Ziele. Dass der Neid und die Missgunst nicht schon!rüber zum Ausdrucke gekommen sind, das hat seinen Grund auch in dem Umstande, dass das Jüdische Nationalhcim früher ein kaum fassbares Objekt, ein abstrikter Begriff, der Nacliklang eines alten Mythus zu sein schien. Als das Abstrakte in Sinnfälliges, Greifbares, Plastisches umgesetzt zu werden begann, als es ein» Realität wurde, da änderte sich die ganze Art der Bohandlung dieser Frage und an Stelle der grossen Go1;־ sielttspunkte der Humanität, der Geschichte, der natio-! nalert Gerechtigkeit traten kleine, angeblich praktische,* im Grunde jedoch sehr unpraktische und kurzsichtige1 Erwägungen, die den Blick trüben und den Menscheu die äliigkeit rauben, grosse Dinge gross zu sehen. , * Tagespolitik. So' geschah es, dass die welthistorische Balfoar*• Deklaration während der Wahlkampagne hincingezent wurde, inmitten der inneren Spannungen, Parteikämpfe,׳ Stimmungsmache, Reklame, Polemik und Sensation, und dass in manchen Kreisen die grosse sittliche Autorität dieser internationalen Entscheidung der Zugkraft des opportunistischen Sclilagwortes der Ockonomic zu׳ widerstehen grosse Not hatte. Das Gemeine heftete sich! dem Grossen,* das Momentane dem Ewigen an die Sohle und zog es hinter sich in den Schmutz. Bessere Aussichtca ,, Aber trotz vorübergehender Irrungen und Wimm•'׳ gen, trotz gelegentlicher Missverständnisse und Verstim» immgen, zweifelten wir auch nicht einen Augenblick au dem Gerechtigkeitssinn des englischen Volkes und der englischen Presse. Wir sagten uris : diese Etappen müs-j sen durchgcmacht werden, schwere Kämpfe wird esi allerdings noch kosten und wir müssen einen klaren׳ 31ick für die lauernden Gefahren behalten. Ohne Kampf* :ein Sieg. Die neue politische Einrichtung, das nationale! leim für das jüdische Volk in Palästina muss seinen, *latz und seine Daseinsberechtigung in Ruhe und durch Arbeit erkämpfen. Wir wissen uns im Dienste der Sache des Friedens und der Ordnung und die Erfahrung wird die wahre Gesinnung unseres Volkes an den Tag legen. Es ist für uns ein aufrichtendes Bewusstsein, dass in etzter Zeit in der grossen Presse Englands mächtige Stimmen zugunsten unserer gerechten Sache sich erhoben taben. Wir fühlen uns erhoben und begeistert durch die Erklärungen Lord Milners und durch den Aufsatz, den Lloyd George letztens in der Presse veröffentliehen licss, Sic haben mit lautem Worte gemahnt, gewarnt, wenn giftige Zungen bösen Hass geschürt, ־wenn sic die öffentliche Meinung von Lügennachrichten um* garnt sahen, erhoben sie ihre Stimme zur ,Verteidigung der Gerechtigkeit und Wahrheit Die’jetzige politische Situation. Mit wahrer Beruhigung haben wir aus dem Munde ׳ der englischen Regierung vernommen, dass all die Ver- ' suche, die gegen das Mandat und die in dem Mandat gowiilirleistcten Rechte gemacht wurden, gescheitert sind. Wir schöpfen daraus die I ioffnung, dass cs den einmütigen Bestrebungen der Mandatarmaclit gelingen wird, die Schwierigkeiten zu beseitigen, auf dass die Segnungen einer gedeihlichen Kolonisation, dessen dringendes Bediirfnis wir so tief empfinden, dem Lande unserer Väter voll and ungestört gewahrt bleiben. Mit ernstem und redlichen Willen werden wir an die wichtigen Aufgaben herantreten, die uns nach dieser Richtung gestellt sind. Von der Ueberzeugung durchdrungen, dass nur jene Lösung wirtschaftlicher Fragen das Wohl eines Landes zu begründen vermag, welche das Gedeihen der ganzen Bevölkerung sichert, werden wir all die Unternehmungen fördern, im Geiste einträchtigen Zusammenwirkens, im Geiste der Gerechtigkeit und Billigkeit, aber auch stets eingedenk der verantwortungsvollen Pflicht, die uns die Interessen des nationalen Heimes für das jüdische Volk auferlcgen. UnscrePolitik. Unsere Direktiven laufen auf vier Punkte hinaus t Ausübung unserer durch das Mandat gewährleisteten Rechte, rücksichtsvolles Entgegenkommen gegen die nichtjüdische Landesbevölkerung, moralischer Einfluss durch vorbildliches kulturelles Wirken, Förderung einer intellektuellen Annäherung. Gewiss stellen wir schwere Aufgaben, aber unlösbar sind sie nicht. Der heilsamste Rat ist der dritte, durch vorbildliches kulturelles Wirken, denn darauf beruht im letzten Grunde die ganze Zukunft, aber wir legen nicht weniger Wert auf eine Annäherung an die nichtjüdisclicn Kreise im Lande. Die Gegnerschaft, die sich gegen uns organisiert hatte, setzte ihre Agitation gegen uns fort, In ihrem bishörigen Verhalten liefert sie uns den Beweis, dass sie sich in die unvermeidliche politische Notwendigkeit nicht zu fügen gedenke. Dieses Ist der tiefe, durch nichts auszafüllende Gegensatz, welcher uns vom Standpunkte dieser Gegnerschaft trennt. Uns gilt das der Regierung Grossbritanniens erteilte Mandat mH der darin wurzelnden Anerkennung des nationalen Heimes als die uncrschütterliehe politische Rechtsordnung, an welcher nach den fortschreitenden BediirMssco kc^jI da i