Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 59 (24.7.1923)
- Date
- 1923-07-24
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite m JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 59 Die Antwort des Centralvereins In der C. V. Zeitung vom 29. Juni nimmt Ludwig Holt ander in einem ״Antisemitismus und Zionismus“ betitelten Artikel Stellung zu den beiden in der ״Jüdischen Rundschau“ am 19. Juni erschienenen Artikeln, die sich mit unserer Stellung zuin Antisemitismus befassen. Holländer sefzt sich mit dieser! ,Artikeln auseinander, indem er die zionistische Siaatsauffassung bekämpft, die er als ״Brandkassenthcoric“ kenn* zeichnet. Er glaubt die zionistische Stellung zum Staat dahin charakterisieren zu können, daß die Zionisten die Gesetze erfüllten, über iltrc innere Einstellung zum Staate aber niemanden Rechenschaft schuldig seien. Demgegenüber vertritt der Verfasser die Auffassung vom Staat als einen die Gcsamtintercsscn der in ihrem vereinigten Menschen vorfolgcndcn Organismus. So kommt Holländer zu der Feststellung, daß der deutsche Zionist, der, um nach Palästina zu gehen, die Loslösung vom Staate erstreben muß, und der Ceuir.ii,':elnler, der seine ,,deutsche Gesinnung unbeirrt“ pflegen will, notwendiger Weise von einem völlig anderen Gesichtspunkte aus den Kampf gegen den Antisemitismus führe. Die Tätigkeit des Ccntralvcrcins basiere auf dem Gefühl engster Vcrwachsenheit mit dem deutschen Volke und sie sei keineswegs nur eine den Anti• semitismus abwehrende Täligkcit, sondern zugleich eine er• ziehende und aufbauende, die das Judentum aus dem Ghetto und damit aus einer ״reaktionären nationalistischen Auffassung des Judentums“ befreien wolle. Freie jüdische Deutsche zu erziehen, sei Aufgabe des Ccntralvcrcins. So kommt der Artiket von Holländer zu dem Ergebnis, daß jene Resolution, in der bestimmte Zionisten als willkommene Mitgfieder des Ccntralvcrcins bezeichnet werden, andere jedoch abgefeimt werden,*) auch heute nicht der Berechtigung entbchre. Mit Männern wie Franz Oppenheimer und Zollschan werde man stets Zusammenarbeiten können, mit dem Radikalismus, wie er in der Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“ zu Hause sei und durch Zitate aus Klatzkin und Dubnow näher charakterisiert wird, sei ein gemeinsamer Kampf gegen den Antisemitismus unmöglich. Was Hol- Linder für möglich hält, ist in folgendem Satze zusammengefaßt: ״Körperliche Abwehr auf gemeinsamer Grundlage, gemeinsame Abwehr verleumderischer Angriffe auf Bibel und Talmud sind möglich und notwendig. Damit sind aber die . gemeinschaftlichen Wege erschöpft.“ Wir beschränken uns heute darauf, den wesentlichsten Inhalt von Holländers Artikel kurz skizziert zu haben und bchalten uns eine sachliche Stellungnahme vor, Die Verhandlung mit der Brandeisgruppe Die vorjährige Convention der amerikanischen Zionisten hatte beschlossen, ein aus den Herren Rottenberg, Abel, Barondeß, Edlin, George Jacob H.Moses, Robinson und T o p k i s bestehende Kommission zu ernennen, die mit dem Palestine Development Council, der Organisation der Brandcisgruppc, über die Möglichkeit gemeinsamer Arbeit verhandeln soll. ״New Palestine“ ver- .. öffcntlicht jetzt einen ausführlichen Bericht von Morris Rothen■ borg, dem Vorsitzenden dieses Ausschusses, über das Ergebnis der Besprechungen, auf denen die P. D. C. durch Mack, Joseph Fels, Stephan W.ise, Rosenbloom Robinson und Bublik vertreten war. Der Gang der Besprech- ■ungen wurde dadurch charakterisiert, daß die Vertreter der amerikanischen Landesorganisatkm durch Herbeiführung einer sachlichen Aussprache den Frieden im amerikanischen Ziojiismus wieder herzustellen versuchten, während die Vertreter der Brandcisgruppc, von dem rein formalen Gesichtspunkt ausgingen, daß sie nicht als einzelne Zionisten, sondern als Verterter des auch Niditzionisten umfassenden Palestine Development Councils außerstande seien, in diese Vorhandlangen cinzutreten. Sie seien nur bereit, über die Möglichkeit gemeinsamer praktischer Aufbauarbeit in Palästina zu sprechen. Es wurde dann vereinbart, daß über gemeinsame Aktionen für das Ruthenberg-Projckt zu sprechen sei. Es wurde eine Unterkommission gebildet, bestehend aus den Herren Julius Simon und Robinson von der Zionistischen Organisation, um die Einzelheiten einer solchen gemeinsamen Aktion für das Ruthenberg-Projekt auszuarbeiten. Die Arbeiten dieser Kommission sind auf Wunsch der P. D. C. Unterbrochen worden, da genauere lnformaüoncn von Ruthenberg über bestimmte augenblicklich aktuelle finanzielle Arrangements noch fehlen. Aus dem stenographischen Protokoll über die mündlichen!Verhandlungen der beiden Gruppen wollen wir in Ergänzung des bevorstehenden Berichts nur die Ausführungen von Judge [Mack zum Keren Hajcssod zitieren. Mack sagte: ״Ich weiß nichts von offener Feindseligkeit von seiten meiner Gruppe, außer wenn völlige Abstinenz als Mißbilligung gedeutet werden sollte. Ich bin gelegentlich gefragt worden: ,Ich möchte jetzt jetzt Ihren Rat haben, ob ich dem Keren Hajcssod etwas geben soll und werde diesem Rat folgen: Halten Sie es für unvereinbar, für den Keren Hajcssod und gleichzeitig für die Palestine Cooperative Society und den Ruthcnberg-Plan zu spenden?“ Ich habe stets geantwortet: Nein, das ist nicht unvereinbar. Ich bin noch weiter gegangen. Auf die Frage: Soll ich für den Keren Hajessotl geben?, war meine Antwort stets, daß ich niemals jemanden geraten hätte, für irgend eine jüdische Sadie nicht zu geben und es niemals tun will. Ich bin manchmal sogar noch weitergegangen und habe gesagt: Ich rate Ihnen zu geben,“ Von deutsch •nationalen Judentum r In Münchener Tageszeitungen finden wir folgende Erklärung der Studentengruppe national-deutscher Juden, deren (Vorsitzender, wie zun Hohn, Hans Aufrecht heißt: ״Das deutsche Volk, durch eigene Schuld entwaffnet, von seinen Erbfeinden bis aufs äußerste gemartert, ringt um seinen Bestand. Seine Helden und bewährten Führer im Felde, deren Vaterlandsliebe und Tatkraft die ganze Welt bewundert, werden ihm von traditions- und gewissenlosen Milbürgern entfremdet,!Wie jeder treue Deutsche verurteilen P13־crrrErr:״ anläßlich der י?יד*יןדו ןן ן b0 W 4/ iiwiaUUt? »a!1 t. s \ Jj, ui« ■* JiSj t des allwcltliclicu jütl. sozialistischen Arbeitcrvcrbandct Poale-Zion in den Räumen der;,Ressource*1' Oranienburger Str. 18 Donnerstag, den 26. Juli, abends 8 Uhr» Eröffnungssitzung. Sonnabend, den 28. Juli, abends 8'/,Uhrs Vortrag Dr. Nachmann Syrkln (New-York): Die jüdische Arbeiterbewegung in Amerika. Montag, den 30, Juli, abends 8% Uhri Vortrag Ben Zwi (Jerusalem): Juden und Araber. Mittwoch, den 1. August, abends 8 Uhr: Meeting: Kampfproblcme der jüdischen Arbeiterschaft. Redner: Delegierte aus Amerika, England, Oester* reich, Palästina, Polen, Rumänien. Ausgabe von Dauerkarten, die zur Teilnahme an den Sitzungen der Konferenz und sämtlicher Veranstaltungen berechtigen, sowie von Einzelkarten im Büro Poale- Zion, Auguststraßc 17 III (Norden 4437). Jüdische Arbeiterbuclihandlung, Artillericstraßc 8 (Norden 4240). *) Der Hauptteil des Beschlusses lautete: ״Soweit der deutsche Zionist danach strebt, den entrechteten Juden des Ostens eine gesicherte Heimstätte zu schaffen oder den Stolz des Juden auf seine Geschichte und seine Religion zu heben, ist er uns als Mitglied willkommen. Von dem Zionisten aber, der ein deutsches Nationalgcfiähl leugnet, sich als Gast im fremden Wirtsvolk und national nur als Jude fühlt, müssen f/ll uns trennen,“ ■ Das Internat In Haiia Der Verband jüdischer Frauen für Kulturarbeit in p*, Lästina sendet uns folgenden interessanten Brief zum Abdruck: H a i f a, d. 9. & 23, Sehr geehrte Frau Dr. Lcszynsky, es ist seit langem meine Absicht, Ihnen zu schreiben; denn ich weiß, es interessiert Sic und es interessiert die Damen des Verbandes alle, unsere Arbeit hier zu hören. Ich kann mich nur mit Z{jj, maiigcl entschuldigen. — Sie wissen, daß unser Internat bercits in vollem Betrieb ist, wenn auch vorläufig nur in kleinem Umfange. Wir sind froh, begonnen zu haben; in der Praxis hat cs sich am deutlichsten erwiesen, wie stark das Bedürfnis nach einem solchen Institut war. Wir arbeiten, wie gesagt, in kleinem Umfange, aber immerhin doch in viel größerem, als wir cs uns vorher gedacht. Wir hatten für den Anfang mit mit 6 bis 8 Kinder gerechnet und arbeiten in der Tat mit 14 und haben eine ganze Reihe von Ncuanmcklungcn für das kommende Schuljahr; die Räume, die wir in der Schule für die Zöglinge eingerichtet hatten, reichten nicht aus, wir mußten noch Räume des Technikums hinzunehmen, und jetzt stehen wir vor dem Bau eines gesonderten Internatsgebäudcs. Der Plan Ist von dem Architekten Kornberg bereits gemacht, die Baucriaubnis bereits erteilt; in allernächster Zeit wird man den Grundstein legen. Der Bau wird in nächster Nähe der Schule auf Technikumsboden stellen. Das über die äußere Entwicklung. Die Innere steht In innigstem Zusammenhang damit. Die Kinder sind gern bei uns. Die Eltern haben Vertrauen zu uns; sie sehen ihre Kinder bei uns körperlich und geistig gut versorgt und machen für uns die beste Propaganda. Eine merkwürdige Erscheinung ist es, daß Haifacr Ettern ihre Söhne uns übergeben; sie glauben sie hier besser aufgehoben als im eigenen Hause. Wir selbst sind natürlich noch weit davon entfernt, mit unserer Arbeit ganz zufrieden zu sein. Wir fühlen alle, die wir uns mit der Erziehung beschäftigen, daß noch ein ganz anderer Kräfteaufwand nötig ist, um dem Ideal der Internats- Erziehung nahe zu kommen. Wir brauchen noch Menschen die dabei helfen. Uns nach denen umzuschen, ist jetzt unsere wichtigste Aufgabe. Alle die jetzt mitarbeiten, Dr. Biram und Herr Enoch (Hamburg) sind viel zu stark mit Arbeit belastet, um so noch lange fortfahren zu können. Ich brauche aud: dringend Hilfe; ich habe neben der Leitung der Schulküdie, die früher mein einziges Arbeitsfeld war, nodi die ganze Führung des Internats und der Erziehung der Mädchen übernommen. Das ist zuviel und auf die Dauer muß die Arbeit darunter leiden. — Ich sdireibe Ihnen das in der Annahme, daß •Sie vielleicht Gelegenheit haben von einer ge■ eigneten Mitarbeiterin zu hören. Sie muß hebräisch können, möglichst Haushaltungslehrerin sein, oder wenn das nicht, Erfahrung in Hausarbeit, Gartenbau und Geflügelzucht haben, Dr. Biram wird zum Kongreß in Karlsbad und nachher auch kurze Zeit in Berlin sein. Ich wurde mich freuen, wenn er die Möglichkeit fände, sich persönlich mit Ihnen zu beraten. Ich denke nun bei der Erweiterung des Internates mit aller Kraft an die5 Eröffnung der Frauenschule. Ich will mit Beginn des neuen Schuljahres 8 bis 12 Mädchen, zur Hälfte aus den unteren Klassen unserer Schule, zur Hälfte aus Volksschulen für die Kurse aufnehmen, in der Gestalt, wie ich es 8. Z. in Bcriin schilderte, daß diese Mädchen tatsächlich alle Arbeiten für das Internat besorgen (Kochen, Waschen, Plätten, Ausbessern, Hausreinigung), daß sie daneben Gartenbau und Geflügelzucht erlernen, alles das unter Anleitung von Lehrkrähen, d. h. mit ständiger Beaufsichtigung bei der Arbeit und mit theoretischem Unterricht. Id: deute das nur in aller Kürze nacheinander an, weil ich Sie mit meinen Plänen vertraut weiß. Auch in dieser Beziehung komme ich mit einer Bitte: Sie erkennen die Wichtigkeit dieses Planes und Sie werden Ihren Einfluß bei der Frauenorganisation geltend machen, um uns zu der finanziellen Unterstützung zu verhelfen, die erforderlich ist, um die Arbeit beginnen und mit Erfolg weiter führen zu können. — Ich habe der Organisation ein neues Memorandum vorgelcgt und ein Budget hinzugefügt Ich bin gern bereit, Ihnen persönlich Abschriften einzuschicken, wenn Sie Wert darauf legen. Meine Bitten sind fast ohne Grenzen. Wird es möglich sein, unsere Kücheneinrichtung nodi ein wenig zu vervollständigen? Dadurch, daß wir jetzt nicht nur Mittagstisch haben wie früher, sondern Tagesküche führen, haben sich noch mandie Mängel in Bezug auf Geräte fühlbar gemacht. Ich wäre sehr dankbar für die Ansdiaffung von Kochkisten. Was wir außerdem dringend brauchen, ist eine gute Passiermaschine. Wundcrsdiön wäre es, wenn wir für unsere Internatsküche Porzellangcschirr bekommen könnten: Teller aller Arten, fleischig und milchig, Tassen, Untertassen, Gläser — je 5 Dtz. — Ebenso einige Auftragschüsseln, Terrinen und Kannen für Kaffee, Milch und Tee. Unentbehrlich werden für uns die. Internatsküche, die nach dem Neubau von der Schulküdie getrennt sein wird, wenigstens für die Morgen- und Abendmahlzeiten und für die Sabbath- und Feiertage, Messer und Gabeln, Löifel und Tee- Iöffcl sein, je 5 Dtz., jeder Art für fleischiges sowohl für milchiges Essen. Töpfe und Pfannen werden wir in kleiner Zahl aus der Schulküdie nehmen können, Holzgeräte werden in unserer Tischlerwerkstatt angefertigt weiden, Sie sind mir nicht böse, daß ich Sie mit soviel Dingen leihe ausgeschrieben, auch würfen seitens der britischen I (Si'״Mben uf J Verband aus so Regierung der Regierung von Palästina nie irgendwelche I v? untcrjt״tzt! «ns (la<11!rdl die Arbeit überhaupt erst er- Vorschüsse gewährt. Die Summe, die Sir Charles Yjatc | ®°, , "ucil m1t gleichem Vertrauen an niemand nennt, ist von den Kronagenten für die Kolonien vorgeschossen worden und wird vom Ertrag der Palästinaauch’ wir die Beschmutzung und Verkleinerung alles wirklieh Großen, das in unserer Zeit und in unserer Heimat erstand. Wir erheben Einspruch gegen die unbegründeten und trotzdem wiederholten Angriffe Dr. Wieners, des Syndikus des Ccntralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, gegen General Ludendorf. Nachdem dcutsches Recht, wie zu erwarten war, zugunsten des Feldherr!: gesprochen und der Syndikus gegen das Urteil Berufung eingelegt hat, halten wir es für unsere Pflicht, von dem Treiben Dr. Wieners und seiner an Zahl leider nicht unbedeutenden Hintermänner entschieden abzurücken und ihr Verhalten äffentlieh zu brandmarken“ Einer Kritik bedarf diese Kundgebung iridvt, Was darüber zu sagen ist, bat Theodor Herz! in seinem ״Mauschel“ unübcrtrcfflich gesagt, ׳ )■—-.-.— politische JNfacfmcbten Besuch des König Feisal In Amman Jerusalem (J.C.B.). Der König von Mesbpotamien, Feisal, begibt sich nach Amman, um seinem Bruder Abdullah, dem Emir, von Transjordanien, einen Besuch abzustatten. Anfragen im Unferhaus London (J.C.B,). Mr. Decker fragte Im Unter■ haus, ob es dein Untcrstaatsscktrctär für die Kolonien bekannt sei, daß die Ruthcnbcrg.Gcscllschaft gegen den Wunsch der Stadt Verwaltung von Jaffa dort Pfeiler für die Ekktrizitätslcilung auf stelle und ob dies mit Zustimmung der Regierung geschehe, Mr. Becker fragte, ob der Unterstaatssekretär die Angelegenheit untersuchen wird, da dadurch Unruhen hervorgerufen werden, Mr. Ormsby Gore antwortete: ״Es ist mir nicht bekannt, daß die Jaffacr Stadtverwaltung gegen die Aufstellung von Pfeilern für die elektrische Leitungen protestiert hat. Es ist mir auch nicht bekannt, daß das Unruhen verursacht hat. Die Regierung hat der Aufstellung dieser Pfeiler zuge stim tn t“ London (J.C,B.). In der Uintcthawssitzung von Montag, den 16. Juli, fragte Mr. Whitelcy den Unterstaatssekretär für die Kolonien, wie viele Beamte der Palästinavcr• waltung vom Oberkommissar angesteilt wurden und wie viele von ihnen Eingeborene Palästinas seien ln einer schriftlichen Antwort teilt Mr. Ormsby Gore mit, die Gesamtzahl der Beamten der Palästinaverwaltung die alle vom Oberkommissar bestellt werden, betrage 377 Oberbeamte und 2183 Unterbeamte, Der Staatssekretär werde fcststcUcn, wie viele von ihnen Patä stinenscr seien, es müsse aber daran erinnert werden, daß die palästinensische Staatsbürgerschaft vom Staatsbürgerschaftsgesetz abhängen müsse. Dieses könne aber nicht eingeführt weiden, ehe nicht das Mandat vollkommen in Kraft getreten sei. London (J.C. B.). Colonel Sir Charles Y jat e fragte den Untcrslaatssckrctär für die Kolonien, ob angesichts der Tatsache, daß die britische Regierung für die Palästinaanlcihe nicht verantwortlich ist, und die Palästinaanleilic ohne Zustimmung der palästinensischen Bevölkerung ausgeschrieben wurde, der Zeitpunkt angegeben werden kann, wann die bisher vofgcschosscuc Summe von 1 355000 Pfund zurückgezahlt werden wird, Mr. Ormsky Öore antwortete: ״Es wurde keine An anlcihe, sobald diese ausgeschrieben wird, aus gezahlt wc rden“ Vatikan und Palislinnnwndat Ronf, 18. Juli. (J.C.B.) Es verlautet hier, daß der Vatikan neue Verhandlungen mit der englischen Regierung angeknüpft hat, um eine befriedigende Losung der Frage des Mandates und des Besitzes der heiligen Orte in Palästina zu erzielen. Voraussichtlich wird sich der Völkerbund rat mit diescr Frage in seiner nächsten Sitzung beschäftigen. Die Danzfjjcr Kongrcßdclcgjcrtcn anders wenden könnte. Ich bitte Sie höflichst, mir möglichst bald mltzutcflen, wie Sie zu unseren Plänen stehen und wie weit wir ferner au( Ihre Hilfe rechnen können. Ich grüße Sie bestens und bitte Sie mich auch den anderen Damen des Verbandes zu empfehlen. Ihre 'Johanna Thom asche wsky. Etwaige Spenden für obige Institution (Geld oder Gegenstände, — Geschirr muß aber imgebraucht sein, da die Einrichtungen, die wir unterstützen, alle streng nach dem jüd. Gesetz geführt werden -) sind zu richten: an das Büro des Verbandes Jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina, , , *?■ der a12 .\״. Juli staltgcfwdencn Wählerversammlung I 7 H. von Frl. Lychenheim, Berlin C. 2״ Burestraße 27 Büro 22! c<ata^n ^'?n2t1sc!c, Organisation für das Gebiet der freien Dort wird auch jederzeit Auskunft über die Arbeit *des Ve» Stadt Danzig Herrn Rechtsanw. Dr, Herbert Lewy zum Datebandet erteilt “ ‘ giettcn und Herrn Adel( Majur »m EmUdelegiertes gewählt, '