Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 58 (20.7.1923)
- Date
- 1923-07-20
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 370־ JUEDISCHE RUNDSCHAU f f * Das ScIiuJbudget von N, Tweriky, Ja!!*, Das Mitglied des Aktl6ns*Comitfs1 N. Twcrsky, ver* «öffcntlicht im ״Hapoül Hazai'r" eine Artikelserie über die bis- Beschlnlifassung .־nif den Kongresse« •Is asicli bei der Durcütidirung der Beschlüsse. Bemerkenswert ist die Erklämtig des Verfassers, statt auch die linken Parteien, zu denen er gehört, ihren Fehler «insehen miillteu, daß sie bei den Abstimmungen stets Erhöhung einzelner Posten verlangt und durch Majoritätsbeschluß ott durch״ esetrt haben, ohne sich um die Frage der Deckung zu kümmern, D,c Folge davon war, daß diese Beschlüsse rein akademisch blieben. In der Folge müssen alle (»nippen mit gesteigertem Verantwortung»;- gefüllt darauf bedacht sein, das Ausgabenbudget mit sie« in erwartenden Einnahmen in Einklang zu bringen. Die brfahrungi!1 der letzten Jahre zwingen uns allerding», einschneidende Aendenmgeii in der Verwendung der (•ekler durehzulühron, da wir sonst üciahr laufen, daß die national und ökonomisch wichtigsten Auiguben 7« kmz kommen. Wir geben im folgenden eine lieber* 1-ctM1ng jenes Abschnittes, der sich mit dem Erziehung*- Innige! beschäftigt. Der Artikel ist noch vor der letzten Bcilincr A. C. Sitzung geschrieben. A. d. R. das zionistische Budget. Er kritisiert d.'tbc! herige zionistische Praxis, sowohl bei der Der Löwenanteil an der finanziellen Leistung der Zio* nistischcn Organisation — etw a 30 ״,» des Budgets — wird fiir das Erziehung,swesen ausgegeben, und e« ist sogar schwer, über diese Frage *üblich tu sprechen; denn wer darüber kritische Betrachtungen anstcllt, setzt sieh der leidcnsclmtt* liehen Erregung der Verteidiger des Schulwesens aus. Man muß gestehen, von allen öffentlich tätigen des Jischmv sind die Funktionäre des Erziehnngswesens die energischsten In der Beaiheitung der öffentlichen Meinung. Wie gewöhnlich bereiten sie sich auch diesmal schon darauf vor, für das Erziehungswesen den ersten Platz im Budget des Kill. Kongrosses zu wahren. Es ist überflüssig, daß gerade wir vom ״Hapocl llazai'r“ »ms gegen die Beschuldigung verteidigen, daß wir das Erziehniigswesi'U verraten. F'nserc Verdienste um die Schaffung und die Entwicklung des Erzichnngswescits int Lande sind zu bekannt; es muß sogar betont werden, daß man heute auf der ganzen Welt schwerlich einen Zionisten finden wird, der nicht die Rolle des Erziehmigswcscns bei n Auibau de! jüdischen Palästina und hei der Auferstehung des Volkes gebührend würdigen Winde. Und wenn trotzdem die Gegnerschaft gegen das Erzichtingsbmhjct so groß ist und ständig wächst, soilaß heute sogar die Mehrheit der östlichen Zionisten dazu gehört, 60 ist dieser Zustand nur durch die Verteidiger der Er- Ziehung selbst entstanden, welche unentwegt auf der ziouistisehen Tribüne erscheinen und in der tragischsten Stunde des Zionismus eine Ausnahmestellung für die Erziehung bcanspruchcn, olme auf die andern Bedürfnisse des Aufbaus Rücksicht ztt nehme», ohne deren Befriedigung auch der ganze Bau der Erziehung mir ein Kartenhaus Ist, ״Am letzten Tage der Londoner JahtcsFonfercitf im August 1920 erreichte der Sieg des ErziehtingsWesens seinen Höhepunkt, indem beinahe einstimmig von der Konferenz ein Budget von 1/4 Million Pt'und jährlich für Erziehungs- und Kulturarbeit angenommen wurde," — So erzählt Dr. Mossinsohn in der Broschüre, die der Merkas Hamorim (Lehrer- Ausschuß) vor einigen Wochen lierausgab. Als Teilnehmer an jener Konferenz, muß ich bemerken, daß dieser Sicgesjttbel schon damals ganz und gar nicht atti Platze War, denn die Begcisicrung über den Antrag auf ein Budget von Million war nicht sehr groß und wenn er angenommen wurde, so geschah dies nur dank der t,iiiciGtützt'.ng der zahlreichen Delegierten der Linken. Diese Delegierten sahen gesenkien Hauptes da angesichts der Katastrophe und der Enttäuschung all ihrer Hoffnungen, angesichts der Tatsache, daß diese historische Konferenz endete, ohne ein Budget frstzuaetzen weder für die Landwirtschaft noch für Irgend einen andern Zweig det Aufbauarbeit . , . und vielleicht haben eie zur Annahme (lei Unterricht geholfen, um die Leiter der Konferenz ad absurdum ZU führen. Der Beschluß hatte von Vornherein keinen ernsthaften Boden, und die Wirklichkeit, welche schnell deh Siegern ins Gesicht schlug, Vvar keine Uebefraschung. Die Enitäuschung war notwendig, sie hatten über die Lchrcrschnft gerade ihre Verteidiger gebracht, die mit ihrem Willen die ganze bittere zionistische Wirklichkeit vergewaltigen wollten, Klar zeigt «Ich dieser Wille in den Worten Df, Mosslusc'tn» in derselben Broschüre: ״Im Jahre 5631, als die zionistische Leitung den Lehrer mul alle seine Hoffnungen 80 grausam enttäuschte" —, grausam, weil man von einer Gesamteinnahme von 300 000 £ in jenem Jahre nicht die ganzen 250 000, die auf der Londoner Konferenz bcschlosicti wurden, für ErzichuugRWc.acu ousgegeben ball Seit damals wächst die Gegnerschaft in dcit Kreisen der Zionisten und sogar der geistig interessiertesten; man wird heute schwerlich einen Zionisten finden, bei dem ״die!Eröffnung einer Schule hundert Kolonien aufwlcgt", und das Bestreben, die Schule in so übertriebener Welse Über alles andere zu erheben, mußte eine Reaktion austösen. Dem XII, Kongreß ging die A. C.-Sltztmg In Prag voraus. Dem Vertreter des Erzlelnmgswcr.cns gelang es dort, dns ganze Eizichungf,billiget von IÖOOCO £ durchzuscUcii, und, obwohl der Beschlnli des A, C. nur den Wert eines Antrages an den Kongreß hat, beeilte man «ich, den ״Sieg" 11,״eh Paliiatitta 2m nieklen und bediente sich aui dem Kongreß gegenüber jedem Versuch einer Einschränkung des Argumentes, daß schon der Vertrag mit den Lehrern für das künftige Jahr ab- Rcschlosscn ist und die Entschädigungen für Jetzt gekündigte teurer kommen werden, als alle Ersparnis!(:, Und als die lindget-Koitimlssion beschloß, trotzdem 10000 £ von dem Budget zu streichen, trat Dr. Mossiusoltli aut die Tribüne und drohte mit einem Streik 'der Lehrer, . , , So errang er wieder einen ״Sieg", denn wer von den Delegierten hätte gewagt, den Skandal eines Lehrerstreiks in Palästina auf siel» zu nehmen. Jedoch diese beiden ״Siegt" waren nicht von langer Datier; zur gegebenen Zeit kündigte die Leitung allen Lehrern, um für das Budget freie Hand zti behalten, und bei der Jahres- Konferenz, gelang es den Vorkämpfern des Erzielltmgsv.'cscns, die Verringerung mir auf 30000 £ festzusetzeu, gegenüber den 10 000 £, die sie beim Kongreß erhalten hattet». Es mtlß auch bemerkt werden, daß die erwähnten 10 000 & aus dem für den Rau von Schulgebäuden bestimmten Budget gestrichen wurden; Schulgebäude wurden also nicht gebaut, und ein Jahr nach der Drohung mit dein Streik wegen einer Herabsetz.ung tun 10CQ0 £, hielt cs der Wand Haehinuch »clbst für möglich, das. Budget um ■25 000 £ zu verringern. Die streitbaren Vorkämpfer der Erziehung mit ihrer Vergew altigtmgstaktili, die zehnmal im Jnhf mit Streik* und Schließung der Schulen drohen, sie sind cs, die alle jene zur Gegnerschaft drängen, deren ganzes Streben au[ die Schaffung der Siedlung in Palästina gerichtet ist, einer materiell und geistig gesunden Siedlung, du deren llotfuung gefährdet wird durch eine übermäßige Einseitigkeit. Die Ücbcrtrcibuug der einen Seite erzeugt notwendig Extremismus auf der andern. Wenn wir das Problem des Er/Ichungsbudgcia genau he« trachten, so steht vor uns die Forderung der Erzknung der palästinensischen Kinder lind künftigen Bürger als ein orgai ischcr Teil unserer kolonisatorischen Tätigkeit, jedoch — nur 013 ein Teil tind nicht als die Hanptsachc, ein Teil, der auch von der allgemeinen Wirklichkeit betroffun Ist. der sich auch nicht weniger «13 die andern Telle dieser Wirklichkeit anpassen muß! wir betrachten die Lehrer nicht als ein« auserlesene Sekte, die das AllcrhelllgstC hütet, sondern als Menschen, die eine der wichtigen Aufgaben bei der Schaffung; unserer Siedlung misfüllcn, .ebenso wl« andere Gruppen, andere nicht minder wichtige Aufgaben des großen .Sterke« ausübeti, Ncuiv.ililco In Oesterreich Wien, '(J.C.B,) Die Wahlen für die österreichische Nationalversammlung sind für ddn 21. Oktober ti, J. aus־ geschlichen. Glcidizeltlg werden auch die Wahlen ln den Wiener Ocmcindcrnt sintlfhuleit. Die zionistische Par* teiOesterreichs dürfte auch diesmal mit einer eigenen K n 11 cl id a t c 11 li st t an der Wahl beteiligt Sein, obwohl auf Grumt der neuen Wahlordnung 11 u r w en I g H 0 f f 11 u n g voihandcn Ist, daß die kleinen Pnvlolctt oder Nattounllttttci! ein Mandat erringen. Es wird In gewissen Kreisen geplant, eine gemeinsame Liste aller kleinen bürgerlichen Parteien, die jüdischen A'-dmllnnlen inbegriffen, aufzustellcn, Für den Oe• m ei nde rat werden die Zionisten bestimmt eine eigene Liste aufstcllcn! es sind aber WChlg Aussichten vor* banden, daß alle früheren jüdischen üemelttderätc wieder* gewählt werden. 3^<M»z1asHj}g1 ו״וו*^ןBH^י«^.י<gs«nw1SM■^ון^^^ w« Nr.!8 Eine Delegation der Agudas Jlsroel bei Herbert Sanmel Das Pressebüro der Aguda» Jisroel meldet! Sir Herbert Samuel empfing vor seiner Abreise eine Delegation der Agudas Jisroel in einer cinstündigen Audienz, |n welcher die Forderungen der orthodoxen Gemeinde ״Waad liair Haasclikenaal", hcfüglicli deren Unabhängigkeit vor* gebracht wurde. Der Obcrkommlssär versprach «Ine Lösung zu suchen, die den erwähnten Forderungen Rechnung tragen soll. Sir Herbert Samuel ersuchte sodann Rabbiner Horo* witz, der Keneasio Oed au 10 der Aguda* Jlanoej »eine persönlichen Grüße und Glückwünsche zu übermitteln, > Das Rulbcnbcrg Projekt London (J. C. &.). Im Unterhause fragte Mr. Becker de! Unterstaatrsekretär für die Kolonien, ob er angeben könne, mit was für Kraft die von der Ruthenberg-Compagnie in Palästina gebrauch!™ Dyna-Maschinen betrieben werden, 111 einet schriftlichen Antwort teilte Mr. Ormsby Gore mit, daß gegenwärtig Ocl henüut wird. Die Ausnutzung dt» Wasserkraft hat noch nicht begonnen. Der |lhllsc!1e Pavillon nul der russischen landtvlrischaüiU'heii Ausstellung Riga, (J. C, B.) Wie die jikliieli-kommunistisehe Zeitung ״Eines" mIMcilt, beschäftigt «Ich das jüdische Kommissaria| mit den Vorbereitungen für die Teilnahme an der altnusiaclien lnndwirtsciinfllichcn Ausstellung. In einem jüdischen Pavillon wird alle» konzentriert werden, was den Zustand der Landwirtschaft unter den Jude« vor der Revolution und jetzt charakterisiert und die Au»׳ sichten für die Zukunft aitzcigt. Zcnlralral der indischen Wellhlllskonicrcnt Pari», (J.C.B.) Am 29. Juli wird in Mi rIe n b!4 die vierte ordentliche Sitzung des Zcntralrates der jüdische« WcUhilfsF.onfcrcn/. stattfimlen. An dieser Sitzung wird die von der jtlillsclien Wcilhillskoiiferenz nach Kußland entsandte Delegation, bestehend aus den Herren Dr, M, Gran, Prof. Silberberg, R, (iriluhcrg und Ihr, V. Adler ttiltKhmen. Den Vorsitz wird Prol. Simonscu (Kopenhagen) lull ich, Titljjl'.cl! der lüdisehc« Wcli!!n1sk0n!crent ln der Ukraine Paris, (J.C.B.) Wie der Vertreter der jüdischen Welt* hiifskonfctctiz in der Ukraine, Dr. Adler, berichtet, werden von der jüdischen Wcllhllfskonfercnz 80 Kinderheime, 20 Heilanstalten und 20 lnvalldeiihäuscr. die verschiedenen lokales Gesellschaften oder Regierungsbehörden gehören, In der Ulirnluc und Krim unterhalten. Unter den genannten 111• stitutloncn sind die Kinderküchen und die medizinischen An• statten, die von der jüdischen Wclthilfskonferenz »clbst begründet wurden, nicht inbegriffen. Ungefähr 500 Wohlfahrt»* onstalten in der Ukraine erhalten von der jüdischen Wdthilfskonteren! von Zeit zu Zelt größere Subventionen, Imgesamt Würden von der jüdischen wellhllfskonfcfenz über 100000 Personen ln der Ukraine unterstützt. Unter diesen sind '15 000 Kinder! Kleine NachrlcMen Dr. Weizmanrt weilt gegenwärtig zum Kuraufenthalt ln Schuls-Tarasp (Schweiz), wo er bl» zum Beginn de» Karlsbader Kongresses verbleiben wird. Der bekannte Wiener Philosoph ,Prof. Wilhelm Jeru« »«lein, der erst vor wenigen Tagen zum Ordentlichen Pro* fcssor an der Wiener Universität ernannt wurde, ist im Alter von 69 Jahren infolge eines Heizschlagcs plötzlich gestorben. Del einer geheimen Abstimmung im lettischen Sejm über da» Budget des Erzieh u u g!■ u c p a r t c in ent» stimm* teil (8 Abgeordnete gegen und 41 für de« Minister Oajlit. Oiijtit hat darauf sein Amt uiedergclegt. Der amerikanische One ׳ Ürlth-Orden schickt eine Sonder* kmnmipsiott nach Mexiko, utn die Erfolge der Jüdischen Ein♦ Wanderung in diesem Lande zu studieren. Dar Vertreter der Wiener Versicherungsgesellschaft ״Phö* nix“ ist eben aus Palästina ztirückgckehrt. wo er die Versiehe* rungsgescllschaft ״Phönix" eingetragen hat. . ..! ' ... ■I * ■ *«•?"■«■■■י Uli.■JüUKSt'MU—SO Zur Erneuerung der Icbräischen Drucktypen Mit dem wiede renvnchlei! Inferes.'e an der hebräischen Sprache ist die Nachfrage nach hebräischen Büchern gewachsen, und es werden auch höhere Anforderungen an den Druck gestellt, wie vor der hebräischen Sprachbeweguug, Dem Ver* langen (lad! Gchruiiclisatisgnlicn, die «!ein den einfachsten Kegeln der Driitkkun'it und ries gu(eü Geschmack» zuwider* Linien, ktmn die l»,11riüschc Druckpresse kaum entsprechen; kostbare LtixusniKguhcn iimitstrllcn, ist heute ein recht gefährt! ehe* UitteriivhiiicM, Es fehlen Technik Und Material• kcmtinls, Tradition nml Verständnis tilr den alte!» Typciivelchtum, die weder ditteli sinniozes Nachdrucken alter Vorbilder, noch «It'rclt frei erfundene licbriitscl! »ein so'lende Phantasie.״Iplmhete erselzt wehten. Eine unheilvolle Vchptickuu״ beider Versuche führ! mich weniger zum Ziel, die Drucktype unterliegt, wie alle anderen Kur1stHullrr1mg1״», den Gesetzen von Ma- 'tcrial, Technik mul der ״('stellten Aufgabe. Sind die Arbeiten nicht mit unnötigem Historizismus gefertigt, der nur alte Formen kopiert, olme iii ihr Wesen cinzudringen, so werden de auch dem Zeitgeist gerecht werden. Malerial und iTcclinik entsprechen denen jedes anderen Dmckcrcibetricbcs, an die Arbeit•uhclltod11־.׳ der mitsterglÜligslen Druckereien, Wie •de t. B. in Deutschland׳ vorhanden sind, kamt sieh die hebritische Druckpresse ohne Schaden halten. Tradition Und (Verständnis für dm ritten Typeiireiclitum *lud schwerer zu erwerben, weil wir bl» jetzt noch keine Vorlageltwerke he- «sitzen und die Originale selber schwer zugänglich »;״d, Fs .״fehlt auch an einer gründlichen Darstellung der Entwicklung der hebriilstlicn Buehstnben, aus denen sich sowohl die Eigen* kirt der Buchstniien selber, ah auch die Wandlung ihrer Forinen Int Sinne des Zeitgeistes ersehen lassen. Bei dem Stand der Dinge ist c» erfreulich, daß *ich ein [Verlag gefunden hat, der bereit ist, die Anfänge der hebräi* *Chen Druckkkunst durch Publikationen bekamtlzumadien, Als erste Arbeit erschien ein Fakslmiliü der Erstausgabe der geriruektelt Maggadalt, die sielt litt Machst),•‘ fkinchio Voll 1485 findet, Die Bedeutung der Bonelnateil für da» jüdische Volk Ist wohl am besten durch 'lirei! eigenen, stolzen Wahtsprueh: ״Denn von Zion gellt die Lehre aus, und da» Wort Gottes!von Soncino" gekemizeichnet, Ihre Arbeiten ■sind heute noch litorbiidlicli; Wie voll und ganz ist jede Type amtgedruckt, svi« voriciiliafi der Sali auf die Seite verteilt! So bescheiden die Initial«!) •litt mögen, «U ilitti Mllattrwirk« dir Typ«• graphie, fügen sich gefällig Ins Ganze ein tintf falle« nicht tmgebiihrlicit ins Alice. Es war eilt unter Griff des Verlages, aus der Fülle des Materials gerade diesen Druck zu wählen, Er zeigt, wie gut die hebräische Druckpresse früher arbeiten konnte, und wie wenig er dabei auf Illustratives Beiwerk und allen Schmuck aiikoiiunt. Jede, auch die einfachste Arbeit kau« ein Kunslwcik sein, wem! sic allen Anforderungen, die sie erfüllen kann, entspricht! Mit spaniiumig werdet! alle Interessierte!! Kreise die durch einen p rächt vollen Prospekt a״gckümll1׳lc Folge des Thesaurus Tvpograidilae Ilcbralra# Saecitll XV, erwarten, Nud! den »!riickircfmisth 0׳ witlltrinmenen Wiedergabe!» der llaggadah aus Soiieino darf tu an das Bede erhoffen, Für den wissen» siiu'fillicheii Teil hflr«t der Name des sowohl Wegen seiner Gelehrsamkeit, als auch Wegen seiner erfolgreichen Arbeit nls Snininl״(■ hebräischer Werke für die Fraiikfurlef Sladi* bibliiitlick beriilimtcn Bibliothekars Prof, Dr, Frei Ina Hu, Diesen Gelehrten für die Arbeit zir gewinnen, war piclier nicht leicht und beweist, daß die Leitung des Verla!{3 Marx ti. Cd, gute, Beziehungen titul Sndikemunh besitzt, ohne die ein so Bclnvierlges Unterncliincii nicht erfolgreich seilt könnte. t)ic hi'lier von der Wissenschaft vernachlässigte hebräisdic Intel!nabel-Typograpliic, deren Originale zu dctl größten Seifen* licitcn gehören, 11er Ocffcmlichkeit ztigiinglicls zu machen, ist eine Wichtige Aufgabe. Hoffcntlidi gelingt cs, den ganzen Plan zur Ausführung; zu bringen, tont von sämHldicu zurzeit bekannten etwa!20 liilutuabe'11 Wiedel gaben vt»t1 einer oder Uwhreien Srlienprohcii, vxnl Uebersdirlilcn, llhrdrnltoiiell, Ornnmeult’it, Koloplioiiei! zu veriiffeiitlidten. Durch diese Ptihll* katiimcn würde ein »mifasscndes Bild der hebräischen Früh* drucke vermittelt weide«, und! das abschließende Malerial für die Annalen der hebräischen Inkunabeln, wie es bisher für die Inkünobriforsduing hoch *ildrt Vorgelegen hat, gesammelt sein. Für die Erneuerung der hebntlsdton Typen wird der The* säurtls eine Fülle Von Anregungen bieten, die hoffcntlidi die Qualität des hcbtiilsdicn Buchdruck» gü!!־.ttg beeinflussen, Zum Ahpausen und Nadigleßeit sind die Tvncit der Inkunabeln aileaünp,» besonders uiigeeigneil Sie «teile!) die Entwicklung vom geschriebenen Buchet#beu iur festen Drucktype dar, ein für die Entwicklung •ehr wichtiger, ober übcrwumlcner Standpunkt der Buchkunst, Der Wert für die Ntuschöpfüngen liegt vielmehr in der Güte der Ausführung und iu «tat Aufzdguug d«r &ttwl«ld!M| «*Ibtr, dl« w«lterzu* führen im Sinne der Vorwiirfsbeweguiig da* hebräische Buch* gewerbe berufen ist. Das Aiiknüpfctt an die Sdirifizeldien, wie cs bltcr proldamlrrt wurde, wäre ein Ding der Untnög* lichhrit. weil andere Technik und andere* Material neue Auf* gaben stellen, Die lukiiimbcklrucke zeigen gerade, wie in der Frhiizcit der DrUekknnst da» Problem gelöst Wurde, an Stelle der ungleichen Handarbeit die exakte und giclchför* litlgc Masdilnciiarbelt?1» verwertet!. Für diese neue Oestal* tuiigsmögltchkelt wufiten bald Votzügllclie Lösungen gefunden, die den licbrülscheu Druckereien sluier den Weg Weisen, der *Ur Erneuerung der hebräischen Drucktype führen kann, Erich Toeplifz, (Wltsenschaftliclicr Hilfsarbeiter am Museum Jß4 Altertümer, Frankfurt a. M.) v..v ,•m.viiaii••* **’•*<״■ Der licbrälsrite Verla? ״ Fl fl * Se fe r S. D. 5 #f I z m » n ist 111 die Hände einer neuen m Lomir«! unter der Fit ״TlU* Hebrew Publisliint! Gompany Flasefer Limited"! fictriigciieii Aktiengcselhclnift übergegangert, Gründer: I. f dilscli. M, Nassatissin, W, Jnbotinskv, S. D, Sallzmailnii 1 Joseph CoWeu. L)ie drei Letztgenannten sind ZU Direkt« eriinnnt Worden. Redakieure! W. Jabotlilsky und S• ״ cJ‘,.mahtt• Technischer und kommerzieller Lei׳ S, D, Salti manu. Der Verla״ beabsichtigt. In der nächstem! Zeit folgen zll veröffentlichen! l. Lehrbücher des Hebräischen In ׳ eiirnp iisilieu Bpiachen; 2. Wörterbücher (Fremdsprachen, I lirälsdl und Hebrilsch-Freimlsprache); 3, Untcrricllts* 1 Ililfxhuchcr für die hebräkdie Schule; 4, ״KultiipBiblloth (Eiiilühi'ung (n die Mythologie, Weltliteratur, Weltceschic ima I’lu oRoplue); 5 Allgemeine» Kotiservätlonslcxik ö. Jugendliteratur In UdbcrselzungeH. Die meisten BUc werden illustriert ersclielhctt. Kein besonderer Prospekt v vertittciitlleht, Adresse de» Verlags! ״Hasefer, lentital Hotte«, S01 «ntphiii Row, London." »״״! tlel Adresse de» Berliner Büros (Redat1־ V«״. Admlhistratlofl)* ״Hasefer• Verfeö'*. 8. D, U««1», SybeliUsDe 39, * ’ '״‘ '*•"***’ ״l., ׳ «%••«,», ״u,'. v.