Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 58 (20.7.1923)
- Date
- 1923-07-20
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 58 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 371 fnicrt *der I, in ffei ׳ vor- ) r 0 - l-G ti .:;1, i ־11 : im!־,;, j »;:nie | rdc.% : 1r.it. der serial triert luder» Ausha 13 K.'.eu . die a »4 erren Wirr igen) riilr.2 reit. irden 5°ז ׳ «1CD der . iu- A11• cibst hrtshilfssamt )000 5 009 1lhr.lt de» 1 f!1• Pro- Alter rben. über imrn• lajiit. tder- Ein• Phöidte- Inchdien, tlög• Auf• I in 1 an tfürsfatden, der jiiat. I 11” ruia e1׳l• Nai» und sinn I •r. Iter: t.־VS den Ile• II ad Ci.“ :11.e yui;!!:er VitJ ־11)1! iiuit lilii» Pr. Rupplns Reoraanlsaüonsvorscfclag Das Presscbullctin der palästinensischen Zionistischen Exetuiive vcröfientüdit folgende Ansichten Dr. Rupp’ms über üt Art der Bildung .und Zusammenstellung der zukünftigen Zionistischen Exekutive: a) Die Zionistische Organisation wie auch der Keren Üijcssod verlegen ihre ZcntraÜcitungen nach Palästina, weil sie ),:er die Kenntnis der Lage, die Voraussetzung ist, für ihre jr־ch!üs$c und Ihre Propaganda Viel eher erwerben können jp, an einem anderen Orte, tu London bleibt mir ein Vcrtreter für Politik und viclleiclit auch für Fragen der Organisation. Die Zionistische Exekutive bestellt aus bloß 5—0 jMiiglicdern, von denen 3 sieh in Palästina und 2 — 3 in London befinden. — b) Dt» Große Actions-Comlte, das in seiner jetzigen Zu-ammen:ctzmig die Landesl-cdinguiigcn nicht dem Maße kennt, um über die Palästina betreffenden fragen beschließen zu können, überträgt seine Kompetenz jn diesen Fragen an einen in Palästina zu bildenden Obersten Rat. Das A. G, konzentriert seine Tätigkeit auf die Ent- Wicklung und Verbreitung des zionistischen Gedankens im (jaluth, was bisher nicht genügend geschehen ist. Dieser Oberste Rat setzt sich aus 10 — 20 Mitgliedern zusammen, gewählt zum Teil durch das A. C,, zum Teil durch eien ,Vi’aad Lcunti. Er versammelt sich mindestens einmal im Monat. Diesem Rate sicht das Einspruchsrecht nt bezüglich der Tätigkeit der Zionistischen Exekutive in Palästina. — c) Auficr diesem Obersten Rat als kontrollierendem Organ in Palästina wird auch ein Politischer Rat in London gebildet als kontrollierendes Organ für die politische Tätigkeit, bc-!teilend ans 5 — 10 Mitgliedern. Sobald diese Neuordnung vom Kongreß gut geheißen wird, liegt folgende Möglichkeit für die Erweiterung der Zionistischen Exekutive zur Jewish Agency vor: a) Die Vereinigungen, die sieh am Aufbau des Landes beteiligen, haben das Recht auf Vertretung sowohl in der Zionistischen Exekutive als auch in den beiden oben genannten Raten im Verhältnis zu ihrer .wirtschaftlichen Tätigkeit in Palästina. 11) Der Oberste Rat in Palästina und der Politische Rat In London versammeln ticl: als Allgemeiner Rat mindestens einmal im Jahre in Palästina oder anderswo, und beschließen über alle gnmd-!egenden, Palästina betreffenden Fragen, — c) Dia Jewish Agency ist zusammengesetzt aus 1. diesem Allgemeinen Rat und 2. der von diesem Allgemeinen Rat gewählten Exekutive. Die zionistischen Mitglieder der Exekutive dieses Allgemeinen Rates werden demnach in Zukunft nicht vom Zionistenkongreö gewählt! vielmehr wählt das von dem Zionistenkongreß gewählte A. C. seine Vertreter in diesen Allgemeinen Rat, während die Wahl der Exekutive diesem AUgcmeinen Rat selbst übertragen wird. Diese neue Ordnung erlangt Gültigkeit sofort nach Zu- Stimmung der nicht/ioiiistischcu Organisationen bezüglich der Zahl und der Namen der Mitglieder, die sie in den Obersten Rat und in den Politischen Rat entsenden, nachdem sich der Oberste Rat als Jewish Agency konstituiert hat. Dieser Oberste Rat wählt sodann eine neue Exekutive anstelle der bis dahin fungierenden Zionistischen Exekutive, 5* «Hi» GKm* % f» ■J» ״־11 »i « JV sssmm Soeben ersehton in doutsebor Spraeho (200 S«it«a)1 Cfeäa Mc - /**'s י*״ f, *י יי* י, vf'f.^d ן ti Wi ti־> ItL ro, 1,4». (11411.4... ä2w.li iiwi (Lw. Inhalt: Vorwort, — Au» einer Denkschrift, an das Ifnuptlitlro dar *ionlstUcbon Arboitaparul lütaclulut, — Dio Lago d#» Zionismus und dis Juwish Agency. — Di« Degen,16 von der Privat• inilifttive, — 1)10 sioiüstischnn Sponden• fimils. — Dlo tnoilerno Stcdtmigskolonlsaiiön mul der inornutdoniila Kredit. — Dlo national» Krcditgumcinscliaft und dio Anleihe, — Das Syndikat, dio Zentralbank und der Schuldendieust. — Schluß: Planmäßig« Grolikolonisiviio«, ¥* Preis: Pttr Deiiticblnml Grundzahl 8 Mark (Schlüssel dos Dnuta.'lum Duclihandols). Im Ausland 1 */» Shilling, 85 Ocnt, 10 tscheohl* teho Krotien, 20000 östorroioblsche Kronen• geh, 20% Zuschlag / lialbl, 40% Zuichlflf gauiluinen üO% Zuschlag, U« belieben ז « n V s r 1 1 11 ן 11« ן T.1« phofi I ßtelnplttf li 54t. 144*46» Für unverlangte Kanuslcriptc kann keinerlei ßaraailc fibemominen werden. Die deutschen Ifongreßileleglertcn Herr Benzion Fett, der auf der Liste de* ersten Wahl• kreises an sechster Stelle zum Kongreß gewählt wurde, hat die Erklärung abgegeben, daß er sein Mandat nicht auszuüben gedenkt. An *eine Stelle tritt daher der Ersatzdelegierte, Herr Dr. Nahum G oldman n. Der AnSbsu von Erez• Israel Von Dr. Jacobtis (Chedera). Nachstehende Ausführungen sendet uns ein kürzlich nach Erez-Israel ״ übersiecieltcr deutscher Misrachlst. .Wir bringen sie als Beitrag zur Diskussion. Red. d. ״J. R.“., Die Frage des Aufhaits von Ercz-Isrnel ist eine Frage der Konzentration der Kräfte. Die Sanierung des Landes, seine Aufforstung, die Entwicklung der in ihm ruhenden ]and• Wirtschaftlichen und industriellen Möglichkeiten, der Ausbau seines Verkehrswesens, alle» dies und vieles andere verlangt die Zusammenfassung• aller Kräfte. Die Jewish Agency soll gemäß dem Mandatsentwurf des Völkerbundes das Instrument dieser Konzentration sein. Es ist kaum anzunclimcn, daß die Zionistische Organisation, der Zunächst die Jewish Agency überantwortet wurde, iu der Lege ist, die Aufgabe, deren Schwierigkeiten keine geringen sind, allein durch eigene Kraft zu lösen, Sie braucht die Unterstützung aller Glieder des jüdischen Volkes und hat daher in richtiger Erkenntnis stets ihren Sainmclruf an alle Teile des Volkes ergeben lassen. Ein solches Werk stellt seine Anforderungen an die ganze Kraft des Volkes, seine physische, seine finanzielle wie auch an seine moralische Kraft. Es würde durum das ganze Werk gefährdet werden, Wenn nicht alle sich in den Dienst der grollen Aufgabe stellten. Die Entwicklung der Dinge hat es mit sich gebracht, daß die Zionistische Organisation sich nicht der Sympathie aller Gruppen der Judenheit erfreut und daß gewichtige Glieder des Volkes sich der Führung dieser Gruppe beim Aufbau Palästinas nicht unterstellen wollen. Unter diesen Umständen bleibt, wenn anders die Zionistische Organisation nicht ihr eigenes Werk aufs Spiel setzen will, nichts anderes übrig, als daß sie sich mit der Rolle einer Gruppe unter mehreren gleichberechtigten innerhalb der Jewish Agency begnügt. Der katastrophale Zustand Palästinas läßt cs nicht zu, kleinlichen Erwägungen Raum zu geben. Auch die anderen (]!;1.׳der des Volkes, deren Mitarbeit unerläßlich ist, müssen «!»denken und haben bereits uindenken gelernt, und was die jüdischen Massen betrifft, so sind sie intelligent genug, um auch eine vollkommene Acmlcrung der Politik zu begreifen. /.! den Gruppen, die bis in die letzte Zeit einem Aufbau Palästinas skepiiscli oder ohne Anteilnahme gcgoiiübcntamicn, gehören die Kreise, die fähig wären, dar Kapitalbedarf des Aufbau■! zu beschaffen. Nicht Millionen, sondern Milliarden hochwertigen Gehles sind erforderlich zur Finanzierung des Aulbaus. Ohne das Zustandekommen einer Anleihe wird, Wie Hcrzl und viele andere gesehen haben, der Aufbau nicht guluistet werden. Wer aber kann Trauer einer solchen An* leihe sein? Die Zionistische Organisation ist zu schwach, wohl aber wären gerade jene noch fernstehenden potenten Kreise in der Lage, eine Anleihe zu garantieren. Bei diesem Stand der Dinge sollte kein persönliches Opfer l'ntl kein Opfer der Partei zu groß sein, wenn hieidurclt <;ne Zusammenfassung aller Kräfte ermöglicht werden konnte. Mir stehen vor einer neuen Epoche der jüdischen licsuticnte. Der bevorstehende Kill. Zionistenkongfeß kann sie m riehti|:ef Erkenntnis und Einschätzung der laisaclten, durch Weise Mäßigung und freiwillige Sclbsthesdieidung wutchg cm• Täten. Die Führung wird in eine weitcrrächcmlc Hand uhet- Mten müsse״; aber ist es nicht besser, eine reale 1 ptvnr, 13־ eine imaginäre Omiiipolt'nz zü sein׳־ Wenn dural die Konzentration der Ktäfte die Arbeit des Autnati. hegm!״. Km» wird man am wenigsten der Kräfte ciitiatut komic., tlie seit Jahr und Tag in der PaliisUitaarbcu stehen. Die Arahcrfrapc bildet keinen Gegenstand der Ueiiniuliigmi״ m Giern Augenblick, wo die Araber .selber in die allgemeine Krise des Land«» h*neingcris»en sind und ebenso wie die Jude» der rettenden Harnt harren, die Arbeit und Kapital ms Land bringt. Es ist vorgescltlagen worden, die Jewish Agency al» eine freie Vereinigung aller für Palästina Interessierten, durch ihre Delegierten vertretenen jüdischen Parteien und Gruppen zu etablieren. Hei dieser lksmitmijf der Jewish Agency würde jede Gruppe die Freiheit lieh,111011, tu Palästina Ihren bc• sonderen Interessen ׳iindizifgeltcii, zugleich aber die Mög* lichkeit der Vereinigung aller Gruppen In allen allgemeinen Fragen des Aufbau» geschaffen sein, Sollte tief Kongreß sich dahin neigen, die Jewish Agency In die Hände einer soldien, dio gesamte paläsllmintcfesdcrtc Jitdcnhflt repräsenticrauien freien Vereinigung zu legen, so müllte er Ihr Vollmacht geben, durch fllnt bis zehn Jahre tlie Geschäfte des Aufbau» zu führen. Nach Ablauf dieser Zelt könnte dann der geplante Weltkongreß süttfindeil — ttteilt mehr Im Gältttli, sondern, unter den! Schweigen der ,Waffen in der ganzen •Welt, in Jerusalem, .... 1 I)ic Wahlen zum amerikanisch JÜdischca Kongreß Am 24. Juni fand in Netv York tlie Wahl der Delegierten ziint amerikanisch-jüdischen Kongreß statt, an der gegen •10 000 Juden teilnalimen. Auch in zahlreichen anderen amerikultischen Städten fanden att diesem Tage die Wahlen statt. Wo dieses nicht der Fall war, werden die Wahlen noch während des Sommers durchgeführt werden, In New York zeigte sieh trotz der gewaltigen Hitze ein lebhaftes Interesse für diese Wahlen, besonders in tlrownsvillo, w<0 der Wahlkämpf zwischen den einzelnen Kandidaten ein recht scharfer war, Die Resultate werden erst iin Juli veröffentlicht werden. Neue F,feysüflcm1fls!iestit!t1ä1!pgcn lür Amerika New York. (J.C.B.) Infolge des überiuHßigcti Amfrätlge« von Einwanderern bis zuai 30, Juni beabsichtigt der Einwandcrimgskommissar Curran, der amerikanischen Regierung ror- Zuschlägen, daß die Termine, an denen die Einwanderung gestattet wird, künftig in kürzeren Abständen auf das ganze Jahr verteilt werden sollen. Mr, Curran schlägt vor, daß monatlich 20״/o der für jeden ausländischen Staat bc• willigten Auswanderer die Einreise in die Vereinigten Staaten bewilligt weiden soll, bis <lic für das Jahr bewilligte All»• watidererzahl erreicht wird. Ans den Gemeinden De Kultusgemeinde München teilt uns mit: Entsprechend einer iin Schoße der gemeindlichen Vertretung»• körper gegebenen Anregung wurde eine ״Gesellschaft von Eördcrerti und Freunden der Kultusgemcindc“ gegründet, die die Gemeinde fn der Erfüllung ihrer Aufgaben unterstützen soll. Da in Bayern infolge des rcligionsgcsellseliafliichcn Steuergesetzes die Steuern ein vom Gesetz, festgesetztes Maximum nicht überschreiten dürfen, ist die Gemeinde auf freiwillige Leistungen ihrer Mitglieder angewiesen. Diesen Bedürfnissen kommt die neugcgrümlctc Gesellschaft entgegen, die unter dem Vorsitze des 1 Icrrn Justizrats Dr. Dispekcr stellt und ihre Beiträge von Mitgliedern und Stiftern grundsätzlich in Ooklinark erhebt. Es bestellt begründete Aussicht, daß in kürzester Frist die Gemeinde in der Lage sein wird, die Be* amten wieder naclt den vollen staatlichen Sätzen zu besolden. Freitag, den 20, Juli, abends 7! '■ Uhr, Sonnabend den 21, JuU, morgen» 8!'נ Uhr: Alte Synagoge, Synagoge Kaiser- «trafic, Rykrstr,, IT ,tuloz/i(är, und Cotlbiiscr Ufer: 9 Uhr. Synagogen naclt neuem Ritus Friiligottcsdieiut 7•/* Ulir, Hauptgottesdtemt: 10 Uhr. Von der Chaltrclm IIlIIszcnlr3Ie In der letzten Sitzung des Hauptbüro* der Hilfszentral« für Paläatiiia-Emigrntion und Fachausbildung von Chaluzitn und Arbeitern wurde beschlossen, eine Plcnar-Sitzung de• Mercfl*•! fassiju’a clnzt!berufen, Die Sitzung de* Plenum* »oll am 19. Aitguat in Berlin stattfiiuien und über die weitere Existenz de* Merca»•!laasijtt’a entscheiden. Von den Geldern, die für den Mercas-Hassijtt’a von der Wilthilhkonfcrcnz bewilligt wurden, ist ein Betrag von 150 Dollar für Alijah au» Deutschland, 100 Dollar aus Oesterreich und 90 Dollar au* Litauen be* tim int worden, 100 Dollar sind zur Verfügung des Wcltvcrbandcs ״Kcchaluz“'für Nachschau« Zwecke bereit gestellt worden. AnUhsIfch des XIII. Zlonigtenkongresses vcramtalfct das zionistische Tagblatt, die ״Wiener Morgcnzeitung“ in Wien, Ko n gr« 0 a u 8g a b c!1, welche ausführliche Berichte über die Verhandlungen und Vorgänge am Zionlstcnkougrcß enthalten werden, D u r c lt verläßlichste und r a s c 11 c s t * Berichterstattung sowie rascheste Expedition wird dafür gesorgt werden, daß die Kongrcßausgabc der ״Wietter Morgcnzeitung“ vor allen in Betracht kommenden Organen in die Hände der Bezieher gelangen wird. Für die Kongreßausgabe, weiche inklusive der am 5. August d. J. erscheinenden Fcstnummer 15 Nummern (vorn 6. bis 19. August) umfassen wird, weiden Sonderabonnements zuin Preise von Mk. 15 000 entgegengenommen. Bestellungen sind an die Administration der ״Wiener Morgcnzeitung", ,Wien II, Taborstr. 1—3, zu Hellten, Das Begräbnis Morris Roscnfclds Aus New York wird berichtet: An dem Tage, an dem der allzu früh verstorbene Dichter des jüdischen Proletariats, Morris Roscnfeid hier zu Grabe getragen wurde, strömten die Menschen schon zeitlich früh aus allen Teilen New Yorks und aus den umliegenden Vorstädten und Städten der Vorwärts• Hall zu, Wohin der Sarg mit der I.eiche des verstorbenen Dich• ters vor der Bestattung gebracht worden war. Selbst aus entfernten Städten waren Abordnungen gekommen, um den Crollen jüdischen Dichter, der viele Jahre hindurch »0 kraftvoll lind herrlich die Leiden und Freuden der jüdischen Massen besungen hatte, die letzte Ehre zu erweisen. Es war das eine Trairorkttmtoebung, wie sie imposanter und größer selbst in New York nicht gesehen wurde. Die Zahl der Anwesenden wird auf libcr 25 000 gcschfitzt, Die TrauerkiiiKlgehtmg in der Vorwürisd lall währte drei Stunden, Hier sprachen Hiilel Rodovv ttatneiis des Schriflstdlervcrcins ״J. L. Pere/.“ welcher das ganze l.ciehetihegiitignis veranstaltete, ferner S, Jatimvski, Moritz. Winczewskl, Leon Koltrin, Rubin Brainin, Alexander Harkawi, A. S. Satz, Marmor und Me• itacheni. Mehrere Redner betonten in ihrem Nachruf, daß das jüdische Publikum sich dem Verstorbenen Dichter gegenüber nicht in dem Maße dankbar zeigte, ä!s er es verdient hätte, In den letzten Jahren seines Lehens hatte sich fast keiner t:t 11 sein Schiel;■1!,־, das mitunter ein sehr trauriges war, geki'mmort. Erschütternd war der Nachruf de» IHdtlers Ab׳ r:! 11 a m Reisen, der schluchzend Abschied nahm von seinem hesicü Freund und Kollegen, mit dem er manche SchicksalsgcT.ur,:schalt hatte. Dann wurde der Sarg auf den Friedhof gebracht, wo bereits Hunderte Menschen, die mit der Straßen• balin vorgcfalircn waren, auf die Ankunft der Leiche warteten. Das Grab Rosenfoltls befindet sieh in unmittelbarer Nähe der Grabstätten von Sdtolcm Alcjchcm, Philipp Krantz und dem erst vor kurzem verstorbenen jüdischen Journalisten Meden, Am offenen Grab sprachen S. Niger, M. Spektor, der Publizist Bttblik und 1*. Wicrnik, Namens des Kantoa'iivci!!;indes sprach Jasynowski Und schloß seine Rede mit der Re/iiienmg ejnes Psalm•!. Kantor Rotmamt hielt die Ilas• knra. Den mächtigsten Eindruck jedoch riefen die Abschiedswolle der Witwe Morris Roseitfckls hervor. Unter Tränen schiiderto sie in großen Strichen den Lebenslauf Roscnfclds und schätzte sielt glücklich, von sich am offenen Grabe ihres Gatten sagen zu können» daß sie ihm eine Aufmunterung tn saue!■ Arbeit und eine Stärkung in den »chweritett Momenten seines Lebens gewesen sei, Das allrussische Exekutivkomitee hat beschlossen, das Volkskommissariat für nationale Angelegenheiten, ״Nakomnaz“, zu liquidieren. An dessen Stelle sott ein R»t der Natiö• nahtäten gebildet werden, Kartell Jüdischer Verbindungen Vöm 1. bis 19. August iukl. wird der Bürobetrieb d«1 Prä sidiums infolge Beurlaubung eingeschränkt. Nur dringend« und wichtige Angelegenheiten können erledigt werden. Di« Bundesbrüder werden gebeten, dies zu berücksichtigen und sich in besonders dringenden Fällen an Bbr. Kollos Türkischer, Berlin S 14, Prinzcnstr. 79, zu wenden. Da es sehr unsicher ist, daß in Annaberg Ausweise tür kurze Grcnzüberschreitungen ausgehämligt werden, bitien wir sämtliche Bundcsbriider, welche vom Lager aus zum Kongreß wandern wollen, sich die nötige Visa auf dem von det Z, V. f, D, bezeichncten Wege zu verschaffen. Verband der Osijndcn Unser Büro bleibt vom 3. Juli bis 15. August geschlossen. Dringende Anfragen wahrend dieser Zeit sind zu lichten •n Herrn Haltrcelit, Berlin, Roscnthalcr Str. 14 (Telephon! Norden 1040). ( Verein lür Arbeitsnachweis E. V. (LehritellenvcrmittlungundBerufsberatUng) Wir haben eine Stelle für einen Mediziner, der die Vertretung eine» Arzte» auf fünf Wochen in einem kleinen Ort im Mcmdgcb'et übernehmet! wurde. Der Antritt ist am 10. August. ' Derselbe kann auch evtl, verheiratet sein. Wir suchen dringend eine Sonnabend freie kaut* mätirtisclie Vokmtardciie für einen jungen Goldschmied tn einem Gold* und Juwclengcscliäft. Meldungen sind an d«• Jüdische Arbeitsamt, Auguslstr. 47, zu richten. Der vom Komitee ״Für das arbeitende Pä» lästina“ zum 21. Juli im ßriidcrvereiitsltaus zugunsten dt* arbeitenden Palästina« an״c«ctztc Gesellschaftsbau wird atif Sonnabend, den 4. August in» Briklcrvereinshaus verlegt. Die gekauften Karten behalten ihre Gültigkeit. Eine größere Anzahl Poicner hat für Groß-Berlin den Verein ״Anschei Chcssed“ (Brüder der Wohltätigkeit) neu gegründet. Alle Poscner werden zum Anschluß aut- . in Bonthen 0• S. Die Ortsgruppe veranstaltete am 11, <j. Mts. eine würdige, sehr zahlreich besuchte Trauerfeier für Dr, Daltrzyitski. Nach einem einleitenden Gesang hielt RechtsanWalt Ikh’.ettsKh di.י Gedütkredt*. Im Namen der SynagogengciiK'imle und der jüdischen Organisationen sprach Herr Oberrabbincr Dr. Kopfstein. Die erfreulich große Teilnahme w»r ein Beweis für die Wertschätzung des Verstorbenen, Durch die Stiftung eines Bausteines zur Universität in J erusalem wird sein Andenken bewahrt bleiben. ■ *־——-! J. ' •i ,1״ * l