Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 57 (17.7.1923)
- Date
- 1923-07-17
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 362!UEDISCRE RUNDSCHAU ' In diesem Augenblick wirft Gmnbaum Wclzmann Verrat am Zionismus vor. Hier muß die Frage gestellt Werden: was haben andere Länder und andere ziofiistischc Führer getan, um die Katastrophe abzuwenden? Sokolow war in Polen und wurde dort königlich empfangen. Er mußte aus politischen Gründen vorzeitig abreisen, aber die polnische Organisation hat alfenbar die Wirkung seines Besuches nicht auszunutzen verstanden. Natürlich wissen wir, daß Polen heute ärmer ist als Amerika. Aber wir dürfen nicht die materielle Kraft des polnischen Judentums unterschätzen, die heute in den bürgerlichen Schichten recht gefestigt ist, und an dieser gemessen, ist die Leistung in Polen unzulänglich. Wir messen auch nicht nach Geld, wir wollen nicht so mißverstanden werden, aber Keren Hajcssod ist nicht nur materielle Leistung, sondern er hat auch eine moralische Bedeutung. Es ist ein Maßstab für die ideelle Kraft der Bewegung, die die wirkliche Opfer- Willigkeit ihrer Anhänger zu erzeugen vermag. Der pol- »tische Zionismus hat offenbar nicht die ganze Schwere der Verantwortung für das Palästinawerk erkannt, denn wie wäre es sonst möglich, daß in dem Lande, wo die zionistische Partei bei den Scjmwahlen einen so ko los- *alen Erfolg errungen hat, das Ergebnis für Palästina so gering war. Dem gegenüber stehen Wcizmanns Erfahrungen In Amerika. Wenn Weizanann auf Grund dieser Erfahrungen die Ansicht ausspricht, daß es für di« Fortführung dieses Werkes von großem Nutzen sein kann, wenn diejenigen Personen, die bisher durch die Macht der Idee für den Aufbau Palästinas gewonnen wurden, obwohl sie Nichlzionisten sind, aucli mit einen! Teil der Verantwortung belastet werden, dann müssen wir diesen .Versuch machen. 1 Griinbaum erinnert an den Kampf um Uganda. Damit wird eine Spaltungstendenz heraufbesclworen, gerade in einem Augenblick, wo die äußerst schwierige äußere Lage uns einig und stark zeigen sollte, Das Beispiel ist aber auch falsch. Es geht nicht um Uganda, es ist nach alle dem, was Wcizmann gerade jetzt für Palästina getan hat, schlechthin unverständlich, auch nur andeutungsweise zu erklären, daß er Zion preisgibt. Soeben ging uns aus Amerika ein Büchlein zu: Weiz* manns gesammelte amerikanische Reden. Dieses Buch zeugt für ihn, wenn solches Zeugnis nottut. Es gibt keinen radikaleren Zionismus, als er hier vertreten wird, es geht nicht um ein zweites Uganda. Viel cli«r läßt sich der gegenwärtige Konflikt vergleichen mit dem Kampf der ״politischen“ gegen die ״praktischen״ Zionisten. Auch die ״politischen Zionisten“ wollten die!Aenderung der realen Verhältnisse nicht verstehen und wehrten sich gegen die Notwendigkeit einer neuen Zeit. Auch jetzt können die in den alten Grundsätzen festgewurzelfen Freunde nur schwer die Notwendigkeit neuer Methoden verstehen. Durch die persönliche Kampfesweise Grünbaums und seiner engeren Genossen wird der Versuch der Amerikaner, vorurteilsfrei zu sachlicher Beratung zu gelangen, gefährdet. Nichts wäre verhängnisvoller für den Kongreß als eine Scheidung unter der Parole ״für oder gegen Weiznrann". Dadurch zwingt man auch diejenigen, die viele Einzelheiten gegen Weizmann auf dem Herzen haben, zu einer unsachlichen Stellungnahme. Die Zeitschrift Grünbaums nennt sich ״Al Hämischmar“, d. i. ״Auf der Wacht“. Möge er auf der Wacht stehen, daß nicht durch Ereignisse, die er selbst mit dramatischer Geste hcraulbeschwört, die Bewegung in dem Augenblick Schaden leidet, wo sie der ernstesten Anspannung aller Kräfte bedarf. H. Unter dem Titel ״AI Hamischmar“ — ״Auf der Wacht“ erscheint in Jerusalem eine Wochenschrift, die jetzt ein Sonderheft herausgegeben hat: ״Gewidmet der Frage Palästinas östlich des Jordan“. Das Heft beginnt mit einem feierlichen Zitat aus Dworim, Kap. 2 und 3. Sodann kommt ein Artikel von Dr. Klausner, der zunächst historisch die Verbindung des Ostjordanlandcs mit der jüdischen Geschichte nachweist und alles zusammenträgt, was sich in unserer Literatur darüber findet. Und nun, so heißt es weiter, kam England und zerriß das Band, das die beiden Teile Palästinas miteinander , verbindet. England, so heißt es, war nicht berechtigt, über Transjordanien zu verfügen. Auch die Araber sind es nicht. (War England berechtigt, die Balfour-Deklaration zu geben?) Die Entrüstung über diese Rechts- Verletzung füllt in verschiedenen Variationen das ganze Heft. .Wir zitieren Klausner: ״Unser Trost ist es, daß Transjordanien uns ge• raubt wurde. Man hat uns, die Herren des Landes während Jahrtausenden, nidit gefragt und hat unser Land, das auch das Mandat als unser Land anerkennt, dein Abdallal! zum Geschenk gemacht. Man hat den Zufall ausgcmit/.l, daß jetzt keine Juden dort wohnen, weil die Türken die Juden nicht einmal auf dem Boden des Barem *Rothschild in Golan ansiedein ließen, den er schon 1894 erworben hat. Aber das jüdische Volk wird nicht auf den Boden seiner Väter, den Fremde erobert haben, verlichten. Es hat nicht verzichtet auf Jehudah und Schornron und Oalil und wird auch nicht verzichten auf Transjordanien. Solange noch ein Atemzug in unserer Lunge ist, werden wir Gewalt schreien über den Raub, der an ' uns verübt wurde. Mit all unserer Kraft werden wir gegen das Unrecht protestieren, das ohne unser Wissen an uns verübt wurde. Wären unsere Rabbiner herzhafte Männer und der Waaä Leumi eine Gruppe wirklicher Führer, hätten sie am 10. Siwan ein Fasten aussdirciben und Protestversammlungen im ganzen Lande veranstalten müssen. Die Krise und die Uneinigkeit haben sie daran verhindert. Aber so wahr das Volk lebt — es wird niemals die Zustimmung geben zur Abtrennung eines ge- Sunden Gliedes von •einem Körfier ,, Die Zerreißung Palästinas In zwei Telle ist allerdings f ein beklagenswertes Ereignis, da die wirtschaftliche Lebensfähigkeit beider Teile darunter leidet. Es besteht kein Zweifel, daß in irgendeiner Ferm, durch irgendwelche geeignete Vereinbarungen, dieser Fehler gut gemacht werden soll. Aber mit Bedauern müssen wir feststcllcn, daß solche Kundgebungen wie die hier vorliegende nur geeignet sind, eine solche Wiedergutmachung zu verhindern, Klausner spricht die Befürchiung aus, daß Emir Abdullah jetzt das Recht hat, ein Gesetz zu erlassen, das Juden die Ansicdlung in Transjordanien verbietet. Wenn Abdullah wirklich eine solche unvernünftige, für sein eigenes Reich schädliche und auf die Dauer unhaltbare Maßregel treffen sollte, so hätte er heute allerdings ein Argument, das ihm zustatten käme. Er könnte sich nämlich auf —- den Artikel von Klausner und diese ganze Publikation bcrufen, die ilun die Gefahr eines ״jüdischen Imperialismus“ gezeigt hat. Die politische und wirtschaftliche Krise in Palästina scheint manche Publizisten um den Rest ihres Verantwortungsgefühls gebracht zu haben. Je ungünstiger die Wirklichkeit wird, desto ergiebiger schwelgen sie im Pathos der Illusionen, ohne sich um die Realität zu kümmern. Musa Kazim Pascha ist soeben mit seiner Delegation wieder nach London abgercist, um seine erlolgrciche Tätigkeit fortzuführen. Vielleicht befindet sich in seiner Aktenmappe auch dieses Heft ״AI Hamischmar“, mit dem er zeigen kann, daß trotz allen feierlichen Erklärungen, trotz des Weißbuches, jüdische Publizisten noch immer die Ansicht vertreten, daß Palästina im Mandat als ,,unser Land“ bezeichnet wird und daß sogar Transjordanien, wo kein einziger Jude wohnt, ״unser Land“ ist, Es ist hier nicht der Ort, auf das Argu* ment der ״historischen Rechte“ näher cinzugchen. Es soll nur festgcstellt werden, daß sehr gutgesinnte nationale Vorkämpfer, die glauben, ״auf der Wacht“ zu stehen und vielleicht mit ihrem Radikalismus den Beifall der Gedankenlosen finden, durch ihre Naivctät und Weltfremdheit unsern Gegnern die besten Waffen gegen uns liefern. Leider sehen wir heute in Palästina ganz ähnliehe Erscheinungen wie in Deutschland, wo die nationalen Phrasenmacher nicht nur das Volk irreführen, sondern auch jeden Versuch einer ehrlichen Verständigungspolitik einsichtsvoller und weitblickender Politiker im Keime zunichte machen. Darum ist es notwendig, gegen diesen Unfug einmal ein offenes Wort zu sagen. Unsere politische Situation ist wahrlich schwer genug, und die Männer, die der XIII. Kongreß mit der Führung betrauen wird, werden schwere Arbeit zu leisten haben. Aber das eine wenigstens muß ihnen erspart bleiben, daß ihre Situation durch vielleicht in manchen Kreisen populäre aber sehr verantwortungslose Enunziationen unnötig erschwert wird. R. W, Palästina im englischen llnlerhaus London. (J. C. B.) Das Mitglied der Labour Party, Mr. Burgess, fragte in der Unterhaussitzung vom 9. Juli den Unterstaatssekretär für die Kolonien, ob dieser die Zahl der aus den englisch sprechenden Ländern während der letzten ]2 Monate nach Palästina eingewander teil Juden und die Oesamtzahl der Juden die sich im Laufe dieser Zeit in Palästina niedergelassen haben, angeben kann. Mr. Ormsby Gore antwortete: Die Zahl der Juden, die im Laufe des Jahres 1922 aus den englisch sprechenden Ländern cingcwandcrt sind, beträgt 200 von einer Gesamtzahl von 7844. Von Januar bis Mai 1923 seien ea 34 von 4038 gewesen. Mayor P a g e t fragte, welche Kosten dem britischen Steuerzahler durch diese Juden entstehen. Mr. Ormsby Gore antwortete: ״Ueberhaupt keine. (Gelächter.) Die gesamten Kosten der Einwanderung werden von den Juden selbst getragen.“ Mayor Paget: ״Wie hoch sind die Kosten für die Erhaltung des Landes ats jüdisches geistiges Heim?“ Mr. Ormsby Qore: ״Der Zweck unseres Verbleibens in Palästina ist nicht um dieses ah ihr geistiges Heim zu halten, sondern aus ganz anderen Gründen.“ Die Paläs tina-Anl ei h e. In derselben Sitzung richtete Mr. Becker an den Unter- Staatssekretär für die Kolonien die Anfrage, ob er Kenntnis hat von dem Beschluß des palästinensisch •arabischen Kongresses, jede Palästina-Anleihe abzulehnen und ob er in der Lage ist, zu sagen, auf welche Weise das von der Regierung an Palästina vorgestreckte Geld zurückgezahlt werden wird, angesichts der Tatsache, daß keine Anleihe ausgeschrieben werden wird. Mr. Ormsby Oore wies Mr. Becker auf die am 25. Juni über die Stellung des arabischen Kongresses erteilte Antwort und fügte hinzu: ״Die Resolutionen des Kongresses sind für die Palästina-Verwaltung nicht bindend. Ich bestätige nicht die im Schlußsätze der Anfrage enthaltene Annahme.“ Mr. Becker fragte ferner den Unterstaatssekretär für die Kolonien an, ob er mitteilcn könne, wie Palästina gegenwärtig verwaltet wird, wer die Beamten bestimme und von wem sie ihre Autorität und Anweisungen erhalten. Weiter fragte Mr. Becker, ob es die Absicht der Regierung war, eine Selbst-Regierung zu bilden und ob er Zusagen könne, daß Palästina mit der, Autorität Großbritanniens als Kronkolonie verwaltet werden würde. Mr. Ormsby Gore antwortete: ״Palästina wird von einem Oberkommissar verwaltet, der seine Instruktionen von der britischen Regierung erhält. Der Oberkommissar wird von Seiner Majestät dem König bestimmt. Die übrigen Beamten der Palästina-Verwaltung werden entsprechend der Weisung des Staatssekretärs für die Kolonien vom Oberkommiisar ernannt,־ dessen Weisungen sie unterworfen sind. Was die letzten zwei Teile der Anfrage betrifft, so ist die Politik der Regierung im Weißbuch vom Jahfe 1922 vor diesem Hause niedergelegt wordcu!“ •■.'׳׳ Nr. J7 Vermischte pJacbricbtm Sir Berber! Samuel und die Zionistische Cxectiüvt 1 London, 12. Juli. (!.C. B.) Die Zionistische Exekutive 1 bereitet dem gegenwärtig in London weilenden Oberkom- 1 missar von Palästina, Sir Herbert Samuel, am Freitag, 1 den 13. Juli, einen feierlichen Empfang. I Bevorstehender Empfang der amerikanischen I Zionisten im britischen Kolonialamt London (J.C.B.). Die Zionistische Executive triff( die notwendigen Maßnahmen, für die am 18. Juli bevorstehende Ankunft der amerikanischen zionistischen Delegation in Europa. j Wie der J. C. B.-Vcrtrcfcr aus gul unterrichteter j Quelle erfährt, soll die Delegation kurz nach ihrer An- 1 kunft im Kolonialministerium empfangen werden, um dort die Wünsche der amerikanische# Zionisten darzulcgen. Erklärung Musa Kazim Paschas Vor der Abreise der arabischen Delegation nach London hatte der Jerusalemer J. C. B.-Korrcspondent mit ihrem Prisidenlcn, Musa Kazim Pascha, ein Interview. Musa Kazim Pascha erklärte: ״Wir werden in London an unseren Forderungen festhallen. Wir können auf nichts verzlchten. Falls England sich mit uns verständigen will, muß es in Palästina eine nationale konstitutionelle und unabhängige Regierung einsetzen. Dieses wird uni lür die nächste Zukunft genügen. König Hussein wird den Hcdschas-Verträg in seiner gegenwärtigen Form niemals unterzeichnen, Keiner von den Mitgliedern des Advisory Council ernannten Arabern wird diese Ernennung annehmen.“ Judge Mack aul der Reise nach Palästina London, 10. Juli. (J.C, 8.) Der Vorsitzende des Pa• lestine Development Council, Judge Julien W. M a c k (Brandeis• Gruppe), ist nach kurzem Aufenthalt in London nach Pi• Itti ti n a abgereist. Ein anderes Vorstandsmitglied des P. D.C., Mrs. Fels, hat sich vor einiger Zeit in Palästina aufgehalten und für erhebliche Summen zwischen Samaria und Galiläa Land an• gekauft Die Gleichberechtigung der lettischen Joden!11 der Sitzung des lettischen Parlamentes vom 26. Juni stellte sich das neugc|jildctc Ministerium M e i e ro w i t z dem Hause vor. Der neuernannte Ministerpräsident verlas eine umfangreiche Regierungs-Deklaration und bat um das Ver• trauen des Hauses. In der darauf folgenden Debatte ver• weigerte das Mitglied der jüdischen Fraktion, M. א urock, namens dieser Fraktion das Vertrauensvotum mit der Begründung, daß diesem Ministerium auch Herr Oailit, der Unterrichtsminister des früheren Kabinetts angehöre, welcher die Schulautonomic der Minoritäten untergraben habe. Die Wiedcrcrncnnung G a i I i 18 erwecke den Anschein, als solle der Feldzug gegen die Minoritäten fort• gesetzt werden. Seine (Nuroks) Fraktion betrachte diese Ernennung als eine direkte Herausforderung der Minoritäten. Aber auch an den anderen Regicruncsressotts müsse Redner scharfe Kritik üben, so vor allem ain Kriegsininistcrium. In der Armee herrsche kein demokratischer Geist und cs sei leider eine allgemeine Erscheinung geworden, daß in den Kasernen und bei den militärischen Formationen He tzbrosch ü re n verteilt werden, welche einen Teil der Bevölkerung gegen den anderen auf hetzen. Ebenso müsse Redner das Justizministerium kritisieren, welches systematisch Kauflcute und Industrielle jüdischer Nationalität am I m mo• bilienverkehr gänzlich hindere. Schließlich wandte Redner sich gegen die Behandlung der Untertan Schaft und Rcvakuationsfragcn, welche cs durch verschiedene spitzfindige Formalitäten zustande bringen, den im Jahre 1915 von der Zarenrcgicrung vertriebenen Juden, die im Lande bereits seit vielen Generationen ansässig seien, den Weg zur Heimat zu versperren. Der Redner verlangt ein Ministerium, in welchem die Minoritäten vertreten sein müssen. Auf antisemitische Angriffe des christlich-nationalen Ab• geordneten Reinhardt, der Nurock persönlich apo• stropliierte, erwiderte dieser, daß die Juden unter dem für die Freiheit Lettlands Gefallenen einen sehr erheblichen Prozentsatz entnehmen, während eine ganze Reihe von Gesinnungsgenossen Reinhardts es vorgezogen hätten, den Befrelungskämpfen f ernzub 1c Iben. Nurock teilte mit, daß ein Student Holpern, der in der lettischen Arrhee gedient hatte, die lettländischc Staatsbürgerschaft nicht habe erwerben können und daß der Vater des auf dem Libauer jüdischen Hcldenfricdliofc bestatteten Fricdmann nach Lettland nicht cinreisen könne. Nur durch gemeinsames Wirken werde man Lettlands Größe und Unabhängigkeit sichern können. Nurocks mutige Reden machten auf das Haus starken Eindruck. Kleine Nachrichten f>r, Schmarjalm Levin ist am 10. Juli an Bord der ״Maurctania“ nach Europa abgereist. Dr. Lcvin hat in Amerika erhebliche Beträge für die hebräischen Verlags^nstaitcu ״Dwir“ und ״Maria!!“ aufgebracht. Mit einer großen Stimmenmehrheit wurde Neheim* de Lieme vom niederländischen Zionistenverband tum Dele• gierten für den XIII. ZionistenkongreU gewählt. Am 25. Juni fand in Moskau eine Beratung des russischen ,,Ort“ statt, an der die Vertreter der Komitees In Charkow, Kiew, Odessa, Minsk, Hornel, Wltebsk und Petrograd teilnahmen. Der Nassi des Obcrrabbinates ln Palästina Oberrabbiner Jakob Meir und der Führer des ״Misrachi“ und Redakteur der Zeitschrift ״Hator“ Rabbiner L. Fischmann sind In Wien dngetroffen, von wo sie sich nach Karlsbad begeben. Eine Gruppe jüdischer Industrieller in J*ff* hat der zionistischen Exekutive vorgeschlagcn, eine In• dustrlcbank mit einem Kapital von 50 000 Pfund zu gründen. Die Exekutive soll die Hälfte des Kapital« zeichnen, während die andere Hälfte von Privatleuten aufgebracht werden soll. Der New Yorker Provfnzialgcrlchtshof hat den Kaufmann Jacob Manowltz, der die Bezahlung der von ihm für den jüdischen Kriegshilfsfonds gezeichneten 500 Dollar verweigert Kat, zur Zahlung dieses Betrages verurteilt. (Vielleicht wären auf diesem Weg noch einige Pledges des Keren Hajetfod eUuabringen? A. d. R.) /