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Jüdische Rundschau · 1923-07-13 · Heft 56 (13.7.1923) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 56 (13.7.1923)
Date
1923-07-13
Page
– (sequence 4)
Language
German
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. Seite 352 JUEDISOHE RUNDSCHAU Wen wünschenswerten Druck zur Vermehrung der Arbeite• möglichkciten. .... , ״ Wir halten es für unsere Pfl'dht, die finanzielle Vcr- »ntwortung auf uns zu nehmen für diejenigen, die mit unserer Zustimmung cimvandcrn, damit sie der einheimischen Bevölkerung bei Arbeitslosigkeit nicht zur Last fallen können. Dieser Verantwortung mul) die Vorbereitung für Palästina angepaßt sein und die Ausgabe unserer Piisse mul) damit übercinstinimcn. Wir sehen darin die Möglichkeit, eine wirtschädlich 'ungesunde Einwanderung zu vermeiden die niclit zur Scßhaftmaeliung führen und eine gesunde Entwicklung behindern könnt«. Wir sehen nicht in großen Zahlen einer angeblichen Immigration unsere Starke, sondern in einer Einwanderung die die Festsetzung zur Folge hat und immer größere Möglichkeiten schafft. Wir wissen, daß die bisher befolgte zionistische Einwandcriingspolitik die Möglichkeiten verringert hat. Dein so lau ge gchandhnbtcn System überwiegender Not- Stand snrbciten stellen wir die Politik der Scllhaftmachung gegenüber. Unsere Unterstützung des bestehenden Jischub in 11 H abgebaut werden. Bei gesunder KokmisaiionsTxditik ist cs weder erwünscht noch möglich, daß der Jisclum in Palästina weit über seine ökonomische Kraft hinaus lebt. Dies behindert auch die Entwicklung der Ein- Wanderung. Wenn politisch die Bedingungen hierzu gegeben sind, können wir die Voraussetzungen der Kolonisation schaffen. Palästina ist aber für uns keine Einriehliiiigsnnstalt für Exi- Btenzen. Solche müssen dort durch Arbeit entstehen. Da unter anderem die Kapitaleinfuhr nach Palästina notwendig ist, halten wir es für nötig, jede Theorie abzulehmn, die dazu führen kann, einer allgemeinen sozialen Konstruktion in Palästina zur Verwirklichung zu verhelfen, welche Kapitals- Zufuhr behindern kann. Arbeitsmethoden und Arbeitsformen müssen der Kotoni- *ationspolitik angcpnßt werden. Einen Unterschied zwischen zionistischer und misradu- *tischcr Kolonisation geben wir nicht zu. WirbckänipfendcnEinflußderFraktionen, soweit dieser der zahlenmäßigen Stärke derselben und ihren Beweisen von Opfcrwillcn für die Sache nicht entspricht. Eine antireligiöse Politik ist für den Aufbau ebenso verderblich. Dezentralisierung der Arbeit ist auch .int politischen Kontakte mit «1er Regierung nötig. Die Zionistische Orgauisation Hat alle rentable Arbeit, alle Unternehmen, die privatwirtschaftlich geführt werden können, frei/iigcbcn und von sich loszulösen; so insbesondere die Kreditinstitute, auch die des bestehenden Jisdiubs, welche die soziale Struktur günstig beeinflussen können. In Ausnahnisfälicn können solche Arbeiten finanziell geföalert werden. Es ist unbedingt nötig, daß der Beginn jedes Unternehmens «len geringen Möglichkeiten im Lande entspricht, die Erweiterung mir langsam und stufenweise gestatten. Die ökonomische Arbeit kann nur glücken bei Mobilisierung des ganzen jüdischen Volkes in all seinen Schichten, bd Mobilisierung der geistigen und materiellen Kräfte. Keine Organisation, sondern iiur ein ganzes Volk, kann ein Volk Zur Wiederauferstehung führen. Unsere Arbeit kann nicht den stolzen Oedanken unserer Propagandisten gemäß vor sich geben. Unsere Propaganda muß ihre Kraft schöpfen aus detn Fortschritte unserer Arbeit. Wo das Risiko zu groß ist, um ein Unternehmen von nationaler Bedeutung pnvatvyirtachaftlich zu fundieren und wo die Regierung keine Garantie zu sielten imstande ist öder keine geben will, sind wir verpflichtet, das schwerste Risiko selbst h fonds!>erdt» oder ln anderer .Weise auf uns zu nehmen. Wir halten zur Förderung des Unternehmungsgeistes die Schaffung eines von der Organisation unabhängigen Informationsbiiros für notwendig, das einem sogenannten Syndikat zur Entwicklung der Industrie und des Handels angeschlosseu $ein kann. Dezentralisierung def Fonds ist Grundbedingung für fine den Volkskräftcn angemessene Entwicklung der Arbeit. Insbesondere ist die hygienische Fürsorgcarbcit und die Kulturarbeit für Verwaltung aus Fonden geeignet, die auf festen Beiträgen beruhen, Arbeiten dieser Art können nicht in den Grenzen vor sich gehen, die von der Erfüllung ideeller Wünsche bestimmt werden. Sie hängen ab von der ökonomischen Kraft der Be• völkerung, die von uns in immer geringerem Grade unterstützt Werden kann. Andererseits ist es wünschenswert, daß zu diesem Zwecke dem Jischub das Recht zur Steuereinziehung gegeben wird und ihm Unterstützungen von der Regierung bewilligt werden, die unserer Bedeutung für die wirtschaftliche Ent- Wicklung des Landes angemessen sind. •Die Kosten der Immigration haben für uns erst nach der Ankunft in Palästina zu beginnen. Die Autonomie des Jischub muß unsere stete Sorge sein und ausgebreitet werden in dem gleichen Maße, in dem sein Anteil an finanzieller Verantwortung zunimmt. Die Selbständigkeit muß damit beginnen, daß wir Uns in die Angelegenheiten und lokalen Sachen des Jischub nicht mdir «inmengen und unsere Subsidien schleunigst abbauen. Bei der Aufbringung der Mittel muß streng unterschieden werden, ob sic für produktive oder nichtproduktive Ausgaben Verwendet werden sollen. Unsere Hudgetpolitik muß auf das Erreichbare gerichtet sein. Wir verwerfen proportionclle Herabsetzung für den Fall nichtausreidicndcr Mittel und fordern die Priorität gcwisser Ausgaben vor anderen. * ' Die landwirtschaftliche ,Kolonisation bleibt die un• bedingte Grundlage unserer Arbeit. Wenn diese vernachlässigt wird, kann von einem jüdischen Nationalhcim keine Rede mehr sein.!Dann kann cs nur ein neues Galutii geben. Wir müssen zunächst auf die technische Verbesserung der Produktion bedacht sein. Intensive J<apitalsinvcsticr1mg darf nur dann stattfinden, wenn sachkundig auf adaequate Produktion gerechnet werden kann. Die Formen der landwirtschaftlichen Kolonisation dürfen erst festgestellt werden, wenn es sich um wirkliche Besiedlung ttamicft unn dicht in einem Stadium der Vorbereitung oder in der Weise, daß im voraus auf einen späteren Entschluß gerechnet wird. Kolonisiert kann nur dann werden, wenn eigenes Kapital gebildet wird, das unterstützt wird durch mäßigen Kredit. Durch ״full equipment“ kann nicht kolonisiert werden. Elemente, die außerhalb Palästinas landwirtschaftliche Er• fahrung gesammelt haben und etwas eigenes Kapital besitzen, müssen den Vorzug vor anderen haben. Der Nationalfonds ist ein Institut, das «km Land, bau hauptsächlich die Kapitalsinvestierung erleichtern mliß, das aber für die städtische Bodenpolitik von ungeheurer sozialer und nationaler Bedeutung ist. Von der Regierung muß verlangt werden, daß die 1m Mandate festgclegte Politik zur Förderung von ״dose settle. snents" und zur Bekämpfung der Qodenspekidation durch• geführt wird. > ‘ KongpoßCiürtcra Das Kongreßbureau bat uns aSmtltcb« von nn■ bestellten Karten zugeteilt, aber nur unter der Bedingung, daß die hierfür entfallenden Beträge bis zum 29. Juli 1923 voll eingezahlt sind. Wir fordern daher alle Gesinnungsgenossen, welche die von ihnen bestellten Karten noch nicht oder noch nicht voll bezahlt haben hierdurch auf, die bereits direkt angemahntfcn Betrüge unverzüglich zu überweisen. Nur in diesem Fall bann mit der KarteEizatellang gerechnet werden. Zionistische Vereinigung für Deutschland Borlin W 15, Sächsische Straße 8. Bankkonto! Darmstädtor und Nationalbank Depositen!!«**•, Kurfürstrndnmm 52 Postscheckkonto: Berlin 8091, r Psq K©ncrcßaMCGaE30 der ״Jüdischen Rundschau*‘ Wir verständigen unsere Abonnenten hierdurch wiederholt davon, daß sio während des XIII. Zionistenkongresscs in Karlsbad (6.—16. August 1923) täglich eine Sonderausgabe der ״Jüdischen Rundschau“, mit dem offiziellen Kongreßbericlit, erhalten werden. Die Zustellung der Zeitung erfolgt auf dem üblichen Wege. Die Lieferung der Kongreßausgabe kann nur an die-’ jenigen Abonnenten erfolgen, welche die Abonnementsgebühren für das III. Quartal 1923 (42000 Mk. inkl. Kongreßausgabe) bezahlt, resp. die ihnen zugegangene Nachnahme cingclöst haben. Die Ortsgruppen, die Sammclabonnements bestellt haben, müssen die von ihnen eingeforderten Abonnementsgebühren sofort abffihren. Andernfalls müssen wir uuq mit Rücksicht auf die fortschreitende Geldentwertung Nachforderung«!! Vorbehalten. Verlag Jüdische Rundschau Berlin W 15, Sächsische Straße 8. Postscheckkonto« Berlin 17393 Zur Beseitigung der chaotischen Verhältnisse In der Organisation und der schlechten Verwaltung, halten wir Dezentralisierung für geboten. Außerdem ist Reorganisation der organisatorischen Funktionen nötig. Einschränkung des• E. A. C. auf drei bis fünf Mitglieder, die in den Fiauptdingen homogen denken, ist Orundbedingung. Sic haben sich diesem Amte ausschließlich zu widmen. ׳ An nächster Stelle tut genaue Kontrolle der Finanzen not. Diese ist durch eine sogenannte Rcchnungskammer durriizuftihrcn und hat sich auf Sparsamkeit in den Ausgaben und auf deren Zweckmäßigkeit z.u erstrecken. Die Mitglieder dieser Kammer haben Keine andere Funktion zu erfüllen. Ais beratender Körper steht dem E. A. C. «in großes Actions-Comitd zur Seite, das aus den verschiedenen Lnndcs* Organisationen und Föderationen aufgebaut wird und rcgclmäßig Zusammentritt Die lalircskonfcrenz bat wegzufallen. Der Kongreß soll nicht jedes zweite Jahr, sondern in jedem vierten Jahre staufinden. Die Zahl der Kongreßteilnehmer muß eingeschränkt werden, ohne daß dies zur Ausschaltung der kleincu Organisationen führen darf. Der Schekel ist zu ersetzen durch' einen progressiven Beitrag zu allen Ausgaben, die auf der Organisation vorläufig und auch später von Kongreß zu Kongreß lasten werden. Wir bekämpfen die Vertretung auf dem Kongreß aut Grund des minimalen und noch nidit einmal regelmäßig bezahlten Schekels. Die I n k o m p a t i b i 1 i 111 d e r Beamten ist durch Be- Stimmungen zu regeln. Es muß ebenso verhütet weiden, daß ein und dieselbe Person zu viele Aemter bekleide. Die Hypertrophie an. Beamten ist eine der Ursachen der schädlichen Erscheinungen in unserer Bcwegimg. Der Ausschluß von Beamten aus Organen, wie dem G. A. C, und anderen kontrollierenden Organen, muß statutarisch fcstgclegt werden. In der Dezentralisierung sehen wir die Möglichkeit zur Mobilisierung der nichtzlonismchcn Eiemente auf verschiedenen Gebieten. Durch diese und die endliche Zusammenfassung dieser verschiedenen dtirdt De- Zentralisation entstandenen Organe, werden wir die Jewish Agency so bilden können, wie sie im Mandate verstanden Ist. Eine NaUonalanlcihe der Jewish Agency Thesen von Ch. Ariosoroff. in seinem soeben erschienenen Buch ״Die Kokmisationsfinanzen der Jewish Agency•) *teilt Arlosoroff für die Durchfultruitg des von ihm konzipierten Krcditplancs folgende Thesen auf, die in dem Buch dann ausführlich erörtert und begründet werden. ״Erstens: Der Kapitalbedarf des jüdischen Siedlungs- Werkes in Palästina, der als Nachfrage nach einem konzeit* trierteu Großkapital auftreten muß, wenn damit die Durchfi'ihning unserer kolonisatorischen Aufgaben gesichert werden soll, kann unter den gegenwärtigen Verhältnissen nur auf dem Wege des Kredites am internationalen Kapitalmarkt durch eine Anleihe gedeckt werden. Zweitens: Die Trägerin dieser Anleihe lat die Jewish Agency als die öffentlich-rechtlich anerkannte Vertretung*• körperschaft des jüdischen Volkes und die leitende Instanz des palästinensischen Sicdlungswerkcs. In ihren Händen liegt auch die Verwaltung und die Bestimmung über die Verwendung der aufgebrachten Kapitalien, Sie schafft die dafür notwendigen speziellen Organe. Drittens: Die Aufnahme dieser ersten Anleihe der Jewish Agency kann unter den gegenwärtigen Bedingungen nur auf der Grundlage bestimmter und genügender dringlicher :J_ *) Keriag Hitachdnt, EertlacCteriotteBburf, C*racntr, 6, Nr. 58 Sicherheiten erfolgen, von deren Wert die Maximalhöhe der auszuschreibenden Anleihe abhängig ist. Des er Wert winj wiederum von der Größe der Sachwertvermögen bestimmt die als *olidarhaftencks Nationalkapital schon jetzt organisier!)» sind. Sie werden in einem besonderen Verwalten gsorgM dem Jewish Agcncy-Syndikat, zusainineiigefaßt. ‘ Viertens: Das durch die Anleihe in die Verfügung des Jewish Agency-Syndikats übergehende Kapital wird — wenig, stens zu ganz überwiegenden Teilen — werbenden Anlage;, und wirtschaftlich produktiven Verwendungszwecken zugeführt. Der als Folge der zusätzlichen Kapitalinvcsticrung eintretende bedeutende Wertzuwachs der bei der Kapitalaufnahme g*. gebenen Garantiemaße, erhöht die allgemeine Sicherheit «fer Anleihe. Die neu geschaffenen oder erworbenen Werte und ncticrschlossctten Einnahmequellen gehen gleichfalls bis einer bestimmten Flöchstgrcnzc in «las bürgerliche Sachvermögen und den Dienst der dette publique ein. Fünftens: Die Verzinsung und Tilgung des Anleihe, kapital* ist nicht auf die Ertragsquoten gegründet, die auf vtrwaltungsmäßigem Wege (als Gebühren oder Zölle) oder auf rein stenermäf) igcin Wege (als direkte oder indirekte Abgaben) eingetrieben werden müssen, sondern auf die normalen wirtschaftlichen Erträge des verwendeten Kapitals selbst. Das schließt nicht aus, daß im Rahmen dieses wirtschaftlichen Ertragssystems auch «lic nationalen Spendensammlungen im Bereich bestimmter, ihnen entsprechender Funktionen, sowohl für den Dienst der nationalen Schuld, als auch für die Erfüllung von Aufgaben, die außerhalb der Verwendungszwecke des Anleilukapitals liegen, eingesetzt werden. Sech 5teil s : Um «las höchste Maximum dieser Erträge zu erreichen, mindestens aber für den regelmäßigen Zinsendienst etfcrclerlichcn Annuitäten zu sichern, wird die Vcrwultung und Verwendung des hcreingebrachten Kapitals in einer großen, gemeinwirtschaftlichen, nach Erfordernissen der nationalen Kolonisation geleiteten und als Einhcitsamtcmehmung arheitewlcn Wirtschaftsorganisation zusammengefaßt. Außer einer Reihe von Wirtschaftsinstituten, die b«»on«tere kokmisatorischc Aufgaben erfüllen, wie z. B. einer Bodenkaufs- und ParzcilienirigsRcscilschaff, einer Transportgesellschaft, umfaßt diese Orgauisation vor allem ein gemcinwirtschaftlich aufgebautes Kreditsystem, in «lesscn Mittelpunkt eine Z«mtralbank fungiert, die mit dem Recht der Notenausgabe ausgestattrt ist. Siebentens: Durch diese Organisation ist «las Jewish Agcncy-Syndikat instand gesetzt, die migrations- und finanz. politischen Aufgaben, die kolonisatorischen Pläne ln Stadt und Lanti, in agrarischer und gewerblicher Produktion auszuführen, die das Palästinaaufbaiiwcrk erheischt. Während so die Jewish Agency zum entscheidenden, in seiner praktischen Arbeit unabhängigen und den Gang «1er ökonomischen Entwicklung des Landes tatsächlich bestimmenden Koionisationfaktor wird, schafft 6ie in ihrer Kreditorganisation auch eine der un entbehrlichstcn Voraussetzungen für die erfolgreiche Tätigkeit des Privatkapitals, in den Grenzen, die die allgemeinen Bedingung« seinem Wirken setzen. Damit aber mündet bereit* der Fi« nanzlerungsplan in den Kolonisationsplan ein," Zur Finanzpolitik Wir erkalten folgende Mitteilung zur Veröffentlichung: Der Zentrale Waad des deutschen Landesverbandes Hapoiil Hazai'r hat sich in seiner letzten Sitzung mit den Aufgaben und dem Arbeitsprogramm des vom Dresdener Dekgiertentag eingesetzten Finanzpolitischen Aussehusscs befaßt und den folgenden Beschluß gefaßt: ln der Erkenntnis, «laß die bestehenden Finanzinstitutionen der zionistischen Bewegung für die Lösung des Kapitalproblcms des Palästinaaufbaus dringend einer Ergänzung bedürfen, und in der Erkenntnis, daß dabei umfassende Reformen der bestehenden Institutionen und der bisherigen Methoden der Kapitalbeschaffung notwendig sind, jedoch nicht zur Erfüllung aller Aufgaben und Befriedigung aller Bedürfnisse genügen kommen, spricht der Zentrale Waad des deutschen Landesverbandes Hapoel Haza'ir die Ucberzcuguug aus, daß eine Kreditak t io n auf der Grundlage der Bereitstellung einer kollektiven Garantie als Mittel anzuschcn ist, das geeignet wäre, das Kapitalprolicm zu lösen. Als einenn geeigneten Weg in dieser Richtung betrachtet der Zentrale Waad den von Chawer Arlosoroff vorgclegten Plan. Er fordert daher den Finanzpolitischen Au-schuß auf, daß er 1, das Projekt auf seiner nächsten Sitzung eingehend prüft und 2. die deutschen Kongreßdclegiertcii anweist, dahin zu wirken, daß die neue Exekutive beauftragt wird, sofort Schritte zur Herstellung des im genannten Plane geforderten Garantiesyndikats zu unternehmen. partemaebriebten Die Zionistische Vereinigung tür Deutschland aut dem 13. Ziouisleitkongreß * Die konstituierende Sitzung der Landsmannschaft auf dem 13, Zionistenkongreß findet in Karlsbad am 6. August 1923, 2>/<ן Uhr nachmittags, statt. Die Dele* gierten werden um pünktliches Erscheinen gebeten. ln Deutschland wohnhafte Zionisten haben als Gäste Zutritt. Ort wird noch bekannt gegeben. Zionistische Vereinigung für Deutschland Finanzpolitischer Ausschuß des Dresdener Delcgierlentages Der Finanzpolitische Ausschuß wird am 15. und 16. Juli in Dresden eine Sitzung abhalten, Wie bereit* ge• meidet, ist «s *eine Aufgabe, namens der Z. V. f. D. eine Denkschrift an den XIII. Zi onistenkongreß auszuarbeiten. Zur Liste der Mitglieder dieses Ausschusses, die wir in der vorigen Nummer veröffentlichten, ist nachzutragen, daß ihm alt Vertreter des Misrachi Dr. Robert Weiß angehört. Das neue Präsidium der polnischen Zionisten Als Folge der von der 6. Landeskonferenz der polnischen Zionisten gefaßten Beschlüsse wurde das Präsidium de* Zentralkomitees der polnischen Zionisten neu gebildet und besteht nunmehr an Stelle von Dr. Klumel, Grüubaum und PodlUzewikl au« den Herren Senator Körner, Levit• und Dr, ßottlieb, ׳*

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