Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 54 (6.7.1923)
- Date
- 1923-07-06
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr 54 ״JUEDISCII E RUNDSCHAU Seite 339 I Vs* I Ar.. ffcvl * ern Kr 6i1r;u- S tut- Folge 4esr;11 : Wird I, fr. SiaGa Istuu die Lu )le'.cn, » wen *. Sic iter in WliKIl I Sllkl, t! cot• K mit le \1זו<י Bcrika ft’.ieu SB in Cu, Ich , ohne nicht ' Jahre Ihrciid Cm , Pa- Kien- S/cnrl Diina s die Um- ■atioa idera raf t ,* des der deckt;1 bc- Anteil vier ׳ ans 1 den ätzen, chisch astina quert. , daß feil e mir Ire teil; oder Dann runen. treten •erden ן 1.13 ־bc iten, j rochen. er Sic, , .re und 1 it;u!c i al: ׳!rut VC einer Z 0:1 ist A; enty ln deS c|n Wort deckt viele Sünden nt, und matt kann sie leicht jemandem ins Gesicht schleudern,!so wie man cs bei mir getan hat. Die Verhandlungen mit den Arabern jahrelang haben wir politische Resolutionen formuliert, daß wir Juden in Frieden mit den Arabern leben wollen, yt'ir haben Resolutionen angenommen, die den Charakter eines (jcüibdes t:r;:esi. Wenn cs aber dam kommt, bestimmte U״(J wirksam;: Schritte zu ergreifen, um die Resolutionen di ver" irkl,'eben, weil die Verwirklichung■ all dieser Probleme eine Frage von Lehen oder Tod unserer Arbeit in Palästina bedeutet, wird man von allen Seiten angegriffen, und es (r11eht sich ein Gcr.chrci, daß man an die Araber oder sonst jemanden alles, was dem Zionis ,..s heilig ist, vor* schachert. Es sollt״ aber unseren grölten Politikern klar sein, daß man die Araber nicht mit Pannen abspeisen kann. Jahrelang haben wir Bcseli'iiasc gefaßt, tri.l was immer das jüdische nationale I leim werden wird, selbst wenn es Mil- Honen Juden fassen wird, selbst wenn cs, wie ich hoffe, |n Palästina eine jüdische Majorität geben wird, wird es ,jennorh eine ln:el im arabischen Meer bleiben. Wir uu'uscn inii diesem Volk, das uns verwandt ist 1md mit dem wir stich in der Vergangenheit in Eintracht gelebt haben, zu einer Verständigung gelangen. Natürlich wäre es besser, wenn Palästina und die angrenzenden Länder unbevölkert wären. Es Ware noch besser, wenn dort statt des Jordans drr Nil {ließen würde, noch besser wäre cs, wenn uns Moses anstatt nach Pa'iistina nach Amerika geführt hätte, und noch besser wäre c!, wenn mau cs nicht mit Juden, M11dcrn mit Engländern zu tun hätte. Aber wir haben es mit Juden zu tun, und in Erez-lsracl gibt cs den Jordan, und dort gibt cs ein Volle, das Widerstand leistet und das Palästina umzingelt hält, von Norden und Süden, Güten und Westen, und mit dem wir uns auf ernsthafte Weise verständigen müssen. Dies kann geschehen durch Vernunft und Glauben an politische Ehrlichkeit; denn das sind die stärksten ,Waffen, die ein einzelner besitzt. Etas ist cs, was uns j;n für allemal bewegen muß, uns nach allen Seiten zu schützen, und diesen Schutz kann mau durch ein verstärktes Tempo der Arbeit in Palästina erreichen, und dieses verstärkte Tempo der Arbeit in Palästina kann erreicht werden durch Heranziehung aller ehrlich wollenden Elemente zur Mitarbeit. Ich glaube, daß cs ehrliche gibt. Ich g’aubc der englischen Regierung; ich glaube jenen Juden, die zur Ueberzctigmig gekommen sind, daß sie verpflichtet sind, Palästina aufziibaiicn, und die mit uns arbeiten wollen. lei! wäre der letzte, der nicht die Hände eines jeden ergreifen würde, der Palästina mitaufbauen will, sei es ein einzelner, sei cs dne Organisation, klein oder groß, Falls er nur einen Teil der Arbeit übernehmen will, ist er mir willkommen, denn reine Mitarbeit wird noch weitere hundert oder zweihundert keranziehen. Meine Damen und Herren! Ich glaube, daß wir dadurch rar den Regierungen und vor der Welt gestärkt würden. Die Lage ist vollkommen klar. Das arabische Problem, die Immigration, das Tempo unserer Arbeit in Palästina sind eng miteinander verbunden. Und wir könnten, bis die Zionisten der ganzen Welt zum Bewußtsein der großen Verantwortung, die auf ihnen lastet, erwachen, diese Gelegenheit verlieren. Mir ist ein Vertreter der jüdischen Gewerkschaften ebenso wichtig wie Herr AlarshaU, trotz aller Achtung und Liebe für diesen und Anerkennung seiner großen Leistungen. Wir werden nicht sofort alle diese Kräfte gewinnen, anfangs nur einige, aber wir werden unsere Arbeit erweitern. Selbstverständlich gibt es Gefahren, aber größer wäre die Gefahr, nochmals ein solches Jahr wie das vergangene durchleben zu müssen. Nach meiner Ansicht stellen oder fallen wir mit der Annahme oder Verwerfung dieser von Ihnen jetzt gefaßten Beschlüsse, und wenn ich den 6. August erleben werde, 90 werde ich dafür wie ein Tiger kämpfen. Ich werde den amerikanischen Zionisten, die weit entfernt von Reibungen und persönlichen Motiven sind, gratulieren, daß Sic es verraoeht haben, einen solchen Beschluß zu fassen. Gebe Gott, daß er ohne viel Reibungen und Kampf durchdringt. Ich! habe alles fortgegeben, aber ich will nicht von einer leeri laufenden Maschine zerrieben werden, deren Räder laufen, i ohne etwas zu produzieren. Etarum werde ich dafür kämpfen! Die ״Proposals“ der amerikanischen Zionisten, die von 1 der Convention bestätigt wurden, werden wir in der nächsten Nummer der ״J. R.“ bringen. vif vin ein »ln liehe t alicnl weiden Pro•!hrliciia r auch iß wif etzigcn tn, und , wird: läaiina. weiter?zeigt, c, mit (1 kein m D-׳t nt für Arueit 111 se rer kratic“ Morris Rosenfeld Zum Tode des ersten jüdischen Dichters. Morris Roscnfcld ist gestorben! Ein seltsam beklemmendes Gefühl bemächtigt sich unser, wenn wir uns diese Nachricht vergegenwärtigen. Als ob irgendeine zarte Erinnerung aus den Kindheitstagen zu Grabe getragen wäre. Irgendwo in der Ferne, jenseits des großen Teiches ist ein uralter Großvater gestorben, der uns in unserer Kindheit so oft auf sein Knie nahm und zärtlich verhätschelte. An seiner Brust schliefen wir ermüdet ein, nachdem, uns «ine innige Weise inmitten der größten Leiden und Enttanrngcu umflatterte und in den süßen Schlummer wiegte. Buchstäblich gemeint. Denn cs gibt wohl heute keine 'Misch״ Mutter, die nicht Morris Rosenfelds Lieder an der Kinderwiege singen würde. Wir müssen viele seiner Lieder so betrachten, afs ob si« nicht eine individuelle Schöpfung wären, sondern ein ^Weingut des ganzen jüdischen Volkes, als etwas, was aus ׳י" tiefsten Seele des Volkes hcrausgcsprodien ist. Dieses ־״'■:;;c Verhältnis zu diesem Dichter, das sich nicht anders «klaren läßt, ab daß er eine teuere Kindhcitscrinncnmg »Micbcn ist, wird wohl einem jeden Menschen in der Seele Bibern, mag er über Kunst und Literatur die weitgehendsten A11*hte11 he״cn. Hier ist ein Gebiet, wo cs niemandem 1 «•*fallen wird? theoretisch zu kritisieren, es wäre hier kaum i *gebracht. Und letzten Endes kommt cs doch in jeder Kunst dar-; an, auf die gegenwärtige Epoche einzuwirken. Demi! K'unst ist nicht ״Ding an sich", wie überhaupt nichts in Welt ״an sich“ ist, sondern irgendeinem Zwecke dient.; 0:t Mensch einer jeden Epoche ist die Forderung, an die; V der Künstler ha'tcn muß. Wir haben uns gewöhnt,; Kunrt von einem allzu metaphysischen Standpunkt zu : pachte״; die produktivste Methode der Kritik ergibt doch , soziale Gesichtspunkt, u ' ־ »7.» M BsiiMP« 1111 Wahlkreis I vtnd i;;1 Wahlkreis II sind je eine Vorschlagsliste ordnungsgemäß eiiigcreicht worden. Es sind im ganzen 13 Mandate zu besetzen, hiervon er,t• fallen auf Wahlkreis I 7 M ndaie tnd auf Wahlkreis II 6 Maml.ue. Im Wahlkreis I ist folgende Liste eingcreicht worden; Delegierter: 1. Felix Rosenblüth 2. Leopold Landau 3. Claim Arlosoroff 4. Georg Gerson 5. Kurt Blumenfeld {>. Cen/.ion Fett 7. Alfred Klee 8. Louis Tumpowsky 9. Alfred Landsberg 10. Georg Landauer 11. Däne Fetterring 12. Siegfried Moses 13. Heinrich Margulics M. Hugo Schachtel lr>. Sall'i Hirsch 16. Jacob Reich 17. Mcinhold Nußbaum Ersatzdclcgicrter: Mcinhold N־ußbäum Boris Le i bo witsch Rudolf Samuel Hugo Schachtel Sa Ui Hirsch Nalmrn Goldmann Hermann Le lewer Sanuny Gronemann Max Jacobsohn Josef Blumberg Harry Epstein Erich Colin Nathan Ben Nathan Salli Hirsch Jacob Reiieb Mcinhold Nußbajtm Hugo Schachtel Hiervon sind die ersten 7 Delegierte# und Ersatzdelcgiertcn gewählt Delegierter: 1. Louis Tumpowsky 2. Alfred Landsberg 3. Georg Landauer 4. Isaac Feuerring 5. Siegfried Moses 6. Heinrich Margulics 7. Felix Rosenblüth 8. Leopold Landau 9. Chaim Arlosoroff 10. Georg Gerson H. Kurt Bhitncnfeld 12. Benzion Fett 13. Alfred Klee LI. Hugo Schachtel 15. SaJli Hirsch 16. Jacob Reich 17. Mcinhold Nußbaum Ersatzdclegierter: Sanuny Gronemann Max Jacob so hn Josef Blumberg Harry Epstein Erich Cohn Nathan Ben Nathan Harry Epstein Boris Lcibowitsch Rudolf Samuel Hugo Schachtel Salli Hirsch Nahum Goldmann Hermann Lelewcr Salli Hirsch Jacob Reiieh Mcinhold Nußbajum Hugo Schachtel Hiervon sind die ersten 6 De legierten und Ersatzdelcgiertcn gcwählt.1 Berlin, den 4. Juli 1923, Die Hauplwalilkcmmlsslon der Zionistischen Vereinigung l&r Deutschland J 17־ M' & iiii Ulk gedenkt würdig l vy» i. durch für den. Herzlwald? Jüdischer National!onds ו!ו!ו1!!וו!!ו111^ PoihdiccKkonto! Berlin 28247 illllllilllllllllllllllllll So ist auch die Dichtung Morris Roscnfekls ein Produkt der jüdischen Volksseele aus der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts, genau so, wie die moderne jüdische Dichtung von Mciicdi Ravvitsch, Percz Markisdt u. a. ein Ausfluß der heutigen Epodie im Judentum ist. Der Abgrund erscheint uns so ungeheuer, weit wir uns nicht immer vergegenwärtigen, weiche ungeheuren Veränderangen im Judentum in den letzten zwanzig bis dreißig Jahren vor sich gegangen sind. Und wenn wir berücksichtigen, daß das ostjüilisdie Kollektiv sidi in einem sdilumineniden BcwulHhcitsznstaiuIc der Unproduktivität befand und teilweise (z. B. im Polcsic-Gcbict) sogar von dem russischen Milieu wenig abstach, wenn wir berücksichtigen, daß das jüdische Volk, wie es Morris Roscnfcld seinerzeit sali, nur eine Volkssdiicht und seine Sprache kaum ein Idiom war, so werden wir nicht mehr daran denken, unser Heute als einen Maßstab des Gestern zu gebrauchen, das nicht fünfzig, Jahre, sondern mindestens fünfzig Jahrzehnte von uns entlernt zu sein scheint. Es ist wahr: Wir sind weit von Morris Roscnfcld ob, und wenn wir auf manches hinvveisen kömien, das sich zu unsern Gunsten änderte, so ist dies ein Glück in unserer Geschichte, daß uns das Schicksal deren weite Gefilde mit Siebciimcilcnsticfeln durchschreiten ließ, um unsere fast gestrige Vergangenheit weit hinter uns zu lassen. ,Wir haben in unserer jetzigen Epoche plötzlich einen entschiedenen Schritt mitten in das europäische Völkerkanzcrt gemacht, und dies nicht nur in politischer Hinsidit, aber um vieles entschiedener *init unserer Kultur. Und damals waren wir in jeder Hinsidit ein armes, heimatloses Völkchen, dein man nicht einmal das Recht auf seine eigene Sprache gönnte. Und Morris Rosenfekt lut neben Reisen noch viel Größeres gewagt als Mendelc, die jüdische Sprache als ein dichterische•; Ausdrucl.smittel zu proklamieren. Das ist sein e Tat. ׳ - , .! , ׳ Wir sind in der Literatur weit von jener Zeit fort; Morris gosenfcld lebte unter uns bis aut den heutigen 3>£f> Der Parteirat der Zionisllsclicn Organisation Weslgallilens und Schlesiens zur Frage der Jctvlsh Agency Am 24. Juni fand in Krakau eine außerordentlich stark besuchte Sitzung des I'artcirates der Zionistischen Organisation Wcstgalizicns und Scbh-Ions statt. Pr. Schwarzbart refc* rierte über die Probleme des XIII. Zionisteiikongrcsses. Die nach mehrstündigen Beratungen von einer Kommission vorgelegten und einstimmig angenommenen Resolutionen zur Frage Jewish Agencv buten: ״Der Parteirat der Zionistischen Organisation des westliehen KIcinpolcn und Schlesien stellt fest: I. In Anbetracht dessen, daß der Hauptpunkt des zionlstisehen Programms, das wahrend der dreißigjährigen fnichtbaren Tätigkeit der Zionistischen Organisation seine Probe bcstanden hat, die Gewinnung des Volkes für den Auibau Palästiims und die Organisierung desselben zu diesem Ziele auf parlamentarischen Grund'agcn, deren Verantwortung der Leitung vor einer demokratisch erwählten Korporation ist, erklärt sich der Parteirat' für eine solche Jewish Agency, deren Mitgliedrr verantwortlich sind vor einer gemeinsamen Korporation von demokratischer Verfassung.! II. In Berücksichtigung jedoch, daß — konfonn mit dem zionistischen Programm und Artikel 4 des Mandats — einerseits schon jetzt neue Gruppen des Judentums und hervorragende Einzelpersonen für den Aufbau der jiidischnationaicn Heimstätte in Palästina gewonnen werden müssen, und andererseits eine ausgiebigere und raschere Palästinaarbeit das Gebot der Stunde ist, fordert der Parteirat die Zionistische Organisation auf, a) zu einer intensiveren Organisierung der Keren Hajessod-Akt ion als einer Institution der s1ä־rJi״cn Bc- Steuerung zugunsten ries Aufbaus Palästinas, in ö*r Ueberzeugung, daß die K. I!.-Aktion noch nicht die sehr großen Möglichkeiten und die Opferwilligkcit des jüdischen Volkes genügend ausgcnütz.t hat, b) zur Fortsetzung ihrer Verhandlungen mit jüdischen Organisationen, Parteien und hervorragenden Einzelpersonen, die Interesse nehmen am Aufbau der jüdischnationalen Heiinst.iite in Palästina, um 1, schon jetzt eine Jewish Agency zu schaffen, die die Exekutive und Repräsentanten der Zionistischen Organisation so'.v.'e die Vertreter der oben erwähnten jüdischen Organisatkn:: n und Parteien wie auch Einzelpersonen umfaßt, wie auch 2. zwecks gleichzeitiger Schaffung einer gemeinsamen Korporatio.׳, die sich zu ammensetzt aus Vertretern der Zionistischen Weltorganisation wie auch der Repräsentanten der anderen jüdischen Organisationen und Parteien, die in der Jewish Agency vertreten sind. Vor dieser Korporation soll die Jewish Agency verantwortlieh sein. Sowohl in dieser Korporation als and» in der Jewish Agency selbst »ollen die zionistischen ,Vertreter zumindest die Hälfte der Stimmen haben. III. Solange die Organisierung einer Jewish Agency auf Grund der sub I und II ausgesprochenen Grands,,«he unmöghell ist, bleibt als Jewish Agency die Zionistische Exekutive, erwählt vom Kongreß und ihm. verantwortlich. IV. In Anbetracht der Verschiedenheit der Meinungen und Beschlüsse in der Frage der Jewish Agency fordert der Parteirat die Exekutive der Zionistischen Organisation Westgalizicn* und Schlesiens auf, sofort die Initiative zu ergreifen, um eine gemeinsame Konferenz der Repräsentanten der Zentralkomitees von Warschau, Lemberg, Wilna, Krakau, der Tschechoslowakei, Deutschlands und Oesterreichs cinrubcrufcn, um im R all men obiger Resolutionen eine gemeinsame Plattform zu finden, um den XIII. Kongreß und die Zionistische Organisation vor einem Zerfall zu bew׳ahren. Zweck dieser Konferenz wird auch die Verständigung auf ein einheitliches Programm für den Umbau der Organisation und die Zusammensetzung der Exekutive sein.“ Mit allen gegen neun Stimmen wurde noch folgende Resolution angenommen: 1 ״Mit Bezug auf die Beschlüsse I und II ist der Parteirat der Meinung, daß die Pflicht der Jewish Agency die Einberufung eines Palästina-Weltkongresses ist, um die größten und intensivsten Resultate für den Aufbau der jüdischen Heimstatte in Palästina zu erzielen.“ . ״ ■, Eine Konferenz der Hanger zionistischen Opposition j־. H. Kann und Nehemia de Li eine haben am Zionisten, die mit dem Standpunkt der Haager zionistischen Opposition ganz oder zum Teil übcrcinstimmen, Einladungen zu einer am Sonntag, den 5. August in Karlsbad stattfindenden Konferenz versendet. und wir wußten fast gar nidits von seiner Existenz. Aber wenn sein Körper ins Grab versenkt wird, fühlen wir plötzlich, daß etwas von unserer Jugend, von der goldenen Zeit der Träume unwiederbringlich verlorcngegangen ist. Denn er war uns «in Erlebnis. Morris Roscnfcld war das erste dichterische Jugend: erlebnis des erwachenden jüdischen Volkes. Zwi Schweid. Jüdische Kmisi ml der Großen Deutschen Kunstausstellung Karlsruhe 1923 Von Prof. Otto Linde, Baden-Baden. - Vor kurzem wurde die Abteilung für angewandte Kunst der Großen Deutschen Kunstausstellung Karlsruhe 1923, der Oef[entliehkeit übergeben. In Erkenntnis der bedeutenden Rolle, welche von je.;er die Kirche bei Ausübung und Fortentwickle!){- der Kunst, insbesondere auch handwerklicher Kiuistaiisiibiing spielt, wurden in der genannten Abteilung einige Kirchenräume geschaffen, unter denen auf Anregung des Badischen Landcsrgewerbenmts und infolge deren Verständnisvollen Aufnahme durch den Badischen überrat der Israeliten erstmalig auch ein synagogaler Raum vertreten ist. . Freischaffende Künstler jüdischen Glaubens ließen in genicinsamcr Arbeit durch einen kleinen Synagogen raum und seine Innenausstattung ein Kabinettsück ritueller Kunst auf der Ausstellung entstehen, welches sidi allgemeiner Anerkennung erfreut. Architekt DäpI.-Ingcnfcur Richard Fuchs, Karlsruhe. lehnte sich als Gestalter des Tcmpclinnercn an gute alte Beispiele fränkischer Holzsynagogcn (Bechhofen bet Ansbach und Horb ‘ י Oberfranken) an. Ueber rechteckigem Grundriß erbebt sich auf holz5;iulengetragenem, rcidi profiliertem Ardiitrav ei« aus hölzernen Riemen gefügtes, halbkreisförmiges Tonnengcwölbe. Die Längsseiten des Raumes sind wirkungsvoll und praktisch zugleich hinter den reich und neuzeitlich gesdinii/ten Säulen nishhenanig erweitert. Der Türwaml gezenüber, in der andern Schmalseite der Tlioravvand, Dt über dem Alla-hciligstcn ein Rundferster im Halbkrciszvvickcl angeordnet Diq Ausführung wurde kostenlos, von der Möbelfabrik Reut-