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Jüdische Rundschau · 1923-07-03 · Heft 53 (3.7.1923) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 53 (3.7.1923)
Date
1923-07-03
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 3גג /, ׳ H. ¥ Sorgfalt die Stellung In Palästina überwachen. Der High Gommissioncr kam gestern in Lbndon an. Ich hatte noch nicht das Vergnügen ihn zu sehen aber ich hoffe, mit ihm die Situation gründlich zu besprechen und ich appellliere an die, weiche einen aktiven Anteil an dieser Sache nehmen, ihre Freunde in Palästina zu veranlassen, konstitutionell vorzugehen und von den ihnen gewährten Möglichkeiten einer Anteilnahme an der Entwicklung des Landes Gebrauch zu machen. Was Palästina heute braucht, ist eine Periode ruhiger Entwicklung, uind ich bin überzeugt, daß die enthusiastische Schilderung, die Lord Milner uns aus eigener Erfahrung geben konnte, voll und ganz gerechtfertigt werden wird. Hierauf sprach noch ' Viscount Grey. Lord Grey weist darauf hin, daß die Frage, ob einander widersprechende Zusicherungen vorliegen, erst nach Veröffentlichung der Dokumente entschieden werden kann. Er würde cs sehr bedauern, wenn man dife Veröffentlichung für unmöglich hielte, evtl, soll man die Dinge, deren Veröffcntlichung unerwünscht ist, auslassen. Wenn sich die Sadie so entwickelt, wie Lord Milner hofft, werden alle froh sein; wenn aber die Entwicklung so kommt, wie Lord Islington fürchtet, wird die Regierung in große Schwierigkeiten ge• raten. Wenn eine Acndcrung der Regierung cintrctcn soU, so wäre es sehr bedauerlich, wenn dies erst durch äußere Unruhen erzwungen weiden müßte. Er hoffe, daß während der Anwesenheit Sir Herbert Samuels in Engfand der Kolonialminister gemeinsam mit ihm einen bestimmten Plan ausarbeiten wird, wobei die zionistische Politik näher umschrieben wird, in dem Sinne, daß keine jüdische Verwaltung dem Lande auferlegt wird, aber doch den Juden die Möglichkeit bleibt, ihre eigene Universität und ihr eigenes Heim einer jüdischen Kultur innerhalb eines überwiegend arabischen Staates, m gründen. Die zionistische Politik muß so interpretiert werden, daß sie mehr in Ucbcreinstimmung gebracht, werden kann mit den bürgerlichen Rechten der Bevölkerung. Solange den Führern der Araber nicht bewiesen werden kann, daß die zionistische Politik der arabischen Bevölkerung, der großen Majorität des Landes, einen wirklichen Anteil an der Regicrung gibt, und daß die Regierung nicht in einem Geist geführt wird, der vorwiegend etwas Unarabisches ist, — solange dies nicht getan werden kann, fürchte ich schwere Unruhen für die Zukunft. Dresden, Warschau, Baltimore Die drei großen Landeskonferenzen, die nun vorüber sind, haben die Situation für den Zionistenkongrcß ziemlich geklärt. Die Fragen, die in der letzten Zeit die zionistische Oeffcntlichkeit in einem Grade beschäftigten, wie schon lange keine zionistische Streitfrage, sind, bevor sie vor den Kongreß kommen, in den wichtigsten zionistischcn Landesverbänden entschieden worden. Damit ist eine Vorbereitung des Kongresses geschaffen, die um so mehr zu begrüßen ist, als daraus die Hoffnung abgeleitet werden kann, daß der Kongreß diese Fragenkomplexe, die, obwohl sie sich in der letzten Zeit in den Vordergrund gedrängt haben, doch1 von niemandem als der Kernpunkt zionistischer Arbeit empfunden werden, verhältnismäßig schnell wird bewältigen können, um dann zu den wichtigeren sachlichen Arbeiten, insbesondere den Problemen des realen Palästina-Aufbaus überzugehen. Die zentrale Streitfrage isf, wie bekannt, die Art der Zusammensetzung der Jewish Agency. Der erste Kongreß, der nach der Mandatserteilung Zusammentritt, der also zum erstenmal nicht nur das Parlament der zionistischen Bewegung, sondern die repräsentative Ver- Sammlung der völkerrechtlich anerkannten jüdischen Vertretung in Palästina-Fragen ist, muß Bestimmungen treffen .über die Art und Weise, wie die der Jewish Agency zugebilligten Rechte ausgeübt werden sollen. Ueber die grundsätzliche Forderung der Notwendigkeit einer Erweiterung der Jewish Agency besteht beinahe völlige Einigkeit. Nur eine kleine Gruppe vertritt die Ansicht, daß weder ein Weltkongreß einberufen werden soll, noch überhaupt andere Schritte zur Heran- Ziehung von Nichtzionisten gemacht werden sollen, außer Propaganda für den Eintritt in die Zionistische Organisation, die allein die Jewish Agency bleiben soll. Was nun die Form der Erweiterung betrifft, so gibt es zunächst eine Ansicht, daß der jüdische Weltkongreß, der sofort einzuberufen wäre, die einzige zulässige Form der Erweiterung ist. Diese Ansicht wird, soweit wir übersehen, von einem Teil des Misraclü vertreten (z. ß. vonA.B. in der letzten Nummer der ״Jüdischen Presse“), ferner von der kleinen Gruppe des Mr. Schomcr in Amerika, die auf der Convention in Baltimore 10 Stirnmen erhielt Die übrigen Teile der Organisation sind der Meinung, daß eine Erweiterung der Jewish Agency durch Heranziehung weiterer Kreise auch schon vor dem Zusammentritt des jüdischen Weltkongresses angestrebt werden soll. Doch gibt es über die Form und die Kautelen dieser Erweiterung tiefgehende Differenzen, die z. B. in der polnischen Landesorganisation beinahe zu einer Spaltung geführt hätten. Die einander gegenüberstehenden Meinungen lassen sich etwa folgendermaßen abgrenzen: Beide verschließen sicH nicht der Erkenntnis, daß die Einberufung des jüdischen Weltkongresses Im gegenwärtigen Augenblick die Gefahr eines Mißlingens her* aufbeschwört welche die Situation nicht verbessern, sondem verschlechtern würde. Sie fordern daher eine grundlegende Vorbereitung durch Propagierung der Kongreßidee und die Verschiebung der Einberufung bis zu dem Termin, wo die Wahrscheinlichkeit eines Gelingens durch Beteiligung der wichtigsten nichtzionistischen palästinagerichteten Gruppen größer ist. Was soll aber in der Zwischenzeit geschehen? Hier glaubt nun die eine Gruppe, die auf allen 'drei Landesparteitage״ die Oberhand behielt daß der JÖgDISCME RUNDSCHAU An unsere Abonnenten! Dr*ac£1~ tmd Paplerpffelse;Belrletoöl&otafidu und Porto iahen in den lotsten Wochen eine §o kolossale sieloerung erfahren, daß alle bisherigen Bcredmnnge# für da• Abonnement der ״Jüdischen Rundsdiau" über den Hänfen geworfen wurden. Wir ■eben nn• daher genötigt den Abonncmentaproln für daa Hl. Quartal ein schließlich• der Kongreßanagabe aoff I.lls. 42 00® featzuietxen. Wir erwarten, daß alle nnaere Leser den ungewöhnlichen Schwierigkeiten Rechnung tragen nnd di« ihnen in den nächsten Tagen angehende Nachnahme in Höhe von 39 000 £lk. zuzüglich Einziehangsspesen sofort einlösen werden. Verlag Jüdische Randcchan Berlin W 15, Sächsisch« Strafia 8. Aufbau der Jewish Agency als einer gemischten, für alle palästinensisch interessierten Gruppen autoritativen Körperschaft das anzustrebende Resultat einer allmähliehen Entwicklung ist, deren Einzelheiten man nicht voraussehen kann. Der Kongreß muß daher der von ihm gewählten Exekutive eine gewisse Verhandlungs* freiheit geben, die ein weitgehendes Vertrauen beinhaltet und darf nicht die Verhandlungsmöglichkeiten von vornherein durch Bedingungen erschweren, die ein fest abgezirkeltes System als bindende Richtlinien aufstelien. Der Ausgangspunkt dieser Anschauung ist die Ueberzeugung, daß ernste Gruppen, die am Aufbau Palästinas mithclfen wollen, mit der Verantwortung nur dann belastet werden können, wenn sie auch Rechte eingeräumt erhalten. Die andere Gruppe sieht in solchen Verhand- Jungen eine Gefährdung des Zionismus als Volksbcwe* gung. Sie fordert daher als oberstes Prinzip die Proklamierung der Verantwortlichkeit der Jewish Agency vor einer Vertreterschaft des jüdischen Volkes, wobei die Frage offen bleibt, wie diese Vertreterschaft aussehen soll. Sie kann z. B. auch aus Vertretern der verschiedenen Juden der einzelnen Länder bestehen, die zum Teil demokratisch gewählt, zum Teil den repräsentativen Körperschaften entnommen sind. Der Nachdruck beruht jedoch auf der Forderung, daß die ,Verantwortung der einzelnen Funktionäre der Jewish Agency vor dieser Gesamtvertretung feststeht, nicht etwa eine Verantwortung lediglich vor jener Körperschaft, die den betreffenden Funktionär delegiert hat. Diese Bedingung wird, wie uns scheint, vor allem von der polnischen Minorität vertreten, die bis zur Warschauer Konferenz die führende Gruppe in Polen war, ferner mit kleinen Nuancierungen auch von den linken Parteien. Die Forderung nach Festsetzung der Verantwortlichkeit wird zweifellos auch von anderen Teilen der Organisation geteilt, die trotzdem der Formulierung als Bedingung widerstreben. Es darf dabei nicht verkannt werden, daß durch die inneren Kämpfe der letzten Zeit auch in diesem Punkt eine gewisse Befangenheit entstanden ist, (die eine freie Stellungnahme erschwert. Denn die Kampagne der radikalen Gruppe trug deutlich eine Spitze gegen Dr. Weizmann, dem man vorwirft, daß er Verhandlungen mit Einzelpersonen über ihren Enitrilt in die JewSsh Agency ohne Befragung der Organisation geführt habe. Diese durch verschiedene Zeitungsmeldungcn und durch, wie sich später zeigte, entstellte Tatsachen hervorgerufene Befürchtung beruht, soweit wir es überblicken, auf keinerlei auch nur irgendwie erwiesenen Tatsachen. Die Forderung der Verantwortlichkeit der Jewish Agency hat beinahe, was offen ausgesprochen werden sollte, den Sinn eines Mißtrauensvotums gegen Dr. Weizmann erhalten. Aus diesem Grunde, der nur scheinbar ein persönlicher, in Wirklichkeit ein sehr sachlicher ist, wurde diese Bedingung von vielen sehr demokratisch1 gesinnten Zionisten abgelehnt. Durch die Formel von Baltimore wird noch' nichts Definitives fcstgclegt. Es wird Sache des Kongresses sein, ein Organisationsschema auszuarbeiten, das als Grundlage der Verhandlungen dienen kann und vor allem auch die Tatsachen berücksichtigt, die auf Grund der bisher geführten Vorbesprechungen mit Vertretern der verschiedenen Kreise über die Möglichkei kn einer Beteiligung wichtiger Gruppen dem Kongreß bekanntge* geben werden können. Den richtigen Weg zu finden, ist in der Hauptsache eine Frage organisatorischer Oe- Schicklichkeit. Gewiß muß da*s Ziel die Schaffung einer demokratisch verantwortlichen Körperschaft sein, aber wir müssen die Realität der jüdischen Volksstruktur beachten und müssen uns vor der Verführung retten, Statutengebiidc in die Luft zu bauen, die entweder nich!: verwirklichbar sind oder aber, wenn sie verwirklich׳, sind, nicht zur Erreichung des angestrebten Zweckes, nämlich der Heranziehung weiter Kreise zur Mithilfe am Aufbau Palästinas beitragen. Auch der amerikanische Beschluß betont, daß die Vorbereitungen für den jüdlsehen Weltkongreß weiter gehen müssen, und es ist klar, daß ein solcher Weltkongreß die Jewish Agency Die Daumsamniung zu Ihren Theodor Herzls dient der Aufforstung von Erez• Israel Mr. 53 vor sein Forum ziehen wird. Aber wenn man siclf ejntn״ entschlossen hat, diesen Weg zu gehen, und wenn man zur Einsicht gekommen ist, daß er notwendig jst, man auch verstehen, daß gewisse Uebcrgangsförtnea und Ucbcrgangsstufcn unvermeidlich sind. Der zionistischen Bewegung droht in diesem Augen. | >Iick nur eine Gefahr: das ist nicht die Gefahr <j״!! slotabclnhcrrschäft, sondern die Gefahr, daß aus diesen 1ragen ein Schiboleth' gemacht wird, das die Treu» zu den alten überkommenen zionistischen Prinzip|ft. erweisen soll. In Warschau waren solche Töne zu hören. 5s ist vielleicht mit der Erregung zu erklären, die die § fort*N Niederlage der bis dahin führenden Gruppe Grünbau^fj «j-,h erzeugt hat, daß auf der Konferenz Rufe wie ״Ein F neues Uganda“ erschallen konnten. Die Schlußsitz jb«rj ויי ־׳Di f ■ז־חזה1))ן N*e *I mg 14 ^M’0n hl <'1 nicht Seiten: cn huf <f,as . IVolksbcwl;di bin felskong p-wcitcrn.l ^iierungl jchichic s| 9d1it7.cn. jewish { jjet Exck| 80!ut io» handelt SdSwitt. deutlich p-sprorhe jung d'r I Volkes die Agaul die demo| Dr. Jewish ts Handel;1׳r würa der Warschauer Konferenz erinnerte an die erregtesten 1 w׳crcrl 1 Auseinandersetzungen früherer Kongresse und Partei, f ,,j tage. Es ist zu befürchten, daß diese Gruppe einejJj'ler solche Stimmung auch' in den Kongreß hereintragcpjomal^ wird. Darum ist es das Gebot des Augenblicks, ei״ | m»'׳״0׳ * Wort über die Stellung der ZionistischenOrganisation zu sprechen. Ein solches Wort ist in Dresden gesprochen worden,! j'eltko»?!1 Der Dresdener Delegiertentag hat mit großer Mehrheit | p* den amerikanischen Standpunkt in der Frage der Jewish5 Agency angenommen. Bemerkenswert ist, daß auch der deutsche Misraclü, der sich der Abstimmung enthielt, in einer Erklärung zum Ausdruck brachte, daß er (im Gegensatz zu A. B. in der ״Jüdischen Presse“) eine interimistische Lösung der Jewish Agency-Frage für m, lässig hält. Der deutsche Delcgiertentag hat aber in seiner Resolution klar zum Ausdruck gebracht, daß die Schaffung der gemischten Jewish Agency nicht als das Kernproblem des Zionismus betrachtet werden darf. Auch im Falle des günstigsten Verlaufes der Verhandlungen mit den andern wird doch die Last, die auf dent Zionismus liegt, höchstens etwas erleichtert, keineswegs von andern übernommen. Wir müssen jede Chance nützen, aber der Aufbau Palästinas ist und bleibt die zentrale Aufgabe der zionistischen Bewegung. Die Zionistische Organisation ist heute durch verschiedenel^Vindc Momente, die zum Teil in der allgemeinen Weltlage|Br Palas! begründet sind, etwas desorganisiert. Es ist daher Auf•;1^6 man gäbe der kommenden Exekutive, den Neuaufbau de ES«™1 Zionistischen Organisation durch Neuordnung der Ver•;£:& w waltung und der Propaganda zu bewerkstelligen, vor |!fgan betj allem aber die zionistische Idee in ihrer ganzen Größe zum wirkenden und ausschlaggebenden Faktor nachJj^icru innen und nach außen zu machen. Wenn wir uns einmalige Ugi ausmalcn, »vas von einer noch so schön zusammengepB die setzten Jewish Agency ohne die zionistische Bewegung Irstituiioi Yerantw S&ckcls anerkenn! vir eine 1׳ Exekutiv! kutive Ai wertere Hier! beschloss! Dr. vir uns iltc Zion! Lieb lang ress! illgtmcir Organi sa lalgabc Agency wmähli! Dr -iitglicd I *ira, häj Zusammi lischcn ü? OnbcdinjjJ Blurt sochmalsj* bindertpf ®dir n 14 wtwortlit <3 sei k ׳* jedoi •iß näin “falirunj anisal neu I» niete? Zion! m viel l D. kat haben, ck Haltung «wahren ,Sprich׳ Nation, 'tnten *üchtigt! brnügii« hat v<* Hie« zu erwarten wäre, dann werden wir erkennen, daß eine Gefahr der Verdrängung des Zionismus nicht besteht Vielmehr׳ wird auch die gemischte Jewish Agency nur dann arbeiten können, nur dann einen Sinn und eine! Wirkungsmöglichkeit haben, wenn es eine starke zio nistischc Bewegung gibt. Die am Aufbau Palästinas' Interesse nehmenden Nichtzionisten erkennen das selbst ganz klar. Darum hängt das Schicksal des Zionismus als Volksbewegung nicht davon ab, ob die eine oder die andere organisatorische Doktrin bei der Zusammen• setzung der Jewish Agency im ersten Stadium dieser neuen Entwicklung beobachtet wird. Wohl aber hängt das Schicksal der Jewish Agenzy davon ab, ob es eine zionistische Volksbewegung geben wird. Wer die Rolle des Zionismus so versteht, der wird dahin zielen, alle moralischen und geistigen Kräfte unserer Bewegung wieder zu belebdh und sie zu dem tragenden Faktor der jüdischen Ocschichtc zu machen. Wir wollen uns mit andern verbünden, wie Blumenfeld auf dem Dcle* giertentag atisfüfutc, und die mit uns arbeiten wollen, können unserer Bündnistreue sicher sein. Wenn wir mit andern verhandeln, so müssen diese andern wissen, daß wir ehrlich ihre Beteiligung wünschen. Wir wün• sehen sie, weil wir kein Recht haben, irgend jemand zurückzuweisen, der am Aufbau Palästinas mitwirken will. Daher soll unsere Exekutive diese Verhandlungen führen. An uns ist es, in den eigenen zionistischen Reihen das Gefühl der Verantwortung zu stärken, nicht nur der formalen Verantwortung vor irgendwelchen demo• kratischen Instanzen, denn nicht sie ist das Entscheidende, sondern der sittlichen Verantwortung, die unsere Verbundenheit mit Palästina und der Zukunft des jüdisehen Volkes jedem Einzelnen auferlegt. R. W. Sir Herbert Samuel io London Das Reuter-Büro meldet unter dem 26.Juni: Sir Herbert Samuel ist in London eingetroffet!; er Hatte heute mit dem Kolonial minister eine Besprechung, deren Gegenstand die Weigerung der Araber bildete, an dem A'dvisorv Council für Palästina mitzuarbeiten. Weizmann in London Londden. (J. C. B.) Dr. Weizmann ist am 25. aus New York in London eingetroffen. Dr. Roscnbsum jüdischer Minister ln Litauen Kowno. (J.C.B.) Der Präsident des jüdischen Nationalrates, Dr. S. Rosenbaum, ist zum Minister fü* jüdische Angelegenheiten ernannt worden. Die Bemühungen einflußreicher Kreise der christlichen Natto-l naldcmokraten, an Stelle des jüdischen Ministeriums ein, Minoritätenministerium mit einem Deutschen an ״et! Spitze zu schaffen, sind somit erfolglos geblieben. ». Auf ‘®anziö k Dr, " der *oSe & J**ntli<j d*״ u n? » *teilen y ssy 1

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