Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 49 (19.6.1923)
- Date
- 1923-06-19
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr 40 Seite 304 -.U JUEDISCHE RUNDSCHAU faliror ihre Reise in München unterbrechen und dort überluchten, Dt'ii lU’iniihtini'on unserer Freunde in München Kcl.nijr es, ,-,He Schwierigkeiten, denen sonst Ausländer in mvern aiisgcsctzl sind, zti beseitigen, mul sowohl bei der Halm, wie hei den ltolizcibchördcii weitgehendstes Entgegen■ kommen /n finden, \ IVr Riisewvg iiher Czernowilz-Galntz, der längere Zeit von den Ralsütiunfalireni aus Polen bemitzt wurde, kam für uns vorläufig nicht in Prägt*. Sollte die rumänische Schiff,•thrtsliiiie ihren Dienst stärker aiisbaiten, so besteht durchaus die •Möglichkeit, daß auch diese Reiseroute von uns gewählt wird. Die Kosten für die Reise bis Alexandrien haben sich! für die III, Klasse, besonders aber für das Zwischendeck, erheblich Verringert. (III. Klasse früher £ 17.—.—, jetzt £ 14.—.—, Zwischendeck früher £ 5,10.—, jetzt £ 1,10׳.—.) Diese Preis• hrrabsclzung ist dem Palästina-Amt Triest zuzusehreihe■׳, das noch weitere Prcisermälligungcn durdizusetzcii hofft. Vor allem ist cs auch dein Palästina-Amt Triest gelungen, die Abschaffung des italienischen Durchreisevisums durchzusct7.cn, und zwar für alle diejenigen (1al.istinafahret־, die ein italicnischcs Schiff benutzen, und ihre Schiffskarte bereits in Berlin lösen. Die Weiterbeförderung der Reisenden, sowohl wie ihres Gepäcks besorgt die Reise- und Transportgesellschaft ״Man• wirim“, deren Adresse jetzt lautet: Berlin, Augsburger Str. 11. 1־ i 1! a n z i er 11 n g: Durch die Wiedereinführung von Zertifikatcu für die Pal istinafahrer hatte die Zionistische Organi• sntiou die Möglichkeit, Leute, deren Eignung sie geprüft hafte, nach Palästina zir entsenden, Bei der Auswahl dieser Arbeiter durfte lediglich die Qualifikation maßgebend sein, und nicht das Vorhanden- oder Nichtvorhamlenscm des erforderlichen Reisegeldes. Gemäß den Beschlüssen des letzten Kongresses hatte' die Zionistische Organisation das Recht, an besam!.ז tüchtige Bauarbeiter und Landwirte Rcisezuschiisse zu gewähren.' Da aus den Mitteln des Keren Hajessod noch keine größeren Summen für Zwecke der Alijah zur Verfügung gestellt werden konnten, sali sieh die Z. V. f. D. veranlaßt, im vorigen Jahre einmal eine besondere Alijah- Sammlung zu veranstalten. Die so gesammelten Gelder kamen einem grollen Teil der auf Grund der insgesamt 4 Anforderiingen ausgcwähltcn männiiiieiien lind weiblichen Arbeitern zu Gute. Außerdem gelang cs dem Palästina-Amte, gelegentlich privatim Geldmittel für die Zwecke der Alijah und Hachsdiarali, sowie für Beschaffung von Ausriistungsgcgcnsläiulen zu bringen. Eine besondere Zuwendung erhielt das Palästina- Amt auch von Seiten des Waad-Hassijuali, der für russische und ukrainische Palästinafahrcr £ 18U,—,— zur Verfügung stellte. Organisation des Palästina ך Amtes! Das Palästina-Amt bestellt aus einem Leiter, einem Assistenten, 2 Stenotypistinnen und einem Angestellten zur Begleitung der Palästinafahrer, sowie zur Erledigung ihres Gepäcks usw. Seit dem 15. Februar änderte sieh die Adresse tLs Palästina-Amtes wie folgt: Berlin-Wilmersdorf, Emscr Straße 12/13, Telephon: Pfalzburg 809. l>er bisherige Leiter des Palästina-Amtes, Herr Kurt Rosenbaum, ist seit dem 1. Februar d. J., nachdem er 13 Jahre lang Beamter der Zionistischen Organisation gewesen ist, aus unserem Amte ausgcscliiederi, nachdem er seit Bestellen des Palästina-Amtes Berlin, dasselbe geleitet hat. Ihm sei auch an dieser Stelle die Anerkennung der Organisation ausgesprochen, der sieh mit dem Danke der außerordentlich zahlreichen Menschen verbindet, denen er im Verlaufe seiner langjährigen Tätigkeit mit Hingabe seiner ganzen Person, geholfen hat. Die Leitung des Amtes übernahm am 1. Mai 1923 Herr Samson, Gemäß den Beschlüssen des 12. Zionistcnkongrcsscs. obliegt die Leitung der Paiästinu-Aenitcr einer Kommission, die zusammengesetzt ist, aus den Vertretern, welche die Z. V. f. 1>, sowie die in Deutschland organisierten zionistischen Verbände, sowie Fadiorganisationen entsenden. Die ,Arbeit des Palästina- Amtes wird nach den von der zionistischen Weltorganisation beschlossenen Prinzipien, sowie den Weisungen der Iirimi* grationszentralc in Jerusalem geführt, Ergänzung. In Ergänzung des obigen Berichtes ist noch mitzutcilen, daß das Palästina-Amt Berlin die Beförderung der Palästinafahrcr seit Beginn dieses Monats in eigene Regie übernommen hat, da es sicli herausstcllte, daß die Interessen der Palästinafahrcr auf diese Weise besser wahrgenommen werden, als dies durch private Gesellschaften geschehen kann. Es ist gelungen, den Fahrpreis für die Ueberfahrt auf £ 3.12.— zu reduzieren, während die Schiffskartc III. Klasse nunmehr nur noch £ 12,—.— kostpt. Des weiteren sind, nach Fertigstellung des obigen Berith'es, seitens der palästinensischen Exekutive für Deutschland weitere Zertifikate zur Verfügung gestellt worden, und zwar für 15 Landwirte und 9 Hausangestellte. Obwohl diese Zahl in keiner Weise den Bewerbungen entspricht, die an das Palästina-Amt herantreten — denn es warten viele Hunderte von Chaluzim und Clialuzoth auf ihre Alijali —, so hoffen wir, daß cs der Exekutive gelingen wird, baldigst weitere Zertifikate zu erhalten, Keren Kajemeth und Keren Hajessod Zugleich ein Beitrag zu den allgemein en Finanziert»! g s f r a ge «1. Von Dr. H ugo Sch achtel. Nicht ohne deutlich erkennbaren Grund erfreute sich der Keren Kajemeth von dem Tage an, da er ins Leben trat, — ja schon in der Zeit, d:1 er noch embryonal im Entstehen war, einer überaus großen Beliebtheit in allen jenen jüdischen Kreisen, denen Erez Jisracl mehr war als eine Bezeichnung für ein fern im Osten liegendes Land und mehr auch als ein romantischer oder gar symbolischer Begriff. Seine Grundgedanken ״Gculath Iiaarcz“ uni ״Admath lisraei Le am Jisracl“ waren cs, die für ihn warben. Alljüdische Gedanken und ,ißcrmodernsle fanden sich hier in vollendetster Harmonie, sollten hier in die Wirklichkeit umgesetzt werden Wohl waren es zumeist nicht die Reichen des Volkes, die im Besitz Satten, die für den Gedanken der Bodenreform und der Erlösung des jüdischen Landes aus fremdem Individualbesitz viel übrig hatten an Empfindungen und an Mitteln, aber die große Masse unseres Volkes. Sie gaben ihre kleinen Münzen her, die damals immerhin noch einen, wenn. auch kleinen Wert ausmachten, und gaben immer wieder, 90 daß doch ganz ansehnliche Summen entstanden, mit denen sich schon etwas im Sinne des Zieles schaffen ließ, wenn auch leider im Banne einer falschen Auffassung von den Dingen zu spät begonnen wurde. Man kann wohl ohne Ucbcrtreibung sagen, daß für keine jüdische Institution oder Organisation jemals eine solche Beliebtheit praktischen Ausdruck fand, wie für den Keren Kajemeth. Besonders zeigte sich das in den Kricgsjalircn. Natürlich mußten alle sozialen Organisationen und Institutionen unter dem plötzlich hereingcbrochencn und die ganze Welt aufwühlenden Kriegsgewitier leiden. Aber kaum eine vor allem von den interterritorialen Organisationen erholte sich so schnell wieder wie der Keren Kajemeth. In den Schützengräben aller Heere dachte man an ihn. und nicht minder ans den Lazaretten und von den Sterbebettea ttet jKriegsvcrwumletea alter Nationen kamen dem KK. die Beweise seiner großen Beliebtheit . . , So konnte man, als sich daun durch die Balfour-Erklärimgcn die großen Möglichkeiten für den Aufbau Erez jisracls zu eröffnen schienen, mit Bestimmtheit darauf rechifen, daß der Keren l< a j e 111 e t h mit Leichtigkeit all den großen Ansprüchen würde :,'einigen kimnen, die nun au ihn berantreten mußten. Es k.iin aber nicht so, wie es hätte kommen müssen. Der Keren Hajessod wurde ins Leben gerufen. Wob! war es richtig, noch eine neue Instanz für die gesamten Aufgaben des Auibaus zu schaffen, eine neutrale Instanz. IX'iit Zionisten wurde ihre Unterstützung zur heiligen, 1111• bedingten Pflicht gemacht, Auch das mußte so sein. Aber man ging nodi weiter. Man schuf *die neue Maasscrpflicht, 5 Jahre hindurch — inzwischen ist mau wohl auch noch von dieser Begrenzung allmählich abgekoiiuneii — soll jeder Zionist 10 c/a des Einkommens u!11d 10 <yo des Vermögens zahlen, — ausschließlich für den Keren Hajessod, Damit war das Schicksal'des Keren Kajemeth gesprochen. Dem! was blieb dann für ihn übrig? Grade für ihn, der doch bisher trotz alter Sympathien und allen Wachstums fast ausschließlich seine Mittel zionistischen Kreisen verdankte. Aber auch für die Zionisti-Hic Organisation selbst und für die LruHlsiiianiiHchafleu, das sei liier nur nebenbei bemerkt, bcdeutele diese Bestimmung eine starke finanzielle Gefährdung. Dieses erkannte 111:111 nicht gleich•. Wohl aber die Gefahr, die dadurch dem Kcrcu Kajcincth entstand, und 90 bcstimmte man, daß 20 0׳,״ der Eingänge ries K erc « II n j es sod ihm zufließeii sollten. Andererseits mußte er aber dafür auf die Fortsetzung seiner Sclbstbcstcucnmgs-Aktion, die damals grade in der Entwicklung war und gute Erfolge versprach, verzichten, und sieh auf die gelegentliche« Sammlungen bcschränken. Nun kam cs, wie cs danach kommen! mußte: die Eingänge für den KK. gingen mehr U11d! mehr zurück. Und das grade in der Zeit, da die Anforderungen an ihn immer mehr steigen mußten, — in der Zeit, da jedes Pfund, das er erhielt, tausendfach wuchernd sich verzinsen mußte , , . Wohl gingen grölte Summen für den KH. ein. ' Aber bei weilen! nicht das, was man erhofft hatte. Lauge nicht das, was man in Erez Jisracl brauchte. Alles, was der Aufbau erforderte, mußte daraus bestritten werden. Für so vieles, was anderwärts der Staat bestreitet, mußte der KH. zudem noch seine Mittel hergeben. Das bei ihm aber cingiug, langte bei weitem nicht. Alan mußte kürzen au allen Ecken und Enden. Doch da waren Menschen und waren lebenswichtige Inslitutioiien, die sich — mit Recht — dicsci Kürzungen nicht gefallen ließen, gegen sic remonstrierten. Nur eine Institution mußte sich alles gefallen lassen: das war der Keren Kajcm c 111, Hatte er doch schließlich noch nebenher eigene Ein Fünfte, die das allcruotwendigste bestreiten konnten. Also mußte er zuiücktreten. Und keiner trat für ihn ein und wies darauf hin, wie falsch diese Finanzpolitik des KFi. war, wie sie sich rächen mußte: denn jeder Dunam, dem der KK. heute «lieht kaufen Fonnte, kostete morgen das Doppelte undl übermorgen das Dreifache ... Er hatte noch eigene Einkünfte^ aber sic waren geringer geworden, als zuvor. Seiner Propaganda waren die Flügel beschnitten, seine Tätigkeit war gelähmt. Grade in dem Moment, wo cs darauf ankam, viel großzügiger als zuvor in Aktion zu treten, — wo cg darauf ankain, so schnell und 90 viel als möglich Boden zu erwerben, heiß cs für den KK.: Stop! Er hatte eben mit großzügigem als zuvor Landcrwerb angefaugeu, ohne daß die nötigen Mittel in seiner Kasse lagen. Konnte er doch mit gutem Grund annchmen, daß die bisherige Stetigkeit im Fortschritt, die progressive Ver- ־fmlmmg seiner Einkünfte .׳Inhalten und sich noch vergrößern würde. Er konnte mit ruhigem Gewissen große Vcrpfliditiuigeu aut sich nehmen. Er kannte seine Freunde, Und doch kam es anders. Mit knapper Mühe kann er jetzt die Verpflichtungen erfüllen, die er auf sich genommen. Und er darf cs nicht wagen, neu sich zu betätigen, Inzwischen wird das Land immer teurer und die Möglichkeit seiner Erlösung eine immer kostspieligere. Die Effcndis werden zurückhaltender im Verkauf. Sic sehen, wie die Botlenprcisc Tag für Tag steigen,, steigen müssen. Dank der Tätigkeit des KK. selbst und des KI 1. Welche Wertsteigerung des Bodens bringt allein die Ausführung des Rullienbnrg-Projckts mit sich! Wir bemühen uns, das Land zu verbessern, um es dam» teurer zu bezahlen. Was würden war ersparen und anderen Zwecken zukommen lassen können, könnten wir schneller und mehr Boden kaufen. Aber dem KK. fehlen die Mittel dazu. Den« cs wird erst für die anderen Zwecke ausgegehe« . . . Es ist klar, dem KK. müssen ganz andere Mittel zufUeßen, viel viel mehr als in den letzten Zeilen. Viel viel mehr auch noch als ehedem in den damaligen guten Zeiten. Dazu wird heute eins notwendig sein: das Verhältnis vom KK. zum ICH. muß ein anderes werden. Auch im Interesse des KH. Es gibt nätnlidii viete Nichtzionisten, die den KFI. nicht mögen. Denn dieser hat ja noch nebenher de« Namen ״NatioiialfoiidV‘, der sie irritiert. Sie sehen in ihm etwas nationalistisches und tehneii ihn darum ab. So falsch das auch ist, so fest sitzt dieses Gegenargument bei sehr vielen, und weil angeblich der KH. dem KK. 20 °/0 abgibt, leimen sie auch dessen Unterstützung ab . . . Andcrerscits das Maasscr-Arguinent der Zionisten. In Wirklichkeit — wir wollen uns da keinen blauen Dunst vormachen — zahlen noch keine 2 ״/» der Zionisten Maasser, ehrlichen und wirklichen Mnaser für den KIT. Aber schon um das nicht cinzugcstchcn, kommen sie mit dem Argument: Da man für den KH. schon ״so viel“ gibt, kann man lutmöglidv noch großzügig für KK, geben . . . Wichtiger ist die psychologische Einstellung eines erlieblich größeren Teils von Zionisten, die die jahrelange Predigt, daß der Kfl. das allerwenigste Palästina-Aufbau-lnstnmiavt ist, das der Zionist in erster Reihe zu fördern hat, alles andere komme erst hinterdrein, — in sich ־aufgenommen haben. Der KK.' ist dadurch in ihrem Denken zu einer Bagatelle geworden. Kommt hinzu, daß eg stfilicßHeh zumeist dieselben Menschen sind, die im Lande die Propaganda-Arbeit zu leisten haben für KK. und KH. Sie können unmöglich von einem heute. Maasser verlangen für KH. und morgen ein Erk leck liebes für KK. (nebenbei auch nicht für die Organisation, die auch darunter leidet). Und nun noch Eures, was auch einmal gesagt werden!miß. Ich deutete es oben schon an, als ich sajjtc, daß niemand da war, der im Gegensatz zu anderen Institutionen die Interessen des KK. gegenüber dein KH. vertrat. In der Leitung des Keren Kajemeth sitzen zu einem Teil Männer, die gleichzeitig in irgcmhvelchen maßgebliche« Instanzen des KH. sind oder in erster Reihe für ihn wirken. Iki aller wirklichen I Ifsehariitung vor ihnen: Auch sic können schwer die 2 Seelen in ihrer Brust vereinen. Das Direktorium des KK. ist ja nicht nach dem Gesichtspunkte des besondere« Interesses grade für diesen zusammengesetzt. Noch auf dem letzten Kongreß konnte ausgesprochen wer!len, daß durchaus nicht alte Direk toren auf dem bode 11 rcfonnerischen Standpunkt des KK. stehen ohne daß m. W. diese Behauptung widerlegt wurde. Eiii Teil der Direktoren madit gar kein Held daraus, daß er dieses Ih'inzip für die palästivensisehion Städte ablehnt, was sich m. E. nicht mit den Prinzipien des KK, verträgt. Und inan hat auch nichts davon gehört, daß die dazu am meisten berufenen Direktoren des KK, — mit wohl nur einer oder zwei rühmlichen Ausnahmen — sieh für die für Palästina so notwendigen gesetzlichen Etestürammgcn über Kontrolle des Bodcnkatifs, Wcrlznvvachsstcucr, mit der nötigen EnergU eingesetzt hätten. Ebensowenig oder noch weniger sind Jjj, Herren nach der Einigung zur Leitung der Propaganda |uf den KK. ausgewählt. Wenn dann der eine Direktor haimj. amtlich für dc:1 KH. tätig ist, der andere! für die Universität und der dritte für Privatinitiative, der vierte für einen anderen unstreitig ebenso wichtigen Zweck u. dgl״ so ist es nur natürlich, daß die Interessen des KK. etwas zu kurz kommen um mich milde auszudrücken ... * Ijo se liadcredi, das gilt auch hier. Ich will nicht, daß die Propaganda für den Maasser, Gedanken eingestellt wird. Der Maasser soll im Gegenteil noch viel energischer propagiert werden als bisher, auch da wo er bisher gar keinen Anklang fand. Ich denke an unscj^ Ostjuden, ich denke an Amerika. Aber er soll nicht <!5ג Reservat für den KH, sein. Er soll allen zionistischen timj palästinensischen Zwecken zu Gute kommen, insbesondere neJx# KH. auch KK. und der Zionistischen Organisatioon. Jeder Zionist soll wirklich und ehrlich Maasser zahlen. Es soll ihm aber frcistelien, den einen oder anderen Teil «ach eigenem Gutdünken die Zweckbestimmung zu geben, g, wird nichts schaden, wenn dabei die einzelnen Organisationen etwas konkurrieren: die Gesamteinkünfte werden davon, nur Vorteil haben. Der Kreis für den KH. erweitert sich ja doch immer mehr in die meln/kmislischc Peripherie hinein. Ver. ständnis für die grundlegenden Aufgaben des KK., Erlösung des Landes und Gemeinbesitz des jüdischen Volkes, hat man doch zumeist nur im innersten zionistischen Kern . , , ' Dem KK. muß völlige Freiheit der Propaganda wieder, gegeben werden. Er muß zu seinen alten Methoden und Mitteln zurückkehren, sic neu ausbauen utul neu aufnehmen. Diesen allgemeinen Ausführungen möchte ich kurz einiges Speziellere anfügeii. Von den alten Propagandamittefn ist man leider von einigen immer mehr abgekoinmen und wertet sic falsch: das sind Büchse und Marken sowie Telegramme. . Sic sind nicht so kleinlich, wie das jetzt in Deutschland (ich hoffe nur hier) behauptet wird. Mau vergißt ganz״ daß ihr Zweck nicht mir der direkte Ertrag war, sondern auch die Propaganda, die sich dureil ihre Existenz, machten. Wenn andere Organi. sationen an ihnen fcsthaltcn und sie noch ausbaucn, so scheint mir das zu beweisen, daß man bei uns darüber nicht ganz richtig urteilt. Depcschenformulare und Marken kosten natiirlieh heute in der Herstellung mehr als früher, aber man kann sic auch entsprechend teurer verkaufen und grade sie lenkten immer die Aufmerksamkeit auf den KK. Was soll man dazu sagen, wenn zu einem Familienfest eines Zionisten viel mehr ngudislisclic Gratulations-Depeschen kommen, als die des KK., und Zionisten sich entschuldigen, sie hätten kein Depcschen-Formular aultreiben können. Und die Büchsen werden allmählich auch bei uns wieder mehr Erträge liefern, wenn die Gewöhnung an die Entwertung des Geldes erst weiter fortgeschritten sein wird. Es ist ganz verkehrt, deswegen die Büchscn-Propaganda jetzt vernachlässigen zu wollen. Als ein geeignetes neues Propagandamittel erscheint mir ein Vorschlag der deutschen N. r\ Kommission: Sie meint, cs würden viele bereit sein, einen größeren Betrag für den KK. zu geben, wenn sie dafür für siclz oder für jemand, den sie bestimmen, ein ״Ansiedlungsvorrccht“ für ein entsprechendes Stückchen Boden in Erez Jisracl erhielten. Der Gedanke scheint mir recht gut zu sein. Schon auf der I. (Karlsbader) KK.-General-Konferenz schlug der Amerikaner Mr. Allan etwa* Aelmlidics vor: cs sollten kleine Teillandkarten von EJ. hergestellt werden und entsprechend einem auf dieser bezeichnet(« Stückchen Land sollten solche ״Ansicdluugsvorrechte“ verkauft werden,/ natürlich ״Umtausch Vorbehalten“. Das dürfte nicht bloß in Deutschland und Amerika, sondern überall viel Anklang finden und wäre vielleicht gedgent, dem KK. neue größere Mittel zuzuführen. Industrie Möglichkeit der Verwendung leerstehender Gebäude für industriellc Anlagen. Der Leiter des Dcp. of Industry and Commerce, Herr Tishby, teilt in einem seiner Zirkulare mit, daß einige leerstehende Gebäude in den landwirtschaftlichen Kolonien für Industrielle Anlagen zur Verfügung stehen. Insbesondere wäre in Beer Tobia, 6—7 km von der Station Ashdod entfernt, ein Gebäude von 50 m Länge und 10׳ m Breite, geteilt in fünf gleiche Räume, mietbar. Kraft könnte von einem Motor geliefert werden, der eine Mühle In der Kolonie treibt, die aber noch 30 HP abgeben könnte. Am aussichtsreichsten wäre eine Wollspinnerei, da Wolle in der Gegend reichlich und billig zu haben ist. Auch eine Holzbcarbcitungsfabrik für Hausgeräte, Stöcke usw. könnte sich lohnen, ebenso eine ganze Reihe anderer Branchen. Mictsfreiheit für die ersten fünf Jahre ist gesichert, auch würden eine Anzahl von Dunam, angrenzend an das Ocbäude, billig überlassen werden. Wasser ist vorhanden. Ferner gibt cs ein großes Gebäude in Rechowoth, einige kleinere in Rischon, Rosch-Pinah usw׳., die leerstehenden und für Industriezwecke verwendet werden könnten, Palästina an! der britischen Ausstellung Jerusalem. (J. C. B.) Auf der letzten Sitzung des Palästina-Komitees der britischen Reiclisausstellung wurde der Vorschlag des Herrn Tiscliby angenommen, daß das Komitee von den zu erwartenden 1000 Pfund für Zwecke der Aus- Stellung 500 Pfund der Zionistischen Organisation für ihren Palästina-Pavillon, der eine Hälfte der Palästina-Abteilung auf der Ausstellung umfaßt, übergeben werden sollen. Viele arabische Organisationen, die cingchden wurden, sid! an der Ausstellung zu beteiligen, unter ihnen der Mufti, die arabische Exekutive, die muselmanisch-christliche Organisation, sowie die arabischen I landclsorganisationcn in Haifa, Jaffa und anderen Städten haben auf die Einladung entweder gar nicht geantwortet oder eine ablehnende Antwort erteilt.* Clmtur-llilte .- Das Hilfskomitee für Alijah und Itnctisdurah tn Beil hat sich m seiner letzten Sitzung mit der Frage der Er- Weiterung seines Wirkungskreises befaßt und beschlossen, mit den verschiedenen jüdischen Hitfsgcscllsehaften und Anstaltcn '״Verhandlungen zu treten, über deren Beteiligung «ü* rT '• sarb~‘J . *J1r '!lc Immigration und Vorbereitung der Chaluzim. Gleichzeitig hat das Hilfskomitee von den Geldern, die von der WcHhilfszcntrnlc zur Verfügung gesteht wurden, 52 £ für rumänische Chaluzim, 21 £ für Galizien und 30 £ für Konstantiiiopcl zum Abtransport der Chaluzim aus Kuks und 4 £ für Deutschland bestimmt. AÄm״W'1'.rdC\1״l' tic'r Zentrale der Weltorganisation ״I Icchaluz“ für Ausbildungszwcckc zugewiesen. Nr•:!מ •j in ab gl; . Müll , ftaifa, I und e ״ abdru .! nur 8; wiird«' verdS׳' 1,1! rci _ «ntlBt :'י Satire Satz;1 t>f- ׳ welct die e spräc. 1 11 .י bei Zioni . : inner *1 di* 111 . um , ״Del drin 1, wied fällig•; sind '' : auch1 benß! crfal alle '1 gibt 1■t kom /!•׳n ‘ •! wen , »ich! 1 Erk" /ah! J ich , l’rot, ged und im; vvei , daß cim * SOZI . Ma; SHTU bc*.י urtver , St<3! Au sch 1 ml j jo« i tii ' g" di| Sti zw . ei!; de ist Oi sa ff» ul f« m 4 5 I1 g 4 ׳» F A 9 9 I