Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 48 (15.6.1923)
- Date
- 1923-06-15
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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*י Seite 288 Heinrich Heine: Romanzero Eine Einleitung von Alfred Kerr. Wir hatten schon mehrmals Gelegenheit, auf die gelungene und schön avisgestattete Serie ״Werke Heinrieh Heines in Einzelausgaben mit Bildern aus seiner Zeit׳‘ hcrausgc)!ebcn von U. A. E. Bog eng im Verlag Moffnijinn IV Campe, Hamburg-Berlin, hinzuvveisen, In dieser Ausgabe ist jetzt, reich illustriert, , ף ״ ״ a nrcro erschienen, zu dem Alfred Kerr eine Einleitung geschrieben hat. Wir geben nachstehend mit freundlicher Erlaubnis des Verlages und des Autors diese Einleitung vollständig wieder,.! I. Den Romanzero hat Heine bald gepufft, bald gcliebkost. Warum gepufft? — Er mühte sich heiß um die An- Ordnung der Gedichte , , , doch die Gedichte selbst entriß ihm vor der letzten Feile der Verleger, Warum gcliebkost? - Er fühlte wohl die Höhe des Werks. Die große Klärung (ohne Frostigkeit). Uncl , . , einen ״Klang von Jugend auf gewöhnt“. Weichen? Widersacher Heines könnten sagen: der Romanzero ist ein Judenbuch, ff. Aus dem Rüssel von Rassenricchcrn (kein schönes Bild aber ein richtiges) tropft manchmal schleimiger Unsinn in die Welt. Was steckt dahinter? — — Im ehrlichsten Fall: Ammcuglatibe, Im häufigsten Fall: Sclbstlob. Mißgunst. (Schcclsorgc.) Doch wessen Blutes und Stammes der Dichter dieser Gedichte war — das liegt allerdings zutage. Denn der Romantcro ist . , , III. Der Romanzero ist wirklich ein Judenbuch, Ein ge• sungencs Buch mit, immer wiederkehrend, einer Judenwclt — gegenüber einer wildgearteten andern Welt. Hier: ein oft spaüig herabgekommenes, meist gewaltig• düsteres Gcistcsvolk mit dem Abglanz des Sinaigewissens, Dort: Körperlingc, noch voll Grausamkeit, ein bischen spater entatft. (So scheint er sic zu sehen.) Sonderbar. In keinem Werk Heines lebt soviel Juden• lümliches ... wie hier, wo er bald schlafen gehn wird für immer. Fünf Jahr’ vor dem Tode singt er so. IV. Der Dichter lacht, wenn ein Nönnchen den Phöbus sucht — und den Fcibuscli findet. Bald spenstern hebräische Worte gehcimnisfurchtbar über nächtliche Wasser: ״Schaddcy, Schaddcy, Adonai!“, in der verhallten, verkohlten Donner• Sprache (wovon bei Oerhart Hauptmann in» ״Florian Geyer“ jemand sagt: ״Das ist die Sprache, die Gott geredet hat mit den Menschen״). Schaddcy, Schaddcy, Adonai . . , Dann tönt hochzciticstlich der lyrisch-alte Brautruf: ״Lecho Daudi, likras Kalle!" (Nicht von Jehuda ben Halevy gedichtet, wie Heine glaubt,) Oder: Salomos Glanz leuchtet in tausend Sonnen vor Sulamith; seine Macht wird Klang, — und »eine Machtiosigkeit vor ihr. Hochklang, Endklang, Oder: der Sterbesprudi Israels, das letzte Feierwort, der ״Kadosch“ —• daran rührt mit gekrampftcr Hand ein Todverfaiiener; wie jemand ein merkwürdiges Glockcncrz leise bepocht, ... eh' es tönen wird. Der Jude sieht seinen Sterbetag vor sich. Oder: Israel als Prinzessin Sabbath blinkt und erbleicht mit Alltngsgcrät und Gottesgeleiicht.. Oder: die Speise Schalet, der koschere Götterfraß dampft über Strophen und Selten; (was morgcnländisch in Kus-Kus der Araber noch fortiebt, — ich a& cs in Tunesien). V. Durch das Jehuda-licd rollt jener Judentriller: der ״Schalsehcleth“. Mit Lächeln wird der ״Nigen“ oder Tonfallsingsang hier genannt . . . Genannt? Getätigt, (im Grunde nicht nur hier — sondern in allen Sängen' dieses Harfenspielers.) Aber das heiligste Pathos schwört und beteuert und erschauert bei dem Begriff: Jerusalem. Jerusalem. Jerusalem, (Bis der Rabbi den spanischen Mönch ankreischt .. . ergebnislos.) Alles in dem einen Romanzero? Disput? und Schaddcy? und Kadosch? und Schalet?■ und Schalsclickth? ... Der Romanzero war Heines Judenbuch, VI. Wie der spanische Mönch: so steht Spanien öfter, so!teilen alle liier wider das Judentum. Bei Mönch und Rabbi sichtbar; sonst unsichtbar . . . Damit hat ’es folgend.« Bewandtnis. Wie spiegelt sich in dem Buch' die Geschichte der Welt? — 1111 sinnenden, durch Krankheit vcrcliriicliten Aug' eines offentnüligcn Menschen, der, von irdischer Gesellschaft schon fast getrennt, auf keinen guten Ton in allen Lebenslagen mehr Gewicht legt. Der im nahenden Tod noch Freiergewordem־: der Außenseiter aus Juda, der im geringsten nicht Grund hat, Hcldcngcschichtc, Volksgeschichtc noch als Schmeichler der Gegenwart zn sehn, darzustcllen, fcilzutäusehcn. Einer umsingt lächelnd und wissensvoll die Ungerechtigkeit hiesigen Geschehens. Der Lumpenzug in die Historie. (Die Faustknaben flüstern: ״Doch dieser hat geiernt, er wird uns lehren“.) Heinrich Heines ״Valkyre“ glaubt: ״Und der schlccht'rc Mann gewinnt“, Oder die Mönche von Hastings - die glauben abermals: ״Gefallen ist der bcss’re Mann, cs siegte der ... schlechte“. Noch der verjagte Maurenfürst kriegt seinen Anteil am Ruhm: der ״blutige Sohn des Unglücks“ wird gefeiert. Ein Poet schützt hier (was übrigens dem alten Oalliervolk nachgesagt wurde) Minderheiten. Er blickt, — wie Gerhart Hauptmann im ״Weißen Heiland" — auf das Tun christlicher Helden wider ein unchristliches Mexiko .. . und fragt: wo sind die Edleren? wo das Recht? . . . Es klingt wie Genugtuung, wenn der Landsmannschaft des wölfischen Corlcz das Messer an die Kehle gesetzt wird . . . von Unterdrückten. Der Groll eines ־Hochstehenden, Stotzen, Verfemten dämmert wider Rohcitsgewalt verflossener ganzer Jahr■ lausende. Verilossener? ... Der Jude singt, , JUEDISCHE RUNDSCHAU Nt« VII. Und wenn der Zarenpefz ein freie» Ungarn damals zu würgen droht: 80 grlntmt in dem Juden, im erfahrenen Sohn eines geprüften, doch wundersam erhaltenen Zweiges, wiederum der Groll ־— weicher zum Anwalt aller kciinvollcn Minderheiten wird. Der Jude singt, er «nacht nicht Halt vor dem eigenen Stamm. König David? DespotI ״Arme» Volkl wie Pferd und Fnrr'n bidbt es ,ingoschirrt am Karr’n", Der Hohepriester Aaron? tanzt um das goldene Kalb — ״Wie ein Bock“. Der Jude spricht respektlos-wahr. Eine Erdcnlrauer lacht: über die Erbärmlichkeit in der Welt; über frömmelnde Tierschaft; über das Rolle der Mehrheit, Aber das alles wird nie' weinerlich. Piihh! die lachende Lcbcnsbcjaliiing in diesem Stamm der Stchaufmämicr hebt sich zum bartenden Spott. Zum Ruf Eines, der sich nicht fürchtet vor den» Gotte Jehova; sondern sich treckt mit ihm: welcher die Engel bcscliimmzcit. Apostel kitzelt — upd die Erd« liebt. Der Jude singt. VIII, Dieser 801m eines beseelten Volkes höhnt körperliche Viechcrei der Wilden — ob cs spanische Atriden sind, ob heldische Conquistndorcs. Er wünscht hierdurch die heutige, der gcistgostiiftch Schar feindliche Nachbarschaff zu treffen . Wenigstens unbewußt. Dieses Romanzenbändel birgt nicht Sachlichkeiten׳, sondern Kampfgcdidifc. Diese (scheinbarenI) Historien sind: Abrechmingsgcdiditc. Das Fürchten bat er, bei Gott, nicht gelernt , .. trotz der erst halben Befreiung seines Stammes, — indes manche der gezähmten Stammesbrüder zwar nicht das Fürchten, aber die Verleugnung lernten, Dcnkmalhnft meißelt (und geißelt) er sic: im ״Kriminalrat Hitzig, welcher ch’mals itzig hieß". Der Mimichrist! Der wird nach was Jüdischem! gefragt — Konnte sich nicht recht erinnern, Eine Ausflucht nach der andern, Immer christlich — (Bis mir endlich, Endlich alle Knöpfe rissen An der Hose der Geduld.) Die Komik bürgerlichen Judentums steckt hierin. Sie hat für heut verstärkte Geltung. Ich malte die heutige». , Warum leistet heute die Judenschaft In mittlerer Bürger• schiebt politisch so wenig? Links haben sie alles gemacht. Doch an einem bestimmten Punkt wirtschaftlichen Wohlstandes hören sie auf. Ich sagte mir; Der Ghctto-ltzig bat Datfernkraft, Verlauster Herrentncnsch mit allem stolz-witzigen Erkennen des Zustandes, Ein verkrusteter Kerl ersten Ranges, Aber bei soundsoviel tausend Mark Rente; bei der Mischung mit Eingeborenen — die einen Neugierde-Reiz entfachen, auch den Kitzel der Abwechslung: die geistig bequemer im Umgang sind als die stets kampfbereiten, auf Sprung und Lauer liegenden Biutnaclibarn mit beißendem! Urteil, Zergliederungsmacht, Ruhmsporn, und die man schon kennt — in dieser Mischung fallen sie ab, setzen sich zur Ruhe, werden äffisch, sind unsicher auf neuem Feld, zeigen die verecundia von Lehr- Uugcu (lief sitzt auch die gottscidank nicht) — und manche bildhübsche mcsopotamischc Skiläuferin hat . , . idi möchte sagen: nicht nur etwas Tnu-Frischcs, sondern zugleich etwas Tauf-Risclics. Sie fallen ah mit soundsoviel tausend Mark Rente, wie die Kalharinenplummcn. Dies ist — labbrig, ekelhaft, faul — das jüdische Bürgertum. Dennoch kulturell hochstehend. Sie lassen dann ihre Kinder ״schmaddcn“, uäh, aus Modcfciglicil, aus Ichmangel, und behängen siHi unter Wilhelm, mit Kronenorden: weil in die Waldkraft hoher lausiger Widerstaudsjahre Schlaftropfen gesickert sind, Sic aber bestimmen heute politisch das andre Bürgertum in der Stadt. Und weil diese mittleren Jitflen 90 vollgcgcssen sind, 90 zur Ruhe gesetzt, ohne den alten Gärsaft in den Adern der in beschissenen Slanimesicutcn weiterwohnt: darum hat leider das germanische (also slawische) Bürgertum ln den Städten das politisch gestoßen sein will — so wenig Sprungmacht, 90 wenig Hartheit, so wenig Beginnertum . . . und sein Wir,schaftswert prunkt berghoch über seinem politischen Belang, . ׳' So schrieb ich 1913. Das nebenher ... (״Könnte sich nicht recht erinnern, eine Ausflucht nach der andern, immer christlich . , . Weicher ch'inats Itzi״ hieß“), X. Der Jude singt: der Im Romanzero seinen alten düstem Gott Unbeirrbar vertraulich anspaßt, Ehrfurchtssehranken durchblinzelt, sagenhaft Vorgeschriebcns narrt, jeden Glauben unwidersielilich beklopft, auch den eigenen . . . und nur zu unterst im Herzen eine Kinder-Anhäiig’.lchkcit spürt an den stärksten Punkt seiner großen OcsehichtC: Julias dunklen scclcnhnftcn Ernst, gegenüber der oft arglos-bäurischeren Umweit. Ja, der Romanzero bleibt ein Judcnlicd, wo es von Juden redet. Ein Gcrichtslicd, Der Nachruf an das romantische Mittelalter — von einem Romantiker gepfiffen, der kein bloßer Waidesfreund ist, und kein liiitliornscliautc; sondern ein allerheutigster Mensch. Im Waide der Welt singt ein unsterbliches Judenvöglcin frech Ewiges, XI. Heine singt auch des Dichters Zorn über den geringen Lohn des Poeten Firdusi, (Die Honorar-Enttäuschung bckommt hier den Ewigkeitszu״) *Er malt mit seiner Hand, spukhaft gleich der des Zeitgenossen Goya, Gcspcnstcrlicbc . . , vor dem Sinken in das dunkle Reich. Lächelnd uufrumni. Er malt neben manchem Schattendüster die Henkerluft um den englischen Carl; die geköpfte Hoflialtung der Marie Antoinette, — nachdenklich fast mitleidsvoll, . . . doch vor dem Abschied froh über den Sturze von Gekrönten: als Verklang des besseren Zustands. Er tritt lieber singend für die ״Königin de» Spottes“ ein: das arme Dirnending Pomarc, die Tanzprolctaricrin, Opfer mit verkauftem Leib, das roll verscharrt wird. , Mitleid singt. Auch mit den Schluckern ohne Beutel, — ״wenn Du aber gar nichts Imst, ach, so lasse Dich begraben" Mit allen Belasteten und ßcbrcstctcn dieses entschwindenden Lebens. Es wird zur heiteren Schmcrzcnsmusik. Durch dieses Buch hallt «in komisdves ־Nebbich. Da Jude singt, ' \ XII. Und In diesem Buch schreibt er am Schlüsse das von der Matratzengruft. Aus der Matra.zengruft spricht ein größter Tragikomiker des Lieds, Ein Lrbcmdichter wie ein Todcsdichfer, Keiner vt» ihm läßt Vergänglichkeit in' »o schmucklosen Versen ״a allerticistcr Kraft lächelnder Schwermut an die Seele greift(. Darum: weil er die schreckliche Tragödie des Verfalls atj) Scheiden» mit tieferem Bewußtsein durchlebte. Da spricht einer zwo Landen schon verhaftet, der Unterwelt und der Oberwelt zugleich. Fr sicht den bösen Than.itos kommen. Zum Seltsam!(״ was nach Hiob au» Menschenmund quoll, gehört das Schluchz^ und das Flehen dieses kleinen Juden an die Engel, wenn מ für Mathilde bittet, die ihm Weib und Kind war. Auch hier schwört er, ״beim Wort, da» nur der Priester kennt". Es ist ein cbriiisch Wort ■ XIII. Der Jude spricht immer die Dinge aus, die man nicht ausspricht, fn liebe frommen Charakteristiken kt gemeldet daß Heine schamlos war. Item, Schopenhauer hat festgestdi{ daß die Juden «inen großen Mangel an verecundia oder Ehr. fürchtiglidikcit besitzen ... .Vielleicht hat er recht; doch es ist kein Vorwurf. 1 Ungefragt kommen wir auf die Weit, sämtlich, — l^t uns nicht solche Etikette, zum Donnerwetter, noch auf. Dreimal schlimmer ab die mangelnde verecundia ist der elende .Quietismus. Das Größte, was zu leisten ist, entspringt justament vor. ausgcblicbener Verecundia. Erst muß die verecundia beim Teufel sein, wenn man die letzten Fragen stellt an Gott Ehe ״Disputation“ bleibt ein unvergänglicher Sieg der ko. mischen Kraft, die von Ehrfürchtiglichcnt befreit kt, der hohen, spottenden, nicht mehr getrübten, selbstherrlichen Menschlichkeit. Wc'tcuhumor und HimmclsgcLichtcr entfesselt ein glorios Schamloser. Ave impia anima! Der Jude singt. XIV. Sprach ich von Innalten? ,Vom sachlichen Kern? — während cs Gedichte sind . , , Aber laßt sich über andres reden? ist Musik beweisbar? Beweisbar ist ungefähr: daß tausend seiner Wendungen in einem halbwkkrstrcbcnden Volk haftend geworden sind. Feststellbar ist ungefähr: daß manche Gedichte dieses Werks länger ausiielen als bei Heine zuvor. Fühlbar ist ungefähr: daß er gewiß am ausgekleidetstes in (fern Romanzerobuch dasteht — (oder da liegt). Voll schweifend •kühner Lässigkeit eine» ganzfreien Menschen. Im Waide der Weit singt ein unsterblicher Vogel, »terbend, Ewiges. Gruncwald, Februar 1923, Alfred Kerr, öffen in an u wird, derd wirts darzt 1. i 2. I 3. t I lung Fori* mog! dauei liege! Voll! dere Text Vcrsl Llmrl Pakt! da 1111 All nicht was welc Nie» des crtal macl daß men Erst־ h a nt Kleine Nachrichten In New York wurde Rudolf Schildkraut 'gemelnssm mit 12 anderen Schauspielern wegen der Aufführung des Dramas ״Der Gott der Rache“ von Schalom Asch vom Strafgericht verurteilt. Das Gericht bczcicbnete das Drara» als unsittlich. Der Dichter Ernst Toller hat auf Veranlassung des Herrn M. Bacher, Hannover, diesem seine bisher erschic- Jerusalem übersandt Jedes Werk trägt die Widmung des Diclitcrs: ״Der Bibliothek der Universität mit allen guten Wünschen.“ Die Oberrabbiner Palästinas, Kuk und Jakob Meier, erhielten den Ehrentitel Colonel Commandant der englischcn Armee. In der Sitzung der Bildungskommission des polnischen Sejm erklärte der Kultusminister und Vizepremier Glombinskv, er persönlich sei für den numerus clausus für jüdische Stüdeuten, Jüdischer Schulvcrein und Kullurdezernai der Berliner Zionistischen Vereinigung Unsere Beratungsstelle für hebräischen Unterricht sucht für die Institutionen des Jüdischen Schul- Vereins (Hebräische Sprachschule, Jüdische Grundschulen, Oymnasialklassc und Kindergärten) wie auch für Privatunter• rieht Lehrer und Lehrerinnen für Hebräisch. Persönliche Vorstellung nach vorheriger telephonischer Amneidqng: Freitags von 3—P/z Uhr in der Berliner Zionistischen Vereinigung, Scydelstr. 3, III, (Untergrundbahnstation Spittel• markt). Berliner Tarbulh Organisation Anläßlich der von der Berliner ״Tarbuth“ veranstaltete« hebräischen Volksversammlung hatten sich am 7. Juni im Schubertsaal über 500 Personen cingcfiiudcn. Großen Erfo'ff hatte die Rede des Vorsitzenden des palästinensischen Lehrerverhandes Dr. Mossinsolms, der die Bedeutung des hebräischen Erziclumgswerkes in Palästina würdigte und die Zuhörer zur eifrigen nationalen Kulturarbeit rief. Während der Ver- Sammlung sind über 100 neue Mitglieder der Berliner Ortsgruppe der ״Tarb»th“*Organisation beigetreten. Die Berliner Ortsgruppe der ״Tarbuth“ beabsichtigt, t« allernächster Zeit «inen vorbildlichen hebräischen Kindergarten, der sowohl in pädagogischer Hinsicht, wie auch in bezug aul den hebräischen Sprachunterricht auf der Höhe der modernen Erziehungsmethoden und Anfordenmgen stehen soll, zu gründen. Da die Zahl der aufzunehmenden Kinder beschränkt ist und damit außerdem der Sitz des Kindergartens am zweckmäßigsten gewählt wird, werden die Eitern, die die Absicht haben, ihre Kinder nach dem ״Tarbulh“•Kindergarten zu senden, ersucht ihrfc Namen und Adressen dein 1 ־ arbuthbüro, Ticriin-Charlottenburg, Savignvnlatz 9—10, möglichst bald initzutcilcn. Die Adresse des Zcntralbüros der allwdtlichcn ,,Tarbuth'• Organisation ist: lkrlin-Charlottenburg, Savignvplatz 9-10, Telefon Steinplatz 64. Der Jlldischc Jiigentlbnntl ,,Rechawcr“ veranstaltet am Sonntag, den 17. Juni 1023, nachm. 6 Uhr, im Deutschen Hof, Luckmicr Str. 15, seine Eröffnungsfeier. D«s Programm besteht aus einer Festrede, jüdischen Volks• licdcrn von Frl. Kurz, Rezitationen, Felix Seiner vom Kleinen Theater Chemnitz. Tanz, Tombola, Saalpost, eigenes Büffet, Eintrittskarten von M. 3000 inkl. Steuer im Vonerkauf B.Z.V., Scydelstr. 3, Aifr. Ordo, Man'cuffeistr. 12, und an der Kasse.