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Jüdische Rundschau · 1923-06-15 · Heft 48 (15.6.1923) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 48 (15.6.1923)
Date
1923-06-15
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 280. JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 48 deswegen verzieh len, weil sie selbst infolge der geograplüschen Entfernung nicht aktiv an ihr teilnchmat können. Allerdings muß man sagen, daß gerade die Sitzungen des A.-C. wahrend der letzten zwei Jahre denen Recht zu gehen scheinen, die gegen* die Beibehaltung derartiger demokratischer Formen sind; denn von den Prin* zipien der Demokratie bleibt bei den ausgiebigen Redeschlachten des proportional zusammengesetzten A.-C. oft nur eine Verzerrung übrig. Der weitaus wichtigere Punkt ist die Frage der Heranziehung der Njclitzionistcn. Bekanntlich hat die Karlsbader Jahreskonferenz den Beschluß gefaßt, einen demokratisch gewühlten Weltkongreß für Palästinaarbeit einzuberufeu, der die höchste Instanz in allen Fragen Palästinas bildet, daher auch jenes Organ zu schaffen habe, das im Artikel 4 des Mandates als Vertretung aller am Aufbau der nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina interessierten Juden, die Jcwish Agency genannt wird. Die Exekutive hat in der A.-C.-Sitzung über che Schritte berichtet, die in Ausführung dieses Beschlusses unternommen wurden. Leider waren diese Schritte — die allerdings nicht mit dem der Größe <|er Aufgabe entsprechenden Elan eingelcitet wurden — nicht erfolgreich, da von den meisten in Frage kommenden Gruppen offene Absagen gegeben wurden. Angesichts dieser Tatsachen steht die Bewegung vor der Frage, ob sic jetzt schon den Weltkongreß einberufen will, der allerdings in diesem Fall nichts anderes wäre, als ein etwas vergrößerter Zionistenkongreß. Die Exekutive vertritt die Auffassung, daß der Weltkongreß nur daun einen Sinn hat, wenn an ihn\ jene Schichten beteiligt sind, die heute aus prinzipiellen Gründen den EV.ritt in die Zionistische Organisation abiehnen. * Daher hält es die Exekutive für notwendig, zunächst Verhandlungen mit solchen Körperschaften einzuleiten, die als die Vcrtretungen der Judenschaft der einzelnen Länder in Frage kommen. Line derartige Organisation ist in England der Board of Deputics und die Anglo Jcwish Association, in anderen Ländern gibt cs auch analoge Körperschaften. In London wurde eine Studicnkommission aus Vertretern der genannten englisch-jüdischen Verbände und Vcrtrefern der Zionistischen Organisation zusammengesetzt, um die Möglichkeiten einer künftigen Zusammenarbeit zu beraten. Die Exekutive geht dabei von der Ansicht aus, daß cs für unsere Sache von größter Wichtigkeit ist, dali in der Jcwish Agency nicht nur Zionisten vertreten sind, sondern auch diejenigen Kreise, die aus humanitären oder religiösen oder andern Motiven die Sache fördern wollen. Es soll daher ein Weg gefunden werden, eine entsprechende Vertretung zu bilden, in der außer der Zionistischen Organisation auch Vertreter der organlsierten Judenschaft der wichtigsten Länder sitzen. Selbstverständlich ist eine solche Konferenz nicht identisch mit dem demokratisch gewählten Weltkongreß, aber sie wäre ׳ wenigstens ein Ersatz bis zu jener Zeit, wo der Weltkongreß mit Aussicht auf Erfolg cinberufcn werden kann. Auf der andern Seite aber jst zu befürchten, daß Männer, die stets unsere Gegner waren und ihrer ganzen Mentalität nach der jüdischen Volkssache völlig fern stehen, sich in ihrer Tätigkeit in der Jewisli Agency auch nicht in erster Reihe von unseren Volksintercsscn leiten lassen werden. Daher glaubt die Opposition, die Heranziehung dieser Kreise nur dann dulden zu können, wenn ihre Verantwortlichkeit vor einem demokratischen Forum von vornherein festste!!! Die Schritte, die in der letzten Zeit unternommen wurden und über die Nachrichten in die Presse drangen, haben in einem großen Ted der Organisation Mißtrauen liervorgerufen. Man sprach immer deutlicher von drohender Notabelnwirtschaft und beschuldigte insbesondere Dr. Weizmann, daß er die Jcwish Agency und damit das Palästinawerk an unverantwortliche Notabein aus liefern will. Dieses Mißtrauen, das durch das bekannte Weizmann-Interview noch verstärkt wurde, kam auch in der A.-C.-Sitzung zum Ausdruck. Zwar wurde von mehreren Rednern darauf hingewiesen, daß bisher keine Tatsachen vorlicgen, die das Mißtrauen rechtfertigten; aber die Imponderabilien, die diese Stimmung geschaffen haben, sind stärker, und es bedarf keiner großen Propheiengabe, um vormiszuschcn, daß man in Warschau mit Fanfaren-zur Abwehr dieser drohenden Gefahr blasen wird. Die Stimmung, die zur Bildung dieser Opposition geführt hat, wird vor allem auch aus zwei Quellen ge speist. Die eine ist Palästina, die andere die Föderationen Palästina wurde besonders durch den letzten Besuch Dt. Wcizmanns erregt, weil Weizmann nicht genügend Kontakt mit den Führern des Jischuw!!erstellte, was als ,ein Bruch des demokratischen Prinzips empfunden wurde. Die Föderationen wiederum fürchten teils um die Sicherstellung ihres Einflusses, teils sind sie in ihrem Kampf gegen die verwandten Strömungen außerhalb des Zionismus gezwungen, besonders eifervoll über das Prinzip der Demokratie im Zionismus zu wachen. Ob in Baltimore bestimmte Vorschläge über die Bildung der Jcwish Agency angenommen werden sollen, ist bisher nicht klar. Es ist möglich, daß diese Frage dort mit den internen Organisationsfragen als Einheit angesehen wird, in dem Sinne also, daß der gewählten Exekutive auch in dieser Frage Handlungs- und Vcrhandlungsfreiheit gegeben werden soll, jedenfalls ist man sich dort darüber einig, daß es ein zionislisches Interesse ist, die Mitarbeit der nich'zior.isiisch, aber anderswie an Palästina interessierten Kreisen zu sichern, und daß die Zionistische Organisation den andern auch ein Teil ihrer Rechte abtreten muß, wenn sie ihnen ein Teil der Verantwortung übertragen will. Die großartigen Erfolge Weizmanns in Amerika haben gezeigt, daß auch die bisherigen Methoden det Geld- Sammlung noch lange nicht völlig ■ausgescliopft sind, aber gleichzeitig ist es ein Ziel der Bemühungen Wcizirianns, jüdische Kapitalien in größerem Umfange mich uif anderen Wegen als durch den Keren 1 iajcssod für ,,׳ilästina zu gewinnen und gewisse Uaucrinstiiutü nai zu schaffen, die diesen Erfolg sichern. Wenn• cs Wcizmann gelingt, was z. B. der Brantlcis-Grtippc trotz ihrer schönen Programme nicht gelungen ist, dann wäre tatsächlich ein wichtiger Fortschritt zu verzeichnen, und es wäre zu hoffen, daß die Palästinaarbeit ans ihrem heutigen ungenügenden, weil nur auf die Aufrechtcrhnlhing des Bestehenden gerichteten Umfang lierauskämc. Dann aber wäre es u, E. durchaus wichtig, daß die Kreise, die sich auf diese Weise in Palästina betätigen, auch einen ihrer Leistung entsprechenden Teil der Vcrantwortung vor der ganzerf Welt übernehmen. Der Kongreß wird vor diesen Problemen stehen,' und er wird sich zu entscheiden haben. Daß seitens der Leitung vor dem Kongreß kein fait accompli in irgendeiner I iinsiclit gcschatten werden wird, ist wiederholt betont worden. Es ist auch notwendig Im Interesse der zionistischen Moral. Denn der Kongreß nmß den Mut haben, die ganze Veranlworhing für, diese Sache auf sieh zu nehmen. Es darf nicht der Zustand der ״Demokratie“ weiter bcstehen bleiben, daß Einzelpersonen die durch die Sachläge bedingten, Urnen notwendig scheinenden Schrille unternehmen, während die demokratischen Vertreter des Volkes nachher die Möglichkeit haben, in ihren Reden radikal zu sein, die geschehenen Schritte zu kritisieren und durch ihr Eintreten für die Reinheit der Prinzipien gewissermaßen das Prestige zu wahren. Der Kongreß selbst soll die Entscheidung treffen und alle Konsequenzen auf sieh nehmen. Dies kann der Anfang der Gesundung unseres Parteilcbens werden. Zwischen Warschau und Baltimore liegt Dresden. Vielleicht sind die deutschen Zionisten wieder einmal berufen, eine wichtige Rolle in der Partei zu spielen, indem sie die beiden extremen, einander befehdenden Teile nicht durch ein Kompromiß, sondern durch eine Syntliese, die ausschließlich auf dem Boden der Sachlichkeit gewachsen ist und die alte Ideentreue mit der Forderung der Realität in Einklang bringt, wieder zusanimenschließt. R. W. Neue Wege der Arbeit Die große Werbe-Aktion in Hannover, Da? Syriern der ״fliegenden Sekretariate״ tut u״,,ff . Wcrbemethodcn den entscheidenden Fortschritt gebracht, voraiissirfillich, djs Gerede von einer Stagnation der I'cucgu> endgültig erledigen wird, Schon der erste Versuch, di״ »tuen! Uebcrfall au! Samuels Geloljje Der ״Voss. Zig.“ wird aus London telegraphiert•. ״Ein Teil der Begleitung des englischen Qbcrkommissars für Palästina; Samuel, die' den 'Oberkoinmissar auf einer Rundreise durch das Land begleitet, wurde von Beduinen überfallen. Drei Mann \vur« den getötet und zwei schwer verletzt. In amtlichen Kreisen herrscht große Besorgnis wegen der Sicherheit des Oberkoni missars, der jetzt, mit einer Eskorte von eingeborenen.Palästina-Gendarmen im freien Lande.lagert.“ . W.T.B. berichtet: ״Daily Mail׳' meldet aus Jcru* salcm: Eine Abteilung britischer Gendarmen, die den Oberkoinmissar Sir Herbert Samuel auf einer Reise in Nordpalästina begleitet hatte und sich auf der Heimreise befand, fiel bei Ain cl Mclebab in der Nähe der syrischen Grenze in einen Hinterhalt. Drei Gendarmen wurden getötet, zwei verwundet. Die Angreifer dürften bcduinische Räuber aus Syrien oder Trans- Jordanien sein. Dazu erfahren wir nocR:. 1 Der Angriff, der von etwa 20 Räubern auf die Eskörte des Überkommissärs Sanvucl verübt wurde, hat bei Wadi Hindaj, anscheinend auf palästinensischem Gcbiet, stattgefunden. Aus Jerusalem wird ferner gemeldet: Sir Herbert Samuel befindet sich in Sicherheit und wird heute in Haifa erwartet. Einer der bei den! Uebcrfall auf seine Eskorte verwundeten Gendarmen ist gestorben, wodurch sich die Zahl der Toten auf vier erhöht. Brandeis Aber den Aufbau Palästinas New York. (J.C.B.) Obcrrlchter Brandeis tiihrte in seiner Rede auf der Jahresversammlung der Organisation Palibtine Development Council u. a. noch folgendes aus: ״Wir, versuchen, ein neues Land zu bauen. Wenn wir Amen■ k,111er an den Aufbau eines neuen Landes denken, (wenigstens diejenigen unter uns, die in New England waren)׳, denken wir gleichzeitig an die Pilgrim Fathcrs (״Pilgervätcr“: die Begründer der Stadt Plymouth in den Vereinigten Staaten); daran, was sic getan hatten, was ihr Schicksal war. Wären sie entmutigt worden, so hätte die Entmutigung «ach dem ersten Jahre ihrer Arbeit eintreten müssen, da sic wenigstens die Hälfte ihrer Mitglieder verloren hatten. Krankheit, Tod, schwere Prüfungen standen a«1 der Wiege des Landes, das nach kurzer Zeit eine der blühendsten Gegenden der Welt wurde. Der Geist, den diese Leute offenbart hatten, da sic nach dem Westen zogen, soll unser Geist sein, da wir nach dem Osten gehen. Es gibt Personen, die fragen: Wie kann mau in einem so kleinen Lande wie Palästina Erfolge erhoffen? — Ich glaube, die kleine Ausdehnung des Landes ist eben der größte Faktor unseres Erfolges.“ Nachdem die Versammlung geschlossen war, erklärte Brandcis: ״Ich habe nie eine zionistische Versammlung mit einer solchen Befriedigung in bezug auf die geleistete Arbeit und die erhofften Perspektiven verlassen, wie heute.“ Die Ernte in den jüdischen Kolonien Jerusalem. (J.C. B.) Infolge der rechtzeitigen Regen falle haben die jüdischen Kolonien in Galiläa in diesem Jahre eine der besten Getreideernten seit vielen Jahren, zu verzeichnen. Die Kolonisten setzen be sonders große Hoffnungen darauf, daß Ihnen die große Mühle der Ica in Haifa das besonders gut geratende Getreide abkaufen wird. Unterhandlungen mit der Mühlen■ Verwaltung werden bereits gepflogen, Methoden zur Geltung zu bringen, Int mit einem fast raschcndcn Erfolg geendet, zumal er in Hannover erfolgt wo der berühmte ״besonders steinige Boden“ keine erhebliche^ Ergebnisse erwarten ließ, Mail dar! demnach wohl bcha 1ן daß das Erlahmen unserer Agitation in manchen Ortsgruppe kein ״edles Unglück“ ist, sondern vielmehr die Folge s5w,q örtlichen Versagens als auch unzureichender Ausnutzung an und für sich unzureichenden Kräfte der Zentrale. Das System der ״fliegenden Sekretariate“ sucht den Gm,:4. fehler aller bisherigen Propagandaarbeit zu beseitigen, daj nämlich unsere WctbcvcranstaUungcn nie ausreichend ausgenutzt werden konnten. Eine nachhaltige Wirkung, das h« .sich deutlich gezeigt, läßt sich eben nicht allein durdi gt, Icgenfliehe Vorträge, Sondern nur durch längere planmäßig- Arbeit r:zielen. Man stellt daher jetzt einer Ortsgruppe «!7, einem Bezirk einen erfahrenen Propagandisten ah Leit(! einer mehrwöchigen Aktion und nach Bedarl ti:,{ zu selbständiger Tätigkeit fällige Bürokraft zur Verfügim- Ihre Auffyibc ist cs, in enger Zusammenarbeit mit dem brtj! gruppen- oder dem Gruppciiverbandsvorstand unter 1 icrai». Ziehung aller irgendwie vorhandenen Mitarbeiter ihr Talk kcilsgebiet ״unter Zionismus zu setzen“. Die Aktion in Hannover leitete Herr Karl Glaser- Berlin. Die Arbeit wurde zu Beginn erschwert diirch mißliche &jra. Verhältnisse und durch einen leider nötigen Wechsel tr!s Vorsitz der Ortsgruppe, den Herr Zahnarzt Dr. Sulke über, nahm. Die Aussichten schienen anfänglich deshalb nicht be■ sonders gut zu sein, weil die Gemeinde zionistischen Ver• onstaltungen gegenüber eine ausgeprägte Zurückhaltung den Tag legte, weil man fast alle Beziehungen zu ostjiidischej Kreisen verloren und unter der Jugend sehr an Einflug eingebüßt hatte und weil, wohl auch mangels einer fütirendea zionistischen Pcrsü:!li.׳l1kd*, viele unserer Gesinnungsgenosse* mutlos und arbrftsunlustlg waren. Sie wurde erleichtert dutch die eifrige Hilfe einiger aktiver Zionisten, vofr allem Fräulci Ellen Meyer und der Herren Sulzbcrgcr, Zimmermann!»4 Dr. Flcischhackcr. — Es kam also darauf an, zur Leitung und wirklicher Wahrnehmung zionistischer Aulgaben fähige Gesinnungsgenossen zu finden, das zionistische Selbstbewußt, sein der Ortsgruppe zu starken, sie aus ihrer Isolierung u der Gemeinde zu befreien, die zionistischer Beeinflusse; irgendwie zugänglichen West- oder Ostjuden zu finden urd heranzuziehen, und die Beziehungen zu leitenden Kreisen de! Gemeinde und anderen jüdischen Organisationen auszubautn, d. h. die Situation des Zionismus in Hannover vollkommen zu ändern. Der Lösung dieser Aufgaben dienten eine grobe Reiht von Veranstaltungen. Karl Glaser sprach in zahlreichen Zirk• und Zusammenkünften in Privatwolinuiigcn, an denen Juden aller Kreise und Richtungen tcilnnhmcn. Es fanden Zttkd mit gänzlich Uninteressierten, ja mit Niclitjuden statt, solche, an denen führende .Mitglieder der Gemeinde, der Loge, des Ccntralvcreins usw. teilnahmen, solche, die von Zionisten, Os.juden, Jugendbesucht waren. Das Thema der Aus? pro dien mit Niclilzionislcn war immer ״Grundfragen. des Zionisinu»*'. Zeigte hier schon der gute Besuch, der frcilidi durch persönliche Einwirkung auf die Eingctadcncn vorbereitet wir, und die manchmal recht hochstehende Diskussion ein erhebliches Interesse, so wurde das noch deutlicher bei einer großen Versammlung, in der die Herren Rechtsanwalt Dr. Lelcwcr über ״Judenhaß und Palästina,mfbpu“, Rechtsanwalt Dr. Apfel über ״Judentum, dcuts.hcs Judentum und weltpolitische Pro■ biemc" sprachen und Herr Glaser das Schlußwort hatte, Ekr große Rathaussaal war überfüllt von einem Publikum, dal man früher nicht auf zionistischen Versammlungen zu sehen pflegte. Auch die weiteren Veranstaltungen zeigten, daß statt der befürchteten Uebmiltigung eine immer weitere Stti׳ gcrung des Interesses cintrat. Ein ausgewähltes Publikum war zu einer Intclektucllcn-Ausspraclie gekommen, deren Thema ״Der jüdische Akademiker und die jü tische Politik war, deren Referat Herr Dr, Hans Bloch-Berlin übernommen hatte, und auf der Herr Rechtsanwalt Roscnblüth-Bcrlin ein besonders eindrucksvolles Schlußwort Hielt. — Wiederum über■ füllt war der Saal auf einem Vortrag des Herrn Dr.-Ing. Majcrczyk über ״Die Wirtschaftslage in Palästina“, ־־ Bei all diesen Veranstaltungen war die Zusammensetzung des Publikums für tms recht günstig, vor allem waren die Teil nclimcr an den Zirkeln immer wieder erschienen und batte« teilweise selbst Propaganda für den Besuch gemacht; *in Beweis, wie wichtig die Vorbereitung zionistischer Vcran׳ staltungcn durch Zusammenkünfte in kleinem Kreise ist. Die Osljudcnarbcit fand ihren Höhepunkt in einer gtofcn Ostjudcnvcrsammiung, auf der Karl Glaser über ״Unsere Aufgaben im Galuth“ sprach. Die Versammlung war vot• bereitet worden durch persönliche Propaganda in Speise häuser'n und Siib'ach. Schon vorher war als Untergruppe der zionistischen Ortsgruppe der ostjiidischc Ku'turvercin ״H« tcchijah“ gegründet und zu seinem Leiter Herr Zimmern»«« gewählt worden. Auf der Versammlung traten dem Verein, dessen Mitglieder Zionisten mit allen Rechten und Pflichten sind, über 100 Personen bei, so daß er heute etwa 150 Mit* glieder zahlt. — Die f fatcchijah hat inzwischen sehr eifrig gearbci.ct und Kurse, Vortrüge und Wanderungen veranstaltet. Mit Absicht ist der Fehler einer neutralen Ostjudcnorganisation vermieden worden. — An die Jugend wandten wir uns in einer sehr gut besuchten Jugcndvcrsammlung, auf der 1 Icrr Dr. Hans Bloch• Berlin über ״Das Judentum und die abendländische Kultur“1 sprach. Vorher hatte eine Fühlungnahme mit den Jugendblinden aller Richtungen und mit ihren einzelnen Angehörige« stattgefunden. Nach der Versammlung setzte sich die P|S־ kussion über das Referat in zwei interessanten Aussprachen von Hans Bloch und Karl Glaser mit den ״Kameraden“ fort. — Es bildete sich um Frau Stcinhaus-Kran’old ein Kreis junger Menschen aller Rieh u :gen, der regelmäßig Zusammenkommen und sich mit zionistischen und jüdischen Fragen' beschäftigen wird. — Auch die zionistischen Föderationen waren nicht untätig. Im Auftrag des ״Misrnchi“ sprach Herr Rabbiner Harry Lcivy vor zahlreichem Publikum. Die Gründung einer Misrachi-Ortsgruppc dürfte keinen großen Schwierigkeiten begegtten. Für ״Hapocl-t hzäir“ redete R 11:101 i Samuel-Göttingen über ״Chewrath Haowdim, «In sozialistischer Kek®*• Nr. s,ilion r. Verdo eines sicher J iaza'ii frcilicJ ntitgei nisiisc lieh l״ Orisg» und 1 Expan allgem nistisc Durch befand H manch Grund an di! loren aber höchst proble erlöse» den b auscin wie b Hanne V- .Willen nistisc junge Ernstfc an se unsere ob es in de. Jugem die ju in sei unsere ru be Die . v Jüdiscl anzud zionis1 Ortho schliei Grupf Auscii gerne! Auiba relij stärk! Antitb Schaft renzie zeitigt der l thcsei den 2 einstii 11 zcicht OrgaJ strebi sich organ paliist näckij beide: beide Vcrw Keimt sozial So G ru ans! gerl au Q den , Gern» sehen Aufbi liehe; Dies! i nismt nistei liehe befin teügl l) Mt I sehe! Gcse aus st entw jüdis doch ',ersi Eige stalti seeli seeli eine wird Väte kom Fort »tan aktu

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