Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 44 (1.6.1923)
- Date
- 1923-06-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 202 JUEDISCHE RUNDSCHAU •» ler neue Kurs in Pole! Die Juden gegen die Regierung Slkorskl Warschau. (J. C. B.) In der Sitzung des polnischen Sejm vom 2(). Mai, in welcher die Regierung Sikorski mit 117 gegen 270 Summen in der Minderheit blieb und daraufhin ihre Demission gab, li.ihtn d.c jüdischen Deputierten genuinsnm׳ mit den (ihrigen nationalen Minderheiten gegen die Regierung gestimmt. Eine Ausnahme machte der folkistische Deputierte Prilutzki, der für die Regierung votiert hat. Gegen die Regierung stimmten ferner der Rcchtsklub und das von Viios geführte Zentrum. ln der Debatte sprach im Namen des Jüdischen Sejm- Klubs der Lemherger Deputierte Dr. Reich, der erklärte, die jt.dis heil Dcpu.iertcn summen gegen die Regierung haupt- Sächlich d;shalb, weil die Regierung mit einer Grausamkeit ohne gleichen die Zwangsabschiebung der russisch-ukrainischen Flüchtlinge durchgefuhrt hat. ׳ i ׳ * Geber die Ri.hlung der neuen Regierung in Polen berichtet der Korrespondent des j, C. B. aus Warschau: Einer der Grundsätze des neuen Kabinetts, dessen Bildung der Führer des Bauenizentrums Vitos übernimmt, wird zweifelsohne die Isolierung der Minderheiten, insbesondere der jüdischen Fraktion, von jeder tatsächlichen Beeinflussung der Paiiamcntscrcignissc sein. Die Minderheiten sollen in die Stellung einer demonstrativen Opposition gedrängt werden, mit deren Meinung die Regierung bei keinerlei Konjunktur zu rechnen haben würde. Es wird angenommen, daß die bevorstehende Regierungserklärung bestimmte Hinweise darauf enthalten wird, daß nunmehr der Kampf um den nationalen Charakter des polnischen Staates mit Entschiedenheit atilgcnommen werden soll. Es wird ferner angenommen, dal! diese Deklaration eine Reibe konkreter Maßnahmen erwähnen wird, die alle gegen die Juden gerichtet sein sollen, so insbesondere über den Numerus clausus für Juden an den höheren Lehranstalten. Die polnische militärische Oberbehürde hat einen netten Befehl zur Entfernung sämtlicher Juden aus den militärischen Kanzleien Polens Itcrausgcgcbcn.! - Oscar Cohn llkr das arbeitende PalästLi Ant Montag, den 23, Mai, fand in Berlin eine von den Roalc-Zion ciubcrufcnc Versammlung unter der Devise: ,,Für «las arbeitende Palästina“ statt. IFert Vorsitz führte Herr *Alfred Berger. Nach dem ersten Redner, Bcrl Locker, ,sprach ein bulgarischer Sozialist, der unter großem ,Beifall die jüdische Arbeiterbewegung der Sympathie der ,bulgarischen Genossen vcrsicherle. Sodann hielt Abgeordneter (Oskar Cohn eine groß angelegte Rede, in der er die Bedeultmg der palästinensischen Arbeiterbewegung für die '!Wiedergeburt des jüdischen Volke» und für die soziale Neugestaitung der Weit darlcgte. Colin wies darauf hin, welchen kolossalen Eindruck das jüdische Arbeiterleben auch auf außenstehende, bürgerliche Beobachter macht, die verstehen, daß hier etwas ganz Großes vorgeht. Er richtete zum Schluß an die Versammlung einen wannen Appell, den Pionieren in Ercz-fsrael bei ihrer schweren Arbeit zu helfen. Nadi ihm sprachen noch Kapfansky Und Rubaschow, die huf die Bedeutung des Hamburger Kongresse* hinwiesen. Die jüdische Arbeiterschaft müsse sich aber darüber klar sein, daß die Internationale keineswegs etwas für sie tun könne, wenn sic flieht selbst ihre eigene Sache tut. ״Als idie Sendboten der palästinensischen Arbcilcrbewcgung — sagte iRubaschow — treten wir vor die jüdische (.)Öffentlichkeit!und fordern die Teilnahme an einem Werk, das die Genossen, die dort arbeiten, allein nicht vollbringen können, wenn sie iiieht fühlen, daß das Volk hinter ihnen steht.“ Die Roden marhlen auf das zahlreich erschienene Publikum einen starke« pindruck. . , _ , :!!ן ־־ r!;־!<! rl *.1 f rl ׳ ׳'׳ Der Mangel an hebräischen Lehrern Das Berliner Zentralbau» für Angelegenheiten der ״Ta rb tt t “ -Organisationen ersucht uns um folgende Verpifwitlicltung:! Im Laufe unserer Arbeit überzeugen wir uns inrnier wieder, wie groß zurzeit der Mangel an Lehrkräften bei den hebräischen Schulen ist. Fortwährend erhalten wir zahlreiche Briefe aus Deutschland, Lettland, Litauen, Bulgarien 11. a. mit der Bitte, den dortigen hebräischen Schulen ge• eignete Lehrer zur Verfügung zu stellen, und wir haben leider nur geringe Möglichkeiten, diesem Ersuchen nachzukommen. Besonders groß ist die Nachfrage nach Lehrern Akademikern, die imstande wären, die allgemeinen Lehrfädter, Naturwissenschaften, Mathematik usw. im Hebräischen vorzutragen. Angesichts dieser Lage wenden wir uns zunächst an sämtliche hebräischen Lehrer, die zurzeit aus irgendwelchen Gründen sich nicht als solche betätigen, sowie an jene jungen Leute, die geneigt und geeignet sind, in die!Reihen der hebräischen Lelircrsdiaft cinzutrcten mit der Bitte, «ich mit lins in Verbindung zu setzen, damit wir ihnen die Möglichkeiten geben, notwendige und fruchtbare Arbeit auf , ■dem Gebiete der hebräischen Kulturbcwcgung zu führen. Auch in materieller Win9icht werden zurzeit hebräischen Lehrern günstige Bedingungen angeboten, ln bezug auf unseren Ideen nahestehende Akademiker, bei denen nicht genügende hebräische Sprachkcnntnissc vorhanden sind, könnte auch eine Unterstützung seitens des Zeivtralbüro vom Tarbut twecks Erlernung der Sprache und Ausbildung als hebräische Lehrer in Betracht kommen. pavteinacbvicbten Beschlüsse der Sitzung des Waad Poel der ״HilacMal“ (Berlin, 2. bis 5. M&i.) I. Zur Lage der Partei , Der Wftad Poel konstatiert mit Genugtuung die sichtbaren Zeichen innerer Konsolidierung und organusationellcr Festigung in allen Teilen unserer Weltbewegung seit der dritten Weitkottferenz in Berlin, der es gelang, die programmatischen Grundlagen der ״Hitaclidut“ auszudrücken und zu formulieren. II. Zum XIII. Ziouis ten kongrc ß. In Erkenntnis der großen Verantwortung, die derzeit auf allen l enen der Bewegung ruht, erachtet es der ,Waad Poel für seine Pflicht, die Siebung der ״Ilitachdut" zum XIII. Kongrosse: ztnn Ausdruck zu bringen: Der Waad Poel betrachtet mit großer Sorge die bekannten Erscheinungen der letzten Zeit, eite die Tendenz enthüllen, persönliche Losungen und Programme ins Zentrum der Bewegtmg zu stellen, und sieht die Gefahr, die von dieser Tendenz, dem demokratischen Charakter der Bewegung und der Unversehriheit der Orgnnisalion drohen. _ Wir sind tief überzeugt, daß die gegenwärtige Lage des Zionismus unbedingt Konsolidierung und Konzentrierung auf umfassende praktische Programme verlangt, die die zentralen Probleme bctreffen, ohne daneben eine persönliche Tendenz zu tragen. In diesem Sinne wird die ״Hiüiciidut" ihre Tätigkeit vor dem Kongresse und auf dem Kongresse selbst zu führen suchen. III. Aufgaben des Kongresses. 1. Zur Frage der Organisation. Der Waad Poel stellt fest, daß eine der wichtigsten Aufgaben des XIII. Kongrosses in der Anpassung der ürganisationsformen der Zio* nistischea Organisation an ihre neuen politischen und wirtschaftlichcu Aufgaben besteht, die aus der Anerkennung der Zionistischen Organisation als Jewish Agency und den realen Notwendigkeiten des Aufbaues des Landes sich ergeben. Diese Aufgaben machen cs nötig; a) Die volkstümliche Grundlage der zionistischen Bcwegtmg durch eine umfassende Reform der Bestimmungen für die Kongrcßwalilcn zu erweitern; b) ein oberstes, vom Kongreß gewähltes Organ zu schaffen, das zu regelmäßigen Sessionen Zusammentritt, um die Arbeitsntclhodcn der Zionistischen Exekutive zu klären und festzulcgcu, das Budget zu bestimmen und über alle Angelegen• hcite’n der Bewegung zu verhandeln; c) eine einheitliche Leitung zu seKtTffen, die dem vom Kongresse gewählten Organe gegenüber verantwortlich ist. Der Waad Poel bcauitragtdas Hauptbüro, den Organisntionsplan, der in der Sitzung vorgclegt wurde, zu beraten und ihn zwecks freier Diskussion in der Partei zu veröffentlichen. 2. Finanzfrag«. Gemäß dem Referate des Chawer Arlosoroff über die finanziellen Methoden des Aufbaues Erez-isracis ist die Stellung de* Waad Poel zu dieser Frage folgende: Die Versuche, die in der letzter» Zeit im Lande auf dem Gebiete der Privatinitiative gemacht wurden, bestätigen unsere allgemeine Anschauung über die Illusionen, die noch heute in gewissen Kreisen über diese Methode herrschen. Mehr noch ab ehedem selten wir eine unbedingte Notwendigkeit in der energischen Fortsetzung einer umfassenden Tätigkeit für die nationalen Fonds, in ihrer Entwicklung, tcclmisehcn Vervollkommnung, sowie inneren ■und organisationeilen Verbesscrung. Aber neben den bestehenden Finanzaktionen sehen wir die Notwendigkeit von neuen Finanzunternehinungcn in Form einer öffentlichen Kreditaktion, deren Aufgabe cs sein soll, eine finanzielle Basis für eine breite Kolonisation auf Grund der Selbstarbcit zu schaffen. IV. Zur Frage des Arbeitsbundes (Brith-Awodah). Der Waad Poel craciitct es für äußerst notwendig, daß die Delegierten der Arbätsparteim zum XIII, Kongreß vorher zusammciüreten, um die Methoden der Tätigkeit des Arbeit*- Hügels auf dem Kongresse und seine Steifung zu den wichtigsten Fragen fcstzuiegcn, die mit dem Aufbau des arbeitenden Ercz.-lsraels verbunden sind, wie auch eüe Bedingungen vorziiberciien für eine gemeinsame Palästina-Arbeit im Galirth (Brith-Awodah). Der Waad Poel beauftragt das Hauptbüro, sielt an alle Arbcitspartci.cn mit diesem Vorschläge zu wenden und einen Vorschlag für die ,Tagesordnung dieser Konferenz auszuarbeiten. ן;!! ■ l , , j; V. Zu unserer parfamett ta rischen Tätigkeit Der WnacI Pool konstatiert freudig den Erfolg der politischeu Tätigkit unserer Partei in den Ländern Osteuropas (Polen, Galizien, Litauen und Lettland), wodurch die Partei nette, wertvolle Positionen erwarb uml eine parlamentarische Vertretung schuf, die die nationalen uml sozialen Interessen der arbeitenden jüdischen Demokratie verteidigt. Der!Wand Poel sicht darin den Anfang einer selbständigen Politik der ״Ilitachdut“ und betont die Notwendigkeit der Schaffung eines interparlamentarischen Verbandes der Deputierten der Partei zum Zwecke der Festsetzung uml Klärung der Wege unserer Politik. Der Waad Poel gibt seiner tiefen lieberzeugung Ausdruck, daß mit der Festigung und Erweiterung der politischen Positionen der Partei und der Stärkung ihres Einflusses auch unsere Palästina-Arbeit im Oalutl» *ich verstärken uml festigen wird. , ,;! , VI. Zur Frage der IntemationaTe. 1 Der Waad Poel akzeptiert'den Vorschlag des Hauptbüros, eine systematische Tätigkit zu beginnen, um einen s t ä n - digen Kontakt zwischen der ״Hitaclidut״-Be wegung und der internationalen Arbeiterbewegung zu schaffen (umfassende Information über das Wesen der ״Hitachd1rt'‘-Bcwegung, ständige Beziehungen zwischen den parlamentarischen Fr,1ktionen der ״Hitaclulut“ und zwischen den sozialistischen Fraktionen der europäischen Parianiete usw.). Der Waad Poel gibt vier Ucbcrzettgmig Ausdruck, daß die erneuerte und vereinigte Internationale, die aui dem Hamburger Sozialisten- Kongreß geschaffen werden soll, eine richtige lind gerechte Stellung entnehmen wird gegenüber unseren nationalen und sozialen Bestrebungen und der Befreiungsbewegung der pa• liistincnsischcn Arbeiterschaft und der jüdischen Volksmassen im Galuth. Der Waad Poel beauftragt das Hauptbüro, dem Hamburger Kongreß die Grüße der Partei zu übermitteln. Vom Misrjichl Wir eiiincltmcn dem vorzüglichen palästinensischen Zenfralorgait, des Misrachi ״Ha tot“ folgende interessante Nachrichten: Nach einem Spczialfclcgramin des amerikanischen Misrachi an die genannte Zeitung hat die Vereinigung orthodoxer Rabbiner in den Vereinigten Staaten einen besonderen Aufruf zugunsten des Misrachi erlassen. Als Vertreter dieser Uabbinervemntgting werden drei Rabbiner an. der Wcltkonfercnz des Misrachi und dem zioaistischeu Kongreß in Karlsbad tcilnchmcn. Der auch in Berlin bekannte Klauscitlmrgcr Oberrabbiner Dr. Mosche Schmird Glasncr ist in Jerusalem zu dauerndem Aufenthalt cingetroffc«. In der letzten Sitzung des Gcmelndevorst,indes von Jaffa wurde einstimmig beschlossen, den ehemaligen Kiewer Rabbiner Ahronsohn, der bekanntlich gegenwärtig in Berlin lebt, zu ersuchen, das Rabbinat in Jaffa zu übernehmen. Gleichzeitig wurde beschlossen, dm Raw Benzion Usiei nach Jaffa zurückztirufcn. Der bekannte Mrsrachist und Kassierer des Central Relief Comitce Harry Fischei Ist mit seiner Familie in Palästina ehigetroffcn und hatte mehrere Beratungen mit der Exekutive des Misrachi. Der Keren Kajemeth (Jüdischer NationaTfonds) hat auf •Grund von Verhandlungen mit dem Misrachi beschlossen, auf dem ihm gehörigen Grundstück in der Nähe der deutschen Kolonien in Jerusalem ein Stadtviertel für religiöse Juden zu errichten. Der Misrachi ist gegenwärtig mit den Vorbereitimgcn zur Errichtung dieses a»*fach»stischea Viertels beschäftigt j ,! I ' ״d |jgj $ V,י ■׳ Nr. 44 XIX. Delc*£ierieniag der 1 Zionistischen Vcrcißi^uad für Dcutidiland I in Dresden Vereinshaus, Zinzendorfer Straße 17, am 25., j 27, J u n i 1923. : Weitere Millcilungen (Tagesordnung auf der ersten Seite) Unterbringung.! Alle Gesinnungsgenossen, die die Absicht haben, am Del«, giertentag tcilzundmicn, werden dringend gebeten, bei dkm üüno des DclcgicTtcntagcs: Zionistische Ortsgruppe, Dresden, Seesrtr. 7, z. Hd. wn Herrn Ansdiel, Quarticrbestclhmgcn atifzttgcben. Es stehen Zimmer in Hotels I. Klasse zum Durch• sclmittsprcis von 10000 M. inkl. Steuer, Hotels II. Klasse zum Durchschnittspreis von 5000 M. inkl. Steuer und Privat• quartiere ztnn Durchschnittspreis von 3000 M. zur Verfügung. — Ferner sind in beschrankter Anzahl auch Frciquarticre zum Teil mit Verpflegung zu Haben. Bei allen Bestellungen ist die Aufenthaltsdauer aufzugeben und auch mitzuteilen, ob Zimmer mit 1 oder 2 Betten gewünscht werden. Nur für diejenigen Delegierten tagsbcsudier, die sich recht• zeitig Quartier bei dem oben genannten Büro bestellen, •kann Oarantle für eine wunschgemäß« Unterbringung übernommen werden.1 ׳! . ׳ , ׳ Verpflegung. ' j h Alle Delegiertentagsbcsuclier, die Wert auf streng rituelle Verpflegung legen, werden dringend gebeten, die* bei der Quaiücrbcstcllung »ufzugeben. L; . G.nslkarten Für die Tagung werden Gastkarten zum Preise von 5000 M. abgegeben. Vorbestellungen sind gegen Voraus• bezahlung und Einsendung eine» adressierten Freikuvert* an die Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin W 15, Sächsische Str. 8, zu richten. Jugendliche ohne Einkommen erhalten nur durch Vermittlung ihrer Ju ge ndorg an is a t i onefi Karten zum Preise von 500 M. Wahlrcsaltatc Insterburg; Dr. Posner, Insterburg, Delegierter; Dr. Schioßbcrg, z. Z. Insterburg, Ersatzdelegierter. Nürnberg: Dr, Mcinhold Nußbaura, Dr. Emil Thalmann, Dr. Rudolf Liebstädfer, Nürnberg, Delegierte; Oscar Roscnfcldcr, Siegmund Lion, Harri Bein, Nürnburg, Ersatzdelegiert^! NüToberg-Föfttt; MldracHl-Ontppet Leopold Birabäum, Fürih, Delegierter; Erna! Oberadoerfer, Fürth, Ersatzdelegierter. , .Zur Uebemahme eines Deiegi ertenma ndates haben *ich bereit erklärt: M. Gokicnblum, Dresden-A^ Uhlandstr, 30; Frau Berta Epstein, Duisburg, Parks te. 13, . Die Wahlen der Berliner Zionistischen Vereinigung zwra Delcgler.enJag der Z. V. f. J), Die Wahlen zum Delegierten tag der Z. V. f. D. finden In Berlin nach dem P ropo r tionaI w ah 1 sy s t c in mit gebundcjien Listen statt Jedes Mitglied der B. Z. V. hat mit Vollendung des 18. Lebensjahres aktives, mit Vollendung des 20. Lebensjahres das passive Wahlrecht. Mitglieder von Sondergruppen, die eigene Delegierte wählen, sind nicht wahlberechtigt De .Wahlvorschläge müssen von mindestens 60 wahlberechtigten Mitgliedern unterzeichnet sein, von denen einer als Be vollmächligter für weitere Verhandlungen zu bezeichnen ist Die Wahlvorschlägc müssen bis spätestens Mittwoch, den 6. Juni, mittags 12 Uhr, im Büro der B. L. V, cingereicht sein. Kein Wälder darf mehr &is einen Wahlvorschlag unterschreiben. Kein Bewerber darf auf mehr als einem .Wahlvorschlag an erster Stelle stehen. 1; Die Bewerber sind mit Ruf- und Familiennamen und in erkennbarer Reihenfolge aufziizählen. Die Wahlvorschlägc können beliebig viel Namen enthalten. Bei der Einreichung der Wahlvorschlägc ist von jedem Vorgcschlagcncn eine schriftliche Erklärung bciziilcgcn, aus der nervorgeht, daß er mit seiner Aufstellung als Kandidat auf der betreffenden Liste einverstanden ist. Mehrere Wahlvorschlägc können miteinander verbunden ,werden. Die Verbindung muß gleichfalls bis zum 6. Juni, mittags 12 Uhr, im Büro der B, Z. V. bekanntgeinacht sein. Die Wahlen selbst finden in der Zeit vom lft. bis 17. Juni statt. Alles Nähere wird sowohl durch unser ״Nachrichtenblau der B. Z. V.“ als auch durch die ״Jüdische Rundschau“ bekanntgegehen. 1 Die Wählerkartothck liegt im Büro der B. Z. V. ln der Zeit vom 7. bis 10. Juni während der Biirostumlen zur Einsicht äus. Personen, die nach dem 10. J <׳׳. i neu Eintritt erklären, werden in die Wählerliste nicht n; ' :■u.genommen und haben kein Wahlrecht. Mitglieder, die :m: .:1 ■hr’als einem Quartalsbcitrage im Rückstände sind, haben gemäß Statut der B. Z. V. kein Wahlrecht, können dies also nur nach vorheriger Bezahlung ihrer rückständigen Beiträge ausüben. Die vom Vorstand der B. Z. V. erlassene Wahlordnung wird geleitet ־und überwacht von einem Wahlausschuß, der sich zusammensetzt aus je einem Vertreter der Fraktionen, die sich an der Wahl durch Einreichung von Listen beteiligen. Der I lauptverstand der B. Z. V. Dr. Arthur Hantke. Breslau. Die Wahfen zu dem vom 21 Juni ab in Dresden stattfindenden Delegicrtcntag der Z.V.f.D. linden in Breslau am 14. Juni, abends 8(4 Uhr, im Schiedmayersaal, Karlstr. 44, statt. Wahlvorschläge, welche die Unter- Schriften von mindestens 15 Wahlberechtigten tragen und mit der Zustimmungserklärung der Bewerber versehen *rin müssen, sind bis zum 12. Juni bei dem Büro der Breslauer Zionistischen Vereinigung, üartenstr. 7, einzurcichen. Die Wahlkommisaloit Ein Hefncdenkmal in Norderney Zur Erinnerung an Heinrich Heines ersten Besuch in Norderney im Jahre 1823 soll, wie uns geschrieben eine Hcincdenkmal auf der Insel errichtet werden. Es wurde «o Komitee gegründet, das sich um finanzielle Beitrag« *n <he ,Ocfknllichkeit wendet , ׳ f t» i. ■ 7־ ־ ' ״ - אי ־ ■»* n «I I 12. J tml< b:m4< I der i!.Wi f.W1 I f «rgelj vcrbl ' MligM vortn craa1| < der 1 ׳ Straf voa an d dar!!da. t ver zuti Xil iür (Sc• und zuf Ha! bet den die ein 7 I Jed Ma vo! koi di« det vo| vef 1 _ I D« 1 ein bei ge» ף* % mi ü1 lei 1 ha bi! un ha W Fh all 4 in ei Kt Sk zt ht kl (fl m B 1, in zi ¥ n V i l c t