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Jüdische Rundschau · 1923-05-29 · Heft 43 (29.5.1923) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 43 (29.5.1923)
Date
1923-05-29
Page
– (sequence 5)
Language
German
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4-־ '*'Jvi I *03- ׳ ') 7C3 J 17 ■:03 10 ICH 17 003• 1 r.nen Tonnen 10.7 523 : 15 I 820 s )53 353 133 035 l:»:1 r»G7 t-w 703 •h!;r« Tonnen 00 10 CJ IST I £72! —— 1 m 1 a I 100 *fti innen Kr. 43 JUEDISCME RUNDSCHAU Seite 255 •L* des S;1«a oder Jalla? \Rr haben in der Pal-Beilage 1/1023 einen Auszug aus cL'icr Meinungsäußerung von Ing. Talkowsky, der sieh im- (nnndlieh dafür cinsctzt, daß d.e Wahl für den geplanten Hafenbau auf Jaffa falle, gebracht, in Nr. 17 von ״The Palcstine Weekly“ und in ״Doar I Björn“ wendet sich l>r. A. Cliiffrin gegen diese Ansicht in einem ausführlichen Export; dom wir einige interessante Darlegungen entnehmen. Dr. Ciffrin stellt zunächst fest, daß ein gut ansgebauter Hafen wertvoller für das Land ist, als zwei minder gute Landungsplätze. Er legt sodann die wirtschaftlichen Gründe dar, die zugunsten Haifas sprechen. Die Auiicnhandclsziffvrn (ohne das Hinterland zu berückeicht igen) waren im Vergleiche (in äg. Pfund). Haifa Jaffa 1919/20 1,897.438 1,577.516 1920/21 2,216.605 2,463.296 Derzeit besteht also kein großes Uebergewicht Jaffas. Es ist aber zu bedenken■, daß Jaffa, das der Hafen Jerusalcnts genannt wird, seinen Distrikt sdion seit 1692 versorgt, daü Jerusalem einen sehr großen Reiseverkehr hat und überdies das größte Konsumzentrum im Lande ist. Das Hinterland von Haifa ist erst seit 1904 mit diesem Hafen verbunden und verspricht eine sehr große Entwicklung, Auch in bezug auf die Industrie (Mühlengescllschaft, Oelfabrik, Satz welke) ist dies aiiztiiichmen. Jaffa versorgt heute das südliche Palästina, von Nabeln bis zur Südgrenze, Haifa den restlichen Teil von Cisjordanien, außerdem Transjordanien und einen Teil des Hauran. Wenn wir die Außcnltandeisziifern für Damaskus und Syrien über Haifa zu den für Palästina dazuredwen, so ist die Rclativzalil Haifa Jaffa 1919/20 100 ()0.5 1920/21 100 72,5 Für die Zukunft hält Ciffrin die Aussichten Haifas für zwcieinltalbmal so groß, als jene von Jaffa, wegen der künftigen Entwicklung seines Hinterlandes. Die geographische Lage Haifas ist bedeutend günstiger, als die von Jaffa und bei Ausbau der Eisenbahnlinien, könnte sein Hinterland noch bcdeutend ausgedehnt werden. Haifa könnte dann den ganzen Handel von Damaskus, Transjordanien und des südlichen Arabiens an sich ziehen. Die zu bauende Linie wäre: Aff ule— Safed—Damaskus, Ke Statistik zeigt, daß die Steigerung des Außenhandel- Verkehrs betrug Haifa Jaffa 1994-1920/21 1703 <־/» •f 210 «Aj Ke RelativzaWcn des Schiffsverkehrs waren; Haiffa Jaffa Haiffa Jaffa Schiffe Tonnnen IW 100 191 100 256 1019/20 100 121 100 145 Rechnet man Transjordanien wirtschaftlich zu Palästina, sa sind die ungefähren Vergleicliszahlcn des Hinterlandes für Haifa Jaffa au. Fläche . 100 40 ad Bevölkerung 100 66 Außerdem sprechen für Haifa technische Vor* teile, Jaffa ist mehr der Versandung ausgesetzt, Haifa hat ferner eine natürliche Bucht, die Kosten der Herstellung sind für Haifa geringer und/ diese selbst leichter. Das für den Hafen zu erwerbende Land ist in Haifa billiger, in der Nahe findet sich gutes Baumaterial, bei Jaffa nicht. Selbst Talkowsky gab zu, daß der Bau in Haifa billiger sei. Palästina kann für die ganzen umliegenden Territorien das Dirrchzugsland weiden, wofür Haifa der geeignetste, gelegenste Hafen ist und wo ein Freihafen angelegt werden könnnte. Jaffa ist durch das tiefe Jordantal, Beirut durch den Libanon von den Hinterländern zu stark getrennt, Haifa liegt am Eingang einer Passage durch die Hügelketten. Haifa hat aucli nach Ansicht anderer Fachmänncnr eine bedeutende Zukunft, es könnte das Antwerpen des nahen Ostens werden, * Das Jaffaer arabische Blatt ״Felestin" berichtet, es verluvte, daß die Regierung beschlossen habe, auf Grund des Gutachtens des nach Palästina entsandten englischen In* gcnicur« Palmer den palästinensischen Hafen in Haifa auszubauen. Eine Paläsliaa-flamlcls* und I111Ia:;lrIc4.*G. In Prag Eine Gruppe Prager jüdischer Großindustrieller hat sich als vorbereitendes Komitee für die Gründung einer Aktiengesell!,chaft kuiudituiert, die neue industrielle und kommerzielle lie/ieliimgeii zwischen der Tschechoslowakei und Palästina ,ml>,ihnen und die bereit!; vorhandenen ausbaueii will, limbesondere ist die Errichtung einer Spiritusfabrik in Gliedern geplant, wobei der Spiritus aus den Ditrriin* fruchten erzeugt werden soll. Die in Böhmen erfolgte probeweise Verarbeitung eines importierten Waggons Dürr ha hat die allerbesten Resultate ergeben. Lies weiteren ist i/'cbeninhme einer bereits bestehenden Kork* und Iso- Her materia!fabrik in Jaffa beabsichtigt. Schließlich will die Gesellschaft den Wareiihandd zwischen Palästina um! der Tschechoslowakei pflegen und hat bereite die Vert re tun!; einer ganzen Reihe von Industrie-firmen für Palästina übernommen. ■ Das auf 100067 Pfund prälimlnierte Aktienkapital Wird in Aktien zu 10 Pfd. Nominale geteilt, die zum Kurse von 11 PId. zur Zeichnung gelangen. Palcsüiic Electric Corporation Ltd. Die Gesellschaft, der die von der Regierung Ing. Rutenborg erteilte Konzession für die Ausnützung der Wasserkräfte <Icg Jordan übertragen wird, wurde nunmehr von der' palästinensischen Regierung unter dem Namen ״Palessthic Electric G01־|x>ration Ltd.“ registriert Als Gründer der Gesell- Schaft werden angegeben: Pinclias Ruthenberg, J. L. M a gne■:, Harrys Sacher, Alexander B er k enlve i in , Sch. van Vricsland, J. Babarow und George Dradlow. Das Griindungskapital der Gesellschaft betragt 1 Million englische Pfund, verteilt auf 1 Million Aktien zu je 1 Pfund. Das Ruthcnbcrgsdie Elektrizitätswerk hat nunmehr die eisernen Masten für die Leitungen in den Hauptstraßen von Td-Awiw und Jaffa errichtet Die erste der bc'4cn Transformatorenstationen wurde an der Ecke der König-Oeorg- Straße gegenüber Morurns erbaut während die andere im Ajami-Viertcl errichtet werden soll ZoIUarilanäcrung Für folgende Artikel wurden von der palästinensischen Regierung die Importzölle neu festgesetzt: Tee per kg 3 Piaster, Zucker per kg 1 Piaster, Petroleum, Benzin und andere Flüssigkeiten, die für mechanisch betriebene Beförderung»• miitefgcbraucht werden, per Gallone 4 Piaster, Spirituosen und Liköre 50 »,'0 des Wertes, Champagner und Schaumweine 20 ״/o, andere Weine und Biere 20 0/0, Parfümerien und Parfüincriecsscnzcn 25®,»* Sdiolooladcn und Zuckerwaren 20•/# des Wertes. Eia WlrlscliallslnsIllBl IQr Palästina Baugeseltschaft Boneh Baith. Diese Gesellschaft wurde 1920 von einer Gruppe von tdirem und Beamten gegründet, die ein Stück Land in der Nähe von Jerusalem erwerben wollten, um eine Vorstadt zu gründen, in der Art von Talpioth. Im März 1921 wurden 2781/2 Dun,am (zirka 440 000 Pie) im Westen von Jerusalem an der Straße nach Ein Kerem erworben. Der Plan des Viertels wurde von Architekt Kaufmann entworfen. Gegenwärtig sind 56 Häuser fcrtiggcstcilf, von denen 39 von der jüdischen Arbeiterkooperative gebaut wurden. Die Gesamtfläche wurde in 150 Lose zu 2 Dimam geteilt, von denen ־/נ Dunatn für öffentliche Zwecke reserviert werden muß. Die Fläche, die dem Einzelnen zugeteilt wird, ist also beträchtlich größer, als in Talpioth (1 Dunam =- 1.5S0 Pie). Dies hat seinen Grund darin, daß das Land sehr billig erworben wurde, zu 24 Pfund per Dunam. L's wird, mit Zuschlag der Nebenkosten, zu 28 Pfund per Dunam a!1 die Mitglieder verkauft. Die Gesellschaft erhielt ein Darlehen von 25 000 Pfund von der Pal, Building Loan and Saving Association und 4000 Pfund von anderer Seite (diese für die schon erbauten Häuser). Insgesamt betragen die Aufwendungen für Gnmdcrwerb, Hausbau, öffentliche Anlagen bisher 50000 bis 55 000 Pfund. Jedes Haus hat Trinkwasscr aus der Jerusalemer Leitung. Im Vergleich zu Talpioth sind die Häuschen bescheidener und die Gartenflächen größer. Die Häuser (meist aus dem am Orte greiibaren Naturstein errichtet) kosteten 500 bis 1300 Piund. Gegenwärtig sind zirka 200 Arbeiter, die in Holzbaracken wohnen, beschäftigt. Zur Fertigstellung des ganzen Viertels werden noch 100 bis 120 Arbeiter eingestellt werden. Die löhne eines durchschnittlichen Arbeiters sind 25 bis 33, jene eines gelernten bis zu 100 Piaster per Tqg. Das Komitee ist bestrebt, angrenzende Terrains zur Vergräßeruag der Ansicdlung ru erwerben. (The Palestine Economic Society, Jaffa.)’ In der vorletzten Nummer haben wir einen Aufsatz von A. J. Sussnitzky über dieses Institut gebracht. Die Autgaben, die die Gesellschaft sich gestellt hat und an deren Lösung sie, wie die bisherigen Publikationen zeigen, eifrig arbeitet, können nur dann befriedigend durchgeführt werden, wenn sie materiell die nötige Basis erhalten wird. Kd Gesellschaft zählt derzeit bereits 150 Mitglieder, Es wäre dringend zu wünschen, daß auch zahlreiche Zionisten der Diaspora ihr beitreten würden. (Der Mitglicdsbcitrag ist auf 1 ägypt. Pfund per Jahr herabgesetzt worden. Adresse: The P.E'.S., Jaffa, Tei-Awiw, P.O. B.92) Es ist klar, daß die statistische Erfassung der Verhältnisse des Landes und speziell des Jischub, fortlaufend ergänzt und auf den neuesten Stand gebracht werden müssen und daß sie, sowie die wissenschaftliche Erforschung der Wirtschattsfragen, wie sie die P. E. S. betreibt, von grundlegender Wichtigkeit für die Aufbauarbeit sind. Die offizielle' Statistik kann das nicht leisten, was diesbezüglich nötig ist, und sie ist selbst in dem, was sie bisher zutage gefördert hat, nicht verläßlich. Es ist daher freudig zu begrüßen, daß sich diese Ge• Seilschaft gebildet und schon ernste Arbeit geleistet hat. Dies gellt besonders aus dem Hefj 2 ihres Bulletins hervor, das im Oktober 1922 hcratiskam, in der eine von der Gesellschaft selbst vcraiwtallcie Erhebung über jüdische Gewerbe und freie Berufe in Palästina, die im Juni 1921 mit Unterstützung der I. C, A. vorgcaommen wurde, in sorgfältigster Bearbeitung veröffentlicht wird. Sind auch diese Ziffern selbst veraltet, so sind sie doch in ihrem Wesen sehr charakteristisch, da sich die innere Struktur des Jischub wenig geändert hat. Die Er• hcbuiig erstreckt sich aut alle wissenswerten Daten, und zwar bis ins kleinste Detail. Bei Gewerbe ist z. B. die Zahl der Angestellten, das Betriebskapital, die Geschäftsform, die maschinelle Ausrüstung, die Arbeiterverhältnisse usw. in übersichtlichen Tabellen angegeben. Daß die Erhebung eine fast vollständige war, beweist der Umstand, daß von ihr über 90 der in Betracht kommenden Zensiten erfaßt wurden. Wir brachten in voriger Nummer zwei kleine Au$- züge aus den Tabellen. Außerdem enthält das Heft einen Aufsatz von Ruppin (den wir in Nr. 5/22 gleichlautend gebracht haben), ferner schreibt M. Tolkowsky für den Bau des Hafens in Jaffa, J. Seidener berichtet über die Silikatfabrik, deren Leiter er ist, E. Grimberg über Baumaterialien. (Die Hefte sind stets zweisprachig, englisch-hebräisch.) Die Leitung der P. E. S. bestellt aus einer Anzahl der führenden Männer der palästinensischen Wirtschaft, unter ihnen sind Hoofien, Seidener, Novomeisky, Wilkansky, Zagorodsky u. a. m. Wir hoffen, daß diese Zeilen dazu beitragen werden, der P. E. S. Mitglieder und Freunde in der Diaspora zu werben. und Unternehmungen gründen, über deren Notwendigkeit, Aussichten iimi Kir!hfuhrbarkeit sie *ich nicht genügend informiert halten. Man wird cimvcnden, die Leute seien steh selber schuld. Zugegeben! Aber ist es nicht jammerschade, daß gutes jüdisches öekl ohne jemandem zu nützen in Palästina 'zum Ten fei gebt, in einer Zeit noch dazu, wo ohnehin sonst auch jüdisches Vermögen genug verlor«! gegangen ist? Ich bin der An-icht, daß von seiten unserer Organisation alles geschehen nml!, um dem vorr.nheugcn. ich halte die Angle» i'.11«־M1 tu- Cömgnuv Ltd. oder Pale.,iure Express Company Ltd, für die Or, a1׳c unserer Bewegung, welche auf streng kaufmamiLiehe Weise die Gründung v״n Unternehmungen ein;.fehlen oder abraten sollen. Ich «teile mir vor, daß überall zionistische Aeintcr, Organe und Zeitungen auf einen derartigen Dienst genannter Unterneh• mungen aufmerksam machen und vor jeder Untcriiehmiuig warnen sollen, die nicht unter Berücksichtigung der erfolgteil Ratschlage erfolgen. Es wird sich aber empfehlen, eine spezielle kaufmännische Stelle zu schalteri, die im engen Kontakt mit dem täglichen Leben in Palästina dieser Aufgäbe gerecht wird. Es genügt nicht, wie Herr Estermann rät, auf Investierung in Hypotheken biiir,!weisen. Auch das ist nötig, ebenso wie der Ankauf von Aktien. Es muß auch dafür gesorgt sein, daß jede Initiative, ob klein oder groß, dem wesen des!'alles etiLsprcrtiend behandelt wird. Nicht jeder, der auch nur 309.—.— äg. Pfd. zur Verfügung hat, ist bereit, das Geld auf einfache Hypothek anzulcgcn. Der Wunsch nach Initiative ist berechtigt, und der Wunsch auf Erfolge aus der Arbeit, auch mit " kleinen Mitteln, ebenso. Es wäre auch schade, wenn die »Möglichkeit vorhanden ist, vor jeder Initiative ab/uschrccken. Solche Leute müssen eben den Verhältnissen entsprechend, unter Berücksichtigung der Fälligkeiten, der Möglichkeiten usw. genau informiert werden, wie und was sic a1׳f,ingen sollen. Da* würde auch den in Palästina bereits bodenständigen Unternehmungen, die retv tnbcl sind, nützlich sein, denn oft wird man imstande sein, Leuten in Palästina, die unter Kapitalmangel leiden oder die ein Geschäft vergrößern können und wollen, solches Kapital zu verschaffen und damit gleichzeitig solchen kpaitalskräftigen Elementen die Möglichkeit verschaffen, sich in Palästina in einem bereits bestehenden Unternehmen zu bctätigen. Mir sind Fälle von’ Ausdehnungsfähigkeit rentabler Betriebe bekannt. Die Gesellschaft, die das besorgen wird, muß unbedingt allgemeines Vertrauen genießen und kann Unternehmungen, die mit ihrer Hilfe lanciert, finanziert oder inauguriert wurden, in der Gebarung kontrollieren, und wird daran und an der Vermittlung der ganzen Sache verdienen. Im Anschlüsse daran komme ich nun 2, aui das bereits in meinen Ausführungen in Karlsbad vorgcschbgeue Geschäft, das in Hcrzls ״Judenst.iat‘‘ der ״Chartcrcd Company“ zugedacht ist: Auf die Liquidation jiiüisclicn Eigentums und dessen Installierung in Pakistina. ich will hier nur wiederholen, was ich verschiedenen Gesinnungs* genossen über meine Idee der kaufmännischen Form dieser Sache bereits initgctcilt habe: Ich stelle mir vor, daß die Gesellschaft die Liquidation jüdischen Eigentums, jüdischer Geschäfte und jüdischer Forderungen ira Oaluth (insofern es sich 11111 bereits verlassenes Gut handelt, oder um Gut, das die Eigentümer ohnehin verlassen wollen, oder um Personen, welche vorteilhaft in Palästina angesicdclt werden können) als Sozius der bisherigen Eigentümer übernimmt. Dies jedoch nur, wo die Freizügigkeit des Eigentums international garantiert ist. Alle Engagement3 werden in einer stabilen (üokl-)Valuta abges schlossen. Bei Uebernahme der Liquidation zahlt die Gesell- Schaft für die effektiv vorhandenen Werte und für zweifellos■ sichere, rasch liquiJicrbarc Forderungen ihren Gesellschaftsanteil in zinstragenden Obligationen oder iii Geschäfts•׳ atilcilen eines bereits für die betreffende Partei, gemäß ge•׳ troffenen Vereinbarungen, geschaffenen Unternehmens aus. Der Wert der zu liquidierenden Aktiva wird im gegenseitigen Einvernehmen festgesetzt. Die Spesen aller Vor-1 arbeiten, Schätzungen usw. trägt die interessierte Partei allein; Die interessierte Partei bekommt den Anteil der Gesellschaft abzüglich einer Reserve, welche durch die Kosten des weiteren Betriebes gemäß dem der Partei verbleibenden Anfeil ge1 rechtfertigt ist. Die Liquidation erfolgt dann, wie der rafl cs erheischt, rationell, und werden die erlösten Summen gemäß dem festgesetzten Schlüssel verteilt, so daß dann die Partei autoin ltisch an allen erzielten Gewinnen, die aus vorteilhafter Schätzung der Aktiva, aus Bctricbxgcwinnenj Ablösungssummen usw, bestehen, beteiligt ist. Was die Schaffung neuer Unternehmungen in Palästina betrifft, so habe ich dieses Thema oben teilweise bereits besprochen, fehl füge dem noch hinzu, daß jeder Vorschlag in dieser Bet ziclmng genau zu prüfen ist. um! wenn eine Sache gut befunden ist, so wird an die Durchführung geschritten, so• bald die geeigneten Personell gefunden sind, die als vertraucnswürdigc und unbedingt vciLßlidhc Fachleute bekannt sind und womöglich auch selbst Betriebskapital haben oder dessen Beschaffung inspizieren. * 3. Ich bin auch der Meinung, daß der Verkauf von Aktien, bereits als empfehlenswert bekannter Unternehmungen; besondere Aufmerksamkeit verdient, ebenso wie die Inangriffnähme systematischer Geltendmachung von Forderungen gegenüber juristischen Personen und Regierungen auf Kosten und im Interesse von Privatpersonen oder von Gruppen.' ,epa Cg. Julius Neumann, Triest, schreibt uns: In Ihrer Pcßach-Nummcr haben Sie einen Aufsatz des Herrn Estermann aus Jaffa gebracht, worin derselbe eine gerechtfertigte Opposition gegen imkauhnämiische Gründung von Handelsunternchmtingen in Palästina macht. Ich nehme diesen Artikel zum Anlaß, einige kaufrafinnische Fragen zionistischer Natur mit Gegenwärtigem air/ttschneidctt. 1. Durch Reisende von und nach Paliisftet habe ich hier Einzelheiten darüber gehört, daß sehr viele Leute, die mit Kapital nach Palästina kommen, daselbst ״aus Geld Flotte machen'•', wie sich ein ehrenhafter pallisuiicnsisdicr Kaufmann atisdrücklc. Dies, weil die Leute Waren nach Palästina nehmen, ohne über den Markt informiert zu sein, Anm. d. Red. ad T. Die Prfiter?00 Projekt*«, dl« Auearbeitunj?ca Vorschläge», die \t/erbun|׳ voa Kapital für 9chon bestehende Unterethmnage» tif£e!1 in den Hfltidan der O«p®rtm00t 0 f Commerce and I n d *8 t r y, of the Zionist Executive, f e r« 6 a I e m , P. O. B. 92, Leiter Herr M. J. TiOtby. Diese Stelle hat sieh hierin sehr bewährt, cs wäre nicht'opportun, die Bank oder P. E. C. damit zu befassen, die übrigens diese Aufgaben nicht übernehmen würden. Allerdings ist in der Odfentiiehkeit noch nicht genügend bekannt, was jenes Department leistet, weshalb wir wieder? holt Interessenten darauf verweisen. ad 2. Die Schaffung der Liquida(ionsge*elIsclteft ist schon wiederholt vorgcseltlngcn und geprüft worden. Bei den gegenwärtigen Verhältnissen halten wir sie nicht für möglich, sclto» deshalb nicht, weil eine freie Kapitalabwanderung in keinem Lande Mittel- und Osteuropas gestattet ist. Im übrigen wäre die Aufbringung des Kapitals für diese Gesellschaft und die Aufstellung des nötigen ungeheuren, kostspieligen Apparate? gegenwärtig ganz unmöglich. Eine englisch * Jüdische Kolonie In tfnar Reuferdapesche aus Jerusalem wird mRgeteilt, daß der High Commissioncr, Sir Herbert Samuel, am 8. Mai in. Anwesenheit einer großen Anzahl offizieller Person• liehkeiten die Grundsteinlegung der neuen Siedlung der Mneeabean Society in Gezer bei Ramlcii auf der Seharonebeae durch Ausführung de* ersten Spatenstiches feierlich vorgenommen bat. Es wird dies die erste englisch-jüdische Kolonie in Pa• lästina sein, 1 te

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