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Jüdische Rundschau · 1923-05-25 · Heft 41-42 (25.5.1923) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 41-42 (25.5.1923)
Date
1923-05-25
Page
– (sequence 5)
Language
German
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IUEDISC11E RUNDSCHAU Seite 247 fsff. 41/42 •' •1f et.-■; T . _,א י *'» n ä :י . f':! >. '.,1 5 1,!:״ ־נ d;,. b.an der U ׳' über, •< i fnrseu A 'c; rj ״Knrat.t י •t nicv.t 11 ca i;! '5 •'״. bei 11:ו iiilc!■- i11.־y auf, 11..en uni :11. Dazu «1,'cni״cn,;<!• Aller :IMCrc (1 Kanada )1 :sc Be: /eratändl. .׳־!I z\\\l!1 t einer übe, die u prüfe:, gen fest• cird vor•! k u t i v c 1 k u t i v c זו y muß Ireelitigl« Jewish i v e g e י hindurch löf!findet, Prüfung einer rj an Jl'itt aus• also der lung de?!11,01; ratie Körper• Orpanc l. diese verloren trfassung ,fiariikd 5! 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Mit dem Problem der Jewish Agency setzt sieh auch ״ II a t i k w a h das in französischer Sprache crschcip'eiitlc Organ der belgischen Zionisten aineinander. Der Artikel;,;!•iflit sich für die Bildung der gemischten Agency aus. Die Befürchtungen der ״alten Garde“, wie ,׳cr Verfasser etwas spöttisch die alten Führer der Zio jüdischen Organisation nennt, daß nämlich an Stelle der allen Aufgaben gewachsenen Zionistischen Organisation eine ihren Möglichkeiten und Kompetenzen durchaus unklare Institution treten solle, sei nicht begründet. Das wird dadurch zu bc* vtisen versucht, daß au Hand der einschlägigen Artikel des Mandates nachgewiesen wird, daß für den Eintritt in die jewish Agency nur solche Körperschaften und Personen ia Betracht kommen, die bereit seien, an dem Aufbau ^cr nationalen jüdischen Heimstätte m i t zu• wirken. Der Verfasser fordert strengste Beachtung dieser Bestimmung. Freilich seien die Befürchtungen zu verstehen, wenn man sehe, daß die Anglo Jewish Association und der Board of Deputics zur Beratung über die Bildung der Jewish Agency Personen delegiert hätten, die als Antizionisten be- (״;mit sind. — Was die Kompetenzen der zukünftigen jewish Agency anlangt, so hält es der Verfasser für sicher, daß diese sehr umfangreich werden und den ihr gesteckten Rahmen bald überschreiten würden. Insbesondere hält er eine Trennung von wirtschaftlicher und politischer Tätigkeit bei den Fragen des Aufbaus für unmöglich. Aufgabe der Agency dürfe es nicht nur sein, atrs allen Teilen des jüdischen Volkes Geld für den Aufbau zusammenzubringen und dasselbe nach Palästina zu führen, sondern zugleich eine energische Pro- Iitik gerade auch gegenüber England zu führen. Der Sitz der Jewish Agency soll nicht in Palästina sein, wo vielmehr nur eine Vertretung der Agency sitzen soll. Die Agency müsse die Vertreterin aller auf Palästina gerichteten Interessen des Gsluth sein und deshalb im Galuth ihren Sitz haben. Somit ergäbe sich London als das geeignetste Domizil für die Jewish Agency. * Der liberal« ״Jewish Guardian״ bespricht in seinem Jefzten Leitartikel die Frage, warum die Keren iiajcssod■ Kampagne in England bisher so wenig erfolgreich war. Die Agitatoren führen dies auf einen Mangel an jüdischem Gefühl bei den englischen Assiinilanten zurück. Dieses Arpument sei falsch. Vie'nvdir gibt das Blatt der zionistischen Politik die Schuld, die noch immer nicht die Devise ״Palästina so jüdisch wie England englisch“ atifgegeben hat. Das Blatt erklärt, in Palästina sei in Ucbereinstimmung mit der britischen Politik Platz genug für die Politik einer jüdischen Religion, aber nicht einer jüdischen Nation. Wenn der Appell für Palästina in diesem Sinne eingeschränkt wird, würde er seine Wirkung nicht verleiden. —* Das Blatt irrt; wohl ist cs möglich, daß jüdische Philantropen aus dem Gefühl der rcli-;;lösen Zusammengehörigkeit für Palästina Geld geben und der Keren Hajessod rechnet allerdings auch mit diesen Zu- Wendungen und muß einen Teil seiner Propaganda darauf einsteilen. Das Werk selbst geht aber aus ganz anderen Triebkrähen vor sich, und wenn diese geistigen und sittlichen Kräfte geschwächt werden, wird alles Geld der Philantropen nichts nützen. Das hat natürlich nichts mit der Churchill- Deklaration zu tun., die das Blatt stets zitiert und auf deren Coden auch wir uns gestellt haben. Wenn das dort skizzierte politische Ziel unter ״religiöser Politik“ ,gemeint ist, dann werden wir uns kickt einigen können. In der ״Vossisehen Zeitung״ vom Dienstag, den 22. Mai, abends veröffentlicht der Sonderberichterstatter, Dr. Arthur Rundt, der soeben eine Palästinareisc beendet hat, eine bemerkenswerte Skizze seiner Eindrücke. Der Verfasser stellt rait Bedauern am Anfang seiner Ausführungen fest, daß zähfrcidic Reisende im Lande nicht Gelegenheit haben, von der jüdischen Aufbauarbeit eine Vorstellung zu erhalten, da die üblichen Führungen durch das Land nicht eine einzige jüdische Siedlung besuchen. Er selbst hatte dagegen Gelegenheit, alle Teile des Landes und Schichten der Bcvülkerung kennenzukrnen, In der Schilderung Dr. Hundts spiegelt sich der ungeheure Eindruck wieder, den jüdisches Leben, jüdische Arbeit un!i vor allem der Typus des neuen Juden, der Ciiafuz, auf den Verfasser gemacht haben. Er leitet seinen Bericht, der nur einzelne Episoden kurz darsiclit, folgendermaßen ein: ״Hier ist auch jetzt wieder ein großes Ethos am Werk. Der Wille, das Land zu einem Staat aufzubauen, schafft unvorstellbare Energien, nur hier wirksame Arbeitswerte, virdoppelt Menschenkräfte. Hier ist Aufbau nicht Wiederaufbau von kürzlich Zerstörtem, sondern Aufbau schlechthin, Aufbau 8us dem Nichts. Hier tobt, ohne daß die׳ europäische Welt viel darum weiß, bohrender Wille zur Tat“ — Der Artikel Eckte verbreitet werden; diew Beridrt eines außenstehenden Beobachters ist die beste Propaganda. In ״Haarez“ glossiert Dr, Olüekson die in letzter Zeit in Mode gekommene Bezeichnung ״B e r 1 i n J c r u - s»lcm“, als Erscheinungsort hebräischer Bücher. Vorschiedene Vcriagf.msialten, die in Berlin sitzen und in Deutschhnd arbeiten, borgen sich ganz unbefugierweise die Bc- Zeichnung ״Jerusalem, made in Jerusalem“. Dies ist ein Rückfall in die Periode romantischer Symbolik, die mit dem Zionismus unvereinbar ist, denn der Zionismus kann sich ZRht damit begnügen, daß man im Golus bleibt und Jerusalem gewissermaßen. *vinboUsch im Schilde führt. Cilück'on greift *!.'bei besonders ״Bial i k an, der noch auf dem XII. Kongreß eine Brandrede gegen die Intellektuellen gehaltert hat, «nen der Zionismus eine leere Phrase ist, und der jetzt, teUdcm er selbst in der praktischen Arbeit steht, in allen ־־men Vcrlagsunternchmungen, ,,Moriah“, ״Dwir“, ״Jiw;;c!1‘\ Ge Bezeichnung ״Jerusalem-Berlin“ eingeführt hat, während Jerusalem von der Tätigkeit der Unternehmungen •vicht das geringste zu sehen ist. Olüekson bemerkt sar• *«tisch; ״Vielleicht wäre cs mit Rücksicht auf die Arbeit:.- ‘Knie, die technischen Bedingungen usw. zu empfehlen, daß pir auch die Kolonisationsarbcit irgendwo ins Air,!and ver- 1'gen oder unsere Bücher in ausländischen Sprachen drucken — Erez-Israei müsse sprechen: ,Liebe Leute, ich bitte euch, *:einen Namen nicht zu mißbrauchen. Macht nicht aus mir *i״c Reklame für eure Firmen und ein Symbol, uni die forderuugca eures zionistischen Herzens zum Schweigen za :1110 ״־־ ־ ״־ ־־ — -*r!/Kr ci יו 0 n » *""*׳י• 0 U»-׳־-.it V#’■■.•*■‘» J.« V, Montag, den 28, Mai 1923, abends 71/jTJlir im großen Saal des Lehrervereinshauses, Alcxandcrplatz! t * ( /ז׳ , I *ןס ד״י to-J• Wri»11niail lta*s) 0י?ו■ *1 m «I ff f| 0 et *% n **׳ fvי%׳ יי־״״־■! ■*<..’! ^י־י־י*/! ,־־׳׳ <״׳־*־'*י י׳ att *»!»4״»׳^«׳ •*:«.»*«א ו tmtM 4®, tj (te«a ׳t» Redner: Kaplansky, Rubaschoff, Locker und f,i ו;•! *es* dies״ I n T״ filh ■Jjitim *•«M ■> S«✓ *4 W '•*mJ Karton-Vorverkauf: Jüdische Arbciterbuchhandlung, Berlin 24 א, Artillcriestraße 8 m. li!;!. ״ö .n,k, i.l,, 1,lä..1!il ,.hi.iik 111,,i11.1 ui 1 ..1.. ill!ll!ll!lll!!l!!iliii!l!!lllllillii;1u::1;il :!iiliii!:1ll 11 lilii.liUl öägea.' iß EoniSiilsclicr Brlcl Von unserem Korrespondenten. C. J. Bukarest, den 13. Mal 1923. Die deutsche Industrie hat einen neuen Exportartikel für Rumänien gefunden: das Hakenkreuz, Man sieht cs in den Hauptstraßen Bukarests und besonders in der Gegend der Universität in allen modernen Ausführungen, meist mit einem Bündchen in den rumänischen Nationalfarben geschmückt. Auch die jungen Damen (Studentinnen?) zieren sich oft mit diesem Zeichen zentraleuropäischer Kultur, das alle Gegensätze zu überbriieken scheint, so daß sich in Cluj (Klauscnbtirg) rumänische, deutsche und ungarische Antisemiten brüderlich Zusammenschlüßen im Kampfe gegen den gemeinsamen ״nationalen“ Feind, den Juden. Man hat sich aber im übrigen an den Anblick des arischen Zeichens ebenso gewöhnt, wie an den der festungs• ähnlich bewachten Universität. Seit Wochen werden sämtliche Eingänge des Hoehsehulgcbaudes von Militär, manch• mal mit aufgeptianztem Seitengewehr, bewacht. Auf jedem Treppenabsatz steht ein Posten; der Zutritt zu den Vor• kstinjjen ist nur Studenten mit Legitimation gestattet, und da auch diese Maßnahme nicht die Unruhen in den Gingen verhinderte (die Antisemiten machten durch Singen das Abhallen der Vorlesungen unmöglich), wurJe das Koutrollsystcm verschärft. Die Studenten müssen die Ausweiskarten beim Betreten des Gebäudes abgeben und bekommen sic erst im Hörsaal von dem betreffenden Dozenten zurück, Und trotz alledem und trotz der lähmenden Hitze dauern die Unruhen allerdings decrescendo an, Vor einer Woche erst wurden ira Hofe der medizinischen Fakultät 30 jüdische Studenten von 200 Hakenkreuzlern überfallen und grausam geschlagen. Einigen Juden wurden von den Angreifern die Studentenkarten mit Gewalt abgenommen. Fünf Angreifer wurden verhaftet, vier jcs loch wieder freigefasven. Die Vor- Haftung des fünften wurde vom Gericht bestätigt. Heute wiederum melden die Zeitungen, daß jüdische Studenten der Handelshochschule und des Chemischen Instituts un• menschlich verprügelt wurden, Und das dauert nun schon Monate an. Was Wunder, wenn da den jüdischen Studenten die Geduld ausgeht und sie nicht mehr die Vorlesungen besuchen. Gibt es doch nur wenige unter ihnen, die den antisemitischen Knüttel noch nicht am eigenen Leibe gespürt haben 1 So besteht bei den Opfern dieser Roheiten in wachsen• dem Maße der Wunsch, die heimischen Hochschulen zu ver• fassen und fremde Hochschulen aufzusuchen. Die italienische Regierung hat ja sogar dieverjagten Studenten eingeladen, nach Italien zu kommen. Das paßt jedoch der rumänischen Regierung nicht und de gab kurzerhand den vertraulichen Befehl aus, den Studenten keine Pässe auszustellen. Trotz• dem haben über 300 jüdische Studenten aus Beßarabicn das Land verlassen und die Universitäten Charkow und Kiew bezogen. Sicherlich wird diese Bewegung anfi&lien, falls nicht endlich Ruhe geschaffen wird, Der Erfolg dieser Ereignissc wird für Rumänien höchst unerfreulich sein. Statt die junge Generation der Intellektuellen aus dcniwuerworbcnen Provinzen (Siebenbürgen, Bukowina, Beßarabicn) an den rumanischen Hochschulen mit Liebe zum neuen Vatcrlandc und zur neuen Landessprache zu erfüllen, holen sich diese Men• sehen ihre geistige Nahrung im zum Teil feindlich gesinnten Auslände. So bitter diese Vorgänge auch für uns Juden sind, so haben sie doch das Gute, daß sie das jüdische Gewissen wecken, das Zusammengehörigkeitsgefühl •tärkan, Hit ז im eiten Rumänien, wo sich die Juden tack innerlich »it sfea Zuständen abgefunden heben, ist keine groCs Äesdenicg rt spüren. Einstellung und politisch® Steffungnnshme sind jetzt nach Eroberung der bürgerlichen Rechte nicht viel anders »1s vorher. Aber die ehemals ungarischen Juden, die «Ich als Ungarn so frei entwickeln konnten, sind für die Vorgänge empfindlicher. Aus Siebenbürgen kommt die Nachricht, daß sich sämtliche jüdischen Gruppen zusammengcschloscen haben zu einer politischen Organisation, Ea bleibt abruwartert, welche Richtung sie Einschlägen wird. Die Stellung der liberalen Regierung {Rmt’ano) isst immer noch •nicht klar. Obwohl das Regierungsorgan in letzter Zeit gegen die Studentenagitationen Stellung nimmt, bleiben die Drahtzieher der Bewegung unbehelligt. Der alte Professor Cuza in Jassy hetzt ungestört weiter und erst kürzlich haben zwei Univcrsiiätsprofcssoren, Angehörige der Regierungspartet, die. Studenten irt einer öffentlichen Versammlung mm Au'harrcrt ir, ihrem Kampfe gegen die Juden ermuntert. Mart weiß nicht rocht, ob die Regierung nicht elnschrciten will, oder ob sie nicht wagt, gegen dio zukünftigen Politiker dis Landes, den heurigen Studenten, vorzugehen. Daß «e Manifestationen, die ihr nicht genehm sind, hintanzuhalten versteht, hat sie bewiesen, als sie die Demonstrationen der vereinigten Oppositionsparteien mit Heeres in acht zerstreute. Jedenfalls hat sich die liberale Partei die Sympathien der Juden, die sie vor den letzten Wahlen miit all«» Mitteln n» gewinnen, suchte, für ein« Zeitlang verscherzt. Trotzdem ist cs für uns schwer, gegen die Regierung; Stellung zu nehmen, da die Gefahr, #«3 R״:gt» « Trsufc Sd keinen, nl-clit £crk:,s ist, i 1 ׳f ft y •f׳fv־׳r^i ) '<,>»* , ln dieser judenfeindüchen Atmosphäre ist bei der Men* talität der hiesigen Judenheit die zionistische Arbeit sehr erschwert, Die zionistische Tageszeitung ist seit meh• reren Monaten nicht mehr erschienen, aus Mangel an Mit• arbeiten! und Lesern — nicht infolg« Zensurverbot*. Da• gegen ist die ״Jüdische Rundschau“ von der Zensur für Rumänien verboten worden. Man!»fft jedoch, Aufhebung dieses Verbotes zu erreichen. — Im übrigen liegt die zionistische Arbeit *eit Monaten dar• nieder. Nur für Keren Hajessod und Achusa wird gearbeitet Vielleicht wird die Vorarbeit für den Kongreß auch in die Organisation Leben bringen. , Elite Denkschrift des ״Verbandes der rumänischen Jaden“ an den König Am 14. Mal hal Dr. Filde rman, der Präsident des ״Verbandes der rumänischen Juden“ (vor der Gewährung der bürgerlichen Gleichberechtigung ״Verband der boden■ ständigen Juden“) dem König von Rumänien das folgende Memorandum übergeben. Wir veröffentlichen es als ein bemerkenswertes Dokument für die Tatsachen, daß der ״Kampf gegen den Antisemitismus“ in allen Ländern sich derselben Methoden bedient, die unwirksam bleilten, solange dieser Kampf nicht von dem Boden der nationalen Gleichberechtigung des jüdischen Volkes aus geführt wird * ״Majestät, seit mehreren Monaten sind Euer Majestät Untertanen mosaischen Glaubens schweren und unverdienten Leiden ausgesetzt. 1 1 Nachdem wir mit dem Blute unserer Kinder, Eltern und Brüder in scharfen Kämpfen, Schulter an Schulter mit dem rumänischen Bauern unter der hohen und glorreichen Führung Eurer Majestät zur Errichtung Großrumäniens beigefragen, nachdem wir in emriger und selbstloser Arbeit gemcinsam mit allen seinen Bürgern zu seiner Konsolidierung beigetragen, wurde plötzlich aus heiterem Himmel ohne jeden Grund, mehrere Jahre nach Kriegsende, ein von VcA leumdungen unterstützter Haßfeldzug gegen uns eröffnet, welcher nicht nur dahin zielt, uns auszuschließen vom legitimen Gebrauch unserer Bürgerrechte, sondern auch •von den cleme*• tarsten und heiligsten Rechten und Freiheiten de» Menschen: zu lernen und ru arbeiten. Geschlagen und beleidigt werden Bürger Eurer Majestät, Kämpfer, auf deren Brust die Zeichen hoher Tapferkeit strahlen, mit welchen Eure Majestät sie wohlwollend aus• gezeichnet hat für ihre patriotischen Taten, aus Gasthäusern, Theatern, Straßenbahnen mit Gewalt entfernt. In der Schule, vom Lehrpult aus, In einigen Gymnasien und Fakultäten wird statt Weisheit von den Lehrern — von Staatsbeamten — Haß gepredigt, wird zu Aufruhr angcstaehelt, zu Zerstörungen aufgemuntert und zu Angriffen auf unser Leben. י Die Studenten werden täglich mißhandelt und mit Knüppel* geschlagen, auf der Straße und sogar in den Universität*, räumen. Mit Acxten wurden Druckereien und Räumlichkeiten k» Jassy und Cluj völlig verwüstet i ■ Das ganze Land ist überschwemmt worden mit verruchten Broschüren, deren Inhalt nichts als ein Lügengewebe ist weiches nicht der elementarsten Analyse widersteht, aber welche alle zum Aufruhr wider uns aufrufen, zu unserer Vertreibung »ua dem Lande und rar Be*thrä*ku»g unsaref heilig« Rechte, w iemta uc-d » «rbdtea. .! Sribst tmzere R&"!;׳"ca £i« Mutter e'v ekrü dicht» wird tägTieh beleidigt. Unser Gatt — der auch «Irr OüU der christlichen Religion bt —, vrisl tigfieh f» den SchnftiCn gezerrt. Es wurde auch eine Organisation geschaffen, deren öff»**• lieh bekannter Zweck der Kampf für unsere Ausrottung ist, Majestät, obwohl das Oeaelr mit der gebührende* Scharf« das Aufhetzen einet Teil« der IkvMkern*g gegen de* **deren bestraft; obwohl die Regierung Eurer Majestät sowohl in uns güligst gawährte■ Audienz« *h rach La Parlament mit aller Schärfe die Unruhen, Hafer denen vir St leiden haben, verurteilt hat; obwohl die Führer der mmäni• *dien Kultur and Politik erklärt habe», daß diese Unruh« nicht nur de« inneren Frieden, dessen der Statt dringend bedarf, sondern auch die äußere Sicherheit des Landes ge« fahrdet; obwohl man feierlich versprochen hat, die nötigen Maßnahmen zu ergreifen; obwohl scheinbar die Maßnahmen, ergriffen wurden, dauern die Unruhen nach sechs Monate« dennoch an mit noch größerer Heftigkeit, und die Prügeleien wiederholen »ich mit noch größerer Barbarei. Dia wirklichen Urheber sind gar nicht gestört wordoa, geschweige denn verhtftet; keine Verurteilung ist bi* heute bekannt geworden. Majestät, tm *3. April 19IT hat eite Abordnung des ״Verbtndea der bodeastimiiget Judei" die Ehre gehtht, von Eurer Msjenit empfangen zu werden. Bei dieser fl». Irgenhcit hat Eure Majestät ihr erklärt; ,Da ich in enges .KcntaLt »it tüMichet Lob« *lltr Bevölkerung»:chicht®* <ks Läa&s e'.dw, b» ycb seji k«£02a der UeberteyyiMsa

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