Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 40 (18.5.1923)
- Date
- 1923-05-18
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 239 r ',1 I'. : •I i i:a■׳׳ ׳ i u. fäi .'ml. )1: 1 giie tu . ׳;dem ־׳ann '•'der. ,־.)( mild! il; ׳" chcil ti. - kann. ו der ׳׳' u'.eii s - ■ehtir« mehr h■ ■ rieller V, •c er- Ui , :dien, 11,';qiK'm in ■Ü11ICI1 ■*-'kt es ־ u; r Aus- I Kate- :iv is helii vera 11• C ו ... blauh 'Ischi-ii KV. triel'e; ׳ >C;onders tu e schttn lir ctvra-i ic 1 Fehl. u chlaiid 11' . keine iv. :tzlinge in k'.icrten organi• c1־. Alu! >1' vcmlig, *Vi - •11 mten 0■ t denen vJ kostet li■■ e Aus- 1h .1. Fs לו ,en, da pp sind, ü mrliiige Ui :!g ver- IV uehsene r. ,er Zeit;it R:u,.e -יו 1. icrig.cr i :ioment fl I laiul- Meistens * eigener jh] wenn in, ernst! wenigen J ncfli bis ' 1 tva ein• ג;st die In einer .ndici1 in lii ihren ie!• nicht .r1״n ist 0. und eil '01. ,;c der 71! ׳ auf Ist dann die Ein• int 7e!1!1 ifklärung; *mcistcr.; ג jaden• ir dieses .! Central- ' 1vi ■;!:neu > Ja!'!tute J {Oiimdcn ן ht über•;;j1;1h1?in1, | cnüiaUs- 1 Chawer; j ne.i’Und j um sich j l'-crlin, | schhnds it beides ן 1 I iauptalh-.'inns cm Idar 11» Canciüi die v,'., :sind en, und rt. r auf A '.äuge! ie Ausein- L,!::er11 », denn 4!•;;!״ש lai״־e!!e ei ••frei kimAe״ Stetig־ Len bis km ab; rei und e», so isciutw. fcf 1^ If; i!c; 4. Ie £1CU % c 1 11• di«' ■:r Kr 40 RcsofcUoncn der Tarbufli Konicrcaz; |, ZudenBcriclitenderLandciorganläationcn: 1, Die Konferenz konstatiert mit Genugtuung, daß die ]ichriiischc Schule in sämtliche״ Ländern ihre"’ Stellung immer J;;chr festigt und ansbaut und daß überall, besonders aber ן" den Ländern der jüdischen Masscnsicdlung, die breiten Volksschichten ihr mit zunehmender warmer Sympathie gegen• ül,erstehen. Die Konferenz erblickt in dieser Tatsache das Zeichen dafür, daß die hebräische Sprache und moderne Kultur bereits tiefe Wurzeln im Herzen des Volkes geschlagen hat. 2. Dagegen muß die Konferenz mit Bedauern festdcllon, *3 gerade die zionistischen Kreise nicht in vollem Maße ihre Pflicht gegenüber der K u 1 turarbei t erfüllen und für die hebräische Schule nicht ,,(•!lügende Sorge tragen. Die Konferenz unterstreicht die Ocfalir, die daraus ■für die Entwicklung und Ausbau der hebräischen kulturellen Institutionen entsteht und mahnt alle Träger des Gedankens der nationalen Renaissance zu eifriger Kulturarbeit Überzug dien, II. Organisationsfragen. J. Die Konferenz betont die große nationale Bedeutung; t׳,-r Schaffung der allwcltlichcn ״Ttfrl>ut“-Organis.1lion und steift fest, <1315 die Bedingungen, unter denen die hebräische Kultur• jfbeit geführt wind, »wie Zustand und Entwicklung der Tarbut“ •Organisationen in den einzelnen Ländern eine or• ,gallische Vereinigung dieser Organisationen erfordern. Die Konferenz beschließt daher, den Grundstein für die allwcltlichc Tarbut“-Organisation zu legen und zu diesem Zwecke ein Aktion »ko mit et und ein Zcntralbüro zu wählen, die die Aufgabe haben, den Aufbau der allwcltlichcn Organi- Nation zu beginnen und nach umfassender Vo rhe r ciiu! t gsa rix׳ i t einen allrcillichcn hebräischen Kulturkongneß «inzuberufen. Der Sitz des Zentralbünos ist Berlin, 2. Die Konferenz betont, daß die Tarbut-OrgmdKation mtr unter Beteiligung der breiten Volksschichten aufgebaut werden kann, für die die hebräische Erziehung und Kuluir ein inneres Lebensbedürfnis bilden. Die Konferenz erblickt den Weg zum Aufbau der Organisation in einer braten umfassenden Erzichungs- und Kulturarbeit unter den jüdischen Massen und beschließt, sich an die hebräischen Lehrer zu wenden und sie zur energischen Aktion in diesem Sinne aufzufordern, die besonders die Eltern der Schulkinder beeinflussen soll, 3. Das Aktionskomitee besteht aus Vertretern der einreinen Landesorganisationen, den Mitgliedern des Zentralbüro» und aus einer Anzahl führender Persönlichkeiten der hebräischen Kidfurbewegiing. Das Zentralbüro besteht aus fünf Mitgliedern, t das Hecht bekommen, noch zwei Mitglieder zu kooptieren. 4. Die Aufgabe der so zusammengesetzten Exekutiv« ist: .a) Die ״Tarbut'Mdec im VoUte zu verbreiten; b) Einen ständigen Kontakt mit sämtlichen Landesorganisatioucn zu schaffen und, wo noch keine Landesorgani• satmnen bestellen, solche ins Leben zu rufen; c) Ausführliche Mitteilungen über den Stand der Kulturarbeit zu veröffentlichen; d) Den Landesorganisationen organisatorische und pädago• gische Beihilfe zu leisten; c) Den allvveltliclien ״Tarbut“-KongTcß vorzubereiten, *!11. Finanzen. 1. Die Konferenz proklamiert die Gründung eines hebräisdicn Kulturfonds ״Ke re n ■H a t a rbu th“ und■ bcauftragt die Exekutive, einen ausführlichen Plan für dk Verwirkliclumg dieses Beschlusses auszuarbeiten. 2. Die Konferenz beschließt, daß sämtliche Mitglieder der ״Tarbut“-Orga11isation einen jäh! liehen! Mitglicdsbeitrag zu zahlen haken; der Betrag wird für jedes Land vom Zentralbüro unter Berücksichtigung des Valutastandes und mit Zustimmung der ״Tarbut“-lnstanzen des betreffenden Landes festgesetzt. 25°/0 der Mitglicdcrbciträge sind dem Zcntralbüro zu überweisen. 3. Das Zentralbüro sorgt für Aufbringung von Geldmittcln zur Unterstützung der Anstalten für Ausbildung der Lehrerschaft und Kindergärtnerinnen. 4. Das Budget des Zentralbüros wird vom Aktionskomitee der allwcltlichcn ״Taxbut“־OrganJsation bestätigt 5. Die Konferenz konstatiert die schwere finanzielle Not des hebräischen Schulwesens in Polen, sowie die kritische Lage des Lehrerseminars in Litauen und fordert sämtliche Träger des ״Tarbut“־Gedankcns auf, für schleunige Ablülfe und Sicherung dieser wichtigen kulturellen Positionen zu sorgen. 6. Die Konferenz beschließt, daß die Landesorganisationen Oeldsaminlungen im Auslande nur mit Zustimmung des Zentral• Wifos veranstalten dürfen. IV. Verbilligung des hebräischen Buches. Die Konferenz anerkennt die Wichtigkeit der Verbilligung des hebräischen Buches und beauftragt das'Zentralbüro, praktische Vorschläge zu diesem Zwecke auszuarbeiten und uuvcrziiglidi zu ihrer Durchführung zu ichrcitcn. Die Konferenz stellt fest, daß einige Land'e&organisat tonen *n ihr aus technischen Gründen nicht teilnehmen konnten und gibt der Ueberzeugung Ausdruck, daß auch diese Or• ganisationen an der gemeinsamen Sache eifrig mitwirken werden. Die Konferenz spridrt dem provisorischen Zcntralbüro ihren Dank für seine erfolgreiche Tätigkeit aus. Die Konferenz beschließt gegen die umuihörlichcn, von 41־r Jewsekzia provozierten Verfolgungen der hebräischen Sprache und Erziehung Ln Rußland scharf zu protestieren. In das Zcntralbüro wurden gewälilt <L'e Herren! S. Tsdhernidvowski, M. Klein mann, Sw Pugatschow, M. Akionsohn und L, Levinsohn,! Der Vcrlanl der Wahlen 11 Ulanen _ Kowno. (J. C. B.) Obwohl das Resultat der soeben be- «Kk'tcn Parlamentswalilcn in Litauen offiziell iKxh nicht bekannt üß worden ist, steht schon heute fest, daß die national en. Minderheiten trotz des Wahlterrors der reaktionären M’irkien gut abgesch nitten haben. In Kowno sind 90 «/״ ־1;*י jüdischen Wähler zur Wahlurne erschienen, während von der *'';;emeinen Bevölkerung insgesamt 60 #/0 der Wahlberechtigten *״r Wahlrecht ausgeübt haben. Laut der telephonischen Mit- Ewigen aus den Verschiedenen Provinzstädten hat sich auch ‘*׳ü di® jüdische Bevölkerung mit Enthusiasmus an der Waid L.ldigt, An manchen Orten haben fast 100 Wo der jüdischen ״״hier das Wahlrecht ausgeübt. Man erwartet etwa sechs k-Viie Mandate und drei bis vkt Deputierte der übrigen natk>- 1•-1«i Minderheiten. . ׳, v-׳y ׳־**׳ ״־ ךy '׳׳•׳• y » ,- .. Keren E^ajessod Soziale Hvbeit Forfstlirl'Jc der «Iculscl.en lerea üafcssodl ־ Arbeit Die Keren Hajessod-Arbeit in Deutschland hnt trotz der weiter außerordentlich ungünstigen wirtschaftliclicn und politischen Verhältnisse sehr günstige Fortschritte erzielt. Herr Dr. H elf mann hat nach seiner Reise nach D a n z i g, die er im Aufträge des Büros für Zcntralcuropa unternahm, und über deren Erfolg bereits an anderer Stelle berichtet wurde, die Arbeit in Berlin in den ost jüdischen Kreisen mit außerordentlieh ein Erfolg wieder aufgenommen. Die Aktion in Hamburg, die vor allein durch die tatkräftige Mitarbeit der dortigen Ortsgruppe unterstützt wurde, hat weiter gute Resultate erzielt Herr Anlässlich de« Worbomnnat« ״FUr das arboit»nüo PatÜBtina“ Montag, dar) £0. Mal, 8 Uhr abonds K im L e h r # r v e r 0 I n a h a u r, Aleianderplat* u **י .pf; (■j te L U 111 iu► 1 •״« M Cd d*i S ___ _ für das arbeitende Palästina Redner die Gonoison: Ing, 8. Knplansky, B Locker und 8a 1 m a0 ItuUiohow vom Weltvc band der Poaln Zion; forner: führende Sozialisten aus England, Frankreich und Dcuuchland, Sandbank, der im Aufträge des Büros des Keren Hnjcssod die Arbeit unter den dortigen ostjüdischen Kreisen zu Ende geführt hat, wobei er von Herrn Dr. E. Hurwicz unterstützt wurde, hat nicht nur einen ausgezeichneten materiellen Erfolg für den Keren Hajessod erreicht, sondern gleichzeitig eine ־wirkliche Palästina- Stimmung ln den ostjtklischen Kreisen erzielt, die sich in einem regen jüdischen Leben äußert Die Aktion in Bremen, die von Herrn Bacher geleitet wurde, und die ebenfalls sehr günstig verlaufen ist, ist als abgeschlossen zu betrachten. Herr Bacher hat die Arbeit in Baden aufgenommen, wo er durch Herrn Bednowicz, der speziell die Arbeit’unter den dortigen Ostjuden aufnehmen soll, unterstützt wird. 1 ferr F c i w c 1 hat mit großem Erfolg, der durch rege Unterstützung der dortigen Ortsgruppe ermöglicht wurde, eine Aktion in Plauen durchgeführt, die gute materielle Erfolge gezeitigt hat. Der Erfolg in Plauen ist um so höher zu bewerten, da es das erste Mal ist, daß diese Stadt für den Keren Hajessod erhebliche materielle Opfer gebracht hat Herr Feiwcl hat nunmehr die Arbeit in D r e s d e n aufgenommen. Die Aktion in Thüringen, die von Herrn Eh. Wolfheim, jflcm Leiter des thüringischen Gruppenverbandes, durchgefülirt wurde, und die ebenfalls sehr günstige Erfolge aufzuweisen hat, ist als abgeschlossen zu betrachten, Herr Dr. Wolfhcim ligt sich außerdem für die Arbeit in Dresden zur Verfügung gestellt, die er gemeinsam mit Herrn Feiwel durchführen wird. Die Aktion in Köln, die unter ungünstigen Verhältnissen durchgeführt werden mußte, und die von Herrn Moritz Levi vom Büro des Keren Hajessod, geleitet wurde, hat, dank der Unterstützung der Kölner Ortsgruppe, ebenfalls befriedigende Resultate erzielt. Die Arbeit 1 n Leipzig und Chemnitz, die ohne Unterstützung der Zentrale durchgeführt wird, entwickelt sich weiter sehr günstig. Amerika. Die ersten Berichte über die Tournee Dr. Weizmanns aus Mlnneapolii lauten dahin, daß bereits 40000 Dollar in bar eingegangen sind, ein ausgezeichnetes Ergebnis in Berücksichtigung des 100000 Dollar-Kontingents für die Twin- Cities. Gleich günstig lauten die Berichte über die Ergebnissc ln Milwaukee. — Die East Side von New York zeichnet sich heuer durch eine besonders große Regsamkeit aus. Am 20, April fand unter Vorsitz von Barondcss eine Convention der Vertreter der Organisationen dieser Sektion statt. Hauptredner war Prof, War bürg. Argentinien Herr Leib Ja ff 4, der im Aufträge des Direktoriums die Keren Hajessod-Arbeit in Argentinien leitet, ist einer Kabelmcldung zufolge beim britischen Gesandten ln Buenos Aires empfangen worden. Herr Jnffö, der sich bei diesem Besudle in Begleitung der fülircndeai Persönlichkeiten des argentinischen zionistischen Landesverbandes befand, erhielt von dem Gesandten die Versteilerung, daß dieser der Arbeit des Keren Hajessod mit der größten Sympathie gegenüberstünde und llir jeden Beistand leisten weide. Die Tournee des Herrn Jalfö wird fortgesetzt und verläuft in zufriedenstellender Weise, Bukowina. Die hi der Bukowina unter Leitung der voh der Abteilung von Zentraleuropa des Keren Hajessod entsandten Delegierten, Fräulein Sin Kolm und Herr Julius Berger, betriebene Keren Hajcssod-Aktlon hatte einen guten Erfolg, Die Arbeit der Delegation konzentrierte *ich auf Czcrnowitz. Es gelang, die Durdisclmittsziffcr der Zeichnungen gegen früher zu versicbenfaclien. Während des zwelcfnlialbwöchigen Aufenthaltes der Delegation wurden Insgesamt rund 150 Zelchnungen im Betrage von anderthalb Millionen Lei für das laufende Jahr neu licreingcholt, von denen ungefähr ein Drittel bereit* bar elngczahlt wurde. , ,! Oesterreich’ Unter Mitwirkung Dr. Nahum Ooldmann# fanden einige Zirkclvcrsnmmlungen statt, die gute Resultate ergaben. Auf einer wurden 720 Pfund und auf einer anderen 200 Pfund erzielt. Man hofft, daß der Keren Hajcssod-Monat in Oesterreich gegen 1500 Pfund ergeben wird. Im Monat April sind in bar 9t) Millionen Kronen eingegangen oder, in Pfund umgerechnet, ungefähr das Dreifache des vorjährigen Ergehnisses. Dr, Nahum Goldmaua hat auch in Or« und Linz gesprochen, y y. , , »! 1״ ׳« ׳ ׳• ־ ■. *v Gcgcnseiiioe Aiwälicrung der Hill;?organIs.1!Ionen Aus maßgebender Quelle erfährt das Berliner J. C. B., daß die seit einigen Wochen zwischen den Berliner Abteilungen der jtklischen Wclthllfskonferenz und des Vereinigten jüdischen E m i g r a t io n s k o m i t e e * , sowie den Zentralkomitees der Gesellschaften ״Ort“ und ״Ozc“ schwebenden Vcrluuullungcn nunmehr zu einer bedeutenden Annäherung der genannten Organisationen aneinander geführt haben. Grundlage der Verhandlungen war die Idee, zwischen den genannten Organisationen einen intimeren Kontakt und eine weit größere Vereinheitlichung der Tätigkeit Platz greifen zu lassen, wie bisher. Ucber die Formen einer solchen Annäherung ist bisher kein Entschluß gefaßt worden. Zweck* Durcltspreduing um]. Entscheidung dieser Frage ist eine Sond c rkom m i ssion gebildet worden, welcher Vertreter aller oben bczcidinctcn Organisationen angehören. Diese Konimission hat bereits zwei Sitzungen abgehalten. Die Vertreter der Welthilfskoiifcrcnz sind der Ansicht, daß ihrer Organisation,’ die eine zentrale und ihrer Idiet nach vereinigende ist, ein größerer Einfluß in dem Verbände der demokratischen Organisationen einzuräumen wäre, als den übrigen. Dieser Vorschlag findet ־ aber bei den Vertretern der anderen Organisationen keinen’Anklang. Die Vereinigung wird jedenfalls von allen so gedacht, daß jede Organisation ihre Selbständigkeit behält und daß nur die gegenseitig^ Fühlungnahme eine engere wird als bisher. Oegcn Ende de* diesjährigen Sommers oder zu Beginn de* Herbstes finden in Berlin Konferenzen aller vier demo kratischcn llilfwrganisatkmen statt. Es ist anzunelunen, daß bis zu diesem Zeitpunkt die Formen der gegenseitigen Bc- Ziehungen unter den Organisationen endgültig ausgearbeitet »ein werden. Die Konferenzen werden nur über die Frage zu entscheiden 1 eiben, ob sie eine derartige Annäherung als wünschenswert betrachten oder nicht. Die Annäherung der sogenannten ״hochfinanzieHcn״ Hilfsorganisationen (״'ca“* ״''^ar Victims Conunittce“ usw.) lut bereits früher stattgcfundeii. Eine nähere Fühlungnahme zwischen Joint Distribution Committee und der ica ist nunmehr auch in Erscheinung getreten, De Koalition der demokratische« Organisationen kann als eine Koalition von Kräften betrachtet werden, die ln der Frage der Hilfstätigkeit eine den sögenannten ״hochfinanzicllcn“ Hilfsorganisationen traditionell entgegengesetzte Steilung einnelimen. ln den mit der jikiisclien HilDtätigkcit *ich befassendem Kreisen wird nun die Frage bcsprociien, welche Stellung das Joint Distribution Committee der Koalition, der dem» kratischcn Hilfsorganisationen gegcniilxir eiimclimen wird. Joint hat zwischen den sogenannten großfinanziellen und den demokratischen 1 iilfsvercinigungen stets eine Mittelstellung ein׳■ genommen, ln der letzten Zeit jedoch hat sich eine gewisse Annäherung des Joint an die Ica auf dem Boden der praktischen Arbeit bemerkbar gemacht. Da Joint in nächster Zeit seine Arbeit in Europa cmzu.dclten gedenkt, so interessiert man *ich hauptsächlich für die Frage, wem Joint in diesem Falle seine vielfachen Institutionen, bzw, die Fort- Setzung seiner Arbeit übertragen wird. Man erwartet, daß diese Frage ln den Kreisen des Joint, wo jede der erwähnten beiden Koalitionen in der europäischen llilistätigkeit ihre Anr hänger hat, Gegenstand eines ernsten Kampfe» »eia wird^ Der Jüdlsclic Francnkoncrcß Von den sozialen Beschlüssen des Wiener jüdischer! Fraucn-Weltkongrcsscs erwähnen wir noch folgende: E3 möge eine internationale Sammelvormundschaft für alle jüdischen Mütter und Kinder, die Iandsfrcmd sind, für eheliche und uneheliche, gegründet werden. Die Ausweisung der Frauen nach dem fünften Schwangerschaftsinouat, sowie ihre Umherschickung von Stadt zu Staat durch die Behörden soll verboten werden. Es mögen Mutlcrschaftsvcrsichcrungcn für alle jene geschaffen werden, die nicht in Krankenkassen Aufnahme finden. Die Fraucnvcrcinc sollen für die Versieherung für Krankheitsfälle unter den Juden Propaganda machen. Bei der Behandlung von ehelichen und unehelichen Kindern durch die Frauenorganisationen soll kein Unterschied gemacht werden. Es mögen Adoptionszentralen in jedem Lande geschaffen werden, zum Zwecke der internationalen Regelung der Kinderadoption, sowie Fünorigeste'len zur Bekämpfung des Kinderbcttels, der Kinderausbeutung und zum Schutze der Kinder gegen Verwahrlosung ui a sexuellen Mißbrauch. Der Weltkongreß beauftragt die jüdischen Fratienorganl, *ationen, gegen den M ä d c 11 c 11 h a n d e 1 prophylaktische Maßnahmen zu treffen und die Frape in erster Reihe als eine pädagogisch-ethische zu betrachten. Man möge sich dafür verwenden, daß in die Bordelle keine landfremden Mädchen aufgenommen werden. Zum wirksameren Schutz der Emigranten soll eine Zentralstelle errichtet werden, welche für Unterkunft und Versorgung der Emigranten in allen Ländern sorgt. Weiter wurde eine Resolution angenommen, welche alle Juden und alle ehrlichen Menschen unter den Nichtjuden zum Kampfe gegen den Antisemitismus aufruft. ,Der Kongreß nahm weiter Stellung gegen die Schundlltcratur und die Zulassung der Jugendlichen zu Vergniigunga• und Tanzlokaütätcn. Die Frauenorgauisationen werden auf• gefordert, die Wclthilfszcntraie in Paris zu fördern und die Arbeit für Pogromwaisen mit allen Mitteln zu unter• stützen. Kleine Naclirlclifen Der Waad Lcumi hat in seiner letzten Sitzung eine Resolution angenommen, daß der Sitz der Jewish Agency Jerusalem sein und dnß die luden schalt Pa - lästlnas eine entsprechende Vertretung in der Agency haben soll. Der Vertreter des Königs Fcisul von Mesopotamien •in London, Generalmajor Hadad-Pascha, Ist im Alter von 60 Jahren in Nizza gestorben. Die Gesellschaft für medizinische Hilfe für die Juden in Rußland ״Ozc“ erhält die folgenden Daten über die sanitära Lage der jüdischen Bevölkerung in der Ukraine: In Odessa betrug die Sterblichkeit während der engen Hälfte des Jahres 1922 85,5 pro Mille. Im zweiten Halbjahr überstieg die Sterblichkeitsziffer diejenige der Gehurten um das Zweifache. la Jelisawethgrad betrug 1922 die Sterblichkeit unter den Juden 100 von Tausend, während sic tui'tr Nicht- Juden 91 pro Tausend ausmachte. Ein ähnliches Bild ergab Cherson. In Bobrulsk sind drei Synagogen geschlossen und den jüdischen Arbeitern zwecks Umwandlung in Arbciterklubg zur Verfügung gestellt worden,;