Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 37 (8.5.1923)
- Date
- 1923-05-08
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 220 JUEDISCHE RUNDSCHAU Erstens: die bestehenden Föderationen, Landesverbände, Landsmannschaften, Fraktion*gruppen sollten «liier umfassenden, ernsthaften und gründlichen Vorbcreitungsarbclt für den Kongreß ihre volle Aufmerksamkeit zuwcndcn. Diese Vorbereitimgs.irbeit sollte nicht schon bei einer tiefsinnig scheinentlcn Erörterung in Ausschüssen und Konventikeln stellen bleiben, sondern planmäßig und nach Möglichkeit nur aut Grund von Drucksclniften-Matcrial vor sich gehen und bis rur Formu'icrung ganz konkreter Thesen und Anträge in bezug auf die verschiedenen Punkte der Tagesordnung Vordringen. Er sollten auf diese Art und Weise unter Heranziehung aller derjenigen Menschen, die für derartige Arbeiten eine zureichende Qualifikation besitzen, nach Möglichkeit die wichtigsten Einzelprobleme, die sich aus den großen Fragenkomplexen ergeben, bearbeitet werden. Vielleicht, daß auf diese Weise wenigstens ein unvollkommener Ersatz für die gründliche parlamentarische Ausschußarbeit geschaffen werden kann. , Diese Vorbcreitungsarbelt sollte affe In Betracht kommenden Fragenkomplexe zu umspannen versuchen. Zwar ist es klar — und auch darauf schon heute das Augenmerk zu lenken, ist wichtig —, daß der Kongreß sich auf einen von ihnen wird konzentrieren müssen. Finanzreform, Verwaltung*- reform, Orgnnisationsrcforin, dazu womöglich noch neue außenpolitische Programme und kulturpolitische Richtlinien — das ist für die zwei Wochen in zweijährigem Abstand etwas zu heftig. Es hängt sogar viel davon ab, daß der zentrale Komplex des Kongresses richtig und — rechtzeitig erkannt und gewählt wird. Dennoch ist auch die sachgemäße Beratung der übrigen Fragen ohne eine vorherige Durcharbeitung nur schwer denkbar. 1 Zweitens: Die Zionistische Exekutive sollte die Memoranden, Rechenschaftsberichte, Materialien, die sie für die Dclegierten des Kongresses vorbereitet, wenigstens eine gewisse kurze Zeit vor der Eröffnung publizieren und den Interessenten zugänglich machen, ln jedem Fall verfehlt die Methode, in der sie bisher in dieser Hinsicht vorging, völlig ihren Sinn und Zweck. Gerade in den Tagen, in denen die Delcgierten mit Plenarsitzungen, Kommissionen, Fraktionsberatungen bis in die späte Nacht hinein bedacht sind, bekommen sie einen Haufen von zum Teil recht umfangreichen Druck- «chriften in die Hand gedrückt. An ein gründliches Studium ist, solange der Kongreß dauert, wie die Eingeweihten wissen, nicht zu denken, die wenigsten kommen wohl dazu, sie nächtlich hastig einmal zu durchblättern. So kommt es, daß einerseits der Stoff, der im Exekntivmaterial verarbeitet ist, fast vollkommen ohne Einfluß auf die Kritik, Diskussion, .Beschlußfassung der Versammlung seihst bleibt; daß anderer* seits den Delegierten, die Informationsmöglichkeit, die die Berichte bieten, auch erst post festum eröffnet wird. Drittens: Sowohl die einzelnen Verbände wie auch die Exekutive sollten ihre Dispositionen für die Kongreßtätigkeit derart treffen, daß das Hauptgewicht auf die parlamentarischen Instanzen sachlicher Arbeit, die Ausschüsse und ihre Subkommiisioucn gelegt wird. Wir verschließen uns dabei gar nicht der großen Bedeutung, die der national-demokratischen ■und der intcrnational-proklamatorischcn Funktion des Kon• gresse* auch in der gegenwärtigen Situation der Bewegung noch rufallen kann. Vielleicht ist allein aus diesem Grunde und zum Zweck der Vermeidung solcher Kollisionen eine einschneidende Reform der Inneren Struktur unserer Organieation erwünscht. Solange diese aber nicht durchgeführt ist, darf kein Zweifel darüber obwalten, daß wir zugunsten *achlicher Erfordernisse, die heute doch die primären sein müssen, auch da* Risiko auf uns nehmen müssen, ihnen auf Kosten anderer wichtiger, aber minder wichtiger Funktionen ru ge- »lügen. Jeder Fraktion sollte die sachgemäße Bearbeitung der ru entscheidenden Materien wichtiger sein als die poli• tischen Siege, die sie in der ״offenen Feldsehlacht“ der Plenarsitzung erkämpfen könnte. Zu alledem müssen selbstverständlich viele andere Maß- «ahmen treten, die wir hier nicht einzeln aufzählen wollen, wie eine ausgiebige Erörterung der Kongreßprobleme in der Presse, oder Maßnahmen in der Richtung, daß die Wahl von Delegierten möglichst frei von Zufälligkeiten, oder gar von vorhandenen Reisespesen, bleibt. Es bleibt zu hoffen, daß durch alle derartigen Versuche «bei» die Diskrepanz zwischen den überlieferten, noch nicht neugestalteten organisatorischen Formen und dem Arbeit*• inhilt, den sie umschließen soll, überwunden und ein Weg zu »achgemäßer Kongreßarbeit gefunden wird. Selbst wenn man Ihn heute unverzüglich besehritte, wäre die Zelt, die um dafür bis zum Tage der Eröffnung bleibt, nur karg beweilen. Keren FJajessod Die Keren Halessod• Aktion In Danzig Herr Dr. Helfmann, Sekretär des Berliner Büros, hat 'seine Keren Hajessod-Aktion in Danzig zum vorläufigen Abschluß gebracht. Sic ergab mehr alt 1000 Pfd., davon über neun Zehnte! in bar, während die geringe Restsummc im Laufe des Jahres einzuzahlen ist, Ferner wurde Herrn Dr. Helfmann ein Haus in Danzig im Werte von 803 Pfd. für den Keren Hajcssod zugesichert. Dr. Helfmann war ln erster Reihe In ostjüdischen, aber auch ln deutschen Kreisen tätig, ln einer großen Volksversammlung, die stark auf die Stimmung der Danzlger Juden cinwirkte, sprach außer Dr. Helfmann auch noch Ingenieur W. L Temkin, der im Verein mit Dr. Trivua zu gleicher Zeit die Keren Hajessod-Aktion in der russischen Kolonie in Zonpot durchführte, die bis jetzt ein Ergebnis von 1500 Pfd. aufzuweisen hat. Außerdem ist es Herrn Dr. Helfmann gelungen, mit einem bedeutenden Industriellen in Verhandlungen zu treten über einen Plan, der bei dem zu erwartender! günstigen Abschluß von sehr großer Berieutung für die landwirtschaftliche Ausbildung der Chaluzim iein wird. Litauen Anschließend an die kürzliche Keren Hajcssod-Konferenz In Kowno bereiste Dr. Wilensky in Begleitung von Herrn M. Deichalit das Land. Die Kampagne in den Provinzen hat in Klbarty, wo zirka 250 Familien wohnen, eingesetzt. In einer dortigen Versammlung, in welcher Dr. Wilensky sprach, verpflichteten sich 40 Leute zu einer Summe von £000 Dollar, »o daß man annehmen kann, daß diese kleine Stadt allein für den Keren Hajestod 1QOOQ Dollar aulbringen ja’ird. (Ziko,), ,,!■«■.* v! .׳ y ♦ סרת■: U ־ * . il ■7J.A ץ־־ "-*ך*»ך־• ^י״־ו Lu2C UC44C VOI1 , .■׳ יGelegentlich des Keren Hsfessod-Drives fn Amerika hielt Cliaim Weizmann bei einer Massenversammlung eine Rede, in der er, wie er selbst sagte, ״Inmitten einer scharfen Kampagne für eine Weile zu den Wurzeln des zionistischen Problem* zurückkehren wollte״. Weizmann sagte: Stellen wir für einen Augenblick den Qedankenn an das Geld beiseite. Vergessen wir für den Augen• blick unsere unmiltclbare praktische Beschäftigung und lassen wir wieder einige der Wahrheiten an uns vorüberziehen, die uns 40 weit geführt haben und uns zum Siege'führen werden.! Ich’ möchte mich1 vor allem einer Seite unserer Frage zuwcndcn, die die eigentliche Daseinsbcrcchtigung unserer Bewegung zeigt. Ich habe von dein Mangel an Kontinultätund Konsequenz in unserer gegenwärtigen Lage gesprochen. Das ist nur eine der Wirkungen des größeren, tragischeren Mangels an Kontinuität in der Gesamtheit unseres nationalen Lebens. Vergleichen Sie die Leistungen und den Beitrag des jüdischen Volkes auf dem Gebiete der Wdikultur und stellen Sie ihn neben die Leistungen und den Beitrag anderer Völker. Wir sind außerordentlich stolz auf Juden, die als Gelehrte oder Künstler zu dein Schatz der Welt an geistigen Werten beigetragen haben. Wir sagen: das ist unser Beitrag, unser Maasscr, die Steuer, die wir gerne für die Kultur, in deren }Witte wir leben, leisten. Wenn wir aber die Zahl genialer Juden näher betrachten und sie mit der ungeheuren Menge von Menschen vergleichen, die wir hervorgebracht haben und die über dem Dtjrchschnitt sind, mit den tüchtigen, den braven Menschen, sind wir enttäuscht. Wir haben weltberühmte Namen hervorgebracht. Denker ersten Ranges, aber ihre Zahl ist, wenn sie sich auch mit der anderer Völker vergleichen läßt, doch nicht so hoch, wie man nach‘ der großen Menge ausgezeichneten Materials erwarten sollte, auf da$ wir mit Recht hinweisen können. Wir haben aber nicht genug Männer von jenem Typus erzeugt, der eine Schule schafft, Männer, um die herum Welten von Gedanken, von Jüngern, von Schülern entstehen, wie es bei der zionistischcn Bewegung der Fall ist.;;! Das durchschnittliche geistige Niveau des eng• lischen Volkes ist gewiß nicht höher als das durchschnitt« liehe geistige Niveau der Juden. Aber Durchschnitts• cngland war fähig, eine gewaltige Zahl genialer Männer zu liefern, von Männern, um die herum kleine Welten von Schülern sich gruppiert haben, und wenn wir eine Erklärung für diese Überlegenheit suchen, 60 kommen wir an das Problem unseres. Mangels an Kontinuität., | I 1! | | Ich möchte mich durch einen anderen Vergleich verständlicher machen. Vergleichen wir die Universität Berlin mit der Universität Oxford. Jenes Institut ist ein Muster an Leistungsfähigkeit. Es kann jederzeit eine große Anzahl von Studenten mit ausgezeichneter Bildung, mit guten Zeugnissen liefern, tüchtige, fähige und ver* läßliche Menschen, Die Universität ist vorzüglich aus• gestattet. Ihr Lehrkörper ist tüchtig, ihre Organisation unerreicht. Die Universität Oxford dagegen ist sehr unpraktisch. Es sind eigentlich zehn Universitäten, die ineinander gesell achtelt und schwerfällig zu einer Einheit verbunden sind. Und doch sind aus dieser Institution die die nationale Achse des englischen Volkes geworden ist, Männer hervorgegangen, die England aufgebaut haben, die das aufgebaut haben, was man das Britische Reich nennt, Staatengründer, Völkcrbchcrrscher. Männer, die der Menschheit ihren Stempel aufgcdrückt haben. Oxford wird vielleicht weniger gelehrte Männer liefern als die Universität Berlin, aber sie liefert Männer, die der Weltgeschichte ihr Siegel aufprägen. Und alt das, weil an dieser Universität nicht eigentlich die Lehrer die Hauptsache sind, nicht die Lehrkanzeln, der Lehrplan und das Programm, die Hauptsache ist die Konti* nuität und Tradition. Denn die Mauern Oxfords selbst sind mit Tradition von großen Männern gesättigt, ln jeder dunklen Kammer der Universität Oxford sind so viele Jahrhunderte von Tradition zusammengedrängt, die Atmosphäre ist in diese Tradition getaucht. Hier lebte, hier schrieb Newton, in jenem Zimmer schlief er, dachte er, empfing er seine Inspirationen. Sein Geist, nicht das Lehrbuch, gibt den Schwung. Man verletzt Argentinien Wie aus Buenos Aires berichtet wird,!st der Beginn der Keren Hajcssod-Kampagne im südlichen Teil Argentiniens sehr ermutigend. Die Juden der Stadt Mcdanos haben einen Betrag von 10000 Pesos aufgebracht. In Cordoba wurden 5000 Pesos in bar eingenommen, außer Zeichnungen, die innerhalb der nächsten drei Monate Ungelöst werden sollen. Viele Frauen haben dort wertvolle Juwelen für den K. H. gespendet. — Mr. Jsff« bereist jetzt die anderen Städte de* südlichen Argentinien. Stlshlrlfca Der vom Kcrcit Hajessod-Komitee fn Südafrika herau*- gegebene Bericht über die Tätigkeit im Jahre 1022 weist ganz besonders darauf hin, wie sehr die Keren Hajessod-Arbcit durch den Besuch von Schnmrjah Lcvln gefördert worden ist. Allerdings sei das Ergebnis der Kampagne durch die allgemeine wirtschaftliche Depression wie auch den bekannten Streik der Minenarbeiter ungünstig beeinflußt worden, 80 daß die in Aussicht genommene Summe von 100000 Pfund nicht erreicht werden konnte. Es wurden in bar und Schecks 35000 Pfund eingenommen, während «Ile Zeichnungen insgesamt 60000 Pfund betragen. Besonders hingewksen wird Huch auf die Ergebnisse de* Juweknfoiids und die trefflich« Arbeit Dn Qlswangers. ,(Ziko.ji ״ , . z , v 1 v v>' Nr. 3: CGI * ## ן # «4 י */״־r f|* ןץ ך* וין י ׳״, ׳ן.? ן a Weismcmi diesen Geist, man sündigt gegen ihn, wenn man!u nicht auf das Niveau des Ideals erhebt, das er hintt lassen hat.; Das einzige Gebiet des Lebens, wo die Juden eh, Kontinuität der Ucbcrlicferung־ hatten, war das jüdisch! Studium im Ghetto. Inden Mauern des Ghetto bevor sie beim Schall der Trompeten der Assimilation zu stürzen begannen, haben wir originale Gedanken her., vorgebracht. Es war vielleicht ein Studium und tji Denken, das die Welt draußen nicht in sich aufnelitr^ konnte, aber hier brachte einmal der ununterbrochen Strom der Ucbcrlicfcrung die Wirkung und die Krli׳f hervor, wie die Ucbcrlicfcrung Oxfords. Diese Mauern begannen zu schwinden. Wir verloren diese Inspiration diese Kontinuität, wir arbeiteten dann mit dem Material anderer als Vermittler in der Welt der Wissenschaft und Philosophie. Wir übten die nützliche Funktion zum Vorteil anderer aus, aber wir hörten auf, wir seit»; zu sein. ׳ ׳ So kehren wir nach Palästina zurück. Hier sind für uns die Mauern von Oxford, die Mauern der Uebs, lieferung. Hier ist der Versuch, einen Abgrund zu über, brücken, der sich zwischen uns und unserer Vergangen, heit aufgetan hat, unsere Kontinuität wieder zu schaffen, Diesen Abgrand zu überwinden, ist eine ungeheuere Aufgabe und fordert die Kraft und Ausdauer eines Riesen. Sie zu lösen ist nur Menschen möglich, die eine in. spiration haben. Doch wir haben die Inspiration und wir werden siegen,!! Ich möchte an eine Erfahrung erinnern, die ich gemacht habe und die sicherlich in jedem einzelnen von Ihnen und in allen Juden der Welt latent ist. ln den letzten Tagen des Weltkrieges war ich in Palästina und ich hatte eine Verabredung getroffen, mit Emir Feisal in Transjordanien zusammenzutreffen. Unter normalen Verhältnissen erfordert die Reise von dem Orte, wo ich mich aufhielt, nach Transjordanien nicht mehr als fünf Stunden. Damals aber griff die türkische Front noch auf das palästinensische Gebiet herüber, und u!11 dorthin zu gelangen, wo der Emir war, mußte ich einen großen Umweg machen, nach Süden bi» Aegypten reisen, das Rote Meer durchqueren und dann wieder nach Transjordanien heraufreisen. Ich unternahm den Weg. Zwölf Tage war Ich unterwegs — fünf Tage durch brennende Wüste, über den Sinai und, dann quer über die Gewässer des Roten Meeres. Ich wandte mich wieder gegen Norden durch das Land Moab und dem Emir wurde Botschaft gesandt, daß Ich mich näherte. Da sandte er mir eine Anzahl seiner Diener entgegen, mit Geschenken von Kamelen und Schafen, mit Brot und Salz. Und am letzten Tage meiner Reise überkam mich ein märchenhafte» Gefühl von dem Wunder meiner Reise. Wie der alte Abraham näherte ich mich dem Lande, da« Gott seinem auserwählten Volke versprochen hat. Und wie er, kam ich durch das Land Moab, um Besitz zu ergreifen. Und zu meiner Begrüßung kam ein Zug von Dienern des Emir und sie boten mir Brot und Salz rum Willkomm und sie bereiteten ein Zelt, um mich zu be• herbergen, und schlachteten ein Lamm, um mich zu speisen, und meldeten mir, ihr Herr «warte mich und freue sich, mir zu begegnen. , 1 י I Und da •und damals ver sanken zweitausend, dreitausend, viertausend Jahre. Ich fühlte, ich wußte, es war erst gestern, daß ich das Land be- »essen hatte; es war erst gestern, daß unser Urvater Abraham diesen Boden betrat und sich auf den Weg seines Volkes begeben hatte unter der Führung Gotte» mit seinem Segen. Und damals fühlte ich, all die Jahre unseres Exils, all die Länder, in denen wir gewohnt, all die Leiden, die wir ertragen hatten, waren wie nicht». Der Abgrund war überbrückt. Dies war da« Heim: dies war die Verheißung und die Erfüllung, dies war die Gewißheit,! ן Und ich schließe mit dem Wunsche, es möge Ihnen bescliiedcn sein, diesen Augenblick zu erleben, den ich erfahren habe, wo der Funke aus der Dunkelheit auf־ sprüht und uns wieder den ungebrochenen Weg zwischen unserer Vergangenheit und unserer Gegen• wart zeigt. ,! 1 1 die1 Te Jur, Ci« arbe Lag« der zuke giu! wie nom all < *n Kleine Nachrichten Prof, Otto Warburg ist in Amerika eingetroffen, י״גי dort für die Hebräische Universität In Jerusalem tätig zu «ein. ln Frankfurt a. M. starb der Historiker Prof. I, Kraausr, der sich hauptsächlich der Erforschung der Geschichte der Frankfurter Jüdischen Gemeinde gewidmet hat In Warschau starb der Präsident der dortigen Kultus• gemeinde, Meyer Rundstein. Die Londoner Föderation ukrainischer Juden hat wegen Differenzen mit der Gesellschaft Hias ihre Vertreter aus dem in der Prager Emigrationskonferenz geschaffenen Emigration»• Direktorium zuruckgezogen. Auf der letzten Sitzung des Warschauer Stadtrates wurde der Doppel-Antrag de» jüdischen Deputierten Ingenieur Körner, erstens, der Stadtrat möge die Bevölkerung zur Bewahrung der Ruhe auffordern, zweitens den durch die Exzesse ge• schädigten Juden aus Stadtmittelu eine Entschädigung zu gewähren, abgelehnt, Dagegen wurde der Vorschlag der Nationaldemokratcn angenommen, der besagt, der Sfadtrat tadelt die spitzbübischen UeberfäUe auf dl« Juden, drückt aber zugleich den schärfsten Protest dagegen aua, daß in dem jüdischen Antrag di« polnisch-akademisch* Jugend ohne Orund beledigt wird! j . •׳ yי־ יי ־ gtset ו Grup erz.ih I toben zu sc der 1 nehnt schw׳( * v! V «rwat t darüt ׳ die C Wort ' *i* v1 ' 5: i ,* welle »atio» der 4■ Katioi btida I, 14' ✓