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Jüdische Rundschau · 1923-05-08 · Heft 37 (8.5.1923) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 37 (8.5.1923)
Date
1923-05-08
Page
– (sequence 1)
Language
German
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r j .*י *1 r ךי׳ך •r ד/ v Aktionu.Vcrlaj« W15, SächsischeStr.8, ErscheintjedenDienstag j,-rcita{S. Bczugspre!» bei der Expedition 5800.-M. Vierteljahrtch in Deutschland. Bestellung bei den Postämtern monatlich. ■^!^,abonniimcmU w«rdoo In der Wlhrun! dar •innln«o LSndof Wrcchn־t. ^«jsnKacr 37 I . Berlin, 8. V« 1923 ׳/ ז \-r׳n ר־■ r ץ־" 1! \! 1 \ u \ \ ג 1 I 3•׳־ME3K'' 32G3S2 l j \ ״~ •■־י וj Anzci^cit-Vcfv/altunit: Jü<I!scl»c Rundschau G.tu.b.ll., BcrlinWl5, Sächsisch« Straße 8. — Telephon 1 Amt Pfalzburg 6697, 6698 u. 6699. Anzeigenpreis für dienchtgcspnUcncNonparcillcxeile 500 M. Für hebr.Anr.eijjen J50% AuÜichUtf. Für Au*!andßln8er*Ut00^V«lut*zu»ch!*g Anzeigenschlußs Dienstag und Freitag nachmittag 4 Uhr. ( , , v ) Pv | r ד '■rr ך! ׳"ך׳/ ׳/ » ) \ .._' ■ \ ת ״ ■ « --* Ib -.. e ״ - J . -■•׳-I * - ״ 1׳.״.•*" Telephon: PfalzburjJ 6697 u. 6693. PoiUcbeckkontoi Berlin Nr. 17392»1י Für Oesterreichs Postsparkassenaml Wien, Konto Nr. 156030, Für Tschechoslowakei: Postsparkassenamt Prag, Konto Nr.59410fe — Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. — כ״ב אייר׳ תרס״ג I XXVIII. Jahrg. ZtoBlsiaas erstrebt JUr das JüMischa Volk clia Schaffung ®Ina? öffentlich - rechtlich fjostcherten Holmstiätto In Palästina. ״Casclor Programm." ׳ n י׳־'» t 1 k i. י I *«־ K>A"''K f ■יו«, I?r,-ך <׳ * M .ducke•! f I*. »«rata:.- a■)*■—רי־ז יד r / / t• ׳., / / V 1,0. Die Exekutive der Zionistischen Organisation teilt mit: Auf Grund der vom Actions-Comitd In der Sitzung vom ' M, Januar 1923 erteilten Ermächtigung wurde vom Präsidium ,!cs A.-C. im Einvernehmen mit der Exekutive der Beschluß gefaßt, den XIII. Zionistcu-Kongreß für den 6. August nach Karlsbad luuwtkai n ר;׳ onl ßa<311 d^m tf'i Jil.Irrn, •inovioit / Omiop. / *atldftf’s.'-n toudiumii. fci1aw רער t. ä, lUbb. «r K Uch«. •richtnn׳; 1 icü. Axt. PL t:32 fc~3 ׳J laoa d«r Jud ,׳ (Tschechoslowakei) einzuberufen. Ort und Zeit des Kon* j grosses wurden nach sorgfältiger Erwägung aller Umstände 1 und nach Prüfung der vorhandenen Vorschläge und Unter- | (1)Cinnig der lokalen Verhältnisse festgesetzt. --1 י; Der Kongreß wird im Karlsbader Schützenhaus tagen. Das ^CS'CI] י< jr.itden Vorbercitungsarbciten betraute Kongreßbüro wird (unter ' I!!! Leitung des Herrn Dr. Bruno Kirschner) seine Tätigkeit am :!0, Mai aufnehmen. Die Adresse des KongreBbüros lautet:;:Ke Erwefteniag der Jewisli Agency : Wie wir bereits gemeldet, bat die Zionistische Exe- U'utive die Delegierten des Board of Deputics zu Bc- ,:prcchungcn 'über die künftige Gestaltung der Jcwish ,;Agency eingcladen. Eine äbnücbe Aufforderung bat die!Exekutive auch an die andere große repräsentative Kör- ' perschaft der englischen Juden, die Anglo-Jcwish-Asso-;;:hon gerichtet, die vergangenen Sonntag beschlossen 1;;at, an den Beratungen teiizunehmen und als Delegierten (ie Herren d'Avigdor Goldsmid, Präsidenten der Ä. J.A., sowie Sir Robert Waley Cohen zu entsenden. Der Präsident sprach die Hoffnung atiSj daß in dieser Sache die ganze A. J. A., in, der es in j anderen Fragen noch Meinungsverschiedenheiten gibt, ן geschlossen hinter ihm stehen wird. Seine Auffassung Loa der Palästinaarbeit der englischen Juden entspreche den im White Paper der englischen Regierung nieder-!gelegten Zielen, i j Es dürfte von besonderem Interesse sein, den;Wortlaut des Einladungsschreibens kennenj zulernen, das die Zionistische Exekutive an die A. j. A.! gerichtet hat. Das Schreiben, das von Israel Cohen! als Generalsekretär der Organisation gezeichnet ist, ' enthalt In Absatz 1 und 2 den Wortlaut des Artikels 4 I des Mandates, sowie einen Hinweis auf die irn Mandat I selbst bezüglich der Funktionen der Jcwish Agency 1 enthaltenen Erläuterungen. Das Schreiben fährt dann! fort! 1׳ 3״ }. Gleichzeitig wurde der Zionistischen Organisation;j in ihrer Eigenschaft als Jcwish Agency aufcrlcgt, alle Juden, ’ die zur Beteiligung am Aufbau der jüdischen nationalen s Heimstätte bereit sind, zur Mitarbeit einzuladen. Ganz; abgesehen von diesen im Mandat ausgesprochenen Ver- י pfiiehtungen hält es die Exekutive von sich aus als selbst- : verständlich, daß eine solche Zusammenarbeit mit allen Mitteln erleichtert werden soll. Zu diesem Zweck und iin Ausführung der Resolution des Zentralratcs in Karlsbad vom 1. September 1922, glaubt sie, daß die Agency auf möglichst; breiter Basis gebildet werden soll. Es ist daher ihr Wunsch, dafür zu sorgen, daß Juden, die zur Mitarbeit bereit sind lind mit der Zionistischen Organisation bei der Lösung und Erfüllung der ihr anvertrauten verantwortlichen Pflichten : sich vereinigen können, in der Agency vertreten sind.. 4. Die Errichtung des jüdisch-nationalen Heimes in Palästina im Sinne der Bestimmungen des Mandates ist nach Ansicht der Zionistischen Organisation von allgemeiner! Bedeutung für das Judentum der ganzen Welt. Nach der Sachlage liegt jedoch eine besondere Verantwortung auf der englisch-jüdischen Gemeinschaft. Diese Verantwortung wurde frei anerkannt von der Anglo Jcwish Association in der Resolution vom 29. Oktober 1922, worin die A. J. A., nach Begrüßung der Bestätigung des Mandates durch den Vülkcrbuudsrat, sich verpflichtet, ,ihre besten Kräfte dafür «inzusetzen, um Seine Majestät Regierung in der Durchführung des Mandates zu unterstützen‘. : 5. Angesichts dieser Umstände glaubt die Exekutive, daß die Zeit gekommen ist, wo die Zionistische Organi- : ‘ •ion in einen Meinungsaustausch mit anderen jüdischen Körperschaften, die beim Aufbau Palästinas mitzuwirken bereit sind, eintreten soll und sic würde es als einen ersten Schritt begrüßen, wenn sie Gelegenheit hätte, mit den Verfreiem der englisch-jüdischen Gemeinschaft in Unterband-!1״’•gen zu treten. Sie beehrt sich daher, Ihre Vereinigung «inzuladen, zwei Vertreter zu bestimmen, die mit Vertretern «kr Zionistischen Organisation und Vertretern des Board G Deputics of British Jews zu einem gemeinsamen Komitee nisammentreten sollen, um zu beraten, welche Schritte «üblicherweise clngclcitet werden können zur Bildung einer; Jcwish Agency auf einer breiteren Basis. Sollte diese Einkdung angenommen werdep, würde sich die Exekutive ka׳en, wenn Sie sobald als möglich die Namen Ihrer Vertreter mitteilen würden. - Dl« gleiche Mitteilung geht an 1 ««a Board of Deputics. ׳ ' *ctr. 60 Inpl.liai ikolion. r ר Büro des XIII. Zionlsten-Kongrcsses, Schützenhaus, Karlovy Vary (Karlsbad), Tschechoslowakei. — Telcgr.-Adr.j ״Congrczion Karlsbad". Zuschriften, die sich auf Unterbringung und Verpflegung von Delegierten und Oästcn, auf Reservierung von Plätzen beim Kongreß und dergl, beziehen, sind an das genannte Kongreßbüro zu richten. Dagegen sind sämfliche Mitteilungen betreffend die Abrechnung von Schclcolim und die Wahlen zura Kongreß nach wie vor an die Exekutive nach London (77, Great Russell Street, W. C. 1) zu richten.. Weitere Einzelheiten betreffend den Kongreß werden fortlaufend veröffentlicht werden. Die Sitzung des Actfons-Comltds findet, wie bereits bekanntgegeben, Montag, den 4. Juni, statt. 6. Ich habe noch hinzuzufügen, daß entsprechend Artikel 4 des Mandates Seiner Majestät Regierung von den Maßnahmen verständigt wurde, die die Exekutive jetzt ergreift, und ihr Einverständnis mitgctcilt, hat.“ Die ScstlEBiiieg der Nordgrenzen Palästinas Wie verlautet, sind die Meinungsverschiedenheiten zwischen Frankreich und Großbritannien bezüglich der Nordgrenze Palästinas ausgeglichen worden. Die französisch-britische Grenzkommission hat bereits beschlossen, daß das ganze Tal Alkhulah, welches 26 Dörfer nördlich von Methulah umfaßt, Palästina angegliedert werden soll. Die Uebergabe dieses Gebietes wird in den' nächsten Tagen erfolgen. Kleine Palästina ־ Nachrichten Der Waad Poel der allgemeinen Arbeiterorganisation veröffcntlicht einen Aufruf an alle Arbeitenden Palästinas, den 15. Ijar als Arb ei tsloscn tag zu bestimmen. Die Arbeitseinkiinfte dieses Arbeitstages sollen von der gesamten Arbeiterschaft dem Da rl e h n s f 0 ndt für Arbeitslose zugewendet werden. Ein jüdischer Polizist, namens Isaak Cohen, wurde ln Jerusalem von einem Auto aus erschossen. Die Täter sind entkommen. Die Demonstrationen am 1'. Mal sind ohne Zwischenfall vorübergegangen. Achad Ha am teilt mit, daß er Infolge einer Verschlimmerang seines Gesundheitszustandes Palästina verlassen wird. Der Bürgermeister von Tel-Awiw, Herr Dlesengoff, hat sich nach Amerika begeben, um die Anleihe von Tel-Awiw ,ibzuschiicBcn. Die Silikat-Fabrik in Tel-Awiw, über deren Schwieligkeitcn, die die vorübergehende Arbeitseinstellung nötig machten, wir seinerzeit berichteten, hat jetzt ihre Arbeit wieder aufgenommen. Es heißt, daß die Gesellschaft einen Kredit von 20000 £ vom Economic Board in London erhalten hat. , 1 : Die in Jerusalem erscheinende hebräische Wochenschrift , M Hamischmar“ (Auf dein Posten) veröffentlicht einen Brief der ehemaligen palästinensischen Kindergärtnerin und jetzigen Leiterin einer Tagorc-Schulc in Indien, Sulamith Pilom, in welchem diese mitteilt, daß Rabind ranath Ta göre noch in diesem Jahre Palästina besuchen will. Bekanntlich soll Palästina auf der Londoner Ausstellung der britischen Dominions ein besonderer Pavillon eingcräuint werden, um darin die palästinensischen Erzeugnisse auszustellen. Wie nun der arabische ״Falcstin“ berichtet, hat die arabische Handelskammer beschlossen, sich dieser Aua- Stellung gegenüber ablehnend zu verhalten, weil die Teilnahme Palästinas nur zur Förderung des Zionismus beitragen würde. Auf einer in Jerusalem stattgefundenen Beratung der Lehrer der Allianceschulcn in Palästina wurde u. a. be* schlossen, daß nur diejenigen, die das Hebräische als Unter• richts3prache anerkennen, Mitglieder der Organisation der Alliancelchrcr sein können. Zugleich wurde der Eintritt In die( allgemeine jüdische Lchrerorganisation in Palästina beschlossen.' Demnächst wird in SicKon (Nablus) die gcrichtliehe Verhandlung gegen eine Anzalil arabischer Persönlichkciien stattfinden, welche die arabischen Wähler durch Drohungen zum Boykott der Wahlen in den palästinensischcn gesetzgebenden Rat veranlaßt hatten. Die palasäinensisriie arabische Exekutive hat zehn Anwälte zur Verteidigung der Angeklagten mobilisiert, .. ■1. . ו;.י־ Die sechste Landeskonferenz der polnischen Zionisten wurde für den 10. Juni .(nicht, wie irrtümlich gemeldet, den 10, Mal) emberuicn. Die Jahreskonferenz der jugoslawischen Zionisten findet am 27. und 28. Mai in Novisad statt. Die tschechoslowakische• Lsnd.scrganisaticn beruft einen außerordentlichen Parteitag zur B1!.׳;u1J'u>1g der Kongreßfragen ein, yt'n'pt Von Chajim Arlosoroff. In wenigen Monaten wird der dreizehnte Kongreß der Zio* nistischen Organisation eröffnet werden. Jeder Zionist weiß, wie groß die Aufgaben sein werden, vor die auch dieses Mal der Kongreß gestellt sein wird. Er kennt die Fragen, die seit Karlsbad 1921 in unserer Bewegung akut geworden sind und eine Losung vom Kongreß erwarten: Kolonisationsfinanzen, Siedlungspolitik, Jcwish Agency und Palästina-Weltkon* groß, Neubildung der Exekutive, Ausbau des Organisationiapparats und noch viele, viele andere komplizierie und schwerwiegende Probleme. Voraussetzung für eine sachgemäße Bear• bedang und Lösung derartiger Probleme ist aber eine Arbeitemethode des Kongresses selbst, die die Erfüllung einer solchen Aufgabe überhaupt zuläßt. Bevor wir deshalb in eine Erörte• rang der Fragen eintreten, die den Kongreß seiner Tages* Ordnung nach beschäftigen werden, erscheint es darum an• gezeigt, die Methodik seiner Arbeit in den wenigen Tagen der Session einer kurzen Untersuchung zu unterziehen. Der Ausgangspunkt einer Untersuchung muß die Fest* Stellung der Tatsache sein, daß in bezug auf den Kongreß — wie in bezug auf fast alle anderen Institute, die heute immerhin schon einige Jahrzehnte alt sind — ein Verlauf der Entwicklung unserer Bewegung ein bedeutsamer F u 11 k t i o 11 s w a n• del vor sich gegangen ist. Dieser Funktionswandc! hat bisher weder in organisatorischen Formen noch auch in der tat• sächlichen Arbeitsweise seinen Ausdruck gefunden. Der Kon• greß hat im Zionismus der Hcrzlpciiode, wie aus vielen Aeuße• rangen seines Schöpfers unzweideutig hervorgeht, vornehm• lieh die große Doppel,•mfgabc gehabt, dem zersprengten und seines nationalen Einhcilsbcwußtseins verlustig gegangenen Volk einen politischen Mittelpunkt zu geben und damit zu• gleich die Tribüne za bilden, von der aus die Judentrage in ihrem ganzen Umfang vor der internationalen Oeffcntlichkeit aufgcrollt werden konnte. Nach llcr/ls Tode ging das Schwergewicht des Kongresses auf seine Bedeutung und Funktion für die Organisation über. Als die Einheit der Bewegung gefährdet war, war cs der Kongreß, der das stärkste Zentrum organisierter Volkskraft darstcllte, um das sich die auseinanderfallenden Teile des Zionismus gruppieren konnten. Erst als die praktische Kolonlsationsarbeit in der Zionistischen Organisation sich durchgesetzt, das Palästinaamt zu arbeiten begonnen hatte, die ersten sieilluiigspoHtischen Maßnahmen zu treffen waren, traten auch an den Kongreß, von Mal zu Mal in stärkerem Maße, neue, andersartige, zusammengesetztere Aufgaben heran. Diese Funktioiicnkomplcxc wurden ins U11vcrgleichiichc gesteigert, nachdem die Zionistische Organisation ihre wichtigen politischen Erfolge errungen hatte und der Boden für eine großzügige und systematische Aufbauarbeit bereitet war. Der Kongreß wird so zu einer Tribüne der Demonstration und der Proklamation, zu einem Vor-Parlamcnt, das schwierige wirtschaftspolitische, finanzielle, kolonisationspolitische Pläne zu beraten hat, quasi gesetzgeberische Arbeit, leistet, praktisch politische imil verwaltungsmäßige Kontrolle ausübt, komplizierte administrative Maßnahmen in ihren Riehtlinien fcstlcgt und überwachen muß. Der XII. Kongreß steht deutlich auf einer Ucbergangsstufc im Prozeß des hier angedeuteten Funktionswandels.; Aber das Organ selbst ist für die Ausübung der neuert/ differenzierteren Funktion keineswegs genügend vorbereitet, ln zweijährigen Pausen treten acht* bis vierzchntägige Ver- ' Sammlungen von mehreren hunderten Menschen zusammen, von Tausenden von sensationshungrigen Gästen und der Weltpresse belagert. Diese Menschen, die Delegierte heißen, und den zur Beschlußfassung sichenden Fragen zum großen Teile als Laien, zu einem kleineren Teile als Dilettanten gegcnüberstchen, werden gewissermaßen in den Gewissenskonflikt gedrängt, Entscheidungen zu fällen, bei denen ihre' Inkompetenz ihnen deutlich zum Bewußtsein kommen muß. Aber es ist seltsam. Während auf vielen anderen Gebieten unserer Tätigkeit und in vielen anderen ״zionistischcnGruppcn“ der Gedanke einer ausreichenden fachlichen Vorbereitung und beruflichen Durchbildung schon zur Selbstverständlichkeit geworden ist — der landwirtschaftliche und handwerkliche Chaluz, der zukünftige Lehrer, Ingenieur oder Arzt wird von diesen Gedanken erfüllt י— beherrscht in der zionistisch-politischen Arbeit ein geradezu unglaublicher Dilettantismus und Mangel an gründlicher Vorbereitung das Feld, beinahe soweit das Auge reicht. Man kann sich vorstcllen, daß unter diesen Voraussetzungen eine auf eine relativ sehr kurze Spanne Zeit zusammengedrängte Tätigkeit der Delegierten, die unterein•׳ ander dazu in viele Fraktionen zerfallen, in einer Zwitteratmosphäre von rauschenden Kundgebungen und mühseliger Kleinarbeit, nicht die Resultate zeitigen kann, die im Interesse der Sache notwendig wären, und cs braucht nicht luuzugcfügt zu werden, daß die Reformen, dia hier zweifellos vonnöten sind, in der Zeit vor der Eröffnung des Kongresses, und das bedeutet: nicht auf dem •Wege der Verordnungen und ■ Dekrete der Exekutive, sondern auf dem Wege der Bildung einer öffentlichen Meinung, innerhalb der Bewegung durchgeführt werden müssen. ־ An derartigen Reformen seien zunächst hier drei genannt, die Uns in erster Linie berufen scheinen, wenigstens in den Grenzen, in denen das im Rahmen der gegebenen Organi- *ationsformen überhaupt mögbeh ist, eine sachgemäße Kongreß-׳ arbeit zu verbürgen. , 11 ■01,' ־.II־• ■ly r t 11 .! %, r,׳j I! n « , •־f

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