Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 35-36 (4.5.1923)
- Date
- 1923-05-04
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 35/30 JU ED ISCHE RUNDSCHAU Seite 213 C.l 1U0 Ae jüdische״ m mmumm Cm• 4i Ci O' U.M 114■ j/r d;־ 1*1 .׳du l k!1 r», r. i W״:/. l(Kv(,'1׳:,s. 11*-- Ans. in <K-;1 mß siel! Abend. Jliu;1;;cn Werkern Zahl in iis'ii hc•!sonders Io!;a!c * Techdurch 9יי hi ״er u. dg!, denken, ages. otutcn) , sowie oiieren, ,geben, m eine , Weise 'ndwirU Hand- ־*־.! 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Immerhin sind sie äußerst informativ und von annähernder Richtigkeit. Das Keren Hajcssod-Biiro hat vor einiger Zeit die folgende Aufstellung veröffentlicht: Jüdische Investitionen ln Palästina April 1918 bis September 1922. ) Landwirtschaftliche Kolonisation . . . 301.000 äg. Pfd. i Landkäufe, Amcüorationcn, Aufforstungen des J.N.-F. (Jan. 1918 bis Marz 1922) . . 3, Oeffcntlichc Arbciien, Investitionen und Darlehen 4 Städtische Kolonisation , י . . , . . 5. Erziehung 6. Sanitiitswcscn . .. . 7. Einwanderer- und soziale Fürsorge * . g Nationale Institute , B ״ g, Verwaltung . .... Palästina-Fonds zusammen 2,035.000 äg. Pfd. Dazu kommen die bedeutenden Investitionen der Finanzinstitute — Angio Palestine ■ Gesellschaft, Allg. Hypothekenbank, Arbeiterbank, Zentralbank der kooperativen_ Institute, Baudnrlthnskasse — zusammen 300.000 ״ ״ Die gesamten Investitionen des Rcstorations- {und, Keren Hajcssod, J. N.-F. und jüd. Banken betragen daher 2,415,000 äg. Pfd. Diese Zahl schließt jedoch nicht die Investitionen des Privatkapitals ein, zirka 1,500.000 äg. Pfd. für Handel untlGcwcrbe, Hausbau und private wirtschaftl. Unter• nehmen, sowie die Ausgaben der ICA, des Joint Distribution und anderer Unter- Stützungsfonds, die 1,000.0-0 äg. Pfd. übersteigen, zusammen•) . , .. 2,500.01X1 äg. Pfd. in Palästina während 4</, Jahren 1918 bis 1922 betragen daher ........ 5,000.000 äg. Pfd. Die Zeitschrift ״Das Arbeitende Palästina“ (März 1923) bringt eine Aufstellung über die Investitionen im letzten jüdischen Jahr 56S2, in der viele Posten nicht enthalten lind (so z. B. die Gelder, die von ,den Einwanderern mitgebracht wurden, jene, mit denen die inländischen Institute arbeiten, die Einnahmen der Wohlfahrtsanstaltcn usw.), hingegen aber alle Ausgaben der Zionistischen Organisation, auch solche für Erziehung und Sanität, eingestellt wurden. Die Endsumme für dieses Jahr (56S2) ist 1,874.000 äg. Pfd. So beträchtlich diese Summen sind, so wenig genügen sie nicht nur in bezug auf die durduuführenden Aufgaben, sondern es ist auch ihre Rolle in der Zahlungsbilanz Paiästinas geringer, als man annehmen würde. Diesbezüglich wirft in der Wochenschrift ״The Palestine Weckly" vom 16. März Michael Berontl die Frage auf, wie das Defizit der palästinensischen Zahlungsbilanz gedeckt wird. Er macht die folgende Aufstellung: Palästina hat ausgegeben oder verloren seit Ende März 1913 bis Ende 1922: Wert der Einfuhr . .! Verlust an Valuten . . א Bauten, Reparaturen usw. Zinsen Diverse. . ( . * Dagegen stehen fn Wert der Ausfuhr Zionistische Gelder 22,000.000 3g. Pfd. ״ ״ 1,500.000 ״ ״ 1,800.000 ״ ״ 1,000.000 ״ ״ 700.000 Vorschüsse der Regierung . . Gelder der Einwanderer usw. . Ausgaben der britischen Armee 14 Millionen, wovon die Hälfte in Palästina ausgegeben wurde 27,000.000 äg. Pfd. der Zahlungsbilanz als Eingänge: . , * . . 3,000.000 äg. Pfd. ״ ״ 5,000.000 . . , . . ״ ״ 1,000.000 ״ ״ 1,000.000 7,f,00.000■ 679 0C0 Pfund 159 000 ״ 455 436 ״ allein 40 ״/o des Bnumwollwaren usw. 240 800 Pfund Kleider u. -Stoffe ״ 000 13 ״ Tabak ■ 67300■ ■״■ Diese fünf Artikel machten 1920/21 Wertes der Einfuhr ausl Andererseits zeigen auch natürlich diejenigen Artikel, welche direkt mit dem Aufbau und mit den Belieben zusammenhängen, einen großen Aufschwung, vor allem Kohle, Petroleum, Zement, Bauholz, die eine Vervielfachung der Ziffern aufweisen. Jedenfalls muß nach der ganzen Sachlage angenommen werden, daß Palästina vom Kapital zehrt, d. h. durch zu großen Verbrauch verarmt. Vielleicht hat die herrschende Krise die eine gute Folge, daß nunmehr aller überflüssiger Verbrauch stark eingeschränkt wird. Landwirtschaft 17,ÜOO,(XX) äg. Pfd. Es scheint nach dieser Aufstellung ein Defizit von 10 Millionen Pfund vorzuliegen. Wenn auch obige Ziffern sicher weder vollständig noch genau sind (z. B. ist die über die Ausgaben der britischen Armee in Palästina mit nur 50 «/# der Gesamtausgaben wahrscheinlich zu niedrig, ebenso ist es die der jüdischen Gelder, die hier zionistische genannt werden), so ist doch, mit, einem, Zahlungsdefizit von mehreren Millionen Pfund zu rechnen. Hiervon wird ein Teil seine — vorübergehende — Deckung durch die den Empfängern von Importwaren von den Verkäufern eingeräumten Kredite gefunden haben, außerdem dürften die Importeure schweren Schaden durch das seit Monaten anballende Fallen der Preise in Palästina gehabt haben, so daß «in Teil des Defizitcs auf Konto dieser Verluste der Importeure zu buchen ist. Immorhin ist cs sicher, daß Palästina zu viel verbraucht und sich einschränken muß. Selbst bei ausgeglichener Zahlungsbilanz ist ja der Zustand, daß der größte Teil der Importe nur durch die von außen einströmenden Gelder gedeckt werden kann, ein ungesunder, wenn auch im Aufbaustadium ein unausweichlicher. Wenn man aber bedenkt, daß vor dem Krieg die Einfuhr Jaffas, das damals <bn Hauptanteil am Import hatte, 1—lVs Millionen Pfund betrug, und heute Palästina, das viel kleiner ist, als vor <itm Krieg, fast das Fünffache einführt, wobei die Welt- Marktpreise heute kaum das eineinhalbfache gegen die Triedcnszcit betragen, so ist klar, daß trotz der geänderten Situation, wegen der die Einfuhr für Aufbaumatcrialien sehr Croß ist, Palästina zu gut lebt. Einige Ziffern, die sich t!Jf den Konsum beziehen, werden dies verdeutlichen: landwirtschaftliche Fragen au! einem arabischen Kongreß ' Der kürzlich in Jerusalem abgclmltene arabische landwirtschaftliche Kongreß hat eine Reihe von Forderungen an die Regierung gestellt, auf die Sir Wyndham Dceds bereits in deren Namen geantwortet hat. Wir entnehmen seiner Antwort jene Punkte, die sich auf die Landwirtschaft beziehen (iin Auszug). 1. ״Die Regierung soll die jährlichen Krlegsguschläge Zucker Reis . Einfuhr Jaffa 1913 3351 Tonnen. ״ 6677 Einfuhr Palästina 1920/21 9205 Tonnen ״ 9172 *) Das Kapital, das von jüdischen Immigranten der Ka- Kioric B ins Land gebracht wurde (Personen mit eigenen ‘!'itieln, die im Besitze von wenigstens 500 £ sind, wie cs Regierung verschreibt) ist nicht in diesen Zahlen enthalten. Bie Gesamtzahl der jüdischen Investitionen , zur Wcrgo (Grundsteuer) annullieren.“ — Diese wurden durch die türkische Regierung nach dem Balkaukrieg, teilweise um die bestehende Unterschätzung auszugleichcn, eingetülirt. Da eine Neuschätzung iin Zuge ist, werden sie nur mehr noch dort cingchobcn, wo es bisher noch nicht möglich war, den Hausbesitz neu zu schätzen, in welchem Fail der Kriegs-Zuschlag ab 1. April 1923 abgeschafft ist, oder wo Land nicht zu seinem wahren Wert seit 1920 in das Landregistcr eingetragen ist. 2. ״Die Regierung soll den Zehnten abschaffen, da er zu Unrecht bestellt und der Fellache darauntcr leidet.“ — Der Zehnte ist eine uralte Steuer, die der Fellache seit Jahrhunderten zu zahlen gewöhnt ist. Seine Abschaffung würde bei der gegenwärtigen Finanzlage Palästinas nicht möglich sein. Sie würde eine gleich große Erhöhung der Pacht zur Folge haben, dort, wo die Fellachen nicht Grundbesitzer sind. Das Einkommen aus dem Zehnten war 1920/21 39150Ü äg. Pfund, heuer bloß 200 000 äg. Pfund. Die Ver- Pachtung der Steuer mit ihren schlechten Folgen ist abgeschaht worden. 3. ״Die Rcgiorung soll die Taxen für Teilung von Meshaland abschaffen. (Anim der’ Red.: Es handelt sich um Taxen bei Einzclauftcilung des Landes der Gemeinde ähnlich wie beim russischen Mir.)“ — Die Frage wird studiert. 4. ״Die türkische Agrarbank soll wieder aktiviert werden aus Mitteln ihrer Außenstände, die entweder schon ein gegangen oder noch cinzuzichen sind, und auch mit dein Golde, das seit der Okkupation in ihrem Namen gesammelt wurde. Die Bank sollte von einem Komi/cc von Einheimischen mit Unterstützung der Regierung verwaltet werden.“ — Ein Bericht über die Maßnahmen der Regierung in bezug auf die eingezogenen Außenstände ist schon veröffent licht worden. Die entsprechenden Hypotheken sind gelöscht worden. Zinsen wurden bis 1. September 1922 nachgelassen. Die Regierung möchte sehr gerne eine Agrarkreditbank errichten, aber cs konnte bisher das Kapital nicht aufgebracht werden. Wenn einheimisches Kapital zu erhalten wäre, 60 würde dies eine Erleichterung bedeuten. Die Regierung hat übrigens seit der Okkupation zirka 500 0G0 Pfund Agrardarlelien zu niedrigem Zinsfuß verliehen, 6. ״Die Regierung soll die Pflanzung von Tabak kräftigst unterstützen und die Taxen darauf ermäßigen, die Zölle auf eingeführten erhöhen und den Schmuggel energisch be• kämpfen.“ — In seiner Antwort zählt Dceds die verschiedenen Maß regeln auf, die zur Förderung des Tabakbaues ergriffen würden und die von uns schon niitgctcilt wurden. 7. ״Die Regierung soll die Baumpflanzungen, Insbesondere die der Ocibäume fördern und den Beamten von Tulkeram Prämien für die von ihnen diesbezüglich geleistete Unter■ Stützung gewähren.“ — Es gibt sieben Baumschulen der Regierung, 430 000 Bäume wurden 1922 gepflanzt und 63000 wurden gratis an Schulen verteilt, 106000 verkauft. Heuer hofft die Regierung wenigstens 500 000 Bäume zu pflanzen und 70 000 gratis zu verteilen. Die Bauern wurden auch ermutigt, aus den unter Regierungskontrolle stehenden Wäldern viele tausende Wurzelschößlinge von wilden Oliven auszugraben und auf Ihren Grundstücken einzusetzen. Das betreffende Departement schützt die von den Türken verwüsteten Wälder vor weiterer Schädigung. Ein weitreichendes Programm kann erst aus Mitteln der Anleihe ausgeführt werden. Versuche der Bepflanzung von Dünen sind schon gemacht worden. 8. ״Die Regierung soll eine landwirtschaftliche Schule errichten und dafür sorgen, daß die Dorfkinder theoretischen und praktischen Unterricht erhalten, aus Mitteln des landwirtschaftlichen Departements.“ — Die Regierung bedauert, daß mangels lokaler Unter- Stützung die in Gaza cröffuctc Schule geschlossen werden mußte. Ihre Unterstützung des landwirtschaftlichen Unterrichts beschränkt sich gegenwärtig auf die Schule in Tulkeram, welche die dortigen Einwohner gegründet haben. (Subvention 300 Pfund). Das Fehlen geeigneter Lehrer verhindert die Einführung eines landwirtschaftlichen Unterrichts ln den Schulen. Die Regierung beabsichtigt eine Versuchsfarm bei Akka, ein zentrales Tierspital bei Ludd und kleinere Versuchs- Stationen an anderen Plätzen zu errichten, durch ctngeführic Zuditrassen den Vichstand zu bessern. Aber all dies braucht Mittel, welche die Anleihe bringen soll. 9. ״Es Ist wichtig, daß in allen Distrikten landwirtschaftliehe Gesellschaften gegründet und durch Agrikultursachverständige unterstützt werde.“ — Diese Frage wird studiert. Dia Regierung wird gern ihre Sachverständigen zur Verständigung stellen. 10. ״Die Regierung soll die Straße verbessern und ver• sctiicdenc wichtige Chausseen verstärken.“ — In der Antwort wird aufgezählt, was die Regierung an Straßenbau geleistet hat. Gegenwärtig gibt es 500 km guter Straßen, ,; 11. ,,Die Regierung soll ein ,Fünf-Feddan-Qesctz', wie es in Aegypten besteht, erlassen, nachdem kein Bauer sein Land, wenn cs unter 200 Dunain groß ist, verkaufen darf, um seinen Lebensunterhalt zu sichern.“ — Die Landverordnung von 1920 hat die Landverkäufe beschränkt, aber cs entstanden praktische Schwierigkeiten, und mit Zustimmung des Advisory Council Wurde sie wieder aufgehoben. Es besteht noch das Päditcrscluitzgcsetz. 13. ״Bezüglich der an die Ica erteilten Konzession, die Ländereien Zor Zarka, Birket Calsarca zu besiedeln, wurde beschlossen, dem II.C. zu depeschieren, die Rechte der Araber zu schützen.“ — Diese Rechte wurden geprüft und der Bericht veroffen tlicht. Anm. d, Red.: Aus dem Vorstehenden geht hervor, welche große Unterstützung die arabische Landwirtschaft von der Regierung erhält -- es sei nur auf die 500 003 Pfund Agrarkredit und die Gratisverteilung von Bäumen hingewiesen — indes die Juden von ihr sehr wenig erhalten. Die Konzession an die Ica, die schon von der türkischen Regierung erteilt wurde, ist bekanntlich so gut als rückgängig gemacht worden. Wenn die Juden in der Landwirtschaft auch nur einen kleinen Bruchteil der Bevölkerung ausmachen, so wäre es interessant, einmal fcstzustcücn, von welchen Bevölkerungsgruppen vornclimücli jene Stcuermittel fließen, welche einseitig zugunsten der arabischen Bevölkerung verwendet werden. Die Antwort ergibt sich von selbst aus der angegebenen Ziffer der Oschcrcingängc, die im letzten Jahre 200 000 fuPnd betrugen. Nach früheren statistischen Angaben haben allein 12 der zirka 40 alten jüdischen Kolonien im Jahre 1913 12 000 Pfund an Os eher gezahlt! Da die arabische Landbevölkerung nach der offiziellen Zählung zirka 430 000 Seelen zählt, die jüdische höchstens 17 000, so kann man aus obigen Ziffern sich ein Bild von der relativen Steucricistuiig der Juden und der Araber machen. Daß die Steuern und Abgaben aus anderen Titeln ebenfalls zum größten Teil von den Juden gezahlt werden, ist zweifeilos, da sie als Konsumenten, Importeure (Zoll!) usw. relativ die Araber bei weitem übertreffen. Eine Stcucrstatistik, nach Volksgruppen geordnet, müßte ergeben, daß die Hauptsteuern von den Juden, die 12—13 ״/» der Bevölkerung ausmachen, gezahlt, aber die Gelder ausschließlich zur Hebung der nichtjiklischen Wirtschaft verwendet werden. Eine solche Statistik würde auch den arabischen Hetzern sehr unan* genehm werden. LandwlrlschnJfllclier Bericht für Februar 1925 (Auszug.) Die vortrefflichen Aussichten für Wintersaat In den nördliehen Distrikten bestätigt sich. Die Lage im Süden ist durch zeitweisen Rcgcnfali in der ersten Hälfte des Monats verschlcchtcrt worden. Für den größten Teil des Landes wird eine sehr gute Ernte erwartet, wenn die Schädigungen durch Pflanzenkrank• heiten eingedämmt werden können. Gegen die Feldmäuse, die sich in einigen Distrikten gezeigt haben, wurden Maßregeln ergriffen. Der Zustand des Viehs kt befriedigend, nennen»• werte Krankheiten haben sich nicht gezeigt. Die Tabak regie hilft bei der Klassifizierung der Tabakproben des Jaffaer Distrikts. 63 000 Bäume wurden auf den Dünen von Akka gepflanzt und 700 Dunam wurden mit Gras bepflanzt. Die Dünencinhegung wurde auf 3 km ausgedehnt, ln Gaza wurden 300 Dunam Sandstrecke mit ■Gras bebaut und 123 000 Tamarisken gepflanzt. ״ . . ■ 63 000 Pflanzen wurden zu Zierzweckcn verteilt. 20000 Pfropfreiser für Wein wurden verkauft, 161000 ln den Baumschulen für nächsten Winter deponiert 100 000 Bäume für Nutzhol? und Schattengebung wurden verkauft, . Arabischer Baumeln g: der 1. Febrnar Die Arab Eoonomical 'Development Society hat kürzlich große Anstrengungen gemacht, ständige Baumpflanzungen im ganzen Lande zu sichern, . Aus diesem Grund hat sie sich in einem Aufruf an die Bevölkerung gewendet und ihr die Vorteile der Aufforstung für die Pflanzer und das ganze Land klar gemacht, mit dem Vorschlag,' den 1. Februar jede» Jahres als einen allgemeinen Bäumetag in ganz Palästina einzufiihren. Dieser Vorschlag fand die allgemeine Zustimmung aller Araber, sowie der Administration und der ganzen Bevölkerung. Um Höchstleistungen aufweisen zu können, ersuchte die Gesellschaft die Bürgermeister und alle Notabein der Städte um eine detaillierte Liste über alle Arten und die Anzahl der während dieses Jahres gepflanzten Bäume. Die Gesell* Schaft verlautbart weiter, daß bereits 500 000 Bäume in den verschiedenen Gebieten gepflanzt wurden' und stellt an die Bevölkerung das Ersuchen, diese Zahl während des kommenden Jahres auf 1 Million zu erhöhen. Die Arab Eoonomical Development Society ist der Meinung, daß sich die ökonomische Lage des Landes nicht bessern kann, bevor nicht mindestens 20 Millionen Bäume davon 10 Miilio nen Ocibäume — gepflanzt sein werden. Sie legt auch Wert auf die Anpflanzung von türkischem Tabak und hat sich an die Araber gewendet und ihnen mitgctcilt, daß sie in der Lage ist, <lcn Anfragenden entsprechende Hilfe oder technische Informationen geben zu können. Eine Versammlung der JMiseltcn Tabakplianzungsgesellschait Am 26. Februar fand eine allgemeine Versammlung der Gesellschaft der jüdischen Tabakpflanzer in Tcl-Awhv statt. Es waren ungefähr 20 Delegiere anwesend, darunter Vertreter aus Risclion, Rcchobotli, Pctach-Tikwah, Ranana, Chcdera, Artuf, Ein Ganiin, Chulda und Ben Schemen. Aus den vorgclcgtcn Berichten war zu entnehmen, daß bereit» einige 600 Dunam allein im Süden Palästinas mit türkischem Saattabak bepflanzt sind. Es wurde in der Versammlung verlaufbart ,daß die Firma Brüder Maspcro geneigt ist, Offerte von Tabakblättern, nach dem Gärungsprozeß im April, zu berücksichtigen und bedeutende Mengen zu kaufen, voraus* gesetzt, daß Qualität und Preis anncshinbar sein werden,