Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1923-04-27 · Heft 34 (27.4.1923) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 34 (27.4.1923)
Date
1923-04-27
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2651273-2652595-2652502-2652534--16527-2674179
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Seite 200 fcrn der ich tcilnaliin, kam eine Deputation von Arbcitslosen, um vom Waad Leumi ein Eingreifen zu fordern. Es entspann sich eine längere Debatte, in deren Verlaut darauf aufmerksam gemacht wurde, daß es noch eine!ganze!Reihe von Ärbeilsmöglichkciten gibt, die dein jüdische« Arbeiter verschlossen sind, z. B. beschäftigt die Stadtgcjneindc Jerusalem, obwohl «die Mnjoritiit der Stadtbevölkerung Juden sind, bei ihren öffentliehen 'Arbeiten ausschließlich Araber. Es wurde darauf lungewiesen, daß diese Tatsache nicht nur eine materielle, sondern audi eine moralische Schädigung bedeute, denn Jerusalem ist in gewissem Sinne eine Stadt des intetnationalen Verkehrs, und es wirft ein schlechtes Licht auf unsere Parole des jüdischen Aufbaus des Landes, ,wenn die Fremden, die nach1 Jerusalem kommen, bei allen Straßenbauten und sonstigen öffentlichen Arbeiten keine jüdischen Arbeiter zu sehen bekommen. Der Waad Lcutni sprach den Wunsch aus, daß die jüdischen Vertreter in der Stadtgemeinde, Yeliin und Mejuchas, eine Tätigkeit in dieser Richtung entfalten sollen. Ferner wurde von verschiedenen Rednern mit lebhaftem Bedauern die Tatsache festgestcllt, daß beim Bau des neuen Stadtviertels Roincma, das von Orthodoxen erbaut wird, fast nur arabische Arbeiter beschäftigt werden. Rabbi Ostrowski suchte diese Tatsache dadurch zu erklären, daß die Bauherren dort mit Privatuntcrnehmen! arbeiten und auf die Durchführung der Arbeit selbst keinen Einfluß haben. Er ging sogar so weit, die Beschäftigung jüdischer Arbeiter bei den anderen neuen Vierteln dadurch zu erklären, daß dort zum großen Teil Leltrcr und Beamte bauen, Leute, die von der Zionistischen Organisation abhängig sind und über kein Bargeld verfügen, sondern nur über Wechsel und An- Weisungen der Zionistischen Organisation. Diese Leute sind daher gezwungen, ihre Arbeiten durch Institute ausführen zu lassen, die auch wieder solche Anweisungen in Zahlung zu nehmen bereit sind. Die orthodoxen Herren sind großenteils Kau Heute, für die eine solche Beschränkung nicht gilt. Man kann sich vorstellen, welche ,Aufnahme eine solche Erklärung im Waad Leumi gcfunden hat. Es wurde auch darauf aufmerksam gemacht, daß private Bauunternehmer sich bisher stets der Bedingung des Auftraggebers, jüdische Arbeiter zu beschattigen, gefügt haben, wenn so ein Wunsch überhaupt erhoben wurde. Es verdient jedenfalls bekannt zu werden, auf wie schwachen Fußen die nationale Gesinnung gewisse!• bürgerlicher Kreise steht, die selbst beim Aufbau Palästinas das national Selbstverständliche nur dann bcgreifen, wenn irgend ein äußerer materieller Zwang besteht, 1 j t , Änt nächsten Tage kam der Demonstrationszug der A'rbcitslosen in die zionistische Leitung und entsandte eine Abordnung zu dem Leiter der Arbeitsabteilung, Sprinzak. Es kam zu sehr heftigen Auseinander* Setzungen. Die Arbeitsabteilung der Exekutive hat in solchen Fällen außerordentlich schwierige Arbeit zu leisten, und Sprinzak ist von früh bis abends auf den Beinen, um Verhandlungen zu führen, Streitigkeiten zu schlichten, Hilfe und Kredite für die Arbeitslosen zu beschaffen. Daß die Arbeitsabteilung mit einem Vertreter der Arbeitersdiaft selbst besetzt ist, erschwert zwar für den Verhandelnden die psychologische Situation, crlcich* tert aber außerordentlich die Lösung etwaiger Konflikte. Die Arhcilsabtcilung arbeitet in engstem Kontakt mit dem Sekretariat der allgemeinen Arbeiterorganisation, und es ist bisher immer noch gelungen, einen Ausweg aus den schwierigen Situationen zu finden, wobei fcstzustellen ist, daß die Arbeitslosen recht bescheiden sind. 1Audi diesmal ist es gelungen, ihnen eine Anleihe von 50 Pfund für die ganze Gruppe von etwa 100 Menschen zu verschaffe«, uin die Peßachfeiertage überhaupt leben zu können. Aber die Sorge ist dadurch nicht dauernd beseitigt. Sie wird noch vergrößert durch die Tatsache, daß gerade in der letzten Zeit audi verschiedene Privat- Unternehmungen ihre Arbeit einstellen mußten. Bei einer Firma, der Bauunternehmung Komornik, einer der größten privaten Baufimien, kam es zu heftigen Zwistigkeiten mit der Arbeitersdiaft, so daß die Arbeiter sogar Plakate an allen Straßenecken ansdiiagen ließen, worin die jüdischen [Arbeiter aufgefordert werden, nicht mehr bei dieser Firma zu arbeiten, Sämtlidie Arbeiter sind in den Streik gctreten, und wieder mußte die Arbeitsabteilung der Zionistischen Organisation und das Sekretariat der Histadruth cingreifen, tim in langwierigen Verhandlungen einen Ausweg zu suchen. Es hat sich gezeigt, daß die Arbcitsabteilmig eine der widrigsten und unentbehrlichsten Funktionen erfüllt, da der Druck der Arbeitslosigkeit und die möglichste Vermeidung aller Schärfen eine der zentralen und ununterbrochenen Sorgen der zionistischen Leitung in Palästina darstellt. Der kommenden Bausaison wird mit gemischten öefühlen entgegengesehen. Einerseits sind in den meisten Städten sehr viele Bauten bereits geplant, in Tel-Awiw sollen in diesem Sommer 400 neue Häuser gebaut werden; andererseits hängt aber die Durchführung der Arbeit davon ab, daß Geld und Kredit in höherem Maße zur Verfügung stehen. Leider aber haben sowohl die zionis tische Hypothekenbank als auch die Hypothekenbank der Brandeisgruppe leere Kassen. Es ist also im gegenwärtigen Moment noch nicht abzusehen, wie sich die Bautätigkeit wirklich gestalten wird, und solange keine industrielle Tätigkeit besteht, ist das Baugewerbe das wichtigste Reservoir zur Aufnahme der Arbeitslosen und der neuen Einwanderer in den Städten, Heute schon leben die meisten Bauarbeiter 80, daß von den organisierten Gruppen (Bau-Kwuzoth) immer nur ein Teil der Cliawcrim einige Tage der Woche arbeitet und die ganze Gruppe yori dem Ertrag dieser wenigen!Airbeitstag!e leben muß. fllEPISCHE RUNDSCHAU _ Die iu der letzten Zeit nngekommenen Schiffe bähen nicht nur Emigranten, sondern auch in erhöhtem Maße Touristen ins Land gebracht. Zwar ist die Zeit um Peßach sicla die Zeit der, großen Touristenverkehrs gewesen, trotzdem wird mir voil allen Seiten versichert, daß dieses Jahr zum ersten Mal seit dem Kriege wieder ein großer jüdischer Touristaistrom ins Land kam. Besonders angenehm wirkt ca im Lande, daß nicht nur Amerikaner, wie in den letzten Jahren, Ins Land kommen, sondern ln zunehmendem Maße das europäische Elan ent beteiligt kt. Die Ankunft der Reisegesellschaft aus Litauen, die über Berlin gekommen ist, und an der auch unser geschätzter Mitarbeiter, der Redakteur des ״Haolam“, Herr M. Kicinmann, teilnimmt, wurde geradezu als ein Symbol begrüßt, als ein Zeichen der wiedererwachenden Paliistinavcrbinuung des russischen Judentu 111s. Von den litauischen Gästen beabsichtigt ein Teil, im Lande zu bleiben oder doch geschäftliche Anlagemögiichkcilen *1m Lande zu suchen. Die zionistische Leihing hat den Gästen einen feierlichen Empfang bereitet, bei dem Ussischkin eine mit großer Rührung aufgeuommene Rede hielt über die Aufgaben desjenigen Teiles des russischen Judentums, der die Bewegungsfreiheit und Ärbeitsmöglidikcit behalten hat. Herr Kicinmann hielt im Belh-Am einen mit großem Interesse aufgenommenen Vortrag über die Lage Iin Oalutb und beteiligte sich auch als Redner an einem׳ Ehrenabend, der anläßlid« des dreißigjährigen Schriftstellerjubiläums von Dr. Klausner veranstaltet wurde. Das Touristenwesen ist allerdings ein ziemlich vunder Punkt in unserer Palästinaarbeit Palästina ist zwar ein Zentrum des Touristen verkeil re — wenn auch nicht in dem Grade wie das bcnadibarte Aegypten —■ aber das jüdische Palästina bleibt den meisten Touristen, die sich nicht speziell an die zionistische Adresse wenden, so gut wie vollständig unsiditbar, Die großen Touristenexpedifionen besuchen keine einzige jüdische Kolonie oder Siedlung und sehen nichts von dem neuen jüdischen Leben. Die Schuld an dieser Tatsache tragt die offenkundig antisemitische Tendenz der großen internationalen Reisebüros, vor allem Cooks. Ein kleiner Versuch, diesem Uebel zu begegnen, wurde durch die Ausbildung jüdischcr Fremdenführer gemacht, aber diese Maßnahmen sind keineswegs ausreichend. Die zionistische Leitung Ist sich der Bedeutung dieses Arbeitszweiges sehr wohl bewußt, und wie mir Herr Tischby, der Leiter der Abteilung für Industrie und Handel, sagte, beabsichtigt die Exekutive in der nächsten Zeit weitgehende Versuche zu machen, um einerseits die wirtschaftlichen Möglichkeiten des Fremdenverkehrs für uns besser auszunützen, andererseits die propagandistischen Möglichkeiten zu vergrößern. ׳• ־ Ruppins RQdtlcehr nacli Palästina \ - Herr Dr. Ruppin ist dieser Tage von Atmerlka zurückgekehrt und hat sich audi in Berlin einige Tage aufgehalten. Dr. Ruppin hat im Kreise des zionistischen Zentralbüros über die Finanzkampagne in Amerika be* riditet und insbesondere die Erfolge der Tätigkeit Dr. Weizmanns für den Keren Hajcßsod geschildert Die Aufgabe Dr. Ruppins bestand vor allem in der Interessieruiig weilcrer Kreise amerikanischer Juden für geschäftliche Investitionen in Palästina. Es ist ihm gelungen, eine Reihe von Persönlichkeiten für die Mitarbeit zu gewinnen. Die von ihm eingeleiteten Aktionen werden außer von den Mitgliedern der Dolegation und unseren ametikanisdien Gesinnungsgenossen audi von Dr. Georg Ha Iper 11, dem Vertreter des Finanz- und Wirtsdiaftsratcs, weitergeführt werden, der sich zu diesem Zweck nach Amerika begeben hat Dr. Ruppin ist am 25. April von Berlin nach Palästina abgereist Die Reise Dr. Halpcrns J.C.B. meldet über die Reise Dr. Halpernsi י Dr. G. Hnlpcm Ist am 21. April abends nach New York abgereist, wohin er durch Dr. Weizmann dringenc berufen wurde. Die Reise Dr. Haipcrns steht in Verbindüng mit dem Plan zur Schaffung eines neuen großen Finanzinstitutee für Palästina, unter Mit- Wirkung der amerikanischen Finanzleute Oskar Strauß, Louis Marshali u. a. Wie das Londoner J, C, B. erfährt, ist dieser Plan zuerst während eines Diners besprochen worden, das von Frau Friedmann, der Schwester des verstorbenen Millionärs 'Andri Friedmann, dieser Tage zu Ehren Dr. Weizmanns gegeben wurde und an welchem Oskar Strauß, Louis Marshall und andere jüdische Finanzlcute 'eilgenommen haben. Oskar Strauß hat dann an •seine F. .de eine Einladung zu einer intimen Zusammenkunft versandt, die in seinem Hause in den nächsten Tagen stattfinden wird. Während dieser Zusammenkuuft wird 'Dr. Weizmann den Versammelten auseinandersetzen, auf welche Weise sie zum Aufbau Palästinas beitragen können. Von dieser Konferenz ,werden Resultate von großer Wichtigkeit erwartet, ,י i --־.J ArbeitsIosensiatlsUk In Palästina Jerusalem, 22. April. (J.C,B.) Laut den Mitteilungen der palästinensischen zionistischen Exekutive zählt man gegen• wärtig über 2000 jüdische Arbeitslose im Lande. Die zio-!!Wische Exekutive berät über Maßnahmen, wie denselben Arbeit zu verschaffen ist. litt allgemeinen ■Ist die׳ Arbcitslosigkeit in Palästina im Sinken begriffen. Daß es jetzt 2000 Arbeitslose gibt, ist darauf zuri’iekz!!führen, daß jetzt verschieden« industrielle Unternehmungen in Jaffa und Tel-Awiw die Produktion vorübergehend eingestellt haben. , ׳׳ . ־1 ‘ ״ : * ־__- , . ׳,•־' .** I Nr 34 Englisclics C0ii1mt1nlfju€ über die Lage in PalSsiina f. London. (J.C.Il) Das Kolonialamt belichtet off,, ziell, daß das Ncbi-Mu£al1fcst, die christlichen Ostern 1!R(j das jüdische Passahfest in Palästina schon das zweite Jahr ohne Zwischenfälle verliefen und daß!n , alten Teilen des Landes die Lage eine friedliche sei. Der sehr zufriedenstellende Frt'thlingsregen hat dis! 'Aussichten der Getreideernte sehr günstig gestellt. Eint 1 Ausnahme machen die südlichen Distrikte, wo der Rt׳r{n | nidit ausreichend fiel. י . I Interessant ist, daß nicht eine einzige Londoner Ztj. I tung diesen offiziellen Bericht des Kolonialamtes ver,, I öffcntlicht hat. 1 ׳ t Kleine Palästina-NadirJcMen | Englische Parlamentsmitglieder In Palästina. Das Von- 1 servatlve Mitglied des englisciicn Parlaments, Sir. M. Cor, I wey, der im englischen Unterhaus die Universitäten vertritt § sowie die Arbeiterführern Miss S n o w d e n befinden tic'li! gegenwärtig in Palästina. Sie statteten der jüdischen Kunst. I schule Bezalel einen längeren Besuch ab und besichtigten 1 die mannigfalügsten Arbeiten der Schüler. Jetzt haben sich S» I M. Conwcy und Miss A. Snowdcu in das Innere des Lande! I begeben, um die Sehenswürdigkeiten Palästinas zu besichtigen, Bodcnkäufc. Die Palcstine Land Development Company Iwt ein Bodcnarcal auf dem Berge Karmel im Umfang von 3200 Dunam für eine Gruppe rumänischer Juden gekauft die die Absicht haben, dort eine neue Stadt auf den Namen de» Oberkommissära Sir Herbert Samuel zu errichten. DU Palestine Land Development Company steht ferner in Unter. Handlungen wegen Erwerbs eines Bodenareals in der Nih» von Jerusalem im Auftrag des Herrn Pcars aus Canada, der Preis des Bodens soll 10ÜQQ Pfund betragen. ד Der Magistrat von Haifa gegen jüdische Arbeiter. Dl» Jüdische Presse Palästinas führt darüber Klage, daß die Haifae! Stadtverwaltung keinen einzigen jüdischen Arbeiter beschäftigt und z. B, das Angebot der jüdischen Arbeiterorganisation wegen des neuen Cftausseebauei, obwohl « das niedrigste war, zugunsten eines italienischen Angebot! verworfen hat. Als dann der italienisdic Unternehmer judisdis Arbeiter beschäftigen wollte, wurde ihm deswegen seiten! der Stadtverwaltung gedroht, daß der Kontrakt rückgängig gemacht würde. Alle jüdischen Proteste an den Gouverneur und an den Obcrkommissar blieben ohne Erfolg. Eine judenfcfndtlche Geschiehto Palästinas. Der Ver. Walter des Lehrerseminars der Regierung in Jerusalem KatU Mussa und der arabische Lehrer Alsala Alburgussi verfaßtes gemeinsam eine ״Oeschichte Palästinas״ in arabischer Sprache, die offenbar als Lehrbuch für das Seminar und andere Regicrungsschulen dienen soll. Das Buch ist voll fciit Verteum. düngen gegen die Juden. (J. C. B.), , ־ M! Die zentraft* Post- und TelegrapftcnverwaD tung In Jerusalem hat ihre fetzten Zirkulare und Abrech• nungen für die jüdisdien Abonnenten nicht ln hebräischer, sondern in englischer Sprache versandt, obwohl diese gefordert haben, daß die gesamte Korrespondenz in hebräischer Spridis geführt werden soll, die ja nach dem Oc5׳etz ebenso wie tfe englische eine offizielle Lande aprache ist. Der VorsUnJ der jüdisdien Gemeinde Jerusalems wandte ach mm an die jüdischen Einwohner Jerusalems mit der Weisung, der Post- und Tclcgraphenverwaltung die engMsdien Zirkulare und Rechnungen zurückzusenden und auf der Erledigung in hebräischer Sprache zu bestehen, ’ ( Vor kurzem wurde ln Sefme bei Jaffa dne große Pf erde schau , verbunden mit Wettrennen abgdinlten, zcJ welcher viele tausende Emvoiincr aus Jaffa und ganz Palästina erschienen waren. 13er Obcrkommissar samt mehreren hohen Beamten waren eigens aus Jerusalem hernusgekommen. An der Konkurrenz halten auch jüdische Kolonisten mit Äiren Pferden teilnclmicn sollen. AU die jücGsclien Kolonisten auf (k־m Rennplatz erschienen, bemerkten sic zu ihrem Erstaunen, daß die Programme in englischer und arabischer, aber nicht in hebräischer Sprache gedruckt waren. Auf ihr« diesbezügliche Reklamation wurde ihnen seitens der Vcrwaltung des arrangierenden Sportidubs erwidert, es wäre in der Sitzung des Klubs beschlossen worden, von dem Abdruck de* Programms in hebräischer Sprache atozusehea Daraufhin sagten die jüdischen Kolonisten ihre Teilnahme an dem Wettrennen ab und verließen zum Zeichen des Protestes den Ratz. Die hebräische Tageszeitung ״Erez-Israel", die vor einigen Wochen in Jerusalem zu erscheinen begonnen hat, wurde dieser Tage eingestellt Die Verleger geben be kannt, daß die Einstellung eine vorläufige und lediglich auf technische Schwierigkeiten zurüekzuführen sei. Nach Behebung derselben soll die Zeitung wieder zu erscheinen beginnen, Ein polnisches Konsulat in Jerusalem Dem Warschauer J.C, B.-Vertreter wurde seiten« pofulscher diplomatischer Kicise die folgende Information erteilt: Die polnische Regierung geht jetzt daran, den Posten eines diplomatischen Vertreters Polens ln Palästina im Hinblick auf die polnischen Interessen in diesem Lande zu besetzen. Als Vertreter der polnischen Regierung für Palästina wird am 1, Mai Lcgaüonsrat Dr. S, Adamkiewicz, bk jetzt erster Sekretär der polnischen Botschaft in London, nach Jerusalem nbreisen. In seiner Begleitung fährt der Lcgationssckretäf Herr Stanislaw de Rcseltc. Die hauptsächlichsten Aufgaben der polnischen Vertretung In Jerusalem werden die folgenden seit« Anknüpfung von Beziehungen mit den englischen Behörden in Palästina, an deren Spitze der Oberkommissar der englischen Regierung Wahrnehmung der Interessen der in Palästina in großer Zahl lebenden polnischen Staatsangehörigen, Regelung def Emigration von Polen nach Palästina. Förderung dea Handels und der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Polen und Palästina usw. ** Ir Palästina en Regierung Die arabische Propaganda In Amerika 16 r u s a 1 cm. (J. C. B.) Die arabische Presse in Damaskus berichtet über arabische Propagandamarken, die vom ״Verein für das Erwachen Palästinas״ in Amerika heraui• gegeben werden. Die Marken tragen die Aufschrift ״Pa* nu r a den Arabern״ und enthalten eine Karle von I alas ma, ferner Abbildungen der Omar-Moschee und der christlichen Grabeskirche, Die Marke kostet ein Cent, die Einnahmen sind für dl« palästinenstsch-arabkehe Bewegung bestimmt,!, r ein«« ן י Volk‘ der V , knüpß jüdiSC׳ ,I offene,, recht artige 1 Ausdr D ' Sie Ist die g| und ס artige sehen über Juden ■ jüdisc1 wirts' D öffent , Viel vT furtcr. haupt;V unter!'1ין men, ., Rat u teten verbai'V '! Orgar'.>•״; hille I , tMion •1 1' Or,;a! •v! jnültsa F i■ traüsi ׳ «ine s ■ Die L ETr D ipriny Bis״- , — Be ן in ihr •‘1 Volks! ( FT Pal a י den 2|1 Xi:: da <1! •־' das C '' ZkmüiV tatslc!L genwi.i dafür V! itrom. A: auf <J* ,1 Und < .1 Lösun.. arbeit, nisten:, zionis;ין Motiv,, rungstE tums zu

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.