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Jüdische Rundschau · 1923-04-20 · Heft 32 (20.4.1923) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 32 (20.4.1923)
Date
1923-04-20
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 100 JU ED IS CHE RUNDSCHAU Das Jüdische Schicksal im ״Bercschitü“ Einleitender Vortrag zu einem Zyklus von Dr. Alfred Ltndtberg, Wiesbaden, Wir wollen vom jüdischen Schicksal sprechen, von dera Schicksalsweg: des jüdischen Menschen, den wir, so lautet unsere Aufgabe, verfolgen wollen von Anbeginn bis in unsere Zeit. Was Ist Schicksal? Ein ferner dumpfer Klang. Denn unsere Zeit hat den Inbegriff dieses Wortes verloren, wie vieles, was das Leben beschwert und zugleich erhöht. Wir waren allzulang auf den Alltag, auf die naheste Gegenwart eingestellt, wir hasteten nach den äußeren Erfolgen dieses Alltags. Wir haben Vergangenheit vergessen und meiden die Zukunft, Schicksal aber wurzelt in Vergangenheit und weist in die Zukunft. Also nicht gleichbedeutend ist Schicksal mit Geschichte, mit der es den Wortstamra gemeinsam hat. In der Ge• schichte, die nur Vergangenheit ist, gilt cs, Schicksal aufspüren und die Wertung der Zukunft, die Schicksal in sich birgt, wird uns leichter. Es ist ja das Wesen menschlicher Geistigkeit, daß sic fragt, daß sie den Sinn menschlichen Daseins ergründen will, warum es dem Menschen gegeben ist, über sein beschränktes irdisches Leben hinauszuwachsen und in die Vergangenheit, in Jahrtausende zu blicken, warum dieses menschliche Leben glückhaft ist zuweilen und uncrträgtich schwer ein andermal; und wenn wir an den Fortschritt auf Erden glauben, wollen wir auch die Jahrtausende nach uns ergründen, die Zukunft, oder was dasselbe ist, den Zweck unseres und der kommenden Generationen Leben deuten. Wenn wir aber das Buch der Weltgeschichte aufschlagcn, dann sehen wir wohl zuweilen äußeren Glanz von bestrickendem Ausmaß. Doch, sobald wir uns ü b e r das Einzelgcschchcn stellen, sobald wir Sinn, Sendung, Schicksal suchen, erscheint uns das Ganze widersinnig und wir Völker standen auf und wurden groß und vergingen und ihr Werk wurde Vergangenheit Andere lösten sie ab an äußerer Macht und hatten das gleiche Geschick. Was soll uns dieser zusammenhangloser Wechsel von Krieg und heuchlerischem Frieden, Macht und Schwäche, Versuch und Irrtum. Und wir verzweifeln gerade in unseren Tagen, die menschliche Verirrungen grandioser zeigen als je eine Zeit zuvor, an der Zukunft, an unserem Menschlichkcitsglauben. Auch wir jüdischen Menschen, die jüngsten Glieder einer siebenzigfadic» Kette von Generationen, wir stehen da und fragen nach dem Sinn unseres Daseins, unerträglicher noch als sonst Mcnschcngcschick scheint es dem einen, rätselhaft und unentwirrbar dem anderen. Denn auch wir haben den Zusammenhang mit unserem Schicksal verloren und tasten uns fort von Tag zu Tag, bestenfalls irgendwie verbunden mit der Vergangenheit, aber zumeist ohne eine Vorstellung von unserer Zukunft. Doch so nachhaltig ist der an die Väter ergangene Schicksalsruf, daß selbst die Gleichgültigsten, die ganz im Alltag Defangenen, in einer stillen Stunde, wenn auch nur aus der Ferne, den Ruf vernehmen. Es ist vergebens, sein Schicksal zu fliehen, cs spürt uns nach, cs erreicht uns, packt uns, und wenn wir nichts von seinem Wesen wissen, stehen wir ratlos und verzweifelt Deshalb tut cs not, dem Werdegang unseres Schicksals nachzugchen bis zum Urbeginn und von da durch alle Zeiten, vielleicht, daß das Rätselhafte unseres Daseins sich löst, vielleicht, daß wir in Erkenntnis befreit werden, vielleicht auch, daß wir Gott wiederfinden, den wir Modernen verloren haben Noch einmal sehen wir in die Geschichte zurück» und es zeigt sich ein anderes Bild. Da trat vor drei, vier Jahrtausenden ein kleines Volk im westlichen Asien, an der Wegscheide zwischen Osten und Westen, in den Bannkreis der Geschichte, ein kleines Volk mit einem kleinen Land, ständig bedroht von mächtigen Nachbarn, oft bekämpft und meist besiegt, bis ca jeder Staatliehen Existenz beraubt hinausgetrieben wurde in alle Winkel der Erde. Auch in der Zerstreuung trieb cs denn von Katastrophe zu Katastrophe, aber das Wunder geschah, das jüdische Volk bestand die Zeiten, überdauerte die Jahrtausende, Kriege und Revolutionen, Kulturen und Untergang, befruchtete eine Welt mit seiner Geistigkeit und ist da, lebendig bis in unsere Tage. Warum ist dieses Volk so zäh, so Iebcnswillig, daß es, nachdem schon einmal seine Idee die Welt aus den Angeln gehoben hatte, unter den ungünstigsten äußeren Bedingungen, die je einem Volke nuferlegt wurden, so stark und glühenden Geistes blieb und durch seinen inbrünstigen Glauben und nicht durch irdische Machtmittel getrieben, ein Gesetz auf sich nahm, das strenger und kategorischer ist, als je eine staatliche Norm? Das den Alltag bis in» Einzelsto regelte, das Kasteiungen vorschrieb, minutiöser und einschneidender in den äußeren Lebenswillen als je eine Ordensregel. Und nicht eine Kaste war cs, die diesem Gesetz sich unterwarf, sondern die ganze Gemeinschaft bis zum letzten armseligen Hausierer. Dieser Glaube machte die Ahnen zu Helden ohne• gleichen, die seinetwegen willig den Scheiterhaufen bestiegen, in dieser Inbrunst starben in unseren Tagen die .Brüder in der Ukraine und mit der Flamme, die ihren Leib tötet, schickt die jüdische Seele ihr ewiges ״Schma Jisrod“ zum Himmel. Das ist, wenn wir die Geistesgcschichle Israels durcheilen, die Inbrunst Abrahams, dem Gott auferlegte, ein Segen zu werden den Völkern der Erde, das ist das’ Gotteserlebnis Jakobs, das Beer-Hofinann in seinem Jakobdrama in die zukunftssichcrcn Worte ausströmen läßt: ״Herr, rufe, rufe und aus meinem Blute Wird immer wieder einer dann erstehen, An fachen das, was Herr von dir entzündet, Heilige Glut noch unter Trümmern schwält Und ihnen sagen, sagen, sagen, Wozu sie Gott in alle Zeit erwählt.“*) Es Ist die Sendung Moses, der ein Gesetz vom Himmel herunter holte, ohnegleichen und unerkannt bis ln unsere Tage, von dem der englische Christ Henry George sagt**): ״Während die geplünderten Pharaonengräber der Eitelkeit spotten, die sie errichtete, ist der Name des Hebräers, der, von ihrer Tyrannei sich losreißend, für die Erhebung seiner Mitmenschen arbeitete und sann, noch heute ein beachtendes Licht der Welt“, die, wie wir hinzufügen können, noch immer im Dunkel lebt •) B c e r * Ho f m a 11 n, Jadkobs Traum, Veri 1505—1510 verlaß״ iC51J40e0r£e’ M<ÄC* d€f Gesetzgeber (Welt- Es ist der Geist der Propheten, der unentwegten Kämpfer für das Absolute, Reine und Edle Im Menschen. Es ist die Seele Hiobs, Hillcls, Ra-.chis, Jchuda Halcvis, 611 der nnmen• losen Märtyrer des Mittelalters, der Ödst Baal Scherns» und wie wir glauben, auch eines Theodor Herzl, einer Rosa Luxemburg, eines Gustav Landauer, es Ist der jüdische Mensch, der Verbannung von allem irdischen Sein freudig auf sich nimmt, um einem Höheren zu dienen, um seines ZukunftsgUubcns und seiner Zukunftr.5chnr.ucht willen. Und so beginnen wir denn heute den Gang durch den Schicksakweg unseres Volkes, Indem wir das Buch öffnen, das der Allcinbcsitz Israels blieb, obwohl es wie kein geistiges Werk sonst die Menschheit beeinflußt hat. Das Schicksals• buch unseres Volkes, sein Lcbensplan und ®ein Rückgrat, seine Rechtfertigung für die Ocgenwart und sein Wegweiser für die Zukunft, das Fünfbuch, die Bibel, legt gleich im Anfang, im Beresciilth, den Grundriß für alles Kommende. Im Anfang Ist das Chaos. Aber die Krönung des Schöpfer- Werkes ist nicht der Mensch, sondern seine Idee: mächtig schlägt der Akkord in das Brausen der Wcltschöpfung, ein Akkord, mcnschhcitsbcglückend und noch nicht durchgedrungen Berliner Zionistische Vereinigung Gruppe MorUwoe» Mittwoch, den 85. April 1888, abends 8 Uhr im Tiergartonhof, am Bahnhof Tiergarten Vortrog ron Herrn Reg.-Rät Kana Goslar: und nationaSdosstsctsos JadonSam“ bis in unsere Tage, der Sabbath, der Ruhetag, der König der Tage, der freimachen soll von allem irdischen Drangsal, der Freund und Beglücker des jüdischen Volkes auf seinem langen Leidensweg, der Tag, den Israel der Menschheit schenkte, die aber seine Größe noch nicht erkannt hat bis in unsere Tage. In Harmonie endet die Weltschöpfung. Friede ist auf Erden, friede im Menschen, Verbundenheit des Menschen mit dem Göttlichen über Ihm in restloser Ausgeglichenheit. Aber der Mensch wählt die Erkenntnis und damit sein Schicksal, das ihn erdgebur.den macht und eine Zweiheit ln ihm schafft — die Erkenntnis von Gut und Böse —, die ihn hinausweist aus paradiesischem Frieden und ihn hinclnstellt in den irdischen Kampf, in die Qual seiner Beschränkung und in die Sehnsucht nach Erlösung. Das menschliche Schicksal nimmt seinen Lauf, —- ein verworfenes Geschlecht wächst auf, sündhaft, unterlegen im Kampf mit dem Bösen. Sintflut kommt, aber das Brausen der Gewässer übertönt ein Hoffnungsschrci.* Um des einen Ge• rechten willen, weil Noah im Guten wandelt, bleibt Menschengcschkcht erhalten. Die Sintflut, die die Körper tötete, wird abgetöst durch eine Sintflut des Geistes. Hilflos und staunend steht der Mensch vor seinem Drang, über sich hinaus zu wachsen zu Höherem, sein Irdisch, sein beschränktes Dasein hinüber zu pflanzen in die Ewigkeit Das Ergebnis Ist: der Turm von Babel, unvollendet und ohne Sinn, ein warnendes Zeichen für spätere Geschlechter, daß sich der Wille zu Höherem nicht auswirken kann in äußerlichem Werk. Der Warnungsruf ist verhallt, und eben jetzt sehen wir wieder Völker ver• blendet einen Turm zum Himmel bauen. Aber das Werk bricht zusammen, und unter Trümmern stellen die Menschen hilflos, denn ihre Sprache ist verwirrt und einer versteht nicht mehr den anderen. Durch die Irrungen der Menschheit hindurch führt uns Bereschith zur Geschichte Abrahams, des Stammvaters. An ihn ergeht der kategorische Imperativ jüdischen Seins, der göttliche Befehl: והיה סרנה Werde zum Segen, die Völker der Erde sollen gesegnet werden durch dielt. Nicht Ruhm also, nicht äußerer Glanz, wie den Heroen anderer Volker, wird dem Erzvater angekündigt, sondern die Aufgabe, die Menschheit zu wenden, die Zweiheit von Gut und Böse zu lösen in die Einheit des Absoluten, des Göttlichen im Menschen, den Kampf zu beenden zwischen Recht und Unrecht und die Gerechtigkeit, den ewigen Frieden zu bringen. Wir denken daran, daß dieser Segen ein Anfang ist, der alles enthalt, was später Moses und die Propheten vollendeten, Israel zu erziehen zum Gottcsvolk, zum Volk von Priestern, zur Richtschnur für die Völker der Erde. Und wir erleben cs an dem Wunder auf dem Berge Morija, daß diese Auscrwählthelt, dem ersten jüdischen Menselten verkündet und miferlegt, nicht äußeres Vorrecht, nicht irdischen Glanz bedeutet, sondern schicksalsschwere Hingabe. Und Gott erneuerte seinen Segen, als Abraham bereit war, für den Glauben an seine Berufung, das Beste und Liebste auf Erden hinzugebcu, ohne zu prüfen und zu deuten. Das ist der Sinn der Opferung Isaaks. Der nordische Denker, Siiren Kierkegaard, preist dieses Heldentum in ״F.ine Lobrede auf Abraham“ mit den Worten: ״Da stand er, der alte ,Mann mit seiner einzigen Hoffnung. Aber er zweifelte nicht; er schaute nicht ängstlich nach rechts und links; er forderte nicht den Himmel heraus durch seine Gebete, er wußte, es sei der allmächtige Gott, der ihn prüfte; er wußte, er sei das schwerste Opfer, welches von ihm gefordert werden konnte; aber er wußte auch, daß kenn Opfer zu schwer sei, wenn Oott es forderte, und er zückte das Messer.“ Diese Schwere der Auscrwählthelt, diese Uebemnhme des Joches einer kidvollen, aber beglückenden Sendung, findet im Bereschith ihren höchsten und unvergleichlichen Ausdruck lin Drama Jaakobs, der als Zweitgeborener nach Esau-Edom sich sein Schicksal ertrotzt und erkämpft, den Kampf mit Oott besteht und seinem Volk den Namen gibt. Daß die Sendung Israels nichts gemein hat mit der Auscrwählthelt, zu der sich andere Völker berufen fühlen, ward einfacher und inniger niemals und niemals so endgültig gezeigt, wie in dem Ocgensplct zwischen Esau und Jaakob. Esau, der von Natur Glückhatte, der Erstgeborene, der kraft, volle Jäger, Jaakob aber ein schlichter Mann, wohnend in den Zelten. Esau, der Typ des Unbeschwerten, Erdcnständigcn, der auf seinem Schwerte lebt und seine Erstgeburt verachtet. Jaakob aber, der Haus und väterliches Erbe verlassen muß, der Gottsucher, dessen Auserwählthclt bedeutet; ״Traumlosen Schlaf nicht kennen, Gesichte nachts und Stimm« . tags."*) ־! Menschlich, allzu menschlich zeichnet Bereschith I Jaakob, nicht als Idealgestalt, nicht frei von Irrungen', Niederungen. Müßig Ist cs deshalb, das Peinliche dcrSt״, f ersclilclclumg zu beschönigen. Ein Mensch, nicht lrcj\.| den Versuchungen des Alltags, hört Jaakob aut d;t j ' flüstenmg der Mutier und überlistet den alten, blinden V! 1 und der Segen, der seinem Schicksal die Richtung gibt, : sich Über ihn. Doch das äußerlich Erlistete wird zur |-l,j liehen Befreiung und zur geistigen Tat erst durch Km I durch den Kompf mit dem Engel, der gekommen, ihm J,1־ Sendung streitig m machen, Ihn zu prüfen. Jaakob hcr j den Kampf, nicht körperlich zwar, denn schwer verletz!. i Hüfthallcn geht er aus ihm hervor, aber seine {geistige K׳ überwindet die Nacht des Kampfes, und als es Tag v 1 und der Gegner von ihm ablasscn will, da verlangt js.׳,! das Letzte, das Höchste, das man vom Feind, vom GS1 f verlangen kann: Ich entlasse dich nicht, du habest mich I gesegnet! | Und cs erwirbt Jaakob sich den Namen Israel, 14* GoÜcskämpfers. So war der Segen Ahrahams durch K I gespendet, i!n Anfang in menschlicher Verfehlung erlistet, ,ף|ן erkämpft und erworben in nächlüchcm Kampf, der den Kör■׳!;?Yen' schwächte und zum hinkenden, mühseligen Wandel auf d'.I bestimmte, aber die Seele freimachtc und reinigle, berc.:• * für ihre und der Nachkommen Sendung. So konnte <י!' Jaakob an! Ende seiner Tage den Segen weitergeben i.״?*י . % seine Söhne, Urzellcn schon der zwölf Stämme und' d-f.,V. \ ׳״ r Volke den Weg weisen, den er als einzelner gegangen »l;| ' Und dann die Geschichte Josefs. Was geschieht? ff??beit«1' 'יי jüdischer Mensch wird verschlagen aus der bisherigen Wch:| wiili׳vkci)!', ( .1 Der j U'uritcf", (jfÜfldc ו'ן t y 0 r s t •. \ hm' ( H u ß b •' leider n! , [>,e Z! vortrag ׳ rCScM0' j,i;en d' 1 pul»5• ,, direkter! liehen S..׳ iiiui Sei ן Eine Ri'; A11 I Sc statte, in Fremde verkauft. Sein Seherblick bringt dem br:. das ihn aufnimnit, reichen Nutzen. Er organisiert die Wi: schaft dieses Landes, er wird mächtig, kommt zu Ehre! Und ruft Vater und Brüder zu sich, um sic tellnchmen :1 lassen an seinem Glück, das ihm und den Seinen Schieb] wird. Seine Söhne nennt er Mcnassc, denn ״vergessen mich Gott mein Schicksal und mein Vaterhaus״, und Ephri-l denn ״fruchtbar machte mich Gott im Lande meines Elends׳•[ Wir stutzen und denken nach und wissen, daß die« Josef-Drama schon die ganze Tragik der Zerstreuung;;:״ schichte Israels enthüllt. Wir sehen die unzähligen jüdisch; Menschen, die heimisch gewordene Fremde verließen t:| andere Fremde sich zur Heimat zu machen suchten. Wir stkj die Juden die Wirtschaft Spaniens organisieren, bis sic 1. gespien wurden und nach Osten «־änderten. Man nahm s'l auf, sie wurden von neuem wertvolle Mittler, bis sie fikf flüssig wurden und vor dem Scheiterhaufen flohen, winkte Polen mit lockendem Gebot — und dort dcrstl. in nacni! Vormitü|: Keren 1, stehen. sdieinbah wie der,1 von Op: Am liehe Ta ־ Nürnberg schienen1 > dem de ■ für sein ־־ p'״y R, Lieb richte d ) Oesdiaf!:., Augsbui j Ablauf. — Wie lange noch dieser Kreislauf, diese twi;3 seiner A Wanderung? fi jdeisietf?י Wir denken an eine Erscheinung unserer Tage: aus,: Yä Rathenau, der 1914, als die sieben mageren Jahre ln Dcu!s!;|| Gruppen׳;ו ,Jp!and drohten, die Prophezeiung aussprach den Mächtigen din!jj bewußte h j'<■' Landes, nach dem Plane Josefs handelte und rationierte. At!|fes scin,( ן; י, ‘ ihn tral die Kugel, und die Seinen sind In geistiger Kntcli'.jj dahin 1 1 schaft, und einige hoffen auf den Auszug aus Aegypten* lugcnbli; .1!h. Nun finden wir, wie ich glaube, bestätigt, was wir 11!? ■!׳׳ יי Anfang versprachen, das Schicksal unseres Volkes exponiert 11 ״ts., rVfl'j seiner Urgeschichte, und schon ahnen wir, daß unser schweitlSic‘‘cn :i Geschick nur Prüfung, Reinigung, Kampf mit dem Engel t!gzu ,I? ' ■T deutet, der uns zwar körperlich verwunden mag und unitraf ^St־ ׳ - Lebensweg mühsam macht, hinkend und nicht 80 glikkkü jüdische! wie es der Lebensweg unbeschwerter Menschen und Völcg״YlVt": 1':;׳ ist, die weniger durch Schicksal gebunden sind. Weil “e‘ten? Welt krank ist durch Zweiung in Gut und Böse, ist uns *c׳§f״cvet! יי.'׳ gegeben, durch unsere Tat und durch unseren Kampf dvj ,1,e!!:! Zweiheit zu brechen und mag die Welt uns verwunden ut|| .n1:״esf 1i mag sie nach unserem Blut schreien, wir lassen sie nicht, if W|5״Y1 ־,:>׳■ habe uns denn gesegnet I und Nü:. So wird uns Suchenden schon Hoffnung Im Aof» , “ i1־ f» sdion ahnen, ja wissen wir den Sinn unseres Seins, uns«(! *1ne1l. » ‘J Qual, unserer Sehnsucht nach Erlösung. | Und —• wenn wir demnächst den Weg fortsetzen dtirc'r die Schicksalsgeschichte unseres Volkes, so verstehen wirschefj den Sinn der Worte, die Beer-Hofmann an *einen JaakotJ richten läßt: ״Um meinen Namen magst du Un-Erhörtes dulden, Doch, noch in Martern, fühl’, daß ich ־— dich nie vcrwirl Ich will ja nur mein Sohn mich dir so rief verschulde: ■ die Sch Daß ich — zur Sühne — dich erhöh’n vor allen darll“") Keren f)ajessod pllichtun daß da! tericllcn häufig c und de1 Von gi Herrn P Wci wurden! bisherig: Kooptie. 1J Rumänien Die Keren H.ijcssod-Arbcit macht gute Fortschritte. konzentrierte sich in den letzten zwei Monaten hauptsiicWk׳ auf die Stadt Jassy, die mit ihren 40 030 Juden als ei«1 der schwcrst zu behandelnden Punkte Rumäniens gilt. Arbeit wurde im Aufträge der Keren Hajessod-Abteilung f״' Zcntrafeuropa von den Herren Julius Berger, Turnowil!' und I rl. Sari Kohn eingcleitct und später von Frl. Kolm unter Mitwirkung des Sekretärs der rumänischen Z:e mstlschcn Föderation, Herrn Israel Markus, fortgelührt Die Erfolge dieser ungefähr achtwöchigcn Tätigkeit ny recht beträchtlich. Es wurden insgesamt etwa 500 Zeicn nungen in Höhe von Insgesamt 3 Millionen Lei für <י:! laufende Jahr erzielt, von denen die Hälfte bereits bar t'5• gegangen ist, während die andere Hälfte in den nkh״[־ drei Monaten eingezahlt werden so!!. — Die Arbeit für 0« Keren Hajcssod in Jassy erbrachte den Beweis der nation* konstruktiven Bedeutung der Keren Hajessod-Akiion. Jassyer Judcnheit, die gänzlich unorganisiert und ohne joh inneren Zusammenhang war, ist durch die Keren Hajes•״*' Aktion aus ihrer Lethargie aulgerüttelt worden. Unter A»׳ leitung von Frl. Sari Kohn wurden mehrere JugcndgrupP«' gegründet, die Frauenarbeit organisiert und die vernachlässig« soziale Arbeit wieder aufgenommen. Besonderes Inter«« verdient die Gründung einer jüdischen TischlergcwcrkschH! die direkt im Anschluß an die Keren Hajcssod-Aktion erfolg״• Auch die Aktion für den Goldenen Schekel konn« im Anschluß an die Keren Hajessod-Arbeit erfolgreich dnrC״' geführt werden. (Ziko.) *)Beer-Hofmann, Jaäkobs Traum, Ver«? 7 Beer-Hofmann, Jalkobs Traum, Ver* 144$*־**" ״ Wir * Zunäebs,: | *Habend 1 R^ie, Autoren ,«it jfidij * Nac *1dunen ßffiinen,1 *ui die Mausdil yertlosd , beten w sind. (ן ' tiwa u der Fol b$e ich Unternel * Künstle{ spielen,; ' Aufmcri! Ber Virü ta “cu2rü1 Wird se Kunst ז 0׳-sichte ftan »|«?ramm *berste1

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