Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 30 (13.4.1923)
- Date
- 1923-04-13
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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J'UEDISCHE RUNDSCHAU Seite 177;,n vor;.'. •, j Ai'!'■ 'liiil;,-׳. 1!.1.׳a1;c״? V; nj.in ,!' F;'‘■. 1"■'״ca '|: l״il’ml'fS? ץ• I .t r*־;cl1c ן»’■ i die der >•' 4 einen 4,ל; l:1 'Vl־nlt|, ,י ־|.e!ieu g/'׳ 1י all jene ן,;11’nei vcr,'C' >en und (]!״ (Ist Ihr viv; י Hnjcssoj . k;m!1 m3i) ־ m!h׳ii 1)CyV;, ' >'!׳ mit v,‘’['!׳ ״l> deici! q;ar keinem y noch \V;(C|'. ס"? r>,-. I 'eil Diskus,:,';;dien, uc;;! :1" wir in j.. I seit drei j;,;״ 1 die die y,' :1' zu ״saiiiej,; irrcti wollen,:;lern bereit,' lelicii, von ,1 Vorteile v‘, :issen und;{ :Dien ״GröSc:’ id nicht für £ .!1 und tür £;ssen, mit j:lr1 erden auf ,! Dpfer darf ״ t um die 1 muß, so»!, le ist: vtv , ,m gegen»!,;einer Volk:;;: i spielt es!■;, Jüdische Wz ■ Boden sek,: und ihren ן tglieder ver,׳ erantwortlit! ׳iel gcfäliriic', (amt und ui lim allgemein!n der Auf!!:, eine in ,:in. rst eine grd tülzt auf c: iel wird lei:.׳ Bewegung 11 : lieren. Der; ' ich entrüst, tn, aber ka erden wir 31 :1 einmal seih :11 der Ver.v ■ wird cs at hon jetzt לין n, die wir;■ . er Marjans! : Welt hin,׳ו, ie ist virilen ssen wird,!: Geduld, A: ssen, daß ל igkeit zu v, nötigen Krä 8 Brief aus Palästina ק jm Enick bähen sich die wichtigsten Gruppen hipii Alijah“ zusammengefunden. Der Geist dieser ';!^n ist der der G dt! d Awodah, der den westlichen sit den Punkten E11 Charod und Tel Josef .!( hat, während der östliche Teil (Beth Alfa) Kibuz Haschome r Hazair und der dem •tschechoslowakischen Kwuza (nach deren Arbeitsplatz meist kurz ״Kwuza th Chefbearbeitet wird. Die Aufgabe, die dieser Art neu in der Geschichte Eine Zusammenhalt- Dunatn, die in ׳;rein ■..« genannt) ״eseizt ist, ist in; pai.istiucnsischcn Kolonisation ,1 Bodenflache von zirka 20000 n:erika Fi nt reffen 1׳ den zaliiruc■ hat in d:; md sieh «i*11; Iraks ' Dr. Magr.t £׳ ur Beleih;;'1״ Ancikcmiu i״ Paiahin -,111 Urzustand ist, auf einmal durch jüdische Arbeit!;kupieren und urbar zu machen. Weder gibt es ־;!lidic Ansicdlungcn, von denen aus die Arbeit kr: werden kann, noch konnten Häuser und Gebäude r hcrgcstellt werden (wie dies z. B. bei der Koloni- ",n der Ica der Fall ist), sondern dje Arbeiter leben in; pern, gewissermaßen in der Art fliegender Arbeiter-;;!(;;10, und beginnen von unten aufzubauen. Diese;’״ilitiirisclic Verhältnisse erinnernde Situation und das;iiisatorischc Problem schienen geradezu die Idee I Ödud lierauszufoalern. So hat er, der auf den ’:;ciiini entstanden ist und der Ideologie der neuen;״nderer, die sich von den bestehenden Arbeiter-;cicn nicht befriedigt fühlten, entsprach, seine große lcin der Aufbauarbeit zugewiesen bekommen. I pie Idee des Gdud ist der Zusammen-;Muß von städtischen und ländlichen beitern zu einer großen Kommune. Durch;en Zusammenschluß soll vor allem zweierlei be-;en werden: Die bessere technische und organi- :rische Bewältigung der landwirtschaftlichen Okkums• und Sicdlungsaufgabe infolge der zahlenmäßigen ’;c mul der straffen Disziplin der Gruppe, und die Minderung des Ausströmens des Geldes nach außen di möglichste Autarkie und Selbstversorgung inner- ו der Kommune. In diesem Sinne war für die ::ler des Gdud vor allem das wirtschaftliche Problem clieidend, während bei der sogenannten ״kleinen“ ':::nunc, der ״Kwuza“, immer auch menschliche Mo- , :e stark mitsprechen. (Ein Mittelding bildet der :uz“, der eine ziemlich1 starke Gruppe darstellt — Mann — und sich daher der Arbeitsweise der äßen“ Kwuza nähern muß, gleichzeitig aber seine sehen unter einein bestimmten menschlichen — :mkonomischen — Gesichtspunkt wählt.) Seiner;nach müßte der Gdud alle Arbeiter des Landes lassen; heute ist es aber noch nicht so weit, und 1 die Idee der ״Chewrat Owdim“, die die letzte meine Arbeiterkonferenz beschäftigt hat, ist dort in einer stark abgeschwächten, der Realität des , :igen palästinensischen Lebens Rechnung tragenden 3 durchgedrungen. Denn ein großer Teil der Ar- I erschaft widerstrebt der Zusammenfassung in der kn Kommune. Sie würdigt zwar die großen sozialen iditspunkte des Gdud, aber sie hält im gegenwärtigen;enblick die Autonomie des Betriebes, d. h. der Wirt- »ftseinheit, für die wichtigste Voraussetzung des Khaftlichen Gelingens. Die Erfahrungen der ersten :i Jahre scheinen ihr nichts zu geben. Denn im :d ist gerade jetzt eine Krise ausgebrochen, deren ’■';en noch nicht abzusehen sind und die die ganze äierschaft gegenwärtig in Spannung hält. Ein Teil Mitglieder des Gdud, unter Führung von Lefko- U, haben sich immer stark der Vereinigung von Wirtschaftlichen und städtischen Arbeitern widersetzt 1 gefunden, daß die Wirtschaft darunter leidet. Sie kn daher gefordert, daß die Wirtschaft, d. h. die kung im Emck, autonom werde und ihre Verbindung ל den städtischen Arbeitergruppen auf hebe. Das Verspricht aber der Grundidee des Gdud und stieß J der Mehrheit auf energischen Widerstand. Nun hat :r Merkas Chaklai, das Zentralorgan der land- Wcliaftlichen Arbeiterschaft, sich mit der Frage zu;Jüfiigcn gehabt, und gerade während meines Aufentks im Emck war der Merkas da, um die Lage zu ■':ז!. Dem Merkas obliegt gemäß dem Beschluß der ו,£ל landwirtschaftlichen Arbeiterkonferenz die fachc und finanzielle Leitung aller Wirtschaften. Er keßt einerseits das Vertrauen der Arbeiterschaft, krerscits das Vertrauen der Zionistischen Organik"! die sich seiner als Fachbehörde in landwirt-;Etlichen Ansiedulngsfragen bedient, ein System, das ג außerordentlich bewährt hat, da auf diese Weise י gesamte Verantwortung für die Wirtschaftsführung Arbeitersiedlungen auf die Arbeiter selbst über- ':■kn ist. Der Merkas Chaklai hat die Wirtschaftsr1!11g des Gdud geprüft und hat sich auf die Seite ״ יig*-'n gestellt, die die Autonomie der land- ‘‘Gchaftlichen Siedlung fordern. Als die J-ic Landwirtschaft verantwortliche Behörde kann ' s>d! natürlich nur von landwirtschaftlichen Gesichts- J Atcn leiten lassen und auf die sozialen Bestrebungen ,'j1 Gdud keine Rücksicht nehmen. Der Merkas ist der daß in der bisherigen Wirtschaftsführung des (;5 Felder geschehen sind, die dadurch verbessert :;;kn müssen, daß die Leitung der Wirtschaft von :4 ״kuten besorgt wird, ausschließlich nach den Er-;1'■emissen der Landwirtschaft; insbesondere müsse in :!; finanziellen Verwaltung eine völlige Separation der .ל;׳ Un2 von den anderen Abteilungen des Gdud er-;;;ל", ferner müssen die zur Änsiedlung bestimmten;1'dien individuell bestimmt werden, da der Wechsel 4י Arbeitskräfte gerade in der Landwirtschaft schadet, .r .. «3 Art unser( Wir ver:{.lndlgen hltrdcrcb 6113 untere Abonnent« n, die die direkt von ihnen cbigctortlerlca Ab0i1r,er.er.{:gcl!äI’.r«B roch nicht clngesnntU haben, davon, dsli wir gemangen sind, dig Weiter• lleferung linsen׳» Blatte! elnzuitetlen, wenn die Abonnement*• betrüge nicht sofort Cbcrwlciea werdet!. Dl» Gebühren betragen fär das II. Quartal! Für -Oei nland Afrika , Amerika Aegypten Ik־l.;kt1 Havarien Dänemark Psuhch-׳ Enntand Pülaml Finnland Frankreich flrPche: llollmid ,Italien iagcjlawit! ctiland Litauen luxcmbarg Palästina Polen RumSnku Schweiz Spanien Tschechin Türkei Ungarn Schweden .erreich owakcl «.llMwege?! 3 2000 . 3 120CO 10 50 12020 12000 10000 nidlllng Dnllnr Shilling Franc* Lewa 250CÖ SS 4 3 30 8 1000 Kror.cn G׳.*H!n׳j llnn. Mark י Prana Franc* Cddcn Lire Dinare dcctschaBark dcabche Marie deutliche Mark Siillllfig pola. Mali Ld Franc* Peseta* Kronen Franc* Kronen Die Einzahlung kann erfolgen Ffir Deatsdi-Oesferrelch darch Einzahlung an! Postiparkatteokonto Wien Nr. 156030. ״ Polen durch Einzahlung auf die Allgeodae Verkehrebank Wien, Filiale Krnkaa. ״ Litauen durch Zentralbank zar FSrderang de* JQdhchen G•• nojscnschaflsweiens in Utauen. ״ Rumänien durch Bankkonto: Wiener Bankverein, Filiale Czcrnowitz. ״ Tachcchoflownlicl darch Elazahlnng aaf Po*t*pariuutcnkonto Prag 59410. ״ Ungarn durch Elnzahlnng aaf Postiparkaisenkooto ״Die Welt“ Budapest, Nr. 15655. ״ Jugoslawien durch die Jüdische Bank flr Bosnien and Herze• gowiaa, Sarajewo. alle übrigen LSn der durch Einsendung jron Ortgfnalnoten Für (nur unl&diertc Staatsidielnel) oder durch Schecküberweisang. Verlag Jüdische Rundschau Berlin W15, Sachliche Str. 1 besonders in unseren spezifischen Verhältnissen, wo die Arbeiter erst allmählich ausgebildct werden müssen. Die Leitung des Gdud anerkennt, daß die Wirtschaft nicht auf der Höhe ist, aber 6ie erklärt das mit der Kürze der Zeit, der Schwierigkeit des Anfangs, den besonders ungünstigen örtlichen Verhältnissen, besonders der immer wütenden Malaria und auch dem Mangel an organisatorischer Erfahrung, die nur mit der Zeit kommen kann. Sie wehrt sich gegen die Absicht, den Gdud gewissermaßen unter Kuratel zu stellen und fordert Anerkennung der Autonomie des Gdud, der selbst den sachlichen Forderungen des Merkas nachzukommen bestrebt sein wird. In den langwierigen Verhandlungen, die nun folgen, hat sich auch die Leitung der allgemeinen Arbeiterorganisation auf die Seite des Merkas gestellt, obwohl auch Bedenken gegen das durch die weitgehende Einmischung des Merkas geschaffene Praejudiz laut wurden. Aber im Emck ist ein starker innerer Wider• stand gegen die Maßregeln, und es ist noch nicht vorauszusehen, welche organisatorischen Folgen sie haben werden. Das Problem der ״großen Kwuza“ ist freilich noch durchaus ungelöst. Zu seiner Lösung sind vor allem außerordentliche organisatorische Fähigkeiten notwendig, und. es ist abzuwarten, ob diese Fälligkeiten sich im gegebenen Moment als vorhanden erweisen werden. Durch organisatorische Fehler kann gerade hier alles ■ verdorben werden. Die militärähnlichc Struktur ist wohl für die Okkupation eine gegebene Form, aber die An- Siedlung selbst muß anders behandelt werden, vor allem müssen die Menschen bestimmt und mit dem Boden verknüpft sein, da sonst eines der stärksten psydiologischen Motive der landwirtschaftlichen Arbeit fehlt Auch kann in der großen Kwuza leicht eine Anzahl überflüssiger Arbeitskräfte vorhanden sein, was die Wirtschaft belastet, wenn cs auch in unserer speziellen Situation mit Rücksicht auf die Notwendigkeit der Bescliäfligung von Einwanderern vielleicht sogar ein Vorzug ist. Alle diese Fragen sind halte noch schwer zu bcantworten. Die Zukunft wird zeigen, was die Erfahrungen des Emek lehren werden. Kleine Palästina-Nachrichten Entschädigungsklage Bär» gegen den ״F c 1 c s 11 n“. Der des Mordes an Tcwfik Bc: frclgcsprocheiic jüdische Polizist Bür hat gegen den arabischen ״Fclestin“ eine Klage auf Schadenersatz erhoben mit der Begründung, die Hetze dieser Zeitung hätte zu seiner langen Untersuchung*- haft geführt. (Ziko,) Der Import von Automobilen nach Palättina. Wie das vom Handels- und Industrie-Departement der palästinensischen Regierung herausgegebene Commerclal Bulletin vom 21. März berichtet, wurden im Laufe de» Jahres 1922 385 Automobile nach Palästina importiert. 95«/«. dieser Autos sind aus Amerika gekommen. (Zikojt Die Preisbewegung In Palästina Es liegen nunmehr die Indexzahlen für das Jahr 1922 wie auch für Januar 1923 vor. Die Durchschnittspreise waren Im Jahre 1922 um 50 ס/י׳ niedriger als 1920 und um 25%;׳ niedriger als 1921. Der Preisrückgang war im ganzen Lande einheitlich, am tiefsten im Mai. Der Gcncralindex im Januar zeigt eine Abnahme um 2,1 ״/״ gegen Dezember 1922. Die Zahl der Prcisändcnmgcn war in diesem Monat größer als gewöhnlich; von 58 beim Index berücksichtigten Artikeln blichen nur 6 unverändert Der GetrekkauÜenlsandcl war weniger rege Infolge ge• rlngerer Nachfrage, in einigen Fällen konnte Leerung der Lager und leichtes Sinken der Preise für Gerste und Weizen sowie für Auslandsmehl und Reis konstatiert werden. Eier, Fleisch und Milchprodukte gaben um 6 resp. 8 resp. 10 nach, wa* jedoch regelmäßig in dieser Jahreszeit der Fall zu sein pflegt Ein weiterer Rückgang der Preise steht noch bevor. Vegetabillen, wie Kartoffeln, Tomaten und Zwiebeln, wurden ziemlich aus Aegypten und Frankreich cingeführt und haben auf die Ermäßigung des Index für Lebensmittel und Früchte eingewirkt, welcher Prclsfall wohl durch die Erhöhung für Bohnen und Sesam ausgeglichen wurde. Zucker und Dörrobst blieben fast konstant, hingegen fallen noch ständig die Weinpreise infolge der Konkurrenz der französischen und italienischen Weine im In- und Ausland. Kaffee hat leicht nachgegeben, während die Mamlclprcise nach ihrem Rückgang im vorigen Jahr sich wieder ein wenig erholt haben. Die nachstehende Tabelle zeigt die Indexzahlen der Klein- Handelspreise, die im Jahre 1922 nur um 11,8 gefallen sind. MonaU. Ati'c&Hm einer Familie für Indexztbl Abruhme gegen• Ober dem £} Artikel 753 Piaster 88,2 Vormonat ״ 853 100,2 _ ״ 758 88,9 1-0,4 ״ 732 83,8 -3,1 ״ 712 83,5 -2,3 2ß <y# geschah infolge des ln dieser Durdtodünltt 1922 1. Januar 1922 1. Dezember 1922 1. Januar 1923 L Februar 1923 Jahreszeit regelmäßig einsetzenden Sinkens der Eier-, Milch- und Käsepreise und der reichlichen Importe von Mehl, Reis, Kartoffeln und Zwiebeln. Brot und Weizen blieben unverändert, während die Kleinhandelspreise für Hammelfleisch, Fische und Holzkohle leicht anzogen. (Ziko.) Das ftartyricRi der jretnenitlschea Jaden Jerusalem. (J.C.B.) Laut Nachrichten, die aus Yemcu elntreffcn, zwingt der muselmanische Pöbel die Juden, besonders die jüdischen Waisenkinder, zum Islam überzutreten. So kamen Fälle vor, wo Juden, die den Olaubenswechscl ablchntcn, getötet wurden. Die hunderttausend Seelen betragende jüdische Einwohnerschaft der Halbinsel macht eine Zeit der größten Verzweiflung durch. Tausende flüchten von Ort zu Ort, um sich den Verfolgern zu entziehen. Die Führer der Yemcn-Juden in Palästina veröflcntlichcn einen Aufruf an die nationalen Instltutloncn in Palästina, bei der britischen Regierung die Einreise der Yemen-Juden nach Palästina durchzusetzen, da sonst diesem jüdischen Stamm der Untergang droht Tou ri s tensaison in Palästina. Der Touristenzustrom hat jetzt in vollem Umfange eingesetzt Während im Januar nur ungefähr 100 Touristen Jerusalem besucht haben, waren es im Februar bereits 1400. Die Reisegesellschaften richten cs so ein, daß die Palästina besuchenden Touristen vier bis fünf Tage in Jerusalem ver* weilen. Die Touristensaison macht sich auch im Kleinhandel bemerkbar, jedoch nicht nennenswert (Ziko.) Lord Cecil in Amerika Lord Robert Cecil, einer der bekanntesten britischen Politiker und Befürworter des Völkerbundgedankens, ist nach Amerika gekommen, um die amerikanische Oeffenfclichkeit für den Gedanken des Völkerbundes zu gewinnen. Das Hauptbüro des amerikanischen Keren Hajessod veröffcntlicht ein Interview mit ihm, in dem sich Lord Cecil, von jeher ein warmer Freund des Zionismus, wiederum für den Gedanken des Zionismus ausgesprochen hat ״Es ist wichtiger, daß die Juden Amerikas auf Dr. Weizmann hören als auf Lord Beaverbrook“, äußerte er im Verlauf des Gespräches. Zwei große Gedanken seien es, die der unparteiische Geschichtsschreiber einmal als positive Ergebnisse der Wcltkricgszeit budien werde: Den Gedanken des Völkerbundes und den des jüdischen Heims in Palästina. Beide stehen nicht nur in keinem Widerspruch miteinander, sondern sind überhaupt nicht zu trennen. Es kann keinen Bund freier Völker geben, wenn nicht die Völker frei sind, und so muß auch das jüdische Volk frei werden. Im weiteren Verlauf des Gespräches betonte Lord Robert Cecil, daß man der Opposition gewisser antisemitischer Kreise in England gegen den Zionismus und die britische Palästinapolitik keine zu große Bedeutung beimessen dürfe. ״D i c s e M ä n n c r,“ fuhr er fort, ״h a b e n keinen Einfluß auf die jetzige britische Regierung, und sie werden auf keine andere Rcgierung Einfluß haben, die jemals existieren kann. Ich bin ein ausgesprochener Freund der Juden und ihrer Ideale. Ich bin aber auch ein guter Engländer und weiß, daß England bei seinem gegebenen Wort beharren wird. Regierungen können wechseln, irgendwelche Lords können die Juden und den Zionismus angreifen, England aber wird fest für die Verwirklichung der Balfour-Erklarung cintreten“. Alle Völker hätten Feinde, und so könnten auch die Juden damit rechnen, daß sie Feinde hätten. Aber das jüdische Volk habe auch Wahre Freunde, auf die es rechnen könne. Robert Cecil drückte den warmen Wunsch aus, Weizmann bei seiner entscheidenden Tätigkeit, die er jetzt in Amerika für die Verwirklichung des zionistischen Programms unternehme, beistehen zu können. ״So beschränkt auch meine Tätigkeit in Amerika ist“, äußerte er, ״so würde ich es doch mit Freude begrüßen, auf einer Keren Hajessod-Kon• fereaz sprechen zu können.**