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Jüdische Rundschau · 1923-04-10 · Heft 29 (10.4.1923) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 29 (10.4.1923)
Date
1923-04-10
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Allrumanlen*) Ebensowenig: wie das transsylvanischc Judentum eine Einj,cit darstellt, ebensowenig kann das Judentum des alten rumänischen Königreiches als eine Einheit betrachtet werden, t!]C kulturell und politisch die gleiche Vergangenheit hat. Das Judentum des alten Königreiches gehört zu den ältesten Europas. Bereits zur Zeit des Josephus Flavins wird von einer großen Gemeinde in Thalmos berictitct, und das alte Chasarcnrcjcli hat dazu beigetragen, die Besiedlung Rumäniens durch Juden in größerem Maßstabc zu ermöglichen. Das alte Königreich Rumänien besteht in dieser Form erst seit kurzer Zeit. Ls ist licrvorgcgangcn aus den beiden Herzogtümern <;cr Moldau und der Walachei. Das Judentum setzt sich demzufolge aus zwei Teilen zusammen, die gemäß der kulturclicn und politischen Entwicklung ihrer Umgebung voneinander bis zur Vereinigung der beiden Fürstentümer ge- (rennt waren. Die politische und staatsbürgerliche Lage der Juden in diesen beiden Herzogtümern und auch in dem späteren Königreich Rumänien haben die verschiedensten .Wandlungen erlebt. Ausschlaggebend hierfür waren die verjcliiedcncn Bündnisse der Herzogtümer, Die politischen Verhältnisse im alten Königreich selbst sind in bekannt, als daß hier näher darauf cingegangcn zu werden brauchte. Fs sei nur vielleicht erwähnt, daß der Jude nach der alten rumänischen Verfassung nicht als Staatsbiirgcr, sondern als Fremder bezeichnet wurde und daß die rechtliche Grundlage der Duldung des Judentums vollständig in der Luft hing. Und auch heute, nach dem Fricdensschluß, find die staatsbürgerlichen Rechte der Juden in keiner Weise gewährleistet, und erst der jetzt tobende Kampf um die Verfassung wird darüber zu entscheiden haben, ob und inwieweit den Juden staatsbürgerliche Rechte zuteil werden. Bemerkenswert ist jedenfalls, daß die rumänische Regierung wohl bereit ist, wie cs scheint, die Minoritätenrechte der Ungarn, Deutschen und Russen in irgendeiner Form anzuerkennen (wenn auch dies keineswegs nach den Im Friedensvertrag fcstgclcgten Normen geschehen soll), daß aber die Juden von der rumänischen Regierung stets als Gegenstand einer besonderen Frage betrachtet wurden und daß sie es ablclmt, diese Frage unter denselben Gesichtspunkten zu betrachten, wie die der übrigen Minoritäten. Es muß nun gesagt werden, daß das Judentum im alten Rumänien selbst in einem gewissen Grade die Schuld an diesen Zuständen trifft. Im ersten Artikel ist bereits darauf hingewiesen worden, vrelchc Politik der Jüdische Nationaiverband für Tratissyl• vanien befolgt, die, zum Teil wenigstens, mit der Politik der Assimilanicn des alten Königreiches Rumänien identisch ist. Das Judentum des alten Königreiches, politisch un״ geschult, sah sich gezwungen, vor kurzer Zeit den schon erwähnten Kampf um die Verankerung seiner Rechte in die Verfassung aufzunehmen. Ein Kongreß des Judentums des gesamten Königreiches sollte die Richtlinien aufstellen, nach denen der Kampf geführt werden sollte. Ueber den Kongreß selbst, der auf Vorschlag der zionistischen Föderation Rumäniens vor allem die Anerkennung der Juden als Minorität in sein Programm aufnehmen sollte, ist bereits an anderer Stelle berichiet worden. Die Vertreter der rumänischen Assi• milnnten, die gegen den Vorschlag der zionistischen Föderation opponierten, hielten es für unrichtig, sich darauf festzukgen, daß das Judentum als eine nationale Minorität seine Rechte fordere, und verlangte ausschließlich den Kampf um die staatsbürgerlichen Rechte der Juden, wobei sie die Entsdicidung, als was sich die Juden in dem neuen Königreich betrachten sollten, aut einen späteren Zeitpunkt vertagten. Es wäre jedoch grundfalsch, aus dem Sieg dieser assimilierten Richtung auf dem Kongreß entnehmen zu wollen, daß das rumänische Judentum in seiner Mehrzahl hinter diesen Assimilantcnfiilircrn stehe. Wie schon oben gesagt, stellt das rumänische Judentum eine politisch vollständig unreife Masse dar. Eine kleine Schicht Intelligenz, die sich rumänische bzw. .französische Kultur assimiliert hat und die vermöge ihrer Intelligenz und ihrer franko-rumänischen Kultur gewisse dialektische Fähigkeiten besitzt und politisch immerhin der geschulteste Teil des rumänischen Judentums mit Ausnahme der Leitung der zionistischen Föderation darstcllt, hat es verstanden, sich als Führer der jüdischen Massen aufzuwerfen. Die Massen selbst sind speziell in der Moldau in keiner Weise assimiliert. Die dauernde Bedrückung der jitdcnhcit Rumäniens hat von selbst die Assimilation verhindert und ein Zusammenhalten des Judentums herbeigeführt, das sich auf jedem Gebiete zeigt. Der Begriff ״Jude“ überbrückt bei den jüdischen Massen überall den sozialen Unterschied. Der jüdische Bankdircktor wird mit ״Du“ angesprechen, er gilt nicht als Direktor, sondern einfach als Jude. Die Juden, die sich Sozialisten nennen, helfen der jüdischen Bourgeoisie, sich der antisemitischen Angriffe zu erwehren. Kurz,’das Judentum hält den Unterschied, der zwischen bcfitzenden und besitzlosen Klassen besteht, für nicht so groß, als daß dieser nicht den Begriff ״Jude“ überbrücken könnte. Dieses Judentum sirebt auch nicht nach einer Assimilation. Das ist auch verständlich, wenn man bedenkt, wie kurze Zeit man erst voti einer rumänischen Kultur sprechen kann und daß die bestehenden kulturellen Zustände des Landes nichts Verlockendes für die Assimilation enthalten. Etwas verschieden hiervon liegen die Verhältnisse bei der Jugend. Der Zionismus, der berufen gewesen wäre, die Jugend zu erfassen, war hierzu nicht imstande. Diese ru• manische Jugend, die nach dem Friedensschluß die Erfüllung der Hoffnungen sämtlicher sie umgebenden Völkerschaften sah, hätte man nur gewinnen können, wenn man sie gaz für sich 'erlangt hätte. Religiöse Momente, die sic vielleicht erfaßt hätten, gibt es im alten Königreiche nur sehr wenige. Und der Zionismus kam letzten Endes nur zu den Alten, um von ihnen Gehl zu verlangen. Er brachte der Jugend nicht die Möglichkeit, ihren Idealismus zu betätigen und sich ganz einer Sache hinzugeben. Man kam nicht zu ihnen, um von ihnen zu '׳erlangen, daß sie Chaiuzim würden. Da warf sich diese Jugend scheinbar in die Hände des Sozialismus. Denn Soziaüsraus ist in Rumänien das Ideal der Unterdrückten und der Schwachen viel mehr als im übrigen Europa. Es wäre jedoch falsch, zu glauben, daß diese Jugend dem Judentum verloren ist. Wenn man zu ihr käme und sie auf Palästina himviesc, wenn man von ihr verlangen würde, daß sie nach Palästina ' Rehe, so würde sie kommen. Nur tut es niemand. Diese Tatsache jedoch spiegelt den ganzen Zustand des Zionismus *) Der Aufsatz wurde vor der Annahme der rumänischen Verfassung geschrieben. Anm. der Red, d. ״J, R»״ JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 173 PCI הי»׳.•?* 44. Der XIII. Kongreß tritt spätestens am I. August 1923 zusammen. Die Zahl der Delegierten der Zionistischen Verein!- gang für Deutschland richtet sich nach der Anzahl der abgeiieicrien Sclickolim! Der Schekel bildet das finanzielle Rückgrat der Organisation! Zioninion! 0smradt Schckoliml fit&rkt «He ö< gnaisalloi»! Sorgt für «in« würdige VertreluHj׳ der Z. V. f. XI. auf denk fiongreut Ft י fä 1 €9 ffl יי״׳. ך f \*׳/ ־•^ <־־•־׳-־« ■■י-/ » ׳י ״ןN, 4 Hnafct: 8 L *ibC ׳ ..... V-J>wä i (Jüdischer Nationalfonds) Zentrale für Deutschland, Berlin, Sächsische Sir. 8 Postscheckkonto Berlin 28 247 SSiosilstcnJ Im Monat April sollen alle Energien auf die konzentriert werden. י"* Zionistische Vereinigung für Deutschland Der Landesvorstand I. A.: Felix Roscnblüth besonders deutlich wider. Denn der Zionismus hat in Ru״ mänicri eigentlich überhaupt keine oder nur sehr wenige Menschen erfaßt. Er ist eine bourgeoise Angelegenheit von einigen Intellektuellen, er ist keine Volksbewegung. Für Palästina Geld hätte man auch ohne Zionismus gegeben, denn Palästina ist für die rumänischen Juden keine Frage, sondern eine Selbstverständlichkeit. Palästina ist für die rumänischen Juden das Land, das Ihnen einmal gehört hat und von dem sie wünschen, daß man es wiederbekommt. Aber daß Zionismus letzten Endes Weltanschauung ist, davon hat man sie nicht überzeugen können. Es muß auch gesagt werden, daß der deutsche Zionismus nicht die Menschen hat, die diese Anschauung den Juden des alten Rumänien ver■ mittcln könnten. Der deutsche Zionist, der zu diesen Juden kommt, bringt ihnen eigentlich nichts. Alle die Fragen, die für ihn existieren, der innere Kampf um Palästina, Ist bei ihnen nicht vorhanden. Das einzige, was er ihnen vielleicht bringen kann, ist Organisation, Hygiene und solche Dinge, die aber letzten Endes jeder Europäer ihm auch geben könnte. Vielleicht käme es darauf an, und das mag vielleicht das einzige Positive sein, daß er ihnen zeigen kann, wie Palästina aufgebaut wird. Die soziale Schichtung der Juden fn Rumänien ist ähnlich der des polnischen Judentums. Im wesentlichen Handwerker, Kauflcute und nicht atlzuvicle freie Berufe. Im allgemeinen wohlhabend, von ungeheurer Anspruehslosig* kclt, stellt es wirtschaftlich einen außerordentlich bedeutenden Faktor im rumänischen Leben dar. Der Antisemitismus macht eich nur in Städten bemerkbar; auf dem Lande, in den kleinen Städtchen lebt der rumänische Bauer auf gutem Fuße mit dem Juden, der ihm Abnehmer seiner Erzeugnisse und Lieferant aller Gcbrauchsgcgensländc ist. Trotz des Mangels jeder Organisation unterhält der rumänische Jude eine große Menge Wohlfahrtsinstitutioncn, wie überhaupt der Sinn für Wohltun außerordentlich ausgeprägt ist. Wenn man bei■ spielsweisc heute in eine bessere jüdische Familie kommt, so werden einem meistens ukrainische Waisenkinder gezeigt, die entweder adoptiert oder in Pflege genommen wurden. Der Mangel an jeder Organisation hängt mit der politischen Stellung der Juden zusammen. Es gibt keine Gemeinden, da ja der Jude eigentlich keine Staatsbürgerrechte besaß und dem■ gemäß auch keine Körperschaften mit irgendwelchen Rechten bilden konnte. In Bukarest besteht seit zwei Jahren eine jüdische Gemeinde, die jedoch finanziell auf sehr schwacher Grundlage steht, da sic kein Stcuerrecht besitzt. Eine Sta׳ tistik der rumänischen Juden existiert dementsprechend nicht, cs wird jedoch im allgemeinen angenommen, daß es im alten Königreich zirka 250 000 Seelen gibt. Auch hier wird die Verfassung die Situation endgültig klären. Im allgemeinen werden jedoch die Gemeinden durch andere Institutionen ersetzt, wie beispielsweise jüdische Spitäler, um die sich eine größere Kategorie von Juden sammelt, die die betreffen den Institutionen durch Beiträge erhält. Auch die Bethäuser werden auf dieselbe Weise unterhalten und von Rabbinern geleitet, die ein geringes Ansehen genießen. Der Einfluß der Rabbiner ist naturgemäß ein geringer, da, wie schon oben gesagt, das rumänische Judentum in keiner Weise religiös ist. ln den Städten, wo es jüdische Massensiedlungen gibt, wie beispielsweise in Bukarest und in Jassy, gibt es hundert kleine Beihäuscr. Trotz der mangelnden Religiosität besucht alles die Bethäuser, und es ist beispielsweise typisch, daß in dem sogenannten jüdisch-sozialistischen Viertel von Jassy cs Tatsache ist, daß sämtliche Bewohner dieses Viertels täglich morgens und abends ins Bethaus gehen. Diese jü• disclien Viertel sind richtige Ghettos. Die Kindersterblichkeit in denselben ist infolge der nicht vorhandenen sozialen Für• sorge eine ungemein hohe. Die hygienischen Verhältnisse spotten jeder Beschreibung. Der Mangel jedes Verständnisses für Organisation drückt das wirtschaftliche Niveau. In dieser Beziehung bestehen große Möglichkeiten. Es gibt z. B. in einer Stadt 1000 Tischler, alles kleine Meister, die je einen Ge seilen oder Lehrling beschäftigen. Seit Jahren versuchen nie nun, eine Einkaufsgenossenschaft zu gründen, um sich von den I ländlern ihrer Stadt unabhängig zu machen. Dies gelang ebensowenig Wie der Vertrieb der von ihnen herggcstclltcn Möbel, die sie zu lächerlich billigen Preisen an die Unter■ nchincr ihrer Stadt absetzen. Trotz dieser sclbstvcrständ liehen Gegensätze zwischen dem Judentum, das in der Stadt wohnt und zu den reichsten Elementen des Landes gehört und der jüdischen Masse, die im Ghetto wohnt, herrscht doch ein großer Zusammenhang. Und wenn dieser Zusammen• hang sich heule langsam lockert und wenn die antinationalcn assimllalorischcn Tendenzen des rumänischen Sozialismus In diese Ghettos Eingang finden, so ist dies nicht zum geringen Teil eine Schuld der rumänischen Zionisten. Sie haben den Weg zum Volk niemals gesucht und ihn infolgedessen nicht gefunden. Und hier Ist der Punkt, wo dem Zionismus ein ungeheures Arbeitsfeld offen steht, ( , > > ץ!> - v T, ' A * < Der neue Ausweis des Jüdischen Nationalfonds Zum ersten Male heute erscheint der Ausweis der in Deutschland für den Keren Kajemeth (jüdischer Nationnlfonds) gesammelten Spenden in einer von den bisherigen Ausweisen! abweichenden Form. Der bisherige Ausweis hat derartig viel Geldmittel in Anspruch genommen, daß die N.-F,-Komr111ssio11 für Deutschland •nach langen, cin;;e!1cnden Beratungen beschloß, eine Rundfrage an die Vertrauensleute und aktiven Mitarbeiter des Keren Kajemeth wegen Neugestaltung des Ausweises vorzunchincn. Bei dieser Rundfrage haben sch die Vertrauensleute des N.-F. mit überwiegender Majorität für die Einstellung des Ausweises entschieden. Auf Grund der Kenntnis der Sainniclarbcit von zirka <10 Landcszcntralcn hat auch das Hauptbüro .des N.-F. in Jerusalem der Einstellung des Aus■ weises mit großer Befriedigung zugestimmt. Ebenso wurde der deutschen Zentrale von der Sammclstelle in Polen mitgeteilt, daß dort die Einstellung des Ausweises die N.-F,-Arbeit in keiner Weise geschädigt habe. Der neue Ausweis wird wöchentlich in der ״Jüdisclien Rundschau“ erscheinen und die in der jeweiligen Wocluc gesammelten Spenden nach Städten geordnet enthalten. Bei den Städtcnarm'ii ist Name lind Adresse der für die bctreffenden Städte zuständigen Vertrauensleute genannt. Dies dürfte den Vorteil haben, daß die Zionisten einer jeden Stadt wissen, an wen sic sich in N.-F .-Angelegenheiten zu wenden, haben, und daß ferner die Vertrauensleute in Deutschland sich untereinander kennen lernen. Die namentlichen Snendcn-Veröffcntlichungon finden nicli(, wie ursprünglich beabsichtigt, erst von 50 000 M., sondern den Wünschen vieler Vertrauensleute entsprechend, van. 20 000 M. an statt. Alle Spenden unter 20 000 M. werden durch die Berliner Zentrale direkt bestätigt. Jeder Vertrauensmann muß also von jetzt an dem Säender eine Quittung ausstcllcn und eine Kopie dieser Quittung'mit genauer Adressenangatie der Zentrale einsenden, damit diese über die Spende quittieren kann. Außerdem weiden bei allen Spenden, dia aus irgendwelchen Anlässen gegeben werden, diejenigen, denen die Spende zugedacht ist, durch eine schön auRgestatteta Spendenkarte von der Zentrale aus benachrichtigt. Der N,-F, übernimmt es also, bei allen Anlässen derartige Bciiachrichtigungskarten zu übersenden. Zweifellos werden diejenigen, denen eine Spende zugcdacht ist, wirksamer durdi derartige Bcnachrichtigungskartcn auf die Spende aufmerksam gemacht, als cs bisher beim Ausweis der Fall war. Früher hatte es sich sehr häufig ereignet, daß derjenige, zu dessen Ehren eine Spende gegeben worden war, nichts von dieser erfuhr, weil er den Ausweis •nicht gelesen hatte, oder bei den vielen Spenden die betreffende Spende übersehen hatte. Zweifellos wird hierin das System der Deiiachrichligungskartcn vorteilbafter sein, zumal man sie auch für eine wirkungsvolle Propaganda ausnutzen kann. Besonders aus dem letzten Grunde dürfte cs sich empfehlen, daß die Uebersondung solcher Benacbriclitigungskarten auch an Niditzionisten reefit häufig veranlaßt wird. Die N.-F-Kom'mission für Deutschland hofft durch diese Maßnahmen nicht nur eine Steigerung der Einnahmen, sondern Vor allen Dingen eine erhebliche Beschränkung der Aufgaben herbeizuführen.! Die Einnahmen des Keren Kajemethbetragen ln diesem Jahre bis zum 30. März 57 365119 M. und wenn auch dieses Ergebnis nicht als allzuschlecht zu bezeichnen ist, so ist doch ganz zweifellos, daß sich die Einnahmen des Keren Kajemeth 111 Deutschland noch um vieles steigern Tassen; dazu wird sicherlich das große Projekt, in Deutschland die Mittet für den Aufbau einer neuen Gartenstadt-Siedlung J adjur bei Haifa aufzubringen, beitragen. In den nächsten Nummern der ״Jüdisclien Rundsdiau“ wird die große Bedeutung dieses neuen׳ Projektes sowohl für die Propagandatätigkeit wie für den gesamten Aufbau Palästinas und die Bodenpolitik des N.-F. noch eingehender behandelt werden. Hier sei nur erwähnt, daß das Projekt zweifellos geeignet ist, neue Energien für die 5/ammelarbcit in Deutschland ausztilöscii und die Propaganda für die N.-F .-Arbeit in Deutschland viel Intensiver zu gestalten. Bereits in dem damaligen N.-F.-Ausweis sind Spenden von 500000 M. bis 20000 M, aus den Orten Hannover und Braunschweig angewiesen. Diese Spenden sind als einmalige große Beiträge für den Aufbau von j adjur gegeben worden. Wie in Hannover und Braunschweig müssen alle Vertrauensleute unbedingt in ihren Orlen, insbesondere von den Zionisten, neben den laufenden Beiträgen eine einmalige große Spende für Jadjur zu erhalten versuchen. Dort, wo unsere Vertrauensleute sich wirklich dieser Aufgabe unterziehen, ist es ohne weiteres möglich, der Geldentwertung entsprechend der großen Bedcütung des Bodcnkatifs in Palästina angemessene Spenden für den N.-F. zu erhalten. Es muß und kann gelingen, die 4000 £ in, diesem Jahre aufzubringen, damit der Beweis erbracht wird, daß wir imstande sind, auch von Deutschland aus, in exhebliclicm Maße zu der Kolonisation Palästinas beizutragen. , Spcndcnclagüngo vom 7. Mürz bis 30. Mürz Bst Mer Surft sind die Nomen der N.tionalfonrfi-Verlr.urnileule ln dem betreffenden Ort sulipführt. Di« hinter dem Nomen •teilende Zahl bedeutet di• Gesamtsumme der •us dem betreffenden Ort in der Rerichtieit •in!:•!!•ngriten Spenden. Die ln Klammern ifdctilea Summen bedeuten d»1 Krjebnit der ץ u r i m - Aktion, das tu der GinnhumiM des brtrettenden Ortes bereit• enthalten tat. Spenden Oboe 20 000 M. •!ad nnantnllicla auI!;otüUrt. Berlin! Sekretariat 3 881 401 (1271 806). N. Later 128 B. 576 000. NN. 60 000, Lciscr-Mastir anl. «. 50. Geburtstags 25 000, Rosenberg u. Frau nnl d. Geb. i. Sohnes 25 000, Pomcranz Purimsp. 20 000 ♦ AclioMimtfiCJU (4520) ♦ Allcuatcirii Silöerpfennig, I.lcbsiHdtcr Straß10502) 202 43 ״) ♦ Alicu-Gronau! (I 000) ♦ Annabergs (13 406) 4 Aubt (25100) ♦ Aurichi Levy A. Wollt (1000) ♦ Bamberg:• Katz, Langestr. 3 (130 500) ♦ Bendorf! Eilt Daniel (1650) s» P.otmhcinji Mnx Wolt (3 000) ♦ Bergzabemt Karl Dreyfus 16 828 (12920) ♦ Boullicn! Weißmann. Gnrtcnstr. 7680 6 Blolefcldi Silber, Gütcrslohcr Str. 228000 (9H0Ö0) ♦ Bonn! (50 000) ♦ Brnuncchwclgi Korn, Bohlwed, 1810201, Gebr, Eichncr 600000, M. Ehwert ‘200 000, Schippert Molso je 100000, Korn, Schul, R. Ziprkowsky, Gebr. Ziprkowskv |e 60 000, Rczak 60 000, Bergwerk, Laiter & Schweller, Spindel, Sandler je 25 000, Wagner 20IMK) * Bremen! Frl, Schiller, Hamburger Str. 63091, Herrn. Assenbeimer anl. d, Brithmilah t, Sohne» 20 000. (Fortsetzung des Ausweises folgt) Summe de* in nächster Nummer fortgesetzten Aus* weises, ... 29700497 Davon Purlmspcndcn.. , , , ( , , 12 374149 Bisher ausgewksone Purimspenden .. 16 724 149 Für den Aufbau von Jadjur sind vom L Januar 1923 bla jetzt oingegemgea , , , , , . , 57 365 1 lg |H' >'■ (1 i!) s# -11(1.1 ,' 4.־ r . 1 ן ■i■; 1 ■<׳■ V I 0 i. , 1,>• . J M t ״r'N V ä m

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