Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 29 (10.4.1923)
- Date
- 1923-04-10
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 172 JU ED 15C 111: ׳RUNDSCHAU t presse -ßutids&aa jüdische WJsscnsclisft Die ״Vosstschc Zeitung“ hat bei den Leitern wissenschaftlichcr Institute in Berlin eine Umfrage gehalten, «deren Ergebnis ein Bild der durch die heutige Lage geschaffenen Not der Wissenschaft geben solle. Darunter findet sich auch die Antwort, die Dr. El bogen namens der Hochschule für die Wissenschaften des Judentums gegeben hat. Diese Antwort lautet: ״Kein Augustlsch Zeitalter blühte, keines Mcdicäers Güte lächelte״ der Wissenschaft des Judentums. Sic ward nie durch die öffentliche Gunst verwöhnt, hat nie in Deutschland Unter• Stützungen aus Staatsmitteln erhalten, Ihre- Vertreter hatten keine öffentlichen Acmtcr inne, sie war stets auf die innere Kraft und das Wohlwollen des Glauben* angewiesen, sie konnte nur in Not und Mühsal Ihre Organisationen wie ihre Leistungen hervorbringen. Sie ist vor gerade 100 Jahren durch Leopold Ztmz in Berlin begründet worden, sie hatte in Deutschland die beste Zeit ihrer Blüte und die angesehensten Vertreter. Durch die allgemeine Notlage ist der Bestand und die Wirksamkeit der ihr gewidmeten Institute und Organe aufs schwerste gefährdet. Nicht nur haben die Gehälter eine ,unerschwingliche Höhe angenommen, auch die Vcröffentlicliung von Zeitschriften lind Büchern ist nahezu zur Unmögliebkeit geworden. Die Heranbildung eines Nachwuchses ist mehr als in Frage gestellt; wer soll sich der Forschung widmen, wenn er nicht nur für seine materielle Existenz fürchten muß, sondern nicht einmal die Gewähr für■ die Vcr• öffcntlichuiig oder Verwertung seiner Forschungsergebnisse besteht? Dazu kommt, daß die wertvollsten Sammlungen von Handschriften iin Gebiete des Judentums sich in den Ländern der höchsten Valuta befinden und deutsche Gelehrte heute von diesen wichtigen Arbe.its- und Forscliungsqucllcn geradezu abgcsclmittcn sind. Da man der seit 1872 bestehenden hiesigen ״Hochschule für die Wissenschaft des Judentums“ volle Freiheit der Forschung und Lehre sichern wollte, so mußte man sie satzungsgemäß von allen Staats- und Gemeindebehörden un• abhängig machen. Sie war daher lediglich auf freiwillige Beiträge gestellt, die nie übermäßig reich waren, ihr aber doch einen steten Ausbau dc9 Lehrbetriebs, der Bibliothek und der wisscnschaltlichen Sammlung gestatteten. Allmählich hatte sie cs, außer einem fast schuldenfreien Gebäude, zu einem Fonds von fast!>/» Millionen Mark gebracht, dessen Zinsen, im Verein mit den laufenden Jahresbeiträgen, ihr eine gesicherte Zukunft zu verbürgen schienen. Man durfte immer damit rechnen, daß sich von Zeit zu Zeit ein Mäccn fand, der zu weiterem Ausbau der Anstalt, zur Errichtung eines neuen Lehrstuhls, neben den vorhandenen fünf ordent• liehen Lehrstühlen, einen größeren Betrag stiftete, man durfte huch damit rechnen, befähigten Jüngern der Anstalt besoldete Stellungen zu schaffen, die ihnen weitere Forschungsarbeiten ermöglichten, Die Anstalt veröffentlichte eine Folge wissen• Schaftiicher Schriften, die Lehrern und Schülern Gelegenheit bot, wertvolle Arbeiten zu veröffentlichen. Andere lnstitute, wie die ״Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums“, gegründet 1902, gewährten Subventionen für wissenschaftliche Forschungsreisen, oder stellten Aufgaben zur Bearbeitung, die 1918 von Hermann Cohen kurz vor seinem Tode angeregte ״Akademie für die Wissenschaft des Judentums“ bot jüngeren Gelehrten Gelegenheit, bei fester Besoldung wissenschaftlich zu arbeiten. Wenn die Hochschule beispielsweise noch 1920 240000 M. äufzuwenden hatte, 1921 schon 420 000 M.; dagegen 1923 mit einer Ausgabe von rund 50 Millionen Mark rechnen muß, so liegt es klar, daß auf jeden weiteren Ausbau verzichtet, ja an eine Einschränkung gedacht werden muß. Es wäre unmöglich, die der Wissenschaft des Judentums ' gewidmeten Institute mich nur im bescheidensten Umfange zu erhalten, wenn nicht das zur Linderung der durch den Weltkrieg verursachten Not eingesetzte Joint Distribution Comittce, New York, aus den von ihm gesammelten Mitteln einen Kulturfonds abgezweigt und daraus zunächst für dieses Jahr Mittel zur Verfügung gestellt hätte; auch andere Gönner im amerikanischen Judentum haben uns Spenden zugehen lassen. Diese Unterstützung ist an die Voraussetzung geknüpft, daß ein Drittel der erforderlichen Mittel im Lande selbst zusammenkommt, und es ist immerhin fraglich, ob in dem bedrängten Deutschland derartige Summen aufgebracht werden können. Uebcrdics ist die Hilfe keine dauernde; für die Zukunft der Anstalten besteht keinerlei Gewähr. Um sie zu erhalten, werden wahrscheinlich organisatorische Zusainmcnleguiigen, auch wenn sie Ueberwindung kosten, nicht zu vermeiden sein. Vor allem aber wird für die nächste Zeit ein Zusammenarbeiten mit dem Auslande aufrechtcrhaltcn w׳erden müssen; von dort werden handschriftliches Material, seltene Veröffentlichungen, Mitarbeiter sowie Subventionen für die eigenen Forschungen und Veröffentlichungen beschafft werden müssen, Nationaldeutsches Jadcntum 10 Oesterreich Welcher charakterlosen Lumperei nationaldeutsche Juden auch in Oesterreich fähig sind, lehrt folgende Notiz des Wiener ״Abend“: , , : Jüdische Hakenkreuzler. i Die nationalsozialistische Parteileitung läßt durch die Korrespondenz Hcrwei mitteiien, daß eine Abordnung bodenständiger Juden beim Führer der Nationalsozialistischen Partei Dr. Walter Riehl erschien und diesem mitteilte, daß sich bereits zahlreiche jüdische Bundesbürger zur Abwehr der Ostjudengefahr tusammengetan haben, unter welcher auch die bodenständige Juden- Schaft schwer zu leiden habe. Die Abordnung stellte an den nationalistischen Parteiführer das Ansuchen, die bodenständige Judenschaft in diesem Kampfe zu unterstützen, und warf dabei die Frage auf, ob nicht ein gemeinsames Vorgehen mit der Nationalsozialistischen Partei möglich wäre. Die nationalsozialistische Parteileitung nahm diese Mittellung zur Kenntnis, erklärte jedoch, daß sie auf einen solchen Vorschlag nicht eiagehen könne. Der ״Abend" bemerkt dazu: ״Der Kampf der Hakenkreuzler, der christlichen und der jüdischen, richtet sich bekanntlich nur gegen die armen Ost- Juden, gegen Studierende aus Galizien, arme Hausierer und Arbeiter, nicht aber gegen die Schieber und Schwindler, die als ,Bankiers‘ und ,Finanzmlriner* hochgeachtet werden. Mit ihnen machen jüdische und christliche Hakenkreuzler sehr erne gute Geschäfte. Es ist nur schade, daß man die Namen er jüdischen Ehrenmänner, die sich von einem Dr. Rieh! den wohlverdienten Fußtritt holten, nicht kennt. s Uzbit eine 113 heutigen Thc.-.krlcben Berlins viel dis-!««iierte Frage, nämlich d; 1 langsame Verschwinden des Ensemble-Spieles, schreibt Bcrlhold Viertel im ״Berliner Börsen-Couricr“, indem er auf die fremden Scliaur-picicrtruppen hinweist, die man in letzter Zeit in Berlin gesehen hat und die die Kunst des Ensemble-Spieles noch pflegen. Er spracht zuerst von der russischen Truppe Stanislawskis und fährt dann fort: ״Sn Ensemble wird nur gebildet von einer Idealität, die zu »Irrer Auswirkung der Lebensform des Ensembles bedarf. Ein seelisches Plus erhält diese russische Truppe am Leben, bis es verzehrt ist. Kann auch die Besessenheit von einer Vitalität ohne geistiges Vorzeichen Schauspieler- 'truppen, besonders exotische, urtümlichere siegreich mache»? Es muß schon eine besondere geistige Haltung, eine WelttJiislelliing sehr, die kleine Weiten organisiert und die große Welt zu organisieren strebt. Wenn etwa die Jiddischen Truppen eich als lebensfähig erweisen, sogar als international Icbcnsberechtigt, so haben sic es der Drastik eines zynischen Humors zu danken, der in seiner Gemeinpläizigkdt weltanschaulich ist und anschaulich für alle Welt, weil er aus einer allsciligcn Wcllaiipassung und aus einer schmcrzenrcichcn Welt- Überwindung hervorwuchs. — Doch Ist es jiddischen Truppen zuletzt sogar gelungen, vor einem tief verachteten Idiom, eben dem Jiddisch-Deutsch, in Weltstädten Schauer der Ehrfurcht zu erregen. Ein chassidisciics Gcspensterstück wie der ״Dybuk“ mußte auch den europäischen Juden — gerade ihn — auf das äußerste befremden. Und doch überzeugte cs, wohl auch durch exotische Nebenreize, drang tiefer, bis auf den Mcnschcnkern, durch die gesammelte Innerlichkeit eine* Ensembles. Eine weithin gespannte, intensive Rhythmik — eine leidenschaftliche Ocmülswogc, weithintragend, bewegte die Gemeinschaft von Spielern, die eins waren im Glauben und im sich Sehnen nach dem Glauben, ln jeder ihrer Bewegungen, ging über menschliche Instrumente hin und griff über auf das Gemüt eines Neutrums, wie das heutige Publikum eines ist. Der Fanatismus des chassidischcn Seelenglaubens, Scclcnaberglaubcns schlägt als eine echte dramalische Flamme durch die Dürftigkeit des Materials hüben und drüben. Nicht auf so breiter Ebene wie die russische Zuständigkeit naturhaft gewachsen, potenziert und peinigt sich hier eine geistigere Inbrunst in der geschlossenen Enge ihres magischen Ringes, der ln sich hincindreht, was er berührt — wenigstens für den Augenblick, bis er das Ungemach wieder ausstößt.“ Hcrzls Tagebücher Im ״Israelit** Der ״Israelit" hat eine ziemlich ausführliche Be• spredumg von Herzig Tagebüchern aus der Feder von Dr. Robert weiß in Frankfurt a. M. gebracht. Der Verfasser versucht, aus Hcizis TagcWklicm nachzuweisen, daß Hctzl zwar in einem gewissen Umfange von allgemeinen Zcitströmunv gen abhängig war und infolgedessen vielfach von Auffassungen getragen war, die mit den grundlegenden Gedanken des Judentums nicht im Einklang stehen, daß aber in der Tiefe seiner Seele sich Empfindungen und Vorstellungen fanden, die, wem» Herd das entsprechende Milien gefunden hätte, aus ihm eine wahrhaft jüdische Persönlichkeit gemacht hätten. Der Aufsatz ist als eine bemerkenswerte Aeußcrung zur Pcrsön* lictikeit Hcrcla zu notieren,- - ' - «’ ׳ » ׳ י . I ׳ M ' Das Gesetz des BlauWeiß wird In der orthodoxen ״Jüdischen Presse“, Wien, unter der Uebcrschrift ״Issur und Disziplin“ besprochen. Der Verfasser vergleicht die Gewalt der Bundcsleitung des Blau-Weiß mit der der orthodoxen Rabbiner und versucht eine Verteidigung des in der Slowakei gegen Zionisten und Misrachistcn erlassenen Issur unter Zitierung von bestimmten Stellen des B!au-WciQ-Gcsctzcs. Man kann nicht gerade sagen, daß dieser Vertcidigungsvcrsuch besonders geschickt ist. Ebenso beschäftigt sich die Berliner ״Jüdisch* Liberale Zeitung“ mit dem Blau-Weiß-Gesctz und mit der im Anschluß daran in der ״Jüdischen Rundschau“ gcführten Kontroverse. Die ״Jüdisch-Liberale Zeitung“ glaubt, daß dieser Kampf darauf zurückzuführen sei, daß jeder Nationaiismus ein Verkennen geistiger Werte ln sich schließe. ן..... ’ Vom jüdischen Sclitilvereln Oie hebräische Sprachschule Von Nissan Berggrün, Berlin. Im Sommersemester 1922 bestanden in der Hebräischen Sprachschule 8 Klassen, und zwar: Die l. Stufe (Anfängerstufe) und die II. Stufe (2. Semester) mit je 2 Klassen, und weitere 3 aufsteigende Stufen (Stufe 1II-—V) mit je einer Klasse. Die Zahl der Teilnehmer betrug am Anfang des Semesters etwa 135, am Schlüsse desselben etwa 90. Es mußten nämlich, wie immer, Teilnehmer aus der Schule ausschcidcn, die den Anforderungen, die an Ihre Zeit und Arbeitskraft gestellt werden müssen, nicht genügen konnten. Im Wintersemester 1922/23 erfuhr die Schule eine wesent• liehe Erweiterung. Es wurden 5 Anfängerklasscn eröffnet, und zwar: eine Klasse für Erwachsene und 4 Klassen für jugendliche, zum größten Teil Blau-Weiße, außerdem ist es uns zum ersten Male seitdem Bestehen der Schule gelungen, «ine 7. Stufe zu eröffnen, die im kommenden Sommersemester als 8. Stufe fortgesetzt werden wird. Die Frequenz der Schule, die am Anfang des gegenwärtigen Semesters 180 Teilnehmer betrug, beträgt gegenwärtig am Semesterschluß 150. Das im Wintersemester ln den Anfängerklasscn durchgenommene Pensum: Stufe 1a (Klasse für Erwachsene mit 5 Wochenstunden), Lehrer: Herr Arje Dörfler: Dcklination des Nomens und Konjugation des Verbs in den gebräuchlichsten Binjanim und Gcsarotli (das vollständige Verb in Kal und Niphal, Fiel und seinem Passivum, dem Hithpael, und dem j־hphil. Pc-nu11, Pc-jud, Lamed-alcph, Lamed-jud und Ajin-waw zum Teil in allen, zum Teil in den wichtigsten der genannten Binjanim); entsprechender Uebungsstoff. — Erzählungen In ncuhcbräischcr Sprache. — Einiges aus Mcglllath Ester und H aggada schel Pcßach, -- Schriftliche Ucbungcn, Ucbcrsetzungen ins Hebräische, mündliche und schriftliche Nacherzählungen, Vor- Icstmgeu durch den Lehrer und Diktate. Stufe I b (Schülerklasse mit 4 Wochnutunden), Lehrer: Herr Hans Levy: Grammatik und Uebungsstoff, schriftliche und mündliche Ucbungcn wie oben. ^r.29 :rin; Stufe le (Schiilcrklasse mit 4 Wochenstunde״), Lehr«. Herr Richard Walzer; Grammatik und Uebungsstoff N oben. — Bibel: Tcliillirn 121, 126, 137, Jechtskel 37, aus Schmucl II. Schriftliche und mündliche Ucbungcn wie 0|)‘״ Stufe Id (Schülcrklassc mit 4 Wochenstunde s), lehre/■ Herr Hans Kaufmann: Grammatik und Ucbungsstotl ul; oben. - Bibel: Einiges aus Bcreschilh, -- Schriftliche und mündliche Ucbungcn wie oben. Stufe I e (Schülcrklassc mit 4 Wochenstunder), Lehrer Frl. Käte Hold he im: Unterrichtsstoff wie oben, Fortgeschrittene Klassen. Das im Sommcrsenicstcr 1922 und Wintersemester 1922/3 durchgenommene Pensum. Stufe II (2. Semester, mit 5 Wochenstunden)', Lehrer! Herr Kurt Cohn: Unterrichtsstoff im Sommersemester wie oben. — Im Wintersemester: Abschluß der Formenlehre, _ Orirnm-Krupnlck, Märchen. — Bibel: Jona 1—4, ücrcichilh 1—2, 22, 24, 37, 39, 45. — Schriftliche und mündliche Ucbungen usw. wie fn Stufe 1. Stufe 111 (3. Semester, 4!,׳» Wochenstunden)', Lehrer! Herr Moses 00 1dm a n n: Abschluß der Formenlehre un1j Wiederholung. Grimm-Krupnick; Lesebuch Perakiiu Rischo. nim II. — Bibel: aus ikreschith, Schcmoth, Megillath Ruth und Mcgillath Ester. — Schriftliche und mündliche Uebungen wie oben. — Das Im ersten Semester durchgenommcnt Pensum: wie In Stufe I. Stufe IV (4. Semester mit Wochenstunden)', Lehrer: Herr Moses Go Id mann: Pcrakim Rischonim 11״ Bcrkowitz, Er. Zählungen (Schcwiiim, Hebräische Lese- und Unterricht», biiclicr, herausgegeben vom jüdischen Schuivcrcin), Mcndelt Moeher Scfarim (Schcwiiim), Schalom Aicchcm Werke, Band II!Kathrielim). — Bibel: Auswahl aus Melachim II., Jeremii und Jescharia. — Scfcr Haaggada (Schcwiiim), — Ucber. Setzungen aus Strindbcrg, sonstige mündliche und schrifltkhe Ucbungcn wie oben. — üiirdtgenotmncner Stoff in den ersten zwei Semestern: Die Formenlehre, Perakitn Rischonim II,, Bibelauswahl, aus den Pirkc Awoth usw. Stufe V (5. Semester, 4«/a Wochenstunden)', Lehrer: Herr Arje Dörfler: Pcrakim Rischonim II., Agnon, Mcehamath hammezik; Lcwtnski, Massa l’Ercz Jisfacl; Mendel Moeher Scfarim, Baddcrech (Schcwiiim), Vorlesungen aui Bcrdyczcwski, Ozar Haaggada. — Bibel: Auswahl »ui Melachim, Jirmia, Echa; Jcschaja 1, 5. 6. 7. 9. lt, Me• gillath Ester; schriftliche und mündliche Uebungen, Uebcr. Setzungen ins Hebräische aus Andersen. — Durchgenom• mener Stoff in den früheren Semestern: Die Formenlehre; - Perakim Rischonim II., Bibel: Das Buch Jona, Jescheskel 37, v. 1—14; — Tchilllm 2324, 96; Auswahl aus Bereschith, Schcmoth. — Haaggada schel Peßach, *י־ Uebungen usw, wie oben. Stufe VI (6. Semester, 4</t Wochenstunden)', Lehrer.• Berggrün•. Schalom Alechem, Kathrielim (ganz), Mendele Moeher Scfarim (Schcwiiim); vorgclesen: Bialik, Hachazosri nithbajjascha. Bibel; Auswahl aus Jirmia und Ijjow Kap, 1—5, — Ucbcrsetzungen aus Orimms Märchen und Ibsen, Nora; sonstige Uebungen. Durchgenommener Stoff Sn den ersten Semestern: Die Formenlehre und Ucbungcn aus der Satzlehre. — Perakim Rischonim 11״ Vorlesungen aus der neuen Literatur (Schalom Alechem, Hassaken, Chajje Adam; Jeliuda Steinberg, Hattam; Agnon, Hannistaroth Wehannigioth, Wehaja Hcakaw; Achad Haam. — Bibel, Auswahl aus der Thora, Jchoschua, Melachim, Tehiilim 1, 23, 104, Jcschaja 1 v. 1-27; 2 v. 1-4; 5 v. 1-7; 6 v. t—11; 11 v. 1-9, Haaggada schel Peßach, Sefar Haaggada (Schcwelim), Ucbtmgen usw. Stufe VI! (7. Sem., 5'/a—6*/* Stunden wöchcnti.)', Lehrer; Berggrün: Perakim Rischonim III., Bialik und Tschernichowskl, Gedichte (die moderne hebräische Dichtung wird in unserer Schule wohl ln aefardi• scher Aussprache, aber mit Müel-Betonung, wegen des richtigen Rhythmus, gelesen); Achad Haam. — Bibel: Jcschaja Kap. 41—48, Jirmia Kap. 1—2, 4—17, Auswahl aus den weiteren Kapiteln, Ijjow Kap. 1—10. — Pirkc-Awoth (ganz), Awoth d’Rabbi Nathan 1—15, Mischn» Beza 1—2 mit Auswahl aus dem' Bcrtinoro-Kommcntar. - Ucbcrsetzungen Ins Hebräische aus Heine (Harzreise) und Ibsen (Nora), Durchgenommencr Stoff in den früheren Semestern: Perakim Rischonim II und III. Neu« Literatur: Schalom Alechem, Kathrielim; aus Agnon, Berkovvitz, Jehuda Steinberg, Pcrcz, Achad Haam. — Bibel: Auswahl aus den ersten vier Büchern der Thora, Dewarim (ganz) mit Auswahl aus Raschi, Jchoschua, Schoftim und Schmucl 1. Kap. 1-20, Jcschaja I, ausgewählte Kapitel, -1 Mündliche und schritt• liehe Uebungen wie oben, י* Die beiden Jüdischen Grundschulen des Schuivercins eröffnen im April jede eine neue («lie dritte) Klasse, Die Frequenz der Schulen ist befriedigend. Hebräische Sprachschule in Berlin X. Semester. Mitte April werden nette Anfängerklassen für Sctiüler eröffnet. Die Vorbesprechung zwecks Festsetzung des Stundenplanes für diese Anfängerklassen findet Mittwoch, den 11. April, 6 Uhr abends, in der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums, ,Artilieriestr. 14, statt. Die Eröffnung neuer Anfängcrklassen für Erwachsene findet Anfang M a i statt. Näheres wird noch bekannt gegeben. N, Berggrün, Charlottenburg 5, Pestalozzistr. 54ä. 1 w» . law, י Ein Lehrauftrag für jüdische Geschichte , ® fז! *n• 0• C. B.) Der preußische Kultusminister hat dem Abtcilungsdircktor an der Staatsbibliothek und orden'■• ,eben Honorar-Professor, Prof. Dr. Ootthoid Weil, einen Lehrauftrag für nachbiblische jüdische Geschichte erteilt. Jü• f!s, e ״*schichte der nachbiblischcn Zeit ist bisher an der Universität Berlin nicht vorgetragen worden. Professor Weil ist bekanntlich Zionist Beilegung des Wiener Gemelndrstre'ks ruf.15־S-״ea״P?״,wrn dtn Stffikki,tunK *>cgab *Ich unter Be• rufung auf den Wiener Bürgermeister Neumann am 27. März ®rf"ds ״4״״. ״ der Kuttusgcmctnde und überreichte einen schriftlichen Vorschlag der Streikleitung. Die lang- *1׳engen Verhandlungen, weiche bis üt die späte Nacht- ״״ ErgCbni$’ *״ dCf f ו! 1 1