Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 26-27 (30.3.1923)
- Date
- 1923-03-30
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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f*•־ k Seite 160 JUEDlSCHE RUNDSCHAU Nr. 26/27 N Bevor nun die spezielle Haltung der einzelnen Lager' in den nichtzionistischen Teilen der jüdischen Öffentlichkeit besprochen wird, sei noch kurz auf eine für die Propaganda ungemein wesentliche Acudcrung in der Mentalität der Nicht- Zionisten jüdischen Problemen gegenüber aufmerksam gemacht, d) Der politische Umsturz und die jüdische Massenpsyche Die Haltung des ostjüdischen Kleinbürgers und auch des Westjuden gegenüber den staatlichen Obrigkeiten der Oalulliländcr hat sich als Folge des Weltkrieges grundsätzlich geändert. ln Rußland und auch in Polen der Vorkriegszeit lähmte die drückende Luft der allgemeinen und besonders der jüdi- «eben Unfreiheit, die Angst vor der Knute des Zarismus das Denken der Masse und überließ sie wehrlos ihren Alltagssorgen. Im österreichischen Galizien waren die Juden wieder derart gewohnt, als Spiclbail zwischen den beiden Herrennaiionen des Landes, Polen und Ukrainern behandelt zu werden, daß diese Kämpfe um die Herrschaft im Lande Und die oft aus wirtschaftlichen Interessen notwendige Parteinähme einen Großteil ihres politischen Denkens absorbierten. In den Wcstländcrn, insbesondere in Deutschland, konzentrierte sich wieder die politische Stellungnahme der nichtzionistlschcn Teile der jüdischen Ocffcntlichkcit darauf, eine von Loyalität und Patriotismus übertriefende Haltung eitmmchmen, und der Alp ״eines Vaterlandes, das vom Juden eine doppelte Pflichterfüllung in jeder Hinsicht“ verlangte, entrang dem jüdischen Bürger nicht nur jeden Rest einer nationalen Würde, sondern raubte ihm die geistige Freiheit, d. h. die Mög- Kchkeit, in anderen als den herkömmlichen Bahnen zu denken, seelisches Neuland sich zu erschließen. Der Gehorsam vor der staatlichen Obrigkeit machte im Osten unfreiwillig, im '.Westen freiwillig ein eigenwilliges, ein nationales Denken der Masse unmöglich und erschwerte es den Besten der Nation. Und in Amerika okkupierte die Sorge um business das Denken der jüdischen Einwanderer. Charakteristisch hierfür ist die jüdischen Dingen gegenüber gleichgültige Haltung der großen jüdischen Gewerkschaften des Landes. Die Veränderungen, die der Weltkrieg im Staatsleben der europäischen Völker hervorrief, schufen freie Bahn dem Erwachen eines Nationalgcfülils, dem Bewußtwerden eines jüdischen Eigcn-Seins. Zwar erschütterte und verwundete die Katastrophe der jüdischen Siedlung in Rußland den Leib Und die Seele der jüdischen Nation, aber in Polen, Galizien und den Ostsccstaaten wuchs von Jahr zu Jahr das Selbstgefühl der Nationsteile und drängte nach einer politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Ausdrucksmöglichkeit. Der Ausgang der Wahlen zum polnischen Sejm beweist mit aller Deutlichkeit, daß das Massendenken bewußt in einer zionistisehen, nationszugewandten Richtung eingestellt ist, und das Ist nicht zuletzt die Frucht der Tatsache, daß außer den wirtschaftlichen Nöten nunmehr kein Faktor imstande ist, das Interesse der Juden von der nationalen Renaissancebewegung abzulcnkcn. Früher behandelte die zionistische Politik im Wesentlichen die Z u k u 11 f t des jüdischen Volkes in Palästina, nunmehr brachten es die Ereignisse mit sich, daß sie sich mit Gcgcnwartssorgen, mit den Aktualitäten Palästinas, aber auch der Galuthländer befassen mußte, sie vermochte die gesamten Besorgnisse und damit das gesamte Denken der jüdischen Massen zu umspannen und dadurch ihnen sehr nahe zu kommen und sie zu gewinnen. Das zionistisch-politische Denken horte auf, sich in Abstraktionen zu bewegen, die dem vulgären Massendenken immer fern Hegen; konkrete Forderungen, geformt in leicht eriaObarcn Losungen, bewirkten den Anschluß der Nationsmasse an die zionistische Führung. In den Wcstländcrn finden wir trotz aller Besonder* beiten die gleiche Tendenz: Befreiung der jüdischen Massenpsyche von der angstdiktierten Zwangsvorstellung eines ausschließlichen Staatsbiirgcrdascins. Die Beschäftigung mit Angelcgenhciten des jüdischen Volkes hat wieder den ihr zukommenden seelischen Raun! erhalten. Die Nachdenklichen unter den Assimilanten überprüfen die Ergebnisse der letzten Jahre, wägen die Opfer, die einer vergeblichen Sache gebracht wurden und erinnern sich der eigenen Volksgcmein- Schaft, Die Geschehnisse in Ungarn und Bayern waren aufflammende Warnungen, und der mit noch niemals erreichter Intensität und Grausamkeit operierende Antisemitismus tut das Seinigc, um auch den Denkfaulsten aus seiner Behaglichkeit zu schrecken. Aber es wäre verfehlt zu glauben, daß lediglich Motive des Selbstschutzes den Westjuden wiedergegeben haben das langcntwöhnte Zusammengchörigkeits- und Oesellschaftsbcwuötscin, eines der wesentlichsten Kriterien für das Dasein einer Nation. Es waren auch die politisehen Erfolge des Zionismus, die bei vielen den Anbeginn einer großen Umkehr, einer Heimkehr mitverursacht haben. Jüdische Politik, die bis dahin im Flüsterton und nur unter dem Schutze vierer ängstlich umzäunter Wände betrieben wurde, ist mit einem Schlage internationale Angelegenheit geworden. In den entscheidenden Tagen der Friedenskonferenz zu Versailles werden Juden als Juden vom Obersten Rat der Entente empfangen, in England wird die Palästinafrage zu einer hochpolitischen Angelegenheit ersten Ranges usw. usw. Der Träge, den nur Sensationen für Augenblicke erwachen lassen, begann hinzuhorchen. Gar manche dieser Trägen wurden im Verlaufe der Jahre von der Geschichte, von den Ereignissen selbst erzogen. Der Kreis der jüdischen Oeffcntlichkeit wuchs allmählich an, das Vakuum in der Seele de« assimilierten Juden, das die nun nicht mehr zeitgemäße Anhimmclei der Obrigkeit gelassen hat, beginnt sich bei nicht allzu wenigen mit den ersten nationszugewandten Gedankenversuchen auszufüllen. Der Osten und der Westen der curopiischen Siedlung des jüdischen Volkes kann nunmehr über jüdische Angelegenheiten freier denken. (Wird fortgesetzt.)' Hebräische Sprachschule in Berlin X. Semester. Mitte Ä'pril werden neue Anfängerklassen für Schüler eröffnet. Die Vorbesprechung zwecks Festsetzung des Stundenplanes für diese Anfängerklassen findet Mittwoch, den 11. April, 6 Uhr abends, in der Hochschule Iüt die Wissenschaft des .Judentums, Artilleriestr. 14, statt. Die Eröffnung neuer An fängerklassen für Erwachsene findet Anfang Mai statt. Näheres wild noch bekannt gegeben. N. Berggrün, CJuurlottcnburg 5, PestabscisäV 54 a. MorHz Hcimann über Zionismus und Clialuzim ln d;r ״Wcltbühnc“ bespricht Moritz Hei mann das Buch 1 Miischers über Palästina. Wir sind überzeugt, daß die Gedanken des Dichters interessieren, und bringen sie, ohne uns mit ihnen auseinanderzusetzen. Man könnte siel» vielleicht wundern, wie grade Höllischer nach Palästina gekommen sei, der vor gar nicht langer Zeit aus dem jüdischen Gemeinwesen ausgetreten ist. Aber was er verlassen hat, war eine Welt, die für ihn Niclits-nls-Vergangenheit bedeutet; 1und wohin er suchen ging, dort war Zukunft, Mcnsciihcitskunst, die ihm in jeder Form heilig ist. Er also, der e3 nicht länger ertrug, Jude zu sein, durfte und konnte auf seine Art Zionist weiden. Damit ist sclvon ausgedrückt, daß seine Art eine für sich! ist, eine von den leider auch schon unzähligen; und nun würde cs sich fragen, ob sic vielleicht die so tief konzipierte ist, daß alle andern oder wenigstens viele andre oder doch einige andre in ihr aufgclicrr könnten. Der Zionismus, als umfassender, wenn and« vager Begriff, wird eine solche Möglichkeit ohne weiteres ablehncn, und mit Redit, er muß, wessen der einzelne Mann llolitsdier sich ciitsdilageu darf, durchaus eine Zukunft suchen, die aus einer zugehörigen Vergangenheit stammt, einer Ungeheuern und vielfachen Vergangenheit; er würde sich selbst auflicbcu, wenn er sich zu der einen Aufgabe sammelte, die Hoiifscber ihm zuweist: einen Sozialismus von konsequenter Praxis und religiös verdichtetem Alcnsclilicitsgcfülii Pionierarbeit zu leisten, Beispiel und Anfang zu sein. Vielleicht freilich wird1 er sich in der Tat aufheben müssen, aber aus andern Gründen, als tun der Forderung Holitschcrs zu genügen. Seine Krisis, schon lange spürbar, bricht jetzt verräterisch überall durdlii, und doppelt verräterisch an Stellen, die alles andre als eine solche Wirkung vermuteten, geschweige denn planten. Vor mir liegt die letzte Doppelmimincr der ״Jüdischen Rundschau“ vom eben verflossenen Jahr, mit einem Text, der, bis auf einige Noti7.cn, ganz der Ehrung des hebräischen Dichters Bialik gewidmet ist, gelegentlich seines fünfzigsten Geburtstages. Bialik ist ein Mann, zu dem die Juden, die von ihm wissen, 1und die ihren Kopf nicht nach Vogel-Strauß-Art in der deutschen Staatsbürgerschaft jüdischen Glaubens versteckt halten, mit enthusiastischer Liebe Imisrimticn, mögen sie sonst auch zum zionistischen Gedanken und' innerhalb seiner zum Hebräischen als der möglichen und 11ötigen Eiuheitssprache eher auf der zu zweifelnden Seite stehen; was Robert Weitsc'h in seinem Festartikel folgendermaßen bezeugt: ״Von der Linken bis zw Rechten, von Jerusalem bis New York und Warschau neigt cs (das jüdische Volk) in dankbarer Verehrung das Haupt vor dem Dichter.“ Ein paar Seiten später lesen wir, daß die Jüdische Gemeinde in Berlin cs abgclchnt habe, ein Glückwunschtelegramm an Bialik zu unterschreiben. Das brauchte nichts zu bedeuten, das könnte in die Reihe der Bouvardiana gehören, für die wir jüngst bei Hauptmanns sechzigstem Geburtstag in Deutschland Beispiele hatten. Aber auf derselben Seite der ״Jüdischen Rundschau״• steht eine Stelle aus einem Trinkspruch, den Achad Haain in Tcl-Awiw (in Palästina) auf einem! Bankett gehalten bat, das dein Präsidenten der zionistischen W’cltorgamsation, Dr. Wcizmaun, gegeben wurde. Die zionistische Politik wird mit ders’eben Technik, gemacht, mit der die europäische zugrunde gerichtet wird, mit Banketten, Trinksprüdicn, überreichten Blumensträußen . . . und mit Memoiren besiegter Generäle. (Können Juden, sonst so empfindlich für den ״Ton“, die Tagebücher Herzls wirtlich ertragen? Spüren säe nicht, wie hier einmal eine wundervolle Sache von ihrem eigenen Gründer heillos diskreditiert wurde?) Achad Haam also, zwar immer noch uncrsdriitlcrt und uncrschütlcrbar treu in seiner Arbeit, aber doch wohl schon lange ein Märtyerer, spricht von sich: wie er, sogar in der sdrönsten Hoffnungsfreudigkeit der Jugend, doch nur geglaubt habe, daß längst das Gras auf seinem Grabe wachsen würde, che der Messias käme; denn eine mcssianischc, das ganze jtktische Volk ergreifende — das heißt: eine vorbereitende — Bewegung hätten er und seine Gleichgesinnten zu entfachen unternommen: ״Jetzt, wo die Lag« unseres Volkes schlimmer ist als je, schon wir, daß die Herzen nicht immer mit uns und die Taschen leer sind, Dr. Weizmann , . . braucht Gelder; er hoffte Herzen zu finden. Ob er die Herzen gefunden hat, mögen Sie allein beurteilen. Ich glaube, er hat sic nicht gefunden. Nun geht er demnächst nach Amerika. Ich hoffe, er wird dort die nötige Geldsumme bekommen. Vielleicht wenn er dann zu uns zuriiekkomm.m, wird er mit Hilfe der Gelder auch die Herzen finden.“ Es gehört kein sehr empfindliches Ohr dazu, hcrausr.uhörcn, daß hier etwas weint. Fast mehr noch als die bedrückten machen die optimfstischcn Acußemngcn bedenklich. Der offizielle Zionismus ist längst in jenes Stadium geistiger Bewegung getreten, das zum Beispiel an der Philosophie die Oallc Schopenhauers hat übergehen lassen. Neben denjenigen, die für ihn leben, stehen schon zu viele, die von ihm leben; zu viele, als daß das wahre Kräfteverhältnis nicht verhüllt würde. Er hat eine Presse, hat Diplomaten und Politiker, er hat eine übergroße geschäftige Nichtstuerei, Es mußte neulich darüber Klage geführt werden, daß gerade seine reichen und an Einfluß mächtigen Bekenner die Steuer nicht bezahlen. Und schon regt sieb erfreulicherweise eine jüngste Jugend in ihm, die das alles vxiitt und cs sich nicht länger will gefallen lassen. Vielleicht wird in dieser jüngsten Jugend en>t die Entscheidung darüber ausgekämpft werden, ob cs Zionisinnts gibt.“ ״Höllischer könnte «Inwenden, daß cs mit einem von vom anfangendcn Sicdlertum anders stehe als mit einer historisch gewordenen Klasse. Fassen sic aber Fuß und gründen sich fest, di« tapferen Chaluzim, so werden sie arbeiten und danach denken, wie die Erde ihnen befiehlt, aber ganz gewiß nicht, tun einen Komnnjtmismug zu erfüllen. Vielleicht mit der Zeit nicht einmal, um! «inen Zionismus zu erfüllen. Vielleicht wird gerade in ihnen die Realität übermächtig werden, und sie werden es satt haben, m liören, daß es ein ״Recht“ auf Palästina, daß es einen jüdischen Oedanken gibt, einen jüdischen Oott und dergleichen; dafür aber werden sie es klarer haben als irgendwer, daß cs Juden gibt mit Jugend. Beides leben sie, und weiden lernen, cs auch wo anders zu versuchen, meinetwegen in Argentinien und in Uganda, Zkm hat eine bestimmte geographische Lage nur so, wie für die Kreuzfahrer das Heilige Grab. Sollte aber wirklich zwischen Kommunismus und: Zionismus eine Auseinandersatzun״ nötig sein, so ist mir wenigstens der Sieg nicht Zweifelhaft: Kommunismus ist ein zu simpler — Kommunismus, als daß er «Id» lange halten könnte, wo höhere Arten von ilun lieb trspoiPh“, 1 1 . , 1; . , :! ן ,;; י! ,!!;״ , Htbraisclic Neuerscheinungen Die Zeiten sind längst vorbei, wo sich mit dem Begriff des hebräischen Buches die Vorstellung von einem gcschm«( losen Einband, schlechtem Papier und unleserlichem Druck fast unlöslich verband. Die Wiederbelebung der hebräischen Sprache, die ständige Vergrößerung des hebräischen L*Stt. Publikums, hat auch die Wirkung gehabt, daß heute die Erscheinungen des hebräischen Verlagswesens in einer äuß«, liehen Aufmachung erscheinen können, d.e getrost den V«rgleich mit den Erscheinungen der Literatur anderer Länder auf nehmen kann. Ja, man hat mitunter den Eindruck, daß vielleicht zuviel an bibliophilen Ausgaben erscheint, daß lu sehr die Neuerscheinungen sich den Bedürfnissen derjenigen anpassen, denen die VaiutavcrhältnDse die Anschaffung derartiger Ausgaben gestatieu oder die auf das schöne Aeueßr* bei Büchern mehr Wert legen als auf den Inhalt. Eine andere Beobachtung, die sich heute aufdrängt, he, trifft die zunehmende Ucbersetzungsliteratur. Dies« Tendenz ist eine sehr gesunde. Soll das Hebräische nicht eine von vielen Juden verstandene, sondern die nationale Sprache aller Juden werden, 60 muß sic alle geistig« Bedürfnisse zu befriedigen imstande sein, muß also auch die Kenntnis aller wesentlichen Werke der Literaturen aller Völktr und Zeiten vermitteln können. Es ist natürlich, daß die junge hebräische Literatur sich besonders mit solchen Erscheinungen aus dem Gebiete anderer Literaturen beschäftigt, die in irgendeiner Weise mit Jüdisclicm verknüpft sind und an Jüdisches erinnern. Das braucht nicht immer mit aller Deutlichkeit in die Erscheinung « treten. Wenn wir etwa Peter Kropotkins ״Gegenscitigc Hilfe" in einer hebräischen Uebersetzung, erschienen im Verlage ״Jawne“, Jerusalem, vorliegcn haben'), so handelt es sich hier um kein Buch jüdischen Inhalts, Dennoch ist es wohl kein Zufall, daß man Kropotkins Schrift ins Hebräische übersetzt hat. Gehört dieses Buch doch zu denjenigen, die für einen idealistisch orientierten Sozialismu« grundlegend geworden sind. Von der Darwinschen Lehrt des Kampfes aller gegen alle ausgehend, zeigt Kropotkin; wie sehr sich sowohl im Leben der Tiere wie auch auf allen Stufen der menschlichen Gesellschaft die entgegengesetzte Tendenz bemerkbar macht, die Tendenz gegenseitiger Hilfe; für die «r besonders in (len genossenschaftlichen Bildungen des Mittelalters viele Beispiele angeführt hat und die ja gerade in den Problemen des AuSbaus von Palästina eine entscheidend* Rolle gespielt L!cn und eine noch viel größere Rolle spielen werden, Die Uebersetzung stammt von M. Ben Elicser, Mit einem anderen Großen a! f dem Gebiete des Geistes, mit Rcmbrandt, beschäftigt ich ein Buch, das Biatik chjgcicitet hat sind das mit einer Reihe von wohlgclungenen Reproduktionen von Rcmbrandlschcn Judenbildcrn und Bildern biblischer Stoffe die Persönlichkeit des großen holländischen Malers würdigt'־'). Die Geschichte der orientalischen Völker wird von vomherein verwandtschaftliche Saiten in uns erklingen lassen, besonders die Geschichte des alten Babylon. So umstritten im einzelnen noch manches sein mag, so ist doch seit langem als gesichert anzuschcn, daß die Einflüsse des babylonischen Kulturlebens auf die Geschichte des alten Israel sehr bedcutungsvolle waren, in dieser Erkenntnis ist ja die Wissen- Schaft besonders bestärkt ■worden, seitdem die Gesetzgebung* des Königs Hamurabi entdeckt wurde und ein Vergleich die mannigfaltige Ucbercinstimmung mit der jüdischen Gesetzgebung aufgezeigt hat. Es lag deshalb nahe, diese Gesetze des Hamurabi in einer hebräischen Ausgabe dem jüdisehen Publikum und der jüdischen Wissenschaft zugänglich zu machen, wie das jetzt geschehen ist. Die Ausgabe enthält*) die gesamte Gesetzgebung des Hamurabi, wobei in Anmcrkungen steis auf die parallelen, manchmal übereinstimmende, manchmal sich auch wesentlich unterscheidende Stellen des Tcnach hingewiesen hat. Diese Ausgabe der Gesetze des Hamurabi wird vielleicht in einer oder der anderen palästinensischen Schule gebraucht werden, in der die Beschäftigung mit der Bibel auf Grundlage moderner Bibclkritik getrieben wird. Andere freilich werden cs ablehncn, diese Methoden europäischer Wissenschaft auf die Beschäftigung mit nationaler Literatur unseres Volkes anzuwenden. Diese Bedenken werden gegenüber der m od ernen jüdischen Literatur gerade keine Rolle spielen, wo cs vielmehr von vornherein als zugegeben anzuschcn ist, daß die moderne hebräische Literatur des 19. Jahrhunderts in enger Wechselwirkung mit der europäischen geistigen Bewegung groß geworden ist. In der uns vorliegenden, von Urinowski verfaßten Geschichte der modernen hebräischen Literatur1), die, von den Zeiten Moses Mendelssohns und der Berliner Richtung beginnend, bis zu Mcndele Mochcr Scphorim führt, ist die Einteilung der Perioden durchaus nach demselben Prinzip erfolgt, mit der die Literaturgeschichte anderer Völker in dieser Zeit arbeitet. Nachdem einleitend die Wiederbelebung der hebräischen Literatur in Oesterreich und in Rußland behandelt worden ist, spricht der Verfasser von einer romantischen Epoche, für die ihm Mapu als der charakteristische Vertreter erscheint, und von einer realistischen, die dann in Mendel«. Mochcr Scphorim ihren führenden Vertreter zu erblicken hat. Jedenfalls entspricht eine derartige moderne hebräische Literaturgeschichte einem vielfach etnp* fundenen Bedürfnis, sowohl für den Schulunterricht wie für das Selbststudium derjenigen, die an der Hand einer Literaturgeschickte sich in die Werke selbst cinzuarbeiteu versuchen, Ueber den Stand des Schulwesens in Palästina unterrichtete ein Bericht, der dem letzten Kongreß vorgclegt worden war. Jetzt liegt ein neuer Bericht vor, der sich mit den Volksschulen beschäftigt. Der Bericht8) be* schränkt sich im allgemeinen darauf, den Lehrstoff der einzcinen Klassen und Schulen und die dabei benutzten Bücher kurz anzugeben. P׳c l ulle der Neuerscheinungen auf dem Gebiete des hebräischen Verlagswesens lassen eine Bibliographie als notwendig erscheinen. Dieser Aufgabe unterzieht sich der Jüdische Verlag unter der Redaktion von D. A. Friedmann ״ . erscheinenden Sammelbande ״Ejn Hakorc ), Wir haben hier eine umfassende Bibliographie, die aberdaruber hinaus auch literarhistorische Aufsätze enthält סמר קרושוטקץ׳ תרגם יי• ברייליייי׳ na» •) עזרה הדז־יוו בעולם החי והאדם •) ל. פסטת? רמברנדט׳ יבירתו וערבו ליחדוח• הובאה ימח¬ ש. י. ט׳»רנא. -rw *) הקי חמורבי׳ ערוכים ומבוארים בברוף מבוא והערות ע״י •עינוי.' בראן¬ ,, א. אורונובסקי׳ שעורים בתולדות הספרות העבריה החדשה הובאח -אחיאפף• ור»ח• בא״י• חוברו!«׳• חמיה בחי־ססר העממיינ) r,מחלגת-חחנור של החגתלח חציוני I* .העירוניים ין חקורא לב?*ח ולניבליוגמיחי» f der ,,י י Sich! : י «eher . 1י!ל ric über 1 Arbel ’ ־ (Rcfe, «) n!,. Arbel Pr 4«:■ Auftrij , ynd Kraft*. . führt ן an: K |V *!"l Mal , «inen in Pa 1;! leben! schall keitcr: Indus 1׳ bchan ׳ ' hervo ן, hat, < •־ der \'! an d! ' unper, 1 bei'ici t. stir.es / tciiu.1 Schill allem 1 Gcsic. Dinge J führu! '1 wendi1 zu sic Aus bi ü ' am 2T in dl ך den f Landl׳ land , zuteil! I U j׳■ Ob