Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1923-03-30 · Heft 26-27 (30.3.1923) · page 9

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 26-27 (30.3.1923)
Date
1923-03-30
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2651273-2652595-2652502-2652527--16479-2674124
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

17 entity mentions

*ז ן vי j|4; jlti IS;i זזו ■c,1 Nr. 20'27 UEDISCHE RUNDSCHA'U Seife 159 ןד* *-!ו*—י J׳W*T וי* || Der XIII. Kongreß tritt spätestens int 1. August 1923 ztm.-.uamcn. Die Zahl der Delegierten der Zionistischen Vereinigung für Deutschland richtet »ich nach der Anzahl itt »!)gelieferten Scliekalim. Die Exekutive verlangt Abrechnung bis zum 31. Mni 1923. Die zionistischen Ortsgruppen und Vertrauensleute ■werden hierdurch dringend auf gef ordert, die Schekel■ isninilurig mit größter Intensität zu betreiben. Wir veröffeal liehen untcnctchcnd eine Statistik der Von den Gruppen ira Kongrcijahre 1921 aufgeld-echten Scliekalim. Die Gruppen mögen danach streben, ihr damali!?6• Scho kelkontin {,ent in diesem Jahre zu verdoppeln! Der Monat Nissan (Aj.nl) wird hierdurch s!3 SAekclinosat erklärt. Jeder Zionist muß im Nissan (April) selbst den Schekel zahlen und soll drei geue Schekelzahler werben! 1(ä für Deutschland Berlin W15, Sachsfcclio Straße 8 Jinkkonte: DarmttadUr und NationaUmnk, Depoi.-Kusa DE. Kmfüralcndamm 52, — Poitscheakkonto: Berlin NW 7, Nr. 8091 Zionistische Vereinigung Die Scliekelsanmilun״ im Jahre 1921 ul :־.U«, Schekel ■ _ '•!׳'־Ita Aachen 9 tiu für Ahrweiler 28 AÜcnsicin 50 it .!!eht Abhld 7 tcr:־; AiHwh 17 As.änf.l’nburg 50 ״ Asriicrslcben 21 -11 7 te׳;. die Aut’cnh.1 Ilsen 1 ו überi Dürnberg S einzu. { Brechern 3 m. :!!׳״!, | Bayreuth 9 arbeiten! Bcäburg 1 f. ■ 0 fi c n , Berlin 4303 1. ־ Bcmhurg 14 ן Ul י• י 5 ßcuilien (direkt n. London :r ic.it- ..führt) ' tücxfcld 23 betriflt, Blcichciode 1 11 ko:1• Brciunn 83 ־• IVv.n 86 n:־dr,cn K ״feer- Diese , deren *tut die e i Ec- Ikar!f)l;i: hi: dar, ich der iktior.s« er von Du 11 ,ו m 1 unke• Hallte Icbüude Budget beitung egebett. Arbeit“ j■ 1101:8 Btxlcn cn Ein• ltnissen!rgehen Hungen זו noch d, weil 1s hätte jrößere « nicht!st kein jnd an :n viel• Cr. und Inten• Ertrag 1 kamt,. 1 kost• 1/C׳itmp Brachfeld Brandenburg a. H. Braunscliw.-Wölfenbüttel Bremen Breslau Cu eg läudisnl früssow Buchau Burg Butzbach Cannstatt Cassel; Celle Chemnitz Colilcuz Cöj'pel Cäihca 11,״•, ui, ־ Crailsheim •־■■ Crcfcid י‘,’".' ' ׳ Oatlbiu Danzig iktrmsiadt Dessau Dt. Eylau Dt. Kionc Dorrdorf , Dortmund Dresden Duisburg Bad Dirkhelm Düsscldarf Eisenach Elberfeld Eibing Elgersburg Emden Ehtmctich Erfurt Erlangen 1 1 37 50 85 593 2 27 3 3 15 3 1 115 5 330 19 1 .. 71. 10,־ 8 8 311 94 62 24 2 1 100 109 202 3 299 7 218 6 1 37 1 78 10 Scfiokci Scltekcl Esdvwega 8 Karlsruhe 225 Essen 97 Kiel 41 Eydtkuhnen 50 Kirchhain 3 Festenburg 1 Kissingcn ' 8 Floß 1 Kohren 1 Frankenhausen 4 Ko! borg . 2 Frankenthal 7 Köln a, RW, s 494 Frankfurt a. M. 969 Königsberg 463 Frankfurt a. O. 72 Konstanz 33 Fraustadt 1 Krön,ach) 2 Freiburg i. Br. 14) Kudowa 3 Frendenberg 7 Künzdsa!« 3 Friedberg 12 Lands, berg ׳ 27 Fulda 76 Lauenfürde 1 Gailingen 10 Lauferswciler 1 Gelsemdrchen-Wanne. 69 Leipzig 1570 Gera 15 Licgnitz 21 Gey 1 Limlmrg 11 Gießen-Msrtwrg-Wetzlar 133 Lippstadt 1 Glatz 7 Lörrach 2 Glciwitz (nach London Lübeck 58 ׳ abgeführt) Luüu'igshafcn 2 Glogau 11 Lüneburg 1 GollnoW 2 Lyck 15 Gotha 36 ,Magdeburg 116 Göppingen 2 Mainz 132 Görlitz 21 Mannheim 162 Göttingen 36 Marburg 15 Greifenberg 1 Mar.pgr.tbowa 14 Gr, Kack sehen 5 Markenhof 6 Guben 7 Massow 1 I Gumbinnen 33 Mcckcnhafn 4 Gunzenhausen 4 Meiningen 14 Guttstadt 14 Memel 315 Hagen 21 Menden 8 Hallte 10 Messingwerk 46 Halbentadt 148 Mmhausen 2 Halle 73 Miiitscl! 3 Hamborn 40 Möckmithl 2 Hamburg ל» . ״ . 942 Mo.krat! ׳ ■ ׳ י •. ,. .1 •י״’,‘".; Hameln“ ‘ Q ׳ .Mi׳ä!U!au»en f. Tltüt< . 2 Hamm ' ,' 34 Mü!::hcim/Ruhr '' 7 Hannover 183 München 653 Ileidclberg 1 163 Miinclien-Gladbadt : 15 Heilbionn 24 Münster 30 Herne 4 Namslau 10 Herefeld 8 Nauhcim-Friedbcrg 20 Hildcsheirt 29 Neckarau 1 Hindenburg 3 Neiße 2 Hohenlimburg 1 Neuenahr 2 Holzhausen 2 Nc-dsof/Fuldä 2 Homburg 0.*Hessen 6 Neuß 10 Hoppstädten 1 Neustadt 1 Ichenhausca 17 Neuwied 41 Idar 5 Nicolai 1 Insterburg 60 Nicsteg 3 Jena 3 Nonncnwcicr 1 Jeßnitz 12 NorclJiausen 63 Jever 10 Nördlingcn 33 johanülsbttrg 10 Nartheim 2 Jülich 44 Nürnberg 490 Kaiserslautern 4 Oberhausen 7 Ober-Itwclheim Obcniigk Ocla Oppeln Ortd&burg Osnabrück Osta Iiolz-Scharmtjedc Paderborn Pasewntk I'cncuu Pforzheim Plauen Ratibor Rees Rcgensbtirg Rcichenbam Remscheid Rostock Saarbrücken U. Ufflgeg. Sagau Rcnsburg Sobernhcim Solingen Spamlau Schifferstadt Scliivdbcln Schlnwc Schlojype SchneidcmüM Schönlanke Schwedt *. O, Schwcinfurt Schwerin Stettin Stolp Stuttgart Tapiau Tarncrwitz Tiefenort Tilsit Th de f. HD. t, Traclicnberg Trier Uffinjr Ulm Varel Waldenburg Wattenscheid , Weimar Wciücnfcl» Wesel Westerwald- Sieg׳ Wiesbaden Wismar Wörrishoftn Worms WürzbuVg Zirndorf Zoppot Zülpich Zwickau Schekel 2 2 6 18 6 36 < d 4 2 2 58 61 53 12 1 1 7 15 176 1 9 16 4 29 11 1 2 2 45 48 8 10 5 152 32 140 t 75 1 ,78 1« 2 '־ m 1 10 7 14 3 4 6 , 12 26 263; 4 1 5 81 4 37 1 124 In dieser Aufstellung s:«f die vom Misrachi Und Hapoi-I-Hazai'r gesammelten Schekel nicht enthalten. 3,5 km 1, nahe Fläche k. I». C., ir. 19er Archi- Gärten, Einzel־ Bäume ciimcn, .einmgi , ri'gel■ tei. 1 r; >;־״ inuriie:׳ W.ii er;tr gea »le:-ine 8 I iäu* geh mt. in'1 r'• c )10 e־C■ >, c. Die Zionistische Bewegung und die Endziele der nicMzioiiisiisciicn Verbände*) Von Dr. Robert Weiß, Frankfurt a. M. Anmerkung: Wir hatten bei Abdruck des Anfangs von diesem Aufsatz bemerkt, <10ג cs sich utn emen _ vorabimicK aus dem vom Berliner Büro der Exekutive vorbereiteten 1 andbuch handele. Wir ergänzen dies dahin, daß der erste teil des vorliegenden Aufsalzes von Dt. Robert Weiß wesentliche Acndoruuccii gegenüber dem für das Handbuch bestimmten Beitrag enthält. Red. d. J. R. Bisher war die Zionsidee das Schiboleth, das im Lager der Bejahenden die unseligste Zerklüftung verursachte. Heute einigt Zion uns alle, die wir die Nation ihrer Zukunft wegen wollen, gleichgültig, wie wir uns diese Zukunft vorstellcn. Die verschiedenartigsten Zielsetzungen kennen uns nicht nichf, seitdem wir erkannt haben, daß, um dme mannigfaltigen politischen, kulturellen, sozialen Endziele zu erreichen, wifgem einsam Voraussetzungen in Palästina und in der Galuth schaffen m ü s s e n. nie Einhaltung eines Mindestmaßes an Einigkeit unter den Bejahen! des Judesetns ist gerade jetzt notwendiger denn je: das bisher latente, nunmehr zum Selbstbewußtst« gewordene א a 110 n al g e f üh 1 des ostjüdischen Klein bür ge rs und des von Europa schwer enttäuschten westjüdischen Assimilanten nachdenklicher Ars, drängt nach der Betätigung In einer nationsrugewandten Richtung, sucht eine Form der Vereinigung mit den aufbauenden Strömungen ln der jüdischen Gesellschaft und findet diese in der Plattform eines naiven Zionismus, so ungefähr in der Art der ersten Kongreßjahre. Dazu kommt noch, daß die Fraktionen im Zionismus Koppelungen zwischen der reiifjosen und dci״ zionistischen Idee» zwischen sozialistischen Bestrebungen verschiedenartigster Färbung und palsltinensi- *) Siehe die vorige Hum««׳: a), jü4k;M Ö4«#gefühl te$4 jüdisch# OefföitÜ&M^ ״ J .ז ...V.' '•'ז.•'*' “ י. trÄsa2azÄ5E3sE»tsr1a13 sehen Rcalisalionsmögllchkcltcn schufen. So wurde durch Bindungen allgemeiner, nicht nur jüdischer Art die Hingabe des Einzelnen an die nationale Rcnaissanccbcwegung ver• stärkt. Die palästinensische Realität bot dem konstruktiven Denken des paliistiuagctichtctcn Juden konkrete Daten in Ucbcrfülle und zwang ihn — wenn auch nur gelegentlich — zur Stellungnahme in politischen und wirtschaftlichen Fragen, um deren Lösung in allen Ländern gerungen wird, deren Klärung für Palästina ihnj aber ebenso dringlich erschien, wie die Ncuaufrichtung einer jüdischen Heimat. Erst in diesen Jahren der großen, der kleinen und kleinlichen Aufbau• sorgen drang so die Idee eines Palästinawerkes in die Tiefen des nachdenklichen iiiclitzionisüsclicn Juden von mehr als einer Seite ein, und er konnte sich den Forderungen seines Volkes nicht mehr entziehen. c) Dis neue Zionsliebe und die nlcliliionistisdien Vtrbfiride Die nkhtzionistischcn Verbände wurden ebenso wie der niehtzionistischc Einzelne von diesem neuen unaufhaltsamen Strom der Zionsliebe, der stark und mitreißend aus der Mitte des Volkes aufgestiegen war, berührt und erschüttert. Es wuchs in den letzten Jahren in den nichtzionistischen Verbünden die Erkenntnis, daß auch für sie beim Aufbau• werk in Palästina Aufgaben vorhanden seien, Sondern!!{gaben für die reale Auswirkung ihrer Anschauungen, für das GestalUmgsvcrhngen ihrer Mitglieder. Es begann die Zelt der »schlichen Auseinandersetzungen mit dem Zionismus; man konnte und wollte nicht mehr die Idee und deren Träger, so wie einst, geringschätzig abtun; man respektierte allmählich das in Erez-Jisracl anbeginnende Werk, wobei die außenpolitischen Erfolge des Zionismus reichlich das ihrige taten. 111 allen riichtzionistischen Lagern kam es zu einer mehr oder minder deutlichen Scheidung in Verharrende und Weiter׳ schreitende. Die Verharrenden glaubten, auf zwei Wegen die zionsfreundliche Entwicklung .1!• '■!alten zu können! entweder durch d0gß«ii!ches fwthaMcn 4m fällstjhafeindllche« .T«U de* Verbandsprogramms oder durch eine fadenscheinige Aus■« legung, die bcstcnfalln eine ohnmächtige separatistische Zionsilebe erzeugt, niemals aber ein ernsthaftes Streben nach Misrach, nach dem altncu-jüdlsdicu Morgen erwirkt. Die Wcltcrachrcitenden in den nühtzicr.i >Ü;chenVcr■« bänden fanden noch zu viel Anstößiges au den Grundsätzen und Arbeitsmethoden der Zionistischen Organisation; «io konnten sich ihr um!! nicht bedenkenlos anechlieikn. Sla beschränkten sich vorläufig auf die Durchsetzung ihrer zionsfreundlichen Ideen im eigenen Lager; wenn sie sich am Keren Ifnjcssod beteiligten und für ihn agitierten, io geschah dies aus der Erkenntnis heraus, daß er dem O cs amt volk als gemeinsames, wirtschaftliches Aufbauinsiriimcnt dienen wird. Zur Sdiifiun!׳ eines alljüdisclicu politischen Organs, zur Einberufung eines Weltkongreße«, waren damals weder die zionistischen, noch dio nichtzionistischen Teile der jüdischen OeffcutlicUkcit vorbereitet» Denn die Aktivität der Zionistischen Organisation wurde durch innere Kämpfe geschwächt. Und der Arbeitswille der Palästinagerichteten aus den anderen Lagern war noch ungefonnt. Die Zionslicbc dieser Juden aus nkhtziom;tischen Verbänden und die des erwachten ostjüdlsehcn Kleinbürger» gleicht und äußert sich wie dio des naiven, des frühen Zionismus. Die Jüdische Ocffcntlichkcit, soweit sie niehtzlonistisch, aber palästinngcrichtet ist, durchläuft denselben Weg, den vor Jahren der Zionismus und der zionistische Einzelne — aller* dinga langsamer — zurückgelegt haben; vom naiven Bekenntnis zum Gestaltungswille 11. So ist die Organisation der noch schöpferisch gebliebener! Teile der Nation zum gemeinsamen Aufbauwerk vorbereitet worden, Uns Zionisten erwächst aber damit die Aufgabe, bevor wir an die Schaffung gemeinsamer, neutraler Institutionen, wie Palästinakongrcß und Jewish Agency, herantreten, uns in die Mentalität der anderen hin* cinzudcnken und an die Jahre des eigenen ersten Suchen« uns zu erinnern. Von den Neulingen im Zionismus, gleichgültig, ob sie bei uns oder in anderen Lagern organlslcrt sind oder überhaupt keinem Verband angehören, von diesen scheu Tastenden, Heimkehrenden wäre cs verfehlt, das sogleich zu verlangen, was in uns selbst erst Frucht jahrelanger theoretischer und praktischer Bemühungen ist. Der zionistische Tätigkeitsbereich hat sich längst über die relativ engen Grenzen des Basler Programms hinaus erweitert. Obwohl alle zionistischen Aktionen (Palästina oder Galutharbeit, soziale Fürsorge oder Kulturtütigkclt) theo•« rctisch ein zusammengehöriges Ganzes bilden, weil sie alle von der Tatsache der Existenz des jüdischen Volkes und seiner Bedürfnisse ausgehen, so machen wir dennoch in der praktischen Agitation täglich die Erfahrung, daß Nichtzlonisten, die oft mit bedeutenden Zeit- und Geklopiern für die Nationalhelmstätte, für das Basler Programm sich einsetzen, bei einer weitergehenden Tätigkeit nicht mitkönnen, Vcgcssern wir nicht, daß viele von uns einmal dem Zionismus ein relativ enges Wirkungsfcld zugemessen haben, daß erst Im Verlaufe der Geschichte unserer Bewegung die zionistische Aktion sich zum heutigen maximalen Arbciisbereich erweiterte. Das heißt nicht, daß wir untere Grundsätze einer umfassenden und n atlo-1 nalen Arbeit durch Rücksichtnahme auf die Agitation verwässern lassen müssen. Wir brauchen•• nicht :den Gesinmingsk-ompromiß.׳ ״ ■Wir •brauchen־; mir eines: Geduld haben und warten können. ' Dentt efs gibt von der Gleichgültigkeit zur Zionsliebe nur eine Entwicklung: den Weg, den wir selbst cingeschlagen habe« und auf dem uns die anderen werden rascher, leichter nachfolgen können, weil wir ihnen vorangegangen' sind, und so nicht in hochfahrendem Besserwissen, sondern in stiller Liebe unsere Wegcrtahrungen mittcilen können. Wir werden auch dann gute Wegkameraden sein, wenn wir wissen, daß viele unscrcrGcnossen ilue eigencnWege werden gehen müssen, nachdem das eine Ziel gemeinsam erreicht worden ist: die Konstituierung einer unabhängigen, eigen« gesetzlichen jüdischen Gesellschaft in Erez« Jlsrael. '!*. Die Kraft einer Bewegung erweist sich ausschließlich In einer innerlichen Starke, welche die vornehmsten, der Idee ebenbürtige Mittel gebraucht, um im Kampfe mit dem politischen Gegner sich durchsetzen. Nur der Schwache sucht durch Lärm eine vermeintliche Stärke vorzutäuichen, Die Zionistische Organisation wird daher bei ihrer kommctulen gemeinsamen Palastinaarbcit mit Nichtzionisten unbeugsam, weil historisch untrennbar verwurzelt, bei ihrer Grundidee verbleiben und auch Im taktisch bedrängtesten Augenblick sie nicht verblassen lassen: die Totalität einer nationalen Renaissance herbeizuführen. Die Totalität: das heißt nicht nur um die politische und wirtschaftliche Sclbstbeiriiung ringen, sondern auch um das hellste Wicdcrerstralilcu der jüdischen Neschomoh bes9rgt sein. Nationale Renaissance: das ist die Ablehnung jedes philanthropischen Zionismus, das ist das Trennende denen gegenüber, welche nur die Not der Einzelnen und nicht die Not des Gesamt* Volkes sehen wollen. Wir wissen, daß ein Großteil des Volkes noch nicht gewißt ist, diese zionistischen Grundideen in ihrer Gesamtheit aufzunehmen. Die Zionistische Organisation wird diesen palSstinagcrichtetcn Nichtzionisten au [zeigen, In welchem Teil unserer Ideen Gemeinsamkeiten vorhanden sind. Sic wird aber ebenso mit aller Ehrlichkeit und mit aller Entschieden» heit auf die verbleibenden, sehr beträchtlichen. Differenzen hinweisen. Unser Ideenkreis ist stark genug, um weite Kreise des Volkes auch dann zur heimatlichen Aufbauarbeit heranzuziehen, wenn nur ein Teil unserer Hoffnungen sie nach der Heimkehr rufen läßt. Nicht der Ge- Kinnungskompromiß und nicht die Intoleranz gegenüber den Meinungen politischer Gegner, sondern ausschließlich die Auswirkungen unserer inneren Stärke werden das vornchmste Kampf- und Arbeitsmittel beim ideellen und matcricllcn Aufbauwerk sein. Diese Bedachtnahme auf den naiven Zionismus der neuen Pniästinagerichtclen gilt in erster Linie für Westeuropa und für die jüdische Bourgeoisie Amerikas, ln Osteuropa kann der Zionismus nicht allumfassend genug sein, da beruhen seine großen Erfolge m den letzten Jahren gerade auf der maximalen Ausdehnung, die dort der Bereich jüdischer ftoEiik und nationaler Arbeit erreicht hat, , J ja־ 1־;lv-! יי I i l, ׳. > V '1 t 5־ ־! * '׳ i mV ׳ « ׳1 I 1' ' י

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.