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Jüdische Rundschau · 1923-03-30 · Heft 26-27 (30.3.1923) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 26-27 (30.3.1923)
Date
1923-03-30
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nt27׳ 26 .׳ IUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 157 'itanaa:•״, 'laß '•WCSe!;-, p 1'1t «n1׳ llllliÜlir^' i" Pal״;״־״ ■•itCRcl.,1;;, .'1en Ar,־־;; •J!;afisv/cs::•• : der Ae!;׳־,., : 1t vor Iaupl:;r,c;,,' ( len ist nidי •׳ . Vor! ' -Wie Ax\k• ticns qua;!.; schaftslcbc;.' lende K;u:]^ einer RlIn{j. öffentliche :31re Weiter,;,leiben, also; ¬ג zur lantl.';;te sich mit ן ׳ |i war aucl; ’' sich denn i , Arbeiten;': [seinen Ten.‘• |nt scheidend;; ]bedeutende'! per ■Ersehetliier hinge. ’ ft auch die י ן et worden,'1 in ko wer,; j'n P.dä'thj [acut der j Fuß gef,־''. '■ Ausnalirn: . in kleines Lande sehnt jS'achstelienj 1 Industrien, ׳ Bedeutung!rs aber in 11 und Akki 1 livenpresren | Tonnen Od I rbrauch zu• [war hau,•nt• In in dies™ [IS äg. Pid. 1 Produktion iclu fes-Uu- : rntc erzielt g zugrunde [ ksnmtrif'cr :Iten Unter• I baren Län- 1917/18 1919/20 1920/21 kfif . kg kg 4 633 257 2172 753 3־0 784 1 8״2 '437 51) 247 797650 65197 15'92 20 4 5 863 381)49 8 J 018 0-10 Pid. Seife ver• chemischen verwende!, wird für I zwar 25 Hs werde״ die Soöi ur lokalen das a״ »!1 142 4M im Werte tu Menne Jer Asche Osten d« öblusscite tcn. exportiert, ,onnen. im JafV‘־ fort Roth־ >t wur״'t *abrik 1-d rer Basu• 75 3fW I'.1־ 5ü:X> bis pscii «'te;aicr us׳'!'• Kleinere Kellereien und Pressen sind in Sichron-Jakob in der Nabe Haifas, zu finden und eine Destilicric besteht in Chederah. Die folgenden Zahlen, von der otfomanischen öffentlichen «üaatssdiuldcnvcnvaiUiiig stammend, geben ein Bild der Pro* Auktion während der drei letzten Jahre: Herbe Weine . Süße ״ Arrak ..... Alkohol .... Außer dem lokalen Konsum wurde 1 während des Finanz• fahrcs 1020, mit 31. März endend, 1 3 4831 Liter im Weric von 65,017 äg. Ptd exportiert und Im Finanzjahr!321 1 263 577 Liter im Werte von 50.40.) äg, Pfd, hauptsächlich nach Ae gynten. Spirituosen, wie Arrak und Brandy, werden liergcstclit, die' Produktion war im Jahre 1914 ungefähr 820 hl, im Jahre 1920 2S0 hl. Die Produktion von Alkoho'rAieg von 330 hl im Jahre 1919 auf 890 hl im Jahre 1920. Früchte. Die wichtigsten der in Palästina wachsenden Früchte sind: Orangen, Zitronen, Feigen, Trauben, Melonen, Aprikosen und Mandeln. Orangen werden auf ausgedehnten Flächen kultiviert In und um Jaffa, ungefähr 19600 Dunam 030 qm entspricht 1 Dunam, 4300 ros 1 Acre) gegen 22000 Dunam vor dein Krieg. Es werden ungefähr 75 Bäume auf 1 Dunam gepflanzt, und vor dem Krieg war der Ertrag ungefähr 160 Orangen per Baum oder 80 Kisten per Dunam. Der Durchschnitt 1920/2! war 43 Kisten pro Dunam, 1 Kiste enthält gewöhnlich 111 Orangen. Der Export geht hauptsächlich nach Liverpool, wo der Durchschnittspreis 13/6 d', per Kiste ira Jahre 1020/21 betrug. Die Verladung findet von November bis Mai statt. Seit dem Krieg hat sich die Situation bedeutend ge* bessert, und obwohl die Vcrschiffungsmög’.ichkciten anfangs gering waren, wurden doch 635 009 Kisten im Werte von 161,160 äg. Pfd. während 1919/20 exportiert und während des Jahres 1921, endend mit 31. März, 830 950 Kisten im Werte von 200.450 äg. Pfd. Dese Zahlen sind jedoch noch immc־ nicht zu vergleichen mit denen aus der Vorkr egszeit, wo im Jahre 1913 1 603 570 Kisten exportiert wurden. Es hat sich eine Vereinigung gebildet, um den Handel zu fordern, unter dem Namen ״Di« Jaffaer Orangen-Pfianzer und Schiffer“ (The Jaffa Orange Growers and Slippers). Melonen wachsen im größten Teil des Tulkeram- Distrikts. Es wurden im Jahre 1919/20 im Werte von 15.150 lg. Pfd. und 1920/21 im Werte von 63.000 äg. Pfd. exportiert. Es wird auch Aprikosenp; sta erzeugt, und während des Jahres 1920/21 wurden 800 Tonnen im Werte von 36.000 äg. Pfd. exportiert. In Jaffa wurde eine Frucht• und Ocniüse-Verpackungs- und Füllgeselischaft gegründet, und es ist noch nicht erwiesen, ob ein solches Unternehmen, das auch Jams und Marmeladen machen will, sich rentieren kann. Mühlen. In Palästina gibt es 265 Getreidemühlen, von denen 135 von sehr einfacher Konstruktion, mit Wasserkraft betrieben, sind, während die übrigen mittels Dampf oder Oelmaschincn arbeiten. Folgende Mengen Mehl werden aus dem besten Weizen gewonnen: ' beste Qualität > zweite Qualität .. ׳>■ Kleie Verlust 80 0/0 5 0/0 ' 12 0;* 3 ״/o 100 0/0 Das Brot aus inländischem Mehl Ist schwarz, weißes Mehl wird hauptsächlich aus Australien importiert und wird gemischt, cm weißes Brot und Gebäck, wie es von den Europäern verlangt'wird, daraus zu bereiten. Zirka 6909 Tonnen Meid wurden während des Finanzjahres 1921 eingefü irt. Gaza-Gerste ist besonders gut und wird hauptsächlich von den britischen Mälzereien gesucht. Tabak. Die Aufhellung des Monopols im Januar 1921 hat diese Industrie allen geöffnet. Wird uer Markt hauptsächlich von der ©Romanischen Tabakregie beliefert, die eine Fabiik In Jerusalcm mit 230 Arbeitern hat, und ungefähr 360 Tonnen Tab ־k per Annam verarbeitet, » Die Firmen Maspero 1‘rcrcs aus Aegypten und Baddour, Jerusalem, haben bereits Fabriken in Jerusalem und Jaffa errichtet und cs werden diesen zweifellos andere folgen. Die Abgaben für heimischen Tabak sind weitaus niedriger als die Zölle für cingcführten, und man hofft, daß dadurch die Pflanzer ermutigt werden düriten, wenngleich nicht beabsichtigt ist, daß diese Begünstigung auch aufrecht bleiben soll, wenn die Erzeugung von Tabak stabilisiert sein wird. Die Steuer für einheimischen Tabak und Tombak beträgt: 2 äg. Pfd. per Dunam Land, das mit Baladi-Tabak und Tombak gesät ist, 4 äg. Pfd. per Dunam Land, das mit türkischem Tabak gesät ist. Die Steuer für eingeführten Tabak und Tombak beträgt: Ungcschniltencr Tabak.,35 Piaster per feg verarbeiteter Tabak und Zigaretten . . 45 ״ ״ ״ Zigarren und Kautabak 60 » » ״ Schnupftabak ........ , . 60 « » » Tombak.43 ״ ״ , » Eine Ermäßigung von 80 0/0 ist für wieder ausgefuhrte verarbeitete Artikel zulässig. Außerdem ist eine Steuer von 2 Piaster per kg für Einfuhr auf alle Tabakarten, Zigaretten, Zigarren, Schnupftabak und Tombak auferiegt, Scsammühlen. Es bestehen Weine Pressen und Mühlen im Lande, die 'ön Kamelen oder Maultieren betrieben werden. Die Prodnktioti im Jahre 1920/21 übersteigt 2500 Tonnen, aber nur ein Teil davon wird im Lande gepreßt, um Ocl daraus zu erzeugen. Fischereien. , Die Regierung ist bemüht, die Fischerei zu fördern und hat die sehr erschwerende 20 0/0 [ge Abgabe der ottomamschcn Staatsschuldenverwaltung vom Wert aller Fischverkäufe be- «itigt. Die Versorgung mit Fischen, Salz und Olivenöl ist beträchtlich und läßt einen guten Anfang für die Eröffnung «i ׳er Industrie für Trocknen und Einlegen der Fische erwarten. Die dafür unbrauchbaren Fische werden als Dünger ver־ wendet, wenngleich noch sehr wenig Erfahrung darin vorhegt. Derzeit gibt es ms־ wenige Fischer, ihre Ausrüstung ißt ^!genügend und die Fischpreise sind sehr hoch. Die Hauptzentren für Fische sind Gaza (Mcjdel), Jaffa U1'd Haifa (Akkä). .. ״ . , Die gebräuchlichen Methoden sind dieselben, wie int vorigen Jahrhundert, was dem Mangel an Häfen und den Schwierigkeiten des Arbeiten® auf otfener Reede zuzusthreiben kt. Die Netze, die 'verwendet werden, sind Schleppnetze die Küste und die Sec, Haarnetze und Wurfnetze. Ebenso sind iangc Angelschnü־e mit ungefähr 70 Haken und vertikalen Schnüren mit drei Haken auch in Verwendung. Angeln Und i!.־dem werden gewöhnlich Importiert, während die Fischer sich die Netze selbst anfertigen. An der ganzen Küste ist kein Netz au-geworfen, & gibt keine Motorboote oder Dampfschiffe unter der FLicIiflotie, mir kleine Segelboote, die nicht mehr als 3 Tonnen Fnssungsr.uun haben. Die Zahl der eingetragenen Fischerboote ist 12t), die der Fischer ungefähr (100. Bauunternehmern Die hohen Baumaterial- und Arbcilskosten haben die Entwicklung von Bamiiitcrnchmcn erschwert, doch sind bereits einige Anzeichen für deren Belebung vorhanden. Die Haupttiitigkeit geht jedenfalls in Haifa, Jaffa, Tel-Awiw, und Je• rusalcm vor sich. Der Baustein ist überreich vorhanden; rote Dachziegel wurden in Jerusalem vor dem Krieg erzeugt, doch wurden mich damals viele aus Frankreich importiert. Maurer u:1d Zlcgelarbciter sind besonders gut nusgebiktet, Pflasterer, Zimmerleute, Blei- und Hilfsarbeiter sind im allgemeinen weniger gut aungebildete Arbeiter, Kalkbrenncrcien gibt es in den meisten großen Städten, Holz und Eisenträger werden cingcführt. Es 113תי׳יי sich bereits mehrere Gesellschaften gebildet, wie z, B.: •The Anglo Palcstlnc Building Co. Ltd. (Habonch); The Jerusalem Tilc and Brick Manut?״.t״ring Go.; The Palcstine Stonc Qu,irrles Syndicatc; The ״Kodern“ Building Company Ltd., Ja"a; The Building Construction Company; The Brick « Tilc Silicate Factorym TM-AMw, Jaffa. Ein Portland Zement Syndikat wurde gegründet, um die Möglichkeiten einer Zcmciüfabrikation in der Nähe Jaltas zu erforschen. Kunsttischlerei. Es sind im Lande eine ganz ansehnliche Zahl von Werk- Stätten vorhanden, doch ist die geleistete Arbeit meist von minderer Qualität. Die Hauplstätic für diese Industrie ist Jaffa, wo mehrere Fabriken entstanden sind. The Cannel Carpenters Cooperative Shop in Haifa und The American Danish Company in Jerusalem haben bereits moderne Ma schincn cingcfiihrt. Diese Industrie witd zweifellos mit der regeren Bautätigkeit aufblühcn. Q e r b e r e i e n. Diese Industrie war während des Krieges eingestellt. Die Häute des inländischen Viehs sind nur vor geringer Qualität. Die Zahl der guten gegerbten Vichhäutc übersteigt nicht 5000 per Jahr. In Jaffa arbeiten einige kleine Gerbereien mit Handbetrieb, die Leder mittlerer Qualität, für dünne Sölden und Oberleder verwendbar, erzeugen. Das meiste Leder wird jedoch aus Belgien, Frankrc.ch und Amerika eingeführt, kleine Mengen aucn aus Aegypten. Sciiai- und Zicgenfeile sind ausgezeichnet; die SehaUcile werden in Jonin, Hebron u.:d Gaza handverarbeitet und daraus Wintermäntcl für die Bauern gemacht. Hebron Ist der Mittelpmikt für die Herstellung von wasserdichten Mänteln, die aus den besten Zicgcnfcllcn liergcstclit werden, die früher mit anderen Fellen meist nach Aegvpten exportiert wurden. Der Preis derselben beträgt 80-12Ö Piaster. Diese Industrie ist bedeutend zurückgegangen. Das Schusterhandwerk nimmt bedeutend au Ausdehnung zu und ist in allen größeren Städten zu finden. Töpferei Diese Industrie Ist. sehr klein und wird hauptsächlich in Gaza, Hebron und Jerusalem betrieben. Die erstcren zwei erzeugen Tonwaren und Krüge, während in letzterer auch eine Industrie bestehi, die unter dem Schutze der Pro Jerusalem Society stellt und glasierte und Töpferwaren erzeugt. Künst- Kriselte Glaswcren ,wurden, vor .dem Krieg. hcrgcsteilt, auch ■ in' Syrien und Jerusalem. Webereien. Grobe ßewebc und Teppiche werden ln Jerusa'em, Hebron, Gaza, Beersdheba und Mqdel handgearbeitet. In Jerusalem sind die grollten Webstühte tin Besitze der Alliance IsraC-lite und die von Shukri Batato in Suk Katania, organisiert von der Pro-Jerusalem Society. Die Bewohner von Ramallah, einem Ort außerhalb Jeritsaicms, arbeiten ganz eigenartige Stickereien. Das dazu verwendete Material ist eine heimische Wolle, eingeführie Seide und Baumwollgarn. Soweit dies festzustel.cn ist, beträgt die Gesamtzahl der Wcbstiililc in Palästina nicht mehr als 80C Der Wert des cingchihrtcn Baumwollgarns beträgt jährlich ungefähr 10.000 Piund. Es wurden vielfach Versuche gemacht, in Verbindung mit dieser Industrie die Pflnnzcnfiirbcrcl cinzuführen. Die ״Mcrvadia'üWebgesc.lschaft, ein Unternehmen, das von amerikanischem Geld gestützt wird, hat vor kurzem seine Tätigkeit in Jerusalem aufgenommen. Die Teppich- Weberei der Bczalelschulc wurde wieder aufgenommen und Jerusalemer Mädchen darin von erfahrenen Kräften unter״ wiesen. Kunstgewerbe. Metalltrelben und andere Kunstgewerbe werden In Je• rusalcm in der Kunstgewcrbeschuie von Bczaltl betrieben, die im Jahre 1905 gegründet wurde. Der Verkauf im Jahre 1913 ergab über 12.000 äg. Pid. Dieses Jahr fand eine Aus- Stellung in Jerusalem statt, und man hofft, die Erzeugung in Zukunft noch mehr ausdehnen zu können. Perlmutter. Perlmulterarbcitcn und Andenken daraus werden ausschließlich mit der Hand von den Einwohnern von Bethlehem und den umliegenden Orten angefertigt aus dem aus Australien, dem Roten Meer und Frankreich eingeführten Material. Es ist möglich, daß die im Hulchsce lebenden Muscheln eine Ergänzung zu den! Rohmaterial liefern können, und es wurden bereits Untersuchungen vorgenommen, um sie zu prüfen. Da die Herstellung sehr kostspielig ist und die Nachfrage nachgelassen hat, ist diese Industrie seit dem Krieg mehr zurückgegangen. Vor dem Krieg wurde für 50.09t) äg. Pfd. exportiert, jetzt nur für 20,000 äg. Pfd., und zwar hauptsächlich nach Frankreich, Amerika, Deutschland, Oesterreich, Italien und England. Qlaserzeugung. Vor dem Krieg gab es eine solche in Hebron und Tanturah. Damals waren einige 500 Arbeiter beschäftigt, während jetzt nur sechs oder sieben kaum ihre Existenz damit fristen. Ais Rohmaterial wird gebrochenes, geschmolzenes Glas verwendet. Der dazu erforderliche Sand Ist in der Nähe von Beit-Naim und jette erhältlich, doch haben alle Versuche, diese Industrie auf eine Handclsbasis zu bringen, fcMgeschiagcn, Die Ar■ beiten in• Tanturah wurden eingestellt, Bootsbau. Der Bau von Booten findet auf sehr primitive Art In Jaffa und Jerusalem statt, doch ist diese Industrie kaum von Bedeutung, Wegen Mangels an Kapital und der Schwierigkeit bei Beschaffung des Materials. Der im Jahre 1920/21 hergestellte Tonncngchalt betrug ungefähr 300, doch könnten bei entsprechenden Bestellungen viel mehr hergestolli werden. Parfümerien. Es könnte aus vielen in Palästina wachsenden Pflanzen riechendes Gel gewonnen werden, und man hat bereits wenn auch wenig erfolgreiche Versuche mit Geranium, Mimose und Grangcublüteu gemacht, , Vor einigen 20 ].ihren hat sich eine Persönlichkeit in der jüdischen Kolonie in der Nähe des Mconsees etabliert, unterstützt von Baron Edmond de Rothschild, aber sie hat sich infolge der hohen' Kosten der Rosenzucht nicht rentiert. I.orhccrö! wird •aus den Früchten des Lorhccrlvisches aus Roscii Pinali in Galiläa bergest(•l'.t. Die Kolonien haben die Versuche mit Herstellung von■ Parfüms wieder aufgenommen. Mineralien. Der Reichtum an Mineralien Ist in Palästina noch uncrforscht, die Bausteine Kind überreich vorhanden, und im ganzen Land wurden offenc Steinbrüchc bearbeitet. The Palcstine Stonc Quarry Syndicatc hat mit seiner Tätigkeit in der Nähe Athlits begonnen, und in Bethlehem wurden bereits Versuche mit S,t:inim1ehm.r.d!i1tc11 gemacht, Kalk wird im ganzen Land in Oden gebrannt. Gewöhnlichen Salz sowie Pot lasche und Bramsalze gibt es in großer! Mengen im Toten Meer und seiner Umgebung, und in der Nähe Bethlehems sollen große Phosphatlager sein, Chemikalien. Die Entwicklung dieser Industrie wird ahhängen von den Erfolgen der Miiieralnachforsclnmgcii im Toten Meer und möglicherweise auch an anderen Stellen. Die ottomanische Staatssehuldenvcrwaltung besitzt ein Monopol für den Handel mit Salz, das teilweise aus dem Toten Meer gewonnen wird. Die beißen Quellen von Tiberias könnten von Leidenden auf gesucht werden. Pflanzenöl. The Palcstine Shemen Oil Induslry hat In der Nahe Haifas eine Fabrik zur Gewinnung von Pflanzenöl in großem Stil errichtet. Man beabsichtigt, im Zusammenhang damit große Plantagen mit Sesam, Riaiius und Erdnüssen anzulegen. Papierindustrie und Druckerei Bei Aufwendung genügenden Kapitals und Anwendung moderner Maschinen lütte die Gründung einer Papierindustrie gute Atissi hten, Derzeit werden alle Papierwaren cingcführt Es ist große Nathfr ge nach Zeitung«• und Druckpapier, Zigaretten-, Pack- und Schreibpapier, die zweifellos anhaltcn wird. Der Druck für die Zeitungen für die Regierung wird von Organisationen wie: The Hassolä Publicity Company, Nile Mission Press, Kabne 61 Co., Azriel's Printing Works, Frunikin Press, Syrisches Waisenhaus und Franziskancrkloster in Jerusalem, Firma Uinc and Shoschany und The Achduth Druckerei in Jaffa und Firma Rosentekl in Haifa hergcstdlt, Spitzenindustrie. Diese gibt es in ׳'oder Stadt, und sie decken den Bedarf die Spitzen mit der Hand gearbeitet werden. Sie werden an Besucher, zum größten Teil an Touristen, verkauft, zum Teil auch nach Amerika und England exportiert Grob - und Fclnschmicde. Diese gibt cs in jeder Stadt und sie decke« den Bedarf an Pflügen, Hufeisen, Küchcnutensüicn usw. Sie übernehmen auch Reparaturen, Transport und mechanische Werkstätten. Der motorische Transport, obzwar nodi in den ersten Anfängen, ist iri ständigem Zunchmen. Verschiedene Ge- Seilschaften übernehmen eien Dienst zwischen Tiberias, dem Toten Meer, Ramallah, Jaffa, Hebron und Jerusalem, Haifa und Beirut, Auf dem Tiberiassec und dem Toten Meer verkehren Motorboote. Die einzigen Werkstätten, die Erfolg aufzuweisen haben, sind: The E. A., S. T. Company (Jaifa, Jerusalem und Haifa], The Ncar East Motor Company (Jerusalcm) und The Amenqan,,Palcstine Ironworks, Jaffa, Touristik und Wallfahrten. Die Saison war unbefriedigend, obwohl genügend Vorkehrungen getroffen waren und die Bahn alle Erlcichterungen für einen schnellen Verkehr von Aegypten gewährte. Für dieses Jahr sind die Aussichten bessere. Vor dem Krieg besuchten bis 2000t) Pilger Palästina, meist Russen, wahrend in der Zeit von Juni 1913 bis Mai 1914 6569 Touristen gezählt wurden. Derzeit finden keine Wallfahrten statt, doch hofft inan, daß die St. Louis Pilgrimage bald wieder ihre Tätigkeit aufnehmen wird, während der Touristenverkehr sehr eingeschränkt bleibt. Die Bcqucmlichkeiten sind nur sehr gering, wenngleich Vorkehrungen getroffen sind, Hotels und I lospizäcn wiederzueröftnen, die während des Krieges geschlossen waren. Es besteht die Aussicht, daß mehrere Hotels im Lande eröffnet werden, doch die geringe Bautätigkeit vergrößert die Schwierigkeiten, Mineralwasser und Eis, Diese werden in den größeren Städten erzeugt, aber nur in kleinem Ausmaß; Kühlhäuser gibt es keine. (Inzwischen ist eines in Haifa eröffnet worden. Anm. d, Red.) Korbmachcrci und Flechterei Diese Arbeit wird hauptsächlich in Jerusalem und Akka betrieben, von Organisationen wie das Syrische Waisenhaus; das Rohmaterial wird größtenteils importiert, Bürstenbinderei. Diese vzird von” Kuker & Co. und der hebräischen Blinden* schule betrieben. Das ganze Material wird importiert, Zucker waren. Es existieren nur zwei größere Fabriken In Palästina, und zwar in Jaffa von Shulrnan and Levensteia und in' Jerusalem von Mr. Havilio, wo Zuckermandcln, Bäckereien und dgl. erzeugt wird, außerdem Halwah, das für die •einheimische Bevölkerung als Nahrungsmittel gilt. Die meisten Zutaten werden importiert, Kleider. Diese werden aus importiertem Material von Weinen Firmen im ganzen Land angefertigt, aller auch von Unternehmen wie The Aciiwa Workshops and the Jewish Caoperative Labour Association. Köhlereien. Die meisten befinden sich im Hebron-Oebiet und in dem Jordan-Gebiet, Zumeist wird Olivenholz verwendet, ׳* ■ * Landwirtschaftliche Geräte. . Diese Werkzeuge, die von den Fellachen gebraucht werden, werden im Laude erzeugt, doch ist die Nachfrage außer nach Handpflügen sehr gering. Da die maschinellen Neuerungen noch wenig bekannt sind, werden gelegentlich Vorführungeu von landwirtschaftlichen Maschinen abgehalten, und die Beliebtheit solcher Ausstellungen nimmt ständig zu. Die Aussichten der Tabaklnduatrle Das Handdsdepartement der Zionistischen Exekutive versendet einen Prospekt über die Aussichten der Tabakindustrie in Palästina. Folgende interessante Ziffern sprechen für sich selbst: 1. Wert der importierten Zigaretten , April-Dezember 1921 . , . 203.284 ״ äg, Pfd. Januar-September 1922 . , ,!?2,157 ״ ״

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