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Jüdische Rundschau · 1923-03-30 · Heft 26-27 (30.3.1923) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 26-27 (30.3.1923)
Date
1923-03-30
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 154 JUEDiSCHE RUNDSCHAU Nr. 26 27 4;,־ am ״Zionist“ schrieb, schloß ich In einer Laune den Brief ״mit halb-landsmannschaftlichem Gruß“. Sein Antwortschrciben lautete; Paris, 12, Februar 1901. Hochverehrter Gesinnungsgenosse! Ich beglückwünsche Sie herzlich zu Ihrem Ent- Schlüsse, ein zionistisches Organ für Deutschland zu begründen, und bin fest überzeugt, daß Sic damit sehr viel Gutes für die große Sache bewirken werden. Ich werde mich selbstverständlich immer freuen, Ihnen nützlich sein zu können, und wenn Sie in einem kon- Ucten Falle meiner zu bedürfen glauben, so bitte ich Sie, über mich zu verfügen. Ihre vorzüglichsten Milarbeiter sind freilich Herr Dr. Schönstedt, Inner und Genossen. Wenn diese Herren im Solde des Zionismus ständen, könnten sie Ihm1 nicht eifriger dienen. Mir gellt es mit Krotoschin, wie unseren Assimilauten mit dem deutschen Volke, Ich rechne mich ganz dahin und glaube — trotz des Zufalls anderweitiger Geburt — ein voller Krotoscliiner zu sein, sehe aber mit wehmütigem Lächeln, daß Krotoschin mich in wohlwollemlstcr Laune höchstens als ״halben“ Landsmann gelten läßt. Ein tiefes Symbol! Mit zionistischem Gruße bin Ich Ihr hochachtungsvoll ergebener Dr. M. Nord au. Paris, 8. Oktober 1904. (Zur Erläuterung sei noch gesagt, daß damals im PreuQ. Parlament auf eine Interpellation des Abg. Peltasohn wegen Zurücksetzung der jüdischen juristen im Staatsdienst der Minister Schönstedt mit ungewöhnlicher Offenheit erklärt halte: Es gäbe in der Politik gewisse Imponderabilien, die kein Staatsmann außer acht lassen dürfe und die ihn auch zwängen, Juden nur in beschränktem Maße zu gewissen Acmtcrn zuzulassen.) Im Jahre 1904 war mir gelegentlich gewisser zionistischer Arbeiten aufgcfalirn, daß der Text des Baseler Programms in verschiedenen Variationen wiedergegeben wurde. Ich wandte mich zunächst an das Wiener Kongreßbüro, von wo ich — gezeichnet A. H. Reich — den Bescheid erhielt: ״Für uns ist das stenographische Protokoll mallgebend, da dieses mit den stenographischen Aufzeichnungen hcrgcstcllt wird.“ Das genügte mir nicht. Ich schrieb an Max Nordaii, der do '1 den Text des Programms entworfen hatte, und bat Ilm um Aufklärung. Der Brief, den ich darauf von ihm erhielt, ist — wie ich glaube — nicht ohne historische Bedeutung, nicht allein für das Baseler Programm, ist zudem so charakteristisch für den Schreiber, daß ich glaube, ihn hier wiedergeben zu »olkn: Sehr geehrter Herr und lieber Gesinnungsgenosse! Der Wortlaut des Baseler Programms, den Sie in meiner Flugschrift ״Der Zionismus“ finden, ist der allein richtige. Es muß also richtig heißen: ״Selbstgefühl“ ־׳und ״Zustimmungen“. Die abweichenden Lesarten in ' der ״Weil“ von 1S97 und in dem nach dem Text der < ״Welt“ liergestcllten Protokoll des 1. Kongresses sind auf eiende Bummelei zurüchruführcnde abscheuliche Druckfehler, über die ich mich seinerzeit krank geärgert habe. Als ich sah, daß die Druckfehler Ende 1897 in Veröffentlichungen der Zionistischen Vereinigung für Deutschland getreulich wiederholt wurden, schrieb iclt an Dr. Bodenlicimcr, utn ihn zur Richtigstellung des Textes zu bestimmen, die denn auch seinerseits erfolgte. ich habe jahrelang kämpfen müssen, um zu erlangen, ' daß mir Korrckturabzügc meiner Kongreßreden vorge- legt werden, ehe sie im amtlichen Protokoll erscheinen. Ich habe es bis heute nur sehr teilweis durchsetzen können. Die Folge dieses unsagbar nachlässigen Betriebs ist, daß meine Aeußerungen in der Fassung der amtlichen Protokolle von den gröbsten Sprachfehlern wimmeln und häufig vollkommen sinnlos sind. Mich schaudert, wenn ich mir vors teile, daß einmal ein bcsonders gewissenhafter Forscher, der unsere Bewegung aus den Quellen wird studieren wollen, mich nach jenem Gestotter, Kauderwälsch und Gallimathias be- Urteilen wird! Mit zionistischem und engst landsmännisdietn' Grttße ihr ergebenster Dr. M, Nord au. | .... , Der letzte Band der Tagebücher Tjieodor Herzts erscheint, wie uns der Jüdische Verlag, Berlin NW 7, mitteilt, Anfang April. Damit liegt das Gesamtwerk abgeschlossen vor. llerzl schildert in diesem Band insbesondere seine Verhandlungen mit der türkischen Regicrung, seinen Empfang durch den Sultan Abdul Hamid und den türkischen Großvezif, Verhandlungen mit dem englischen Kolonialministcr Joseph Cliamberlain, dem Staatssekretär des Aeußern Lord Lands• dowue und dem Vizekönig von Aegypten Lord Crom er über das englische Angebot der Kolonisation von El Arisch und später von Uganda usw. Außerdem berichtet üerzl über seine Unterredungen mit dem russischen Minister des Innern von Plehwe, dem Finanzminister Grafen Witte und schließlich über den Empfang durch den König Viktor Emanucl H. von Italien und den Papst in Rom. Der Band bringt vielfach noch unbekannt gebliebene politische Tatsachen aus der Geschichte der zionistischen Bewegung. Er enthält außer einem Porträt auch das misiül.rUche Personen- und Sachregister für alle drei Bände. Der Verlag veranstaltet auf den gebundenen dritten Band und das Gesamtwert: eine Subskription zu ermäßigtem Preis bis 5. April 1923, t ׳ ׳ י t Die Eval'.uation Jcufca Eine Erinnerung kn den Krlegspdßaeft JM7. Von Arthur! Es ist wohl noch in allgemeiner Erinnerung, welche! Unglück die Jüdische Bevölkerung Palästinas am Pcßach des Jahres 1917 traf, als die türkische Regierung durch Djemal Pascha den Befehl zur Rä u!11 u n g dc r St adt Jaffa und I‘ c I - A w 1 w gab. Trotz Requirierungen, Verhaftungen und Verbannungen seiner führenden Persönlichkeiten hatte cs Djemal Pascha nicht vermocht, im Verlaufe der!atzten drei Kriegsjahre den jüdischen Jischub unmöglich zu machen. Durch eine rigoros durchgcführte Räumung Jaffas und Umgebung glaubte er den jischub ins Mark zu treffen. — Der Verfasser befand sich unter den Evakuierten und will den Lesern einige Einzelheiten über die Vorgänge bei der Räumung sowie einige Stimmungsbilder nach damals gemachten Aufzeichnungen geben. Am Sahbath Ihgado! wurde die Räumung bekanntgegeben, welche binnen 24 Stunden durchgeführt werden sollte. — Unbeschreiblich war die Panik der jüdischen Bevölkerung, die sieh außerstande fühlte, in dieser kurzen Zeit und noch dazu an einem Sabbat!» die Stadt zu verlassen. Auf Grund von Vorstellungen wurde dann die letzte Frist bis zum folgenden Donnerstag, einen Tag vor Erew Pcßach, verlängert, aber keiner wagte, cs darauf ankommen zu lassen, der letzte zu sein. Der Notschrei eines gemarterten schuldlosen Volkes drang bis in die vier Ecken der Welt und mußte bis an die verstocktesten jüdischen Ohren dringen. In diesen Tagen hat auch der Jischub Palästinas seine Feuertaufe bestanden. Sofort fanden sich junge, zumeist ledige Leute, die den gesamten Abtransport in Tel-Awiw crgnnUerten. Von diesen, den Schomrim und mehreren jüdischen Lehrern wurde auch eine gute Wache organisiert, um den Wegelagerern, die die Auswanderer oft ihrer letzten Habe beraubten, das Handwerk zu legen. Die Wanderung bewegte sich l'ibcr Petach- Tik wah, das 2נ/י Wegstunde von Jaffa entfernt, den Strom der Auswanderer zuerst aufnehmen mußte, um diese von dort aus weiter nach dem Norden zu leiten. Die Landstraße nach Pclach-Tikwah glich einer einzigen langen Knrawancnstraßc bei Tag und Nacht. Auf Karren und Lasttieren, zu Pferde und zu Fuß schleppte man das Nötigste zum Leben und an Kleidern mit. Die jüdischen Wächter waren auf der ganzen Chaussee verteilt. Man erschrak wohl zuerst, wenn man im Dunklen Gestalten hinter einer Hecke oder zu Pferde sah, aber bald hörte man den hebräischen Anruf und darauf den ״Schnlom"-Gruß. Ein Gefühl des heißen Dankes beschlich uns dann gegen die, die unter Aufbietung all ihrer Krähe und unter eigener Lebensgefahr die Ab- Wanderung über»•, achten. Tcl-Awiw selbst glich einem Sicdckcsscl, Haufen von Gepäckstücken lagen auf den Straßen, Knäuel von Menschen lagerten umher auf den von Unrat und Apfelsinenschalen iibcrsiilcn Straßen. Wagen, die schier zum Zmammcnbrcchcn überladen waren, alnndcn zur Abfahrt bereit. Mit dein hastigen Laufen, dem Packen und Schreien der Menschen und Weinen der Kinder vermischte siel» das Ourgeln der Kamele, Trompeten der Esel und das laute Feilschen ihrer Treiber, die sich jetzt als Herren dünkten. Inzwischen hatten auch die Kolonisten in den abgelegensten Kolonien von den Vorgängen in Jaffa erfahren. Sie schickten ihre Gespanne nach Jaffa, um ihre Verwandten zu sich zu holen oder ihre Wagen zur'Verfügung zu stellen. Die Hälfte der Wagen wurde unterwegs für militärische Zwecke abgefangen. Wer In Jaffa die Phantasiepreise für eine oder mehrere Exlrafuhrcn aufbringen konnte, war sogar mit seinen» ganzen Gcschiiftslagcr nach Norden gezogen, um irgendwo «einen Laden aufzutnachcn. — In diesem Treiben bot auch der Sclmbbos keine Abwechslung. —• Rette sich, wer kann, war die Parole. Mein alter väterlicher Freund aus Katra, J. Sch,, der ״Talmudbauer“ genannt, kam selbst am Sibbath mit seinem Wagen, um seine Kinder ab• zuliolcn. Tränen standen diesem ehrwürdigen Allen in den Augen, als er dieses Treiben sah. Als ich ihn erstaunt und fragend ansali, sagte er mir: Heule Ist nicht Sabbath, heute ist Tischah Beaw. Für diesen Mann, der als fanatisch orthodox verschrien war, war dieser Tag kein Snbbnth Hagadol, sondern ein Churban; heute muß man Sclilwnli sitzen, so sagte er. Auch ich, der in Reinem gastlichen Hause wie ein eigenes Kind während der Jahre meines Palästina• Aufenthaltes alle Festtage verlebte, sollte In der Zeit der Not bei ihm sein. Ich vertrete Vaterstelle an dir, so sagte er zu mir, und ich muß deinem Vater mal darüber Rechen• schaft ablegcn. So saß dieser ehrwürdige Greis in meinem Zimmer auf einem Packen mir gegenüber und sah mir In die Augen. Er verstand meine Weigerung, mit »lim nach Katra zu gehen, er umarmte, küßte und segnete mich und griff aus dem Gewühl meiner Sachen den Tcnach,' damit dieses heilige Buch nicht in die Hände von Plünderern falle, — Der letzte Tag der Frist nahte heran, in Tel-Awiw waren fast ausschließlich noch junge Leute. Einige von diesen hatten sich verpflichtet, zurückzubleibcu als Wache, wozu sie die Genehmigung der türkischen Regierung unter gc• wissen Bedingungen erhielten. Diese nahmen alle Schlüssel der Häuser in Empfang und versiegelten zum Teil die Türen. — Als ich nach vier Monaten mit Erlaubnis der Regierung nach Jaffa für einen Tag zuriickkmn, war der größte Teil von diesen jungen Menschen noch anwesend; sic hielten die Siraßcn in Ordnung, hatten auch die Bäume in den Anlagen bewässert; sie bildete»» die einzigen Ein• wolmer der Stadt Tel-Awiw, Das Gymnasium hatte schon einen Teil der wertvollen Einrichtungen, sowie den Besitz der Schüler, die hier ohne Eltern waren, nach Schwcalt bei Sichren Jakob ablransporliert, denn dort wollte man die Schule wieder von neuem mit dem Rest der Schüler und Lehrer öffnen. Schon am frühen Morgen des letzten Freitag sammelten sich Schüler und Schulerinnen und nahmen Aufstellung vor dem schönen Gebäude, ein jeder seinen Packen auf dem Rücken und einen derben Stecken in der Hand. Der Direktor Dr. Mossinsohn sagte in einer kurzen ergreifenden Ansprache ungefähr: ״Das Gc• bäude, die Form verlasset Ihr, aber was Ihr hier gelernt habt, sitzt fest in Euren Herzen, das nehmt Ihr mit Euch, um es an anderer Steile weiterzupf legen, und wir hoffen, dereinst mit Jubel in unseren großen schönen Bau’wieder euvzuzieheu.“ Er schloß mit dem Ruh ״T’c'ii erez Israel (cs lebe Palästina!) J’chi hajlschub, jlchju kol liamorim (cs lebe der Jischub, es leben alle Lclirerl)." Darauf setzte sich der Zug iu Reih und Ollcd in Bewegung, voran einige Jungen mit Lauten und Mandolinen, und unter Absingen der Hatikwali ging der Zug die Herzl-Strnße entlang, hintue auf die Straße nach Pctpch-Tikwah, , , Die palästinensische Anleihe London, (J.C.B.) Im Oberhause stellte Lord Syde״, ham die Frage, welche Summen die Palästinn-lCrgicrun•* gegen Sicherheit der von ihr nach der endgültigen Mandj((! ratifizicrung auszuschreibcndcn Anleihe inzwischen ״ halten hat. Der Staatssekretär der Kolonien, Herzog von Devon, »hl re, erwiderte: ״Die Summe, die die Regierung »cj Palästina gegen Sicherheit der künftigen Anleihe etlichen erhalten hat, beträgt 1 355 000 £. Die auf/tmehmcnde An. leihe betrifft die Gesamtsumme von 2 500 000 £. Ich möchte nicht eine Streitfrage berühren, die mit <)tr Anlcihcfrage nicht direkt zusammenhängt. Man soll abcr nicht glauben, daß ich mit der von Lord Svdcnham au״ gesprochenen Voraussetzung übereinstimme, daß das Palästina, mandat noch nicht ratifiziert sei und daher die Ausschreibur!' einer Anleihe bis zu einer solchen Ratifikation verschoben werden muß. Ich glaube ferner nicht, daß die Bevölkern» von Palästina mehr besteuert wird, als die Bevölkerung jn allen anderen Ländern der Welt. Diese Bevölkerung hat aber zweifellos dafür Verständnis, daß es uns unmöglich ist, Wt׳!t zu bauen und andere öffentliche Arbeiten auszuführen, sowie Überhaupt ein während Jahrhunderten vernachlässigtes Land aufzubauen, ohne daß hierzu große Kapitalien ansgegeben werden. Es ist mir bekannt, daß die meisten, wenn nicht alle, bisher im Lande ausgeführten Arbeiten vor ihrer Aus. führung durch den Advisory Council und andere verantwort, liehe Organe der öffentlichen Meinung des Landes geprüft wurden. Ich sehe deshalb keinen Grund, Schwierigkeiten zu befürchten, Wie sie Lord Sydcnham Voraussicht,“ Litauen Ein Minderhellsblock Kowno. (J.C.B.) Die russischen und weißrussischen Parteivertreter haben sich zu einem gemeinsamen Wahl, ausschuß zusammengcschlosscn, der mit den Polen, Deutschen, und Juden wegen Bildung eines Minderheit?, blocks in Litauen Fühlung genommen hat. In oppositionellen politischen Kreisen wird die Matt, nähme des Staatspräsidenten Stulkinski kritisiert, der die 1 Demission des Kabinetts Qalwanowski nach I der Ablehnung des Vertrauensvotums durch ff den Sejm nicht entgegen genommen hat und ß es im Amte belassen hat. Nach parlamentarischer Tradition;ן hätte die Regierung zurücktrctcn müssen; einer neuen Re- I gicrung hätte es dann Vorbehalten seit» sollen, für den Fall der Unmöglichkeit einer tragfähigen Mehrheit, den Sejm J aufzulüsen und Neuwahlen auszuschreiben, | Infolge de* Verbleibens der Regierung Oalwanowskl in | Amte versieht auch der von der Regierung an die Spitze des jüdischen Ministeriums berufene Kreisrichter F ׳. ied• mann seine Funktionen weiter, Die antinationale Agudoh י Die Vorgänge in Litauen, wo die Regierung im Gegen• I satz zum Oeiste der von ihr fctc.lieh übernommenen Autofl nomicvcrpflichtung einen Assimflanten zum jüdischen Mi::istcr Sj ernannt hat, der in keiner Weise das Vertrauen der jüdischen M Ocffcntllchkcit genießt, wird von» ״Israelit“ folgender• 1 maßen kommentiert: ״In orthodoxen Kreisen ist man von § der Ernennung natürlich auch überrascht, erhofft aber doch I größere Objektivität als von einem zionistischen nationalisti- 1 sehen jüdischen Minister und kommt dem neuen Minister mit 1 Vertrauen entgegen.“ Diese selbe Agudal» pflegt aber sehr I empört zu sein, wenn man Ihr vorwirft, daß sic vom wahren 1 Oeiste des Judentums weit entfernt, in Wirklichkeit nur als I ein Produkt der Assimilation anzusehen ist und daß sie 1 überdies stets mit der Assimilation die besten Beziehungen 1 unterhalten hat. Daß diese Haltung der Agtidah nur all ein Verrat am jüdischen Volkstun» empfunden werden kann, bedarf wohl keiner Klarlegung. Lettland Der Kampf am den nutneras clausus Riga. (J.C.B.) Eine Deputation, bestehend aut den Deputierten L, Fischmann, Dubin und Wittenberg erschienen beim Präsidentcat der Icttl&ndischcn Republik und überreichten ihm em Protestmemorandum über die letzten Geschehnisse an der Rigaer Universität, wo jiie Icttländi• ( sehen Studenten, um gegen die Ablehnung des mimerus clausus durch den Bildungsausschuß zu demonstrieren, einen! Proteststreik proklamierten und den jüdischen Studenten den f Eintritt in das Univcrsitätsgcbäiide mit Gewalt verwehrten. Der Staatspräsident unterhielt sich mit den jüdischen Deputierten über eine Stunde. Er erklärte, mit dem 1־״ halt des Memorandums vollständig überein• zustimmen und versprach, die nötigen Schrille zu unter• nehmen, um die Fragen auf Grund von Recht und Billigkeit zu losen. 8■■/".ו crst )clzt bekannt wird, ist der lettlanaiscne Unterrichts minister aut der Versammlung des Vol 1 z u g s ko m i t e e s der streikenden Studenten erschienen und hielt dort e ne Ansprache, in welcher er seine bekannten Beschul• digungen verbrachte, daß die Juden auf leichte Weise und '״• c‘"er besorgniserregenden Höhe sich Reifezeugnisse ver• scl»ane״. Der Minister schloß seine Rede mit den folgenden ״DaS M?t,v d,CS hcuti«c״ Proteststreiks muß man .. ." FUrzcn suchen. Ich verstehe Euch gut und wünsche Euch guten Erfolg für Eure weitere Arbeit.“ j. ,״ c,"*m UfPfüch mit lettischen Journalisten rccl.tferllgt־ duer.M '*A?“,1Ä d% Stuüente» 1>«״ *a«te, ״an vswf d• ZL*h »dcr ^d schcn Studierenden auf gesetzlichem Wege einscbrinken, 8 ln Wir»! Büros fiiermi wir 11 Daten und d bang« D E; Gesch weist, beiter! der g» liehen Bcdcu Paläst Streik: die A׳ grämt» der A ]ich d dutli-l zu de! sind Ansch suchej Entwj SOZU31 nütze! widef Forde rück ת als זז ,Sache *Wir s dex p darüb Konst 'könnt \ Struk Ausbj rum f ge5.״ gesell bis d natio! bcvvö freie( Red»} was f was i Zahl{ mehf diest• queni der 1 arbe| war I dustf gab.' lockt Kam) ziem! arabj und j und i Welt dend schäl welc erga; mon güiti Gedi Zeit, Arb« war der auch gun! lach vor מרי) (nac Arb gerj orgj 160

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