Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 25 (27.3.1923)
- Date
- 1923-03-27
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 148 * 4J JUEDISCHE RUNDSCHAU Heizmaterial, Was letzteres betrifft, so hofft man, mit der Verwirklidiung des Rutcnbcrg-Projcktes ln der Elektrizität eine billigere Kraft zu gewinnen, Etie die palästinensische Indmtrie so aulhliihen kann, wie wir cs wünschen, muß auch der Mingel eines geschützten Hafens beseitigt werden- Die Kosten für die durch Leichter zu erfolgenden Au'ladungen bei Jaffa und Haifa machen stets t neu außerordentlich hohen Betrag aus; dam kommt noch, daß während vier Monate des Jahres die Schüfe oft tagelang vor diesen Häfen liegen bleiben müssen, che cs möglich ist, ihre Ladungen ausruscliiffcn oder die ru exportierenden Waren einztischiffcn. Die Hafenbaufrage wird jetzt von der Regierung geprüft, und es stellt zu hoffen, daß bereits binnen kurzem «in Plan für die endgültige Lösung vorgelegt wird. Was die Zölle betrifft, so bestellt noch immer der türkische Importzoll von 11 0/0 plus 1 0/0 Octroi, der nur für wenige Artikel, besonders für Baumaterialien, ermäßigt worden ist, während die Rohmateifalien für industrielle Zwecke, wie Kohle, Metalle, Hartholz, Oerbmatcrialien usw. noch immer dem vollen Zoll von 12 «/c unterliegen. Selbst der eingefleischteste ״Freihändler“ wird wohl zugeben müssen, daß die palästinensischen Verhältnisse noch einen gewissen Grad von Schutzzöllen nötig machen, und daß auch. ein wenig Unterstützung von seiten der Regierung dringend notwendig ist. Trotz all der erwähnten negativen Faktoren haben die Juden mit der Herstellung von Baumaterialien, Möbeln, Kerzen, Schokolade und Konfekt usw, gezeigt, daß einheimische Industrien mit Erfolg betrieben werden können. Diese Ent- Wicklung des jüdischen Lebens in Palästina hat auch den Bedilrfnisstandard der arabischen Bevölkerung rasch gehoben und einen Markt geschaffen für beinahe alle Arten von Fertigfabrikaten, die gewöhnlich in Europa benutzt werden. Da die meisten dieser Waren vorher im Lande, nicht nennenswert wenigstens, in Gebrauch waren, so ist auch keine Konkurrenz für deren Fabrikation im Lande vorhanden. Aber neben dem einheimischen Markt könnte Palästina mich noch sehr gut die Märkte von Aegypten, Syrien, Cypera, der Türkei sowie der Länder am Roten Meer beschicken. Fernerhin ist auch die Nähe von Port Said als Knotenpunkt des Verkehrs über die Weltmeere als äußerst günstig zu bezeichnen. Palästina ist somit geographisch nicht nur nicht ungünstig, sondern sogar ganz besonders günstig hinsichtlich seiner industriellen Entwicidungsmögllchkeiten gelegen. Wir müssen nun allerdings nicht mir in Rechnung ziehen, daß Palästina noch vollständig unentwickelt ist, sondern daß neben den oben genannten natürlichen Schwierigkeiten noch gewisse politische und industrielle Imponderabilien ' zu überwinden sind, die sich aus der gegenwärtigen Lage Palästinas ergeben. Aus all diesen Gründen bedarf die industrielle Entwicklung Palästinas mehr Kapital, als cs jedes andere Land unter ahnliehen wirtschaftlichen Bedingungen benötigen würde. Wenn aber für die ersten Einrichtungen und Ausgaben ein angemessenes Kapital zur Verfügung gestellt wird, dann dürfte wohl fast jede Industrie in Palästina nach Ablauf einiger Jahre Gewinn abwerfen. Der Erfolg der Kerzenfabrikation für die fast das gesamte Rohmaterial eingeführt werden muß, kann dafür als Beweis dienen. Diese industrielle Entwicklung, die die Einwanderung gelernter Arbeiter erforderlich macht, sollte Hand in Hand mit den Fortschritten der landwirtschaftlichen Besiedlung vor »Ich gehen, indem der eine Teil der Bevölkerung die Bedfirfnisse schafft für die Produktion des anderen. Zugleich würde auch die wirtschaftliche Entwicklung des Jischub die Handelsbilanz schnell zu unseren Gunsten ändern, indem einerscits der Import für den einheimischen Verbrauch verringert und gleichzeitig der gegenwärtig nocli sehr niedrige Export gesteigert wird. Denn tatsächlich haben industrielle Unternehmungen in Palästina großen Spielraum, In wclclu in sic gedeihen können und gedeihen werden, wenn man sic auf geschäftsmäßiger Grundlage aufbaut, Arabische Demonstration Jerusalem. (J.C.B.) EHe arabische Exekutive ln Pa- Jästioa proklamierte für den 21. März den Generalstreik als Protestkundgebung gegen die Verhaftung der arabischen De• monstranten, die am 14, März aus Anlaß der Empfangsfeferlichkeit für die aus London zu rück gekehrte arabische Delegation Ausschreitungen begangen hatten. Die arabische Exekutive fordert in ihrer Proklamation den Rücktritt der führenden PoMzeibeamtcn von Jerusalem und die sofortige Freilassung der Verhafteten. Jerusalem, (J.C.B,) Der 21. Marz, für welchen Tag die arabische Exekutive in Palästina den Generalstreik proklamiert hatte, ist ohne Störung der Ruhe verlaufen. Die Regierung hatte für diesen Tag alle Umzüge verboten und ein großes Polizeiaufgebot zur Unterdrückung möglicher Ausschreitungen bereitgehalten. Die arabische Exekutive in Palästina hat eine Proklamation «!lassen, in welcher die Einsetzung einer nationalen Reglcrung in Palästina, die Zurückziehung des englischen Mandats und die Einordnung Palästinas in eine Föderation arabischer Staaten gefordert wird. Von der hebräischen Realschule in Haifa Wir haben bcrciis wiederholt Gelegenheit genommen, von der hebräischen "Realschule in Haifa zu berichten, und ent jüngst hat unser Redakteur, Herr Dr, Wcltscli, in seinem Artikel aus Haifa über den großen Eindruck gesprochen, den das auf eine Arbeitserziehung gerichtete System der Schule auf ihn gemacht hat. Die Realschule, die als eine Vorstufe für das hoffentlich bald zu eröffnende Technikum gedacht ist, schreitet demnächst zur Eröffnung eines Inter• nata für diejenigen ihrer Schüler, die sich nicht in Haifa befinden. Das Internat befindet sich vorläufig innerhalb des Schulhnuses und wird von Lehrern der Schule geleitet werden, unter denen sich bekanntlich eine Reihe deutscher Zionisten und Zhjnistiniicn befinden (Dr. Biram, Fräulein Tomaschcwski, Enoch und Frieda Burchardt). Das Internat bezweckt, Schülern, die ihre Eltern nicht am Orte haben, dieselbe sorgfältige Erziehung zu geben, die ssonst nur ein gutes Elternhaus zu geben vermag. Das Internat, das allen Forderungen des traditionellen Judentums entsprechen wird, bietet so eine Möglichkeit für Eltern, ihre Kinder in Ertz-bracI zu wirklichen Bürgern des Landes zu erziehen, Baron Edmond Rothschild fährt nach Palästina Wie das J, C. B. aus Jerusalem berichtet, wird Baron Edmond de Rothschild für die PeßachM*rt»ge in Palästina eintrdieu. (Ziko,),; l '! , * > 1,; . . Arbcilcrvertrdcr bei Herbert Samuel Vertreter de» bei der Allgemeinen Arbdtei'organisatbn ln Pi'b'ttina bcr.tcbciuksi Amtes für öffentliche Arbeiten (M i »r a d laawodoth ziburioth) hatten in Anwesen• beit von Colonel Kisch am 26. Febiuar eine Unterredung mit dem High Commlssloncr Herbert Samuel. Col. Kisch führt« die Arbeitervertreter ein und wies auf ihre nützliche Betätigung für den Aufbau des jüdischen Nationalhcims Irin. Die Arbeit!'rvertrei er erstatteten sodann Bericht und setzten die Ziele des Misrad laawodoth ziburioth auseinander, der ab eine Kooperative von 2500 Mitgliedern der Regierung die mit der Beschäftigung und dem Wolde dieser Ein• wohn er zusammenhängenden Arbeiten abnehme. Solche kooperative Gesellschaften werden in anderen Ländern, wie 7. B. der Tschechoslowakei, Italien und sogar England mit besonderen Privilegien ausgestattet. De palästinensische Re• glcrung möge ebenfalls sich dementsprechend verhalten. Saimid dankte den Arbeitervcrü'cteTii für Ihre klaren Darlegungen. Er schätze die Arbeit des Misrad hoch ein und anerkenne seine Bestrebung, am Aufbau des Nationalhcims niitzuheifen. Der Misrad habe große Dienste geleistet, indem er den Arbeitslosen über eine schwere Periode Mmwcggcholfcn habe. Er begreife, daß die höheren Lebenskosten der Mit• glieder ihnen die Konkurrenz erschwere, aber er glaube!, daß der Misrad dieser Schwierigkeiten selber Herr werden müsse. Die Arbeitervertreter erklärten, daß die Mitglieder des Misrad einen großem Teil der von der Regierung ver• gebenen Arbeiten atiagcführt habe. Diese ihnen übergebenen öffentlichen Arbeiten seien mm Ln letzter Zeit sehr stark zuritekgegangen. Der High Gonumssioner begründete dies damit, daß gegenwärtig überhaupt mtr sehr wenig öffentliche Arbeiten zur Durchführung gelangen. Er stehe der wertvollen und nützlichen Arbeit de» Misrad mit Sympathie gegen!־ über.und möchte sie nur bestärken, h ihrer Arbeit fort• zufahren, sie müßten jedoch in ihren Forderungen die politische und ökonomische Lage dos Landes in Rechnung ziehen. (Ziko) Das Jeiusalc-tcr Wasserwerk in Tätigkeit Reuter berichtet, daß Sir Herbert Samuel am Denstag, den 13. März, die neuen Wasseraniagen auf ״Salonions Pools" eröffnet liat. Dieser Wasserbehälter ist imstande, 40 Millionen Gallonen aufzunchmcn; er ist mit jenen großen Maschinen ausgeslattct, die während der Kriegszciten das Nilwasser nach Palästina gepumpt haben. Die Jaffacr Gemeindeverwaltung gegen Ruthcnbergs Unternehmen Jerusalem. (J.C.B.) Die Jaffaer Octneindcvcrwal• tung hat letzthin den Entwurf eines Ucbcrcinkommcns zwischen! da Gemeindeverwaltung und Ruthcubergs Elcktrizitätsgcsellschaft betreffend die Anlage von Elcktrizitätskraltstellcn in der Stadt in Erwägung gezogen und sich gegen die Entnähme von Elcktrizltätskraftausden Ruthen• berg-Aniagen entschieden. Dies gcichah, obwohl die Regierung der Gemeindeverwaltung geraten hatte, in ein Arrangement mit der Ruthciibcrg-Gesellschaft zu treten. Jiddisch als Muttersprache Jerusalem. (J.C.B.) Wie bekannt, haben 060/0 der palästinensischen Juden bei der Volkszählung hebräisch als ihre Muttersprache angegeben. Wie nachträglich bekannt wird, haben im ganzen UMö Juden als ihre Muttersprache ״Jiddisch" bezeichnet, unter ihnen 1401 in den Distrikten Jerusalem und Jaffa. Zionistische Bewegung Amerika-Reise L. Mofzkins 1Paris. (J.C.B.) Das Mitglied der Zionistischen Exekutive L. Motzkin tritt dieser Tage eine Reise nach New York an, um sich dort an der gegenwärtig vor sich gehenden Propaganda für den Keren Ha• j es so d zu beteiligen, Wcizmann ln New York New York, 14, März 1923. Gestern abend wurde Wer im Hotel Astor «in großes Bankett zur Begrüßung vom C11aji.11 Wcb.m.inn abgchaltcn. Das Bankett bedeutete gleichzeitig den Beginn der Zwei-Mii 1 ione n-Do11ar• Kampagne, die jetzt in New York beginnt, Auf den» Bankett war die Regierung durch den Senator Spencer vertreten, eben־» hatte sich die englische Botschaft in Washington oifizidl vertreten lassen. Die auf dem Rankett gezeichnete Summe betrug 250 000 Dollar, Das Bankett wurde• von Judge Rosenblatt geleitet, der bekanntlich Mitglied der Palästina-Exekutive der Zionistischen Organisation ist Zunächst sprach Senator Spencer namens der Regierung, dann sprach der Vertreter der englischen Botschaft. Mit besonderem Beifall wurde die Rede von Louis Marshall nufgenommeu, der seinem starken Interesse für Fragen des Palästina,udb,aus Ausdruck gab und Wcizmann* Verdienste feierte, Dann erwiderte Ciiajim Wcizmann und sprach von den Eindrücken seiner letzten Palästinareise. Er betonte die entscheidende Bedeutung, die das amerikanische Judentum für den Palästina,•mfbau haben werde. Im weiteren Verlauf des Abends wurde ein Brief von Sir Alfred Mond verlesen, der 3•״ bedauerte, nicht mit Dr. Wcizmann zusammen noch Amerika gefahren zu sein, und unter Hinweis auf die schwierige wirtschaftliche Situation in Europa der ameri• kanisdicn Keren llajessod-Aktton um #0 größere Bedeutung bciiuuü, ״Doar H.׳!jom“ zur zionistischen Politik ״Doar Hajom" kommentiert die letzten Aeußcrungen Wcizmanns dahin, daß diese in gewissem Sinne als efne Annäherung an die Prinzipien der Üraudcis-Gntppc auf/.ufassen seien. Wcizmann sei in Palästina zu der Ueberzcugung gekommen, daß das bisherige wirtschaftliche System zu keinen Ergebnissen geführt hätte und daß man versuchen müsse, das Gute aus dmn Brandcisschcn System zu übernehmen. Ebenso glaube Wcizmann, daß die ständige Opposition, die in Palästina gegenüber der englischen Beamlcnschait gemacht werde, falsch sei und uns viele Sympathien gekostet habe. Wie der Londoner Korrespondent des ״Doar llajom“ erfahren liahcu will, bc• absichtige Wei/111;um, sofort nach seiner Rückkehr ans Amerika die Jcwish Agency zu bilden. Der Korrespondent nennt von Persönlichkeiten, die in die zukünftige Jcwish Agency kommen *ollen, den Namen von Col, Kisch, /. ־. . Nr. 25 politische ]Sadmcfofcn Weitere Parlament». Debatten London. (J. C. B) Auf du* Anfrage des kon«erv!t]v״ Parlamentsmitglieds Pcto gab der Unterstaatssc'<rctjt Ormsby Gore folgende Schilderung dev Ereignis!•{ ״ Jerusalem am 14. März: Die arabische Exekutive erließ Proklamation, in der sie zur Einstellung der Arbeit u!h Schließung der Geschäfte am 14. März nt fforderte, aitn diese Weise die Stellungnahme der arabischen Bevölkerte;■, gegenüber den Wahlen zu kennzeichnen. An demselben Tai, traf die arabische Delegation in Jerusalem ein. Die Wag!5, in denen die Mitglieder der Delegation Platz gcnomntig hatten, waren von einer großen Menschenmenge begleit(" Die Polizei kam mit der Menge in Konflikt, als s,c dcii V«! such machte, Personen zu verhaken, die provokatorische ur,a ungesetzliche Lieder sangen. Nachdem die Verhakungen folgt waren, zerstreute sich die Menge. Die Polizei benahm sich völlig korrekt. Die Delegation wäre wahrscheinlich cirjeden Zwischenfall nach Hause gekommen, wenn sie nick׳ früher Proklamationen erlassen hätte. Zurzeit ist alles ruh!»' Das Parlamentsmitglied Hurd fragte den Unterstaak. Sekretär der Kolonien, wieviele Christen und wieviele Judean leitenden Stellen der englischen Administration in |>,j liistina tätig *eien, wie dio bc‘־ blenden Juden hießen und was für Posten sie bekleideten, Ormsby Gore erwiderte: Außer dem Obcrkotnm!«« von Palästina sind unter den 35 älteren Beamten der p,. lästincnsischen Administration 33 Christen und 2 Juden: Obcf. staatsaii wait Norman Be 11t wich und der Direktor dt! Handels- und Industriedepartements, Colonel Solomon, (Colonel Solomon hat nach einer Depesche des Jerusalemer J, C. B.-Korrcspondcntcn bereits seine Demission angekündigt) London. (J.C.B.) Im Uaterhatue fragte Colonel Charles Yate den Unterslaatasekretär der Kolonien an, 01! angesichts der Tatsadie, daß die hebräischen Schulen in P!. lästina demnächst Subventionen aus öffentlichen Mitteln er. halten würden, die entsprechenden Behörden angewiesen worden seien, den hebräischen Schulen dieselben Vcrpflichtungen aufzucrlcgcn, wie den anderen Schulen des Landet, Der Unterstaatssckretär der Kolonien, Ormsby Gote, antwortete: Die erwähnten Schulen sind keineswegs in der gleichen Lage wie die Regierungsschuten, indem sie, wie die christlichen Privatschulen, hauptsächlich aus privaten Mitteln erhalten werden. Eine unbedeutende Sub• vention soll auf der Grundlage der Kopfhererhnung aller, Privafschulcn zugewendet werden unter der Bedingung, d»3 die Schulen sich registrieren lassen und der Regierung!. Inspektion unterstellt werden sollen. Der Staatssekretär beab sichtigt nicht, diese Schulen dem Lehrprogramm der Re. gierungsschulcn anzupassea. Der Gedanke der arabischen Föderation London. (J.C.B.) ln einer in London adattgefundem! Tagung der Delegierten verschiedener arabische! Staaten wurde das Projekt der Schaffung einer großen arabischen Staaten- Föderation erörtert und nach viertägiger Diskussion im Prinzip die folgende Resolution angenommen: Die Araber erstreben mit allen 'gesetzlichen und ver• fassungsmäßigen Mitteln die völlige Unabhängigkeit und die Vereinigung der arabischen Bevölkerung in Syrien, Palästina und Mesopotamien, sowie in Hedjas und Ycmen, in Assif, Neyd und Muscat. Das Verfassungsgesetz in Rumänien angenommen Bukarest, 21. März. Die Kammer hat den Re• glerungsentwurf über das Verfassungsgesetz mit 225 Stimmen angenommen. 5 Abgeordnete stimmten dagegen, 40 enthielten sich der Abstimmung. Damit ist das Gesetz, das so große Unklarheiten über die jüdischen Rechte enthält, Qesetz geworden, 7ü0cndbevM0un0 Pro domo Ohne unser Zutim sind wir im Kampf um den Blau- Weiß und sein Gesetz von beiden Seiten zitiert worden. Deswegen sehe ich mich gezwungen, unseren St.an Iptinki hier zu präzisieren. Ich tue die? mit einigen Sdilagavortea, da ich nur klarsteilen und nicht überzeugen will. Wir in der Kwuznh Zwi sind stolz darauf, daß wü Zusammenleben nach dem Spruche איש ואיש . Ist uns auef eine Orundanscliauung gemeinsam, 60 sind doch oft di< Meinungen über Einzelnes verschieden. Unklar ist in Palästina nur das Bild von der Entwicklung de? Blau-Weiß gewesen, erstin Deutschland konnte ich klarer sehen und sagte 101׳ gendes: Fremd ist mir die Bindung durch Eid und Gesetz, he sonders durch ein Gesetz, das den Wortlaut verschreibt übe die Verleihung der Nadel usw., abstoßend die Präambel de Gesetzes, in der mit ekler Selbstüberhebung von dem ״bei spiclloscu Beruf des Bl.mAVeiß" gert.lct wird, wo mit u« glaublicher Verkennung all Hessen, was nicht dem Lun׳״ angchört, gesagt wird, daß ״eine ganze Generation srhci'.cr mußte“ und daß, ״wer der Felm•.׳ tief geborgeü K wer von ihr nbfallt, unter den l!iir׳׳ern ab-lirht“. Traurig stimmt mich die Tatsache,"dad der Blau-Weiß dr Mnnwer seiner Leute nicht dein Korea I In je n; 0,1 zahlt, somlrr ilm zum Aul bau seiner eigenen Kolonie verwenden will Unverständlich, daß nicht die kritische Lage Palästinas * anderer Handlung zwingen konnte. Und trotz alledem fühlen wir, auch die stark heraus, — ich nach vielen Untcrredu׳״ Weißen jetzt viel stärker als am Anfang meines daß uns viel mit den Blau-Weißen ein״ lebt doch sehr Vi vom alten Blau-Weiß in ihnen. Wir sind de.n alten i; Weiß stets treu geblieben, haben schon in Halbe versi nach diesen Ideen zu leben, versuchen jetzt in Palästina Rahmen der Kwuznh Zwi, unser Werk fortzusetzen. 0 fühlten wir uns nicht als L..!.1::!׳e, sondern nh die Er einer grüßen Bewegung Wir hyffen, daß, wenn jetzt l Wcüic nach I aiasiuva kommen, Zusammenarbeit niomich das soh uns und den Blau-WciUcn eine Aufgabe sein, mehr von dem, was ich .-»!«? fremd, als abstoßend, .als un RtaiKlhch gekennzeichnet habe, faire, ״,n so leich.cr <h die Verwirklichung sein, um so klditer wird «» möf rfifü ßc‘ncm5£m am Aufbau Palästinas zu arbeiten, in Reihen den־ Histadruth ha Poatim, unsere Zugehörigkeit ׳ ftolz bekennend^ . , jvu* hfrech in Paliist reu mit ß iüci'scir Nr- C Tag ui lutii, den: beiter Hecin mehr jrcsaii problt den 8 unser! nicht denen wo •11 bestel u״d 1־ Die r ström. vorbei diese Volke Ziel, J will. IV wie i die F daß < den. 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