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Jüdische Rundschau · 1923-03-20 · Heft 23 (20.3.1923) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 23 (20.3.1923)
Date
1923-03-20
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 130 JUEDISCHE RUNDSCHAU 6rez-I0ml Schluß der Wahlen zum leglslaflve-CouncII Die Urwahlen in den Legislative-Council sind bereits durcligeführt. Gewählt wurden bei einer Beteiligtwg von ungefähr einem Drittel der palästinensischen Bevölkerung 240 Wahlmänner, darunter 84 Juden. In den Zensusbogen haben 96 ״/o der jüdischen Wähler Hebräisch als ihre Muttersprache bezeichnet. Die arabische Exekutive ist nach ihren Behauptungen mit den Ergebnissen ihrer Boykottkampagne sehr zu• frieden. Um diesen Erfolg öffentlich zu dokumentieren, hat die arabische Exekutive für Mittwoch, den 14. März einen Generalstreik proklamiert. In den arabisch-nationa* listischen Kreisen wird schon jetzt die Anschauung ver• treten, daß das Ergebnis der Wahlen den tatsächlichen Verhältnissen in der Bevölkerung nicht entspricht und daß infolgedessen von einer Wahl der Mitglieder des gesetzgebenden Rates durch die Wahlmanner keine Rede sein könne. Die Exekutive und der Waad Leumi Die Frage der Legalisierung des Waad Leumi und seiner Stellung beim Aufbau von Erez-Israel hat seit dem letzten Kongreß eine große Rolle gespielt, insbesondere war die bisher nicht erfolgte Legalisierung ein Grund für Jabotinskys Amsdieiden aus der Exckutive und der Organisation. In der neusten Nummer des Zionistischen Zentralorgans ״Haolatn“ nimmt das Mitglied der Exekutive Dr. Soloveitschik in einem Leitartikel zu der Frage Stellung. Der Verfasser betont die Notwendigkeit, daß der Aufbau sich auf Orund der vom Mandat geschaffenen Bedingungen in organischer und natürlicher Weise entwickele, im Sinne des Mandats, das von der ״Entwicklung der bestehenden jüdischen Gemeinschaft im Lande" spreche, sei der Waad Leumi als Organ der jüdischen Sei bst Verwaltung anzuerkennen. In der Erreichung dieses Zieles liegt unsere wichtigste politische Aufgabe. Freilich müsse man vermeiden, in überstürzter Weise eine rein formale Anerkennung seitens der Mandatsmacht zu erhalten, durch die der Waad Leumi flicht die ihm gebührende Stelle als oberstes Organ der Selbst- Verwaltung der palästinensisdien Judenheit erhalte. Die Einwanderung in Februar Jerusalem (J. C. B.). Im Laufe des Monats Februar sind 888 neue Emigranten in Palästina eingetroffen. Rothschild fährt nach Palästina Wie das J. C. B. aus Jerusalem berichtet, wird Baron Edmond Rothschild für die Osterfeiertage in Palästina «intreffen. (Ziko.) Saatenbericht Wie das Commercial Bulletin mitteilt, wurden im Norddistrikt die Wintersaaten außergewöhnlich früh beendet, häufigere leichte Niederschlage haben einen ausgezeichneten Stand des Getreides bewirkt. Im Süden ist die Getreideernte in Gaza und Jaffa aussichtsreich, falls genügend Spätregen niederfällt. Im Bcrseba-Distrikt sind!he Aussichten infolge mangelhafter Niederschläge gering, während in Jericho normale Rcgenfälle vorhanden waren. Die Dorfbewohner entfalten jetzt eine rege Tätigkeit, um Zuchtbeete für Tabaksctzlinge vorzubereiten. Palästinensischer Import und Export im Dezember 1922 Der Wert des palästinensischen Imports betrug im Dezember äg. £ 480 705, d. h. um äg. £ 48494 mehr als im Dezember 1921, der Export äg. £ 110 824, d. h. um äg. £ 52820 mehr als im entsprechenden Monate des vergangenen Jahres. Gegenüber November ist beim Import 1m Dezember eine Abnahme um äg. £ 48 320 und beim Export um äg. £ 53 43! zu verzeichnen. (Ziko.) Arabische Kundgebungen Jerusalem. (J.C.B.j Am Mittwoch, den 14, März, traf die p a 1 ä s t i n e n s i s c h. a rabi sch e Delegation aus London in Palästina ein. Die Ankunft der Delegierten in Jerusalem wurde von seiten der nationalistischen Araber zum Anlaß von Demonstrationen genommen. Gruppen arabischer Studenten und Turner zogen mit türkischen Fahnen, nationale und judenfeindliche Lieder singend, durch die Straßen. Zum Schluß vereinigten sich die einzelnen Gruppen zu einem Demonstrationszug, der sich zum Hause des Jerusalemer Gouverneurs bewegte. Auf dem Wege dahin versuchte die Menge gewalttätige Ausschreitungen, 80 daß die Polizei intervenieren mußte. Der Schiffsverkehr aal den Tiberiassee Der Verkehr auf dem Tiberiassee wird von der Tiberias-Motorboot-Gesellschaft betrieben. Der Bootspark besteht aus drei Motorbooten mit einer Gesamttonnnge von 22 Tonnen und einem eisernen 12 Tonnen- Schiff, die täglich mit Passagieren und Fracht die Route Tiberias-Semaclt und rctoüT zurücklegen. Auf Wunsch legen sic auch noch an anderen Orten wie Tabgha, Tel-VIum, Migdal usvv. an. Außerdem verkehren auf dein See noch 44 Sccge!boote, die vornehmlich Fischcreizwcckcn dienen. Im Laufe des Jahres 1922 ist der Personenverkehr auf dem See bedeutend zurückgegangen, da die Motorboot-Gesellschaft einen täglichen Autodienst von Tiberias nach Sc mach und1 zurück eingerichtet hat, dem die Passagiere dem Seeverkehr verzogen• Dagegen ist der Frachtverkehr lebhaft geworden. Im Jahre 1922 betrug die Zahl der den Seeweg wählenden Passagiere 27 945, wälvenda!! Gütern 2543 Tonnen transportiert wurde«(; .• »' /,»■'1׳׳ v׳ V־! V» > ׳י י► « ׳״ Zionisten, die noch nicht ihre 1״rויי יי 1״ m j./ m r •ך f? . ןץ/ןןןן ץי־^יז י״־)ךךן ך־/י* iil ei m W W «•««*i W I* iw.•* wJ ' > W «1 || für das 1. Quartal 1923 gezahlt haben, werden drlpgend gebeten, sie umgehend zu überweisen. Die für das 1. Quartal festgesetzten Stufen betragen: 1. Stufe 500 bis 800 M. ״ .2 1000 )1 ״ 2000 ״ •3 2500 *1 ״ 4000 4- * 5000 H 8000 * ״ •5 9000 ff 12000 ״ v Wir bitten jeden Gesinnungsgenossen, «ich nach sorgfältiger Prüfung seiner wirtschaftlichen Verhältnisse in eine der vorstehenden Stufen cinzurcihcn, oder, wenn irgend möglich, in Anbetracht der seit ihrer Festsetzung eingetretenen Geldentwertung, eine über diese Stufen hinausgehende Zahlung zu leisten. Zionistische Vereinigung für Deutschland. Post 9 check-Konto Berlin 8091. Bank-Konto: Darmstädter und Nationalbank, Berlin, Kurfttrstendamm 52. Erez -Jisrael und Keren Kajcmeth Die Jahreskonferenz der Lokalkommissäre desKerenKaJemethlnErez-JlsraelundSyrien bewie! neuerdings, welcher Beliebtheit und Achtung sich diese Institution im Lande erfreut. An der Eröffnungssitzung im Saal des landwirtschaftlichen Museum» nahmen der Vorsitzende der palästinensisdien Zionistischen Exekutive, die palästinensischen Direktoren des K. K. L., Mitglieder des Waad Leumi, viele Gäste und Journalisten, sowie eine große Zahl von Delegierten aus allen Teilen Erez-Jisraeis und aus dem fernen Aleppo teil. Im Jahre 5682 hat Erez-Jisracl und Syrien mit *einen 100 000, gewiß nicht wohlhabenden Juden 4000 £ für den Keren Kajcmeth aufgebracht, eine Summe, die sich immerhin mit den 6 700 £, welche die 300 00Ü Juden England» beisteuerten, vergleichen läßt. Und für 5683 hat Erez-Jisracl es auf sich genommen, an 9000 £ aufzubringen! Die Sammelmetiioden hierzulande sind mannigfaltig und oft eigenartig. Die Büchse ist weit verbreitet und man versagt ihr nie den Tribut, mag sie bei 'einer Vorlesung, bei «men» Purimkonzert oder beim Ausflug am Neujahrstag der Bäume die Runde machen. In das Goldene Buch wird jeder Gast von Namen, der das Land besucht, eingetragen; e* ist da» große Fremdenbuch des Jisdhmv. Einen großen Teil der Einnahmen Udert die Sdbstbcsteucrung und die meisten Gesellschaften von Bodeutung, wie die Palcstüie Land Development Go., die OcuIIa, die Arbciferbnnk, der Hamasdibir usf, liefern einen nicht unbeträchtlichen Prozentsatz ihrer Reinerträge unter diesem Titel ab. Ebenso senden die Fricdensgcrichtc, die Anglo Pa- Icstine Co. und die meisten anderen zionistischen Institutionen keinen Brief ohne K. K. L.-Marke ab. Und ganz einzigartig ist cs, daß hierzulande auch die Kinos und Konzertunter* nehmungey solche Marken auf den Eintrittskarten verwenden. Herr Ussischkin betonte bei Eröffnung der Konferenz die zwingende Notwendigkeit, den Keren Kajcmeth zu stärken. Denn, da die weitreichenden Hoffnungen auf Ueberlassung von Staatsländereien sich als trügerisch erwiesen und da die Privatinitiative sich! vom Kaufe ländlicher Böden fernhält, sind wir auf Selbsthilfe angewiesen. Der ökonomische Zusammenbruch in Osteuropa hat dazu geführt, daß unsere Einwanderer wohl von höchstem Idealismus erfüllt und zu opfervollcr Arbeit bereit, doch zum großen Teil unbemittelt sind. Um so beklagenswerter ist es, daß der Keren Kajemeth in letzter Zeit von der zlonistischcn Propaganda so vernachlässigt wurde, ein schwerer Fehler, dessen man sich in Erez-Jisrael nicht schuldig machen will. Die Juden dieses Landes müssen ihre Brüder in der Zerstreuung dahin beeinflussen, daß sic voll den Wert jener Institution erkennen, ohne deren Hilfe jede Hoffnung auf die Auslösung des Landes und der Schaffung eines starken jisdischcn Bauernstandes schwindet. Dr. E. M. Zweig überbrachte die Grüße des Haupt- Büros. Agr. Ettinger, als Obmann der Landeskonunission, berichtete über die propagandistische und kolonisatorische Arbeit des K. K. L. im Lande und seine neuen Bodcnenverfcungen. Herr P. Lein, vom Hauptbüro des K. K, L, referiertc über die Weltorganisation des Fonds, Er legte dar, daß trotz des Rückgangs der Einnahmen die Organisation sich gekräfligt und daß die Kenntnis ihres Palästinawertes sich weithin vorbreitet habe. Diese intensive Arbeit werde) sich gewiß noch in einer neuerlichen Steigerung der Spenden kundtun. Hierauf erstatteten die Lokalkommissärc ihre Bcrichte. Sie betrafen alle Kreise der Gesellschaft, Arbeiter und Chaluzim; Aschkenasim, Scfardim und unter diesen auch die Jemifcn; Städte, Kolonien, Kwuzoth. Alles in. allem ein packendes Bild von der weiten Verbreitung der K. K.!..־Organisation in Erez-Jisracl. Zum Schluß der Konferenz wurde eine Reihe von Beschlössen gefaßt, von denen folgende auf allgemeines Interesse zählen können: Die Konferenz beglückwünscht den K. K. L. zur Verlegung seines Hauptbüros nach Erez-Jisracl. Der K. K. L. soll künftig seine Tätigkeit hauptsächlich auf den Erwerb von Boden für ländliche Kolonisation und die nötige Amclioralion dieser Böden konzentrieren. Erez-Jisracl verpflichtet sich, im laufenden Jahre 5683 ein Kontingent von 8800 äg. £ aufzubringen. 200 Chaluzim - Flüchtlinge nach Pailstina Warschau. (J. C. B.) In dieser Woche sind durch Unterstützung des Warschauer Pnliistinaamtcs 28Ü Chaluzim aus Polen nach Palästina abgercist. Unter ihnen befinden sich 200 ukrainische Chaluzim-FlüchtSingc, die durch die neue Flüchüingsvcrordnung der polnische» Regierung aus Polen tu»• gewiesen wurden, > v ׳ ,׳.׳׳• < •׳ , * ___ Die PalMIni-Einwanderung Anfragen ln Unterhau*. : ÄM 13. Mir* wurden 1111 Unterhaus einige Anfr,J *• über dJe Einwanderung nach Palästina an die Regilr‘j ’ gerichtet Mr. L o r I m e ז fragte, wie sich die KosUn 2 i Immigration auf die Regierung und die Zionistische j kutive verteilten. Ormsby-Oore erwiderte, daß lhm. | Ausgaben der Zionistischen Exekutive nicht bekannt daß jedenfalls die Ausgaben der Regierung im Jahre י (*ן• bis 1923 etwa 1000 Pfund betrügen. Lord Apslcy fr1H j den Unterstaatssekretär, wieviele Juden in jedem Monat ,11 1 wanderten, wieviele der eingewanderten Chaluzim ohne 4; achäftigung seien, wieviele von ihnen orthodoxe j^t ■ seien und ob er darüber Informiert sei, daß eine 1 Anzahl der sogenannten ״jüdischen“ Kolonisten keinerlei״ I giöse Ueberzcugung habe. In seiner Erwiderung bezi!ftv t Ormsby-Gore die monatliche Einwanderungsquote im jai., j 1922 auf durchschnittlich 654 Einwanderer im Monat. 1, I Januar 1923 betrug die Zahl 872, Die Zahl der Arbeit;,!״,׳, \ betrug im Februar 1923 2500. Aus den ihm vorliegend ׳ Angaben sei nicht zu irsehen, wieviele davon jüdische I granten seien. Zur Beantwortung der letzten Anfragen 01,, i gehend sagte Ormsby-Oore: ״Ich sehe nicht, welchen 1 es haben sollte, die jüdischen Einwanderer In orthodoxe % 1 nichtorthodoxe zu klassifizieren. Ich bin über die Behaiyitua; i die im letzten Teil der Anfrage enthalten ist, nicht jj j formiert, aber ich glaube kaum, daß cs Juden gibt, j> \ nach Palästina atiswandcrn wollen, ohne irgendwelche!d -i giösc Ucbcrzcugungen zu haben, auch wenn diese!,!,ן, | orthodox sind." I Weizmann In New York Dr. Weizmann ist am Sonnabend, den 3. M5n I mittags, in New York eingetroffen. Die eigentlich j Keren Hajessod-Kampagne wird erst am 13. März be• J ginnen. Der Empfang fand mit großer Begeistern!)! und großen Mensclicnmassen statt. Weizmann hielt eins Rede, bei der er die Hoffnung aussprach, daß dit amerikanisdten Zionisten und Juden es nicht gestatte! würden, daß die größte Gelegenheit der jüdischen 08 schichte verpaßt werde. Er hoffe auf ein großes & gebnis der in New York vorbereiteten Zwei-Mil• lionen-Dollar-Kampagne. Weizmann sprac) außerdem hebräisch in einer Bialikfeier. Storres and Ford I Der Aufenthalt de» Gouverneurs von Jerusalem, Ocntnll Storrei in Amerika, hat in jüdischen Kreisen erhebliche! 1 Befremden hervorgerufeu. Storrei hat nämlich in wochca 1 langer Anwesenheit häufig Gelegenheit genommen, sich übet! Palästina zu äußern, hat es aber bei sämtlichen Gelegenheiten peinlich vermieden, die Balfour-Deklaration, die Rolle den Juden beim Aufbau des Landes und ihre Leistungen auch I nur zu erwähnen, obwohl er in Amerika, wo doch eine so günstige Stimmung gegenüber den Palästinaplänen besteht, keinerlei Veranlassung gehabt hätte, sich irgend• einer Zurückhaltung zu befleißigen. Noch größeres Aulsehen hat es erregt, daß Storres mit Ford in Verbindung getreten ist, dem bekannten amerikanischen Millionär und Agitator des amerikanischen Antisemitismus, von dem jüngst bekannt wurde, daß er mit den palästinensischen Arabern in Kontakt getreten sei. Mit voltcm Recht hat dieser Besuch Storres beim Antisemitenführer im amerikanischen Judentum peinlichstes Aufsehen erregt Es erscheint unverständlich, daß ein offizieller Vertreter der palästinensischen Regierung, die die Ausführung der Balfour-Deklaratiaii übernommen hat! mit Ford in Verbindung getreten ist, Die Konferenz dei Welthechaluz (Vorläufiger Bericht.) Berlin. (J. C. B.) Der zweite Tag der Hechaluz• Konferenz war den Berichten der Delegierten über die Tätigkeit der Hechaluz-Organisationen in den einzelnen Ländern (Polen, Litauen, Rumänien, Deutschland, Konstan• tinopcl, Kaukasus, Tschechoslowakei und Oesterreich) gewidmet. Die Berichte gaben einen Umriß der Weiterentwicklung der Bewegung und der ausgedehnten kulturellen und prak• tischen Arbeit des Hechaluz. Andererseits unterstrichen die Referenten die fast unerträgliche finanzielle Not der Organisationen, derentwegen das Netz der Hechaluz-Insti• tutionon für technische und landwirtschaftliche Ausbildung nicht ln dem erwünschten Maße erweitert werden kann. S. Lewlnsohn (Berlin) erstattete einen ausführlichen Bericht über die Tätigkeit des provisorischen Zentralkomitees, dem sich eine lebhafte Debatte an• schloß, die mitunter sehr lebhafte Formen annahm. Der dritte Konferenztag wurde durch den Bericht des Delegierten G0110mb (Palästina) über die Tätig• keit der jüdischen Arbeiterorganisationen, die Lage des Arbeitsmarktes und die Be• dingungen der Arbeit in Palästina eingelcitct. Herr S c h a p i r o (Deutschland) berichtete über die beruf• liehe Erziehung der Chaluzim (H a c h s c h a r a h). An der, diesem Bericht sich anschließenden, rein sachlichen Debatte, nahmen fast alle Delegierten teil. Dem Referat des Herrn Schwabe (Litauen) über •die K u 11 u r a r b c i t des Hechaluz schloß sich eine lebhafte Diskussion über die Gestaltung der gegenseitigen Beziehungen zwischen Hechaluz und den zionistischen Arbeiterparteien an. Der vierte Tag der Konferenz war dem Problem der ״Allah“ (Organisation der Palästina-Wanderung) ge• widmet. Das Referat hielt Herr Bogdanowski (Oester• reich). Die Debatte nahm einen recht lebhaften Verlauf. Alle Redner kritisierten aut das schärfste die Minder• nisse, die die Palästina-Regierung der jüdischen Emigration in den Weg legt, sowie die Untätigkeit der •Zionistischen Organisation dieser Frage gegenüber. Es wurden eine Reihe Anträge gestellt, die die Finanzierung der Aliah und die Reorganisation der Anstalten, die die Palästina-Wanderung regeln, betreffen. Gegen Ende des vierten Konferenztages wurde noch da» Referat de» Herrn & Lewintohn über die Organ!« »atlonifräge angehört. 4

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