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Jüdische Rundschau · 1923-03-09 · Heft 20 (9.3.1923) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 20 (9.3.1923)
Date
1923-03-09
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite 120 JUEDISCHE RUNDSCHAU Citcrariscbe Cßittcüuiigen Nationalismus. R. Locwit-Vcrlag, Wien und Nr. 20 unsere Abonnenten im Auslände! Hans Kohn Leipzig. Unlängst (rat die Politik wieder einmal Ins Zentrum der zionistischen Aufmerksamkeit; aber nur für kurze Zeit; denn das wachsende Bewußtsein von den wichtigeren Aufgaben, die in heutiger Stunde des Judentums harren, erlaubte cs nicht mehr, wie cs wohl noch vor einigen Jahren geschehen wäre, daß die jüdische öffentliche Meinung sich ganz auf die Präge der Haltung diesem oder jenem politischen Faktor gegenüber konzentrierte. Man versteht immer mehr, daß die reale Arbeit, sei cs wirtschaftliche in Palästina, sei es erzichcrischc im jüdischen Volke, viel wesentlicher ist als alle in internationalen Akten verankerten Versicherungen und An■ erkennungen. Das Buch, in welchem Hans Kohn seine ln den Jahren 1919 bis 1922 geschriebenen Aufsätze gesammelt hat, verkündet eigentlich, obwohl cs scheinbar gerade der Politik gewidmet ist, dieselbe Wahrheit. Fast alle Aufsätze sind, wie Kohn seihst im Vorworte sagt, ״Variationen über ein Thema", über die Wechselwirkung des nationalen und intcrnationalen Gedankens, lieber dieses Thema sprechend, findet Kohn die Gelegenheit, ein H UI seines Zionismus zu entwerfen, beginnend mit seinem, im Buche ncuabgcdrucktcn, Vorworte zum Sammelwerk ״Vom Judentum“ (1913). So wird sein Buch ein Stück der geistigen Geschichte des westjüdischen Intellektuellen. Weit hinter dem Verfasser liegt das Problem seiner Ein- Stellung in das jüdische Volk, dieses Sehnen nach organischer Verwurzlung, dieses Suchen nach festem Halt, das dem Anfang des Jahrhunderts seinen Stempel aufdrücktc. Der Einzelne hat seine Stelle gefunden, ist zu seiner Blutgcmcin• schaft zuriickgckchvt. Damit war aber nicht der Schluß, sondern nur der Anfang des geistigen Prozesses gegeben. Die geschichtliche Entwicklung der Westjudenheit hat cs mit sich gebracht, daß oft, wenn nicht meist, die jungen Juden zu ihrem Volke als fertige oder jedenfalls halbfertigc Männer zurückkamen. Siie stellten deshalb gewisse Forderungen an ihre neue Gemeinschaft, sie unterzogen sie einer Prüfung, sie war für sic nicht Sein, sondern Werden. Die Blutgemeinschaft wurde damit verklärt und zu ethischer Gemeinschaft verwandelt. Ini Buche von Kohn ist der Zionismus eine ethische Bewegung, die weit über die palästinensische Kolonisation hinausrciclit; nichts weniger erstrebt sie als vollseilige geistige Regenerierung des jüdischen Volkes, wozu Palästina nur das Mittel ist. Nicht das Land, sondern der Zion ist das letzte Ziel. Der ethische Charakter dieses Zionismus führt ihn notwendigerweise dazu, die Art des Aufbaues im Lande als wesentlich aufzufassen und zu ihrer Grundlage soziale Gerechtigkeit zu setzen, nicht im Sinne von Klassenkampf, sondern als ethische Forderung. Die Verwirklichung der sozialistischen Idee soll in Palästina erstrebt werden, nicht oder nicht mir, damit der Arbeiter höheren Lohn hat oder die politische Macht an sich reißt, sondern damit das Leben dort sich reiner und ehrlicher gestaltet, damit das Unrecht dort keinen Platz hat, damit ein Schritt, vielleicht der wich• tigstc Schritt zur Umwandlung von Palästina in Zion gemacht wird. Damit aber noch nicht genug; derselbe ethische Charakter des Zionismus bestimmt auch seine Steilung in der internationalen Welt. Diesem Punkte der zionistischen Politik widmet Kohn die meiste Aufmerksamkeit. Es hieße, die Grundlagen der Bewegung zu zerstören, wenn diese Bewegung den internationalen Problemen gegenüber von rein nationalem Standpunkte aus gegenüberständen, ausschließlich vom Wohl oder Wehe des jüdischen Volkes geleitet. Das jüdische Palästina ist ״im Bunde mit dem Teufel“ nicht aufzubaucn, sondern nur im Zusammenhänge mit großen mcnschltcitsbcfrcicndcn Bewegungen. Mehrmals betont Kohn, daß der nationale Gehalt der zionistischen Bewegung nicht nur nicht angczwcifclt oder angetastet wird, sondern keiner Untersuchung mehr bedarf. Aber es genügt nicht, eine rein nationale Bewegung zu schaffen; heute handelt es sich um etwas anderes: das jüdische Volk muß aus seiner Isoliertheit, aus seiner Ghetto-Abgeschlossenheit in die weite Welt des menschlichen Gedankens und Kampfes heraus• geführt werden, und das ist weder mit Verwischen der nationalen Grenzen noch mit nationalem Exklusivismus, sondern nur mit Synthese des nationalen und internationalen Gedankens zu erreichen. Und da der Zionismus für Kohn so viel bedeutet — eine Regenerierung des jüdischen Volkes und sein Zusammen• Schluß mit neuer Menschheit -י• so ist cs klar, daß das Ziel nicht mit rein politischen Mitteln zu erreichen ist und nicht in dieser rein politischen Arbeit der Schwerpunkt des zionistischen Werkes liegt. Deshalb warnt Kohn vor zu großen Hoffnungen auf politische Errungenschaften; ruft zu langsamer, dauernder, erzieherischer Arbeit innerhalb des jüdi• dischen Volkes auf, predigt Geduld. In seiner ״geschiehtliehen Geistigkeit“, in seinem unerschütterlichen Glauben an das Primat und den unvermeidlichen Sieg des Geistes findet er Kraft und Zuversicht. Wollte man den Zionismus von Kohn, der wohl nicht nur der seine ist, in eine Formel zu fassen versuchen, so würde sie ungefähr folgendermaßen lauten: der Zionismus ist eine Bewegung, die die geistige und soziale Regeneriertmg des jüdischen Volkes im Rahmen der regenerierten Menschheit erstrebt; als Mittel dazu sicht er die Schaffung einer auf sozialer Gerechtigkeit aufgebauten jüdischen Gemeiiischaft in Palästina an, die vor allem mit inneren jüdisehen Kräften aufzubaucn ist. Schwere Zeiten sind es heute und nicht nur für die Juden, sondern auch für alle diejenigen, die diesen Glauben an den Primat des Geistes in sich tragen; denn groß sind die Versuchungen, der Macht und der Gewalt zu huldigen. Unser Streben muß cs sein, auszuharren und diese Zeit in innerer Arbeit und ״schöpferischer Geduld“ zu überstehen. Deshalb ist das Buch von Kohn so zeitgemäß. , M. B e i 1 i n s o n, Rom. Wir verständigen hierdurch «He unsere Abonnenten davon, daß die Wclicrlicftrung anscrci Btattei nach dem I. April d. J. nur erfolgen tonn, wenn die von jedem Abonnenten direkt elngefordtrfru Auoimcmcntsgcbfihren für das II.Quartal 1923 vor dem 31. März d. ]. ei 11 gegangen sind. Die für das 11, Quartal 1923 fcslgesclzen OebUhrea betragen! Neuerscheinungen Für Afrika . . , f « . 3 Shilling ft Amerika . , * 1 , 1 Dollar fl Aegypten t * , 3 Shilling f» Belgien , , 1 . 8 Francs *f Bulgarien » . 80 Lewa Dänemark. Schweden 0. Norwegen 3 Kronen ff Deutsch Oesterreich 20000 Kronen ft England . , . 3 Shilling M Estland , , f 12000 deutsche Mark H Fmninnd . , ן « , 20 flnn. Mark ff Frankreich , I , 8 Francs ff Onccieuland * 8 Francs f| Holland . . . 2 Gniden ff Italien . , . 10 Lire tf Jugoslawien 1 t . 50 Dinare tt Letiland . . « 12000 deutsche Mark ft Litauen , , * 12CQ0 deufichcMark n Luxemburg , * 10 000 deutsche Mark tt Palästina . t . 3 Shilling t Polen , , t « 25 000 poln. Mark tt Rumänien , . 80 Lei ff Schweiz , , . 4 Francs ff Spanien . . # , 3 Peseta* t* Tschechoslowakei * % « , 30 Kronen ff Türkei . , י # I . 8 Francs ft Ungarn , . t 1000 Kronen Die Einzahlung der Abonnemeatsgeb&hren kann erfolgen: Für Deutsch Oesterreich durch Einzahlung auf Poitsparkassenkonto Wien Nr. 156030. ״ Polen durch Hnzahlang auf die Allgemeine Verkehrsbank Wien, Filiale Krakau. ״ Litauen durch Zentralbank zur Förderung de* Jüdischen denossenscliaftswesens in Litauen. ״ Rumänien durch Bankkonto: Wiener Bankverein, Filiale CzernowiU. ״ Tschechoslowakei durch Einzahlung aut Postsparkassenkonto Prag 59410. ״ Ungarn durch Einzahlung auf Postsparkaisenkonto der ״Welt“ Nr. 15 655. ״ Jugoslawien durch die Jüdische Bank für Bosnien und flerzogowitia, Sarajevo. Für alle übrigen linder durch Einsendung von Orfg’nalnoten (nur unlädierte Staauscheine!) oder durcti Scheckfibtrweisung Verlag Jüdische Rundschau Berlin W15, Sächsische Str. 8 Eine neue Peisach llagadah Im Verlag Ferdinand Ostertag, Berlin, ist eine nt!;, Pcßadi-1 lagadah erschienen, die einen erstaunlich gut gt j lungcncn Versuch darstellt, eine Synthese zu schatten v0f mittelalterlich-jüdischer Kunst-Tradition und moderner Buch! Kultur. An diesem Werk sind zwei Künstler beteiligt: Die Schilf; ist von Franziska Bar« eh unter betonter Anlehnung!, frühe Vorbilder in großzügiger Type geschrieben, Illustration^ | sind nacli Llnolcumschnittcn von Jakob Steinhardt rt. f produziert. I Trotzdem Schrift und Illustration nicht von demsclbc; | Künstler stammen, ist doch fast• stets ein zusammcnk'i::gcmlt(! Bild erreicht, obsciion diese Stilcinheit noch wesentlich hätte j gesteigert werden können, wenn Initialen und Titel etwa! weniger neutral-kunstgewerblich gehalten wären und sich I etwas eckiger an die expressionistische Technik der Linoleum.1 schnitte angcglichcn hätten. Die Bilder von Steinhardt veranschaulichen nicht da balbatisch-gcmütvolle Familienfest, das die sonst übliche Hagadah ,״schmackhaft“ macht. Sic betonen mehr das drohliche, Lastende der Verbannung. Das ägyptische Ciohu wird zum ewigen Gohis, verschmilzt mit dem Golus von heute. Es gibt einen Höhepunkt des Schmerzes, der den Mensche!; zur Groteske macht. Steinhardts Schnitte schreien diese äußerste Qual heraus, die, wie cs scheint, allein die gesammelte Aktivität aus einem Volke herauszupressen imstande ist, das seit Ewigkeiten auf seine Erlösung lauert. Diese Grenze würde — wenn Menschen fühlen könnten längst als erreicht gelten. Es kann nichts Schwereres ein• treten, als was wir Jahrhundert, :1g und in den letzten Jahren erfahren haben. Der Resonnanzboden fehlt: daß das Von der schönen hebräischen Kunstzeitschrift ״RImon" (Herausgeber M. Wischnitzer und M. Kleinmann) ist das 3. Heft erschienen. In Aufsätzen und künstlerischen Repro* duklioncii werden vorgeführt: Synagogcnmalercien, insbesondere aus Mohilew, Aufsätze über die ״Habimah“ sowie litcrarische Beiträge. Die Reproduktionen sind künstlerisch ausgeführt. Die ganze Zeitschrift bedeutet eine große Bereicherung unserer Publizistik u-sl wiidfriie jüdische Kulturarbeit ganze Volk auf das Leid reagiert, das einem zustößt. Dies bedingung zu jeder Einheitsgefühl ist Aktivität. Alice die Aufgabe, seiner — die Teile Vor- Jacob-Loewenson. 1. Böcherscliau Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des XII. Zionistenk ingrcsscs ln Karlsbad vom t. bis 14. Seplember 1921. Jüdischer Verlag. Das Protokoll des XII. Zionistenkongresses ist in diesen Tagen erschienen. Der spate Termin wird zur Genüge erklärt, wenn man den über 800 Seiten ׳ starken Band sicht, der diesmal die Verhandlungen unseres Parlaments wiedergibt. Der Kongreß war nach achtjähriger Pause zu;a׳nmcngc,reten und hat nicht wie sonst drei Tage, sondern 14 Tage verhandelt. Schon äußerlich lehren die Dauer des Kongresses und der Umfang des Protokolls die Oröüe und Bedeutung, zu der die Zionistische Organisation herangewachsen ist. Es kann hier nicht der Ort sein, auf den Inhalt des überaus sorgfältig ausgeführten Protokolls, das auch den Text des neuen Örganisationsstafuts enthält, einzugehen. Das müßte eine Abhandlung über sämtliche Zweige zionistischer Tätigkeit werden. Aber es soll darauf aufmerksam gemacht werden, daß wir mm neben Adolf Böhms klassischer ״Geschichte des Zionismus“, die die Theorie und Entwicklung des Zionismus schildert, ein zweites Werk haben, das in hervorragendem Maße imstande ist, in die gegenwärtige Arbeit der Zionistischen Organisation, ja, darüber hinaus in die ganze aktuelle Judenfrage einzuführen, — w— Unsere Aufgaben. Von G. Wunderlich. Schriften des Binjan Haarcz. Heft 3. Verlag des Bin;an Haarcz. Diese kurze, kaum 12 Seiten umfassende Broschüre, stellt in der Hauptsache zwei Forderungen: Die völlige Unabhängigkeit aller wirtschaftlichen Palästina-Unternehmungen von der Zionistischen Organisation, für die vielmehr das palästinensische Judentum cintrcten soll und die Begründung eines jüdischen Schulvcrcins, um die für den Aufbau des kulturellen Werkes in Palästina notwendigen Geldmittel zu beschaffen. Beide Forderungen werden in wenigen Sätzen schlagwortmäßig begründet, ohne daß der Verfasser sich mit da! doch auch ernst zu nehmenden Argumenten auscinandcrsctzt, die seinen Vorschlägen entgegen stehen. In ihrer gegenwärtigen Form diirttc die Broschüre zur Klärung der in ihr behandelten Fragen kaum beitragen. L. Amerika 1922. Von Hans Qoslar. Mit 10 Bildern von Hermann Struck. Ein Zionist berichtet über seine amerikanischen Reisecindrikke, ein anderer Zionist illustriert das Buch. Aber im Inhalt kommt eine jüdische oder zionistische Note kaum zum Ausdruck. Es sind interessante Rcisccindriickc, in denen aber das jüdische Problem kaum in gelegentlichen Zwischen- Bemerkungen Erwähnung findet. Dennoch ist das Buch auch für uns keineswegs ohne Interesse. Auf dem amerikanischen Judentum beruht zu einem großen Teil die Zukunft unserer Bewegung. Wie sollte es für uns nicht von Interesse sein, Näheres über das amerikanische Volk zu hören, das in engster Wechselwirkung mit den Juden Amerikas steht? Wie sollte cs uns nicht interessieren, zu sehen, wie in dem großen Schmelzticgcl Amerika alle Nationalitäten binnen kurzer Zeit sich als Glieder dieses amerikanischen Volkes fühlen? Wir finden hier manche Erklärung für Vorgänge im amerikanischen Juden hon der letzten Jahre. Der Stolz auf Amerika, der zuweilen chauvinistische Formen annimmt und der so leicht zur Aufgabe der eigenen nationalen Eigen• art führt, hat dazu beigetragen, in Amerika einen Zionismus großzuzichcn, für den das nationale Moment nicht immer die entscheidende Rolle spielte. Was Goslar über den Business-Charakter des öffentlichen Lebens in Amerika sagt, über die!!!!romantische auf das praktische Leben und die Realitäten der Wirtschaft gerichtete Art des Amerikaners, läßt in uns manches Verständnis dafür anklingcn, was die Schwäche, aber was auch die Stärke des amerikanischen Judentums ausmacht und worin seine Bedeutung beim Aufbau des Landes liegen wird. Aber schließlich Ist es ja für jeden, der den Aufbau Palästinas ernsthaft will, von größter Bedeutung, aus den gewohnten Verhältnissen des eigenen Landes hiniibcrziibiickcn und zu lernen, was andere Länder an sozialen und anderen Maßnahmen hervorgebracht haben, die für uns von Wichtigkeit sind. Amerika ist unbelastet von 1 Traditionen» die in Europa freies Leben erschweren I 7. Freie Jüdische Volkshochschule Berlin Vorlesungsverzeichnis Frühjahr 1923. Rabbiner Dr. Blei chrodc: Ta 1 rnud I e k t ü re, Fortsetzung. (Betl! Hainidrasch, Heidereutergasse 4, Montag und Donnerstag 7—8, 8 Abende, Beginn 12. Marz.) Oberkantor Guttmann: Aus der Entwick• lungsgeschichtcdcs synogogalcn Gesanges (mit musikalischen Erläuterungen). (Knabenschule Gr. Han!• Bürger Str. 27, Dienstag 8—0, 5 Abende, Beginn 13. Marz) Steifung der Musik im jüdischen Kultus. — Aeltcstcr Synagogengesang. — Piutiin im Mittelalter. — Verlaß des synagogalcn Gesanges- — Aufstieg in der Neuzeit. — Zusammenfassung. Dr. Itelson: Optimismus und Pessimismus' in der jüdischen Weltanschauung. (Lesehalle Fasanenstr., Montag 88 ,2/'9'—«/י Abende, Beginn 12. Man,) Optimismus und Pessimismus in eien verseil.edericn Rehgionen und philosophischen Systemen. — Die Bibel; Die Propheten. Hiob und Kohc.cth. — Der Talmud. Philo. — Die mittelalterlichen Rcligionsphilosophcn. —! Spinoza. — Die Neuzeit. — Ausblick. Dr. R. Kayser, Die Juden in der deutsches Literatur der Gegen vv art. (Lesclu.le Fasanen- Straße, Donnerstag 7>/»—8Val 6 Abende. Beginn 15. März.) Die allgemeine Uterar.sdw und soziologische Situation der jüdischen Autoren. — Die älteren Psychologen: Alten• berg, Schnitzler, Wassermann. — Die Uthiker: Landauer, Buber, Heimanu, Brod. — Die Lyriker: Mombert, Bor* chardt, Werfel, Laskcr-Sdiüler, Lhrenstein. — Die Pro saiker: Doblin, Kerr, Kraus, Kafka. — Die Dramatiker: Bccr-Hofmann, Kornfeld, Sternheirn, Rabbiner Dr. Löwenthai: Der Talmud und seine Bedeutung für das Judentum. (Lehr• anstatt, Donnerstag 71/3—81/2», 6 Abende, Beginn 15. März.) Die Gcisteskämpie auf den babylonischen Hochschulen. — Die Sittcrdchrc des Talmud. — Die l*oesic des Talmud, — Der Talmud und die Wissenschaften. — Der Talmud über das Verhältnis Israels zu den Völkern. — Die Schicksale des Talmud in der jüdischen Geschichte. Dr. Gerhard S c h o 1 c m: G c s c 11 i c 111 c der j ü dischen Mystik. II. (Lehranstalt, Donnerstag 8—9>'t, 0 Abende. Beginn 1. März.) Entwicklung der eigentlichen Scpliirot-Kabbala. — Buch Sohar. —- Die Kabbala bis zur Zeit von Safed. — Die lurjanischc Schule. Dr. Strauß: Die Judenfrage der Gegenwart. Ein Ucbcrb'iek über iiire Probleme. (Lesehalle Fasanenstraße. Dienstag 891'—2/י/'s, 4 Abende, Beginn 13. März.) Wirtschaftliches Problem (Wirtschaftliche Lage der Juden in den einzelnen Ländern; Wanderungen). — Politisches Problem (Antisemitismus und seine Abwehr, Zionismus). Kulturelles Problem (Kulturelle Stellung der Juden in ihrer! Ländern, hebräische und jüdische Kulturbcwcgung). Dr. mcd. Felix A. Thcilhabcr: Wirtschaftsgesell ichtc der Juden. (Lehranstalt, Mittwoch 71/3—8'/2, 6 Abende, Beginn 14. März.) Biblische und nachbiblischc Zeit. — Mittelalter. — Neuere Zeit a) Deutschland, b) Osteuropa, c) Palästina, d) Amerika), Rabbiner Dr. Warschauer: Ein Gang durch die jüdische Geschichte. (Lehranstalt Mittwoch 9—10, 6 Abende, Beginn 14. März.) Vorges ־!lichte und nationale Blüte des Volkes (bis 536). — Die Zeit des 2. Tempels. — Beginnende Zerstreuung des Volkes. — Entstehung des Talmud. — Die Juden im arabischen Kulturkreis. — Die Juden in den aulkmleutschcn Ländern Europas. — Die Juden in Deutschland. Sondervera n staltun g. 4 Vorträge (1200 M., Einzel• karte 400 M.) Dr. James Simon: Die Bibel in der Musik (mit musikalischen Erläuterungen). (Saal Synagoge Fasanenstraße. Sonntag vorm. 12—t, am 18. und 25. März, 15. und 22. April.) 1. Die Bibel, eine wesentliche Grund• läge der I Ländclscncn Oratorien. — 2. Havdn’s Schöpfung und Mendelssohns Elias. — 3. Biblische' Stoffe auf der Opcrnbiihnc. — 4. Psalmen und Sprüche (von Lasso bis Brahms). Hörer gebühren: 400 M. für den Kursus, im Vor• verkauf 350 M. Für Mitglieder der Hochschule, Jugend• vereine und Studenten ermäßigen sich die Gebühren uni 20 0/0. Einzelkartcn werden nicht ausgegeben. Karten für Hörer werden ausgegeben und Mitgliederanmelditiigcn cntgcgcngenominen in den Buchhandlungen: Bcas, Neue Friedrichstr. 69; Ewer, Charlotteiiburg, Knesebeck• Straße 53/54; Kedem, Qiariottcnburg, Dahl mann sfr. 8; Glücksmann, Alexamlerstr. 37a; Louis Lamm, Neue Friedrichstraße 61/62; Ostertag, Augsburger Str. 28; M. Poppdauer, Neue Friedrichstr. 59; Max Sdiiidbcrgcr, Sdiilhtr 3׳ S. Ju• rovicz, Kleine Präsidenfensir. 3; Vertag und Buchhandlung ״Or , Leyctzowstr. 25. In den Warenhäusern: Kaufhaus des Westens, Theaterkasse; Hermann Tietz, The!• tcr'1a«scn Son* «ll>c״uvküi,'t״c crtc״t ״n Sekretariat bei Goldman«, SW 47, Yorkstr. 88. Telephon: Lützow 472». Der Vorverkauf am 12, März, 8. 9. M:g er.''» H Ei't j, u!1 Slip 81 v di / Cr ,־ 5,1’• 1' at;1 d:,' fr , u; w m R pl 71' : Sti le. in ßr' J; si, I

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