Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 20 (9.3.1923)
- Date
- 1923-03-09
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Si«Jcr kchi und weih in Schrill.■ ■11s immer für ein:: rundbesh ten halt:,!01 in jQ. für eine:; santicniig Zutrauen, die Seite, ,ung; de: : will aber *und dem Uten rum nd staats■ eben, 1i£(l olitik getchaucndt gung ge• נל־עוד רב ja seit 1 brauclil ie durch und war /orschla״ nspruchs• ft genug, gerechtrngsmög- ,Palästina »s Land, eit sind.“ I Gegenit mittels II einem werden Sommer a liegen )20 sind deren n, russiastamfes cl-Awi«׳ an Jnfh :omman• bis 3h0 ־den i»J ersandt. 5cn 120 viihrcnd n. Des finden h Jab» ipräche. liko.). :migra• besteht 1c und tsrnuifl* nd der tutseil• Aufsatz des bekannten Journalisten Ben EUeser. gj'iicidt darin! 5<j vieles wurde in den letzten Wo dien über rv ’Weizmnnn und die Gcrückle über seinen Rücktritt ge- E!0C|U״ und geschrieben. Verschiedene Gründe wurden für 5‘;'!ie Drohung angegeben, die Führerschaft nicderailcgcn, •5'lere wiesen sogar schon auf gewisse Personen hin, die tfcirnniui ersetzen oder ihm bei der Arbeit helfen würden. Pef;jonis.isclie Füll rer wird am 24. Februar tiadi Amerika!,-cis.'ii und wird, bevor er England verläßt, vor einer bc- *חיderen Konferenz der englischen Zionisten sich äußern. j/G, Konferenz wirj diesmal von außerordentlicher Wichtigkeit ״;׳ sie wird nicht den gewöhnlichen Charakter der üblichen ['/!•■lauer zionistischen Konferenzen tragen, auf denen der fi'iircr einen Ucberblick über die politische Lage zu geben »fe-te unter gleitirei iger Aufforderung zur Verstärkung der (]cliisaniiuhingcn. Im Hinblick auf die finanzielle Krise wird jj(Se Aufforderung auch jetzt nicht fehlen, aber diesmal wird feinnami auch seine P.iinc über die Reorganisierung der ftiditigcn Departements der Organisation in London und in Palästina darlcgcn. Aul Grund meines Gespräches mit Weizjnn bin ich in der Lage initzutcilcn, daß er hier auf tiicser Konferenz dic.c Kampagne an mehlen und sic nachher K1 Amerika fortsetzen wird Oie Ansichten Dr. Wcizmnnns sind folgende: Der nächste * zionistische Kongreß wird zu entscheiden haben zwischen ' i'cinnann und dem System, das bis nun geherrscht bat Md das sich als Mißerfolg erwiesen hat. Wie ist jetzt die ‘Laje der Zionistischen Organisation hier und in Palästina?!'oc'cizmarwi und Sokolow leiten die politischen Arbeiten und;;3 dcrse.bcn Zeit aucli eine unermüdliche Agitation für den i Keren Hajessod. Weizmann muß als Präsident die Verant• iwriiin״ tragen für alle Departements. Er hat jetzt keine 1 richtigen Helfer, nicht für Finanzen, nicht für Kolonisation,!(!,«!*wenig für Aufbauarbeit in Palästina, Emigration usw. i,;i! Ausnahme einiger Fachleute, wie Dr. Haiperu, Dr. Ruppin ';k1 Kisch, die ihre Sache recht gut verstellen. Auf dem ־öcbietc der Finanzen, von dem jctz.t so viel abhängt, lut :;r ן io n ist i sehe Führer infolge des jetzigen Systems keinen 1 ,.Minister“, zu dem das ganze jüdische Volk vollstes Zu-!״men hätte. Weizmann schätzt alle seine Mithelfer und;verehrt sic. Aber die Zionistische Organisation ist jetzt kein ■ Molzen״, und cs ist unmöglich zu erwarten, daß er jedes •:;hr herumreisen soll, un für den Keren Hajessod zu agi- ■irren, um die Fehler der anderen in Palästina zu verbessern, i'cizniann sucht keineswegs melir Macht, er sucht aller die Udit, ein System bilden zu können, das ihm erlauben würde, je Arbeit in vielen Departements in kompetente Hände zu gen. Wenn unsere letzten Experimente in Palästina auf n Gebiete der Kolonisation erfolgreich gewesen sind, 90 :5 die Welt wissen, daß sic dies nicht der Leitung in ijstina zu verdanken hat, 9011■ lern dem Geist, den Keimt- »eii und der Qpfcrwilligkeit der Chaluzim. j Alle Fehler, die begangen wurden, alle schlechten Wege,;:,1t eingeführt wurden, sind ein Produkt des Systems, das! der hier noch in Palästina kompetente Menschen mit voller tVerantwortlichkeit designiert hat Nach der Laune einer Gaktion oder einer Föderation wurden hierher oder dorthin knschen delegiert, die nicht die nötigen Fähigkeiten besitzen, .!bi es aber solche kompetente Leute, die sich an der zio- . istischcn Leitung' beteiligen möchten? Ja, es gibt solche. ardi die Keren Hajessod-Arbeit können Menschen in unsere! .allen hercingezogen werden, wie Mr. Avigdor Goklsrnid ־«i Sir Mond in England, Untermyer in Amerika, Wassermn in Deutschland, Zadok Kahn in Frankreich, Visser in 10.1,ind und noch viele andere. Man kann sic aber nicht gewinnen mit Methoden ä la Mussolini, falls man keine י Armee hinter sich hat, audi nidit durch die sogenannten 'pcmokratischcn Lösungen, daß sic sich uns vorher als einfache!'».daten anschlicücn. Das wird nie der Fall sein, aucli nicht, : «cm man einen Weltkongreß cinberuft Sic werden einfach dit kommen. Diese Leute sind fällig, die Beschaffung der Geldmittel für Palästina zu übernehmen, und wenn sie Geld : wnmcln, muß man ihnen aucli einen Platz im Keren Ha-!;;:rxi.Direktorium cinräumen. Für die Arbeit in Ercz-lsrael i 11*1 Summen erforderlich, die nur Finanziers schaffen können. | i'i: mächtig die Labour-Party in England mit ihren Millionen 1; Zahlern auch sein mag, so kann sie doch nicht ihr Organ, jbn ״Daily-Hcrald“ so unterstützen, wie einige mächtige : : Tsgcszcitunrjcn mit dem Gekic, das ein einziger Finanzier Das ganze Volk muß den Ton angeben, aber wir . süssen den reichen Juden, die mit uns mitfühlcn, die Mög- 1'*Mt geben, mit uns zu gehen.! 1 : Der Weg, auf den Dr. Weizmann auf dem! Kongreß : ' ״«weisen wird, ist ein klarer: Man muß eine kompetente 1'.ung haben, die alles auf gesunde Grundlagen stellt Man viele prominente Persönlichkeiten zum Keren Hajessod!!״«nriehen n1!t Mitbcstimnmngsrecht im Direktorium, und f solche Weise eine kompetente Jewish Agency vorbcrcitcn.;׳ädilier erst kann man an die Vorbereitungen des Welt- ‘or-,;rcsscs denken. Dr. Weizmann wird sicherlich bald auf j* Opposition der Anhänger des jetzigen Systems, von An■ , ,־”fern aller Art ״Demokratie“ und des sofortigen allge- Bdiicn Weltkongresses stoßen. Der Kongreß wird aber zu ®scheiden haben zwischen ihm und Sokolow auf der einen ,-’f ihren Gegnern auf der anderen Seite, und Dir. Weizmann *ird weiterhin die Verantwortung für die Leitung nicht über- 6Amen, wenn alles beim alten bleibt. Ein ganz ähnliches Interview brachte das New Yorker »Jewish Mornlng Journal“.!' Welzmanns Dementi. 1 ״ Das offizielle Bulletin Nr. 207 (13. Februar 1923) brachte i; *"Sende Erklärung Weizmanns: 1 t >Jn einem Artikel, der in der ״Jewish Times“ vom 9. Fe- | 'jr'ISr erschien, werden gewisse Mitteilungen gemacht, die j' [?Clllc Ansichten und Anschauungen über verschiedene Frage« j .tr Ü0nisti9cl1cn Bewegung wiedergeben sollen. Im habe; “*[ Laufe einer allgemeinen Unterhaltung mir das allgemein! 51?«tandene Bedürfnis einer Reorganisation gestreift Idi; ^"sche aber, festzustellcn, daß einige der mir zugeschricbenen! 0״ißeningcn überhaupt niclit von mir gemacht wurden,! Nltt״d andere 90 völlig mißverstanden wurden, daß idi! W5 Verantwortung für sie ablehncn muß.“ Amerikanische Forderungen an den Kongreß ״The New P a I cs t i n e" veröffentlicht am 16. Februar einen ״Ein konstruktives Pro!׳ramm" überscliriebencu Aufsatz, dessen wichtigste Stellen wir nachstellend veröffentlichen. ״Ohne auf die Einzelheiten des Interviews mit Dr. Welzmann einzu״ei1en, das in der lcizten Woche im ״Jewish Morning Journal‘1 erschienen ist — Os war im ״New Paicsiiuc“ äbgcdruckt —, ist es doch klar, daß in verantwortliehen zionistischen Kreisen die Ueberzeugung wächst, daß radikale V'crwnltungsrcformcn in zionistischen Angelegenheiten notwendig sind, wenn wir imstande sein sollen, unsere Arbeit wirksam und wirtschaftlich durchzuführen und die jüdische Oeficnilichkeit von unserer Fähigkeit zu überzeugen, das Notwendige zu tun, um die Grundlagen des jüdischen Natonalheims zu legen. Es ist den meisten von uns klar, daß die Entwicklung der Zionistischen Organisation Symmetrie und Ordnung vermissen läßt . . . Offenbar muß das System einer geteilten Exeku t i v e aus u n gef ä'h r ^Mitgliedern, von denen die eine Hälfte in Palästina, die andere in הסתדרות //החלוץ" העולמית בשעת פתיחת הועידה העולמות של ה״חלוץ" עורך מרכז הסתדרות העולמות ״החלוץ״ ביום ראשון כ״ד אדר 11 למרץ ש״ז באולם לוז׳נהויז 10 KicUtstraßo |k ף tj mm לזכר הגנת תל־חי בחדש אדר תר״ם ינאמו: ה״וו ז• רובשוב׳ הלויגזון. ח-אורלוזורוב ובאי כח של הסתדרויות שונות. ההתחלה בשבע שעות בערב• ה ב נ י ס ד. ח ם ש י ה• Weltorganisation ״Hechalttz“ Mit der Eröffnung der Weltkonferenz des ״Ilcchaluz“ veranstaltet das Centralbiiro des ״Hcchaluz" am 11. März (24. Adar) d. Js. im Logenhaus, Kleiststraßo 10, ein« Tel-Chai-Gedenklefer zu Ehren der Tel-Chai-Kfimpfer im Adar 1919 Es werden sprechen! die Herren S. Rubaschow, Z. Lewinsohn, CL Arlosoroil und Vorsteher verschiedener Organisationen. Anfang 7 Uhr abends Eintritt freil Seite 117 machen wurde, die auf Grund ganz bestimmter Bedingungen in den Wirtschaftsrat kommm sollen. Der Wirtschaftsrat ist von der Exekutive zu ernennen, und zwar auf eine Reihe von Jahren, und er sollte eine so feste Autorität erhalten, daß er zu dein finanziellen Führer und Förderer der Eilt* Wicklung Palästinas werden kann. Die Beziehungen des Keren Hajessod und des Jüdischen Nationalfonds zur Exekutive muß ebenfalls ernstlich erwogen werden. . .. Es leuchtet ein, daß drei nebeneinander arbeitende Apparate (Zionistische Ol ganis.ation, Nation,alfomls, Keren Hajessod), von denen jeder seine eigene Propaganda und seine eigene Geldaufbringung führt, zu ungeheuren Aufgaben, zu einer Verdoppelung der Organisation und zu Verwirrung in der Arbeit tühren muß. Das darf nicht so weiter gehen. Das Budget des Keren Hajessod wird bis jetzt vom Kongreß fcstgestellt. Es wird abgestimmt unter allgemeinen Gesichtspunkten, wie Erziehung, Kolonisation, Sanitätswesen usw. Natürlich führt die Feststellung des Budgets durch einen Kongreß von Schckel/aldcrn, die unter Bedingungen zusammentreten, bei denen Demonstrationen-an der Tages* Ordnung sind und wo die Delegierten keine offizielle Veraiitwortung haben für die Erklärungen, die sic über die Möglidikeit der Gcklauibringuiig abgeben, zu einer Ungleichheit in der Aktion und zu unrichtigen Urteilen. Kein gesundes Finanzsystem kann unter diesen Umständen entwickelt werden. Es muß möglich sein, vordem Kongreß eincSitzung von Vertretern derjenigen Organisationen zusammenzurufen, von denen man die Aufbringung der Fonds erwartet, um von ihnen vernntwortlichc Aeußerungen über die Möglichkeiten der Aufbringung zu erhalten und daß diese Landesverbände dem Kongreß ihr Urteil in Beziehung auf die Aufbriiigungsmög-.. lichkcitcn im kommenden Jahr vorlcgcn. Auf der Basis dieser Darlegungen sollte dann das Budget unter ßcrücksichtigung des Berichts der Exekutive über die notwendigen Ausgaben festgesetzt werden. Die im Kriege entstandenen Bedingungen haben dazu geführt, daß in den Zeiilraipunktcn der Organisation ständig große Gcldsanuneiaktioncn geplant und von ihnen aus geleitet werden. In zahlreichen Ländern ist die Unabhängigit der Landesverbände durch eine überflüssige und London wohnt, geändert werden. (Es handelte sich um ein plumpes Kompromiß, um sich mit der durch die Existenz der unerwünschten Zionist Comm'sslon geschaffenen Lage auseinanderzusetzen.) Es Ist das ein sehr lästiges Arrangement. In Angelegenheiten von höchster Wichtigkeit ist die Autorität geteilt. Das führt zur Unklarheit in der Tätigkeit und in der Politik. Der nächste Kongreß wird, wie wir hoffen, eine kleine Exekutive wählen, mit einer vollständigen Verantwortlichkeit gegenüber dem Parlament, aber mit Handlungsfreiheit in der Zeit!zwischen den Kongressen... Die Exekutive, die für die politische Propaganda und die organisatorische Arbeit verantwortlich ist, muß auch für die Arbeit in Palästina verantwortlich sein. Diese Dinge gehen ineinander über. Auf der Karlsbader Konferenz Im letzten Jahre wurde der Vorschlag gemacht, aller leider nicht angenommen, daß, wie cs einen High Commissioner in Palästina gibt, der dort die britische Regierung durch Vermittlung des Colonial Office vertritt, cs ebenso einen ernannten jüdischen Beamten geben soll, der die Zionistische Organisation durch Vermittlung der Zionistischen Exekutive in gleicher Weise vertritt. Der Sitz der Exekutive muß in London sein. Er sollte nicht vom Kongreß gewählt, sondern von der Exekutive ernannt und ihr verantwortlich sein. Auf diese Weise kann eine einheitliche Politik für Palästina sichergestellt werden, und diese Politik wird nicht unter der ständigen Kontrolle der aufgeregten jüdischen Bevölkerung Palästinas stehen. In Beziehung auf die palästinensischen Juden wird der jüdische High Commissioner in Verbindung mit dem Waad Leumi stehen und würde seinerseits die wichtigsten Departement-Chefs ernennen. In den letzten zwei Jahren war die Exekutive kein homogener Körper. Sic führte keine Existenz wie ein Komitee mit regelrechten Zusammenkünften und gemeinsam gefaßten Entschlüssen. In Karlsbad im letzten Sommer wurde gesagt, daß die Exekutive als Gesamtkörperschaft seit ihrer Wahl im vorigen Sommer nicht zusammengetreten sei. Die Mitglieder der Exekutive haben gehandelt, als ob sie ihr gegenüber keine Verantwortung hätten. Dr. Weizmann hat die größten Schwierigkeiten gehabt, eine Einheitsfront selbst m politischen Angelegenheiten in der allergcfähriichsten Periode aufrecht zu erhalten. Dieses System führt zu einem Zusammenbruch der Autorität. Eine kleinere Körperschaft, eieren Mitglieder sämtlich in derselben Stadt wohnen, wird den zionistischen Premierminister in Stand setzen, die Exekutive nach der Art l-lncs Ministerkabinetts zusammen zusetzen, das gemeinsam in gegenseitigem Verständnis arbeitet und das seine Autorität im Namen der gesamten Verwaltung ausübt. Der Status des Wirtschaftsrats muß erneut geprüft und seine Funktionen klargcstcllt werden. Er ist nicht zu jenem Zweig der Exekutive geworden, der über finanzielle Unternehmungen von nationalem Charakter die Kontrolle ausübt. Es fehlt jhm bestenfalls die Form einer arbeitenden Vcrwaltungskörpcrschaft. Seine Mitglieder sind in verschiedeneu Ländern zerstreut. . . . Wenn der Wirtschaftsrat die wichtige Aufgabe in der Zionistischen Organisation ausführen soll, zu der er begründet wurde, so darf er nicht in einem leeren Raum von unbekannten Funktionen arbeiten, sondern als eine klar umschricbene Institution mit finanzieller Macht. Der Jewish Co• loniai* Trust soll unverzüglich in die Holding Company um gewandelt werden, in eine Muttcrgcscllschalt, von der finanzielle Unterstützung und Leitung in eine Fülle von halböffentlichen oder sorgfältig überwachten prlvaten Unternehmungen von größerer Bedeutung fließt. Die Mitglieder dieses Komitees sollten nicht vom Kongreß gewählt werden, weil das die Wahl Von solchen Männern unmöglich k e i verwirrende Beeinflussung von den Zentren aus unterminiert worden. Es sollte unsere Aufgabe sein, uns mehr und mehr bei der Oeldaufbring.ing auf die Landesverbände zu stützen und die Leitung dieser Aktion von einer Zenträfe aus so sehr als möglich zu reduzieren, da diese selbst unter den besten Bedingungen nur theoretische Unterstützung gelier! oder die normalen örtlichen Untcrnchmungen und Instruktionen stören kann. Was wir von der Exekutive haben könnten, aber nicht erhalten haben, ist jene geistige Hi!fef jene Stärkung einer intellektuellen geistigen Führerschaft, jene Kenntnis der Verhältnisse, die zur Aufrechtcrhaltung des Interesses erforderlich ist, was also von Wichtigkeit ist für eine internationale Bewegung und eine intcrnationale Organisation. Eine internationale Bewegung, deren Internationalität nur darin besteht, daß eine zentrale Leitung die Aufbringung der Mittel leitet und dirigiert, führt zu einer Art von Organisation, die keine reale Bedeutung von einem internationalen Standpunkt aus hat. Mehr und mehr sollte eine natürliche Führerschaft in Gedanken und in der Vertretung des Zionismus und der zionistischen Propaganda von den Leitern der Bewegung kommen. Weizmaun hat in seinem interview von der schwächenden Wirkung der Fraktions-Rivalitäten und von der ungehörigen Hartnäckigkeit von Gruppen und Parteien gesprochen, die ihre Vertretung in der Exekutive und den Verwaltunps* körpcrschaftcn verlangen. Es ist das nur eine Form des Ucbcls, das aus der zionistischen Bewegung ausgerottet werden muß. Die erste Quelle des Ucbels in der Zionistischen Organisation liegt nicht allein darin, daß die Fraktionen und Gruppen Vertretung verlangen und auf ihrer Anerkennung bestehen, weil solche Anerkennung verhängnisvoll für eine wirkliche Verwaltung sein muß, sondern dieser selbe fraktionäre Geist zeigt sich bei jeder Gelegenheit, wo man sich weigert, sich zu unterwerfen, wenn die Entscheidung der Majorität gegen die Fraktionsprinzipien verstoßt. Wir haben in der Zionistischen Fraktion in Wirklichkeit die Herrschaft der Minorität. Es ist keine Herrschaft der Majorität, weil zu jeder Zeit irgendeine Partei oder eine Fraktion, die mit ihrem Austritt droht, von der Majorität sofort Vorschläge für ein Kompromiß erhält. Diese Kompromissc führen nun Eindruck einer Unklarheit und eines Mangels an Kraft in der Zionistischen Organisation. Die Zeit wird kommen, und wir hoffen, daß sie sehr bald kommen wird,_ wo die Herrschaft der Majorität als fundamentales Prinzip in der zionistischen Bewegung angesehen werden wird. Es besteht kein Zweifel daran, daß die finanzielle Krisis, durch die wir jetzt hindurchgellen, überstanden werden muß. Energische Arbeit in den nächsten Monaten wird eine Erneuerung des Glaubens und des Vertrauens herbeiführen....“ Am selben Tage ist auch in dem jüdischen Organ der amerikanischen Zionisten, ״Das Jiddische Volk“, ein Artikel erschienen, der inhaltlich dieselben Forderungen vertritt ״Der Jude“ Eine Monatsschrift. Herausgegeben von Dr. Martin Buber, im Jüdischen Verlag, Berlin NW 7, Dorotliecnstr. 35. Das 2. Heft des VII. Jahrgangs ist soeben erschienen und hat folgenden Inhalt: Paul Amaitn, Die Lebensprobe (Zur Kritik der politischen Einsicht des nationalbewußtcn Judentums in Deutschland); Oskar Karbacb, Das Oktroy der jüdischen Emanzipation (Aus ״Theorie der jüdisdien Assimilation“); David Ko i gen, Auszug; Hermann Weil, Perez, (Aus einem zur siebenten Wiederkehr seines Todestages gehaltcncn Vortrages); Franz Rosen zweig, An Zion (Ueber- Setzung der Klage des Je'rvuda Halcvi zum neunten Ab). Bemerkungen: Simon Ernst, Elieser Ben Jehuda; Robert Weiß, Die Eigenarbeit als ökonomische Notwendigkeit der palästinensischen Wirtschaft Umschau: Siegimmd Kaznclson, Rückblicke; ArjeW Tartakower. Die palästinensische Genossenschaft und ihre gesetzliche Regelung; Richard Koch, Da.s freie jüdische Lchrliaus in Frankfurt am Main; Samuel Rappaport, Eine neue hebräische Anthologie. Abonnementspreise pro Quartal: Deutsch-!and M. 2000, Oesterreich ö. K. 10000, Tschechoslowakei Ke. 10, Polen Mp. 3500, Ungarn 11. K. 350, Bulgarien Lewa 35, Rumänien Lei 35, Jugodavien Diu. 18, Schweiz Fre. 1,80, Holland Hfl. 1, Fraukreidi und die Länder mit franz. Valuta Fre. 4, England und die Länder mit engl. Valuta sK 1/6, Amerika Dollar 0,40, Italien Lire 6, Litauen Lit 2,50. Berichtigung. Bei Aufzählung der zur Vertretung des Deutschen Landesverbandes ״Hcchaluz" atii der stattfindendeu Tagung des Wcithcchaluz gewählten Delegierten muß statt Chajim Ariosoroff Gerda Ariosorolf neißen. H es )־־ N 1 j1׳ 1 11. T «!M ‘ e 1 vv' ir! ל V tu' a׳ t:i; ■e .! ei ) ■• d isi,יי a 1!־נו ö'a. A K> ■ 11'. ■1' 1;1■! '!