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Jüdische Rundschau · 1923-03-06 · Heft 19 (6.3.1923) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 19 (6.3.1923)
Date
1923-03-06
Page
– (sequence 5)
Language
German
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V) Nr.10 frei( ן:."• 1‘d ‘:W ■ di; ־ ,v׳dI1!^ « 'Cs V03 J f i U il JT ' :fulirt, (Uri privatwii't. ' i\ur (נ..ן 1110'ז>! Ult weiden! Siehe![!:;!' ז,):’:י nicht! ס",-;,. j eint, ,k. U c;.jj i der Vor. ' tutes Ver.! *11'-־ muß I mite Höhe , oder fO,;f j 5 dies ciן ״ noch dazu : Ile Sicher. daß der 1 üben soll,! Situation,; ich heute : doch dcr, eu Werte n Siedler heran:. L. meint, dun,״ der tm nichts Palästina ter a!!״e. 1 Es hiellj, ' einzelne tu geben,! ׳ehr doch an Frage : auplun; ag mach!, halt und ׳islicrigcn n ״neue'1 1mg vc.ו denen L, 3Ihnen in aliriinge.i und trotz irundlagc der Zeit dessen d For.ds der» ein lon 1003 es sich Heute Hajessod losscnen en, dis heu und rden, im gen auf r ersten /.u ver-!!geführt rJ eine großen Abschluß ird eine sowie d Odud nit dem ur Ver• nn wird n wirk•;:önncii, ncntlich rt sein System Denn!» Teil beuiitzt denn Jen, als dieser ist die ׳ abgc• ׳de, a!s b vom es tie geführt n (und hlung)- Boden•;!!',tfeh• .':;ehe« . Vor• deren: ei! ab Zinsen weis;roßen h gar notige in wir al die 1 weit ,linkte sn ist Rentabilität möglich, so wird erst dann Jene Basis ״ffreben sein, von der aus wir an das Finanzkapital werde« ,npdlieren kömicii. Achniieh hat Oppenheimer schon 1905 uririimciitiert, a’s er den Versuch mit der Sicdlungsgenossciijcliait auch deshalb empfahl, tim den Erweis der Rentabilität IU fuhren und so die ״Kreditbasis“ zu schaffen. Aus diesem Grunde müßten auch jene, welche den Vorjtlü.if׳ von L, trotz aller Einwände dagegen, für ausführbar!!alten, im jetzigen Zeitpunkt für die unveränderte kolonijatorischc Arbeit des Keren Hajessod, wie sie derzeit geführt ‘wird, eintreten. Es ist aber zu fürchten, daß die Unzeit- ״C]]1;׳iße Kritik an diesem System, die L. übt, die gegen־;1tti״cn Sammlungen eher schädigt. ... Auf die anderen Bemerkungen von Li.׳ will ich nicht ein- -reiten, weil sie nicht zur Sache gehören. Was soll der Umstand, d..ß infolge der Geldentwertung in Deutschland. Iicrvorgernfen durch Krieg und sonstige außerökonütnisem. Gewalt, sowie infolge der Micterschutzgcseizfrebung, die 6 «,0׳ Zinsen der P. L. D. C.-Aktien heute •den ׳ Wert einer Miete für eine Filnfzimmcrwolmung in Deutschland repräsentieren, für Irgendein wirtschaftliches System beweisen? Gegen wen sol| ferner das Erinnern an Hcrzls Pläne von der produktiven Erschließung Palästinas und Abkehr von der Wohltätigkcits- Wirtschaft sich richten? Gibt es — wie schon bemerkt — (inen Zionisten, der nicht dasselbe wollte? Aber weiß L. nicht, daß unsere sogenannte ״WohltätigUcitswirtsdiaft“ hervorgewachscn ist aus dem Kampf mit grundlegenden Problemen, z. B. dein der Sicherung der jüdischen Arbeit, dem der richtigen Betriebsform für jüdische Landwirtschaft in Palästina, ferner jenem, das darin besteht, daß man die Kosten für Urbarmachung verwüsteten Landes nicht den Siedler bezahlen lassen kann usw. Und dabei leiden wir immer an einem katastrophalen Mangel an Mitteln, der verursacht, daß wir wirtschaftliche Konsolidicrungsmaßiiaimicn selten im geeigneten Moment treffen können, so daß sehr viele Defizite in der Kolonisation aus keiner anderen Ursache stammen, als daß einfach die Mittel nicht da waren, das' Nötige rechtzeitig zu tun. Sehr lehrreich hierfür ist die hebräische Broschüre von Jakob Elter über die Leidensgeschichte der Kwuzoth ( כ״־רינ., החקלאיים ) Es geht übrigens nicht gut an, von ״Wphllätigkeitswirtschaft“ zu sprechen, wo die arbeitenden Siedler nicht nur nichts geschenkt bekommen, sondern kaum einen solchen Lohn, der zur dürftigen Erhaltung reicht und ihrer Leistung «ntrpricht. L. meint wahrscheinlich das, wa? die Rcorganisationskom• mission ״full cquipinent" nannte. . Dies, geht aber nur dann zu ändern, wenn die,Siedler über. Eigenkapital, verfügen, hat also mit der von L. behandelten Frage gar nichts zu tun. Denn auch er denkt nur an idealistische Siedler ohne Kapital. Das speziell palästinensische und speziell jüdische Problem, das wir zu bewältigen haben, kann nicht durch einfache privatwirtschaftüche Methoden gelöst werden. Das weiß La wie jeder Zionist, selbst, und deshalb kann ich nur nochmals sagen, daß cs seine Sache wäre, auf Grund aller Erfahrungen (auch jenen mit den gemachten Fehlern) das von ihm vor• geschlagene System auch als das richtige nachzuweisen. י A. B. JU ED IS CHE RUNDSCHAU Seite 111 Die Lage der Fischzucht in Palästina Wir entnehmen diese’ Darstellung der vorletzten Nummer des ״Kuntres". Sie zdgt deutlich, wie schwierig jeder Schritt der Produktrvierung ist, auch auf Gebieten, auf denen ein ■Erfolg •von •vornherein sicher ist. Zur Zeit der Türken' hat ׳sich die Fischzucht im Lande nicht entwickelt, denn die Regierung'verpachtete die Fischereiplatze am See Kincrcth und am ־ Mittelmeer an Pächter, und diese nahmen von den Fischern 20 «/» des Fanges und verpachteten ihnen auch ihre Kähne und Fischcreigcräte. Die Transportwege waren schlecht und zur Zeit, wo ein Rotel Fische am Kinerethsee 2 Fres. kostete, kamen sie in Jerusalem und anderen entfernten Orte» auf 4—5 Fres. Der Fischfang war ,primitiv und befand sich -ausschließlich in Händen der Araber. . An der ganzen palästinensischen Meeresküste ׳ gibt es keine jüdischen Fischer, nur in Tlberias am •Kinerethsee gab e» vor dem Kriege an 50 jüdische Fischer. •Im Krieg wurde ein Teil vertrieben, einige kehrten zurück, jetzt sind cs etwa 20, alle Sephardim. Meist haben •sie keine eigenen Geräte und arbeiten in Kompagnie mit arabisch&1 Fischern oder mieten sich von ihnen fallweise Qeräte. Gefischt wird am Kinerethsee nur im Winter, in den Sommermonaten müssen die Fischer anderen Verdienst suchen: einige sind als Träger tätig, einige gehen in benachbarte Anstellungen ar• beiten oder eröffnen einen kleinen Laden. Nach der Eroberung des Landes und besonders nachdem die Regierung die schwere Steuer aulhob, begann man *ich für diesen Wirtschaftszweig zu interessieren, ln Tiberias wurde eine Genossenschaft gegründet, die sich aus 10—12 dort ansässigen scphardisehcn Fischern zusammensetzte und ״egen Bürgschaft sich Fischereigeräte anschaffte. — Die Genossenschaft arbeitete ein volles Jahr; »le hatte jedoch keinen Eriolg und löste sich zu Anfang des zweiten Jahres *nf: die Saison war in diesem Winter infolge starker Stürme ״־n Kineretbsec sehr schlecht, und der Verdienst klein. Nebenverdienst am Orte gab es nicht, auch paßten die Leute nicht gut zusammen. Der Kinerethsee ist reich an Fischen, besonders Sardinen, die mau konservieren und in kleinen Büchsen auf• bewahren kann. Man prophezeit dieser Branche am Kincrcth• tec eine schöne Zukunft, doch fanden sich noch nicht die Menschen, die sich in gehöriger Weise damit befaßt hätten. Auch am Mitteimeer wurden in den letzten drei Jahren 'on uns einige Versuche gemacht: In Jaffa wurde eine kleine Kwiszah von 12—13 Mann gegründet. Sie arbeitete einige Monate und hörte dann auf, weil sie damals vom Generalrechter abhing, der von ihnen eine hohe Pacht bekam und keine Geräte hatte. Ueberdies konnten sich diese Leute ä״f andere Weise fortbringen und hatten keine Lust, die tisclicrei fortzusetzen, die große Ausdauer erfordert. Nach etwa einem Jahre kam ein bemittelter Manri ins Land, ('tr sich zur Zeit des Krieges in Aegypten mit der Fischerei hsscliaftigt hatte. Er brachte sehr gute Geräte und auch Gwa 20 qualifizierte ägyptische Fischer mit (er wollte auch Juden auinchmen, fand aber keine) und beabsichtigte, haupt• 4'chiich eine Fabrik für Fischkonservicning zu gründen. ו1»א einigen Monaten, während der er etwas Geld verloren htte, verließ er das Land. Die Gründe *einer Mißerfolge waren: 8 c , 1. Mangel an Fischern, die dauernd lind mit Interesse ihre Arbeit taten; denn die Aegypter wechselten tag• lieh 11r.il bedurften besonderer Beaufsichtigung,. 2. Mangel .in genügenden Mitteln, um diesen Zweig und einen Fahrikhetrieb zu entwickeln. 3. Man mußte Salz aus Aegypten bringen Und dafür Zoll zahlen. Ungefähr im selben Jahre wurde 111 Atlith eine Fischereigcnosscnschaft von etwa 10 demobilisierten Soldaten des amerikanischen Regiments gegründet, Sic steckten iii das Unternehmen mehr als 1000 Pfund, kauften sich gute Geräte, arbeiteten etwa ein Jahr und zerstreuten sich dann, nachdem sie viel Geld verloren hatten. Die Ursache: 1. mir zwei von den zehn Genossen kannten halbwegs das Fach, die Geräte, die sie anschafften, waren nur für Binnenfischerei geeignet, wirkliche Fachleute, die sich ihnen abgeschlossen und Ihnen geholfen hätten, landen sich nicht. 2. In dem Orte — Atlith —, den sie für die Arbeit wählten, herrschte Fieber; es gab Zeiten, wo von den zehn Genossen nur zwei 111 Atlith waren, während die anderen in verschiedenen Krankenhäusern lagen. 3. Es gab keine Nebenbeschäftigung für die Zeit, wo man nicht fischen konnte. Diese Umstände brachten den Versuch zum Scheitern: nach einem Jahr des Leidens und der Anstrengung wurden diese Männer, die voll Hoffnung und Tatkraft an ihre Arbeit herangetreten waren, gezwungen, den Ort zu verlassen und sich zu zerstreuen. ' Man machte auch den Versuch, einen Fischcrcifachmann aus Saloniki herzubringen. Nach langen Verhandlungen und nach Beteiligung an den Rciscauslagcn kam er mit seiner Familie. Er war ein großer Fachmann in der Binnenfischercl, wie cs auch unter den Arabern in den Mlttelmecr• hüten wenige gab. Um seinen Arbcitszwelg zu crganisic• reu, brauchte er noch einige ebenso ausgcbildete Fischer, die mit ihm weit im Meer draußen fischten. Es schlossen sich ihm zwei Fischer aus Tiberias an, waren aber nicht ״ceignet. Nachher ging er zu der Genossenschaft in Atlith, bekam aber dort sofort ein starkes Fieber und lag einige Monate im Krankenbausc. Als er gesund wurde, löste sich die Genossenschaft gerade auf. Gesellschafter fand er nicht, und bis zur nächsten Fisdicreisaison dauerte es noch einige Monate, irgendwelche Mittel hatte er nicht, und so war er gezwungen, schwer enttäuscht, das Land zu verlassen und nach Saloniki zurückzukchrcu. Das sind die unglücklichen Versuche, aber dieser Wirt• schaftszweig hat am Kinerethsee und am Mittelländischen Meer eine große Zukunft. Hunderte von Familien werden in Zukunft davon leben können. In Verbindung mit dem Fischfang wird sieb auch die Fischkonservicrung entwickeln, welche auch viele Familien wird beschäftigen können. Wenn auch alle bisherigen Versuche scheiterten, so haben wir doch viel aus ihnen gelernt: die Hauptbedingung für den Erfolg ist: sachverständige, arbeitsbeflissene Fischer, die bereit sind, die Schwierigkeiten der ernsten Zeit mit Geduld zu tragen. Noch eine Bedingung gibt es, die wichtig und die elementare Voraussetzung dafür ist, den In diesem Zweig tätigen Menschen eine sichere Basis zu geben: Fischer- Siedlungen am Mecrcsstrand; jeder Fischer oder die ganze Fischereigenossenschaft wird kleine landwirtschaftliche Be• triebe haben ,müssen. Das wird dem Fischer die Möglich, keit geben, sich an jenen Tagen, wo cs keinen Fischfang gibt, oder keinen, der die Arbeit lohnt, im landwirtschaftlichen Betrieb zu betätigen. Im Laufe der letzten drei Jahre kamen einige Leute ins Land, die gewisse Routine auf dem Gebiet des Fischfangs haben, manche gelten zum Teil als Fachleute. Auch die Sephardim, die von Tiberias hatten fort müssen, sind zurück• gekommen. Wie wichtig wäre es, wenn sich alle diese zusammentäten und zum kommenden Jahr eine Fischereigcnosscnschait gründeten. Die Arbeiterorganisation und die zionistische Leitung würden sic sicher unterstützen, denn jeder wesentliche Schritt auf dem geebneten Weg dieses Wirtschaftszweiges ist für uns sehr wichtig. Die Bautätigkeit In Palästina In Nr. 13 dieses Blattes Ist eine Ucbcrslcht über die im letzten Jahre ln Palästina ausgeführten Bauten gegeben worden. Als interessante Ergänzung dazu bringen wir aus einer genauen Untersuchung des Departements für Handel und Industrie der Zionistischen Exekutive (M. Tischby) einige Daten über Baukosten und anderes. Die Verliäliniszahlcn der jüdischen Baubetätigung der letzten drei Jahre sind 1:16:40, jene der für diese Importierten Zementmengen wie 1:3:4. Bezüglich der Baukosten entnehmen wir dem Bericht einige markante Beispiele. Jerusalem. Bone Bajith (im Südwesten der Stadt), 290 Dunam Parzellen von 1'/! und 2 Dunam, Kaufpreis 21 Pfund pro Dunam. 5 Hntisiypcn, Kosten verschieden, je nach dem Material, 1 Zimmer (Kosten 400—410־ Pfund), 2 Zimmer (346-739 Pfund), 3 Zimmer (618-1212 Piund), 5 Zimmer (944-1151 Pfund). Baumaterial per Kubikmeter: Silikatricgeln 1.10 Pfund, roter Stein 1.25 Pfund, behauener Stein 1,40 Pfund. Durchsdmitiskosteu eines Quadratmeters Boden fläche 7—0 Pfund, eines Quadratmeters flachen Daches 1.55 Piund, eines Quadrat• meiers Straße 54 Piaster. Durchsclinittslohn: Spezial,׳irbeitcr: 50—100 Piaster, gewöhnlicher Arbeiter: 25—30 Piaster. Tcl-Awiw, Mechosrei Diroth (Viertel für die aus Jaffa vertriebenen Wolimmgslosen) auf 137 Dunam Nationalfondsbodcn. 200 Häuser für 200 Familien. Bei 150 Häusern Darlehen der General Mortgage Bank der Z. O. (Durchschnittspreis des Bodens 125 Pfund per Dunam.) In Tcl-Awiw ist der Höchstpreis von Boden 700 Pfund per Dunam. Ein Haus mit 2 Zimmern, Küche kostet 200—213 Pfund, mit 3 Zimmern, Küche kostet 200 bis 300 Pfund. .... Haifa. Hadar •Karmel. Die Qiiadralclle kostet 30—35 Piaster. Kosten des Hauses 103 —250 Pfund (Holzbaracken). Tiberias (Adiusath Bajith, auch Kirjath' Schmuef ge• liannt): Boden von der 1CA günstig erworben. Darlehen von der Zion. Hypothekenbank. Kosten der Häuser: 1 Zimmer, Küche 203—220 Pfund, 2 Zimmer, Küche, Badezimmer,Veranda 420-430 Pfund, 3 Zimmer, Küche, Badezimmer, 2 Veranden 650-675 Pfund. Rischon le Zion: 1 Dunam 25—50 Pfund (Höchst• preis in der Kolonie 100 Pfund). 23 Häuser von 40 vom J. N. F. und Keren Hajessod erbaut. Kosten ungefähr wie bei Tiberias. Dies sind nur einige Beispiele aus dem vorliegenden reich• taliigen Material. , , 4• , ..... >•,י , ׳ r! י m w>i «.Wi IclSl Der Arbeits markt im November. Die Bautätigkeit hat während der Sommer• und Herbst• moiiate alle gelernten und ungelernten Arbeiter beschäftigt. Dadurch entstand in manchen Zweigen Mange! an solchen Arbeitern, dem dadurch abgehoben wurde, daß man 425 Zimmerleuten, Kunsttischlern, Tischlern, Schmieden, Schlossern, Maurern, Bleiarbeitern, Steinbearbeitern, Betonarbeiten), Stukkatur,irbcitern und Zimmcnnalcrn die Ein• Wanderung gestattete. Es kamen bisher ungefähr 150, die übrigen werden noch vor Ende des Jahres erwartet. Um der Nachfrage in den nächsten Monaten zu genügen, wurde auch die Einwanderung von 1000 ungelernten Arbeitern, 50 Hilfszlmmerleutcn, Tischten!, Kunsttischlern, 20 Hilf»- mnurern, 20 Bäckern und Zuckerbäckern, und 20 weiblichen Dienstlcuten die Einwanderung erlaubt. Die Zahl der jüdischen Arbeiter. Der ״Pitikas"*) veröffentlicht eine genaue Unterstfebunfj der Lage der Arbeiter, die von einer Kommission der allgemeinen Arbeiterorganisation durcligcführt wurde. Wir entnehmen daraus u. a. eine Statistik der jüdischen Arbeiter, aufgenommen am 10. September. (Diese ist nicht ganz vollständig, weil nicht von allen 114 Arbeitsorten die Fragebogen beantwortet wurden.) Insgesamt wurden gezählt 16 554 Arbeiter. Davon waren damals in älteren Kolonien, und zwar in: Gederali 21, S i c 11 r o n ■ J ak o b 140, Gliedere 149, Mazzah 22, Neß-Zionah 40, Machnnjim 6, Mizpah 21, Mikwch-Jisrael 154, Mctulhh 1, Ekron 21, Petacli« T i k w a h 452, R i 8 c h o n •1 e-Z i o n 233, Rechowoth 181. In den Städten: Jeni'a'em 4597, Jaffa 1303, Haifa 1851, Tiberias 365, Safed 72, Tcl-Awiw 3737. Der Rest arbeitet aut den Farmen und Okkupationsierrains. 1 Bei öffentlichen Arbeiten, Bauten usw. waren von obiger Gesamtzahl am 15. September 2430 beschäftigt. Oeffentiiehe Arbeiten. Der Wert der vom Misrad I'awodot Ziburiot angeführten öffentlichen Arbeiten und Bauten betrug vom 1. Januar bi* 1. November 1922 : 431.603 üg. Pfund. Die Arbeiterbewegung hierbei in den letzten Monaten war die folgende; Dezember 1921 . . 1156 Mai 1922 . . 1700 Januar 1922 . . 1195 Juli 2040 . . ״ März 1302 . . ״ August 2110 . . ״ April 1250 . . ״ September 24 . . ״S0 Während im Januar die Zahl «1er Arbeiter bei Regierung*• aufträgen 44 »;0, bei solchen für pri atc Rechnung 56 betrug, war dag Verhältnis im September 3,6 und 96,1 */». Die Arbeiterlöhne. Laut einer Umfrage des allgemeinen ■ Arbeiterverbande* in den Genossenschaften, die sich über 1033 Arbeiter erstreckten, waren die Löhne bei ־ ■ * 66,5 »,'9 der Arbeitenden 3—5 lg.' Pfund 'per Mona! 20״ 2י/» >» n » » » « 13,3 •/# 7-12 Nach den Arbeitsorten geordnet, betrogen die Löhne?In Tel-Awiw 3.75—4 äg. Pfund per Monat Haifa 650 ״••״•• ״ ״ Atüt 5 6 ,, ״ ״ ״ Rischon le Znn 6—7,50 ״ ' '׳״ ־ ״ ״' Jerusalem 6 ״ ' ״' ' ״ ״ Tiberias 5-6 ״ ״ ״ ״ ln Tel-Awhv waren die Löhne deshalb die niedrigsten, weil sich dort alle Arbeitslosen dos Landes konzentrierten und die Zentrale die Arbeiten unter eine -den Bedarf übersteigende Zahl von Arbeitern verteilen mußte, die abwechselnd 2—3 Tage in der Woche beschäftigt wurden. LandwIrischnJtllchcr Dtrlclit für Dezember 1922 (Auszug,' In dem nördlichen Distrikt ist ausgiebiger Frühregen gefailcn; die Trockenheit in den südlichen Oegenden ist durch ausgiebigen Regen während der ersten Tage des Monats gewichen. Das Pflügen und Säen wird, soweit es daa Wetter erlaubt, eifrig betrieben. Iin Norden sind die Getreidesamen bereits aufgegangen und gut entwickelt. Futterpflanzen werden von intelligenteren Farmern mehr gepflanzt als vorige* fahr, wie z. B. bewässerte Luzerne, Sudangras, Wicken u. a. Die Nachfrage nach Zitronen ist gering, die Ernte wird wahrscheinlich dasselbe Schicksal wie im letzten Jahr haben. Das größte Hindernis für die Entwickln»״ der Tabakkultur, für die sich alles sehr interessiert, liegt ui dem Schmuggel Her im Norden mit unverzollten syrischen Blättern betrieben wird. Der Getreidepreis hat sich nach mehreren Schwankt!»• gen endgültig befestigt. Aeplel und Birnen werden in großen Mengen aus Italien importiert, Gemüse und Datteln au» Aegypten. TkrürzUiduT Bericht Die Rtttzkrnnkhcil ist in Syrien epidemisch auffpetretett, und die Einfuhr von Pferden von dort nach Palästina ist bis auf weiteres verboten. Die infektiöse Lungenentzündung, die i:11 vorigen Jahre sehr viele Ziegen vernichtete, ist heuer nicht in solchen Dimensionen aufgetreten; die Sterblichkeit war aber sehr hoch: auf 14 Fälle kamen 11 tödliche. Es sind 3 Falle Blattern vorgcfaüen, die aber sehr mild verliefen, ohne Todesfall. Von 61 Tieren, die geimpft wurden, sind 17 gestorben. In einem Ort des nördlichen Distrikts sind schwarze Blattern ausgebrochen, an denen 4 Ochsen starbcq, Forstbericht Der Regen hat die frühe Anpflanzung der Plantagen!m selben Ausmaß wie im vorigen Jahr ermöglicht. In den Sanddünen von Akte, Wadi Rubin und Gaza ist sehr nützliche Arbeit geleistet worden. Die relativen Erfolge früherer Versuche waren durch den Flugsand zunichte ge• macht worden. In den abgegrenzten Staatswäldern wurde während des Monats nur wenig gearbeitet, da die meisten Leute bei der Feldarbeit beschädigt waren. Die Großgrundbesitzer haben die Aufhebung der Hrdzsäge und Kalkötcnlwenzen verlangt im Interesse einer entsprechenden Arbe!tcrl־e:,chaf[uug für das Pflügen und Pflanzen, in einem staatlichen Waid, im Safed-Distriki, wurde die Abgrenzung beendet und jetzt wird mit der Arbeit!111 Esiiawalil im Haifa-Distrikt begonnen. *) Die in der vorigen Palästina-Balag* veröffentlichten statistischen Daten entstammten der gleichen Zcitiavg, ״!־! , :י i k 1 ‘ *•/ ׳ Ti 1;!־' M ',1 I ״

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