Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 16 (23.2.1923)
- Date
- 1923-02-23
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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1 r 13 Nr. 10 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 0t i f die | 1 I h a “0׳'׳? i * ' J v |r j ‘ Davcn ' ’ 2 W t (! t Jl!r oll. j ) W C 1;!ן j 1 n;c!-t , b ׳!teilt. : Ij'A’n JJ; a1sac!it( lisiulcrj < K. L. , ׳C Ur,‘{ beruhe;; , »US [ ' Ji'tiiur.j rgliclifj f ,asclicn• ו 1 ciwa; »mawim ' Grund!he der t Ist bloj ■; iliclSlit!! ׳, jemüse .! irbeilcr spracht i; Wein, fj ׳breitet,!; uatlcai j י truppen;1 Dwdini, : wordca; |!senden; lf gibt. '! eh die Ischaft■ bebaut der Seeles : SO : C5 1' 18 40 י" ■> f»5 f 10 : 84 i i' t 70 27 22 40 280 250 180 150 80 100 CO 42 : 88 | י 22 Wb 5; OiÜ'tl- P ,IC 1ן׳ •״• 1 ibrer ,der, fj ieeien, fj i eine I j nt um« 11 Wert i! l» wie L n, ist ‘ Ercz• ׳ . Aus• {; :anz.en l inscre! ßcsiiz ן 1 1.1:1? ז!1 nie! ׳ Initiative ergreifen und alles für die Durch- (Ührung der Sammlung Notwendige vorbereiten, wie Materialien bei der N. F. •Z e u -!rale bestellen. Usussammlungen und Purimfeiern organisieren, Mitarbeiter gewinnen us w. Wie bereits kurz erwähnt, sollen schon die Purim- Landspemlen für die Auslösung von Jadjur verwandt werden, lieber dieses Projekt wird in den nächsten Nummern der ״Jüdischen Rundschau“ ausführlich berichtet werden. Große Summen sind da/u erforderlich, um das der Sammelarbcit des N.-F. in Deutschland gesetzte Ziel zu erreichen. Jeder Zionist sammle daher nicht nur für den N.-F., sondern beteilige stell juch an der Purim-Aktion durch große der Geldentwertung entsprechende Purim-Landspcnden. Die Davidsburg lieber die neuesten Ausgrabungen in Palästina lesen wir jni״ M a u c hc s t c r Q u a r d ia n" die folgenden höchst inieressaulen Einzelheiten: Gegenwärtig wird zu einer iirtcmntioaalen wissenschaftlichen Expedition gerüstet, die, zumindest 11, ihren Zielen und Bestrebungen, alle in der letzten Zeit erfolgten Ausgrabungen an Wichtigkeit übestreffen wird. Der Hügel Ophel in Jerusalem soll erforscht werden. Jerusalem war ursprünglich auf zwei Erhöhungen erbaut, und die Ostliebere von beiden heißt ״Ophel". An der Jordanscitc liegt Jas Tal Kidroii mit der Quelle, die im alten Testament Gihon genannt wind. Aus der Bibel selbst ist mit absoluter Genauigkeit nicht fcstzitstclleu, was cigeutlidi ״Ophel" Wvkigraphisdi zu bedeuten hat: ob bloß den südlichen Teil des Hügels — an dieser Steile sind die gegenwärtigen Ausgra- Innigen geplant — oder aber, worauf manche Textstelle sdtließcn läßt, ein Bollwerk auf der Bergkuppe. Ganz gewiß war es ein stark befestigter Platz, vielleicht die Zitadelle der Jebuwer, von der e9 in der Bibel heißt: ״David eroberte die Festung Zion, dies ist die Stadt Davids." Viele Bibelforscher nehmen auch an, daß auf ״Ophel" zwei Baulichkeiten aufgeführt waren, über die viel gestritten wird. Die eine ward geheißen ״Milio" und existierte nachweisbar zu Davids Zeiten, wurde von Salomon neu erbaut, wir wissen aber nicht ganz genau, ob dies eine Festung oder bloß ein Fcstungswall gewesen ist; die biWischc Benennung der anderen Baulichkeit war ״Akra", eine wirkliche Zitadelle, die, wie Josephtu? Flavias berichtet, den weiter nördlich gelegenen Tcmjvel ‘derart bc■ herrschte, daß sic schließlich aus strategischen Gründen nicht mir vollständig niedergerissen, sondern sogar der oberste Teil des Hügels, auf dem sie erricbict war, geschleift wunde. Dr. Mastarinann, der über die Aufgaben der geplanten Ausgrabangen in der Zeitschrift des Palcstinc Exploration Fund einen langen Aufsatz veröffentlicht, bezeichnet ein halbes Dutzend dunkler Bibclstcllen, auf die die in Aussicht gerommenen Ausgrabungen Licht zu werfen berufen sind, Es stellt zu hoffen, daß der Mnucrgürtel der Jcbusäer bloßgelegt und der Ort fcstgestellt werden kann, auf dem die biblisdien Stätten ,,Millo" und ״Akra", der Palast Davids und die Gräber der Könige Judas erst Ständen. Auf dem Hügel ״Ophel" starul so niandicr stolze Bau, auf seinen Höhen hat sich eia großes Stück Weltgeschichte abgespielt; die bloßzulegcndcn Trümmer einstiger Mcrrüdikeit werden so viel zu erzählen haben, daß die ganze Welt gewiß aufhorchen wird auf die Kunde hin, daß die Geheimnisse des ״Ophel“, die Geschichte dieses biblisdicn Hügels von der Zeit der Jebusäer bis zur Nicderstampfung des Heiligen Landes durch die Römer nun enthüllt werden 90llen. Statistik des Berliner Palästina Amtes für den Monat Januar 1923 Im ganzen fertigte das Berliner Palästina-Amt im Monat Januar 67 Palästinafahrer ab, darunter 33 aus Deutschland, 23 aus Lettland, 5 aus Litauen, je einen aus Rußland und Polen und 4 Palästinenser. Von den Auswanderern aus Deutschland waren 25 Männer und 8 Frauen; aus Lettland: 10 Männer, 5 Frauen und 8 Kinder; aus Litauen: 2 Männer, 3 Frauen; aus Rußland: 1 Mann; aus Polen: 1 Mann; aus Palästina: 3 Männer, 1 Frau. Berufsverteilung: Deutschland: Landwirte und Gärtner: 16 (darunter 4 Mädchen), Hauswirtschaft: 3 Mäddien, Kranken- und Kinderpflege: 2 Mädchen, Schlosser und Maschinisten: 4, andere handwerkliche Berufe: 4, Akademiker und Kaufleute: 4. Lettland; Landwirte: keiner, Schmiede und Schlosser: 3, Elektrotechniker: 2, sonstige gelernte Hand- Werker; 4, ohne Beruf: 14 (darunter 4 Ehefrauen, 8 Kinder). Litauen: gelernte Handwerker: 2, Schneiderinnen: 3. Aitcrsverteilung: Deutschland: bis 20 Jahre 1, von 20—30 Jahre: 27, über 30 Jahre: 5. Lettland: bis 20 Jahre: 13, von 20—30 Jahre: 6, über 30 Jahre: 4. Litauen: unter 20 Jahren: 1, über 20 Jahre: 4. Aua Rußland und Polen 1• 1 Akademiker zwischen 20—30 Jahren. Palästinensische Rückwanderer! 2 Akade- Wker, 1 Lehrer, 1 Landwirt. ln den ersten Tagen des Februar verließen etwa 60 Palästinafahrer Berlin, deren Angelegenheiten durch das Pa- Nina-Amt im Laufe des Monats Januar besorgt worden »,areo. Hilfe für die ״Arbcifende Palästina - Emigration“ Plenarsitzung der Hilfszcntrale. nießt•!Sitzes lie in Keren Zio• Arbeit ■־■e׳jn -Ic) die ן Am 21. und 22. Januar fand in Berlin eine Plenarsitzung «r Hilfszcntrale der Palästina-Emigration nnd Fachausbildung der Chaluzim und arbeitenden Elemente statt, an der sich folgende Herren beteiligten: InfRnicur W. Tiomkin, Professor Groß mann, Kowno,!״gcaieiir J. Salkincf, Berlin, Professor Silberbusch, Czenvowitz, Sejmmitglied Silberschein, Lemberg, Dr. ״• Kaznclson, Konstantinopel, S. Le w ln so n, Berlin, Lubowski, Berlin, Mereminsky, Warschau, K. Ro- ״Ct, k?In> Derlin, Rosen berg, Kisdiinew, Ingenieur 1 rieciiand (IlitruiiAith) n. 11, La wurde Bericht er׳.taltet vom yorutzeiKlm des 1 laiijilbfuxw, Ingenieur W. Tiomkin über (he bisherige Tätigkeit der llilfszcntrale. Wegen einer ganzen ,<h־mc von Ursacnen, die nulte rlmlb der Lmfiiißsphäi'e des 1 iatipiliüros liegen, konnte In den ersten Monaten nicht jene große und intensive Arbeit geleistet werden, die imstande gewesen wäre, mehr oder weniger die materiellen Bedürfnisse der Alijah und Hachscluirah /zu befriedigen. Bekanntlich sind die energischen Ixmkruiigeii zur Bildung der Hilfszcntrale als zentrales Organ, von tlcni^ die ganze Aufbringung und Vcrtciliiiii; der (nidmitui für die ״Arbeitende Palästina-Emigration“ a1;!־-;;eht, von der Londoner russisch-ukrainischen Föderation mwi der Pariser liilfscxckntive ntisgcgangen. Die Londoner Föderation 11.it nodv vor einem Jahre bc schlossen, 10 <V0 aller ihrer Lnmalimcii für die Chalu/.imimterslützuiig zu bestimmen unter der Bedingung, daß ein Vcrtcilungsrcntrum geschaffen werde. Bis jetzt hat aber die. Londoner Föderation ihre Versprecliiingcn nicht erfüllt und hat der Hilfszcntrale bisher nur 8<X) Pfund zur Verfügung gestellt. Die Pariser 1 lilfsexcluitivc hat der Hilfszcntrale 5!)0 Pfund überwiesen. Von den einzelnen Lindern bat sich auf den Aufruf der Hilfszcntrale die argentinisch-ukrainische Föderation gemeldet, die durch die Pariser Exekutive 32t) Pfund überwiesen hat. Diese 1627 Pfund wurden folgendermaßen verteilt: ■ Für die Alijah: Litauen 370, Deutseliiand 180, K.onstnntinopcl 170, Polen 320, Rumänien 130, Oesterreich 10 Pfund. Für Hachscharah: Rußland 100, Polen 110, Rumänien 50, Oesterreich 50, Konstantinopcl 40 und) Deutschland 10 Pfund. Die Organis.itioiUnUisg.'ibcii!iahen un- JB'fnhr 0,8 ׳,״« betragen. Man erwartet in der nächsten Zeit weitere Summen von der ukrainischen Föderation, die vor kurzem wieder den Wunsch aus;esprodien hat, sich an der Qinhroinierstütziing aktiv zu beteiligen, trotz der Deutung, die verschiedene ihrer Mitglieder dem vorjährigen Beschlüsse wegen Zuweisung der 10 ״/» ihrer Einnahmen geben wollten. Audi von der Pariser I iilfsexckutivc wird Geld erwartet. Es liegen norih günstige Meldungen •vor über die Anteilnahme an der ״Arbeitenden Palästina-Emigration״ aus Südafrika, Argentiuien u. a. Die lebhafte Diskussion nadt dem Bcridit hat die hilflose Lage der EmigratioiKÜisliUitionen klargclegt, wie audt den Mangel an Mitteln, der sieh an den Orten der Qialuzimkonzentration füiübar iiucht, wo Leute mit fadtlicher Ausbildüng und im Besitze eines Visums, das nur für kurze Zeit Gültigkeit hat, das Redit verlieren, nach Palästina zu kommen, weil sie die 4—5 Pfund Reisegeld nicht haben, ln sclnvicrigcr Lage sind audt «die l iachsdiarali-Institutionen des Hccliaiuz, die sich mit der landwirtsdiaftlidien und technischen Ausbikhing vier Qialuzim befassen. In der Diskussion wurde darauf hingewiesen, daß e: notwendig wäre, Acndcnuigcn in der Arbeitsmethode der lUlfsorganisationen vorzunelunen und der Alijaii und iiadusdiarah m Rußland mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Die angemotiuiixmen Resolutionen geben den Palästinaämtern und dein HcChatuz in der selbständigen Ocldaufbri11|umg eine gewisse Freiheit (nach jeweiliger Verständigung der t Ulfszentrate), bestätigen den früheren Bcsdiluß über die Geld Verteilung fiir die Chahi/.-!!aclisdiar.'ili durdi die Zentrale des Hcchaluz und foixleni die Reorganisierung des Hauptbüros durch Heranziehung neuer Mitglieder und Sdiaffung eines arbeitsfähigen Direktoriums. Audi hat das Plenum eine neue Vertcilungsskala der OeldimittcJ für die einzelnen Institutionen ausrgarbeitet. ln den ZcnlraJrat wurden noch die Herren Latzky und Motzkin gewälilt. Statt der frfüicrcn Vertreter hat der Hcchaluz jetzt die Chawerim O roß mann, Dobkin, Lewin so n und Schwabe delegiert, die Hitachduth an Stelle von Dr. Sttßmann Herrn Ingenieur Fried- Und. Zum Generalsekretär wunia Herr Friedland ge• wäldt. Konferenz der Paläsilnaümter Qroßramanicns Vom 8. bis zum 10. Januar fand in Czernowitz eine Konferenz der Paliistinaämtcr Großrumäniens statt Vertreten waren die Paliistinaämtcr Bukarest, Czernowitz, Ki sc hi new und das Hafenamt ln Galatz, sowie die allrumänische Chahuorganisation. Zum Vorsitzenden der Konferenz wurde Prof. Julian Silberbusch, der Leiter des Czcrnowitzer Palästinaamtes, gewählt. Auf der Tagesordnung stand nach Erstattung der Rcchcnschaftsberichte durch die einzelnen Palästinaämter eine Reihe von prinzipiellen und technischen Fragen der A 1 i j a h, die Regelung der Transit w ander u׳ng aus Polen mit ihren Nebenfragen, die Organisation der einzelnen Paiästinaämter und des Hafenamtes in Oalatz und die gemeinsame Zusammenarbeit derselben, Finanzen, sowie ein ganzer Komplex von speziellen Fragen. Es wurde ein Statut beschlossen, welches die gemeinsame Zusammenarbeit regelt und eine Reihe von zentralen Aufgaben aus dem Komplex von Fragen herausgreift und den Palästinaämtern ln Czernowitz und Bukarest zur Regelung ruweist. Im übrijjcn bringen wir auszugsweise die wichtigsten Beschlüsse dieser Konferenz! Fragen der Alijah.! 1. Die Konferenz der Paiästinaämter konstatiert, daß die gegenwärtig geltenden Einwanderungsbestimmungen weder den Bedürfnissen Palästina* noch der ökonomischen Struktur des jüdischen Volkes entsprechen und erwarten von der Zionistischen Exekutive die konsequente Vertretung der Forderung auf eine freie, uneingeschränkte, nur von der Zlonistischen Organisation regulierte Einwanderung. 2. Die Konferenz empfindet es als eine der wichtigsten Aufgaben, alle Schritte zu unternehmen, um den Kreis der an der Auswanderung nach Palästina Interessierten ständig zu erweitern. Die Stelle, die sich mit der Regelung der Aiijah-Fragcn beschäftigt, hat ständig auf die zionistischen Landesorganisationen und Sonderverbände dahin zu wirken, daß in dieser Hinsicht durchgreifende Erziehungsarbeit geleistet werde. 3. Die Konferenz der Palästinaämter hält es für unerläßlieh, daß durch ausführliche Mitteilungen die jüdische Bevölkerung Rumäniens über den Stand der AufBauarbcit in Palästina aufgeklärt werde. 4. Die Konferenz der Paliistinaamter Oroß-Rumänlens beschließt, eine allgemeine Registrierung aller zur Palästinay/anderun״ bereiten Elemente durchzuführcn. ErrJgraüoii Ober Czernowitz Auf Onmd der let.Ten Einreiseerlaubnisse, die von der palästinensischen kcgicrimg gewahrt wurden, sind vom PaUU »tinaarnte in Ccrnanti (Czernowitz) eine Reihe von Arbeitern (verheiratete und Sc ii;:e) nach Palästina abgefertigt worden. Die Arbeiter verteilen swh auf folgende Kategorien: 11 Tischler, 6 Schlosser, 5 lamlwirt־,c!1a(t:ichc Arbeiter, 4׳Schneider, 3 Mau* rer, 2 Elektrotechniker, 2 Kknum*r, l Eisendreher 1 Maschlnist, 1 Ziegel-Arbeiter, 1 Krankenpflegerin, 1 Rohrleger und 2 Arbeiter ohne besondere Quatifikat.on: zmammen fuhren aua dieser Gruppe 71 Personen, mit dem Dampfer ״Bucarcsti“ am 22. üczcinuer 1622 nach Palästina. Die Zahl der Anmcldüngen war so groß, daß nur ein kleiner Teil der Angvmcktetda berücksichtigt werden konnte*. Außerdem bat das Paläsiinaamt ln Cemauti für eine Oruppc von 70 Ciialu/.im die notwendigen Einrciscdokuinente besorgt. Die Visa wurden teils vom Czcrnowitzer englischen Konsulate, teils vom englischen Konsulate in Bukarest gegeben. Mit dem Schiff ״Bucarcsti" fuhren ferner noch 40 Per- *onen auf Onrnid von 5;pc/ic!kn Einreiseerlaubnissen nach Paktstiiw, so daß mit diesem Schiffe ungefähr I8ö!Personen au« Rumänien nach Palästina reisten. Wcslgalizische Landeskonferenz Am Sonntag, den 23. Januar, tagte die III. Landeskonferenz der Zionisten V/cstgaliriens und Schlesiens, die von 100 Dele* gierten aus 40 Städten beschickt war und gegen 100CO Schekelzahler repräsentierte. E>cr Vorsitzende, Abgeordneter Dr. O. Thon, eröffnete die Konferenz, hielt einen warmen Nachruf auf Dr. Nordau, worauf zur Waid des Präsidiums und der Kommissionen geschritten wurde. ‘ Nach vollzogener Wahl referierte Abg. Dr. Thon aus■ führlich über die gegenwärtige Lage im Zionismus und über die politische Lage der Juden in Polen. Der Schluß «einer Rede klang ln einen warmen Appell zur Arbeit für den Keren Hajessod aus. Im Jahre 1922 verringerte sich zwar dk Zahl der abge* setzten Schekolim auf 15 000, trotzdem ist auch dieses Resultat im Verhältnis zur Gesamtzahl der verkauften Schekolim von 320000 ■und insbesondere im Vergleich zu Lemberg und Warschau ein sehr befriedigendes. An der Wahhktion nahm das Zentralkomitee aktiven Anteil und veranstaltete in sämtlichen von Juden bewohnten Ortschaften Volksversammlungen, auf denen delegierte Rcdnef des Zentralkomitees referierten. Dadurch ist auch die jüdisch* nationale Idee überall propagiert worden. Leider ist nach dett Wahlen eine gewisse Apathie cingctreten. Dr. L Kohn erteilt einen Rechenschaftsbericht der Kulturorganisation ״Tarbuth", aus dem zu ersehen kt, daß in unserem Wirkungsgebiet mehr als 20 hebräische Schulen mit 5000 Schülern bestehen. Er fordert, daß die existierenden hebräischen Sprachschulen in hebräische Normalsehulen um■ gewandelt werden sollen. Ing. Tennenbaum berichtet im Namen des National■ fonds, daß im Jahre 1921 6 000 000 poln. Mark gesammelt wurden. Ira Jahre 1922 hat sich zwar die Summe mehr als verdoppelt, da sie 15 306 711 poln. Mark betrug, jedoch ist das Resultat ln Anbetracht der Devalvation kein befriedigendes. Er fordert also, daß das Kontingent versiebenfacht werde und die Oesamtsumme 5000 Dollar betrage, was auch beschlossen wurde. Im Namen des Keren Hajessod referierte Dr, K. Lustbader, der ausführte, daß Keren Hajessod• Komitees in 90 Ortschaften bestehen und die Aufbringungen bisher 60000000 M. in bar und mehr als 30 000 000 M. in Wertsachen betragen. Während der Berichtsperiode wurden gegen 500 Keren Hajcssod-Versammlungcn abgehalten. Jetzt müsse auf den Ausbau und die Intensivierung der einzelnen Keren Hajcssod-Komitccs Nachdruck gelegt werden, insbesondere müssen Deklarationen nur in Pfund oder Schweizer Francs, wie cs st^ion in Biclitz praktiziert wird, gemacht werden. Er kontingentiert die Bareinnahme des Keren Ha• jessod im Jahre 1923 mit 30 000 000 poln. Mark. Ing. Zimmermann beklagt sich darüber, daß infolge der bestehenden Emigrationsschwierigkeiten nach Palästina das P aläs t i n a-A m t in Krakau zur Untätigkeit verurteilt wurde. Er fordert daher von der Londoner Exekutive, daß sie bei den englischen bzw. bei den Palästlnabchörden eine Erleichterung der ״Alijah“ erwirke. Nebenher müsse dafür gesorgt werden, daß die Chaluzim beruflich gehörig vorbe* reitet werden. Zu diesem Zwecke müsse sowohl ein ״Keren- Hachscharah“ als auch ein ״Keren Alijah“ gegründet wer■ den, der den ausgebildeten und mittellosen Chaluzim die Palästinaauswanderung ermögliche. An diesen zwei Fonds müsse der Keren lla,cssod mit 40 °/a seiner Einnahmen in Westgalizien in der Zeit vom 1. 3. bis 1. 9. 1923 partizipieren. Dr. Hilfstein fordert in seinem Organisationsreferat aus Gründen organisatorischer und agitatorischer Natur die Belbehaltung der gegenwärtigen Organisationsform, auf Orund welcher Westgalizien eine autonome Landesorganisation bildet Dieser Forderung wurde durch einen Beschluß Folge geleistet Die Diskussion, die stellenweise eine sehr erregte Form annahtn, gipfelte in der Forderung, daß mehr palästipo• zentrisch gearbeitet werden möge. Dr. I. Schwarzbart setzte in seinem Referat übet den Palästina Weltkongreß auseinander, daß seine Einberufung eine Notwendigkeit sei. Damit er gelinge und Juden sämtlicher Schattierungen und Parteibekenntnisse vertrete, müßten seitens der Zionistischen Organisation gewisse Konzessionen zediert werden. Die Konferenz, die vom 28. 1., 10 Uhr vormittags, bis zum 29. 1., 4 Uhr früh, mit einer zweistündigen Mittagspause währte, wählte hiernach zum Präsidenten der Organisation einstimmig Abg. Dr. O. Thon, der somit Vorsitzender des Parteirates ist, der sich aus 30 Mitgliedern der Provinz zusammensetzt. Ucbcrdics wurde eia Zentralrat, bestehend aus 13 Mitgliedern, gewi|htt ן •»י! I jäten i;! 0)12 י 1;';f ן ־eiiti 1 leute! וי*" ןייףזן ff^f ךי־י׳י ך ‘ r ׳- י—■*^ ן ןך״ jp 7 .־ ׳>■**** ־״*-‘4י5' 3*-'•‘ yj 0,לרי J rs׳. 1 i7»bm JL:^1 kl Üi»U i 7%״ fj r~־־־\ s. , s ׳, i!□ *' ■ \ 1 , 1! :1 : I I j Wulf | s, . 1! . 1י״ייי| ^**<»*^ ■111■■ ^■׳׳■■1"-^^ ^יו«יויו. t» 0^ <M.üaw»} Wai* . .. J ' ' f‘ ‘ 1 : , tirf tM* (4 Mi iL A 44! L«4•a U!'•*-aM w) '•UlW Nh*Lltat S—׳ kiju«) r״f f! r* •׳5״׳ ומi ך״ז ftm /!*n »־■f^