Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1923-02-23 · Heft 16 (23.2.1923) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 16 (23.2.1923)
Date
1923-02-23
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2651273-2652595-2652502-2652517--16398-2674033
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Seife 00 JUEDISCHE RUNDSCHAU eine andere Epoche gegenseitigen Oebem und Empfangen* . leitete dieser Vortrag zu dem des praktischen Fachmannes Ober, j Der Forscliungsrciscndc Direktor Auhagen behandelte »Ile ״Juden und Palästina". Im ersten Teile »eine* Vortrages besprach er die geologischen Verhältnisse Palästinas, das er mit der Bibel als Wegweiser durchreist habe, schilderte die Fruchtbarkeit des Landes, die bisherigen Erfolge in den jüdischen Siedlungen und führte dann im zweiten Teile herrliche Lichtbilder vor, die ein Ahnen und Sehnen beim Beschauer wach werden ließen. Mit heller Begeisterung sprach er von der Zukunft Palästinas, von der Zeit, wo das Volk Gottes wieder den Boden in Besitz nehme, der durch die Jahrhunderte lange Vernachlässigung von der Vorsehung geradezu konserviert wurde und mit einer dicken Kruste überzogen sei, unter der alle Keime höchster Fruchtbarkeit sorgsam geborgen seien. Und schließlich sprach Arnold Zweig über das Thema ״Von jüdischer Zukunft“. Unsere fast unhaltbare Lage rührt von unserer Unanschaulichkeit her, man hat keinen Maßstab, um jüdisches Wesen zu messen, zu erkennen. Deshalb verkennt mail uns. Und dann war es ein Verhängnisvoller Fehler, daß wir seit Jahrhunderten die Rolle der graeculi des römischen Reiches gespielt, ganze Berufe, wie Bankwesen, Theater, Presse kraft unseres Talentes entdeckt und organisiert haben, um schließlich daraus verdrängt zu werden. So ist jüdische Kraft jüdischen Interessen entzogen worden. Wir müssen uns unseren Angelegenheiten wieder zuwenden, genau so, wie die anderen Völker, dann wird man uns das ״Jüdische" nicht mehr vorvverfen. Nennen wir Palästina unser eigen, dann ist der Weg zur Lösung dieses seelischen und kulturellen Problems gebahnt. Darum muß sich jeder Jude entscheiden, ob er das Leben der Vergangenheit weiter führen oder mit ihr brechen will. Diese fünf Vorträge waren im jüdischen Leben Hamburgs ein Ereignis von weittragender Bedeutung, das auch in der Tagespresse gebührende Beachtung gefunden hat.!Wie ein roter Faden durchzog die verschiedenen Darstellungen sowohl der jüdischen als auch nichtjüdischen Redner das Wort ״Palästina". Kein leerer Begriff, keine Theorien darf dieser Ruf uns bedeuten. Eine neue Epoche in der Ocschichte des jüdischen Volkes wurde durch, die Ereignisse der letzten Jahre cingeleitct. In unsere Hände ist die Ent- Scheidung gelegt, ob ein jüdisches Palästina entstehen soll oder nicht. Um hierfür, für diese Entscheidung, alle Kräfte zu sammeln, sollte Hamburgs Judenheit aufgerufen werden. Der Widerhall, den die Veranstaltung über den Kreis der von Haus aus Interessierten gefunden hat, sei ein Ansporn, die mannigfachen Anregungen zu vertiefen und zur Tat, zur jüdischen Tat auswirken zu lassen. J. Presse-Rundschau O em ei nd ea rb eit. Einem Artikel der zionistischen Leipziger ״Jüdischen Zeitung“ entnehmen wir, daß cs in der Gemeinde Chem* nitz zu neuen Kämpfen wegen des Gcmeindewablrcchts gekommen sei. Die Ostjuden haben dort mit erfreulicher Energie und Entschiedenheit es abgefeimt, sich von den Gemeimlegcwaltigcn drei, höchstens vier Plätze in der 21 Personen umfassenden GemcindercpräscnLmz schenken zu lassen, und einige Ostjuden haben sich geweigert, sich an Aktionen, die die Gemeinde zum Ausbau der Synagoge und des Friedhofs eingelcitet hat, zu beteiligen, solange sie von den- 6elben Instanzen als Personen minderen Rechts empfunden werden. Wir hoffen, daß auch in Chemnitz sich die von unseren Freunden vertretene gerechte Sache durchsetzen wird und daß die liberalen Autokraten ihre Herrschaft nicht mehr lange ausüben werden. Religionsunterricht In der ״Jüdisch-Liberalen Zeitung“ beschäftigt sich Herr Robert Hirschfeld in einem eingehenden, viele Spalten langen Artikel mit Theorie und Praxis des Rciigkmsunterrichts. Der Aufsatz, zu dessen Auffassungen wir vielfach Im Gegensatz stellen, muß vor allem deshalb erwähnt werden, weil hier mit anerkennenswerter Offenheit die Möglichkeit der Erlernung des Hebräischen im R e I i g i o n 8 u n tc rrieht überhaupt bestritten wird. Es gibt nach Hirschfeld zwei Theorien für das Hebräische im Religionsunferrioht. Die eine verlangt, daß die Kinder befähigt werden, dem Gottesdienst zu folgen, die andere wünscht, daß sie zur Lektüre der Bibel, nach Möglichkeit auch zu der des Talmud, im Urtext befähigt werden. Hirschfeld hält die Erreichung beider Ziclo im Religionsunterricht für ausgeschlossen und kommt bei einem Vergleich mit der froßen Stundenzahl, ehe die lateinische oder französische prache in den Schulen genießen und den geringen Ergehwissen, die sie trotzdem haben, zu dem Resultat, daß der Kampf für das Hebräische ein aussichtsloser sei. Seine Bcwdsiülmuig hat sicher viel Richtiges, hur ist der Schluß ein falscher. Wenn zwei Stunden wöchentlichen Unterrichts nidht imstande sind, das wichtigste Ziel des jüdischen Unternichts, nämlich die Erlernung des Hebräischen, zu erreichen, $0 wird man nicht dieses־ Ziel auigeben, sondern muß zu einer Verstärkung des Untcrridits gelangen. Wir unsererseits glauben, daß cs dafür nur einen Weg gibt, den Weg, der den Religionsunterricht oder allgemeiner gesprochen den Unterricht in den jüdischen Fächern aus der von Hirschfdd mit Recht beklagten unwürdigen Stellung befreit und dem Kinde in der jüdischen Schule die Möglichkeit gibt, allgemeine und jüdische Fächer zu verbinden. Auf die Dauer wird die Notwendigkeit dieses Schlusses von keinem verkannt werden, der glaubt, daß der Kampf für das Hebräische, auch wenn er noch so schwierig sein mag, nicht aufgegeben, sondern zu einem glücklichen Ende geführt werden muß. Für die Auffassungen, die Hirschfeld lin Religionsunicrrieht vertreten wissen will, ist es charakteristisch, daß sich die reformatorische Tendenz des Liberalismus keineswegs nur mit dem Zcremonialgesetz bescliajtigt, sondern daß sie, darüber weit hinausgehend und offenbar unter dem ifnbewußten Einfluß nichtjüdischor und sogar judenfeindlichcr Faktoren stehend, auch den Inhalt des Judentums zu rdormicrcn gedenkt. Denn das bedeutet es ja, wenn Hirschfeld behauptet, daß die gesamte Bibel kt Zeichen eines Lohngesetzea stehe, jenes Gesetzen nämlich, daß der, der Gutes tut, belohnt, der, der Böses tut, bestraft wird und daß ־diese Auffassung unseren heutigen Anschauungen widerspricht. Wir unsererseits glauben, daß es nicht letztes Ziel des Rd'gionsunterrichts zu sein hat, die Uebcre'mstimmung des jüdischen Schrifttums mit der Gegenwart lcstzustcllen und dabei nicht Zutreffendes zu durchstreichen, sondern daß er umgekehrt bemüht »ein mu״, sus den Quellen das Wesen jüdisch er Lehre und den Verlauf jüdischer Geschichte zu erschließen, nicht aber von vornherein mit einer kritische« und ablehnenden Note an die Dinge heranzuketon. I ugendbe weguag. Die vom Verein jüdbclier Hocliscitfder Bar-Kochba In Prag hernusgegebenen ״Jugendblättcr“ rind nach halbjähriger Pausr im Januar 1923 wieder erschienen. Die Zeitschritt Ist sehr Interessant und Ist als Inlormationsorgait über f-ragen der Jugendbewegung um so mehr zu empfehlen, als sic auch über die iilditjudische Jugendbewegung orienticremles Material gibt. Die vorliegende Nummer enthält z. B. die Wiedergabe eines im Mai 1922 in der ״Tat" erschienenen Artikels, ״Anfang oder Ende", der für die deutsche Jugendbeweginig charakteristisch ist, aber auch manche Parallelen zur jüdischen Jugendbewegung zeigt. Ferner gibt die Nummer Informationell über die Boyscout- und Wobcraft-Bcwcgung. Es folgt die Behandlung; verschiedener Fragen aus der iüdisehen Jugendbewegung, darunter ein Bericht von Erwin Vogl über die jüdische Jugendbewegung in Deutschland, der über die Periode vom Prunncr Bundestag des Blau-Weiß bis zum Abschluß der Fusion im Dezember 1922 berichtet. Die Dar- Stellung versucht im allgemeinen trotz aller Anerkennung,?«111 Das Büro des slf׳*! mm jt uii י?»1ו!המיוומ üMtetililMI׳ befindet sich ab 20. Februar 1923 Uui Alle Postsendungen sind ausschließlich an diese Adresse zu richten! — Tciephonanschiuß wird später bcknnntgcjjcbcn. die beim Verfasser offenbar für den deutschen Blau-Weiß vorhanden ist, doch unparteiisch zu bleiben, und sic verkennt z. B. nicht, daß die im Blau-Weiß übliche Argu- Mentalion, man könne den Blau-Weiß nur verstellen, wenn man ganz in seinem Leben stehe, die Möglichkeit jeder Auseinandersetzung und Kritik ausschücßt. Interessant sind auch die Informationen über die jüdische Jugendbewegung in Jugoslawien und in der Tschechoslowakei. Ali jah. In dem Dezember-Januar-Heft der vom HapoEl- Hazair hcriutxgcgcbenen Zeitschrift ״Die Arbeit" erwähnen wir den Artikel von Abraham Lewinson über Fragen der Aüjali. Der Artikel versucht das Stocken der Alijah auf das Fehlen geeigneten Mcnschenmatcrials zurück-׳ Zufuhren. Es fehlt an einer umfassenden Chnluzbewegung, da sowohl die Jugend wie auch die Arbeiterschaft dem cigentliehen Chaluzgcdankcn fernständen. Deshalb fordert er eine vollkommen neue Schaffung einer neuen Clialuzbcwcgung als Vorbedingung für eine neue Alijah. Es dürfte sich nicht, wie bisher, darum handeln, nur Jugend oder auf Gruna der wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse ohnedies zur Auswanderung entschlossene Elemente als Chaluzim nach Palästina zu schatten, sondern man müsse versuchen, an die wirkliche jüdische Masse, die heute großenteils In unproduk• tiven Berufen lebt, heranzukoitunen. Die Produktivlcrung der unproduktiven Massen und ihre Umwandlung ln ein Cnaluzdement erscheint als die Hauptforderung. Der Artikel beschüfiigt sidi auch mit der Tätigkeit der Palästinaämter und der Aufbringung der Mittel für die Alijah, Englische Paläsfinapolltik. London. (J.C. B.) Die Zeitung ״Sundny Expreß“ hat eine neue Kampagne für die militärische Räumung Palästinas begonnen. ״Der britische Steuerzahler“ —׳ schreibt das Blatt in seinem letzten Leitartikel — ״ist dem Esel Isachars gleich, der von zwei schweren Lasten niedergebeugt wird. Die Last aut der rechten Seite heißt Mesopotamien, die auf der linken Palästina. John Bull ist nie der Juden Feind gewesen. Vor mehreren hundert Jahren hat er den verfolgten Juden Gastfreundschaft gewährt, Aber unsere Soldaten fochten doch nicht unter der Führung Allcnbys, um einen jüdischen Despotismus über die muselmanische und christliche Mehrheit aufzurichten? Wenn nun die Muselmanen und Christen sich gegen die jüdische Tyrannei erheben wollten, müßten engtische Soldaten noch einmal die jüdischen Despoten verteidigen und der britische Steuerzahler müßte noch einmal den Juden zu Hilfe kommen. Der britische Esel ist kräftig, aber er darf sich nicht damit begnügen, jüdische Dienste zu tun.“ Joint Die letzte Nirmmer des zionistischen Zentralorgam ״Haolam" beschäftigt sich in einem Leitartikel von M(osehe) K(lcinmami) mit dem Joint Durch einen Vergleich mit der früheren Stellung der Ica wird fcstgestelit, daß der Joint ebenso wie früher die Ica die Unterstützung jüdischer Institutionen in der ganzen Welt für sein« Aufgabe hält mit alleiniger Ausnahme von Palästina, wo der Standpunkt vertreten wird, daß cs Aufgabe der Zionisten sei, in Pa lästina zu arbeiten. Demgegenüber wird auf die intensive Mitarbeit der Zionisten in der allgemeinen Hilfsarbeit, auch der des Joint, hingewiesen und veriangt, daß die Institutionen Palästinas künftighin vom Joint nicht anders behandelt werden als andere Institutionen im Galuth. Die bekannte holländische Zeitung ״Nieuwe Courani" veröffentlicht in ihrer Nummer vom 23. Januar anläßlich der Anwesenheit von Weizmann einen ausführlichen Artikel mit der Ucbcrschrift ״Professor Weizmann, Führer der Zionisten“. Der Artikel orientiert über die Persönlichkeit und die Leistungen Wcizmanns. Er enthält auch Informationen über die zionistische Arbeit und über den Keren Hajcssod. In Wilna erscheint seit dein 23. Januar 1923 in jiddischer Sprache eine Zeitung ״Folks-Gcsuut , die in populärer Weise medizinische Kenntnisse zu verbreiten sucht und sich in ihrer erste« Nummer besonders mit Fragen der Säuglings- und Kinderpflege beschäftigt. Die Redaktion liegt ln den Händen von Dr. Schabad und Abraham Kotek. Die Rasser.volkszälilnng In Oesterreich Wien. (J.C. B.) Die Leitung der Zionistischen Organ!• eation in Oesterreich hat sich in den letzten Tagen mit der Frage befaßt, wie die Judenheit Oesterreichs die Rubriken ״Nationalität“ und ״Rasse“ in den anläßlich der am 7. März stattfindenden Volkszählung zugestclltcn Volkszählungsformuiarcn nuszufüllen habe. Es wurde beschlossen, die Zionisten in Oesterreich, sowie die jüdische Bevölkerung in der Republik überhaupt, in einem Manifest aufzufordern, die Rubrik ״Volkszugehörigkeit“ mit dem Worte ״jüdisch“ und die Rubrik ״Raste“ mit dem Worte ״weiß“ *uszufüllen, da es nach blo* logischen Prinzipien weder eine arische, noch eine semitische Rasse g«be, sondern nur eine weiße oder kaukasische &asm Nr!8 6rcz־I0racl Der Keren Kojemdh und die zionistische Kolonisation In welchem Maße das Kolonisationswerk der zionistisch(; Bewegung auf dem Keren Kajcmcth beruht, gellt schlag aus einer für das Jahr 1922 zusammengesicllten Statistische, Tabelle hervor. Ihre Daten zeigen, daß cs insgesamt 33 Siedlungen gibt, die in der einen oder anderen W«,. von der Zionistischen Organisation unterstiitzt werden. Dave,׳ liegen nicht weniger als 22 oder gerade zw« Drittel auf K. K. L. - B 0 d c n. Es leuchtet ein, daß die Kwuzoth und die Einzelk010nis!f: mit weit größerer Sicherheit ihre Investierungen zur mählichen Verbesserung des Bodens verwenden können, wc!:t dieser einer Institution gehört, weiche den Boden nid! weiterverkauft, sondern ihn als ewiges Eigentum festig Der ganz bedeutende Anteil der K. K. L.-Siedlungcn der zionistischen Kolonisation erhellt schon aus der Tatsacht, daß von insgesamt 35280־ Dun am des so kolonisierte!; Bodens nicht weniger als 28 820 oder 80״/« auf K. K.L Boden entfallen. Die nachstehende Tabelle enthält eine vollständige List( der 22 Siedlungen auf K. K. L.-Land. Fast sic alle beruh«; nunmehr auf dem sogenannten gemischten Farmsystem, da sich in Palästina so gut bewährt hat. Von großer Bcdcutun; ist die Milchwirtschaft. Die Kühe in Benschcmcn, Dagan« und Kirjath Anawirn sind prächtige Tiere uml verglich«; mit den von den Arabern gehaltenen Kühen, von überraschen, der Ergiebigkeit. Der Fellache erzielt in Palästina elw» 600 Liter Milch im Jahr von einer Kuh; in Kirjath Anavüm ist der Ertrag eines Tieres 2000 Liter im Jahre. Der Grund dieses Unterschiedes ist vor allem der, daß die Kühe der Juden von besserer Rasse sind; auch werden sie nicht bloß mit dem Im Lande gezogenen Futter genährt und schließlich sind sie viel besser und methodischer gepflegt. Gcmüj; wird überall gepflanzt, sowohl für die Ernährung der Arbeit« selbst, als aucli für den Verkauf; der Getreidebau beansprucht weite Bodenflächen. Ferner pflanzt man Oclbäutne, Weinrcbcri usw. Audi die Bienenzucht ist allgemein verbreitet, und einige Arbeiter haben sich auf diesem Gebiet geraden; zu Fachleuten ausgebildet. Fast alle Siedlungen waren zuerst kooperativ« Gruppet (Kwuzoth). Nachdem aber der Plan der Moschcwe Owdim, und zwar von Siedlern auf K. K. L.-Land, entwickelt worden war, Ist die Zahl dieser, auf individueller Arbeit beruhende» Siedlungen gestiegen, so daß cs heute ihrer schon fünf gibt. Teilt man die Gesamtfläche der Siedlungen durch die Zahl ihrer Arbeiter, *0 ergibt sich, daß jeder landwirtschaft• liehe Arbeiter im Durchschnitt etwa 36 Dunam Land bebaut Siedlung Anzrbtule 1 4cb« Duaua Zahl der ArbdMr Set!« J udlat 1. Ataroth (Kalendla) , , 2. Kirjaht Anawirn fuilb) # « 1 840 900 10 60 20 6S 8• Beer Towia , . . , eie 780 14 18 4. CHuIcIa 1 1 750 40 40 6. Benschemen .... e י 1200 22 06 6. Nachlath Jehuda (Midchenfarm) 60 10 10 7. Nachlath Jehuda, , . » 660 25 94 Samaria: 8. Kfar Malal (Ejn Chaj). « 800 80 70 9. Gan Sclimuel, , , . . 510 20 27 10. Keikur Emek Jesreelj t 1 840 18 22 11. Merchawia. 2100 40 40 12. Nahalal. 4 000 80 280 18. Ejn Charod . , . . 80110 200 250 14. Giweath Jecheskel , . * 8 000 CO 180 16. Tel Josel , . , . , e e 8 000 125 160 16. Gewa ...... 800 25 80 17, Misrach Nuris (2 Siedlungen) 2 600 60 100 Oaiilia: 18, DaganlaA, . . , * 1600 83 80 .B ״ •19 1600 80 43 20. Kinereth. 1100 83 88 21, Har Kinereth , . . , 600 20 *22 Summa: 8b 820 90! 1906 Demnach sitzt die große Mehrheit der in der zionisti sehen Kolonisation beschäftigten Arbeiter auf K.K.L Land. Und zwar sind es von insgesamt 1084 Arbeitern ihre 961 und, inbegriffen ihre Frauen und Kinder 1605 Seelen, gegenüber einer Gesamtzahl von 1332 Seeler ״ Diese Daten werden manchem, der bisher bloß ein vage Vorstellung von der Bedeutung des nationalen Eigentum in Erez-Jisracl hatte, Aufklärung bringen. Welchen Wci gerade diese Böden vom ökonomischen und politischen, wi auch vom nationalen Gesichtspunkt für uns darstellen, is offenbar. Der Besitz von möglichst viel Boden in Ere; Jisrael un Namen unseres Volkes ist der konkreteste Au! druck jener innigen Liebe, welche die Juden der ganze Welt für Palästina empfinden, jener Liebe, auf der alle unsci politischen Erfolge begründet sind. Der nationale Bcsil ist zugleich der augenfälligste Ausdruck der ״Rückkehr zui Boden"; ohne ihn hätte unsere Lage in Erez-Jisrael m jene Sicherung erlangt, die sie immerhin heute genieß Doch abgesehen von der Wichtigkeit des K. K. L.-Dcsitzc für die Außenwelt, spielt er eine nicht geringere Rolle i unserer inneren Entwicklung. Ohne die Landkäufe des Kcre Kajcmcth wäre die landwirtschaftliche Betätigung der Zi< nisten heute auf ein ganz kleines Maß beschränkt Es ist daher die Pflicht eines jeden Zionisten, die Arbc des Keren Kajcmcth im Galuth mit ganzer Kraft zu untc stützen. Gerade jetzt bietet sieh wieder die beste G< legenhelt dazu. In allen Ländern wird augenblicklich di Purim ■ Landspenden - Aktfon des Nationalfonds durchgeführt. Auch In Deuhcbhml bi teillgt sich erfreulicherweise «ine ganze Reihe von Städte an der Aktion. Es ist jedoch bedauerlich,/ f.est/uste!len, da noch immer nicht in allen Orten die Vmbcreitungen fi diese äußerst wichtige Sammlung eingeleitet sind. Zwei!« los liegt das vor allem daran, daß die N.-F.-Vertrauenrieu' der betreffenden Orte auf die verschiedentlichen Aufford׳ Jungen der N.-F.-Zeniral• nicht reagieren. In diese CltUa aÜiicQ daher sofort die ZlonUten di '#+&$*$&%%('%$+%%'%$'%+))#

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.