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Jüdische Rundschau · 1923-02-13 · Heft 13 (13.2.1923) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 13 (13.2.1923)
Date
1923-02-13
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 72 JUEDISCHE RUNDSCHAU Unser Zeitalter ist anders als manche anderen Epochen der Weltgeschichte nicht durch eine entschcieiende und von allen Zeitgenossen als entscheidend empfundene geistige Strömung gekennzeichnet. Im Gegenteil kann man es für unsere Zeit als charakteristisch anschcn, daß sie in merkwürdiger Objektivität für die widersprechendsten kulturellen und politischen Erschcinuiigcn Verständnis und Interesse findet. Unsere Zeit ist dadurch gekennzeichnet, daß sie die Kulturen versclnvundcner Völker nicht nur wissenschaftlich erforscht, sondern für sie wieder Liebe und Verständnis auf bringt, und wir finden in ihr ebenso Verständnis für die künstkrischen Leistungen primitiver Völker wie für japanische, für vorderasiatische oder mexikanische Kunst. Aehnlich läßt siel! politisch beobachten, daß es nicht mehr wie früher eine große politische Tendenz gibt, die das Leben aller Völker beherrscht. Seit Jahrzehnten siebe» die zwei politischen Strömungen im Mittelpunkt des gesamten politischen Lebens der Welt: die nationale und die sozialistischc Bewegung, die im tiefsten Innern einander nicht widersprechen, sondern sich ergänzen, die aber In der Welt überall als gegensätzlich empfunden werden. Der Krieg führte zu einem Paroxysmus eines mißverstandeneu Nationalismus. Dann, nach seiner Beendigung, seinen cs, als ob wenigstens in den Ländern, in denen der Krieg zu einer Niederlage und zu einem Zusammenbrach geführt hatte, andere, sozialistische Strömungen ans Ruder gelangen würden; Es war eine Zeit, in der es für den Zionismus besonders schwierig war zu arbeiten,. weil er als eine reaktionäre Bewegung erschien, die in einem Augenblick wie ein Anachronismus wirken mußte, wo man sidi anschicktc, nationale Gegensätze zu überwinden und zu übcrbrückcn. Damals glaubten viele, daß nunmehr ejn sozialistisches Zeita’ltcr hereingcbrochcu sei und daß die Revolution auch die Siegerstaaten ergreifen werde. Es ist charakteristisch für die Jetztzeit, daß wir in wenigen Jahren wieder einmal einen vollständigen Wandel der Dinge erfahren haben. Die nationale Bewegung ist wieder erwacht und sie hat einen Siegeszug über die Erde angetreten, wie er selbst während des Krieges nicht größer war. Dieser Nachkriegsnatioualismus wiederum hat freilich seine Be- Sonderheiten, die sich aus der gesamten Situation ergeben. Die Verrohung der Völkerpsyche durch den Weltkrieg und durch die Fortdauer der fricdcnslosen Zeit nach dem Friedensschluß macht sich in Art und Formen des Nationalismus bemerkbar. Aber noch ein anderes ist zu sehen. War der Nationalismus vor dem Kriege vor allem bei denjenigen Völkern am äusgeprhgtesten zu finden, die nicht zu nationaler Selbständigkeit gelangt waren oder bei Irredenten, die zu ihrem eigenen Staatsvolk strebten, so sind diese Probleme wenigstens vielfach durch den Krieg gelöst worden. Der heutige Nationalismus wendet sich in erschreckender Ausschiießliehkeit gegen den ״inneren Feind“. Es ist ein Kampf, der den Sozialisten, der aber vor allem den Juden gilt. In diesem Kampf haben sich Lebensformen hcrausgebildct, die heute in fast aller Welt in ähnlicher Gestalt existieren. Es sind die Lebensformen der Gcheimorganisationen. Fast überall scheinen die politischen Parteien abzuwirtschaflcn und nicht mehr die wirklichen Träger der Stimmung zu sein. Und unabhängig von einander und doch in seltener Uebercinsiiiiiraung greift man auf alte Formen der Loge, des Ordens, der geheimen Verschwörcrorgauisationen zurück. In dieser Weise wird nicht nur in den niedergebrochenen Ländern gearbeitet, sondern auch in den Siegerstaaten. Neben den Erwachenden Ungarn, neben der unübersehbaren Fülle dcutschvölkischcr Organisationen in Deutschfand und Oesterreich steht die große siegreiche Bewegung des italienische n Fascisinus, stehen die Anfänge ähnlicher Tendenzen in Polen und Litauen, stellt der in A m e r i k a zu großer Beunruhigung führende Ku-Kmx-Kinn, dessen Uebcrgreifen nadi England jüngst gemeldet wurde. Ueberall eine verblüffende Uebcreinstimnrung in den Tendenzen und in den Formen. Die Demokratie wird in diesen ״Bünden“ verurteilt, an ihre Steile tritt die unumschränkte Herrschaft eines angebeteten Führers, Worte wie Gerechtigkeit, wie Anerkennung fremder Rechte sind verpönt, die Oewalt wird angebetet und von ihr rücksichtslosester Gebrauch gemacht. Die Juden frage im Golus’ ist durch diese Vorgänge in ein neues Stadium getreten. Man könnte sagen, daß die Juden aus einer Offensivin eine Defensiv-Stellung zurückgedrängt worden sind. Der Kampf um die Gleich- Berechtigung hat in einigen Ländern, wie besonders in Deutschland, Fortschritte gemacht, innerlich sind die Juden aber fast überall zurückgeworfen worden. In den letzten Jahren des Krieges und in den ersten Jahren nach dem Friedensschluß kämpften die Juden fast überall ziclbcwußt und energisch nicht nur für ihre staatsbürgerlichen, sondern auch für ihre nationalen Rechte, für die sie das Panier der nationalen Autonomie aufgepflanzt hatten. Die Forderung vermochte sidi in einem gewissen Umfange bei den Friedensverträgen durchzusetzen, und die Staaten Europas mit großen jüdischen Siedlungen haben sich in den Fricdensverträgen, in denen sic anerkannt wurden, verpflichten müsse«, diese Rechte 7!ü achten. Heute ist die Position völlig verschoben. Die Juden kämpfen um ihr Leben, um ihr Eigentum, Um ihr Wohnrecht, um ihre Gleichberechtigung, sie ver- Stichen, sich zu wehren gegenüber dem Chauvinismus, der in fast allen Ländern gegen sie entbrannt ist, sie versuchen insbesondere, sich gegen die numeru! claususrordmmg zu wehren, die mit einer seltenen Einmütigkeit von Universität zu Universität sich verbreitet, die Landesgrenzen nicht achtet und die chauvinistischen Studentenschuften der einzelnen Länder zusanimcnschlieOt. Es ist eine neue Forderung, die früher höchstens gelegentlich auftauchte, heute aber mit besonderem Nachdruck vertreten wird. Und sic ist um so gefährlicher, als sic in der Maske der Gerechtigkeit auftriit, den Juden einen ihrem Prozentverhältnis in der Bevölkerung entsprechenden Anteil an den Universitäten geben will und so den Eindruck zu erwecken sucht, als wolle sie den Juden geben, was ihnen gebührt. Die Regierungen haben zu dieser Forderung verschieden Stellung genommen, je nach den näheren oder entfernteren Beziehungen, die sie zum Fascisinus ihrer Länder unterhielten. In Rumänien z. B. scheint man den Bestrebungen der Studentenschaff bisher mit Festigkeit und Nachdruck widerstanden zu haben. In anderen Ländern, wie in Ungarn, begünstigt Berliner Zionistische Vereinigung Donnerstag, den 15. Februar, abends 8 Uhr, im Blüthnersaal, Lützowstraße 76 lllltik W üllUl unter Mitwirkung von ELSE LASKER-SCHÜLER, LEO GOLLAN1N, ARNO NADEL, ANDREAS WEISSGERBER. Am Klavier Herbert Sandberg. Karten xum Preise von M. 275,— bis 55C0,— erhältlich ■n allen Thcntcikasien von Wertheim, im Büro der B. Z. V., Seydelslraße 3, Ewer-Buclilmndlunjj•, Kne»eb«ckstr»ßo 54/55, Büchhnniüung Rosenberg, (jrcn&dierntraßo 38. die Regierung offen diese Strömungen. Das Judentum iiat in aller Welt einen schweren Kampf vor sich, um seine Positionen irn Oaluth zu behaupten. Es wird diesen Kampf führen und führen müssen, aber cs wird immer erneut Anlaß haben,■ darüber nachzudenken, inwieweit diese erneute Judenverfolgung auf der ganzen Welt sich aus der ayonnalcn Situation des jüdischen Volkes ergibt. * Wenn so unsere Gedanken bei einem Ucberblick der Verhältnisse im Galuth sich wiederum Palästina zuwenden als dein Lande, dem cs allein bestimmt sein kann, einmal zum Lande einer jüdischen Mehrheit zu werden, die nicht mehr vom Diktat anderer Völker abhängig ist, so fiat die politische Zukunft Palästinas durch den Abbrucli der Konferenz in Lausanne nicht gerade an Verstärkung gewonnen. Die Frage Palästinas hat in den Besprechungen von Lausanne keine Rolle gespielt, ja, keine Erwähnung gefunden. Von türkischer Seite ist nicht daran gedacht worden, diejenigen Teile des Vertrags von Sivrcs materiell anzugreifen, die sich auf Palästina und Syrien beziehen. Die Hoffnung auf eine allgemeine Verständigung und auf Vermeidung eines neuen Oricutkriegcs ist auch durchaus noch vorhanden. Aber immerhin muß auch mit der anderen Möglichkeit gerechnet werden und, wie auch immer, selbst wenn eine friedliche Verständigung erfolgt, wird jedenfalls die so notwendige Beruhigung im ganzen Vorderen Orient und in Palästina durch die Verstärkung der Türkei und durch ihr Auftreten in Lausanne keine Fortschritte gemacht haben. Erfreulicherweise haben sich in Palästina selbst die Auswirkungen dieser neuen Verhältnisse bisher nicht bemerkbar gemacht. Weizmanns Eindruck, daß Ruhe im Lande herrscht, ist bisher durch die Ereignisse nicht widerlegt worden, und insbesondere die Unruhen in Jaffa stellten sich nach dem Bericht der palästinensischen Exekutive als ein lokales Ereignis von untergeordneter Bedcutung heraus. Hoffentlich wird diese Ruhe keine vorübergehende sein. F. L, Nflhum Sokolow in Warschau Warschau. (J. C. B.) Am 6. Februar traf der Präsident der Zionistischen Exekutive, Nahiim Sokolow, aus Danzig ln Warschau ein. Am Bahnhof wurde er von den Mitgliedern des Zentralkomitees der Zionistischen Organisation ln Polen, sowie von jüdischen Parlamentariern und Vertretern der Presse empfangen. Obwohl die Stunde de» Eintreffens Soko• lows geheim gehalten wurde, um Masscnansammlungcn seiner Warschauer Verehrer zu vermeiden, hatte ■sich doch eine größere Anzahl Privatpersonen zur Begrüßung des Gaste» am Bahnhof eingefunden, Das Zentralkomitee der Zionistischen Organisation in Polen hat gemeinsam mit, dem Zentralkomitee des ״Misrachi“ und der Leitung der zionistischen Arbeiterpartei ״Hitachduth" aus Anlaß der Ankunft Sokolows ein öffentliches Commuriiqud herausgegeben, in welchem Sokolow als der Vorsitzende der Zionistischen Wcltcxckutivc und des Komitees der jüdischen Delegationen und besonders als polnischer Jude warm bc* grüßt und die Erwartung ausgesprochen wird, daß die pol* nIsche Judcuheit ln diesen Gruß voll einstimmt Am Abend veranstaltete ein Zentralkomitee sämtlicher zionistischer Födcraüoncn einen feierlichen Empfangsabeitd. Am Donnerstag Abend fand Im Ricseusaai des Kollosscum» eine öffentliche ״Empfangs-Akademie“ statt. Für Sonntag Nachmittag wurde durch das Empfangskomitec eine Konferenz einberufen, auf welcher Sokolow ein großes Referat' über die Lage des jüdischen Volkes in Palästina und in den Golus- Hindern hallen wird. An der Konferenz werden sich die Veriretcr sämtlicher jüdischen Gemeinden und Zentralinstitutionell in Polen beteiligen. Am Donnerstag erschien eine Festnummer in hebräischer Spradie, die der Persönlichkeit und dem Wirken Sokolow« gewidmet war. Nr 13 Keren!)«jössod (Palästina-Grundfonds) Palästina ״ « Am 21. Tebefh fand im Wand Lcumi eine Sitzung!. ׳ Präsidiums und der Vertreter der verschiedenen Gemcuij ■ und Organisationen statt, um die künftige Keren llajuyj ‘ Arbeit zu besprechen, wobei u. a. folgende Beschlüsse gc(, ׳ | wurden: Der Rechenschaftsbericht des Keren Hagculah j zu veröffentlichen; ein Rundschreiben an alle Juden PalihtV ן unterfertigt außer vom Waad Lcumi auch von Vertretern v י verschiedenen Organisationen und Gemeinden, ist zu erlassti ׳ j der für Palästina kontingentierte Keren Hajcssod-Bcitrag ui; i zwischen die einzelnen Städte, Kolonien und Siedlungen ׳ auch die verschiedenen Gemeinden, Vereinigungen und Orgs•:'; sationen *ufgetcilt; größtmögliche Verbreitung des Keren Ht I jcssocf-Propagand&matcrials; die Organisierung der Keren Hg j jeswd-Arbelt in Palästina bat sogleich einzusetzen. Ein kV nes Komitee wurde gebildet, um alle Vorbereitungen zu treff4-׳; und den nötigen Propagandostoff vorzubcrciten. In der ct* |;; Sitzung wurde der Wortlaut des oben erwähnten Rundschreiben{ י festgesetzt (Ziko,) v i Argeafinien II Der Delegierte des Keren Hajessod, L. Jaffe, Ist a~’ :! 5. Januar in Buenos Aires cingetroffcn, wo ihm ein überaus'! herzlicher Empfang bereitet wurde. Er hat dort sofort mV < der Organisierung der Keren Hajcssod-Arbcit begonnen. Nel**.;- I Einrclhespreaiungcn, Ztrk :• יcrsatfmlnngen und Massenmcci.npl. f wird auch auf die Propaganda durch die jüdische wie auch a!!.j 1 gemeine Presse Wert gelegt. Die großen Zeitungen $ü<]-r J amerikas veröffentlichen großaufgcmachte Interviews mit Herrn{ f Jaffe, 90 ״La Nacion“ und ״L'Union“. Die jüdischen Zei t I hingen ״Jüdische Zeitung“ und Jüdische Welt“ unterstützen| | eitrigst die Keren Hajessod-Arbeit. Leider ist die finanzieller.! Lage in Argentinien recht schlecht, 90 daß der Minimal- H beitrag für den Keren Hajes ־od ziemlich niedrig angcsctaH werden muß. Es weiden jedoch die größten Anstrengungen; gemacht, um wenigstens eine große Zahl yon Keren Hai.es<xxt ■ j Spendern zu gewinnen. (Ziko.) , j } Kanada Am 16. Januar Ist Herr Dr. A. Goldstein in Montreal! J gelandet, wo er mit Dr. Lcvin zusammengetroffen ist. Troti : ׳ der beschwerlichen Uebcr fahrt reiste Dr. Goldstein gleich an , selben Abend nach Winnipeg weiter. Beim Keren Hajcssod-Drivt; : in West-Kanada werden Go!. Patterson und Dr. Qoldstein bis; Vanoauver an der Küste des Stillen Ozeans 17 Städte besuchen, i Ende Februar sollen sie nach Beendigung ihrer Tournee durch j West-Kanada wieder in Montreal eintreffen, um den Drive L In Ost-Kanada und sodann in Zentralkansda cinzuleitcn, in | erster Reihe in Montreal und Toronto. (Ziko.) t Westgaliifcn I Ani 28. Januar fand in Krakau unter Vorsitz von Abg. ff Dr. Thon die dritte Landeskonferenz der Zionisten des west׳• ff lidteu Klcinpolen (Wcsigalizicn), Schlesiens statt. Zum Prä- Ft sidenten der Organisation wurde erneut Abg. Dr. Thon ge- 1 wählt und zum Präsidenten des Zentral-Komitces, das die 1' jetzige Exekutive bildet, Dr. Chairn Hilfstein, ln Abänderung י des Organisationsstatuts wurde ein neues Organ, ein söge-; nannter Zentralrat eingesetzt, der bei wichtigen Anlässen vom | Zcntral-Komitce einberufen werden 9011. Außerdem wurde ein jjj■ Parleirat konstituiert, der von den einzelnen Lokal-Koniilecs;; gewählt wird; zu dessen Präsidenten wurde ebenfalls Dr.Ilion j) bestimmt. ‘ | Bezüglich des Keren Hajessod wurde u. a. beschlossen, daß der Monat Adar als Pakistinamonat festgesetzt wird mit erhöhter Propaganda für die palästinensischen Institutionen, In erster Reihe für den Keren Hajessod. Im Verlauf dieses Monats muß jeder Zionist mindestens löö Arbeitsstunden der Keren Hajes90d-Leitu11g zur Verfügung stellen. Rumänien Der Delegierte des Keren Hajessod-Direktoriums in Ion* don, Herr Dr. Martin Roscnblüth, hat den ersten Teil seiner Tournee durch Altrumänien beendet. Er hat die Städte Ploesti, Buzau, Piatra-Ncamtz und Roman bcsucht. Ueberall fanden Beratungen mit den Keren Hajessod- Komitees statt, die zum Teil reorganisiert wurden, ferner Konferenzen, an denen die führenden Juden tcilnahmcn. Im Anschluß daran setzte überall die diesjährige Keren Hajessod- Kampagne ein, die von den Komitees und den überall zwecks Besuchs aller Juden des Ories gebildeten Kommissionen geleitet wird. Es ist zu erwarten, daß die genannten fünf Orte für das Jahr 5683 etwa 10 Millionen Lei beisteuern werden, wovon die Hälfte bis zu der von der rumänischen Judenhcit freudig erwarteten Ankunft des Präsidenten der Zionistischen Exekutive, Nahum Sokolow, eingczahlt sein *oll. — Dr. Roscnblüth wurde bei seiner Aktion sehr wirksam durch den Sekretär der ritmänischcn Föderation, Herrn Israel Mar* cus, unterstützt. Dr. Roscnblüth arbeitet nirzeit in Bukarest und wird im zweiten Teil seiner.Tournee Braila, Oalatz, Jassy, Botoschan i und vielleicht noch einige andere Orte besuchen. Zur Unterstützung der von Herrn Dr. Martin Roscnblüth in Rumänien sehr erfolgreich dttrdigcfuhrtcn Keren Hajessod- Aktion haben sidi Herr Julius Berger und Fräulein Sari Kohn von der Abteilung des Keren Hajessod für Zentraleuropa nach Rumänien begeben. Anfang Februar fährt im Aufträge der Abteilung für Zentralcuropa Herr Walter Turnowsky nach Siebenbürgen, um dort zusammen mit Herrn Berger und Fräulein Sari Kohn die Aktion weitern► fülurcn, die seinerzeit unterbrochen worden war. (Ziko.) Das Maasscrprinrip in Ocstcrrefcli Auf der letzten Sitzung der Keren Hajrsjod-Komimnfon ln Wien wurde eine besondere Kommission eingesetzt, 11m innerhalb einer bestimmten Frist zu berichten, ob die Mitglieder zionistischer Behörden (Landeskomitee, Keren Hajessod- Kommission und Parteirat) ferner die zionistischen Mandatare im Kultusvorstand, in der Gemeinde Wien und in den Bezirken ihre Pßicht dem Keren Hajessod gegenüber erfüllt haben. Eg wurde ferner beschlossen, in der nächsten Sitzung die Frage des Maasserprinzipg <ds ersten Punkt der Tagesordnung zu behandeln. (Ziko.) ו¬ ו¬ I , k .$

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