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Jüdische Rundschau · 1923-02-13 · Heft 13 (13.2.1923) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 13 (13.2.1923)
Date
1923-02-13
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 13 JU ED ISCHE RUNDSCHAU Seile 73 1 (י׳ ח• (f.,1 n('unic'; rief,!/; Ü.1I1 ן., äUinrs׳' ern ,j״ fassen; € 'A't'fj en wjt Jrgn״;. en Ha• . £״ Ha• n k:Cj.! : treffen >! ersten! ’ reib;,,, j *t an! kvr.1v/, rt mit! Neben t!«״ng» ,) ch a]|.; Sü<f- ך Herrn י■ j I 2ci•; lülzcn 1 tizidlc יי Jiiittnl• i gesetzt i Ungen i fssod-; 1 i 1 ntreal Trotz 11 am Drive |n bis ichen. j durch Drive 1 n, in | ':Ab,ך. jkVc:,t-;Prä• I ge- 1' die innig togevom t ein i'.ces Thon ■t I ׳ I; isen,!; mit r.cn, eres der •0n- | Teil II Idle f! bo ן; Kxi• |; 11er 1 ו ■Im 11 tod- ן:;ck9' j: ge■• I , >rte f: km, | seit I kn ן rdi' ir- 11• fee Ith >1• ri ulim r• nit tu- I I < m 1m itd• re rn n. k tr Dr. Weizmann beim Iiollündischen Außenminister Während seiner kürzlichcn Anwesenheit in Holland wurelc Dr. Weizmann vom liolländisclicn Minister des ActiOeren, van Karnebcek, empfangen, mit dem er eine längere Unterredung im Außenministerium hatte. Svzz-1qvm\ Einstein in Palästina Nach den letzten Berichten ist Prof. Einstein bereits in Palästina cingetroffcn. In Ludd wurde er von den Herren Ussischkin, Gol. Kisdi, Dr. Mossinsohn, Dr. T11011, Ycllin und Dr. Diesengoff empfangen, die ihn nach Jerusalem geleiteten, wo er von Sir und Lady Sanmel mit großer Herzlidikcit bewillkommnet wunde. (Ziko.) Die Neubauten in Palästina im verflossenen Jabre Mit Beginn der Regenperiode erlitt die Bausaison in Palästina eine Unterbrechung. Es dürfte also angebracht sein, nachfolgend eine Aufzählung der im Verlaufe des letzten Jahres von Kislew 5682 bis Kislcw 5683 in Palästina crriditclcn Neubauten zu geben: Jerusalem: 57 Häuser in der Siedlung Bo׳ne Bajit, 27 Häuser in der Siedlung Talpiot und Krankenhaus Hadassah. Diese Häuser wurden aus Silikatzicgcln, ״Block- Ziegeln" und Kalksteinen gebaut. T el - A w i w: In Tei-Awiw wurden dieses Jahr 385 Häuser errichtet, dazu in den Tcl-Äwiw benachbarten Siedlungen Borochow 32 Häuser und ein Wasserturm, in der kanadischen Kwuzah 13 Häuser und in Ircantm 10 Häuser. Außerdem wurde in der Tschlenow-Sicellung ein eiserner Wasscrtunn errichtet und Im Viertel Mchussarel Dirotli ein War.serturm aus Eisenbeton. Das Baumaterial bestand aus Silikatzicgcln, Zcment7iegcln, Zementsteinen, gebrannten Lchmzicgeln, harten un׳' weichen Steinen und verschiedenen Zementarten. Haifa: Im Viertel Newe Schaanan 10 Häuser aus Steinen; im Viertel Bath Oalim 30 Häuser (stehen vor ihrer Vollendung); außerdem die große Mulde der Ica und die Shemenfabrik. Tiberiai: Im Viertel Adiusath Bajit (Kirjat Samuel) 32 Häuser aus Basalt- und Kalksteinen, Zemcntziegeln, Block- Ziegeln und Eisenbeton. Außerdem geht ein eisernes Teichbett der Vollendiing entgegen. Petach-Tikwah: 2 Häuser aus Eisenbeton. Chedera: 45 Häuser aus behauenen Steinen. Ben Schemen: 5 Häuser, 10 Ställe und eine 180 m Umzäunung; ein Wasserturm aus Eisenbeton steht vor der Vollendung. Hulda: Ein Mädchenhaus. R i schon-1 c-Zion: 41 Häuser Und eine Synagoge aus Steinen und Blocksteinen. Nachlath Jehuda: 4 Häuser und 26 Ställe aus Eisenbeton. Ekron: 6 Häuser und 6 Stallungen aus Blockziegeln und Beton. Ncs» Ziona: 1 Synagoge. GanSchmueh l Stall aus Eisenbeton für 40 Stück Vieh. Ein Chaj: 5 Häuser, 10 Ställe und 1 Wasserturm aus Eisenbeton. Achusa New York: 7 Binsenzelte und 1 Brunnen. Moza; Das von der Arbeiterorganisation errichtete Spital geht seiner Vollcnd־ang entgegen. Kirjat Anawim: Ein Teichbett aus Eisenbeton. Benjamina (Sdumi): 34 Häuser aus Silikatzicgcln, 1 Stall und eine Molkerei. Nahalal: 50 Ställe aus Eisenbeton und eine Umziimumg ebenfalls aus Eisenbeton. G i v/a tli-Je ch cskel: 30 Ställe aus Eisenbeton. Zwecks Austrocknung der Sümpfe wurden Drainageröhren in der Länge von 20 km gelegt, außerdem wurde ein Teichbett aus Eisenbeton errichtet. Mcrchawiah: 2 Ställe aus Beton. Daganial!: Ein zwei Stockwerke hohes Koloniehaus und Ställe für 40 Stück Vieh. Ein Teichbett aus Eisenbeton geht der Vollendung entgegen. KfarGilcdi: 4 Häuser, 2 Ställe und ein Tcichbctt aus Eisenbeton. Die Arbeilmvalileti Jerusalem. (J. C, B.) Wie am Tcl-Awivv gemeldet wird, haben sich an den Wahlen zu der allgemeinen jüdischen Arbeiterkonferenz gegen 6000 Arbeiter beteiligt, die ״Achduüi Awodah", die keine besondere Liste aufgestellt liatle, trat (ür den ,,sozialistischen Block der professionellen Vereine" ein. Per Wahlkampf war sehr heftig. Das bis jetzt bekanntgegebene Wahlergebnis ist folgendes: Sozialistischer Blöde 63 Delegierte, Hapoiil-Hazn'ir 35, Poale-Zion (Rcwutzkl-Gruppe) 9, M. P,S. (Kommunisten) 5, andere Listen 5. Der arabische Wirlschafiskongrcß Jerusalem. (J.C. B.) Am Sonntag, den 4. Februar, ist in Palästina der arabische Wirtschafts-Kongreß eröffnet worden. Die Hauptaufmerksamkeit der Kongreßteilnehmer war der Lnge der Landwirtschaft im Lande gewidmet. Es wurde eine Resolution angenommen, die die Regierung auffordert, das System des Uschur (Zehnten) aufzuheben. In einer zweiten Resolution wurde dem Wunsche Ausdruck gegeben, daß die Regierung in Palästina eine landwirtschaftliche Bank ins Leben rufe, deren Vcrwallung aber ausschließlich in arabischen Händen liegen soll. Daa Rutlienbergschc ElekirizHäfsweik Das erste Ruthenberg-Werk ist fertiggcstellt und beliefert die Konsumenten bereits mit elektrischer Kraft. Die ersten von diesem Werk gespeisten Lampen leuchten schon in den Straßen Tel-Awiws. Das erste unterirdische Zuführungskabel wusdc in der Aflenbystraße in Tcl-Awiw gelegt (Ziko.) Auiomobilvcrkclir mit Ernck Jsre! Ein regelmäßiger Automobilnmdvcrkclir wurde ein gerichtet zwischen Tiberias, Haifa, Nahalal, Nazareth, Tiber«?!. Der Fahrpreis beträgt von Tiberias nach Haifa 30, von Haifa mich Nahalal 15 und von Haifa nach Nazareth 20 Piaster. Der Fahrpreis für die Autofahrt von Tiberias nach Jerusalem wi-de auf 120 Piaster ermäßigt, pbewso der Preis von Haifa nach Jerusalem auf 1£. (Ziko.): ' ’ ־ Beiitne? ,Kalender Otlroi tlerünnr ZionlUUoli״ Vorolnignti(,, Ilnrlln 0 10, RayaaUtral!» C TaUphun: Zentrum IlfiM/ls!’()«!»ohocltkonto No. 12000 llnrlin NW 7. lidiiiimrorwnltiini{ dar 1), Z. V. Mitlwnch, 11 mi U, Foliriiar abend» « Uhr (Iruppe Out, Im woiUen Saal dar TTnton«*lo, Grolfswatitar 8tr, 222. (Imilae I1an*1brn4. Jttdlsoh* XUoilar, JleeUnttenen jthiUelior Blehter. Eintritt Mk. SSO.—■ Hapofl!!.״Tr, Im Holm .101 Z. J. V., rw%.(1״t.t«tr. M. »band. 7 ühr l/oe.bcid — Uomi'Itnnmo Nukttiro da• ,HnpoIiMIamlr“. Mlliwaab, den 1t. Fobnmr (nlohf, wln bebann(f(e^aban am IS. Februar) Oroppo Nordw.it, im lUmlnmunt T.awln, 111 QaSejia len III, nie uda 8 Uhr liorr Dr. Frita Uöwouatalai ,1*»• l'roblam dar JOdliehaa Bchila*. Donner.t.g, das 16, Fobtvmt abaoda 8 Uhr Im tl'tHhnrr-Sael, Ijflt.nwitr.Oa 7fl Jildlirh.r Kiiaitand Aator#a»b..d raracitoHat von d.r II. 7,. V. «nt״r Mliwlrkno* von E!«a Ti*«ker• BohtUa», hoo Oollanln, Arno Na Irl, Androa• W0l-*2״rbrr, Kart.n tntn l’ralaa v״n Mark 215.— bla 6500.— athll'lloh Im ÜOro dar It Z.V, Roydnl.tr, 8, an »bintllrlnm Tlmatorbomn von W.rtholm, In dun Daohbandlnntiont Bwor. Kn״r.״brrlt1tra8• 51—M, Kadom, DahlmannitraSa 8, Koaonbor)[• OronadlrtatraU» H). Ilapaöl UatSr, In dnn TUnman daa 7, •T V. noUlgotaiatraBa 5S Klt.aatr dra lokalm Wa.da Sonnabaml, drn 17. Fabrunr ahnnda 8 Uhr lUpoöl-Uir.lr, i.rdon Iltlnman daa Z. J. T, TIoIHnniralatatr. 62 Omlonkfnirr •nlaßlioh der Jahrrolt von A. D. Clordon. llodnor vrordon noch brUnnntgOKubon. Montair drn 1a Krbrnar abonda 8 Uhr IUrotl-lI*.«rr, In don Itltuman doa Z, J. V, TTallliraa'.lat.tr. 62 Knra Ohavrar Arlo oroff! ,(!..rtiUkta and Tb.011• daa •01lall1tl1.be• Zlonlamaa*. — H, Abond 7 Uhr Hiunng de« lokolon Wand•' Mlttvrooh, den 81. Febrnar abend■ 8 Uhr (lru|1pa Oat, in dan UnloniMon, Uralfawatdar Str. 222 Uair iieniloa Fatti ״DU Jot.lga Lago Im Zlonlamaa.'* ' n.poM-n.uTr, In drn ItSnmrn doa Z. 3. V.. Balligagalatatr. 62, abonda 7 Uhr, heiaabaad. Sonn ab ״nd ׳,en 2t. Kobrnar abonda 8 Uhr Ilipuäl-Uaial, In drn ItAnmon daa Z. J.V., TTolllgegelatalr. 62 Vortrag Ohawor Arloaorolt übart ,Llgaldatlona-ZIonlamaa*. DIB des NationäHonds wird Jetzt In vielen Städten vorbereitet. / Es Ist unbedingt notwendig, daß letior Vcrtratiommann und Jeder Zionist tmimmmmimimmmmiimmmmMiiimimiiiiittmtmiiiitmiiiiiiHmmiMMiiiMMitiiHiiiiHiiiiiMiMMHiiMiiiMi durch Versendung von Aufrufen, durch Vorträge, Purim feiern und besonders Haunammlungin zur Vermehrung unseres Bodenbesitzes durch eine* großzügige Purim-Aktion beiträgtf / Jeder Vertrauensmann, der der Zentrale des fiatlonatfonds nicht s&CForft seine E-laCerfalbestellmtü imiiimmmiiiiMimMmiiuiiiMiiimiMiiMimMimmiiMmiiitiiiHiiMiiifmmiimiiiiiimMiiMiiinmmMmMniiiiim füt Purim aufgibt, schädigt den Aufbau PalästinasI , Aufhebung des ifallenlschcn Durchreisevisums für Palästina - Fahrer Die Maawirim Transport Q. m. b. H., Berlin W50, Augsbnrger Straße 11, gibt bekannt, daß mit sofortiger Wirkung eine Verfügung der italienischen Regierung in Kraft tritt, wonach Palästinnf,ihrer, welche im Besitze einer Schiffskartc für die Dampfer des Lloyd Tricstireo sind wie sic von der Maawirim ansgegeben werden —, das italienische Visum für die Durchreise nicht benötigen; die Vorzeigung der Schiffskartcn-Anweisung genügt. Dadurch werden den Palästluafalircrn criieblidic Ersparnisse an Ocld und Zeit ermöglicht. Weiter wird darauf aufmerksam gemacht, daß für den Monat Februar und März 1923 eine Aenderung der Eillinie Triest-Alexandrien cirftritt. Infolge notwendiger Dockarbeiten an den beiden Eiidampfern ״Idclouan" und ״Vienna" werden die genannten Schilfe zeitweilig aus dem Verkehr gezogen, und an ihrer Stelle der Dampfer ״Semiramis" eingesetzt. Es gilt demnach folgender Fahrplan: Ah Triest: 9. Februar: ״Semiramis“, 16. Februar: ״Vienna", 23, Februar: ״Senüramls", 2. März: ״Hclouan", 9. März: ״Semiramis", 16. März: ״Ildouan", 23. März: ״Vienna" und von da ab wieder abwechselnd ״Hclouan" oder ״Vienna". Für den Dampfer ״Semiramis" werden außer Zwischendeckkarten nur Kajüteplätze I. 11. II. Kksse ausgegeben; eine III. Klasse gibt cs auf diesem Dampfer nicht. Die Fahrpreise sind billiger als für ״llekman" und ״Vienna", und zwar betragen sie für die Strecke Triest—Alexandrien inkl. Verpflegung I. Klasse £ 31, II. Klasse £ 21, Aus dem polnischen Sejm Warschau. (J.C. B.) Der Sejm hat soeben seine zweilägige Diskussion über das Budgetprovisorium beendet. Im Namen des jüdischen Klubs sprach Deputierter Dr. Leon Reich, der von den iiationaldoiuokratisdicn Depulierten fortwährend durch die Rufe ״Geht mit Sokolow nach Palästina!“ ״Geht zu alten Teufeln 1“ unterbrochen wurde. Dr. Reich führte Klage darüber, daß die demokratische Regierung in ihren Beziehungen zu den Juden eben die Prinzipien der Demo* kratie im Stiche läßt. Er wiederholte die jüdischen Postulatc über das Recht auf Sabbathmhe usw. und drückte zum Schluß seine Hoffnung aus, daß die Regierung das den jüdische» Bürgern angetane Unrecht aus der ,Welt schaffen oder wenigstens mildern wird. Das Budgetprovisorium wurde mit einer aus Zentrum, Unke und arische Minderheiten zusammengesetzten Mehrheit beschlossen. Gegen das Budget stimmten bloß Nationaldemckraten und Juden. hi eh!selben Sitzung brachten die NaiionalJcmokraten einen Antrag ein, der Sejm möge einen Termin beschließen, bis zu welchem die jüdischen Flüchtlinge und Emigranten Polen endgültig zu verlassen haben. Warschau. (J.C. B.) In der letzten Sitzung־ der parlamcntnrischen Bilduiigskommisslon beschwerte sich der Deputierte Rabbiner Lewin über die Drangsalierungen und Verfofetmgcn, die die jüdische Jugend an der Lemberger UniversiUit sowohl seitens der eigentlichen akademischen Behörde, als auch seitens anderer Gesellschaften, die sich an der Universität nstirpatorisciie Machtbefugnisse amu^Ben, aus* gesetzt ist. Rabbiner Lewin führte den Fall an, daß gegen 1 den Vorsitzenden eines Protcstmcciings jüdischer Akademiker! gegen den mime ms clausus auf Antrag des akademischen ' Senats Strafantrag vor Gericht gestellt wurde und daß der als י' Zeuge cinvernommene Dekan vor Gericht die Behauptung r aufgestcllt hat, daß in Polen eine jüdische Nationalität gar j nicht existiert. Das zu einer Zeit, da diese Nationalität im '־׳ Sejm durch 34 Deputierte vertreten ist. ״ Deputierter Lewin erklärte, die jüdischen Deputierten *!1 würden gegen den Etat der Lemberger Universität Gunmen. :s Nailftnslfondsarbeit unter den Ostjuden In Berlin . B!s vor wenigen Jahren war die Nntioniifon Isarbrit in Berlin im wesen! 11 dien auf die zionistischer! Kreise beschrankt Da« deutsche Judentum stand der Idee des Palii'tina-Aufiwus ziemlich fern und war nicht geneigt, selbst das kleinste finanziehe Opfer dafür zu bringen. In Berlin befanden sich noch vor 4 Jahren mir 3 — 460.) Nat'onalfondr.-füichsen, und cs war kaum möglich, diese Zahl zu vermehren. Zwei Momente verursachten eine Aemferung dieses Zu- Standes: citrnai wuchs durch die Erfolge des Zionismus das Interesse _für den Aufbau Efez-Isncls, andererseits vermehrte sich die Zalü der in Berlin ansässigen Juden außerordentlich dadurch, daß eine große Zuwanderung aus den Osten cinsetzte. Und insbesondere der letzte Umstand ist cs, der das Bild der Nationalfonds Arbeit in Berlin grund’egcnd änderte. Der Schwerpunkt der Arbeit verrückt immer mehr nach ״Osten“, zumal der Odjn le eine Verptiehtung zum Geben in weit höherem Maße anerkennt. _ In Erkenntnis dieser veränderten Lage beschäftigt sich die Nationalfondskommission für Deutschland seit einigen Mo naten mit dem Problem, wie man weite, bisher noch nicht ergriffene Kreise <hr Osfiuden erlassen könne. Für eine große Anzalil von Gstjuden ist Deutschland nur Durchgangs',•iml, in dem cs sich nicht lohnt, fcslen Fuß zu lassen. Ändere wieder sind nach den Irrfahrten seit der Vertreibung aus ihrer Heimat noch nicht recht zur Ruhe und zu einem festen Wohnsitz gekommen, daher kann nun sic nur sehr schlecht registrieren und dauernd erfassen. Verseht®• {lene Versuche, die man machte, scheiterten daher: so wurde eine Rundfrage über den Synagogmbcsuch, die Unterlagen für eine Erfassung* geben sollte, nur ru 8—10 c/o beantwortet, so erhielt man auf Rundschreiben keinen Bescheid, so trafen die Vertrauens'cute bei der Durchführung der Spenden,iktion nur seiten jemanden in der Wohnung an, und vieles andere mehr. Es war der Nationalfondskoiiimission klar, daß sic sich auf diese veränderte Situation einzusie'tcn hatte. Wenn ein größerer Erfolg verzeichnet werden soll, 90 kann er nur auf Cirund der Methoden und Erfahrungen unserer Gesinmmgsgenossen aus dem Osten erreicht werden, denen es ja in Polen und Rußland gelungen ist, den grüßten Betrag von alten Ländern für den Nationalfonds aufzubringen. Infolgedessen sucht die Narionalfontlskomiriission ostjiidische Mitarbeiter, die über persönliche Beziehungen zu den in Frage kommenden Kreisen verfugen. Es besteht kein Zweifel, daß cs in Berlin eine große Anzahl von Gcsinnung'gcnosscn gibt, die uns auf diesem Gebiete zu unterstützen, vK.kicht sogar hauptberuflich dafür zu arbeiten, in der Lage wären. Pflicht eines jeden Juden, der sich dazu für fähig hält, ist es d c s 11 ה I b, sich baldigst mit der Nationalfondskorn Mission in Verbindüng zu setzen und sich in den Dienst des großen Aufgabe zu stellen! Nationalfondskorn mlssion für Deutschland Berlin W 15, SäcltsEchc Straße 8. Kunsfabend der ß. Z. V. Die Berliner Zionistische Vereinigung veranstaltet am Donnerstag, den 15. Februar, abends 8 Uhr, im Blütlmcr aal, Lützowstr. 76, einen Jüdischen Kunst• und Autorenabend unter Mitwirkung von Else Laskcr-Scliülcr, Leo Gollanin, Arno Nadel, Andreas Weißgerber u. a. Karten zum Preise von 275 bis 5300 M. erhältlich im Büro der B, Z. V., Seydelstr. 3, Zentrum 3611/15. Der Abend ist als Propaganda-Veranstaltung vornehmen Stils gedacht, auf den jeder Zionist in seinem Kreise besonders hinweisen und auch Nichtzionisten zum Besuch des Kunstabends veranlassen soll. Wir machen hierdurch auf diese Veranstaltung besonders aufmerksam. Vorfrag Rabaschow Am Mittwoch, den 14. d. M., 8 Uhr abends, spricht Genosse Sahn,an R u b a s c 11 o w im Arbeiterheim H. Borocltow, Linicnslr. 159, über ״Die letzte Konferenz der Achdutli Ilaawodah in Palästina". MIsrachl-Gruppe Berlin Bis auf weiteres treffen sich die Mitglieder und Freunde des Misrachi jeden Montag, abends 8 Uhr, im Saal des Rodef Zedokob, Rosenthaier Str. 11/12, zur Besprechung aktucllcr, misrachir,rischer und zionistischer Tagesfragen. Die Abende sollen nach Möglichkeit durch ein kurzes Referat oder durch sonstige Vorträge eingeleitet werden. Am Montag, den 12. Februar, spricht Rabbi Mosche Mariowsky aus Moskau über ״Die Idee des Misrachi‘'. Wir machen hierdurch darauf aufmerksam, daß der Vor- (ragsabend unseres Gesinnungsgenossen Felix Ziege nicht, wie zuerst angekündigt, am 16., sondern am Donnerstag, den 15. Februar, abends 8 Uhr, im Harmoniumsaal, Steglitzer Str. 35, stattfindet. Theoretische Abendlthrburse Das Arbeiterfürsorgeamt und die Gesellschaft ״ORT“ haben eine Arbeitsgemeinschaft gegründet, um zunächst in Berlin theoretische Abcndlchrkurse für ostjiidische jüngere Arbeiter, Handwerker und Lehrlinge der Metall- und ltolzindiiblric zu veranstalten. Es wird Unterricht in Fadmehnen, Faclizeicluicn und Matciialkimde erteilt werden. Die Kurse kommen besonders auch für Chaluzim in Betracht. Alle Parteiorganisationen und Jugendgruppen werden gebeten, ihre Mitglieder auf diese Neueinrichtung hinzuweisen. Meldungen werden beim Jüdischen Arbeitsamt, Augustitraße 17, 11, entgegengeuomraen. Verein für Arbeitsnachweis E. V. (Lehrstellenvermitilung und Berufsberatung.) Wir suchen für einen Stcnoeraphickiirsus für Porige'• schrittene eine gebildete jüdische Dame als, Lehrerin gegen Bezahlung. Der Kursus findet einmal wöchentlich statt. Wir suchen für einen 16jährigen schwer erziehbaren Lehrerssohn eine Lehrstelle in kleiner Stadt. Der Junge hat rin Jahr Klempner gelernt. Wir suchen Lehrstellen für Buchdrucker ln snbbati.ftcte» Betrieben.! Jüdische Berufsberatung Im Verein für . Arbeitsnachweis. S:7 ■/(' ,130 U' •ac eil t. le' k '4 IC w .1T if e; ei, u, '.n\ u1 Ür' vi: »rf *Id >נ* 1 >:r >a *it ־:1 n, u״‘ ■tu le ic *DC di A!81 n ’di ■sc Je! :hl* :ni •R, 'Ir1 ifc! ,F ־ei 1 •ei ',ZI ,V .el d :d v. B B ־ ti : a:! w d!,' td1 X: 11; dj .־ I *' ,d 1 ' I ו ז

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