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Jüdische Rundschau · 1923-02-09 · Heft 12 (9.2.1923) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 12 (9.2.1923)
Date
1923-02-09
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Ich habe also inzwischen in Nahatal angefangen. Unter dem Drucke der schweren Zeit mußte ich mein Programm etwas ändern. Da es unmöglich 13t, von der Zionistischen Organisation eine größere Summe für einen Bau zu bekommen, und wir nur kleinere Summen und auch die sehr unregelmäßig erhalten können, machen wir folgendes: Für das erste Gc'.d kaufen wir ein paar Maulesel mit Wagen und Pflug, damit wir diesen Winter all unsere Felder düngen und pflügen können und regelrecht vorbercitcn für das nächste Jahr. Außer* dein wollen wir 2 Baracken aufstellcn: eine als Wohnung für 10 Mädchen und eine für Wirtschaftszwecke. Die Mädchen sollen die Bäume, die nächstes Jahr auf unseren Feldern gepflanzt werden sollen, in einer Baumschule ziehen. Sie sollen *uch mit Bienen• und Geflügelzucht, sowie Gemüsebau beginnen. So weit reicht hoffentlich das Geld, das wir nach und nach von der Zionistischen Organisation bekommen wer■ den. Die Lage scheint so schwer zu sein, daß wir keine Hoffnung haben, das ganze Budget zu erhalten und so dürfen wir nicht mit den großen Dingen, wie dem Bau eines Wohnhauscs oder eines Stalles, anfangen. Ich wagte cs, trotzdem an die Arbeit heranzugehen, weil ich hoffe, daß d.c Freunde unserer Idee alles tun werden, um uns zu helfen und weil ich nicht voraussehe, wann diese schwere Zeit zu Ende sein wird. Vor allem aber hoffe ich, daß die deutschen Mitglieder des Verbandes, die doch immer soviel Sinn für die Erziehung der Arbeiterinnen und für deren richtige Ausbildung in den verschiedenen haus- und landwirtscha.'t.ichen Arbeiten hatten, ihre ganze Kraft auf die Mädciicnlehifarm konzentrieren werden. Alles, was Sie sammeln können, soll der Anstalt, die nur mit 10 Mädchen eröffnet wird und sich bis auf 63 Se'uilerinnen vergrößern soll, zugute kommen. Wir brauchen alles zur Bienenzucht Nöt'gc (Honigschlcudermaschine, Waben• presse, verschiedene kleine Instrumente), alles zur Geflügelzucht Nötige, alle Gerätschaften zu Gemüse- und Obstbau, dann Möbel und Küchenutcnsiticn, Wäsche, waschbare Kleiderstoffe, Moskitonetze, Betten, Drahtnetze gegen Moskitos und Fliegen für Fenster und Türen, Drahtnetze für öefliigclzaun, Stacheldraht zur Umzäunung der Felder (von letzteren zwei Artikeln brauchen wir mehrere hundert Mctei). Alle diese Sachen kommen nach Palästina aus Deutschland oder Oesterreich. Rumänien z. B. könnte uns Holz liefern zu weiteren Holzbarackcn und Wirtschaftsgebäuden, denn wir können leider nicht auf baldige feste Wohnhäuser rechnen. Alle die eben genannten Dinge können nicht zu früh kommen, denn wir haben mit unserer Arbeit angefangen und können nicht zu spät kommen, denn cs wird noch lange dauern, bis wir die Mädchenfarm von 10 Schülerinnen auf 60 gebracht haben und bis wir genügend Werkzeug und Maschinen besitzen werden. Mit freundlichen Orüßen Ihre ergebene ••> Channah Maiael-Schoch at * Ich mußte gestern mein Schreiben abbrechen, denn Ich wurde zu einer Arbeit gerufen. Ich wollte noch folgendes zufügen: Die große Zahl unserer Nöte darf Sic nicht abschrecken, wie cs der Fall bei vielen anderen ist. Die Farm kann nach und nach ausgebaut werden. Sie können Zweig für Zweig anbaucn oder verschiedene Gegenden zu verschiedcncn Aktionen anspornen. Das ist eine Aufgabe für mehrere Jahre, und Sie haben die Möglichkeit, sich an der Gründung und an dem Ausbau der Farm durch größere Sammelaktionen zu beteiligen. (Nähere Auskunft erteilt die Berliner Zentrale des Verbandes Jüdischer Frauen für Kulturarbeit. in Pa ä-tina, Berlin C2, Burgstraße 27, Büro 22. Adresse für Wert- Sendungen: Frl. Lychcnheim.) * Jtld’&clier Frauenbund Jerusalem. (J.C.B.) Dieser Tage fand hier eine öffentliche Versammlung der ״Histadruth hanaschim haiwrioth" in Palästina statt. De Präsidentin des Bundes Lady Samuel, eröffnet« die Versammlung mit einer hebräischen Ansprache, in der sie u. a. atr;führte, daß der Verband׳ die jüdischen Frauen unter der Fahne der hebräischen Spradhc vereinigt. Aus dein in der Versammlung vorgclcscncn ' Berichte ging hervor, daß der Bund während seiner zweijährigen Existenz 1120 Frauen, meist Wöchnerinnen, Hilfe geleistet .hat. Der Verein sorgt auch für Waisenkinder und verwahrloste Kinder. Berliner 1 ionistische Vereinigung Donnerstag, den 15. Februar, abends 8 Uhr, im Blülhnersaal, Lützowstraße 76 י״ 11H ,1■ '-־L'i ׳,t M1 i*it 4# 4# i 14^1 unter Mitwirkung von ELSE LASKER ■ SCHÜLER, ARNO NADEL, ANDREAS WEISSGERBER, LEO GOLLAN1N. Am Klavier Herbert Sandberg. Karlen *um Preise von M. 275,— bla 5500— erhältlich *n eilen Thcnteikaseen von Wertheim, im Büro der B. Z V., ScydclstraBe 3, Ewer-Buchhandlung, KneaeheckitraBe 54/55, Buchhandlung Kosenberg, Grenadierstraße 33. Der Palästina - Bericht der Brandeis Gruppe N c w V 0 rk. (J. C. B.) In diesen Tagen fand die Jahres- Konferenz des Palestine Development Council (Brandeis. Gruppe).statt, auf welcher Richter Mack den Tätigkeitsbericht erstattete. Danach wurde während des letzten Jahres mit Hilfe von ka und Joint die kooperative Bank in Palästina gegründet. Ferner wurden ln diesem Jahre 120033 Dollar für den Univcrsitäts-Fonds aufgebracht, für 300 000 Dollar wurde Boden in Palästina erworben, der an Kolonistensöhne für Häuserbau abgegeben werden soll: 105000 Dollar wurden für das Ruthenbcrg-Projekt gesammelt. Ein Palästina * Bericht des amerikanischen Handels-Departements Washington. (J.C.B.) Das Handelsdeparte* ment der Vereinigten Staaten hat soeben eine 64 Seiten stnrke Druckschrift hcrausgcgcbcn, die eine ökonomische Uebcrsicht über Palästina bringt. Der Verfasser der Schrift, der frühere amerikanische Konsul in Jerusalem, Edyson J. Southard, führt aus, daß im jetzigen Moment Palästina den amerikanischen Kaufleuten nur wenig Handelsmöglichkeitcn bietet, in Zukunft werde sich das aber ändern. Palästina werde ein Handelszentrum für mehr als 3 Millionen Menschen der erwähnten Distrikte sein. Konsul Southard glaubt daran, daß sich die Bevölkerung von Palästina durch die Ein- Wanderung aus Mittel- und Osteuropa stark vermehren wird. An einer anderen Stelle, schreibt Southard: ״Heute ist Palästina ein kleines und dünnbevölkertes Land. Als Resultat des Krieges steht es aber unter Einflüssen, die dem Lande eine große Internationale Handelsposition schaffen werden: Das darf der Aufmerksamkeit der amerikanischen Geschäftswelt nicht entgehen, Sobald sich die Bedingungen bessern werden, wird Palästina der Mittelpunkt des Handels für Millionen Menschen in Nordarabien, dem Distrikt von Damaskus und für andere Teile Südsyriens, die vom Libanon abgeschnitten sind, sein.“ Southard stellt fest, daß Palästina der landwirtschaftlichen Betätigung 3 Millionen Acre Land bietet. Er rühmt die Arbeit der jüdischen Kolonien sehr. Die Herausgabe dieser Uebcrsicht begründet der Direktor des Handelsdepartcmcnts ln der Einleitung damit, daß das ״Interesse an dem schmalen Landpaß am Mittelländischen Meer“ in der ganzen Welt im Wachsen begriffen ist 9 mr Ausgestaltung des Forschungsinstitutes für Chemie ln Jerusalem Wie wir erfahren, hat die Ausgestaltung des geplanten Forschungsinstitutes für Chemie in Jerusalem im letzten Jahre große Fortschritte gemacht, indem die gesamte aparative Einrichtung für die chemischen, physikalischchemischen, koloidchcmisclicn und biologischen Laboratorien angcscliafft wurde. Die Apparate, die den modernsten Anforderungen auf dem Gebiete dieser Wissenschaften entsprechen, liegen bereits in seemäßiger Verpackung in Berlin und warten auf ihren Abtransport nach Jerusalem. Sobald der Anbau an das bestellende Gray Hill auf dem Skopus von Jerusalem in die Wege geleitet wird, was unmittelbar bcvorstcht, wird dieser Abtransport ermöglicht werden können. Gleichzeitig wird sich Professor F o d o r aus Halle an Ort und Stelle begehen, um mit der Bauleitung in Gemeinschalt die innere Einrichtung der genannten Laboratorien zu bewerkstelligen. Es ist demnach als wahrscheinlich zu betrachten, daß der wissenschaftliche Betrieb in diesen lnstituten bereits innerhalb eines Jahres ins Leben gerufen wird. Gleichzeitig wird das chemische Institut das erste Institut der zukünftigen Universität darstellcn. Das Regicrungsbudget Jerusalem. Das Amtsblatt der pa'äTinensischeit Regicrung veröffentlicht das Ausgabenbudget für das laufende Budgetjahr (!.April 1622 bis 31. März 1023). De gesamte Ausgabensumme ist auf 1819151 äg. Pfund festgesetzt. Im einzelnen ist ausgesetzt für Eisenbahnen: 415 575 lg. Pfund: öffentl. Schutz (Polizei): 289481 äg. Pfund; Schulen; 98972 äg. Pfund; soz. Arbeit: 189 000 äg. Pfundj Hygiene: 105 368 äg. Pfund.! Eine große Schenkung für ]üd’sclie Schulen Bekanntlich hat der große jüdische Philanthrop, Sir Ellis Kadoori, ein Legat in Höbe von etwa 100(XK) Pfund der britischen Regierung hinterlassen, damit davon Schulen in Palästina und Mesopotamien erbaut werden. Die britische Regierung und die Testamentsvollstrecker haben das Ocld zur Errichtung von jüdischen Schulen in Palästina bestimmt und ein Komitee eingesetzt, in dem die Regicrung durch die Herren Bentwich, Bowman und Ginsberg vertreten ist; ferner gehören der Kommission die Herren Luriö, Ussischkin und Lifschütz, letzterer für den Misrachi, an. Die Kommission wird die Verwendung des Oeldes im einzelnen diskutieren, ln der ersten Sitzung dieses Komitees wurde beschlossen, daß ein Teil des Geldes sofort in diesem Jahre für die palästinensischen Schulen verwandt werden sollte. Es kommen besonders in Betracht das Gymnasium in Jerusalem, die Tachkcmoni-SchuIe in Jaffa und die hebräische Schule in Tiberias. Die SabbaUiruhe Jerusalem1. (J, C. B.) Der Vorstand des Vereins ״Sabbatlmihe“ liat sich an Sir Herbert Samuel mit der Bitte gewandt, ein Gesetz gegen die öffentliche Entweihung des Sahbaths zu ernten. Die Delegation stützte sich auf das frühere tüikisd.c Gesetz, welches den Muselmanen den öliciitliehen Genuß von Speise und Trank an den Fastentagen unter Strafe verbietet. Die Delegation hatte dem Oberkommissar eine Petition überreicht, die von 4U00 Faiiiiliciihäuj.tern kn Namen von 22000 Seelen unterzeichnet war. Der Obrrkommissar hat nun der De'egation die Antwort ertci't, daß die Forde.1mg nach strenger Einl a hing der Sa W» Ihr ruhe, besonders in einer Stadt wie Jerusalem, moralisch *ehr berechtigt ist; nach Rücksprache mit seinen Beamten sei er aber zum Entschluß gekommen, daß für die Erlassung einer gesctz'.ichcn Bestimmung wegen Bestrafung von Sabbatiistörem kein Grund vorhanden sei. Uebcrfiaupt empfehle es sich, in religiösen Dingen eher durch moralische als* durch gesetzliche Mittel zu wirken. Er, der Obcrkommissar, sowie seine Familie, wie überhaupt die Regierung würden in der Wahrung der Sabbailiruhe der OeÜcntiiclikcit ein Muster geben. Clnm’am 1. Dem Dichter Simon Kronbcrg liegt etwas von der Intu!- tivität des Chassidismus im Blut. Die Mystik des Dinges: daß es schreit; daß es mit Zangen nach dem Menschen greift; daß alles mit Gott zusammenhängt und darum durch den Menschen erlöst werden kann. II. Chamlams Seele Ist ein blühender Oarten, doch schon welk von verfrühtem Herbst. Er ist müde von etwas, was tr noch nicht getan hat. Sein Tun wird verhindert durch das immerwährende Fluktuieren seiner Gefühle, die autotnatisch zu Intuitionen werden. Von diesen Intuitionen, die ihm das Leben wunderhaft und ertragbar machen, lebt sein Blut. Intuitionen — meist seine eigene psychische Verfassung betreffend — ersetzen ihm die Außenwelt, die nicht In den Kerker seiner selbstbespicgelndcn Psyche dringt. Das Geschrei dieser Außenwelt ängstigt Ihn, macht ihn fahl ßmj scheu, weil sie aktive Reaktionen von ihm fordert, *u denen sein durch ewige Depression geschwächter Organismus nicht fähig ist Er ist etwas wie ein kleiner Hiob der Decadence. Er liebt seinen Schmerz und lebt sich durch sein wohlkonserviertes Unglück in den Sinn seines Lebens hinein: sein Leiden preßt aus ihm seine Intuitionen hervor. Cliamlam ist ein grenzenlos Einsamer und schreit nach Glück; möchte aber den Schmerz — fast einzigen Inhalt seines Lebens — um keinen Preis verlieren. So lebt *eine Seele hin und her zwischen Fetzen Glück und einem Ballast von Melancholie. Ein Wort schon genügt, Momente von Glück zu zerschneiden. Sein Glück fällt immer wieder ins Unglück zurück wie in eine immer bereite Schale, III. Sein Leiden ist der Mensch. Aber eigentlich ist er selber der Mensch, an dem er am meisten leidet Chamlam ist demütig. Unter dieser Demut verbirgt sich aber die Angst vor der Tat, die dem dekadenten Juden von heute eiPet. (״.... ich bin ein Törichter, der vor der Tat versinkt in Sorge, ob die Tat nicht vielleicht wehe tut — ״ad so die Welt verliert.״) Chamlam liebt die Menschen und zittert vor ihrer Not: *ber wesentlich deshalb, weil er lieh selber la diese seine Güte und Weichheit hlnclnbclten kann und so eine Linderung seiner ewigen Deprimiertheit bewirkt. IV. Chamlam hängt durch zarte Fasern noch mit Oott zu• sammen. Gleichzeitig verschmachtet er nach dem Menschen. Dies ist jüdisch: die mystische Vereinigung mit Gott erfordert Mit-Gcnossen, die auch von unten her kommen. Der absolute Gott allein erlöst nicht V. Güle, Leid, Demut, Ooitsucht sind Chamlams Wesensaffekie. Sie machen ihn intensiv, zermürben aber die Aktivitätsmöglichkeiten seines Lebens und lassen sie verkümmern. Sein Leben in der Vision ist darum letzten Endes sinnlos, weil seine Visionen zu keiner aktiven Konsequenz bei ihm führen. Dies unterscheidet auch den Typus Chamlam negativ vom Chassld. Der Chassid steht in der Mitte seines Tuns: seine Offenbarungen stehen mit diesem Tun in ursächlichcm Zusammenhang und erhalten erst durch dieses ihre Wahrheit. Selbst die fctnst-organlslerte Psyche kann Ober den Mangel an Entscheidungsfähigkeit nicht hinwegtrösten: in Erez-Jisracl werden wir auf die Züchtung־ des Chamlam-Typus verzichten müssen. Alice jacob• Loewenson, Das Buch ״Chamlam״ von Simon Kronberg erschien 1921 im Verlag der Dichtung Gustav Klcpcnhcucr, Potsdam. Literarische Mitteilungen!Die dritte Nummer der hebräischen Zcitsdhrift ״Rimon", die demnächst erscheint, ist ohtem Gebiete der jüdischen Volkskunst gewidmet, das in der Literatur noch wenig gewürdigt wurde, jedoch die schaffenden jüdlsdven Künstler unserer Zeit, einen Chagall, z. B., stark beeinflußt hat. E* ist dies die synagogale Wandmalerei des 17. und 18. Jahrhundert s, wie sic uns noch in manchen südrussischen, ga-. Mzisdien und süddeutschen Städtchen erhalten geblieben ist. Die Malereien aus den Synagogen in Mobilew und Horb werden zum ersten Male in Farben reproduziert dem jüdischen Leser vorgefuhrt Die erläuternden Aufsätze sind von den Architekten E. Toeplitz und E. Lisaltzki, die dati Material an Ort und Stelle studiert haben, Uebcr die Bestrebungen der modernen Kunst orientiert ein Aufsatz von B e r 1 e w i, der mit Reproduktionen von Werken von Chagall, Slerenbcrg, Altmatin und Lisätzk» illustriert äst. Das hebräische Theater ,,Habiinah.“ in Moskau und dessen bahnbrechende Wirksamkeit ist in einer eingehenden Studie gewürdigt. Dr. Gaster untersucht die vielumstrittcne Frage der Herkunft und Bedeutung des Magen David. Rahei'Wi icnnitzer hat einen Aufsatz über Taines Kunstphilosophie bei׳- getragen. Der literarische Teil bringt von Bialik eingefcitete Märchen von Wadiser, dem hoffnungsvollen Dichter, der einem Pogrom in der Ukraine, zum Opfer fiel, eine Er- Zählung von Agnon, eine Würdigung Biahks von Ts ehernichowski, Erinnerungen von Dubnow an S. I. Hurwitsch, einen Aufsatz von S. Bcrnfeld über den Hi»• manisten und Bibclfrcund Reuchlin u. a. m. Aus dem Inhalt der jiddischen Zcitsdirift ״Milgrolm“, die cbcnfalsl demnächst erscheint, sind außer den bereit» genannten kunsthistorisdicn Beiträgen, die gleichzeitig im ״Rimon“ veröffentlicht werden, zu erwähnen: eine Erzählung von J. Opatoschu, ein Aufsatz über Spengler und das Juden׳- tum von Dr. Seligmann, eine! Studie über die Ausgrabungen in Elcpliantinc u. a. m. Das vom ״Rimon“-Verlag angezeigte Buch von Prof, E Landsberger ״Impressionismus und Expressionismus" ist soeben erschienen. Es entliält 21 Reproduktionen, darunter eine farbige, von Werken der impressionistischen und ex* prcssionistischcn Kunst, die einer eingehenden stilkritischen Untersuchung unterzogen werden. Das Werk orientiert in glänzender Weise über die Verschiedenheiten in der Seh- und Malwcise zweier Epochen, zweier Generationen. Es ist in einer hebräischen und einer jiddischen Ausgabe erschienen. Jesus und die soziale Frage. Von Prof. Dr. Aiphons Stein• mann. Paderborn Verlag Ferdinand Schöningh. In diesem Bucn, das vornehmlich christlichen praktischtheologischen Zwecken dient, befindet sich ein Kapitel über die soziale Bedeutung des altlcstamcntlichcn Gesetzes, da* kurz den sozialen Inhalt des DekaJogs und einzelner Propheten- Sprüche analysiert, H. D. Nomberd, Erzählungen. Erster Band (jiddisch). Klal-Vcrlag, Berlin 1922. P. Wilhelm Schmidt: Die Uroffcnbarung als Anfang der Offenbarungen Gottes. Verlag Jos. Kusel 8t Friede. Pustel, Kemptea — Diese katholische Schrift bezweckt den Beweis für die ■ Geschichtlichkeit der ersten Offenbarung an Adam und Eva. י . .

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